Kasseler Abendzeitung
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Meier Neueste Nachrichten
Hessische Abendzeitung
Nummer 160.
Fernsprecher 951 «nd 952
Sonntag, 17. Znlt 1921
Fernsprecher 951 und 952
11. Jahrgang.
Handelsverbindungen mit Amerika.
Nur ein Schauspiel.
Die Abrüstungskonferenz
Die Welt mutz ab und zu ihre Sensation hrben. Dann berauscht sie sich zuerst an der Sache selbst, berechnet dann allerlei Möglichkeiten und Vorteile, um schließlich mit Gleichgültigkeit sich abzuwenden wie von einem abgeroll- teu Film und nach einer anderen Komödie Ausschau ,u halten. Diese schnell wechselnde Sensationslüsternheil macht sich besonders in den alliierten Staaten breit, seitdem sie erkannt haben, daß der Kriegsgewinn viel Enttäuschung brachte. Wenn jetzt m der Presse der ganzen Welt das Problem der Abrüstung mit Elser besprochen wird, darf man doch nicht etwa annehmen, daß die staatlichen Organe der beteiligten Länder die grob« Aufgabe mit dem für eilte solche Reform erforderlichen Idealismus begännen Nein, nur sehr realistisch« Beweggründe hatten den Präsidenten Harbins zur Anregung der Konferenz veranlaßt, und die eingeladenen Regierungen baden sie ebenso realistisch ausgenommen. Ein Beamter des amerikanischen Staatsdepartements erklärte in einer Besprechung mit Pressevertretern: Das Konserenz- pragramm gipfelt in den Fragen der allgemci- nen Einschränkung der Rü st ungen und im Problem des Fernen Oft en 8, ohne daß damit der Ausdehnung der Erörterungen, die sich aus diesen beiden Fragen ergeben werden, eine Grenze gezogen wäre. Als Datum der Zusammenkunft ist der 11. November festgesetzt (bei Tag deS Waffenstillstandes im Walde von Com- piegne 1918. woran die schauspielerische Regie zu erkennen ist). Den Stamm bilden die fünf atti- x,, irrten und assoziierten Großmächte: Amerika, Lngland, Frankreich, Italien und Japan.
Machen wir uns den Zweck der Konferenz klar, so finden wir sofort, daß Deutschland dabei gar keine Rolle spielt, denn estens hat er bereits abgerüstet, zweitens würden sich die Franzosen mit Mäulern Händen und Füße» gegen eine deutsche Beteiligung aufs Aeutzerste sträuben. Auch Rußland kommt nicht in Frage, weil die Sowjetregierung schon aus Opposition nicht teilnehmen würde, da der Bolschewismus, der angeblich der Welt den Frieren bringen will, nur vom Kampfe lebt Aus dieser Sachlage ergibt sich bereits, daß Europa nur als Nebensache behandelt werden wird. Hier wird alles bleiben wie bisher. England wird die Oberaufsicht über den Kontinent sichren, Frankreich mit dem gesteigerten Militarismus übt di« Polizeigewalt über Deutschland und Oesterreich aus, wobei Polen mit seinem Sechshunberttausend-Mann-Heer die Dienste deS Kettenhundes leistet Die skandinavischen Staaten bleiben die zahmen Zuschauer. Auf diese Weise wird die Vormachtstellung der in Waffen starrenden Siegerstaaten aufrecht erhalten bleiben. In erster Linie wird sich also die Konferenz mit den Verwicklungen im Fernen Osten befassen, wo es um die Beherrschung des Stillen Ozeans geht. Japan, Amerika und England sind dort Konkurrenten in politischer und wirtschaftlicher Beziehung. In folge der Ausdehnung von Handel und Verkehr stoßen die Interessen der Großmächte hart aufeinander. so daß es zu einer blutigen Auseinandersetzung kommen mutz, wenn man nicht eine friedliche Lösung vorzieht. Diese. Auseinandersetzung. die zu einem neuen Weltkrieg entbrennen würde, soll offenbar durch die geplante Abrüstungskonferenz vermieden werden.
Um die Erreichung deS Zieles brauchen wir Dent-che uns nicht die Köpfe zu zerbrechen Diesmal werden wir zuseben können, wie die pazifistischen Pläne im Pazifischen Ozean inS Waster fallen. Auch die bestorganisierte Konfe- renz mit dsn schönsten Raden und etwa'g-N Abmachungen wird nicht verhindern, daß eine» Tages der große Krach doch kommt, Nur kann er vielleicht um einige Zeit verschoben werden. In WirklieÄeit geht jade Delegation mit Mißtrauen gegen die andere zur Konferenz, denn jede sucht nur die überlegenen Stellen der ankern zu brechen und dadurch selbst in eine vorteilhaftere Lage zu kommen. Während Harding die .kardialen' Einladungen an die befreundeten Mächte versandt hat und deren Auswärtige Armier erfreut und beg'ückt geantwortet haben, arbeiten sämtliche Kriegs- und Marineministerien an toren Rüstungen weiter. Die Heere werden verstärkt, die Flotten vergrößert, Unterseeboote und Luftfahrzeuge werden vermehrt und zwar mit solcher Energie, als ob ein Krieg schon in Sicht sei. Japan bat feine Zusao« nur unter dem Vorbehalt gegeben, daß die Konferenz nur beratenden Charakter haben dürst, ohne Verpflichtungen aufzuerlegen; Amerika versichert, daß kein Teilnehmer durch Bescl lüste gebunden werden solle; Frankreich verlangt erst weitgehende Sicherheiten. Kein Staat will mit der Abrüstung beginnen Man hat ja feine Erfahrungen auS den zwecklosen Haager Friedens- konserenzen seligen Angedenkens. Wenn im
konischen Wirtschaftsverkehrs einge^.b erörte^
6*tat wird... Hie <
dens, sondern die gar^s-Welt bedarf seiner. EÄ
Kommission in Berlin nicht berührt worden.
als
Lloyv George steht im Wege.
handelt sich darum, die Wunden des Krieges zu heilen, nicht neue Wunden friedlichen Völkern zuzufügen. Die Gefahr eines neuen Weltbran des droht. Er würde das Gebäude der mensch ltchen Kultur dem Erdboden alelchmachen. Einen solch gefährlichen Brandherd legt man aber an, wenn man einen uralten Zustand antastet und i inen netten unnatürlichen schafft. Er wird nie. malz von Dauer sein können und wird so lange den Frieden gefährden, biS er beseitigt ist.
Schließlich stellt sich Landeshauptmann 6 Gebren auf den gleichen Standpunkt wie Bürgermeister Brunner. Die Wirteorganisationen müssen ihren Einfluß a'rfbstten, daß die ländli-
polnische Gewalttaten.
Ein Weißbuch der deutschen Regierung
(Privattelegramm)
Der Verkehrstag
Derkehrswerbnng für Hessen.Waldeck.
(Von unferm Mitarbeiter.) Melsungen, 16 Juki.
Zahl Vertreter der Verbandel'eher und weiht
- ' ------- '----------dem Regie-
2ku<v Kanada wünscht Verbindung.
London, 16. Juli. (Eigene Drahtmeld mg.) In der britischen Reichskonferenz teilte der kann, difche Premierminister mit, daß das kanadische Parlament sich gegen eine Fortsetzung der Handlesbeschränkunge« mit DentMand erklärt habe, weil Kanada die wirtschaftliche Konkurrenz der Bereinigten Staaten im Handel mit Deutschland berücksichtigen müsse. Dieser Auffassung trat mit einigen Einschrän hinnen auch der australische Premierminister bei, per auf die Aushebung der Handelsbeschränkungen durch die japanischen Behörden mit besonderem Nachdruck h.nwies. Ein Beschluß der Konferenz wurde noch ausgesetzt.
Paris, 16. Juli. (Eigene Drahtmelduna.) Der außenpolitische Chef-Redakteur des „Motin", Jules Sauerwein, war nach London gegangen, mn sein Blatt über die Verhandlungen zwischen Llovd George und de Baler« zu informieren. Sauerwein kommt zu dem Schluß, dasi de Balera nur dem Anscheine nach mH Lloyd George verhandle. Der südafrikanische General Smuts sei der alleinige Mann der Tat der englische« Reiches und ba^en Internationa.
Herbst die paar Hundert Delegierten sich in Washington versammeln werden, bergen alle ihren Dolch im Gewände, aber öffentlich lassen sie bunte Seifenblasen steigen. Für die Völler soll es eine große Schau werden —, die vielleicht nicht einmal mit einer Sensation enden wird.
K. F. Dr.
Handel mit Deutschland.
Besprechungen mit Amerikas Vertreter«.
(Privat-Telegramm.)
Berlin. 16. Juli.
I« der Berliner Handelskammer emp- fing gestern der Präsident mit dem Bizepräsivm. ten und den Vertretern der Bankwelt die Ser- tretet der amerikanischen Handelskammern. Aus die Frage der Amerikaner, aus welche Weise Deutschland wieder zu einem leistungsfähigen Abnehmer amerikanischer Rohstoffe gemacht rot.« den könne, wurde von deutscher Seite auf die Notwendigkeit einer Milderung der Friedensb-. dingungeu hingewiesen und insbesondere auf die Belassung eines ungeteilten Obcrschlesiea bei Deutschland. Die Amerikaner wurden dann auch vom Minister Rat Henau empfangen. Morgen oder übermorgen findet ei« Empfang beim Reichspräsidenten statt. Die Kommission reist Anfang kommender Woche mtS Berlin ab, nachdem sie den Plan eines engeren dcutsch-ameri-
tinfer Recht nach 6er Abstimmung.
Berlin, 16. Juli. (Privattelegramm.) In der Versammlung in der Philharmonie für Cb:r- schlesien sprach mich der Vertreter der Deutschen Bolkspartei. Geheimrat Kahl Er sagte unter anderem: Wenn man an der Richtigkeit der ober- schlesischen Abstimmung zweifelt, so soll man sie noch einma! vornehmen lassen. Die Entente scheint ihr Verhalten so einznrichten, nm Deutschland wortbrüchig werden zu lassen. Wenn Ober- schlesten den Deutschen genommen würde, dann
Das teure Brot.
Protest gegen die starke Preiserhöhung.
(Privat-Tclegramm.)
Berlin, 16. Juli.
Gegen die beabsichtigte Erhöhung deS Brot- preifes im freien Verkehr aus zehn biS zwölf Mark ist ein starker Einspruch der Gewerkschaften an die sozialistischen Mitglieder des Kabinetts abgegangen Auch eine Protestaktion der Betriebsräte ist gestern beschlossen worden. Es wird der Rücktritt der sozialistischen Minister gefordert, sofern die Erhöhung im Reichskabinett genehmigt fein sollte. Wie verlautet, Ist 6e- rcitS ein bestimmt gehaltener Schritt der mrhr- heitsfozialistischen Minister ge^en die gedachte Brotpreiserhöhung im ReichSkabinett erfolgt Dazu Wird nnS von anderer Seite gemeldet, dass der Preis für das markenfreie Brot amtlicher feits nicht festgesetzt Werden Wird. Die Erzeuger haben vielmehr freies BerfügungSrecht über diesen Teil der Ernte. Der Preis wird sich hier, Wie eS ja auch in FriedenSzeiten war, nach Angebot und Nachfrage richten. Man hasst, Im Hinblick auf die zu erwartende gute Getreideernte, daß der Preis nicht Wesentlich vom Preise des Markenbrotes abweichen wird.
einen besonderen Willkommgrutz dem Regierungspräsident Springorum, Land rat Sarrazin und Bürgermeister Gleim von Melsungen, Oberbürgermeister Dr. Antoni-Fulda, Vorsitzender des Städtetages, Eisenbahmnspektor Player, ML WAsandtm der GebiraS- und Wandeiv^ Vereine, aus denen bekanntlich die Verkehrsver- eine hervorgegangen sind
Aus dem vom Kasseler VerkehrSdirektor,
schlesischen Abstimmungsgebietes zu geben. Die Originale der Schriftstücke und Ausnahmen befinden sich in den Händen der deutschen Regierung. — In vielen Gruben In den Kreisen Hindenburg, Gkeiwitz und Beuthen wnrde gestern die polnische Flagge gehißt. Die Arbeiter würben mit Waffengewalt verhindert einzufahrcn. Der Bahnhof Ruda ist wieder von polnischen Insurgenten besetzt. — Bergrat Reinsch aus Chwal- lvwitz, der sich auf einer Dienstreise befand, ist vo» polnischen Insurgenten verschleppt worden.
Für Oberschlesien.
Sitte nationale Kundgebung in BSrlin,
(Privat-Telegr amm.1
Berlin, 16. Juli.
In der gestrigen Kundgebung für ein ungeteiltes Oberschlesten in der Philharmonie in Ber, lin führte Gerhard Hauptmann unter anderem auS: Wir zweifeln nicht, daß unsere deutsche Nation einig und unsere Einigkeit unzerstörbar ist. Wir stehen hier für ein großes Volk, um noch einmal seine Stimme hörbar zu machen. Wir find ein besiegtes Volk, aber es ist die aller- bitterste Wahrheit, daß es im Jahre 1921 überhaupt weder Sieger noch Besiegte gibt. Das wird der europäischen Völkermoral den Todesstoß versetzen. Wir warnen den Obersten Rat vor der in Permanenz erklärten Gewalt. Die gjtf*’r*k»it demoralisiert sich durch die Gewalt
Die Ouvertüre zum heutigen Städtetag fttt Hessen und Waldeck hat die gestrige Tagung des Verkehrsverbandes für Hessen und Waldeck abgegeben. Melsungen ist sich des Wertes dieser beiden Tage bewußt. Schon am Bahnhof, am reizenden Rautendel-Brunnen, hat es sich mit einer Ehrenpforte ausgeziert und beim Gang über die Fuldabrücke winken grüßend die Zahnen. Im »Prinzen* wird getagt. Gegenüber dem alten Rathaus, in das sich jetzt auch das Finanzamt einquartiert hat. Soeben sind gerade die Durch- und Aufgänge mit einem neuen Anstrich versehen worden. Flugs hat sich der Lokalwitz dieses Melsunaer Ereignisses bemächtigt. Man sagt, die Farben seien absichtlich gewählt worden, weil es dem Steuerpflichtigen schon beim Betreten des Flurs »braun* und »bl-m* vor Augen wird ...!
Den Vorsitz führt erstmalig in der Hauptversammlung der im Vorjahr zu Hersfeld erwählte Landeshauptmann v. Gehren. Er begrüßt, indem er sich als geborener Hesse mit »guten Beziehungen* vorstelli, die außerordentlich starke
könnten die Alliierten die Reparationen Schatzgräber auf den Leichenfelderu suchen.
England und Irland.
Der Srenbertrefer ist unversöhnlich.
tEiqener Drahtberickt.)
Berlin, 16 Juli.
Die deutsche Regierung hat eine große Anzahl gewisser Fälle von Gewaltakten der Insurgenten während des dritten Aufstau des in Form eine- Weißbuches zusarnmenge- stellt, das geeignet ist, ein Bild von der jedem menschlichen Empfinden Hohn sprechenden Be- ftialität der polnischen Ausrührer und den na- menlofen Leiden der dem Schutz der Alliierten Mächte anvertrauten Bevölkerung des ober-
London, 16. Juü.
lieber die gestrigen Verhandlungen zwisch, n Lloyd George und de Valero ist wiederum nichts durchgcflckert. Lloyd George ha( mit dem Ministerpräsidenten der Ulster-Minderheit, Eraigh, verhandelt. De Valero habe sich ge weigert, an dieser Besprechung teilzunehmen. Er stellt sich auf den Standpunkt, daß er persönlich und allein mit Eraigh verhandeln könne. De Valero beohl-chtiitt damit.
Irland im Romen der unabhäng'gen Mehr heft und der Ulster Partei mit England zu verhandeln. Der Friedensvertrag, den de Valero alS alleiniger Vertreter für Irland znstondebrin. gen will, Würde wahrscheinlich der Kodifikation eines frei erwählten irischen Parlaments unterworfen sein. Aus diesen wenigen Angaben geht hervor, daß de Valero sich ziemlich unversöhnlich zeigt und jedenfalls b'S jetzt keine Konzessionen gemacht hat.
len Einfluß. König Georg wird zur Feit darauf aufmerksam gemacht, dass Llovd George für die Iren da« rote Tuck- bedntte und daß Vu0 —
feiite Person einem Zustandekommen des fistle. chen Wirte den Pflichten ihre? Ber"fS so nach- denS I« Irland sehr im Wege siehe, kommen wie sie sich den großstSd-fischen Preisen Srtiterweiw bestätigt diese Annahme auf Grund, anznvassen vermochten. Hilft daS nicht, so müs- feiner persönlichen Beobachtungen. sen die Behörden ««greifen und veranlassen,,
Siadtrat Weber, erstatteten Jahresbericht war ersichtlich, daß dem VerlehrSverband heute 20 Magistrate, 5 Derkehrsvereine, 4 Gebirgs- und Wandervereine. 9 KreiSausschüffe, 14 Kurverwaltungen, Verbände und Körperschaften aller Art angehören. Die Haupttätigleit war dem AuSbau der inneren Organisation, der Erhaltung und der Neuwerbung der Mitglieder gewidmet. Was dann über die Neugestaltung ber behördlichen und gemeinnützigen Verkehrsförderung gesagt wird, deckt sich in den Grundzügen mir dem Vertrag im »Verband reisender Kauf, (eute*, der übrigens den Anlaß gegeben bat zu einer jetzt in Melsungen gegebener Erklärung Stadtrat Webers mit Bezug auf die hohen Preise in den H otels und Gastwirt'chaf- ten, die als Folge der Geldentwertung und erhöhten Aufwendung für GehMer und Steuer« in den Großstädten, auch in den Mittelstädten, verständlich sind, nicht aber auf dem platten Lande, wo die Gegenleistung oft sehr bescheiden ist. In enger Zusammenarbeit mit dem Verband der Hotelbesitzer und dem Mitteldeutschen Gastwirte-Verband muß für eine Wendung in dieser Hinsicht Sorge getragen werden, soll vermieden werden, daß die Fremden schließlich tveableiben.
lieber die Mittel und Wege, die der Hebung des Fremden v,errehrs im Hes« senloude, in Waldeck-Pyrmont und in dem Gebiet des jetzt befreundeten Wesergebirgsvcrban- des dienen, ent spinnt sich eine recht interessante AuSspräche. Kurdireftor Prestten-Bad Pyrmont teilt u. a. mH, daß das Verkehrsbuch mit der Angabe der Unterkunstsmöglichkeiten wieder heransgegeben werden soll. Unter lebhafter Zustimmung bedauert der Landeshauptmann, daß in Hessen, auf dem Lärche, der Frem. de noch immer als lästig betrachtet wird. Dafür erbringt Bürgermeister Brun ner » Kassel zahlreiche Beweise, daß ein großer Teil der ländlichen Gastwirte feiner Aufgabe nicht gewachsen ist. Für Geld und gute Worte kann der Fremde nichts bekommen. Auch Justizrat Wenning, Vorsitzender des H. G.-V, beklagt die schlechten Wi rtschastSverhAtnisse, bittet um Unterstützung der Bestrebungen zur Beschaffung ein43 geeigneten Kartennraterials und appelliert an die Vertreter der Gemeinden, Räume zur Errichtung weiterer Jugendherbergen zur Verfügung zu stellen. Landeshauptmann v. GSk>een tritt dem Redner Vollständig zur Seite. Bürgermeister Gleim liefert ebenfalls Beiträge zur Verständnislosigkeit vieler ländlicher Gastwirte gegenüber dem modernen Fremdenverkehr, sucht aber eine Erklärung dafür In dem noch nachwirkenden Mißtrauen der ländlichen Bevölkerung gegen die Großstädter. Sie erinnert sich noch zu deutlich des Hamsterunwesenr.