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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

J»s«rtlo»Spr,ts«< a) Sin heimisch« Safttage: Di« einspaltig« Anzeigen. Zeile M. L», die etnspalttge ReNamezetle $L *.> b) Hu«roärttge MuttrSge: Die einspaltige Anzeigenteil« M. LOO. die einspaltige ReNamezeile M. ISO, aüe* einschließlich DeuetungS,uschlag und «nzeigenfteuer. Für Anzeigen mit besonder- schwierigem 6a» hundert Prozent Aufschlag Für die Richtigkeit aller Lurch Fernsprecher aufgegebenen Anzeigen, sowie tut Ausnahme, baten UN» Plätze kann eine Bewähr nicht übernommen werden. Druckerei: Schlacht- hosslrabe 18/30. BeschLftästell«: Kölnische Straße 6. Telephon Nummer 851 und sisi.

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Unser Schicksal in Feindeöhand.

Artur Brause weiter.

hat nie gelebt. Aber wir sind die Kinder einer

Ruhrgebiet wird besetzt werden. Das

wurden von deu ftiintpfifdicit Gruppen vertric- berr. In Antonienhutte erstürmten M- nischc Aufrührer mit Maschinengewehren die Po­lizeistatton und löteten die anwesende Gendar­merie. Ter Landkreis Gleiwitz ist vollstStL dig in den Händen der Aufständischen. Desjftei- chen auch eine Vorstadt von Gleiwitz.

3«* Rahme« der Koalitiousparteien. (Privot-Telegromm.f

Berlin, 4. Mai.

Aus parlamentarischen Kreisen wird dem£0= kalanzciger" über die gegcrtwärtige Lage unter anderem mitgeteilt: Der Rücktritt des Kabinetts wird unter allen Umständen von den Parteien gefordert werden. Natürlich find die Koalitions­parteien auch weiterhin fest entschlossen, die Re­gierung zu bilden. Es ist damit zu rechnen, dass, wenn ein Kanzlerwechsel eintritt, das Zentrum auch den neuen Kanzler stellt. In politi­schem Kreisen ist es ein offenes Geheimnis, dass innerhalb der Bolkspartei der Wunsch besteht, für den Posten des Außenministers einen Parlamentarier zu präsentieren, dem man die nötige Energie zutraut. Innerhalb der Koa- litionsparteien wird Gewicht darauf gelegt, daß auch das Reichswirtschafts- und das Reichsfinanzministerium neu besetzt werden. Der bisherige Reichsschatzminister von Raumer dürfte das Rcichswirtschastsministerium übernehmen. Besonders der Kanzler scheint ge­willt, nicht die Konseguenzen zu ziehen. Man hofft noch, daß irgend eine Möglichkeit entsteht, die den Weg nach Washington offen hält.

Häupter und Herzen aufwärts, das ist der Sinn und die Kraft der rechten Sehnsucht, das die rechte Erdenwanderung durch Sturm und Rot, durch Suchen und Finden. Mit dieser Losung werden wir es schon schaffen.

Die Kümpfe der Ausrührer.

BreSlau,4. Mai. (Privattelegramm.) In bett letzten Abendstunden lagen aus Gleiwitz über die Vorgänge in Oberfchlesien noch folgende

Die polnische Kriegsgefahr.

Weiterer Ausruhr in ObersHIeflen. Terror in Stadt und Land.

Die Herzen empor

Gedanken zum Himmelfahrrsfest.

Von

Bedrängnis der Regierung.

Kabinett- und Ausschuß-Beratung.

tPrivat-Telegrannn.)

. Berlin, 4. Mai.

Das Reichskabinett erörterte gestern nachmittag die Hardingfche Rote, kam aber noch zu keinem Beschluß, weil nach einer amtlichen Mitteilung das vorliegende Rachrichtenmaterial noch nicht ausreichte Das Kabinett wird heute vormittchz noch einmal zusammentrkten. Nach Jn- forinationen des Lokalanzeigers aus parlamen­tarischen Kreisen dürfte in dieser Sitzung daS Kabinett darüber bestintnten, ob es, nachdem Harding abgelehnt hat, nicht vorziehen soll, die Folgerung zu ziehen. Darauf rottb der Aus­wärtige Ausschuß zusammentreten. Man erwartet in parlamentarischen Kreisen eine Erklä­rung der Regierung, die durch den leitenden Außenminister Dr. Simons gegeben werden soll.

LlnterbrocheneVerblnduug.

Störung des Bahnverkehrs.

(Privat-Tclegranun.s

Breslau, 4. Mai.

Der Eisenbahnverkehr nach Oberfchlesien ist in später Nachtstunde noch nicht wieder in Gang gekommen. Es besteht am Tage nur noch ein Pendelverkehr über Kreuzburg. In den Städten der Kreise Beuchen, Kattowitz und Tar- nowitz herrschte gestern Nachmittag nach einer Gleiwitzer Meldung Ruhe, jedoch ist die Erre­gung der deutschen Bevölkerung groß. Sehr zahlreich find die Flüchtlinge, die von allen Sei­ten, besonders aus den östlichen Grenzgebieten in Gleiwitz eingetroffen sind.

- . Breslau, 4. Mai. (Pttvattelegramm.) Die Drahtverbindungen mit ganz Oberfchlesien sind nach dem gestern nachmittag vier Uhr die Ver­bindung mit Gleiwitz wieder ausgenommen war, seit 2 Uhr nachts wieder unterbrochen. Heber die dortigen Vorgänge liegen nur unvollständige Nachrichten vor. Gestern abend wurde in G l e i- witz und Beukhen wieder scharf geschos­sen. Die Bahnhöfe Gleitvitz, Morgenroth und Myslowitz waren gestern nachmittag in der Hand der polnischen Aufrührer.

in K0rs beiBeuthen und in der Vorstadt Roß- b e r g, wo zahlreiche T 0 t e zu beklagen find. In den Abendstunden war in Beuthen lebhaftes Gewehrfeuer vernehmbar. In der Nacht stürmten polnische Banden die rein deutsche Stadt Tost. Gleich hinter Tost befindet sich eine neue große Division der Polen, ein Ausdruck, wie ihn ein Führer der Polen ausgesprochen hat. In Blottnitza wurde in der Nacht der deutsch- gesinnte Förster und feine beiden Dienstmädchen von den Polen erschlagen.

Breslau, 4. Mai. (Eigener Drahtbericht.) Es ist festgeftellt, daß der polnische Putsch planmäßig vorbereitet war und daß es den Auf­rührern gelungen ist, zunächst eine große Verwir­rung zu schaffen. Am gestrigen Nachmittag ge­staltete sich die Lage in den oberschlesischen Städten ruhiger, jedoch stand das flache Land weiterhin unter dem Terror der polni­schen Aufrührer, in deren Besitz sich auch zahl­reiche Bahnstationen befinden. In Scharley kam es zu lebhaften Kämpfen. Der gesamte Oftteil von Beuthen stand nachmittags zwei Uhr un­ter ununterbrochenem Gewehr- und Maschinen- gewehrseuer. Der Verkehr mit R y b n i k, So- rau und Ratibor ist abgeschnitten. Auch kein Telephonverkehr mit diesen Orten ist möAich. In P l e tz ist es den Italienern gelungen, die Auf­rührer zum Teil zu entwaffnen und sie aus der Stadt hinauszuwerfen. Auch zahlreiche Landorte im Kreise Rybuik konnten gesäubert werden.

Es gibt eine feine nachdenkliche Geschichte dou einem indischen Prinzen. Sein Vater, ein mächtiger König, der den einzigen Sohn über alles lieb hatte, wollte ihm alles Leid des Le­bens fern halten. Weder von Krankheit, noch vom Alter noch vom Tode sollte er etwas ersah- ren. So umgab er ihn mit aller Pracht und Herrlichleit der Wett und baute ihm drei Pa­läste, für jede der drei indischen Jahreszeiten, die heiße, die kalte und die feuchte, einen. Blü­hende Gärten, schattige Hain breiteten sich weit- htn aus, auf Teichen träumten die Lotosblumen. Allen jungen, gesunden und fröhlichen Menschen war der Eintritt in diese Gürten gestattet. Aber den Armen, den Kranken und Allen war ihr Be­such bei Todesstrafe verboten. Doch als der Prinz mündig geworden war und feine Spa­zierfahrten über den Bereich seiner Gärten hin» ausdehnte, hatte er kurz hintereinander eine dreifache seltene Begegnung: Zuerst traf er einen alten Mann, der mühsam auf einer Krücke da­hinschlich. Dann einen Aussätzigen mit schwä­renden Wunden, zuletzt einen bereits in der Verwesung begriffenen Leichnam. Da gingen ihm die Augen auf. »Was ist aller Könige Glanz, was alle Pracht und Herrlichkeit der Welt?* rief er aus, »wenn sie sich nicht vor Äl­ter, Krankheit und Tod bewahren tonnen?" Er verließ fein Schloß und seine junge Gattin, begab sich int die tiefste Einsamkeit, um dem Rätsel des Lebens und Sterbens nachzudenken und ein der frommen Betrachtung und dem Ge- bete gewidmetes Leben zu führen.

Sin Kriegsgrund wirb gefunden.

Haag, 4. Mai. (Eigene Drahtmeldung) Tas holländische Handelsblatt erfährt, Briaud sei im Obersten Rat tatsächlich Sieger geblieben. Wenn die Deutschen auch alles unterzeichnen soll­ten, was man von ihnen verlangt, dann könnten sie doch nicht in den wenigen Togen, die ihnen bleiben, zur Ausführung ihrer Verpflichtungen gelangen. Der Kriegsgrund würde also unter allen Umständen gefunden werden. Das

unserer Stadtverwaltung und die anfängliche Verständnislosigkeit der Baugenossenschaften, die nur Großhäuser bauten und indirekt der Boden­spekulation immer wieder Vorsvanndienste leiste­ten, bis der VoAswille durchbrach und immer lauter den

Schrei nach Land

erhob. Es entstand die Kleinhans-Genossenschafft des jetzigen Stadtverordneten Bodenreformers Walperl, deren Siedlungen heute wie ein Kranz um die ganze Stadt Kassel liegen. We vollstän­dig durch diese Tätigkeit der Sieg des Kleinhaus- gedankens wurde, beweist, daß auch die Groß- yausbaugenossenschaftcn ihre «Statuten änderten und Kleinhausbau in ihr Programm a-nfnahmen. Ebenso widmeten sich bisher dem Kleinhausbau die Belvedere-Genossenschaft, die ebenfalls Ge- lande vont Fasanenhof erworben hat, selbstver­ständlich auch die Erbbangenossenfchaft, die Gag- fah, die Kriegsbeschädigten und andere mehr. Bei der Vorführung der einzelnen Projekte mach­ten sich in den Kreisen der stark vertretenen Bau- wett sehr krittsche Bemerkungen vernehmbar, na- mentlich hinsichtlich der Naumgrötze oder viel­mehr Raumkleine. und der genannten Baukosten, die zwischen 25- und 120000 Mark schwankten. Gerade hinsichtlich des Raumbedarfs und der Raummusnutzung muß daran erinnert werden, wie auch der VortraMnde in feinen Einleltnngs- worien sehr richtig zum Ausdruck brachte, im Gegensatz zu dem, was er bei den vorgefübrten Lichtbildern bemerkte, daß die teueren Baukosten nicht für unzureichende Wohngelegenheit zu ver­wenden sind. Es darf nickst dahtn führen, daß die Wohnungsnot ausschließlich durch Notwoh­nungen beseitigt wird, sondern die Notwohnung muß tatsächlich Notwohnung bleiben und später wieder verschwinden können. Keinesfalls dürfen aber Neubauwohnungen Notwohnungen werden oder Notwohnungen als Neubauten errichtet werden, denn selbst wenn die Wohnungsnot oder -Beschränkung noch fünftrndzavanzig. Jahre dau­ern sollte,

beim Wohnungsneuba«

muß mit einer Lebensdauer von hundert Jahren

Dieser Prinz, so erzühtt die Geschicks weiter, war Buddha Gautama. der Begründer des Buddhismus. Alter, Krankheit und Tod können nicht das Letzte sein. Das ist die Erkenntnis, die dieser Geschichte zugrunde liegt. Wo sind überhaupt die Grenzen zwischen Leben und Tod? Hat der alte Weise nicht recht: »Wer weiß, ob nicht das Leben ein Gestorben- sein und das Gestorbensein in Wahrheit Leben tft?" Die ewige Entwicklungskette des Seins ist mit der edwfachen Folgenmg doch nicht abge­schlossen, daß aus dem Leben das Sterben quillt Man wird vielmehr zu einer anderen, nahelie­genden Folgerung gezwungen: daß aus dem Sterben wieder das Leben quillt. Was ist über­haupt Wirklichkeit? Eine äußere gibt es gar- nicht. Höchstens eine innere, eine aus uns selbst geborene. Man braucht nur älter zu werden, um das ganz genau zu wissen. Dann sieht man jeden Schein erblassen, sieht auf das Leben wie aus eine immer steigende, immer fallende Flut, sieht, wie alles dem Wechsel untertan ist und nichts Beständiges unter der Sonne lebt.

Schließlich gibt es nur Eine Wirklichkeit. Das ist die Sehnsucht. Die ewig in uns lebende Sehnsucht nach Licht. Je schwerer die Zei­ten werden, je trostloser alles, was uns umgibt, je härter die Schicksale, um so stärker hebt die Sehnsucht die Schwingen, uns über Leid und Tod hinwegzutragen in helle, lichterfüllte Räu­me. Es ist wunderbar: die Erkenntnis, daß der Tod nicht das letzte sein kann, ist allen Zeiten und Völkern gemeinsam. Alle die Vorstellungen der alten Völker, wovon anders zeugen sie als von einer unbezwinglichen Sehnsucht nach dem Licht und Leben? Aber sie alle sind leer und arm gegen die christliche Weltanschauung: Chri- sttis der Erstling derer, für die der Tod nur ein Schlaf ist. Durch seine große Erlösungstat hat er die Menschheit von der Tyrannei des Todes befreit und ihr das ewige Leben in seines Va­ters Reich gegeben. Die Sehnsucht ist Erfüllung geworden. Das Grab ist nicht mehr ote Stätte des Todes, sondern die geheimnisvolle Keim­stätte, in der die zum Leben bestimmte Saat ver­wesen muß, um zu ihrer Erfüllung zu kommen.

Himmelfahrt weckt die Sehnsucht aufs neue. Aber es weckt sie nicht nur. Es führt sie ihrem Z'cle entgegen. Himmelfahrt ist das Fest der großen Sehnsucht. Mögen tausend Sorgen der Nahrung imb Kleidung uns heute mehr denn je in Anspruch nehmen, mögen wir in Arbeit und Mühe kämpfen und uns quälen vom frühen Morgen bis zum späten Abend, mögen wir lieben und hassen, uns freuen und leiden daS alles ist, so gerne wir es auch dazu machen wollen, ja garnicht das Eigentliche unse- res Daseins. Dies Eigentliche und feine einzige Wirklichkeit ist die große Sehnsucht, die in uns lebt und leidet. Und alle Arbeit und aller Kamps, alle Freude und Genuß sind für die un­ruhige Seele im letzten Grunde nur Hilfsmit­tel, sie zu betäuben. Bis sie die Herrin wird und wir uns von ihr führen lassen über Not und Tod, über Angst und Grab hinaus dein Lichte, der Sonne entgegen. Das Fin­den diefes LichteS inmitten aller Dunkelheit das ist die eigentliche Entdeckung, ist die schöpferische ! Tat unseres Lebens. Wer es nie Sekunden, der :

gerechnet werden. Es wird jedem Laien ein­leuchten, daß es verkehrt wäre, die Verhältnisse während eines Viertels dieser Lebensdauer be­stimmend wirken zu lassen für die übrigen drei Viertel. Rur gestreift wurde die Boden­preis-Bildung. Der Bodenpreis spielt jetzt eine noch größere Rolle als früher, wo er nur für die Wohnungen als solche in Betracht kam; jetzt aber ist die Wohnung an und für sich nicht der Ausgangspunkt, sondern die BefriM- gnng des gesantten Wirtschaftsbedürfnisses auf der eigenen Scholle. Heute muß der Bodenpreis niedriger sein, als er es früher sein konnte, als die Zahl der Geschosse ihn umwandelte. Nur der landwirtschaftliche Nutzungswort kommt noch für den Bodenpreis in Bettacht oder ein Preis, der in der Verwertting der Produtte feine Grenze findet. Jetzt schließt sich der Westen von der Bautätigkeit automatisch aus, weil dort der Bo­den trotz der vorhandenen Straßen zu teuer ist. Es findet ein Ausgleich statt zwischen den hohen Kosten und steigenden Einnahmen aus der hmd« Wirtschaftlichen Nutzung, denn die Siedlungs-

Am unser Schicksal.

Beschluß der Londoner Konferenz.

(Privat-Telegramm.)

London, 4. Mai.

Rach Schluß der Konferenz, die gestern nach­mittag ftattfand, wurde folgender amtliche Be­richt ausgegeben. Die Konferenz der alliierten Mächte tagte heute nachmittag von 3 bis 8 Uhr. Man ist über den Inhalt der Note, die an Deutschland geschickt werden soll, einig geworden. Eine Redattions-Kommisflon ist eingesetzt, um das Protokoll aufzusetzen, das an die deutsche Regierung geschickt werden soll. Das Ulti­matum wurde endgültig beschlossen. Die Ueberreichung erfolgt am 6. Mai. Vom Zeit­punkt der Nebergabe ab läuft eine Frist von sechs Tagen. Die Konferenz hat weiter be- Mossen, die Gesamtschulden Deutschlands an Belgien um sechs Milliarden und 258 Mil­lionen Fraük zu erhöhen.

Fasanenhof.

Der Sieg des KleitthauSgedaukenS.

3m Emtbeemufeum, vo» dem Kandel«, ei* ®etoer6e»erein hielt gestern abend Stadtbau. rat Labes einen Lichtbildsortrag über di« Auf. fthlietznag de« FafanenhofeS, Das Bemerken«, werteste seiner Ausführungen ist bereit« b«. kann«, zuletzt durst, einen Artikel unsere« R. H, Mitarbeiter, der im klebrigen folgende Rand. Bemerkungen zu dem gestrigen Dortrag machb Unser Städtebauer, Stadtbaurat Labes, stellte seinen Ausführungen den Satz voran: Das Einfamilienhaus ist beste Saat für die Zukunft, ein Ruhepuntt, auf dem sich ein ge- sundes Familienleben gründen kann. Auch für das Zweifamilienhaus gibts noch ein Einver- standen, aber dann ist die Grenze erreicht. Beim Fasanenhof, dem größten und jüngsten Kas. feier Scedlungsgelünde, auf alle Fälle! Das, was hier auf dem Fasanenhosgelünde geschaffen wer. den soll, ist eine klare Absage an das Miet« Hans, hier ist Natur, wo alle Gebäude niedriger bleiben als die Bäume. Siedlungspolitik ist in­nere Kolonisationl Im übrigen zeigte der Vor- trag, wie hier eine große Grünanlage geschaffen Wird und welche Hausertypen vorwiegend in Betracht kommen. Das Ganze wird dann mehr als ein Dorf zu bezeichnen sein. Der Vortragende schloß: Unsere Stadtverwaltung wird einmal von den späteren Geschlechtern Bewunderung dafür ernten, daß sie trotz der jetzigen Zeiwerhältnifle sich zu diesem Riesenunternehmen entschloß. Dem wird man ohne weiteres zustt-mmen. Hier einige Gedanken über den Klein Hausbau selbst, die gelegentlich des Vortrags von Stadt- bcmrat Labes kamen: Erstmalig in Kassel machte Stimmung für den Kleinhausbau der alte Pastor von Bodelschwingh, der Gründer der Anstalten

Meldungen vor: Lanrahütte ift von den Po­len besetzt. In Beuthen versuchten nm vier Uhr einzelne polnische Stoßtrupps, wie- ter in die Straffer c£t etNzuvringen. '

Zahlreiche Tote.

Beuthen (O.-S.), 4. Mai. (Privat-Tele- graumr.) Besonders schlimm hergegangen ist es

eisernen Zeit. Eime weichliche Sehnsucht ist das Ergebnis von London.

dürfen wir in die unerbittlichen Forderungen ------

unterer Tage nicht hlueintragm. Die rechte *.«.44^1-16»

Sehnsucht ist nicht dazu da, uns den gebietenden «JlHülCr TlOCy MÖvIRnWfrijt Forderungen des Tages abspenstig, im Gegen­teil, uns für sie fähiger und freudiger zu ma­chen. Mit den Füßen fest auf der Er d e, mit den Händen wirkend unser Werk, aber die