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Nr. 139. 11. Jahrgang

Kasseler Merreste Nachrlryrer»

Donnerstag, 23. Juni 192L

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Letzte Brsefchen

Wirtsfrauen.

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Kurh.: 3. Schilling, Kurh.

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geben, wie Plötze vorhanden find. Der Verkauf wird also geschlossen, sobald b*e für jeden Zug fest!'esctzte Höckftzah! verkauft ist. Kinder 5C-

Der neue Pressechef.

Berlin, 22. Juni. (Privattelegramm.)

Bohnen eine Büchse Gemüse- oder Fleischkonser­ven. Tie Packung trägt den Aufdruck: «Gott schütze Co t rfd}Iei i en". Die Spenden

nencrnanntc Pressechef der Reichsregierung, Mi­nisterialdirektor Oskar Müller, stellte sich ge­stern den Berliner Vertretern der auswärtigen Presse vor. Er wurde von dem scheidenden Ministerialdirektor Heilbronn, der sich bei die­ser Gelegenheit von den Pressevertretern verab­schiedete, cingcführt. Ministerialdirektor Müller hielt eine kurze Ansprache, jn der er sagte, er be-

Sn SNanö erschossen.

London, 22. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Die Sinnfeinrr in Irland feuerten auf ein Auto und erschossen dabei einen englischen Brigade- general.

stehen ist, ini Progeßwege cruögetragcn werden soll, darf die gesamte Kasseler Kaucherwelt die Entwicklung dieser Sache gespannt feilt.

Neue Steuervorlagen.

Berlin, 22. Juni. (Privattelegramm.) Jn der heutigen Siuung des Reichswirtschaftsrates wird der Reichskanzler die Beratung der neuen dem Rcichswirtscktastsrat zugegangenen Steuer­vorlagen mit einer Rede über das Problem der Deckung der Reparationsverpflichtnngen er­öffnen.

Die Frage der Schlußstunde, die in dieser Versammlung angeschnitten wurde, beschäftigt in der Tat die Bevölkerung in ganz außerordentlicher Weise. Am 30 Mai 1921, also vor fast vier Wochen, hatte der preußische Mini­ster des Innern unter Aufhebung des Erlasses vom 20. Oktober 1920 mit einem Erlaß die Re­gierungspräsidenten ermächtigt,sofern es nach den örtlichen Verhältnissen angezeigt erscheint, die Wirtschasts-Schlußstunde bis zu der durch die Bundesratsverordnung vom 11. Dezember 1916 gezogenen Höchstgrenze von 11!4 Uhr für die So nmermonatc, also b-s zm 15. Oktober, fcstzusetzen". War's auch nicht viel, so doch et­was und, da der Minister das Verlangen der Spitzenverbände der Gastwirte nach Verlänge­rung der Polizeistunde für berechtigt anerkannte, der Anfang zu einer Besserung der Lage. Doch ... bisher ist noch von keiner Regierungs- oder Polizeibehörde etwas erfolgt: nicht die mindeste Erleichterung ist eingeireien. Dringend zu wün­schen ist jedenfalls, daß, nachdem die Zwangs­wirtschaft fast restlos beseitigt ist, nunmehr auch die lediglich kür die Erfordernisse der Kriegszeit geschaffene jetzt aber gegenstandslos gewordene Licht-Verordnung von 1916 aufgehoben und das Vereins- und Versammlungsrecht in vollem Um­fange wieder hergestellt wird. Das geht ohne eine Hcroussetzung der Poliz-'stunde nicht an. Vorerst aber ist es Sache der lokalen Behörden, das in die Tat umzusctzen. wozu der preußische Minister des Innern in seinem vorerwähnten Erlaß vom 30. Mai die Handhabe bietet, wovon aber lieber. wenigstens, soweit uns bekannt, im Bezirk des Mitteldeutsche» Gastwirteverbandes noch kein Gebrauch gemacht worden ist. Tie obige Warnung vor ttebcrtrctungen spricht ja im Zu­sammenhang mit dem ministeriellen Erlaß Bände.

Deutscher Lanöwirtschaftsrat.

Dresden, 22. Juni. (Privattelegramm.) Ter deutsche Laadwirtschaftsrat forderte auf seiner Tagung jn Dresden die vollständig freie Wirt­schaft für Getreide und Zucker spätestens für das Jahr 1922 und bekämpfte alle Snzialisic rungsbesttcbungen in der Landwirtschaft.

Ferlm-Sonöerzüge.

Wie uns die Eifenbahndirektion Kassel mit« teilt, werden in diesem Jahre versuchsweise wieder einige Feriensonderzügc gefahren. Für den Bezirk Kassel kommen in Frage:

1. Die Feriensonderrzügc Hamburg-Ba­sel und Konstanz am 1. und 15. Juli »der Kasscl-Franksuri: Abfahit von Northeim am 2. und 16. Juli, 1,30 vorm., Abfahrt von Göttin­gen am 2. und 16. Juli, 2,02 vorm., Abfahrt von Kassel am 2. und 16. Juli, 330 vorm.

2. Die Feriensonderzüge Hambur g-M ü n- ch e n und Friedrichshafen am 1. unb, 16. Juli über Krciensen-Bebra-Gemiinven: Abfahri von Göttingen am 1. und 16 Juli, 11,00 nachm., Abfahrt von Bebra am 2. und 17. Juli, 12,48 vormittags.

3. Der Fcriensonderzug Saarbrücken- BerlinP. am 5/6. August über Gießen-Kas- sel-Dlagdeburg: Abfahri von Kassel am 5. Aug. 11.20 nachmittags. Es werden ausgegeben Svnderzugkarten 2. und 3. Klasse nur für die H i n -fahrt zu den Zügen unter 1) von Nort­heim, Göttingen und Kassel nach Heidelberg, Karlsruhe, Baden-Oos, Freiburg, Offenburg, Müllheim, Basel. Donaueschingen, Singen, Kon­stanz: zu den Zügen unter 2) von Göttin­gen und Kassel nach München, Augsburg. Stuttgart, Ulm, Friedrichshafen; zu dem Zuge unter 3) von Kassel nach B e r l i nP, aber nur in beschränkter Anzachl und soweit Plätze tm Zuge vorhanden sind Die Karten von Kassel nach München, Augsburg, Ulm, Stuttgart und Friedrichshafen gelten bis Bebra zur Fahrt in Eil- und Personenzügen und ab Bebra mit dem Sonderzug. Der Preis der Sonderzugkarten ist um etwa 33la v. H. gegenüber dem gewöhnlichen Preis für Eil- und Personenzüge ermäßigt. Die Karten (ausgenommen die nach Berlin zum Zuge unter 3). welche erst einig. Tage vorher ausgegeben werden), können schon jetzt (vom 21. d. Mts. ab) gelöst oder bei der Fahrkartcnaus- gabe bestellt werden. Sie können auch durch Vermittelung anderer Stationen von der Fahr­kartenausgabe der Ausqabestation bezogen wer­den. Es werden nur fovicl Fahrkarten ausge-

gestattet. Gepäck wird zu den Sätzen des ge­wöhnlichen Verkehrs nach der Bcsttmmungasta- iion der Fahrkarte, darüber hinaus nach deut­schen Stationen nur dann abgefertigt, wenn dorthin Gepä-cksrachtsätze bestehen. Tas Gepäck muß bei den Zügen unter 1 spätestens am -tage vor der Abfahrt des Sonderzuges bis acht Uhr abends, bei den Zügen zu 2 und 3 spätestens bis sechs Uhr abends aufgeliefert werden.

Die VoUMtunde.

Es bleibt noch alles beim Alten!

Der Wirte-Berein von Kassel unv Um­gegend hielt gestern nachmittag im Georg Wag- nerschenRosengarten" in Niederzwehren seine Monatsversammlung o.b. Aus der Tagesord­nung standen zunächst verschiedene Fragen, wie die Kündigung der BierlreferungSverträge, Fest­legung von Normen für die Steuereinschätzung der Wirte, die keine Bücher führen, sowie die Abhaltung eines Sommerfestes im kommenden Monate, und dann kam die Rede aus die Poli­zeistunde Von den verschiedensten Seiten wurde hingewiesen auf erbitterte Kämpfe mit den Gästen, die um 11 Uhr abends nicht nach Hause gehen wollen, weil sie des Glaubens sind, die Polizeistunde sei bis 11% Uhr verlängert würden. Sowohl der Vorsitzende Holzhauer wie Direktor Grenzebach wiesen darauf hin, daß diese Ansicht eine irriae ist, und warnten vor Ueberschreittinaen der Polizeistunde, die lc- dresich Unannehmlichkeiten im Gefolge haben. Wohl sind seitens der Spitzenorganisationen der Gastwirte SBeftrebunpeit im Gange, eine Herauf­setzung der Polizeistunde durchqudrücken, aber vorläufig bestehen noch die bisherigen Bestim­mungen. Gelegentlich der Besprechung des Be­richts über die Tagung des Mitteldeutschen Gast- wirte-Verbarrdes in Hersfeld sprach Gastwirt Dannenberg daun noch den Wunsch aus, daß mit Rücksicht aus die dem Gastwirtsgewerbe neuerdings anferlegten und noch in Aussicht stehenden weiteren Lasten möglichst balib eine

Heraussetzung der Polizeistunde erfolgt. Vom Derbandsvorsibenden Hartleb wurde unter lebhaftem Beifall die Mitteilung gemacht, daß noch rnt Laufe dieses Jahres der Zusammenschluß in Hessen erfolgt, und zwar durch die Verschmelzung der Verbände Kassel, WieMaden und Frankfurt zu einem Provinzial­verband, über den bekanntlich in Hcrsseld Be­schluß gefaßt luntrbe. Uebrigens findet auf Han- lebs Einladung am heutigen Mittwoch abeud in Darmstadt eine Versammlung der Führer der deutschen Gaftwirtsverbände statt, die darüber entscheidet, in welcher Weise die Einigung der deutschen Gastwirtsorganisationen möglich ist. Nachdem Gastwirt Wagner noch auf einen Be- kckluß Hes Deutschen Gastwirtetages in Ham- jltrzr aufmerksam gewußt hatte, für einen Schutz der Pächter von Wirtschaften nach Art des Mie­terschutzes zu wirken, wurde zum unterhaltenden Teile übergegangen. Meister Henkel hatte ein Meifikguartett zur Verfügung gestellt, und bet Kurfürst-Wirt Ab am Siebert, bekannt als Span­genberger Heimatdichter, trug ein Poem vor, das launig an die glücklich überwundene Zeit der schlechten Biere und kümmerlichen, aber teueren Weine erinnerte. Auch sonst gab es noch man­cherlei Kurzweil, auch für die anwescndeit

werden auch mit großer Dankbarkeit und ftrah- leiroer Freude entgegen genommen.

Lei der Ausgabe wird ter Grundsatz ver­folgt, in erster Linie die von den Aufständischen befreiten Gegenden zu bedenken. Nach den Er­fahrungen ist Vic Bcrteilungsart richtig organi­siert. Aus allen Gebieten des bedrängten Ober- schlcsicos treten 'zahlreiche Wünsiche an die Ver­einigten Verbände heran, doch durch Uebersen- dung von Lebensmitteln auszuhelfen. Alle Geber sind des Tankes Tausender armer und bedräng­ter Menschen sicher! Wir verweisen nochmals auf unseren Aufruf vom vergangenen Sonntag. Die Anwchmeflelle für unverderöliche Lebensmittel befindet sich Wolssschlucht 15. Hof.

tvm .urst .vvuk$uV4 «.UM» uv trachte es als seine Aufgabe, die zwei Bürokra-

niej.cn die übliche Fahrpreisermäßigung. Fahrt-!:ieu. die sich hier aeaenüberstehrn, miieinanber

Sinne Raucher!

Nur eine Zigarre oder ein: Zigarette!

Jn der gestrigen Wirteversammlung kam zur Sprache, daß die Kasseler Zigarrenhändler-Ver- einigung den Verkauf von Rauchwaren in Wirt­schaften an Soun- und Festtagen verfolgt, wenn mehr, als zum sofortigen Genuß ausreichend, abgegeben wird. Verschiedene Wirte sind bereits angezeigt worden. Im Zusammenhang damit wurde die Frage ausqerollt, wieviel Zigarren oder Zigaretten für den sofortigen Genuß in Frag: kommen, und dabei teilte Verbands-Vor- sitzcnder Hartleb unter allgemeiner Heiterkeit dieses Lachen wird alle Raucher anstecken! folgendes mit: Ter Verband forderte ein Amts- anlval's-Gutachten ein und dieses kam auf Grund einer Slonrncrgcrid-.tecntfdieitnnfl zu der Feststel­lung. daß eine Zigarre oder eine Zigarette für den sofortigen Geuuk maßgebend ist. Ta

den sich eineinhalb Pfund Erbsen, eineinhalb i gleichzeitig mit angelündigt wurde, daß die jUnterbrechung auf der Sonberzu^strecke ist nicht Pfund Mehl eweinhaib Pfund Reis, drei Pfund Frage, was untersofortiger Genuß" zu vrr- ... s-r. d-s m-

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turnen, SsoN und Spiel.

Um die KreiSmeisterschafien.

Am Sonntag wurden auf dem Kurheflen- Platz die Kreismeisterschaften des Hessiinchen Kreises ausgetragen. Das unbeständige Weiter verhinderte leider eine Massenbeteiligung. An auswärtigen Gästen war mir Melsungen er­schienen. Alle übrigen hatten es scheinbar vor­gezogen. bei dem schlechten Wetter das hohe Fahrgeld zu sparen. Immerhin wurden zum Teil recht gute Ergebnisse gezeitigt; einige An­fänger, insbesondere die Melsunger, brachten es zu ganz zufriedenstellenden Leistungen. Jtn übrigen waren besonders die kurzen und mitt­leren Laufstrecken zahlreich besetzt. Die langen Strecken wurden z. T. infolge geringer Beteili­gung garnicht gelaufen. Richt einmal die Staf­feln wiesen gute Beteiligung auf. Die 4X100 Meter-Staffel gewann 'Kurhessen, allerdings ohne daß1843" ein Wörtchen hätte mitreden können, denn der erste Läufer der 48er stürzte infolge schlechter Bahnbeschaffung. Die Da- men-Staffette und di: 3X10C-0 Meter-Staffel holte sich Turn- und Sport 1848 sicher. Die Re­sultate sind wie folgt:

Anfänger: 100 Mir. 1. Schäfer. Kurh., 11,4 Sek., 2. Heerdt, Melsungen, 12,1 Sek. 200 Meter: 1. Lang, Kurh., 25,1; 2. Lotz, 1848, 25.3. 400 Meter: 1. Schulze II, 1848, 59,0 ; 2. Tannen­baum, Kurh., 59,2. 800 Meter: 1. Mücke, 1848, 2,20.2: 2. Wollmer, Kurh. 2.22,4. 1500 Meter: 1. Stock. Kurh., 4,51.3: 2. Mücke, 1848, 4,53,0. 5000 Meter: 1. Baum K. T.. 19,52,4: 2. Barth, Kurh. Hochsprung: 1. Heerdt, Melsungen: 2. Limmeroch, 1848. Weitsprung: 1. Vaupel, Kurh., 5.88 Mir.; 2. Heerdt, Melsungen, 5,52 Meier. Kugelstoßen: 1. Seipel, Kurh; 2. Heerdt, Melsungen. Diskuswerfen: 1. Henke, Melsungen; 2. Heerdt. Melsungen. Ju­nioren: 100 Meter: 1. Seipel. Kurh., 11.2: 2. Schultze I, 1848. 11,2 : 3. Ocks, Kurh., 11,4. Hürden: 110 Meter: 1. Walpert. 1848: 2. Ochs, Kurh. 200 Meter: 1. Seipel, Kurü., 24,3; 2. Hel­bing, K. T.; 3. Wendelmuth, 1848. 400 Me­ter: 1. Maurer, 1848: 2. Wittekindt, Kurh.; 3. Wendelmuth, 1348. 800 Meter: 1. Psi- ster. Kurhessen, 2,18.1; 2. Kreidig, 1848 ; 3. Petz, Kurh. 1500 Meter; 1. Malsfeld, Kurh., 5,23,4; 2. Striening, K. T.: 50C0 Meter: 1. Mücke 1848, 20,22,3 ; 2. Malsfeld. Kurh. Hoch- sprung: 1. Maurer. 1848, 2,50 Meter; 2. Schultze,1848; 3. Limmeroch, 1848. Weit­sprung: 1. Schultze, 1848, 5,76 Meier; 2. Na­gelst Kurh.; 3. Seipel, Kurh. Stabhoch­sprung: 1. Schultze, 1848,. 2,60 Meter; 2. Sim« mcroth, 1848. Kugel st oßen: 1. Schultze, 1848, 8,74 Meier; 2. Michel, Kurh. Diskus­werfen: 1. Schultze, 1848. Speerwerfen; 1. Siebert, Kurh., 38.50: 2. Bochert. Melsungen, 38,10; Z. Nötiger II, K. T., 37,50. Senioren: ICO Meter: 1. Sellhast, 1848, und Freund, Kurh, Tot 11,1; 2. Krebs, Kurh., 11,9. 200 Meier: 1. Freund, Stirb., 24,2: 2. Krebs, Kurh.; 3. Sellhast 1848. 110 Meter Hürden: 1. Hirt, 1843, 18,4 ; 2- Limmeroth, 1848, 18,7. 400 Meier: 1. Schmidt, Kurh., 56,1; 2. Krebs, Kurh. Hochsprung: 1. Reust 1848, 1,55 Meter. Weitsprung: 1. Schmidt, Kurh., 6,35; 2. Kerkmaun, Kurh., 5.54. Speerwerfen: 1. Röttgen, K. T., 42,8; 2. Krebs, Kurh. Kugelstoßen: 1. Röttger; 2. Ochs. Diskuswerfen: 1. Qchs; 2. Rott- aer. D r e i k a mp f: 1. Röttger, K. T.. 116 Pkt.; 2 Maurer, 1848, 95 Punkte. _4X100 M-:er- Staffel: 1. Sportverein Kurhessen 47,1 (1848 durch Sturz ausgeschieden). 3X1000 Meter- Stasfel: 1. 1848, 8,42; 2. Kurhessen, 8,52.2. 4X100 Meter-Damen-Stafsel: 1. 1848, 58.0: 2. K. T., 60,0: 3. Kurh., 1,06 2. Damen: IM Meter- Laus: 1. Langhut, K. T., 13,4; 2. Schillino. Kurh., 14,1. Weitsprung: 1. Otte. 4,51: 2. Klappert, 4,46; 3. Scknltze, 4 31; sämtlich 1848. Kugel st oßen: 1. Seitz, 1848- 6.33 ; 2. Zinke,

Englanös Gchwierigketten.

Die Bergarbeiter-Krise.

(Eigene Drc.himeldung.)

London, 22. Juni.

lieber die Arbeiterkrise sagte Lloyd George gestern im Unlerhause, daß alle Arbeiter, die arbeiten wollten, jeden Schutz der Re- q i e r n n a erhalten würden. Bisher ist au-3 dcn BergwerlSdistritten nur wenig bekannt, doch scheint man nicht damit rechnen zu können, daß viele Arbeiter nach den Bergwerken zurückkehren wollen. Ein Ministerrat hat gestern abend im Unterhaus stattgefunden, der sich mit der A r - beiterfrage befaßte. DieTimes" erklärt, daß innerhalb des Kabinetts Schwierigkeiten be­züglich der in Irland zu befolgenden Politik bestehen. In W a l e s find keine Anzeichen für eine baldige Wiederaufnahme der Arbeit in den Kohlengruben vorhanden. Jn vielen Fällen ist die Polizei zur Hilfe der Arbeitswilligen ge­rufen worden.

Lo^ncrOzlcMen VE Stofle.

-5- Erhöhung deS WnflerpreiseS. Ter Preis für das durch Wassermeyer abgegebene Wasser (lieberwasser) erhöht sich, wie die Direktion des städtischen Wasserwerks mitteilt, vom 30 Mal/13. Juni 1921 auf eine Mark für den Ku­bikmeter. Diese Erhöhung hat Gültigkeit vom ersten Vierteljahr des Rechnungsjahres 1921.

s- Ein Jubilar der Arbeit. Am heutige:: Tage begeht der Schlossermeister S. G r ü n t h a l zu Kassel in geistiger und körperlicher Frische sei­nen siebzigsten Geburtstag. Im Jahre 1885 gründeie er mit den einfachsten Hilfsmitteln fein Geschäft und brachte es im Verlauf der Zeit durch eisernen Fleiß und Umsicht zu hoher Blüte. Seine strenge Rechtlichkeit erwarb ihm viele Freunde, sodaß "er der Reihe nach die Ehren­ämter der Schlosserinnung inne hatte. Heilte noch ist er Prüfungsmeister der Hand­werkskammer Kassel. Als Vertrauensmann und Berater des verstorbenen Baurats Blankenhorn übte er die Oberaufsicht bei den Zentralheizun­gen der Gewerbe- und Handelsschulen und an­deren öffentlichen Gebäuden aus.

-i- Bei der Arbeit verunglückt. Gestern mor­gen verunglückte in einer Ofenrohrsabri? am Sommerweg ein Lehrling, als er an der Stanz­maschine arbeitete. Tie sämtlichen Finger der rechten Hand wurden dem jungen Mann ge- quetscht, so vaß er, nach Anlegung eines Notver- baudes durch die Sanitätswache Fuldabrücke, in ein Krankenhaus überführt werden mußte.

-g- Wichtig für Landwirte. In der Zeit vom 23. bis Ende Juni 1921 findet eine Erhebung der Getreideanbauflächen statt. Die In­haber landwirtschaftlicher Betriebe werden in ihrem eigenen JnFresse gebeten, die im An­zeigenteil dieses Blattes enthaltene Dekan nk- machung des Magistrats zu beachten und die ihnen zugesandten Formulare gewissenhaft ans- zusüllen.

-e- Prüfung der Postsäcke durch die oberschle­sischen Aufrührer. Nach einer dem Reichspost- ministcrium zugegangenen Nachricht wird der Inhalt der Postsäcke, die in begrenzter Anzahl in das Aufstandsgebiet Oberschlesiens be­fördert werden, von den Aufruhrern regelmäßig geprüft und zensurier^.

-r- Wie wird das Wetter? Der amtliche Wet­terbericht sagt für morgen, Donnerstag, folgende Witterung voraus: Meist wolkig, vie­lerorts Regenfälle, doch' etwas milder.

-x- Veranstaltungen am Donnerstag. Staat:. Schauspiele: "Hamlet", 7 Uhr. Resi­denz - Operettentheater:Unter der blühenden Linde", 714 Uhr. Neues Thea­ter:Das Glücksmädel". 7)4 Uhr. Kam­mer spiele Jena:Godiva", 7% Uhr. Kunstverein: Ausstellung. Winzer­stuben: Knüsterbrettl.

auszusöhnen, die Bürokratie des Staates unb die der Presse.

£lm bic Getreidewirtschaft.

Berlin, 22. Juni. (Privattelegramm.) Ter Reichsrat hielt gestern eine Sitzung ab. Gegen die Beschlüsse des Reichstages zu dem Gesetz über die Getrcidcbc Wirts chastung erhoben die Vertreter von Bayern, Braun­schweig und Sachsen Widerspruch. Jn der Ab­stimmung wurde der Einspruch mit 46 gegen 13 Stimmen abgclchnt. Das Gesetz wird also dem- nächst in Straft treten.

Dos Berliner Garberegiment.

Berlin, 22 Juni. (Privattelegramm.) Tie interalliierte Kommission fordert die Ausiösung beS Berliner Garberegiments. Der Feindbund sicht in diesem Regiment eine Formation, dir über die im Friedensvertrag vorgesehenen Be­stimmungen hinausgcht.

Luschüffe für Sieöeiurigea.

Berlin, 22 Juni (Privatielegramm.) Die preußische Negierung hat beschlossen, einen Kre- btt von dreihundert Millionen Mark zur Forde­rung der Siedlungeu in Preußen flüssig zu machen.

Bayerns Entwaffnung.

Berlin, 22. Juni. (Privattelegramm.) Wie gemeldet wird, sind bis 20. Juni der lieber- ivachungskommission ans Bayern angezeigt als abgegeben: 10734 Handfeuerwaffen, 1007 Ma­schinengewehre, 29 Geschütze und 130 000 Schütz Munition. Die Entfestigung Ostpreußens war bis zum 20 Juni erst zu ein Drittel durchgeführt.

Gkhuifirrik in Köln.

Köln, 22. Juni. (PrivatteLgramm.) In Köln sind 2300 Kinder der Kölner Volksschule Humboldt-Kolonie auf BeMuß des Elternrates in den Streik getreten als Protest gegen die Einrichtung von SammcMasscn der Frei- schule. Die Erregung der Eltern ist groß. Sie hat noch angenommen, als aus deu für die Frei­schule bestimmten Klassen die Kruzifixe abgeholt wurden.

Der gefährliche

Karlsruhe, 22. Juni. (Privat - Telegramm.) Nach Meldungen aus Saarbrücken verbot die französische Militärbehörde durch die Lau- desregierung die Aufführung von SchillersWil­helm Tell" wegen Gefährdung der Sickkerheit der Besatzungsarmec.

Der politische Prozeß in Ungarn.

Budapest, 22. Juni. (Eigener Drahtbericht.)' Wie der Pestcr Lloyd meldet, wurde der für den kommenden Freitag festgesetzte neue M a i - senprozjest gegen siebenhunvertdreißig An­gehörige der früheren Räterepublik auf un?c« stimmte Zeit vertagt. Die Sowjetregierung hat der ungarischen Regierung am 18. dieses Monats ein neues Angebot unterbreitet, wo­nach sie den sofortigen Abtransport der jüufzP- tmtfenb ungarischen Kriegsgefangene il in Rußland genehmige« will, sofern alle noch schwebenden Prozesse gegen Angehörige der früheren ungarischen Rätcrcgierung nieder­geschlagen und Vic bisher gefällten Urteile im Gnadenwege aufgehoben werden.

Schneefall im Gommer.

Breslau, 22. Juni. (Privatelegramm.) Im Ricfengebirge ist bei zwei Grad Kälte starker Schneefall eingetreten. Das Gebirge ist bis aus 900 Meter herab vollständig verschneit.

Roch kein Frieden mit lAmerlka?

Rotterdam, 22 Juni. (Eigener Dratztber'cht.) DieMorning Post" meldet aus Newyork.- Das Repräsentantenhaus hat vor seiner Vertagung eine Abänderung der vom Senat zurückgegebe­nen Frjcvensresolution Porter einstimmig ver­weigert.

Der österreichische Gesandte.

Wien, 22 Juni. (Eigene Trahttncldnng.) Der neue deutsch-österreichische Gestützte Riedel wird sich Ende dieser Woche nach Berlin begebe« zur Uebernahme seines Amtes.

Das holländische Kabinett.

Haag, 22. Juni. (Eigene Trahtmeldung.) Die Lösung der holländischen Ministerkrise scheint nahe zu fein. Man spricht davon saß nur die äeiben Minister, deren Stellung am meisten er­schüttert ist, der Kriegs- und der Finanzminister, aus dem Bkinisterium ausscheiden werden.

Franzvflsche Miiiiürentlaflung.

Paris, 22. Juni. (Eigene Drcchtmelduna.) Im gestrigen französischen Ministerrat ist die Entlassung des Jahrgangs 1919 beMoffen wor­den, die am 15. Juni beginnen soll.

Türftsche Aufnihrstimmung.

L o n d o n, 22. Juni. ((Eigene Drahttnekdung.) Rach einem Bericht aus Simla verfolgt man t« Britisch-Jndien mit großem Interesse die Ereig­nisse i« Angora. Der Führer der Boskem hat erklärt, daß jede Maßnahme der englischen Re­gierung gegen die Türken das Zeichen zu einem neuen Ausbruch der Aufruhrbewegung zugunsten des Kalifats geben würde.

Der japanische Kronprinz.

Paris, 22. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Ter japanische Kronprinz besuckste Straß- bürg und Metz. Ihm zu Ehren wurden Paraden veranstaltet. Von Metz begibt sich der Kronprinz in die Gegend von Verdun.

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