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Mittwoch. 6. Juli 192t.

Kasseler Neueste Nachrichten

11. Jayrgvn».

Iba.

Der kleinasiatische Krieg

Karte vom griechisch-türkischen Kriegsschauplatz.

schlüssel. Am Atzend wurde dann prompt in

der Wohnung eingebrochen; jedoch konnten die I feumsdunkel wieder ans Tageslicht gebrachten

altehrwürdigen Jnnungsfcchncn an gute alte

mid ist von 30 000 Flüchtlingen überfüllt. Die griechischen Behörden haben alle griechischen

Aus den Ilachbar-tKebieten.

* Münden, 5. Juli. (Handwerkertag in Münden.) Zu einer glänzend verlaufenen macht­vollen Massenkundgebung gestaltete sich der am 2. und 3. Juli hier veranstaltete erste sudlannoversche Haudwcrkertag. Zu vielen Hunderten waren die Handwerksmeister und

Tage erinnerte. An zwanzig Wagen hatten die Einzelinnungen gestellt. Die Bäcker warfen Brötchen, die Schlachter Würstchen unter die Jugend. Aus dem Rathausmarkte sammelten sich Tausende zu einer wuchtigen Kundgebung, die wieder von Masienchören umrahmr wurde. Außer dem Leiter des Festes. Schneidermeister Becker-Mündech sprach Reichistagsabgeordneter Dr. Wienbeck von der Not, die das Handwerk zufammenschweißt. In der Hauptversammlung sprachen die Reichstagsabgeordneten Schneider­meister Sievers-Hannover und Dr. Wienbeck. Die Ausführungen gipfelten in der einstimmigen Annahme der Hamburger Resolution.

* Münden, 5. Juli. (Neue Steuern.) Die städtischen Kollegien bewilligten in ihrer letzten Sitzung 120 000 Mark für Anlage von Brause- und Wannenbädern in der Volksschule, überlie­ßen im Erbbauvertrag der Landkrankenkasse ein Strick des Stadtparks zu ihrem Neubau und erschlossen ein weiteres Stück als Kinderspiel­platz Einer zehnprozentigen Frcmdenwohn- sieuer, die 20 000 Mark cinbringcn soll, wurde zugestimmt und sodann der E t a t beraten, der alles in allem mit 8431000 Mark in Einnah­me und Ausgabe abschließt. Die Schulden der Stadt sind von fünf Millionen auf achteinhalb Millionen gestiegen. Für Wohnungsbauzwecke wurden bisher 1,4 Millionen ausgesetzt. An Steuern scllen erhoben werden: Gebäude- und Grundsteuer je 600 Prozent, Gewerbesteuer Klaf­fe 1 und 2 je 750 Prozent. Klasse 3 und 4 je 600 Prozent, Betriebs steuern 200 Prozent. An den Kreis sind 290 Prozent der Realsteuern gleich 282000 Mark abzusühcen, vom Reich werden 1,1 Millionen als Anteil an der Reichseinkommen­steuer erwartet. Ueberschüffe erbrachten das Elektrizitätswerk 77 000 X die Gasanstalt 114000 Mark, die Forsten 600 000 Mark bei ei­ner Gesamteinnahme von lZ Millionen. Zu­schüsse erforderten der Friedhof 33 000 Mark, der Schlachthos 26 000 Mark, die Atzfuhransta.lt 146 000 Mark. Die Vollkanalisi-tion wird in absehbarer Zeit fertiggestellt werden. Der Preis für Gas wird von 1,50 auf 160 erhöht, der für elektrisches Licht von 2^25 auf 2,50 X der für Strom von 1,201,30 X aus 1,451,55 X der des Wassers von 1,25 auf 1,35 X

* Arolsen, 5. Juli. (Einbruch in das Real­gymnasium.) Nachts wurde ein Einbruch in das Direktorzimmer des hiesigen Realgymna­siums verübt. Taz Pult wurde erbrochen und fünfhundert Mark Geld, zwei Kistchen Zigarren u. a. m. geraubt. Sparkassenbücher usw. hatte der Einbrecher Wohlweislich verschmäh'. Das Geld sollte am Mittwoch zur Bezahlung der Musik beim diesjährigen Schulfest dienen. Die sofort aufgenommenen polizeilichen Nach- - -i -------- IM r~ 1

Gesellen aus Südhannover und Norvosthessen zusammengeströmt. Kassel (vertreten durch den Kasseler Handwerlerbund und den Kurhessischen Handwerkerbund), Göttingen, Duderstadt Oste­rode. Einbeck, Uslar, Hofgeismar und Äitzen- hausen hatten starke Bünde und Kartelle oder Abordnungen mit und ohne Fahnen .(darunter die farbenprächtige der Kasseler Stellmacher­innung) entsandt, Stadt- und Kreis behörden waren durch ihre Spitzen und Mitglieder ihrer Körperschaften vertreten. In wunverbarem Schmuck zeigte sich die Altstadt mit bunten Far­ben und grünen Gewinden; Sinnsprllche und Fahnen zierten das Bild, das nur in den engen Straßen der Kleinstadt möglich war. Ein in den Überfüllten Kronensälen veranstaltete: Deutscher Abend" mit Maflenchören der sämt­lichen bürgerlichen Gesangvereine, turnerischen Vorführungen und Ansprachen leitete die Ta­gung ein. Der Ton war von Anfang bis zu Ende: Tas Vaterland zuerst! Unser Handwerk wurzelt in seinem Mutterboden! Mit drei Ka­pellen setzte sich am Sonntag ein stattlicher Fest­zug in Bewegung, der mit den aus dem Mu-

Anahmt. In dem ganzen _ . ich große Panik. Zahlreiche

Armenier und Türken sind auf der Flucht in Richtung Konstantinopel

stein-Schotten-Gedern auf dreißig Jahre jähr­lich 1500 Jl zu leisten, vorausgesetzt, daß die Strecke Mücke-Schotten wenigstens erhalten bleibt. Sollte jedoch nur die Strecke Mücke-Ul­richstein im Betrieb bleiben, dann sind nur tausend Mark zu zahlen.

* Engelhclms, 5. Juli. (Frecher Einbruch.) Während Schneidermeister Hack auf der Wiese mit seinen Leuten beim Heumachen war, statte­te ein Spitzbube seinem Wohnhaus einen Be­such ab. Durch einen entzwei geschlagenen Fen­sterflügel drang der Dieb ins Haus, verriegelte die verschlossene HcmsÄire noch von innen und stahl etwa fünfzehntausend Mark, die zur An­schaffung einer guten Mlchkuh Verwendung fin­den sollten.

* Frankfurt, 5. Juli (Ein neuer Schwin­del.) Dieser Tage erschien bei einer Frau in der Friedtzergerlandstraße ein Mann und fragte, ob sie kein Dienstmädchen brauche. Die Frau bejahte und die holde Fee trat am Nachmittag an. Aber schon am nächsten Abend verschwand sie unter Mitnahme der Haus- und Vorplatz-

Diebe ihre heimliche Artzeit nicht nach Wunsch verrichten, da sie von Hauseinwohnern gestört wurden. Man hüte sich also vor Hausmädchen, die sich an der Türe anbieten.

* Frankfurt, 5. Juli. (Hohe Preise auf dem Obstmarkt.) Der Hauptobstmarkt zeigte eine wesentlich höhere Preisgestaltung gegen die Vorwoche. Johannisbeeren kosteten 2,702,80 Jt gegen 2,20 Jt am letzten Dienstag, Stachel­beeren ungefähr ebensoviel, Kirschen 33,50 X eine halbe Mark höher, Himbeeren meist über 5 X, Erdbeeren 1420 X also eine Preissteige­rung von 26 .4t pro Pfund gegen den Vor- markt. Tie ersten Aprikosen wurden mit 1114 Jt je nach Qualität bezahfi.

* Frankfurt, 5. Juli. (Raubanfall auf einen Geldbriefträger.) In der Finkenhofstraße ver- suchren zwei dort wohnende Leute einen Geld- briefträger zu berauben. Mit Aethermasken sollte der Beamte betäubt werden, doch hatte er die Geistesgegenwart, um Hilfe zu rufen. Der eine der Täter konnte verhaftet werden. Die Burschen hatten eigens kleinere Geldbeträge an sich selbst einoezahlt, um den Beamten ohne großes Aufsehen berauben zu können.

* Frankfurt, 5. Jüli. (Frankfurt ohne Kino.) Die Kinobesitzer scheinen es in der Frage der Kartensteuer mit dem Magistrat auf eine Macht­probe ankommen zu lassen. Alle Kinos sind trotz des trüben Sonntags geschlossen gewesen. Damit werden zahlreiche Personen brotlos. Der Magistrat erklärt, vorerst noch sich auf nichts ein- lassen zu wollen. BekannNch hatte man eine Minderung ter Kartensteuer von vierzig auf dreißig Prozent gefordert, die aber abgelehnt wurde. Man darf gespannt sein, wie der © reit sich weiter entwickelt.

* Hanau, 5. Juli. (Rabbinerwahl.) Um Vie durch den Tod des Prooinzicckrabbiners Dr. Bamberger frei gewordene Stelle hatte sich eine große Anzahl von Rabbtzinern beworben. Nach­dem drei derselben die Rabbiner Dr. Gra - dewitz aus Tarnowitz. Dr. Röjel aus Tilsit und Dr. Wohlgemut aus Kitzingen zu Pro- bepredgiten berufen worden waren, hat das Vorsteheramt der Israeliten als Berufungstze- hörde den Erstgenannten zum geistlichen Ober- Haupte für die Kreise Hanau. Gelnhausen und Schlüchtern gewählt.

Die griechischen Truppen Hatzen Jsmid be- Dampfer für den Transport der Flüchtlinge nach reitz geräumt, wodurch die Kcrnalisten freie Griechenland beschlagnahmt. In dem ganzen Balhn auf Konstantinopel haben. Die Stadt Js- Bezirk herrscht natürlich große Panik. Zahlreiche

* Nordshausen, 5. Juli. (Sommerfest doS Deutschen Turnvereins.) Ter deutsche Turn- berein feierte kürzlich sein Sommcrfcst mit ei­nem Festzug, bestehend aus zehn Vereinen. Auf dem Festplatze begrüßte der erste Vorsitzen- de des Vereins die Festteilnehmer und hob die Bedeutung des Turnens und Spielens zur sitr- ltchen und körperlichen Erziehung unserer Ju­gend hervor. Den Nachmittag füllten turneri­sche Hebungen aus. Nach den allgemeinen Frei­übungen turnten die Riegen an den Geraten Hervorragende Seiftungen zeigte die Muster- ttege.

* Fulda, 5. Juli. (Ein seltsamer Kaufmann.) Eintausend Mark Geldstrafe und zwei Wochen Sefängnis verhängte die Strafkammer in Fulda liber den vierundzwanzigjährigen Kaufmann Karl Gottlieb von hier, weil er in der Zeit vom August bis November 1919 ohne Erlaubnis Großhandel mit Lebensmitteln und Tabak be­trieben, 100 Kilogramm beschlagnahmte Seife vorsätzlich beiseite geschafft und den Kriminal­beamten seinerzeit über den Verbleib der Sei­fe unwahre Angaben gemacht hatte. Für die fcefängnie-itrafe soll G. als Kaution zweitausend Mark deponieren und bei guter Führuna nach >rei Jahren Straferlaß erhalten.

6 Vom Vogelsberg, 5. Juli. (Autoverkehr.) Ter Kreistag des Kreises Gedern beschloß zu< Sicherung d->s Autopostverkehrs Mücke-Ulrich-

Aus der Heimat.

Die Waldecker Frage.

Selbständig oder Anschluß an Preußen.

Von einem Mitglied des Waldecker Land­tages wird über die Frage des Anschlusses des ehemaligen Fürstentumes Waldeck fol­gendes geschrieben:

Mehr und mehr spruchreif wird jetzt, nach­dem die Rechtsverhältnisse des Domänialver- nwgenS bei einer staaf sachlichen Trennung der bis dahin vereinigt gewesenen Fürstentü­mer Waldeck-Pyrmont durch Gesetz geklärt sind, die Frage nach der Zukunftsgestaltung des jetzi­gen Freistaates ZLaldeck. Es muß entschieden werden, ob an ein Selbständigbleiben gedacht werden kann oder ein Ausgehen in den Staat Preußen erfolgen soll. Wenn auch besonders in ländlichen Kreisen hier und dort für eine Selbständigkeit Waldecks Stim­mung gemacht worden ist, so dürste doch ein Anschluß an den Nachbarstaat Preußen sicher­lich das Gegebene sein. Gerade jetzt, wo Pyr- tnont den Anschluß an Preußen zu vollziehen an der Arbeit ist, muß diese Frage auch in Waldeck ins Rollen gebrodrt werden, darnir man endlich klar sicht. Wie bezüglich Pyr­monts, so wird Preußen auch den Waldeckern durch Schaffung von Erleichterungen und Ver­günstigungen bei der Anschlußfrage nach Mög­lichkeit entgegenkommen Nicht nur, daß wir in Deutschland mehr und mehr aus der Kleinstaaterei heraus müssen, wir müssen auch daran denken, ob es möglich sein wirp. die Selbständigkeit der etwa sünszig- teufest Waldecker dauernd zu erhalten und aEr Bedürfnisse des Landes aus den Erträa- nissen des Domäniums und sonstiger Einnah­men zu befriedigen. Wenn man bedenkt, daß die Verhältnisse auf die Dauer sicherlich nicht io bleiben werden, wie sic heute sind, daß die Erträgnisse sich vermindern tverden, bann kommt man zu dem Ergebnis, daß in absehbarer Zeit zweifellos doch die Selbständigkeit Waldecks aufgegeben werden und ein Ausgehen in Preu­ßen erfolgen muß. Dann aber wird Waldeck von Preußen weit weniger Entgegenkommen zu erwarten haben, als heute, wenn Waldeck ans freiem Entschluß heraus zu Preußen geht, er­warten darf. Auf solchem Standpunkt stehen viele Waldecker und steht zu hoffen, daß alle diejenigen, die an ein Selbständigbleiben des Landes gedacht haben, sich bei gewissenhafter Ueberlegung ebenfalls zu dieser Auffassung be­kehren werden. Ten Entscheid in dieser wich­tige» Frage wird wohl eine allgemeine Volks­abstimmung bringen müssen.

Hessischer Dokksbund.

Gegen die Sperrfrist-Verlängerung.

Der Landesverband Hessen-Rassau im »Hess. Bolksbund" hat eine Eingabe an die Reichsre­gierung gerichtet, in der es u. a. heißt: Die Reichsregierung darf davon überzeugt sein, daß wir in Hessen nicht eher Rübe geben werden, bis wir unsere selbstverständlichen Grundrechte im Deutschen Vaterhaus: Reichsunmittelbarleii and -Mei-chÄereckBTUn^-durchpcsttzt ^bochea werben, weiter in Kampffront noch rechts und links ge­gen die tzerlinifch-zentralistifchen Parteileitun­gen und die preußisch-pattikulariflische Reite­rung, aber auch wenn es so sein soll auf dem Boden der Verfassung gegen die Reichsro- gterung. Weiter wird Antwort gefordert auf folgende Frage: Ist die Reichsregierung bereit, nuferem in die preußische Staatsform durch einen Raubkrieg ohne Friedensschlutz einge­zwungene Heimatland die Reichsunmittelbarkeit und Gleichberechtigung unter Ausbau der Ver­fassung aufgrund thres Artikels 18 ausdrücklich xuzusagon? Ist die Reichsregierung willens, die Ansichten des Herrn Reichsministers des In­nern zu widerrufen und zuzusichern, daß sie kei­ner wie auch immer gearteten Verlängerung der sog Sperrfrist über den verfassungsmäßig vor- xefebenen Miaustermin hinaus zustimmen wird?

Zum Schluß wird Verwahrung eingelegt ge­gen: 1. die Ausschaltung Fei gewählter und der eingesessenen, unbeamteten Bevölkerung äuge höriger Vertreter des hessischen Volkes bei ten Verhandlungen der Zentralstelle für die Neu- pliederung Les Reiches im allgemeinen; 2. die Wahl des von Berlin ernannten, landfremden preußischen Provinzialbeamten Herrn Dr. Schiwander a'§ angeblichen Vertreter unseres Volkes in diese Zentralstelle im besonderen und 3. die Tätigkeit der Zentralstelle unter Ausschluß bei Oeffeutlichkeit überhaupt.

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forschungen haben bis heute zu keinem Ergebnis geführt. Ein auf die Sour gehetzter Polizct- hund gab zwar einen Fingerzeig, ob er aber der Rechte ist, konnte noch nicht sestgestellt werden. Hoffen wir, daß in diesem Falle endlich ytal der Dieb gefaßt wird. Bei den sonstigen in der letz­ten Zeit hier vorgekommenen Einbrüchen und Diebstählen hatten unsere Polizeiorgane aller­dings niemals Glück damit.

Börsen-und Marktberichte.

Der Holzmartt.

Die Hoffnungen aus eine rege Beschäftigung der Schneidemühlenindustrie durch Lieferungen zu den Holzhäusern der Entente sind recht gering. Vorerst werden im Höchstfall fünftausend Holz­häuser in Frage kommen, aber auch diese Auf­träge sind noch nicht endgülttg erteilt. Sie wer­den viclmebr abhängig gemacht van dem Aus­fall einer Probelieferung, die den verschiedenen Interessenten in Frankreich vorgefühtt werden wird. Trotzdem haben sich in Westdeutschland berfdiiebene Holzhandlungen bereits aus den voraussichtlichen Bedarf zu den Holzbausliese- runaen eingestellt und einige Deckungskäufe in stärkeren Tischlerhölzern 40, 45, 50 Millimeter zur Herstellung von Fenstern und Türen einge­stellt. Diese Tatsache im Zusammenhang mit der Knappheit an den außergewöhnlichen Abmes­sungen, die vorwiegend von Ostdeutschland ge­liefert werden müssen, hat eine kleine Verstei­fung der Preise dieser Dimensionen hervorgr- rufen. Genährt wurde die Nachfrage nach den genannten Svezialabmessungen durch den Be­darf für Fenster und Türen zu Stafemenbauten, die die Entente bei dem deutschen Reich beor­dert hat. Alles in allem aber wird man an die vermehrte Nachfrage keine hochgespannten Er­wartungen knüpfen dürfen.

Die Vcrbältnisse am Weltholzmarkt sind nach wie vor trübe. Der Absatz in England stockt unb die finnischen Söaewerksbcsitzer, vor allem die außerhalb des Verbandes stehenden Fir­men, bieten ihre Produktionen billig an, ohne baß sich in England oder Holland viel ernste Käufer dafür finden. Bemerkenswert ist die bevorsteheirde Vergebung von einer Million Stück kiefernen und eichenen Bcchnschwellen, die u c. an die Tränkanstalten in Buchholz, Eüstiin, Finkenheerd, Stendal und Oderberg-Bralitz ge­liefert werden sollen. Man rechnet mit einem verhältnismäßig starken Angebot, weil in den Waldungen noch viel angeblautes Hol; lagert unb die Herstellung von Dimensionshölzern zur Zeit nur in geringem Umfang betrieben wird. Man nimmt an, daß das Eisenbahn-Zentralamt bei seinen Schwelleneinkäusen zu Preisen ankom­men wird, die unter denen liegen, die vor etwa zwei Monaten bei dem erfolgten Konsortialab- schluß (etwa 2 Millionen Stück) bezahlt wurden.

* Frankfurter Börsenbericht. Zu Wochen« beginn häuften sich neuerdings die Kaufaufträge an der Börje, wodurch das Geschäft auf vielen Gebieten wieder recht lebhaft wurde. Die Börse die die politische Lage optimistisch glaubt betrach, ten zu dürfen, fand in diesem Moment aufs neue Anregung und obwohl wieder vereinzelt Glatt- siellungen bemerkbar waren, läßt sich die Grund­tendenz als fest kennzeichnen. Die Kurssteige­rungen nahmen aber nicht mehr den großen Um­fang der vorigen Woche an. Rur auf dem Markt der Kaffawert war sowohl Umsatz wie Kursge­winn zum Teil erheblich. Die feste Stimmung der Mittagsbörse übertrug sich auch auf den Abendverköhr Polennoten 4,17'4, Wien 969%, Paris 17, London 273, Kopenhagen 8,30, Stockholm 6.35, Chrtstiania 9,75, Holland 4,17%, Schweiz 8,16%, Newyork 72%.

** Berliner Produktenmarkt. Auch gestern blieb die Haltung sehr fest, hauptsächlich infolge starker Käufe von allen möglichen Hclfsfut­ter ss o f f e n seitens der Landwirtschaft, bar» unter besonders Reisfuttermehl. Mais stellte sich höher im Preise. In M a i s s ch e i n e n ge­staltete sich das Geschäft ruhiger. Raps und Rüben wurden bei unregelmäßigem Geschäft von den Händlern und Mühlen mehr gekauft. Es werden aber dabei erhebliche Qualitätsun­terschiede gemacht. Futtererbsen stellen sich im Preise weiter höher. Rauh futter hatte ruhiges Geschäft.

Alle Leser, die eine Sommerreise un­ternehmen, machen wir aus nachstehende

Bezugsarten der Kasseler Neuesten Pach. richten aufmerksam:

1. Bei kurzem oder wechselndem Aufenthalt empfiehlt sich die Nachsen- düng unter Streifband. Tie Gebühren betragen in diesem Falle außer dem Bezugspreis 1,20 Jt wöchentlich für Porto und sonstige Versandunkosten.

2. Bei längerem Aufenthalt an einem Orte ist die Postüberweisung zu empfehlen. Die Mehrkosten betragen be: täglicher Zustellung 75 H für jeden Kalendermonat.

3. Die Postbezieher können die Uebertoeifung nach einem anderen Postorte bei der Post beantragen. Die einmalige Ueberweisungsgebühr be­trägt 2, X. Die Rücküberweisung noch dem ständigen Wohnsitz erfolgt kostenlos.

Es wird um Angabe recht deutlicher Adressen, sowie um Vorauszahlung der Versandgebühren und des Bezugsgeldes gebeten.

Kasseler Neueste Nachrichten.

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