Einzelbild herunterladen
 

äste Kaff ein Neuesten Nachrichten erscheinen wöchentlich sechsmal und mm* abeattt. Der Ldonnementsprei« beträgt monatlich 5.00 Mart bei fielet Zustellung in« Hau», «a». würt» durch die Post bezogen 5.30 War! monatlich etnschltedlich Zustellung Bestellungen werden tederzÄt von der Seschästrffelle oder den Boten entgegengenommen. Sendetet, Berlag und Redaktion, Kchtachthosstrabe 28/30. gut unverlangt etngelaudte Beiträge kann die Redaktion eine Verantwortung »der Lemähr tu keinem Falle übernehmen Rückzahlung de« Bezugllgelder oder Ansprüche wegen etwatgnnicht ordnungllmäßiger Steferung aurgeschloff en.

Jnlerttonchtreise, e) Sinheimtsche «uftiäge: Die einspaltige Anzeigen-geile M. 1.20, die einspaltige Reklame,eile M. ll.. b> Auswärtige Aufträge: Die einspaltige Anzeigenteile M. 1.50, die einspaltige Reklame,eile M. 8.50, alle« einschliesslich Teuerung?,»schlag und An,eigenfteuer. Für Anzeigen mit besonder« schwierige« «atz hundert Prozent Ausschlag Für die Richtigkeit aller durch Fernsprecher ausgegebene» «»»eigen, sowte für Aufnahme, baten und Wie kann eine Gewähr nicht übernommen werden. Druckerei! Schlacht- hosftrafte 28/30 Geschäftsstelle: Kölnische Strafte K Telephon Kummer 961 und 962.

Meter Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

Nummer 98.

Mittwoch, 4. Mai 1921

Fernsprecher 951 und 952.

11. Jahrgang,

Fernsprecher 951 und 952.

Polnische Umtriebe in Sberschlesien.

das Reichskabinett dies tut

Dr. P.

Lause der heutigen Nacht wurde mit dem Aus­bruch eines neuen polnischen PutscheS gerechnet.

der Lösung der Frage, die Einigkeit der Alli­ierten deutlich erkennbar gemacht. Es ist mög­lich, daß die englische Flotte sich an denSank­tionen" beteiligen wird, wenn keine materiellen Hindernisse infolge der Kohlenkrise vorliegen.

nach dem Ultimatum ihre Antwort mittet - = len. Betreffs der Zahlungswrise heißt es, daß Deutschland seine Schulden in sechsnnddreißig ; Jahresraten, die gleich groß sind und sechs Pro- zcnt des Schuldbetrages ausmachcn, begleichen l soll. Bis 1926 soll der Zinsfuß zweieinhalb

Prozent betragen, danach fünf Prozent, Amorti­sation einbegriffen. Die Schadcnyergütungs- komNission soll drei verschiedene Sor»en Bon«- ausgeben. Die ersten in einem Betrage von zwölf Milliarden Goldmark nach einem Jahr zu bezahlen, die zweite in Höhe von achtunddreißig Milliarden Goldmark. auszugeben bis 1. No. vember 1921, die dritte in Höhe von achtzig Mil­liarden nach der Kaufkraft des internationalen Marktes und Deutschlands Zahlnngsvermögen.

Wie derLokalanzeiger" hört, ist von d e u t - scher Seite am Sonnabend eine erwei­ternde Auslegung der deutschen Vor­schläge nach Washington abgegangen, die sich mit der Höhe der angebotcnen Summe, den Jahres­zahlungen und der Art der Diskontierung be­faßt. Aus Newyork wird gemeldet, daß TeutMand sich bereit erklärt habe, seine Bor- chlägc so zu ändern, daß diese für die franzö- ische Regierung annehmbar würden, ohne Gefahr zu laufen, von der französischen öffent­lichen Meinung mißbilligt zu werden. Eine Seiche Zusicherung von feiten Deutschlands soll auch in Paris gegeben worden lein.

Am unsere Industrie.

London, 3. Mai. (Eigene Drahfmeldung.) Die in London versammelten alliierten Sachver­ständigen halte» eine Beteiligung der Al­liierten an der deutschen Industrie in Höhe von einem Drittel des Kapitalbestandes der deutschen Attien-Gesellschasten für erwünscht.

Eine Ergänzungsnote.

Erweiterung der deutschen Vorschläge.

(Privat-Telegrannn.)

Berlin, 3. Mai.

Der französische Vormarsch.

Vermehrung der Feinde am Rhein.

(Eigen.- Drahnneldung.)

Paris, 3. Mai.

Die Truppenbewegungen zur Verstärkung der rheinischen Garnisonen haben gestern begonnen. Ein ^mischtes Regiment von- rassieren n-dT^oagonern, sowie meh­rere Batterien des 54. A r t i l l e r i e - Regiments haben Lyon gestern morgen verlassen und find nach Landau (Pfalz) abgcgangen. Auch die Ka­va l l e r i e - Regimenter von Melnn und Meauz sind gestern morgen aufgebrochen. Mehrere Ka­vallerieregimenter der Pariser Region sind abge­fahren. Eines dieser Regimenter, das erste Husarenregiment, hat Paris mittags passiert und wurde in den Straßen von der gesamten Bevöl­kerung mit stürmischen Sympathiekundgebungen begrüßt. Jede Schwadron wird vier Maschinen­gewehre erhalten und jeder Mann fünfzig Patro­nen. DasJournal" meldet aus P a r i 8: Um echs Uhr abends ist der Mobilisiernngs- b e s e h l für die Jahresllaffe 1919 vom Kriegs- miniftrrium ausgegeben worden.

Streik und Gchletzere!.

Benthen, 3. Mai. (Privattclegranrm.) Der Stand des oberschlesischen Grubenstreiks war gestern nachmittag folgender: Siebenundvierzig Gruben streikten, fünfzehn Gruben arbeiteten. Seit Mitternacht sind die Drahtverbindun­gen mit Oberschlesien gestört. Nach Meldun­gen von gestern abend zehn Uhr wmde in Königshütte, in Bcuthen und auch in Katto- witz ununterbrochen geschossen.

Sammlung der Truppen.

Düsseldorfs. Mai. (Eigene Drahtmel- dnmg.) Rach den Vorbereitungen der hiesigen französifchea Besatzungsbehörde zu schließen, ist mit dem Einmarsch in den rheinisch-west­fälischen Jndustriebezirk zu rechnen. Zahl­reiche Bürgerquartiere find hier vom Dienstag ab für mehrere hundert Offiziere be­legt worden. Die znm Vormarfch bestimmten französifchen Truppen werden sich in dem rechts­rheinisch besetzten Gebiet sammeln.

Einigkeit der Gegner.

Paris, 3. Mai. (Eigener Drahtbericht.) Die gestrige Sitzung des Obersten Rates, die um 1 llhr begann, dauerte bis kurz vor 2 Uhr. Das Projett des Revanttionskomitces wurde be­sprochen und in seinen großen Zügen angenom­men. Die Finanz-Sachverständigen kamen um 3.30 Uhr zu einer Sitzung zusammen, um die letzten Einzelheiten des GarantiesystcmS zu be­sprechen, das das territoriale Pfand er- gänzen soll, wenn Deutschland die Bedingungen der Reparattonskommission nicht annehmen wird. Die Alliierten werden ans diese Weise die endgültigen Absichten in dem Augenblick nennen, wenn die Vorbereitungen für die Be­setzung zu Ende fein werden. Der Oberste Rat ist um. 5 Uhr zu einer neuen Sitzung zusam­mengetreten. um die desintive Enffchcidung zu treffen. Trotz der Meinungsverschie­denheiten, die zutage getreten sind, ist in

Gärung in Oberschleflen.

Gewalttätigkeiten der Polen.

(Privat-Telegramm.)

Kattowitz, 3. Mai.

Die Bergarbeiter wurden gestern mor­gen gezwungen, z» streiken. Im Augen­blick ift die Lage gespannt. Die deutschen Einwohner in den Grenzorten flüchten, da man Gewalttätigkeiten fürchtet. Im Lause des Vormtttags drangen Polenführer in die arbeitenden Industriebetriebe ein und forderten die Arbeiter auf, die Arbeit zu verlassen. Dem Gebot mutzte Folge geleistet werden. Große Be- forgnis herrfcht darüber, daß die französifchen Ueberwachungstruppen aus den am meisten ge­fährdeten Betrieben zurückgesamum sind. Im

Frist bi- 11. Mai?

London. 3. Mai. (Eigener Dvahfberichf.) Die Deutschland eingeräumte Frist läuft bis zum 11. Mai. Bis zu diefem Termin müssen die gestellten Bedingungen angenommen fein.

DieReichsregienmg.

Sine abgesagte Kabinettskrifis.

Ultimatum der Alliierten.

Reue Bedingungen, die Deutschland ohne Widerspruch annehmen soll.

London, 3. Mai. (Eigener Drahtbericht.) Der Oberste Rat trat gestern mittag zusam­men. Außer den übrigen Vertretern waren die Generäle Foch, Wilson und der japanische Gene­ral Watakaba anwesend. Man ist sich über den eingcreichten Text in großen Linien einig ge­worden. Der angenommene Entwurf fall Frankreich ermächtigen, fofott die militä- rifchen Maßnahmen für die Ruhrbeset­zung zu treffen. Eine Schadenvergütnngskom- mifsion soll innerhalb vier Tagen an Deutsch­land die Art und Weise der Bürgschaften und der Bezahlung mitteilen. Die Weigerung Deuffchlonds würde die unmittelbare Besetzung des Ruhrgebiets zur Folge habe«. Die deutsche Regierung soll

innerhalb fünf oder sechs Tagen

ganz abgesehen davon, daß sich Frankreich auch dieser Anregung widersetzt, wie jeder anderen Anregung, die daraus berechnet ist, eine Besetzung des Ruhrreviers zu verhindern! Die Besetzung wird wohl, trotz der unverhohlenen Furcht der englischen Wirtschastskreise vor der französischen Kohlendittatur, über kurz oder lang kommen, wobei uns nur die schwache Vertröstung des Staatssekretärs Hughes bliebe, daß die Verhand­lungen ja auch dann fortgesetzt werden könnten. Das deutsche Volk wird also gut daran tun, sich auf diese Möglichkeit mit allen ihren wirtschaft­lichen und politischen Konsequenzen einzustellen. Es ist fast banal, wenn man versichert, daß auch

Die VvstMfskrSste.

Eine beabsichtigte Verminderung.

Wie der Reichspostminister auf eine Ansragst des Abg Erkelenz erwidert hat, ist die P oft* Verwaltung, soweit es die gesetzliche« Be« sttmmungen namentlich die Fürsorgemaßnahe uw« für die Kriegsbeschädigten und die Bet

aufgebracht werden. Sv werden dem Jugend« amt voraussichtlich anderthalb Millionen zur Verfügung gestellt; beträchtliche Summen erchr- der! ferner das Gesundheitsamt, dessen Leiter, Geheimrat Tr. Heinemann, demnächst zu- rücktritt. Dann wird Dr. Keding alleiniger Stadtarzt Das Mteteinigungs-Ami (ohne das Wohnungsamt, über dessen Schicksal besondere Erwägungen rm Gange sind), das jetzt mir zwei Spruchkammern kamn noch auskommt, erfordert allein einen Zuschuß von 235 000 Mark. Kostspielig ist auch das Arbeitsamt. Unter sol- cleu Umständen ist es begreiflich, daß auch hier in Kassel der Ruf nach der Steuer-Auto­nomie der Städte erhoben werden muß, damit die Gemeinden über genügend Steuern verfügen können. Das liegt schon im Interesse des Kredits. Die diesjährige Etatfestsetzung bringt wahrscheinlich mich den Abbruch zahlrei­cher Kriegseinrichtungen. Es ist versichert war- den, daß die Verluste nicht sehr groß sind, auch nicht der Verlust beim Stadteinkauf. Mit 93 er. lüft ist allerdings zu rechnen. Jedenfalls haben die Stadtväter schwierige Beratungen vor sich, wenn ein halbwegs günstiges Balanzieren erreicht werden soll. Nachdem in den FraktionS- beratunge« noch letzte Meinarbeit geleistet ist, liegt die letzte Formalität, die ordnungsmäßige Festsetzung des Etats, der öffentlichewEtat-.Be- mung" ob, die bald nach Pfingsten zu ertoarten t und gleichzeitig den Bericht über den Sland der Gemeindeangele-genheit bringt, den bte Städteordnung vv-rschreibt. R_ BL

Die heimliche Kabinettskrisis ist durch die in einer Parteiversammlung ergangene Indis­kretion des bayerischen BolksparteilerS Dr. Heim »unheimlich* geworden Freilich Pfiffen es die Spatzen schon vorher von den Dächern, daß der Außenminister Dr. Simons amtsmüde sei and es anch sonst im Reichstabinett krisele. Llber andererseits tag es auf der Hand, daß der Aus­bruch einer Kabinettskrise gerade im gegenwär­tigen Augenblick zu einer weiteren Verschärfung der Reparationskrisis führen müsse, uns so war die erstgenannte Krisis zunächstabge­sagt" worden. Der Versuch, sie totzuschweigen, ist fteilich mißglückt. Daher sah sich denn das ReichAkatbinett zu der halbamtlichen Erklärung über das abgelehnte Rücktrittsgesuch des Außenministers gezwungen. Man braucht bei dieser Erklärung nicht einmal zwi­schen den Zeilen zu lesen, um zu erkennen, daß die Kadinettskrisis damit nur aufgeschoben, nicht aufgehoben ift In parlamentarischen Krei­sen war über die Amtsmüdigkeit des Dr. Si­mons seit langem kein Zweifel, wobei mehrere Gründe Mitwirken. Tatsächlich auch solche ge- simÄheitlicher Art. Wer den Außenminister Dr. Suttons im Reichstage sprechen hörte und ge­sehen hat, der wird bezeugen, daß sein Aussehen alle die körperlichen und geistigen Anstrengungen und die seelischen Aufregungen der letzten Mo­nate getreulich widerspiegelt. Dazu kommt der Mißerfolg des Schiedsrichterangebotes an Har- ding, für das sich Dr. Simons fteilich auf die Solidarität des Kabinetts berufen konnte.

Es batte zunächst den Anschein, als ob die AußenministrikttstS sich zur KanzleririfiS erweitern würde, aber es ist bekannt, daß sich einer Neuwahl des Reichskanzlers zurzeit die allergrößten parteipolitischen Schwierigkeiten ent» gegenstelben würden. Mm meisten herrscht Un- zuftiedenheit unter den Reichsministern, die dem Zentrum und der Deutschen Volkspartei cm ge­hören. Roben dem Reichskanzler Fehreubach werden Finanzminister Dr. Wirch, Vizekanzler Dr. Hemze und der Reichsschatzminister von Raumer genannt In politisch gut unterrichteten Kreisen wird jetzt als Nachfolger für Dr. Simons der Gesandte Dr. Rosen bezeichnet als Nachfolger Fehrenbachs eine führende Persönlich­keit innerhalb des preußischen Kabinetts, ferner der Abgeordnete Stresemann und der Reichs­minister a. D. Schiffer. Lkbcr wie groß Die Schwierigkeiten auch sein mögen, so ist es doch, wie schon betont ein offenes Geheimnis, daß die Kabinettskrisis nur vertagt ist und daß sie ein­treten würde, sobald der derzeitige amerikanische Vermittlungsversuch im Reparattonsstreit sich als gescheitert erwiese. Ist es etwa auch eine Indiskretion, wenn man mitteilt daß, was eigentlich selbstverständlich ist, innerhalb der Re - gierungSparteien bereits unverbindliche Besprechungen über eine solche Möglichkeit stattgefunden haben? DaSei wurde auch die Frage erörtert, ob die dann kommende Regie­rung feinen weiteren Versuch einer Lösung der Reparationskrists machen und die Sstnktivns- politik über das deutsche Volk ergehen taffen soll, aber noch nach neuen Wegen zu einer Verstän­digung suchen müsse.

Die Wege sind fteilich nach unserem letzten Angebot, das nach Meinung fast aller Sachver­ständigen schon weit Wer bte Leistungsfähigkeil Deutschlands hinausgeht sowohl ber jetzigen wie auch einer neuen Regierung einigermaßen ver­baut. Bei diesen unverbindlichen Besprechun­gen ist natürlich auch die Frage einer Erwei- ternng der Regierung durch die Einbe­ziehung der Mehrheitssozialisten in bte Regie­rung,skoalition erörtert worden, aber nach dem soeben erst verzeichneten Scheitern bes gleichen Versuches tn Preußen würbe es sich hierbei os- fenbar um einen Versuch mit untauglichen Mit­teln am untauglichen Objekt handeln. Da an­dererseits ein Kabinett der Rechten wegen man- gslnder Mehrheit nicht in Frage kommt, auch die außenpolitische Lage noch weiter verschärfen ferner eine Regierung ber Linken, die ja gleichfalls eine Minderheitsregierung wäre, nach anderen Richtungen hin ein nicht minder gefähr­liches Experiment barstellte, so würde ein etwai­ger Kabinettswechsel zum Schluß nur eine Ka­vin e t tsu m b ilbung auf Grund der bis­herigen Koalition bedeuten, unter stärkerer HLs?»Sehurtg vor Fachministern, wie beim preu­ßischen Kabinett Stegerwald.

Es braucht nicht erst betont zu werden, baß Me diese Bedenken ganz vom Ausgang der Ententebeschlüsse abhängen, die man an .verantmortlichen Stellen burchaus Pessi- Mlstlsch beutteilt. Auch der von englischer Sette tn bte Debatte geworfene Vorschlag der zweiundvierzig Jahresraten zu je »wet Milliarden Goldmark nebst einer fünfund- ttgprvzentigen Ausfuhrabgübe (die also bemessen ist als in den Pariser Veschkussen !> kam selbstverständlich nicht als eine drucke zur Verständigung angesehen werden,

Der Kasseler Etat.

Einige vorläufige Betrachtungen.

2« Eiatausschutz de» Stad«de»ordn«teu» Dtrfammluttfl beginnt Henle dieBeratuna »es Haushaltsplans für das bereit« angegriffene «tatsjahr 1921 di« 1922- Noch lassen sich keine Zahlen aus dem Etat der Stadt Kassel cmgeben, aber so viel steht fest, daß sie beträchtliche Höhen erklimmen werden, unb wenn der Verfasser des Etatsentwurss, in diesem Falle der Magistrat, schon feine Ansprü­che herabgeschraubt hat, so kommt der Etataus­schuß in die Rolle des Regisseurs, der den Rot­stift braucht und Striche sogar dort macht, wo der Verfasser überzeugt ist, daß ein weiteres, Kürzen zu den unmöglichen Dingen gehört. Ucberraschungen bringt der Etat auf keinen Fall. Millionen schrecken ja nicht mehr. Wenn früher im Etat Millionen standen, die vorgesehen >va- ren für irgend einen großzügigen Schulbau oder sonstige Monumentalgebäude ... heute werden damit kaum ein paar Wohngelegenheiten herge­stellt. Abgesehen von einigen Lieblingswün- scheu, die diese oder jene Fraftion wohl durchzu- drücken versuchen wird, besteht der eine Gedanke auf allen Parteiseiten des Ausschusses, das Wort sparen möglichst groß zu schreiben, so bei her Gartenverwaltuna. Der Magistrat hat soeben neue Richtlinien für die Ver­einfachung des Verwalt,» ngsbe. triebs ausgearbeitet, die eine Verbilligung erhoffen lassen. Die Frage der Personalver- mindermtg wird nach allem, was man hört, Ut den Etatberatungen eine gewisse Rolle spielen, umsomehr als

die Gehälter und Löhne

der Beamten, Angestellten und Arbeiter bet Stadtverwaltung mit gesteigerten Summen im neuen Etat erscheinen. Zur Verbesserung b:r Steuereinnahmen ist kaum noch viel auszuden« ken, doch soll die Dienstboten st euer wie­der spuken und die Luxuswohnnngs- fteuer, obwohl man annehmen sollte, baß kaum noch ungeteilte Wohnungen so vorhanben sind, baß sich eine Luxussteiler darauf irgendwie rechtfertigen läßt. Ob diese Andeutungen eine gewisse Wirklichkeit annehmen, darf vor der Hand mit Fug und Recht bezweifelt werden. Inzwischen wird mit Nachdruck danach gestrebt, in irgend einer Weise die gewerblichen Be» triebe so zusammenznlegen und kaufmännisch zu leiten, daß eine neue Rentabilität erkennbar wird, was augenblicklich nicht gerade ber Fall ist. Erstmalig erscheint in biefem Jahre bet Zuschutz Mr bas Staatliche Theater, ber, wie schon bekannt geworben, die Summe von rund 750000 Mack ausmacht. UebrigenS ist der Stadt Kassel auch die Verpflichtung auf­erlegt worden, für bte Rentabilität bes Theaters zu forgen, das heißt u. a., darüber zu wachen, daß dem Theater nicht zu viel Kon­kurrenz ersteht. Trotz unserer Armut müssen aber Gelder für die

foziale Fürforge