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Nr. 164. 11. Jahrgang-

Staffelet Neueste Nachrichte»

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Mehrere Kunstfreunde, met

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Letzte Depeschen

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Ueberführung ließ man die z«m Teil schwer Der, mundeten durch eine Kompagnie französischer Soldaten Spießruten laufen. Achtundzwanzig Gefangene befinden sich noch in französischer Haft. Sie sind derart durch Verwundungen und Mißhandlungen entstellt, daß die Franzosen diese Zeugen ihrer Grausamkeit nicht freitaffen

Zeit, das liebel zu fassen, an der Wurzel sogar, and an der Stadtverwaltung liegt es, ebenso aber auch an der Polizei, alles aufzubicten, um zu verhüten, daß das kostspielige Werk an der Fulda vollkommen ein Tummelplatz von Zügel­losigkeit und Entartumg wird.' Es gilt rasch und sicher abzuriegeln l

Zürich, 21. Juli. (Eigene Drahimeldung.s Rach dem Corriere della Sera hat Italien zum Spitze seiner Jnteresien «. seiner Staats, angehörigen Kriegsschiffe in die albaui- chen Häfen entsandt. .

(Sin schweres Hntjlütf.

Beim Schuppenabbruch tödlich verunglückt.

Unterhalb Kragen Hof, dicht an der Fulda, wird augenblicklich ein Holzschuppen abgebrochen. Gsstern vormittag gegen 11 Uhr nahmen zwei Zimmerleute am Möbel dieses Schuppens Bal- ten afb. Sie hatten Bretter aufgelegt und auf diese eine Leiter ausgestellt. Durch einen unglück­lichen Zufall stürzte nun der zu oberst arbeitende Zimmerer mit einem Balken all, fiel auf die Brettertribüne, die nachgab und Mrzte weiter aus einer "Hohe von acht Metern ab, seinen Mit­arbeiter mit sich reißend. Der schwere Balken schlug nun auf diesen, den Zimmermann Fritz Peter aus der Kohlenstraße in Wehlheiden und brachte ihm einen Schädelbruch sowie einen Bruch der WirbelWule bei, während der erster, wähnte Zimmerer mit einem Bruch des linken Fußes und leichteren Verletzungen, meist Quetschringen, davonkam Peter ist inzwischen tm Krankenhaus Notes Kreuz, wohin die beiden Verletzten mit der ^Lore* der Sanitätswache Orleansstvaße gebracht wurden, gestorben. Er war der einzige Ernährer seiner Mutter.

siratives Gröhlen vgn gemeinen Liedern. !ann nur eins helfen: Eingreifen Schutzpolizei!

der 'deutschen Bevölkerung wahrgenoMme.t halbe»

Wenn Mutter- »der Ammcnmilch in nicht genügenden Mengen vorhanden sind so ergänze man diese durch eine keimfreie, mild)ballige und leichtverdauliche Nahrung. Eine solche ist Nest- le§ Kindermehl, welches dem zartesten Körper alle in der Muttermilch vertretenen organischen und anorgarnischen Stoffe in äußerst leicht ver­daulicher und wohlschmeckender Form zuführt. <

Holländischer Kredit.

Berlin, 21. Inti. (Privattelegramm.) Neber das Kreditabkommen mit Holland schweben, wie bereits mitgeteilt, noch weitere Verhandlungen. Erft nach Abschluß der neuen Verhandlungen, die noch wesentliche Aenderunqen und Erweite­rungen des Abkommens bringen werden, soll die Veröffentlichung der Einzelheiten eifrigen.

Die Äugkositrvlle im besetzten Gebiet.

Esten, 21. Juli. (Privattelegramm.) Au) Anordnung der Entente werden seit gestern amtliche ans dem besetzten Gebiet kommende >nd in das besetzte Gebiet fahrende Per- onenzüge (auch D-Züge) der Zollkontrol­le unterzogen, und zwar auf der Strecke von Düsseldorf nach Duisburg auf Station Süffel- darf Derendorf, auf der Strecke Düssel- dorf-Werden-Effen in Düsseldorf-Rath, auf der Strecke Barmen nach Köln in O h l i g s, auf der Strecke Opladen nach Lennep in Wer­melskirchen. Für PersonenzLge und Eilzüge ist durchschnittlich zwanzig Minuten Aufenthalt, für D-Züge zehn Minuten Aufenthalt festgesetzt worden.

OverettentHeater- Ehrenabend für Flie König als Fritzi inCzikoÄbaroneß", TA Uhr. Neues Theater: .Filmzauber", TA. Ufr: Stadtpark: Konzert mit Filmschau »Das Balutanzädel". Arb. Fortbildungs- Verein: Toppelkonzert: Männergesangverein Askalonia*, 8 Uhr. Parkschlößchen: Konzert 411 Uhr.

Lowlnachrrchren vom Togr.

-4- Fortdauer des Streiks bei der Herkules- bahn. Wie wir bereits gestern mitteilten, ist die Arbetterschast der Herkulssbahn in einen Streik getreten, ohne das Urteil des Schlich- wngsauSschusses abzuwarten. Nachdem gesteru nachmittag das Schiedsgericht das Urteil gefällt fritc, mit dem sich die Leitung der Aktien-Gesell- schast unter gewissen Voraussetzungen einver­standen erklärte, erkannte die A r b e i t e r s ch a f t das Urteil nicht an. Demnach dauert der Streik fort. Wie uns die Leitung der Her- kulesbahn noch mitteilt, war der Arbeiterschaft vor Anrufung des Schlichtungsausschusses eine Lohnerhöhung zugebilliat worden, die schon über das binausging, was die Gesellschaft nach der wirtschaftlichen Lage der Bahn bewilligen durste. Höchst bedauerlich ist diese Schädigung der Fremdenstadt Kassel, namentlich jetzt in der Hauptjahreszeit.

-r- Zum Streik in der Textilindustrie. Wie

Kommando zurückgetreten, weil er aus dem Staatsdienst auszutreten beabsichtigt. Er hat die Kasseler Suherhettspoligei und dann die Sebutz- volizei geschaffen und trefflich organffiert, sodaß sie sich bald nach ihrer Bildung, als leider die Notwendigkeit eintrat, bereits praktisch bewäh­ren konnte. Die KasselerGrüne" war die erste dieser neuen Polizeieinrichtung in D«ttschland, die mit ihrer Ausbildung und Ausrüstung fer­tig war und diente andern Abteilungen als Bfi- ffreL Major von Ruppert hat sich um das Kas­seler Polizeiwesen große Verdienste erworben. Dieses ehrende Zeugnis darf ihm Lei seinem Rücktritt ausgestellt werden. Bemerkenswert ist, daß die Weilburger(Stirnen* die vorgestern und gestten in Kassel eingetroffen sind, in Schlesien eingesetzt waren und dort tatkräftig den Schutz

tungsgebühr, eine Grundgebühr und eine Orts­gesprächsgebühr erhoben. Davon wird die Ein­richtungsgebühr als einmaliger Zuschuß von 1000 Mark für den Hauptanschluß und 250 Mark für den Nebenanschluß für die Einrichtung der Teilnehmersprechstellen gerechnet. Die Grund­gebühr ist die Vergütung für die Ueberlaffung und Unterhaltung der Apparate, sowie für den Ban und die Instandhaltung der Anschluß-Lei­tung. Sie beträgt in Plätzen mit nicht mehr als fünfzig Anschlüssen 380 Mark, und erreicht in Berlin den Betrag von 750 Mark. Dazu kommt noch die Gesprächsgebühr für die Herstel-

Dke deutschen Zahlungen.

Paris, 21. Juli. (Eigene Drahtmeldung.s Nackt einer Mitteilung desTemps" ist die In­teralliierte Finanzkommission über die Auftei- lung der deutschen Wiederherstellungs-Zahlun­gen endgültig geffreitert, weil die englische Re­gierung zur Bedingung gemacht hat, daß vorerst einhunoertundzwauzig Millionen Goldmark für die Besatzungsbehörde in Abzug ge­bracht werden von der Summe, die Deutschland ab i. Mai gezahlt hat. Deutschland hat au! die Wiedergutmachung« bereits zweihundertfünf­undsiebzig Millionen Goldmark der Reparations­kommission übergeben. Eine weitere Zahlung von 41 Millionen Goldmark wurde angeboten.

tag, folgendes: Kühler, nördliche Winde, zeit- weffe woftig, strichweise leichte Rvaenfälle.

-T- Veranstaltungen am Freitag. Residenz-

unis inne werden. Das moderne Drama eines Zeitalters des extremen Individualismus gibt uns dagegen Probleme aus, deren Lösung keineswegs offen zutage liegt, auf die wir uns erst persönlich einstellen müssen. Wenn wir den Weg von Ibsen bis Sttindberg gehen, Haden wir die Dramatik einer fast vollendeten geistigen Epoche vor Augen. Sie steckt voll subjektiver Problematik, gibt uns viele Rätsel auf und setzt hinter all ihre Gestalten und schließlich hin­ter das ganze Werk bedeutsame, beziehungsrerche Fragezeichen. Der große Reitz dieser Werke liegt darin, daß sie eint Stück unseres geistigen und seelischen Erlebens selbst sind: Was in uns mo­dernen, seelisch komplizierten Menschen ringt, wird in diesen Werken dichterisch gestaltet. Hieraus gebt hervor, wie ungeheuer wichtig im KammerKiel die PerPönlichkeit des Schau­spielers ist.

Kassel ist heute in der günstigen Sage, eine Bühne für diese moderne Dramatik zu besitzen: Hervorragende Schauspieler, an deren Spitze sich Direktor Bodo Bronskh befindet, geben uns Kammerfpielleiffimgen voll hohem, Wnst- lerischern Werte, gleich bedeutsam in Spiel und Regie. Wie lange Kassel diese Kunst haben wird, bangt davon ab, ob das Publikum dieser Kunst das nötige Verständnis entgegenbringt und durch fleißigen Besuch des Theaters die­ses Verständnis auch beweist.

Kaffe! und das moderne Drama.

W:r werden um Aufnahme folgender Zu­schrift gebeten: Kassel steht vor einer Entschei­dung. Viele sind sich dessen gewiß nicht bewußt. Es handelt sich um die Erhaltung einer Kam- merfpiel-Bühne. Manche zwar werden der Auf­fassung fein, daß wir ihrer in Kassel nicht be­dürfen. Aber wer einmal das tiefe Erlebnis des modernen Dramas mit seiner Darstellung komplizierter Seelenzustände gehabt hat, wird nach der Kunst der Kammerspiele ein starkes Verlangen empfinden. Worin besteht der Zau­ber des modernen Dramas, das sich im Kam- merfpiel feine Bühne geschaffen hat? Mr kön­nen vielleicht sagen, daß das klassische Drama aus der Anerkennung objektiver Werte ruht. In ihm werden allgemeiwgülfige Ideen ausgesprochen, feststehende Wahrheiten Wßt es

Das größere Hessen.

Kommt Eisenach zu mtferer Provinz?

Vor einigen Tagen weifte hier eine Abord­nung amtlicher Stellen in Eisenach, nm sich zu vergewissern ob eine Anschlnßbeweanng Wr Hes­sen-Nassau, die gegenwärtig in Eisenach sehr lebhaft ist, Gegenliebe finden Würde, (ztienadj; die Perle Thüringens", fühlt sich nicht Wohl im neuen LandeGroß-Thüringen". Das große Preußen ist ihm wertvoller. Wir können die Sehnsucht der Eisenacher verstehen und freuen uns ihrer schon deshalb, weil sie den Weg öffnet zu Schmalkalden, das gewissermaßen zwi­schen Großthüringen und Hessen-Nassau in der Lust schweb: und nicht recht weiß, zu wem es jetzt sein Herz teigen soll. Der Kommunalland­tag hat sich bekanntlich sehr willensfest dafiir eingesetzt, daß Schmalkalden bei Kassel und da­mit bei der Provinz bleibt. Me wir heute hö­ren, haben die Herren, die Hier in Kassel gewe­sen sind, Zusicherungen erhalten, daß ihre Be­strebungen in Kassel soweit als möglich Unter« W-tznnq finden werden. Inzwischen haben sich die Eisenacher wieder mit der Angelegenheit be­saßt und beschlossen, nachdem der Kassier Boden geackert, die höchste Instanz, Berkin anzurufen. Das Großthüringer Parlament wird sich bereits m aller Kürze mit dieser Anschlußstage beschäf­tigen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß es in Eisenach, ähnlich wie seinerzeit in Coburg, das Bayern als neues Vaterland wählte, der Fall gewesen ist, -n einer Volksabstimmung kommt.

Die Zustände am Damm- schildett heute ein »Eingesandt* in düsteren Far­ben. Der Verfasser schlägt darin vor, wenn auch die Wiederkehr der berühmten Bretterwand nicht empfohlen wird, doch wenigstens vor der Damen-ÄuskleidehMe eine Schutz wand zu ziehen, um den Damen ein ungeniertes An- und Auskleideu zu ermöglichen; gleichseitig wäre darauf zu achten, daß eben diese genannte Halle auch nur von grauen und Mädchen benutzt wird. Unbedingt notwendig ist aber die Ein­richtung einer ständigen Polizeiwache während der Badesaison im städtischen Frei­bad :md ftvar am Tage sowohl als auch nachts. Der Verfasser, ein täglicher Besucher des Frei­bades, hatte täglich« Gelegenheit, zu beobach­ten, daß sich mit Beginn der Dunkelheit i n den Auskleidehallen Zustande entwickelten, die geeig­net sind, das so lange und heißersehnte städtische Freibad sehr tot Mißkredit zu bringen. Meist sind es Horden junger Leute beiderlei Geschlechts in dem bezeichnenden Wer von vierzehn bis acht­zehn Jahren. die da unter dem Schutze der Dun- leihest ein erschreckendes Unwesen tteiben. In später AbeNdsttiNde drrrchziehen dann diese Hor­den, lange Reihen bildend und unflätige und gemeine Lieder gröhlend, die Aue, unterwegs dabei die Spaziergänger belästigend. Diese Sache ist leider schon so weit, daß sie zum öffent­lichen Aergernis geworden ist. Ms Der Einsen- der vorgestern abend junge Leute auf das Fle­gelhafte und Ungebührliche ihres Benehmens aufmerksam machte, erntete e; nur Hohn, Spott und unflätige Redensarten und weiteres demon-

mrs gchtren morgen noch auf Befragen bei der Leitung eines hiesigen Tepttlwertes mitgeteiltl wurde, sollten die Werkmeister in der Textilin- buftrie nicht in den Streik getreten fein. Den­noch sind in allen Kasseler Textilwerken die W:rk- , leister infolae der aibgelehnten Lohnforderungen «in den Streik getreten, nur nicht bei der Firma tzwttschaA. Der Streik dauert auch heute noch an.

-T- Erinnerung an die alte Wildunger Spiel­bank. Im Rahmen der Bäderopserwoche für

Die Grüne.

Verstärkung der Kasseler Schutzpolizei.

Die Poftzeiabteilung Weilburg ist mit der Kasseler Schutzpolizei verbunden worden. Nach­dem die Weilburger eine Hundertjchaft nach Hersfeld verlegt haben, sind die beiden übrigen Hundertschaften nach Kassel überführt worden und haben die hier besthenden drei Hundertschaf­ten aufgefiiüt, sodaß die Kasseler Schutzpolizei nunmehr die Stärke von fiinf Hundertschaften neben einem Kraftwagenzug aufweist. Es find zwei Abteilungen gebildet, die unter das Kom­mando des bisherigen Kommandeurs der Weil­burger Abteilung, Polizeioberstwachtmeister von

Buch gestellt. Ter seitherige Kommandeur der Schutzpolizei, Major von Ruppert »st von dem !

Die Breslauer Bevölkerung und die Ober» schtesicr, die vor Sen Insurgenten nach Breslau aeslohen sind, hielten gestern zwei große Brr- sammlungen ab. in denen slatmneuder Ein­spruch erhoben wurde gegen den polni­schen Terror in Oberschlesien, gegen die Säuberung" der Franzosen, sowie gegen jede Zuteilung oberschlesischen Landes an Polen. Die beim Einzug der Engländer sestgcnvmme- iien Deutschen kehren jetzt zi»m Teil wieder zu ihren Angehörigen zurück. Ihre Einsperrung hat ;ge gedauert. Mißhandlun- der Tagesordnung. Bei der

Neue Fernsprechgebühren.

Die Erhöhung am 1. Oktober.

(Privat-Telegi amm.)

Berlin, 21. Juli.

Fm Reichsgesetzblatt wird das neue Fern­sprechgebührengesetz veröffentlicht. Es tritt am 1. Oktober dieses Jahres in Kraft. Jeder Teilnehmer darf seinen Anschluß bis zum L September zum 30. September kündigen. Für jeden Fernsprechanschluß werden eine Einrich-

Die Polizei greift ein!

Wie uns auf Anfrage bei der Schutzpolizei mitgetettt wird, Hai diese von Anfang an Sein Freibad an der Fulda Aufmerksamkeit zugewen­det und Stteffen dorthin entsandt. Diese Strei­fen sind jetzt vermehrt worden und hatten bereits wiederholt Gelegenheit, gegen Ausartungen vor­zugehen. Daneben sind noch besondere Maßnahmen «ngeorbnet worden, um einen geregelten Badebetrieb unter Beobachtung guter Sitten ausrecht zu erhalten.

Turnen, Sport und Spiel.

Germania 08 I.-Osterrvdc:T.» u. Rsp. 1 2:3.

Unter Leitung der Schiedsrichters Thorns (Kurhessen) standen sich obige Mannschaften zum fälligen Rückspiel gegenüber. Trotz der über­großen Hitze entwickelte sich vor Halbzeit ein leb­haftes, interessantes Spiel. Die erste Viertel­stunde litt unter der beiderseitigen Aufregung. Turn- und Rasensport findet sich zuerst. Eine vom Rechtsaußen tadellos hereingegebene Flan­ke wird vom Mittelstürmer zum ersten, fiir den Torwart unhaltbaren Tor geköpft. Einige Mi­nuten daraus kann der Mittelstürmer abermals eine Flanke zum Tor verwandeln. Die von Oste­rode immer wieder einsetzenden Angriffe schei­tern an her sicheren Hintermannschaft. Kurz vor Halbzeit stellt der Rechts;wischen T. u. Rsp. daz Resultat auf 3:0. Die Gaste konnten trotz auf­opfernden Spiels bis zur Pause keinen Erfolg erringen. Nach Seitenwechsel leidet das Spiel sichtlich unter der körperlichen Ermattung der beiden Mannschaften. Ein in der zweiten Hälfte verhängter Elfmeter verhilft Osterode zum er­sten Tor, dem kurz vor Schluß ein vom Tor­mann unglücklich abgewehrter Eckball als Zwei­tes Tor folgt Bei dies.'m Stand erfolgt der Schlußpfiff. Die Gäste hinterließen einen guten Eindruck. Der Mannschaft fehlte das richtige Stellrings- und Zusammenspiel. Die Hinter­mannschaft war zeitweise unsicher; arbeitete je­doch mit Energie und verhinderte dadurch ein, höheres Ergebnis. Der Sturm war sich nicht reckt einig; für den Linksaußen war Ersatz ein-I gestellt. T.- u. Rsp. zeigte gegenüber den letzten Spielen eine wesentliche Formverbesserung. Die Hitze beeintriftfrigte die Spieler stark, sodaß {ei­ne überragende Leistungen erreicht wurden. Ver­teidigung und Torwart waren auf dem Posten, Läufereihe und Sturm arbeiteten gut zusam­men. Hier und dort sind noch Fehler ai-szu- merzen. immerhin versprechen die nächsten Spie- t der Mannschaft recht intereffant zu werden.

-ng.

Durch französisches Seid.

Oppeln, 21. IM. (Eigene DrahttnelLung) Aufsehen erregt die Tatsache, daß der ober« schlesische Aufstand unzweifelhaft durch französisches Geld finanziert worden ist. Der Somnutubant Fournier in Paris schickte bte ('Selber an den General Marriot vom französt- schen Geheimdienst. Dieser leitete das Geld durch die polnische Regierung an die Insurgenten.

Obevschlesien fand am Sonntag in Wildungen ein Opfertag statt. Von früher Morgenstunde bis zm-n fpäten Abend mahnten unermüdliche Helferinnen an die Pflicht, für das bedrängte Oberschiesten zu opfern. Neben Konzerten und sonstigen Veranstaltungen hatte man sogar, was weite Kreise interessieren wird, das alte Roulette der früheren Wildunger Sipielbank aus dem Hei- matmufrttm geliehen und in den Dienst der gu­ten Sache gestellt. Das Ergebnis beweist, daß der Ruf an die Einwohner und Kurgäste Wilbui- gens nicht nnaehöri geblieben ift Die Einnahme ist, soweit bis letzt beurteilt werden kann, sehr gut gewesen. Hoffentlich veranstalten nun die anderen Badeorte Hessens auch bald einen sol­chen Opfertag für dre Oberschlesienhilfe

--- Vom Pferde geschlagen. Die Freiwillige Sanitätskolvnne wurde gestern nach Weimar gerufen, wo ein Landwirt von einem Werde geschlagen worden war und Bein- und innere Verletzungen erlitten hatte. Der' Verunglückte wurde ins »Rote Kreuzt eingeliefert.

-T- Allerlei vom Tage. Haiwttnann a. D. Franz Wagner, zuletzt im Res.-Jnfaitt.-Re- ghnent 83 wurde der Charakter als Major ver­liehen. Infolge eines Schreibfehlers der Post­verwaltung enthielt das gestern mitgeteilte Ver­zeichnis der Vororte rffw. von Kassel, aut die sich die Ortsg-Möhren für Briefe und Postkarten erstrecken einen Fehler. Unter Wilihelmrshöhe heißt es mn Schluß Postamt 4. Es muß heißen .Posten 4*. Die im Lause der Monate Ja­nuar bis einschließlich April 1920 gesund: uen und beim Fundamt eingelieferten Gegenstände die weder von den Eigentümern noch von den Findern abgeholt worben sind, sollen am 27. Juli vormittags ans dem Hose des Polizeiprä- sidiumz öffentlich meisMetend gegen Barzahlung verlauft werden.

--- Wie wird das Wetter? Von Wettermissen- fchaftlicher Seite wird uns über die Wetter- Ausstchien in der kommenden Woche berichtet: 24. Juli: veränderlich, warm. 25. Juli: kaum verändert. 26. Juli: wolkig, Sonne, strichweise Regen, Wind. 27. Juli: Sonne, Wolken, warm. 28. Juli: Sonne, teils wollig, schwül, strichweise Gewitter. 29. Juli: Sonne, schwül. 30. Juli: veränderlich, warm. Der amtliche Wetter­bericht aus Weilburg besagt für morgen, Frei-

Gondersriedentz-Dervandlungen.

Paris, 21. Juli. (Eigener Drahtbericht.) Ent­gegen anders lautenden Meldungen kann fest- gestellt werden, daß die Verhandlungen Wer den deutsch - amerikanischen Sonderfrieden in Berlin tatsächlich begonnen haben.

Verkehr mit SsiSamerika.

Hamburg, 21. Juli. (Privattelegramm.) Von» 1. September ab wird die Hamburg Amerika-Li> nie mit eigenem Dampfer den Verkehr mit Süd lmerika aufnehmen. Es handelt sich um den wölstausend-TonnendampserBayern", der uf der Vulkanwerst der Vollendung entgegen* geht und demnächst in Dienst gestellt wirfc

Der Neinasiatlsche Krieg.

Rotterdam, 21. Juli. (Eigener Drahtbericht.) Aus Athen wird gemeldet: Nach den letzten grie. chischen Heeresberichten wurden bisher sechzehn­tausend Türken gefangen und fünfund­dreißig Geslfritze erbeutet. Die griechische Offen- ive bringt in das Gebiet von Bruffa vor.

Gärung in Albanien.

lung der Gesprächsverbindung im Ortsverkehr mit 25 Pfennig für jedes Gespräch. Vierzig Ge­spräche sind aus alle Fälle im Monat zu bezah­len. Für die falschen Verbindungen werden in Ortsnetzen mit nicht mehr als tausend Anschlüs­sen drei Prozent, bis zehntausend Anschlüssen 4 Prozent, und darüber 5 Prozent abgerechnet.

Der polnische Terror.

Wie die Deutschen mißhandelt werde»

(Ptivat-Tclegramm.)

Breslau, 21. Juki.

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