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Meler Neueste Nachrichim

Kasseler Abendzeitung

Nummer 166

Sonntag, 24. Juli 1921

Fernsprecher 951 and 952

11. Jahrgang

Fernsprecher toi und 952

gnferttonspretfei * Stnhefmtfch« Auftrag«- ®te einfpatttge Snjetgen.Bette 3R. L20, btt etnfpatttge Reklamezelle M. 8.-^ b) AnSwLrttge Aufträge: ®tt etnfpatttge Unjetgenjetle M. L60, btt etnfpatttge Reklame,«Ur M. s.50, alle« einfchlteßUch Teuerung«,Illchtag und Lnzetgensteuer. Für Anzeigen mit besonders schwtertgem Satz hundert Prozent Aufschlag Für die Rtchttglett aller durch Fernsprecher ausgegebenen Anzeige», sowie für Aufnahme, baten und Platze kann eine Gewähr nicht übernommen werden. Druckerei: Schlacht- hofstratz« 28/80. Geschäftsstelle: ktälnische Strafie 6. Telephon Stummer 951 und 952.

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> Hessische Abendzeitung

Die große oberschlesische Gefahr.

Die verliebten SngiSnber.

Das StaLtbauamt hatte seinerzeit die lieber.

London, 23. Juli. (Pttvattelegramm.) Der gäbe des Fuldabades für den Beginn der große« such des japanischen Kronprinzen in England Fenen in bestimmte Aussicht gestellt. Beabsichtigt

waqxn,

ictrniu

italienische

Auswstr-

Dop ans der Konserenz wieder in Frage gestellt werden, da sie schon in Versailles entschieden worden sind. Die japanische Regierung erklärt, daß sie sich wegen der Rückgabe von Schantung schon mehrfach an die chinesische Regierung ge­wandt habe, aber immer habe sich China ge­weigert, mit Japan zu verhandeln, da eS Schantung direkt von Deutschland er­halten will, aber nicht von Japan»

Der Londoner Berichterstatter eines Pariser BlatteS erfährt aus maßgebender japanischer Duelle, daß die amerikanische Regierung aus die japanische Note, die um Aufschluß über die Natur der Washingtoner Verhandlungen ersucht noch nicht geacktwortet hat. Bekanntlich hat die spanische Regierung sich grundsätzlich für eine Beteiligung an der Washingtoner Konferenz aus- gesprochen, aber in Hinsicht aus da« Verhand- Lungsprogramm. soweit es außerhalb der Ab- rMmlgSfrage steht, Vorbehalte gemacht, um

Rußlands schwere Not Bor völligem Znsammenbrucht (Eigen- Drahimeldung.!

tigen Anrte Längere Zeit konferiert. Nach ihm weilte auch der englische Botschafter etwa eine Stunde im AuSivürtigen Amt. äRan bringt die Besuche der beiden Staatsmänner und ihre Kon- ferenqen in Verbindung mit einem deutschen Schritt bei den Signaturmächten des VerjiaÄ- ler Vertrages über Oberfchlesren.

Berlin, 23. Juki.

Das bekannte Telegramm Maxim Gorkis an Gerhart Hauptmann ist 6« Aus­gangspunkt einer deutschen Hilfsaktion Mr die schwer leidende Bevölkerung Rußlands gewor­den. Der Dichter hat das Telegramm Gorkis der Reichsregiemng zur Kenntnis gebracht, die in der Lage war, festzustellen, daß der Schritt Gorkis in völligem Einvernehmen mit der SowjetreAe- rnng erfolgt ist. Gorki trifft demnächst in Berlin ein, seine Gattin weilt bereits hier. Amtlicher­seits wird hervorgehoben, daß Deutschland be­reit sei, sich an jeder internat'onalen Hilfsattion für Rußland im Rahmen und nachMaßgabe seinerKräftezu beteiligen. Für die Organi­sation der Hilfsaktion kommt naturgemäß in erster Reihe das Rote Kreuz in Frage. Bel dem Stande seiner Ernährungslage muß es sich Deutschland leider versagen, durch Lebensmittel­lieferungen der schwer bedrohten russischen Be­völkerung zu Hilfe zu kommen. Wohl aber mir) eine direkte deutsche Hilfe durch Bereitstellung von Medikamenten in dem erforderlich werdenden Umfange betätigt. TxÄei wird die deutsche Hilfsattion nicht außeracht lassen dürfen, daß in dem am schwersten leidenden Wolga- gebiet namentlich auch viele Tausende deut­scher Siedler von der Katastrophe betroffen worden find. In Moskau hat sich inzwischen ein Hilfskomitee gebildet, das keinerlei politischen Charakter trägt und daher Mttglieder sämtlicher Parteien, auch der nichtkommunistischen, in sich schließt Die Vorbereitungen für die weiteren Maßnahmen find bereits in vollem Gange, die Fühlungnahme mit russischen Kreisen ist erfolgt. Nerhart Hauptmann wird den Appell Gorkis per- önlich beantworten. Die Einzelheiten der ge- planten Hilfsattion dürften erst bei Gortts An­wesenheit in Berlin sestgestellt werden.

Englands Befürchtungen.

Rotterdam, W. Juli. (Eigene Drahtmel­dung.) Eine Londoner Zeitung sprickst allen Ernstes von einer neuen Kriegsgefahr in Europa infittge des Stockens der Verhand­lungen der Alliierten in der oberschlesischen Frage und erttärt, diese Gefahr sei als die e r n- stefte seit 1914 anzusehen. BriandS Antwort auf Lord Curzons Rote sei voll Miß­achtung. Man glaube, daß ein Kvnflitt zwi­schen Deutschland und Polen Rußland, Rumä­nien. die Ostseestaaten und Frankreich mit in den Krieg hineinziehen würde. Frantteich würde einen deutschen Vorstoß in Oberfchlesien begrüßen, um ins Ruhrgebiet einmarschieren zu können. (!)

entsteht. Das teure Brot und die zu ertvartende sonstige Teuerung erinnern uns täglich daran. Jene Länder, die im Ueberfluß leben, sind ver­pflichtet, zu helfen. Wir können es nicht. Die Bolschewisten sollten aber eins bedenken: Wenn Deutschland, obwohl es von wahnsinnigen Fein­den unterdrückt und ausgeplündert wird, se-inen Wiederaufbau beginnt, hätte Rußland, das von keinem äußeren Feinde behindert toirbv schon lange aufbauen können. Bei geordneten Zustän­den hätte das große Rußland, trotz einer Miß­ernte, doch soviel Getteide erzeugen können, daß keine Hungersnot entstanden wäre. Die Bolsche­wisten trifft bei alledem nur eigenes Ver­schulden. K. F. Dr.

Amerika und Japan.

Die Japaner wünschen »olle Klarheit.

(Privat-Trlegramm.)

Paris, 23. Juki

Freunde unter sich.

Paris, 33. Juli. (Privattelegramm.) Der diplomatisch« Mitarbeiter des DaÄy Telegraph schreibt: Der Wortlaut der Antwort ans die letzte französische Note über Öberschfesien steht noch nicht fest. Ich glaube aber zu wissen, daß die enMche Regierung nicht im geringsten daran denkt, von ihrem Standpunkt abzugehen, da der Entschluß, keine neuen Truppen nach Oberfchlesien ju schicken, durch die letzten Berichte deS englischen Vertreters wie der anderen Ententevertreter noch bestärkt ist. Dem Anschein nach ist Sir Stuart davon überzeugt, daß, wenn man sofort eine Entscheidung trifft, eine Truppenverstärkung sich erübrigt.

Beim Reichskanzler sand gestern eine Bespre­chung der beteiligten Regierungsstellen mit Ber- tretern der Finanzwett und Industrie über wich­tige schwebende Finanzfragen statt, namentlich auch über das Problem der Aufbringnna der bis zum 31. August fälligen ersten Milliarde Goldmark für die Reparation. Als Ergebnis der Erörterungen konnte der Reichsbankpräfi- deut wie auch der Reichskanzler feststellen, daß die Aufbringung dieser Goldmilliarde innerhalb des gestellten Termins als gesichert gilt. J

Mr Ergreifung von Gegenmaßnahmen und auf die Organisation eines Hiffswer« auf Grund- läge der Wohltätigfeit gerichtet.- Demgegenüber macht das Moskauer Regierungsorgan folgende Phrasen: »Die Mißernte Wirft augenblicklich deshalb so schwer, weil unser Land durch den langjährig«: Krieg maßlos geschwächt ist. Wir find jedoch überzeugt, daß es uns gelingen wird, über diese schwere Zeit hinwegzukommen. Die Solidarität der Arbeitermaff-n toirb der von der Mißernte bettoffenen Bevölkerung zu Hi He kom­men. (?) Mr müssen eine starke Kampffront ge­gen die Schwierigkeiten unserer jetzigen Lage schaffen. Wenn der revolutionäre Geist in uns üwch bleibt, wird es uns gelingen, auch dieses letzte Unglück zu überstehend (1)

Wie die Sowjetregierung denkt, dpß die Ar- beitermaffen den Bauern zu Hilfe kommen sollen, ist einigermaßen rätselhaft. Der Bauer ist doch derjenige, der die Nahrungsmittel dem Boden «bringt und damit sich selbst und auch die Ar- beitermassen versorgt. Hat der Bauer nichts, dann müssen alleanderen Volksschichten erst recht hungern Das ist in Rußland so wie überall. Wenn eS die Regierung trotzdem wagt, das Volk mit leeren Redensarten abzufpeisen, dann ist das kennzeichne,ld für die Unwahrheit und Verständnislosigkeit, mit der Sowjet-Ruß- land regiert wird. Wenn ein Volk heimgesucht wird, geschieht eS in furchtbarer Art. Wie wei­ter berichtet wird, tauchen auch Heuschrecken­schwärme im Süden Rußlands auf. Zu ihrer Bekämpfung hat die Regierung eine besondere Mobilisation angeordnet Im Wolgagebiet wird das Land nicht mehr bearbeitet, die Kolonisten fliehen, wo sie nur können. In vielen Bezirken ünt> die Saaten völlig vernickel.

In dieser Rot sendet Rußland nun erschüt­ternde Hilferufe an das übrige Europa und an Amerika. Es fehtt an Brot und an

(Sine Gefahr für den Frieden ?

Italiens Winke fflr Polen.

(Eigene Drahtmeldung.)

Paris. 23. Juli.

Der römische Korrespondent eined Pariser Blattes meldet: Der italienische Außenminister Marquis Torettu hui den italienischen Ge- simdten in Warschau beauftragt, die polnische Re qierung darauf ausmerffam zu machen, daß es z w e d nt ft ft i g (!) fei, wenn polnischerseits jeder unmittelbare Eingriff in die oberschlefische Frage vermieden werde. Für die Lösung dieser Frage sei einzig und allein die Entente-Konferenz maß­gebend. Dieser ttalienifche Schrttt in Warschau ist gewissermaßen das Gegenstück zu der italieni­schen Verbalnote, die der italienische Botschv-ftrr kürzlich in Berlin überreicht hat. Der Schritt stellt auch eine Antwort auf die deutsche Denkschrift dar, die den Entente-Regierungen zugestellt ist und die sich auf die polnischen Reibereien VeziHt.

Medikamenten. So hat sich der Patriarch von Moskau hilfesuchend an Vertreter der britischen und amerikanischen Geistlichkeit gewandt. Der Außenminister Tschitscherin Heu in einer Depesche an den Berliner Vertreter der amerikanischen Hearst-Presse, den von seinen Kriegsberichten her bekannten Karl von Wiegand, die krittsche Lage Rußlands bestätigt. Sehr bezeichnend ist auch, daß man sich jetzt auch an Deutschland wendet, trotz aller Anfeindung, trotz der Ver­leumdung und trotz der Bemühung der Bolsche­wisten, in Deutschland ebenfalls einen verheeren­den Brandherd anzulegen. Der Aufruf Maxim Go rkis an Gerhart Hauptmann zeigt, baß jener Dichter sich seine Unbefangenheit bewahrt hat. Aber dafür ist er eben ein Dichter, der nicht mit den gegebenen Tatsachen rechnet, sondern sich in irgend welchen anderen Regionen befindet Sonst müßte er wissen, daß Deutschland selbst in einer so beklagenswerten Lage ist, daß eS gar eicht helfen taitn.

Das deutsche Herz hat sich von jeher schnell erweichen lassen und hat früher in guten Zeiten fremden Völkern geholfen, ehe es um Hilfe ge­beten worden war. Heute liegen die Dinge an­ders. Wir mußten selbst bei reichen Län­dern betteln gehen, nm an unseren Kin­dern die Folgen der Unterernährung zu bekämpfen, die wir der feindlichen Blockade zuzu­schreiben haben. Unsere SaatenstandsberitÄe zeigen, daß Deutschland in diesem Jahre nur eine Mittelernte zu erwarten hat, und un­ser Getreidemangel ist schon so groß, daß unge-

Die Milliarde Goldmark.

Ihre Aufbringung gesichert.

(Eigene Drahtmekdung.)

Berlin, 23. Just.

heure Mengen Auslandsgetreide einge­

führt werden müssen, für die wir soviel zMen zu vermeide«, daß gewisse Fragen, wie beispiels- müssen. datz Me hmttsche GPlde«1IyxPtnwK>wdise die von Kchnntznag und der 3wfel

auf letzteres ist sich jeder selbst der Nächste. Im übrigen heißt es: Bediene dich selbst! Wir möch­ten unterlassen, an dieser Stelle weitere skan­dalöse Vorgänge, die uns teils gemeldet worden, die uns aber auch mvs eigener Beobachtung be­kannt sind, zu erörtern, aber ganz allgemein fei gesagt: Das zuchtlose Gebaren Jugendlicher, de­nen feine SeebÄder-Eriimerungen die Selbstver­ständlichkeit des Familienbades bislang gezeigt baben, bleibt auch flüchtigen Besuchern nicht ver­borgen! Nachdem der Magistrat seine oben er­wähnte Absicht aus technischen und anderen Gründen nicht durchführen konnte, nachdem nicht einmal die Baggerarbeiten vollendet sind, und der .Strand* selbst so ziemlich alles vermissen läßt, richten wir hiermtt an den Magistrat sob genlde Anfraget

Welche Schritte dürfen erwartet werden, damit ein Mindestmaß von Ordnung und Sachlichfeit im städtischen Badebetrieb en der Fulda baldmöglichst zu erzielen sein wird?

Es geht nicht an, ein allgemeines Freibad in dieser fast unbeschränkt zu nennenden Aus­dehnung ohne Aussicht, ohne Kontrolle, ohne jede Organisation zu öffnen oder wenigstens einen Zustand herbeizuführen und zu dulden, der als

Hunger in Rußland.

Sie Not der Bolschewisten.

Ein hartes Geschick hat das russische Volk be­troffen. Zu dem Elend, das durch die Mißwirt­schaft der Bolschewisten auf dem Lande lastet, ist jetzt eine Hungersnot hinzugetretem da eine Mißerntedie Felder hat veröden lassen. Die Dowjetpresse gibt nun auch den furchtbaren Ernst der Lage unumwunden zu. Die Moskauer ,Js- westija" bestätigen, daß die Saatenftandsberichte aus den Wolga-Ländereien an der Größe der Hungersgefahr nicht mehr zweifeln lassen. Man stehe vor dem Hunger von mehreren Mil­lionen Menschen. Es heißt da unter au» »erem: .Erft jetzt hat das Vol.'Äommissariat für Landwirtschaft es für nötig befunden, mit einem Unterstützungsprogramm für die Hungernden hervorzutreten. In diesem Programm fühlt man die Unsicherheit der Kommunisten. Ihr Haupt­augenmerk ist auf die Selbsthilfe der Bauern- bevölferung, auf die Pflicht der Korporationen

trennte Bäder für Damen und Herren neben einem allgemeinen Freibad. Erhalten haben wir bis heute, bis über die Ferienmitte hinaus, nut ein Freibad, und zwar ein Freibad in des Wortes vollster Bedeutung. Keine Badeordnung. keine Verpflichtung, keine Sicherheit! Jnbezug

Besuch des japanischen Kronprinzen in England wird, wie nunmehr mit ziemlicher Sicherheit . --------------------------

feststeht, durch einen Gegenbesuch des Prin- lung berichtet wurde, ein Familienbad und ge> zen von Wales in Japan erwidert werden. Die 1~" ' ~ '

offizielle Einladung der japanischen Regierung ist tm Londoner Außen amt eingetroffen, ihre Be- antwortuns unmittelbar bevorstehend. Insbeson­dere Köirig Georg wünscht den Besuch seines Sohnes in Japan, so daß also das Zustande­kommen der Japanreise des Thronfol­gers nicht mchr in Frage sieht. Der Besuch des englischen Kronprinzen in Japan dürfte im An­schluß an seine Fndienrctse im März oder April nächsten Jahres zur Ausführung kommen.

Das Kafteler Freibad.

Anfrage an den Magistrat.

Der jetzige an der $ulba, soweit

Vas «etSnde «»tzerhalv der Privat- nnb Der. tiirbonlagtn tn Betracht kommt» hat zahlreich» Einsendungen aus den versthiebeusteu «reisen veranlagt, sobatz wir um ein« Wiedergabe vieler unzufriebener und zum teil re«ht ernst­hafter Beschwerden zu vermeibenchier nochmal« ans die Vorgeschichte und den derzeitigen Stan» ber Fuldadab-Angelegenheit eingeheu wollen«

Furchtbare Zustände In Petersburg.

Kopenhagen 23. Juli. (Eigene Drahtmel- truna.) Hierher gelangten Meldungen aus Pe­tersburg zufolge führten die Hungerkra- walle tn Petersburg zu achttägigen Kämpfen. Die Krawalle wurden blutig unterdrückt. Etwa achthundert Personen wurden auf An­ordnung der außerordentlichen Kommission ver­haftet und wegen antirevoluüonärer Revo- utiou zum Tode verurteilt. Dqs Mas- enurteil ist dann am 18. IM in der Peter- i touls-Festung vollstreckt worden. (!)

Die Browrelö-Srdöhung.

Kommt eine allgemeine Teuerung?

Man schreibt un8: Bei der Brotpreiserhöi hung, die am 15. August in Kraft tritt, horchest es sich nicht etwa um eine Folge der jüngst vom Reistag angenommenen Preiserhöhung des Ilmlagegetreides, da das Reich bei diesem Um» lagegetteide keine Verluste erleidet, sondern es mir einem kleinen Aufschlag zum Vermahlen wertergiebt. In diesem Teil der staatlichen Ge- tteidebewirtschastuna ist also kein Defizit vor­handen und somit auch kein Grund zu irgend ei­ner Preissteigerung. Die Verluste in der Getrei­debewirtschaftung, die irgendwie «^gebracht werden müssen, liegen vielmehr in btm relativ großen Bedarf an AuSlandsgetrei- d e. Der Preis dieses Auslandsgetteides ist auS Valutagründen imgefähr doppelt so hoch wie je­ner Preis, um den das Reich das von ihm ge­taufte Umlagegetreide weitergibt. Die ganze Erhöhung ist also eine FÄge der Valuta- ßchwawkuugeu und Hai weher mit Politik

Besprechungen in Berlin.

, 23. Juli. (Privattelegramm.) Der

erfolgte Eröffnung angesehen wurde. Wir dürfen vielleicht in dem Erscheinen einiger Beamten der Grünen* einen ersten Versuch zur Besserung er­blicken, müssen jedoch sehr entschieden bemerken, daß damit die Möglichkeit der Anteilnahme der Gesmntbevölkermrg am Fuldabad nicht gewonnen wird. Um dieses aber handell es sich doch im vorliegenden Falle. Das Stadtpgrlament hatte eine Gemeindeanstalt, eine Gemeindeeinrichtung beantragt und bewilligt, und es kann nicht ge­schehen, daß durch die Roheit gewisser Jugeiüte kicher diese Anlage hinsichtlich ihres Nutzens und ihres Ziels ins Gegenteil verkehrt werden dach.

Mr erwarten vom Magistrat in dieser Frag, eine entschiedene Stellungnahme itnti geeignete Auswirkung. Irgend etwas, vor allem eine Badeordnung und deren Befolgung, erfre- derlicheiffalliS durch Zwang, muß geschehen. Et­waige Einwendungen von feiten der Stadtver­waltung, als handele es sich nur um eine Daun stelle und keinen offiziell eröffneten Bckdeplatz. lassen wir nicht gelten. Wie schon erwähnt, sollte die Fertigstellung nach Ansicht der Stadt rechte zeitig fcin und deshalb kann niemand gegen d« Benutzung' der »Baustelle* Einwendungen er­beben. Me starke Benutzung beweist eben bi< Zweckmäßigkeit der neuen Einrichtung. Aber ... die Benutzung muß eine geregelte sein. Die jetzi« Ordnungslosigkeit da unten am Damm entspricht der durch den Krieg bedingten Zuchtlosigkeit vie­ler Jugendlicher. Rasches ttttb gründliches Auf­räumen mit den bedauerlichen Zuständen aus dem städtischen Badeplatz ist Sache der Stabt, der Polizei und möglicherweise noch änderet Behörden. H.