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Meier 9leuefte Nachrichtm

Kasseler Abendzeitung Hesstsche Abendzeitung

Nummer 157.

Fernsprecher 951 mtb 952 . DvNNerstag, 14. Z«tt 1921

Fernsprecher 951 und 952

11. Jahrgang.

Vorbereitung der Weltfriedens-Komödie.

Leipziger prozeffe.

Die Haltung der Alliierten.

Rach der Abberufung der französischen Kom- MMion amS Leipzig sucht die französische Diplomatie mit erhöhtem Druck auf Belgien einMvirten, daß es ven französischen Beispielen folge, seine Vertreter ebenfalls aus Leipzig aib- zuberufen und keine weiteren mehr nach Leipzig zu entsenden. Belgien wird dieser Aufforderung wohl folgen und sich dem französischen Schritte umschließen. Ander» dagegen die englische Regierung, in deren Kreisen die Auffafluua vor. herrscht, daß die alliierten Regierungen sich in keiner Weise in die Rechtsprechung des obersten deutschen Gerichtshofes hin einzumischen Haven. Das hat England erneut dadurch bewiesen, daß es den General Solicitor, Sir Ernest Pollock wieder nach Leipzig entsandt hat, um England bei dem kommenden Prozeß gegen die beiden deutschen Offiziere wegen Versenkung des Ho-spitalschifies »Wandovery Castle' zu vertre­ten. Das ganze Rechtsempfinden EnÄands ist ja überhaupt anders eingestellt, als das Frank­reichs, und Eimland in seiner kühleren weltpo­litischen Auffassung nimmt auch gegenüber der Frage der Kricgsbeschuldigten-Prozesse eine von der französischen Auffassung Abweichende Stel­lung ein. Man darf auch wohl ohne Optimis­mus annehmen, daß die englische Regierung ihren in der Frage der Aufhebung der Sanktio­nen eingenommenen Standpunkt nicht ändern wird, und vor allem diese Frage nicht mit der Leipziger Prozeßführung verquicken wird.

lieber die völlige Unparteilichkeit des Lripzi- der Gerichtshofes im Falle Stenger spricht sich nunmehr auch der Präsident der holländi­schen Militärgerichte van Plooten einem Mit­arbeiter desTelegraafi gegenüber aus. Was die Zurückziehung der französischen Delegation noch anbelangt, so ist bisher weder von der französischen noch von einer anderen Regierung der Entente irgend welche amtliche Mitteilung über die Abberufung der juristischen Sachver­ständigen auS Leipzig der deutschen Regierung gegenüber gemacht worden. Daß übrigens Deutschland feiner Pflicht in den Prozessen der sogenannten Kriegsverbrecher auf das gewissen­hafteste nachkommt, zeigt die Verhandlung gegen die beiden deutschen Offiziere wegen Vcv- seitkung des HospitalfchiffesLlandoöery CasÄe". Der U-Dootkommandant lelbst, Hart- wich, der auf der Auslieferungsliste steht, und gegen den der Perozeß eigentlich geht, ist unauf­findbar und deshalb konnte gegen ihm nicht ver­handelt werden. Run hat der Oberreichsanwalt von sich aus das Verfahren wegen Verdachtes her Beihilfe zur Versenkung des Hospitalfchiffes und vor allem der Rettungsboote gegen die bei­den open erwähnten Offiziere eingeleitel. Das spricht doch auch wieder für die unparteiliche Haltung des obersten deutschen Gerichtshofes.

Es kann nicht genug darauf hingewiesen wer­den, daß. wenn wirklich hie und da einmal die französischen Gefangenen einer Behandlung un­terzogen worden sind, die menschlichem Empfin­den und dem Völkerrecht- zuwiderläust, das doch rat Einzelsalle mehr aus der ganzen Kriegs-Psyche zu beurteilen ist. Im folgenden wollen wir einen Fall bringen von den Leiden deutscher Kriegsgefangener in Frankreich, ter sicherlich noch nicht einmal vereinzelt dasteht. »Ein Musketier P. befand sich seit dem 19. Juni 1919 in englischer Kriegsgefangenschaft. Vom Lager Evingburgh wurde er am 3. Mär, 1919 zur Heimfahrt im Transport nach Metz geschafft. Hier standen die Kriegsgefangenen in froher Erwartung der langerfehnten Heimkehr, als ein französischer Offizier durch die plaudernden Gruppen bindurchgrng, wobei er, obwohl ge­nügend Platz vorhanden war, sich gewaltsam einen 3Beg durch die D bann schäften bahnte. Der deutsche Musketier schickte ihm einen englischen Fluch nach, der durch einen Schlag mit der Reet- poitsche beantwortet wurde. Kurz daraus wurde P. von schwarzen Soldaten umringt, nach der Wache gebracht, von dem diensttuenden Unterof­fizier verhört und anschließend in bestialischer Weise mißhandelt. Vierzchn Tage danach ver- urteilte ich, das Kriegsgericht in Metz zu zehn Jahren Zwangsarbeit, die er im Militärgefäng- nis iu Montigny antrat. Nach 26 Monaten ge­lang es ihm, am 29. Juni d. I. zu entfliehen. Die ersten sechs Monate seiner Strafe hat P. in Einzelhaft verbracht, den Rest mit anderen Strafgestrngcnen zusammen. Die Verpflegung bestand nur in einer fast stets mit Würmern durchsetzten Mehlsuppe. Die Aussicht hatten teils Marokkaner, teils französische Soldaten. Fuß­tritte, Faustschläge und Kolbenschläge waren an der Tagesordnung.

Wie gut dagegen die Ausländer tn deutschen Gefangenenlagern behandelt wurden, zeigt fol­gender Bries des französischen Maiors Lerour, Pionier aus Maubeuge: Wir befinden unz hie: im Lager Blankenburg, dicht bei Berlin in einer Lage, die man Äs vorzüglich bezeichnen müßte, wenn man eben die Freiheit hätte. Aber selbst der Verlust der Freiheit wird durch Shafier-

gänge gemildert, an welchen der Kommandant dieses Lagers, ein Baron v. L (ochow), häufig teilnimmt und für jeden ein freundliches Wort findet, der es nicht darauf anlegt, ihm eine Un­terhaltung unangenehm zu machen. Dieser Kom­mandant. ein Edelmann, wie wir sie von früher her kennen, läßt es sich nicht nehmen, sogar nachts an das Bett erkrankter gefangener Offiziere zu eilen, sie zu pflogen und ihnen Erquickungen zu bringen. Wäre doch bei uns eine glcuhe Be­handlung der Gefangenen. Solche Briefe, die zugunsten Deutschlands sprechen, gibt es viele.

Das Abrüstungs-Spiel.

Ei« sehr dehnbares Programm.

(Eigen' Drahtmeldung.1

Paris, 13. Juli.

Aus gut informierten Kreisen erfährt man, daß die Abrüstungskonferenz ein sehr dehnbares Programm haben wird, damft alle in Betrmht kommenden Fragen in großen Zügen besprochen werden können. Auch soll keine der teilnehmen, den Mächte gelungen werden, die Beschlüsse an­zunehmen. (!) Voraussichtlich wird Präsident Harbin« die Eröffnungsrede halten und bann die Leitung der Konferenz seinem Staatssekretär Hughes übertragen. Er selbst wird sich persön­lich nicht an der Aussprache beteiligen Die Mit­glieder des amerikanischen Kongresses haben nahezu einstimig ihre Zustimmung zu der An­regung des Präsidenten zum Ausdruck gebracht. Während eine Meldung deSRewyork Heralb" besagt, daß die Konferenz am 1. November be ginnen würde, lautete eine Londoner Meldung wie folgt: Die Abrüstungskonferenz wird vor­aussichtlich imMSrzkommendenJahres in Washington zusammentrete». Rach einer Meldung aus Tokio hat Japan bereits eine Ein­ladung erhalten und angenommen. Gerücht- weise verlautet, daß auch Deutschland und Sow- jetrutzland cingeladen werden sollen. (?)

Frankreich heuchelt Freude.

Paris, 13. Juli. (Eigene Drahtmeldung.) Briand erklärte in der Kammer, daß Frankreich die Einladung zur Teilnahme an der Harding- schen Abrüstungskonferenz dankbar und freudig angenommen habe, um seine Nation vom Welt­frieden zu überzeugen. (?) DerMalin" glaubt zu wissen, daß die Sitzung des Völkerbundes am 16. Juli infolge des Hardingschen Vor­schlages vertagt werden wird. Die französische Presse begrüßt besonders den Vorschlag über die Abrüstung zur See. Wenn aber die Frage der Abrüstung zu Lande zur Beratung kommt, dürfe nicht vergessen werden, daß die Alliierten und Neutralen eine entscheidende Aussicht (!) ausüben müßten über die beiden Länder, die den Krieg wieder in Gang bringen könnten, also Deutschland und Rußland. (!)

*

Vermutliche Vertreter Englands.

London, 13 Juki. (Eigene Drahtmeldung.) Als wahrscheittliche Vertreter Englands auf bet amerikanischen Abrüstungskonferenz bezeichnet man Lloyd George und Churchill. ES wird auch erwartet, daß der Marineminifier Lord Lee, Admiral Beatty, Kriegsminister Evans u. Fcld- tmrrschall Sir Wilson an der Ko uferen, teil- nehmen werden, um, wenn nötig, zu bremsen.

Eine Falschmünzerbande.

Großbetrieb im besetzten Gebiet.

lPrivattelegramm)

Düsseldorf, 13. Juli

Der Kriminalpolizei gelang es nach mühseli­ger Arbeit, eine große Falschwünzerbandc, die in West-Deutschland und Holland ihr Unwesen trieb, zu verhaften. Die Baude war seit 1919 tätig. Zunächst . arbeitete" Ne in Düsseldorf und München-Gladbach, worauf ihr Sitz nach Köln verlegt wurde, wo bereits elf Falschmünzerwerk- ftätten ermittelt worden sind. Der Führer der Bande ist der angebliche Kaufmann Joseph Claffen in Köln. Als weiteres führendes Mit­glied der Bande wurde ein Arbeiter verhaftet, der im Laufe der Vernehmung eingeftand, vor zwölf Jahren in Mühlheim bei Köln das Dienst­mädchen Anno Neubauer ermordet zu haben. Neber hundert Personen, die der Bande aage- hört haben, sind verhaftet. I« einer Werkstätte in Düsseldorf wurde das gesamte Falschmünzer- material beschlagnahmt. Zahlreiches Beweis» material wurde auch in Köln und München- Gladbach vorgefunden. Die Kriminalpolizei befindet sich jetzt im Besitze von falschen Füufzig- mardkscheinru im Werte von 400000 Mark. Fer­

ner find zahlreiche falsche Einkommrnsteuermar- ken beschlagnahmt worden. Die Bande hat Millionen in den Verkehr gebracht. Auch hollän­dische Guldcnscheine hat fie angcferiigt.

Die Leipziger Prozesse.

AuS der U-Boot-Kriegführung.

(Privat-Telegramm.)

Leipzig, 13. Juli.

In dem gestern begonnenen neunten Kricgs- beschuldigten-Prozeß gegen die Oberleutnants z. S. Boldt und D i t h m a r wurde mitgeteiti, daß infolge der Versenkung des Hospitalschiffes Landovery Castle" und Beschießung der Ret- tungsboote 124 Offiziere und Mannschaften, so­wie 29 Sanitätsangehörige den Tod gefttndcn haben. Die englische Mission ist in Leipzig voll­ständig erschienen. Die gestern vernommenen englischen Zeugen sagten übereinstimmend aus, daß die Rettungsboote mit den Insassen nach kurzer Zett verschwunden gewesn seien, was nur auf die Beschießung durch die U-Boote zurückgr- führt werden könne. Der Angeklagte Dithmar verweigerte die Aussage gemäß einem Verspre­chen gegenüber dem Kapitänlentnant Patzig. Boldt äußerte sich allgemein über die äußeren Umstände. Patzig habe sich in der Wahl der Mittel vergriffen, aber er habe den heiligen Wil- len gehabt, die Hungerblockade zu sprengen, um Deutschland zum Siege zu verhelfe«. Die Ver­handlung geht heute weiter.

Der Franzosendaß.

Paris, 13. Jttli. (Eigene Drahtmeldung) Briand erklärte gestern im Senat, er glaube nicht, daß die Richter in Leipzig ihre Urteile im Sinne der deutschen Reichsregierung fällen, die ein schärferes Vorgehen wünsche. Die französi­schen Zeugen seien zurückberufen und die Alliier­ten seien gebeten worden, diesem Beispiele zu folgen. Deutschland bereite sich selbst das Schick sal, das es wünsche, aber es werde dafür büßen müssen. Die Pariser Blätter «ut- hatten die Ankündigung von sieben neuen Pro testversammlnngen in Paris am kommend.'« Sonntag gegen die vom deutschen Reichsgericht iu Leipzig gefällten Freisprüche.

* Englands Haltung.

London. 13. Juli. (Eigene Drahtmekdung.) Lloyd George erklärte einem Prcffevcttreter ge­genüber, daß auch ihn die Leipziger Urteile bis­her nicht befriedigt hätten. (?) Ihre An­nahme oder Ablehnung stehe nicht ihm zu, son­dern dem Gesamtkabinett, das zunächst die Rückkehr des GeneralstaatSanwalts Sir- Pollok von Leipzig abwarten wolle.

Neuer polnischer Aufruhr.

Dauernde Gefahr in Oberschlefien.

(Etgene Dra-imelbung.)

Oppeln, 13. Juli.

Gestern abend kam es zu einem Zusammenstoß zwischen französischen Soldaten und Flüchtlin­gen. Die Franzosen nahmen in den Abendstun­den eine Razzia auf deutsche Flüchtlinge vor. Mehrere Einwichner erlitten durch das Feuer der Franzosen Verletzungen, zum Teil schwere. Die Deutschen aus den Kreisen Pleß und Rybnik flüchten, weil sie neuepolnische Ausstände befürchten. Alle aus diesen Krei­sen kommenden Züge sind überfüllt. Die von Korsanty eingesetzten Behörden find im Lande zurückgeblieben. Die Jntenttliierte Kommission hat diese Behörden als Abwicklungsstellen be­zeichnet und anerkannt. Die Insurgenten im Kreise Rybnik geben bekannt, daß der vierte Auf stand am 17. Juli beginnen wird. Die deutschen Einwohner werden ausgefordert, die Gegend bis dahin zu räumen.

*

Die Ausrührer und die Alliierten.

Oppeln, 13. Juli. (Eigene Drahtmeldung.) Dem Vernehmen nach sollen auch in Thorn zweftausend polnische Insurgenten unter­gebracht werden, nachdem bereits in der Vor­woche viertausend Man« in Hohensalza etngebrochen und ein quartiert worden sind. Ge­neral Henniket erklärte, die englischen Truppen in Oberschlesien seien jetzt stark ge­nug, um jeden Versuch der Polen, einen neuen Ausstand zu beginnen, im Keime zu unterdrük- fen (?). Der General gab der Hoffnung Aus­druck, daß die Entscheidung des Oberste« Rates über Oberschlefien baldigst fallen wird.

Derkehrswerbung.

Das Geschäfts- und Erholungsreise«.

Stadtrat Weber, der Raffelt* DertehrSbirekta» unb gefchiiftSfiihrenbe Vorsitzende des Verkehrs. verbanbeS für «offen unb Walbeck hielt gestern abenb tmBerbaub reifeubetRaufleute einenAor. trag, bet namentlich hier in Raffel Beachtung er. heischt, «ns», R.S.-Mitarbeiter berichtet barüder.

Reisen sind zu allen Zeiten unternommen worden. Früher wunde der Meisterbrief erst verliehen, wenn der Handwerker die Wander- -ähre hinter sich hatte. Goethes Stellung zum Reifen das die wahre Bildung vermittelt, ist bekannt. Ms wir vor dem Kriege reich gewor­den waren, strebten wir in die Ferne. Leider ging man an den Schönheiten der Heimat gerade an Hessen vorbei. Eine der wertvo­llen Errungenschaften des Krieges ist nun, daß wir Deutschland wieder für uns entdeckt halben; einmal aus der Unmöglichkeit heraus, fremde Länder anfzrrsuchen und dann, weil sofortiges Reisen in die Feindkänder würdelos wäre. An­ders liegt es natürlich bei den Gefchäftsreifen. Hoffentlich werden sie bald wieder in größerem Umfange unternommen werden können. Abe« auch in der Heimat müssen wir alle Wege öff­nen, die eine Möglichkeit schaffen, wieder an die Natur zu gelangen. Hier begegnen sich die Bestrebungen zur Förderung des Eiholungs- unb des geschäftlichen Reiseverkehrs. Den Anfang der Verkehrsförderungs-Organisattou machten neben den Wander- die Verkehrsver­eine Letztere sind bei uns im Verkehrs» verband für Hessen unb Waldeck zu- sammengeschlossen, der im Anschluß an einen Vortrag des Verkehtsbirektors Weber auf dem Hessischen Städtetag in Gudensberg gebildet «wurde. Der Verband erwies sich als besonders notwendig, weil

das Hessenland int Vergleich etwa zu Thüringen kein abgeschlos­senes Berkehrsyebiet mit natürlichen und politi­schen Grenzen barstellt. Die Arbeit beS Vevban- bes ist durch ben Krieg und die Rachkriegszett unterbrochen worden. Inzwischen hat sich als dringend erforderlich erwiesen, daß für die Zwecke der Verkehrswerbung ausreichend« Staatsmittel zur Verfügung gestellt Werdern Unter der Leitung des Reichsbahmninisteis Groener, der mit der ihm eigenen Frische das Problem angepackt hat, ist nun die VerkehrSför» berung zur Sache bes Reichs eifSärt worden. Die Ueberschüsse des Mitteleuropäischen Reise­büros werden dafür herangezogen. Stefimntfid) wurde vor einigen Monaten der Preußische Lan- besverkehrsverband mit Stadtrat Weber als 2- Vorsitzenden gebildet. Mannigfaltig sind die Aufgaben bet Reichszentrale für beut- fche Verkehrswerbuuig hinsichtlich bei Verkehrspropaganda im Mrs» und Inlands. Be­sonders kommt die Herausgabe einheitlicher Werbeschriften in Betracht. Unter die zu leisten­de Vorsorgetätigkeit fällt die Herbei­führung günsttgerer Eisenbahnfahrten. Vieles ist besser geworden. Kein Mensch benft mehr an bie trostlose Zeit, in der die Eisenbahn selbst vor dem Reisen warnte unb bie Fahrten an Sonntagen verbot. Wenn auch viele Wünsche nichst so bald erfüllt werden können so bi« Derwirklichung bet bitter notwendigen btieften

Bahnverbindung Kassel-Köln

durch das Sauerland so müssen sie doch tot Auge behalten werden, weil an die Zukunft zu denken ist. Verbesserungen sind notwendig hin- sichilich der Tarife für Personen- und Gstierbe- förberung. Leider ist der Derkehrsmfirifter an keine Höchstpreisborschriften gebunden. Bon großer Bedeutung find die zu bildenden Der- kehrS-Bezirksbeirüte. Bedaue^icher- weise ist Kassel der Eisenbahndirektion Frank­furt zugeschlagen worden. ES war uns nicht möglich, für Mitteldeutschland die Führung zu erhalten. Jedenfalls muß ein größerer Einfluß auch der Fachverbände so des Verbandes reifender Kaufleute kraft seiner reichen Erfah­rungen erwirkt werden Notwendig ist ei« weiterer Ausbau der Statistik. Heute kann «um nur mit der Wucht der Zahlen überzeugen. Dankbar anznerkennen ist die Zusammenarbeit mit ben Gebirgs- unb Wandervereinen auf bem Gebiete bet Wegebezeichnungen, mit den Ver-* einen zur Förberung deS Heimat- imb Natur» benkmalschutzes. Hinzu kommt noch bas Zu­sammenwirken mtt bet Hotelbesitzer-Organisa­tion. J^eirfalls gehört zähe zielbewußte Ar­beit und Zusammeuftehen aller in Betracht kommenden Stellen dazu, wenn tn absehbarer Zeit auf dem Gebiete neuzeitlicher Verkebrs- unb Retfeförderung Erfolge erzielt werden sollen.

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Kaffei als Verkedrsstadt.

Dank unserer vorzüglichen Lage und Ein­richtungen, nicht zuletzt der Stadchalle, könnt» Kassel einen gewaltigen Kongreß- u rw Au sM- lungsverkehr haben, der das aanae Wlttüvasts-