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Sonnabend, 7. Mai 1921.

Kasseler Neueste Nachrichten

Haus - Hof Garten

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Lnfruchtbare Obstbanme.

Tie Unfruchtbarkeit der Obstbäume hat vielen Fällen ihren Grund darin, daß die

In der Jetztzeit ist es mit Schrvierigkeiten, hauptsächlich aber mit enormen Kosten ver­bunden, einen Haushalt einzurichten. Den­noch möchten die meisten jungen Paarein ihren eigenen Sachen wohnen, daß jede Wohnung eigentlich ihren eigenen Charak­ter trägt, daß die einfachsten ,nur schlicht ein­gerichteten Räume ein Hauch wohltuender Gemütlichkeit durchwehen und das GeKhl von Kälte und Disharmonie auch in den prunkvollsten Einrichtungen herrschen kann. Prägt doch nicht der Ktlnstler, der die Mode

gnng, die jetzt, vielleicht gegen den Willen vom Feindwillen abhängigen Regierung, dem deutschen Volke kommt, und Sache Volksimpulses ist, der deutschen Valuta.

Frau Geheimrat Krantz,

Bäum« im Rasen stehen. Man entferne da- her denselben rings vom Stamm eines jeden s Baumes etwa bis zu einem Meter unb be- arbeite die Baumscheibe wie das Gemüse- land. Auf diese Weise kommen nicht nur Regen und Schnee-vaster den Bäumen zugu- f te, sondern auch die Luft wirkt wohltuend t auf die Wurzeln und somit auch auf das f Gedeihen der Bäume, sodaß der geringe f Ausfall an Gras, welcher unter gewissen t Verhältnissen stattfindet, durch mehr und des- T seres Obst mehrfach ersetzt wird. Will man t sich die kleine Mühe machen, die Baum- < scheibe durch hellfarbige Pflanzen einzufassen, * so gereicht dies dem Garten zur Zierde. * Eine solche Baumscheibe bietet außerdem auch die beste Gelegenheit, die Bäume zu­weilen zu düngen, was u. a. in der Weise ge­schehen kann, daß man Duna oder Abfalle auS der Wirtschaft um den Stamm herum eingrWt oder auch die vorhandene Erde durch gute Komposterde ersetzt - .

Bann $u emdlehlen fit Zuckerr PaUnt-Mediiintl- Seif« gegen unreine Haut, Mitesser.

fers sind sehr bedenklich, weil das Kauen sehr behindert wird. Brüche des Huf- oder Strah­lenbeins innerhalb der Hufkapsel öder dcS Kronensteines sind äußerst selten, aber in der Regel heilbar, obwohl mehr oder minder dauerndes Hinken wegen der Knochenaus­wüchse nachsolgt.

Aehnlich ist es mit einem Bruch des zwi­schen dem Becken und Kniescheibengelenk des Hinterbeines gelegenen Backüeirres, welches von den dicken Muskellagen der Hinterbacke umgeben ist.

Änatefien, Pusteln usw. Spezial' Arzt Dr. S." Dazu Zvckooi!-greme(nicht fettend u. fetthaltig).In allenÄpoth., Drogerien, Parsümerie- u. ZrifeurgrlchLjlen «rbäUlich,

Trautes Heim.

Einiges über die Wohnungseinrichtung.

nzenden Rasten angeboren, aber sie kann t durch passende Erziehung noch verstärkt wer- T den. So mache man junge Hunde durch t Zuruf und Heben des Fingers auf jede? Ge- T rausch aufmerksam, veranlasse sie aber zu t schweigen, wenn das Geräusch nachläßt. t Ein Hund, der einmal aufmerksam gewor- t den, stundenlang weiterbellt, ist eine Plage > für die Umgebung und auch fir den Besitzer t ohne Wert, da man bei einem solchen Kläf­fer ja niemals weiß, wo man daran ist.

Gute Wachthunde.

Gute Wachthunde sind beute sehr gesucht. Die Wachsamkeit ist nun den in Frage kom-

;bie Vorsitzende des Kasseler Hausfrau» «nvereins, teilte bei der erwähnten Be- ssprechung mit, daß der Verband der deutschen Hausfrauenvereine bereits eine Propaganda ge­gen die Feindbundwaren eingeleitct 'bat, und wachte dann folgende bemerkenswerte Aeuße- rung: Es muß festgestellt werden, daß in die­sem Frühjahr Mr über 30 Millionen französisch: Hüte in Deutschland eingcführt worden sind und bafc vom Publikum geradezu Auslandsware ge­fordert wird, sodaß es bereits geschehen ist, daß hn deutsche Erzeugnisse ein Zettel gehängt wur­deFranzösische Seide", nur,weil das Publi­kum es verlangte. Das ist eine Schänd:! Französische Brokate, Spitzen, Tülle usw. müssen durchaus in Verruf erklärt werden. Gerade die . Fstvuen sind es, die da Helsen können, weil sie «inen großen Teil der Volkswirtschaft darsiellen. Dße Aufklärung muß sich an die Frau als Käu­ferin wenden, daß sie der volkswirtschaftlichen Macht bewußt ist, die in ihren Händen liegt'

Aus der Heimat.

Landwirtschastskammer.

Ihre neue Zusammensetzung.

Die 28. Vollversammlung der Landwirt« schastskammer trat am Dienstag in KastÄ Zusammen. Am Mittwoch wurden die Beratun­gen zu Ende geführt. Von besonderer Bedeu­tung war die Eröffnungsrede des Präsidenten, LMiv-rat a. D. von K e u d e l l. Diese feierte die tarn Palmsonntag gewählte Kammer als Sieg pes Landbundgedankens. Die Verzöge­rung des Wahltags, die Verlegung auf Palma- tum, all das habe nicht vermocht, dem neuen Wahlrecht Sprengstoff-Wirkung zu geben. Wie aus einem Guß, so sagte der Präsident, ist die neue Kammer sie setzt sich zusammen aus einem Drittel Großgrundbesitzer, 29 Angehörigen des groß- und mittelbauerlichen Standes, und nur fünf Mitglieder haben unter zehn Hektar Land und der Geist, der sie bewegt, bedeutet die landwirtschaftliche Einheitsfront, mit der alle Gegner rechnen müssen. Wir wollen, ftrhr Herr von Keudell fort, festhalten am bewahrten Alten und retten, was noch zu retten ist, wir halten

fest zum Preutzcnstaat, stehen treu zu Religion und Sitte, Statsautori- tät, Ordnung, Sparsamkeit, Arbeit und Fleiß. Das Haus erhob sich zu Ehren der verstvrbe- neu Kaiserin von den Plätzen. Dann beschäftigte

Börsen- und Marktberichte.

** Frankfurter Börsenbericht. Die unsicher: woritische Lage wirkte auch am Mittwoch läh­mend auf das Geschäft. Der Markkurs wurde infolge des feindlichen Ultimatums schwächer. Valutapapicre zogen leicht an. aber deutsch» Werte fegen still Besonders die Montanindu­strie-Papiere waren fast ohne Umsatz. Ohcrschle- stsche Werte wurden gerne verkauft da die polni­schen Umtriebe gefährlich erscheinen. Der Markt der Devisen zeigte eine ansehnliche Verteue­rung auf die politische Lage Am Notenmarktr waren Dollars 65^, 65%, 65%, 65%, Francs 520, 524. 522, 523%, Lei 106^, 107%, 108, Deuffch-Oesterreich 11,32%, Ungarn B, 24, 24'-'.

Grundstück gekauft hatte, erkundigte er sich bei den benachbarten Landwirten, welche Er­fahrung sie mit dieser oder jener Pflanze gemacht hätten.Kohlsaat müsse so dicht sein, i daß ein Korn neben dem anderen liege, meinte ein alter Bauer.Wir haben hier nämlich schrecklich viel Erdflöhe und es gibt Jahre, in dem wir uns die Pflanzen von ei­nem Gärtner taufen müssen, weil die Insek­ten die ganze Saat aufgefressen haben Radieschen säen wir überhaupt nicht mehr, denn davon kommt bestimmt nichts."

Jedenfalls hatte der Mann recht, denn der Erdflvh war zahlreich wie der Sand am Meer. Der Erdfloh ist ein winziges Stäfer- o;en, das behend auf den Beeten herum­springt, die Blatter der Kohlpflanzen durch- bohrt, auch wohl vollständig verzehrt. Na­mentlich im Mai kommt er in Scharen geflo­

gen, auch im Juni und Juli kommt der Käfer bei warmem Wetter vor. Nässe kann et absolut nicht vertragen, und deshalb kön­nen wir ibn durch Feuchtigkeit vertreiben. Spritzen wir die Beete regelmäßig und mehrmals am Tage, so wird die Plage bald viel geringer werden. Noch wirksamer wird die Bekämpfung, wenn wir nach dem Begießen die Saatbeete mit seinem Tabak; staub bestäuben Auch die Hellen Farben sind den Schädlingen verhaßt. Wird der Boden mit Sägespänen oder weißem Sand bedeckt, so werden die Kulturen selten vonr Erdfloh ausgesucht.

Aber auch gegen scharfe Gerüche ist der Käfer sehr empfindlich; namentlich der Amo- niakgeruch ist »hm sehr verhaßt. Wir haben deshalb ein weiteres, unfehlbares Schutzmit­tel. wenn wir frisch bepflanzte Beete griins- lich gießen und sie dann mit einer dünnen Schicht stischen Pferdemistes versehen. Diese Mittel sind alle billig und leicht anzuwenden; sie ermöglichen e§ uns, in trockenen Som­mern einzig und allein, überhaupt zu Kohl- pflanzen zu kommen. K.R.

stürzte ein zwölfjähriger Junge beim . . iaS Radfabren zu lernen, so unglück­lich, daß er sich im Knie eine schwere innerliche

1L Jahrgang. Nr. ICO.

sich der Präsident in bemerkenswerter Weise mit der Zwangswirtschaft. Diese muß sobait als möglich auf der ganzen Linie fallen. Mit bei Aufhebung der Zwangswirtschaft für Vieh und Fleisch touiben die besten Erfahrungen gemacht, nicht allein vom Produzent, sondern auch vom Konsument: Nur bei der Getreidewirtschaft ist die volle Freiheit noch nicht möglich. Aber: Dir Umla ge muß so bemessen sein, daß sieErleick terungen schafft und von lästiger Kontrolle be­freit. Schließlich forderte der Präsident noch, daß der Er nie st reit verschwinden muß und technische Förderung der Landwirtschaft. Piel er. wartet er vom landwirtschaftlichen Seminar Wolfsanyer. Der O b e r p r ä s i d e n t der Pro­vinz Hessen-Nassau hatte sich durch Oberregie­rungsrat Dr. Florschütz vertreten lassen, der Regierungspräsident durch Geheimrat Dr. B i k» fei Nachdem diese gesprochen, erklärte

Präsident von Seudell:

Alle Landwirte haben den besten Willen, nach Möglichkeit die Produktion von Lebensmitteln zu erhöhen. Bei Gewährung der Freiheit für ihre Betriebe werden auch die Verbraucher zu- sriedengestellt, und es wird gelingen, die VoÜs- ernährung zu sichern! In seinem Bericht über die Tätigkeit des' Kammervorstandes verwies Oeknonnerat Dr. Staehlp auf dje Folgen der Vorgänge in den Leunawerkm. Verzögerung der Stickstoffdünger-Lieferungen an die Landwirt- schäft hat bewirkt, daß die diesjährige Ernte eine bedeutende Verminderung austveisen wird. Einen breiten Raum der Aussprache nahm das Kammergesetz ein, wobei der Abg. von Ham­me r st e i n der Sozialisierung eine Absage gab und mit den Worten schloß: Solange ein deut­scher Bauer auf deutschem Boden schafft, wirs unser deutsches Volk nicht untergeben!

* Oberkwehren, 6. Mai. sFahrplan Verbes- serung > Auf eine Eingabe des Gemeindevor­standes hin hat die Eisenbabndireftion veran­laßt, daß mit Beginn des SommerfaHrvlancS (1. Juni) der Triebwagen (Schülcrzual. der bisher die hiesige Station ohne Aufenthalt durchfuhr, hier anhält. Der Zug kommt vor­mittags um 7,10 Uhr von Guntershansen hier an und fährt 7,11 Uhr Richtung Kassel ab. Hierdurch sind berechtigte Wünsch« einer großen Zahl hiesiger Einwohner, die um acht Uhr in Kesser ihre Tätigkeit beginnen müssen, in Er­füllung gegangen.

* Trevfe fi. Mai (Gründung eines ort.;a. (artellS des BeamtenbunbeS.) Unter dem Vorsitz des Justizobersekretärs Groll aus Ziegenhain tagten im Dabnbosshotel bafner die Vertreter imb zahlreiche Mitglieder der im hiesigen Kreise bestehenden Ortskartelle. Einstimmig wurde deren Zusammenfassung zu einem dem Deut­schen Wirtschaftsbunde cmMgffederndcn Kreis­kartell beschlossen Zn Vorsitzenden wurde der Versarmnlunosleiter, zu seinem Stellvertreter Lokomotivführer Müller aus Trevsa ge­wählt: die Geschäfte des Schriftführers und Kassenwarts übernahm Heoemeister Jeniaeu ans Immichenhain; die Ortskartelle Frielen- darf. Neukirchen und Trehsa sollen noch je einen Beisitzer zum geschäftsführenden Ausschuß stel­len. Dem KreiskarteL gehören bereits annä­hernd sechshundert Beamte der verschiedensten Berufe an.

Berfa, 6. Mai. (Verhängnisvolles Dchwei-

Verletzuwg zuzoa." Tagelang hielt er es vor den Eltern noch geheim. Als er endlich beichtete, war es schon zu -spät. Trotz sofortiger Einliefe­rung in das Alsfelder Krankenhaus starb er dort noch in derselben Nacht an Blutvergiftung.

* Hoheneiche, 6. Mai. (Freche Diebin.) Eine hiesige Einwohnerin kaufte letzthin in der nahen Kreisstadt Kleiderstoffe ein und stellte das zuae- fertigte Paket während der Bezahlung neben sich auf den Fußboden. Da noch andere Käuferin­nen bedient wurden, konnte eine fremde Frau daS Paket unbemerkt an sich nehmen und da­mit verschwinden. Welch ein Schreck für die ahnungslose Bezahlerin, als sie nach dem Paket greift und es nicht mehr vorfindet. Trotz sofor­tiger Nachstellung gelang es nicht, die Diebin zu erwischen.

Qlud den Rochbargebleien.

* Twiste, 6. Mai. (Frühlingsausflug.) Der hiesige Jungfrauenverein veranstaltete zusam­men mit dem Musikvercin einen Ausflug nach Usseln, wo eine von den Gemeindeschwestern lie­bevoll vorbereitete Kaffeetafel auf die Wande­rer härtete Bei Kuchen und Kaffee, Liedern und Musikstücken, Vorträgen und Reigen Ver­lebten alle einen Tag, der noch lange in Erinne­rung bleiben wird.

in großen Originalflaschen Nr. 6 besonders vorteilhaft. Man füllt daraus das kleine Maggi-Fläschen selbst nach u. hat außer Geldersparnis noch die Garantie der Echtheit == Achtung auf unversehrten Plcmbenverschluß. ---.....

Eigene Blockade.

Der Boykott der Feindbundwaren.

des in bi« Weg« geleitete»

, Verrufs der Feinddnndwarrn t eanibruCje« Vie folgenden Ausführungen allgemein« DeaLtung aller beutfcSen Verbraucher.

Kauft keine Fe i n dbnndw aren! Diese Aufforderung erscheint in diesen Ta­gen auf einem gelben Plakat in allen Schaufen­stern, in allen Geschäften und Werkstätten, über­all da, wo die Verbraucher den Verbrauch betä­tigen. Auch Handzettel werden umgehen unb wir, können sicher sein: Auf der Mehrzahl bei Briese, auf Speise- und Getränkekarten werden farbige Zettel Heben mit demselben Appell: Kaust keine Feindbundwaren! Welche Waren kommen nun eigentlich in Bettacht? In einer zwanglosen Besprechung von Vertretern des Großhessischen Wirtschaftsbundgs, des Bürger­bundes, der Handels- ond Handwerkskammer, der Kleinhändler, Innungen, Aerzte, Apotheker und namentlich der wichtigsten Verbrauchcr- kreise, der Hausfrauen, fand diese Frage ihre Beantwortung: Feindbnndwaren sind in erster Linie Lurnsartikel, Waren aus England, Frankreich und Belgien, überhaupt alles Ent­behrliche, das in Deutschland ebenfalls herge­stellt werden kann,

Parfüme, Seifen, Zigaretten, französische Weine und Schaumweine, Kognak ufto. Amerika würde vorläufig nicht unter den Boykott fallen, weil es sich wenigstens bis jetzt nicht an denSanktionen" beteiligt. Dasselbe gilt von Italien, dessen Apfelsinen vor allem Austauschmittel sind und Zufuhr unent­behrlicher Lebensmittel gewährleisten. Dagegen kommen Polen und die Tschöcho-Slowakei sowie andereschöne" Länder in Betracht. Selbstver­ständlich kann der Boykott nicht von heute auf morgen wirken, der Kaufmann, der große Vor­räte lagern hat weil das Publikum Aus­landsware verlangt würde unendlichen Scha­den leiden, aber vorgebeugt wird, wenn die Masse der Verbraucher Auslandswarcn ab­lehnt, daß in Zukunft noch vom Auslande, vom feindlichen, bezogen wird. Mus feindlich ist. das zu enffcheiden, ist

Sache bvs Gefühls.

Dafür festen sich außer den erwähnten Hinwei­sen keine festumristencn Normen geben. Aus dem Volke heraus muß das richtige Gefühl dafür kommen, was entbehrt werden kann und ... Luxusware, die der Feind herstellt, kann entbehrt werden. Uesterhaupt ist bedauerlich, zu beobachten, und jeder Geschäftsmann kann das betätigen, wie sinn- unb wahllos bei uns ein- gekanft urtb wie deshalb deutsches Geld sinnlos ,ins Ausland geschickt wird. Die Macht, die dem Käufer gegeben ist, wird nicht im minde- sten ausgenutzt, auch nicht in den Kreisen, von denen nian es in erster Linie erwarten sollte. Auch die V e r Wufer müssen erzogen werden. Mn ihren Verbänden liegt es, dafür zu sorgen, daß die Verkäufe von denkenden Menschen ab- geschlosten werden. Schließlich nützt die Brwe-

Aus dem Vferdesta«. :

Knochenbrüche bei Pferden. "

Die meisten Knochenbrüche bei Pferden erfolgen durch Hufschlag oder beim Stürzen. ,, Häufig hört man dann den Ausspruch: Wenn .. ein Pferd ein Bein gebrechen hat, muß ez ge- ,, schlachtet werden, es Seift doch nicht wieder ., an. Viel Wahres ist daran. In den meisten ,, Fällen ist die Noischlachtuna das beste. Bei ,, Brüchen des Fessel- und Schienbeines führt ,, unter Umständen ein Heilversuch zu einem guten Resultate. Hauptbedingungen für ek- ,, nm zu machenden Heilversuch sind: Hoher Wert des Tieres, kein Splitter-^ sondern schie- fer oder noch besser Querbruch, günstiger, kur- ,, zer Transport zum Stall, sofortige Behänd- .. lung, d. h. Anlegung eines kunstgerechten Not' Verbandes bis zur Ankunft des Tierarztes, der sofort zu holen ist, sofortiges Einstellen in einen Hängeapparat.

Bei Brüchen der Knochen oberhalb des Vorderknies und Sprunggrtenks nützt kein Anbringen eines Gipsverbandes wegen der federnden Gegenwirkung der MuSkeln; der Verstand würde immer lose sitzen. Bei diesen wie bei Brüchen des Beckens ist Notschlach- tung das beste. Brüche des Schulterblatts können versuchsweise in Behandlung genom- men werden. Brüche der Hals- und Rücken- wirbel sind allemal tödlich, desgleichen Schä- delbruche. Brüche des Ober- oder Unterkie-

alle Heetmiretafgkelteeo HaeiaweeMtf». w.Mitwei. Finnen. Pickel, Partei» usw n vertreib.,bert. i.tigL Waachunf.ir d.eckt

entwarf, oder der Tapezierer, der die Vor­hänge ordnete, sondern einzig und allein der Geist seiner Bewohner den Wohnungen ihren Stempel auf.

Wie traulich erscheint ein Gemach, dessen Möbel mit den Bewohnern alt geworden sind, durch die verschiedenen Erinnerungen, die mehr oder minder an jed-m einzelnen Stück haften. Wir vergessen darüber, daß die Möbel nach die unmodernen Plüschbezü- a- verganaener Tage haben, die bei anderen Menschen schon dem neueren, weichen Tuch- stosf oder dem nod> viel moderneren Seiden­oder Gobelinaswebe weichen: Die leblosen Sachen sind eben mit ihrem Besitzer eins ge­worden. Dos ober ist sehr vielstilvoller", als das ewige Wechseln, je nach Laune der Göttin Mode. Freilich, ein junges Paar, das sich nen einrichtet, das hat noch keine Erinnerungen an ein glücklichesEinst". Das kennt nur die ftohe, rosige Gegenwart und möchte am liebsten das .allermodernste" hoben. Da darf es aber vor allen Dingen nickt vergessen, daß man sich Kr sich selbst und nickt sirr Andere einricktet.

Seitdem sich das Gewerbe wieder mehr mit'der Kunst verband, gibt es gwcklicker- weise einfache, zweckmäßige unb doch künst- kerisck oearbeitete Möbel, "die schon an sich gemütlich und traulich wirken. ES eilt nur, sich der Eiaenart der Befltzer anzuvassen. Dor allen Dingen muß man aber mehr denn ic. in unserer trösten Seit,nach seinen Ver­hältnissen" wählen. Einfach und gediegen, jeden falschen Schein schmähend. Einfache Möbel, behaglich geordnet, praktische Vor­hänge. an denen sich vielleicht der Fleiß der Besitzerin durch geschmackvolle Nadelar­beit ervvostte, können anhennelnd wirken, ohne daß dem LuruS Rechnung getragen werden muß. Schließlich liegt doch ein unbe­schreiblicher Zauber in dem Bewußffein des eigenen trauten Heims, das sich jeder be­sonders hübsch gestalten kann, sobald er es versieht, durch geschmackvolle Anordnung auch den einfachsten Gegenständen eine gewisse Anmut zu verleihen. W. L.

Das Scheuertuch.

Das Schenertt'ch ist fast in jedem Haus- Haft ein Stein des Anstoßes. Alle Augenblick: heißt es:Der Haderlump ist wieder hin, es muß ein neuer gekauft werden". Vorbeugend und sparsam wirkt hier eine sachgemäße Behandlung des betreffenden, die jeder Hausfrau empfehlen sei. Beim Einkauf der Scheuertücher sehe man auf gute Qualität und ein gewisse glatte Beschaffenheit des Ge­webes. Lose gewebte Tüncher gehen leichter entzwei. Dann nähe man an zwei entge­gengesetzte Ecken ans alten Handschuhen über ein Endchen Bindfaden je einen Aus­hänger an. Nach iedem Gebrauch muß das Scheuertuch in kaltem.Wasser gespült, aus- gewunden und zum Trocknen aufgebängt werden. Am besten wechselt man mit zweien ab, damit das eine immer zwischendurch trocknet. ZersMeißt es schlietzlich in der Ml- te. so kann man es langsseftig auseinander- fcfmeibcn, d-ie Salleisten zusammennähen und die ehcmaliae Mitte . die nun Rand ist, ein* säumen. Diese Behandlung sichert dem Lappen ein doppelt langes Leben.

Der Lrdfloh.

Ein gefrässiger Feind des Gartens.

Ms ein Bekannter von mir ein neues