gnfertton^retfet ■) StnhelmUch« Auftrag«, ®te etnfpatttge ««uetgen-getle1 $1. 1.X), die ttnfpalttge Reklame,eile M. 8.—, b) «uSwärttge Aufträge: Die einspaltig« An,ei gen,->I- 9R. L60, »t« einspaltige Reklame,eile M. 8.50, aüe« «iuschtießlich LeuerungSzulchiag und «n,eigenlteu«r. Für Anzeigen mit besonder» schwierigem Sa6 hundert Prozent Aufschlag Für bte Richtigkeit aller durch Fernsprecher aufgegebene» Anzeigen, sowie für Aufnahme, baten und Plätze kann eine Gewähr nicht übernommen »erden. — Druckerei: Schlacht, hofftratz« 28/30. Geschäftsstelle: Kölnische Strube 5. Telephon Nummer »51 und «53.
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Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung . '
Nummer 91.
Fernsprecher 951 mit» 952.
Dienstag, 26. April 1921
Fernsprecher 951 und 952.
11. Jahrgang.
Tirol für Anschluß an Deutschland.
nett Gegenstand ausführlicher Erörterungen.
v. N. V.
Amerika wünscht Verhandlungen.
men dagegen, 301 Stimmen waren unMtig. Es
im Auge behält, aber auch der Volkspsychologic der Gegenseite Rechnung trägt. Es steht in seiner Höhe zwischen den Pariser Beschlüssen und den deutschen Vorschlägen von London. Die
Vertagung der Regierungskrise?
Berlin, 25. April. (Privattelegromm.) Die eit der Simonsschcn Rote an Holding bestehende Krisis in der Reichsregierung ist biS zi»r Erledigung der schwebenden Verhandlungen mit New-
Zwischen Varis und London
Ei» festes deutsches Zahlenangebot.
(Privai-Tclrgramm.)
Harbins als Vermittler.
Rotterdam, 25 April. (Eigener Draht-
Berlin, 25. Aprck. tPrivattelegramm.) DaS Reichskabinett hat Sonntag mittag in einer Schlntzberatung den Text der Antwort an die amerikanische Regierung festgcstellt, und die Note ist gestern abcno nach zehn Uhr der amerikanischen Vertretung überreicht worden. Die Veröffentlichung der Rote wird im Laufe des heutigen Montag erfolgen. Den Führern der Parteien wird sic heute vormittag zur Kennt niS gebracht werden, und um drei Uhr nachmittags wird im Reichstag Minister Simons im Rainen der Regierung über die auswärtige Politik und vornehmlich über die ReparationSlage und die neuen deutschen Vorschläge sprechen.— Bor der Absendung der deutschen Vorschläge an den Präsidenten Holding find diese in ihren Grundzügen mit dem Geschäftsträger der amerikanischen Delegation in Berlin besprochen worden. Dieser Umstand läßt die Rcickfsrcgie- rung auf eine günstige Aufnahme der Rote in Rcwyork und bei den Alliierten rechnen
Abstimmung in Tirol.
Um den Anschluß an Deutschland.
(Eigene Drahrmeldung.)
Jnsbruck, 25. April.
Die gestrige Volksabstimmung gestaltete sich zu einer imposante« Kundgebung für den Anschluß an Deutschland. Von 150000 Stimmberechtigten haben neunzig Prozent abgestimmt und etwa 130 000 Stimmen mit Ja. In Jnsbruck und im ganzen Lande herrscht ungeheuere B e - geistern» g. Gestern nachmittag versammelten sich die Stimmberechtigten und zogen in ge schlossencm Zuge durch die Straßen der Stadt auf den Berg Jsel, wo am Hofer-Denkmal ein Kran» niedcrgelegt wurde. Es wurden nationale Ansprachen gehalten und nationale Lieder gesungen. Als abends 8 Uhr das Resultat aus der Stadt Jnsbruck bekannt wurde und man hörte, daß die ganze Stadt mit Ja gestimmt hatte, brach ein ungeheuerer Jubel sturm los. Auch aus den übrigen Städten Tirols treffen Nachrichten ein, daß das ganze Land für Deutschland gestimmt hat.
Paris, 25. April.
Die Pariser Ausgabe des „Rcwyork Herald" will wissen, daß die neuen deutschen Vorschläge für die Wiedergutmachung schon am Sonntag vom Präsidenten Harding und Außenminister Hughes studiert worden feien. Neber den Eyarakter dieser Vorschläge wird strenges Geheimnis bewahrt, aber man glaubt, daß sie in drei Hauptpunkten beträchtlich von allen bisherigen deutschen Angeboten abweichen. So sollen sie verlange», daß die jährlichen Ratenzahlungen von einer internationalen Sachverständigen - Sommiffion festgcstellt werden sollen und zwar entsprechend einem veränderlichen Maßstabc, der den Schwankungen der deutschen Erzeugung und des deutschen Rational vermögens Rechnung trögt Den Washingtoner Botschaftern der Ententemächte wird keine Mitteilung zusammen, bevor die amerikanische Regierung ihre Antwort nach Berlin mit geteilt hat
Neue deutsche Vorschläge.
Unsere Note an Amerika ist bereits in Washington beraten worben.
Die Haltung Amerikas
Beratung der deutschen Vorschläge.
(Eigener DrohtberichtJ
Die Ausbaupläne.
Vor der Entscheidung.
Im Lager der Feinde ist eine gesteigerte Nervo-sitar zu beobachten, besonders in Frankreich bat sich die Hochspannung entladen, die in dies'» Tagen vor Ser großen Entscheidung am 1. Mai über Europa lagert, aber man muß andererseits doch daran den dringenden Wunsch knüpfen, daß die bisher entstandenen Nachteile nunmehr nicht etwa noch in Deutschland vergrößert werden. Zu dieser Stunde fällt der Beschluß der Gegner über die deutschen Vorschläge. Das deutsche Volk wird all sie ihm noch innewohnenden Kräfte zusammenfassen müssen, um sich gegenüber der nun Lom-menden Entwicklung zu behaupten. Wenn man aus die vergangenen letzten Tage zurückblickt, so möchte einen fast das beklemmende Gefühl erfassen, als ob der dänischen Sache ein großer Schaden zugefügt worden sei, weck die politischen Parteien das Gebot der Stunde in
fertigen Besetzung des Ruhrgebiets beantworten wollten. Bezüglich der neuen deutschen W i e- deraufbauvorschläge erklärt das Blatt, die Durchführung eines solchen Planes biete Vorteile, die keinem anderen Plan eigen seien.
crkcnnnng des Schicdsrichtcramtes Hardings verwarfen. Trokdcm sei er zur Vermittlung bereit. Die amerikanische Regierung wolle nicht, daß ihr Eingreifen als Schiedsspruch gedeutet würde. Aber das sei nur eine Formsache Harding wisse sehr wohl, daß, wenn er es annehme, die Angelegenheit der Aufmerksamkeit der Alliierten zn unterbreiten — das heißt, wenn er DeutsckÄauds Vorschläge, die er für annehmbar halte weiter gebe —, er tatsächlich einen gewissen Einfluß ausübe. Es sei ihm unmöglich, einfacher Briefträger zu feilt. Die Umstände würden ihn gezwungenermaßen schließlich doch zum Schiedsrichter in der Angelegenheit machen.
den falls unverständlich und dem deutschen Volke nichts nütze. Eine schlimme Wirkung würde es halben, wenn jetzt gar eine Regierungskrise ein. träte, die durch den Kampf um den Außenminister Simonz vor der Türe steht. Wie heute ein Telegramm meldet, sind die Parteien gestern
York und den Alliierten vertagt worden. Dke Deutsche Volpspartei hat sich am Sonnabend dahin entschieden, daß die Absendung einer Generalvollmacht im Harding ohne Befragung des Reichstages ihr nicht mehr die Möglichkeit gebe, den Außenminister durch ihren parlamentarischen Einfluß zu unterstützen.
Wiederaufbau wollen, so kann nach der deut- wenn sie die Vorschläge Amerikas mit einer so scheu Note jetzt ein Weg dazu gefunden werden, s “
©leg des Deutschtums.
Jnsbruck, 25. April. (Eigene Drahtmeldung.) Bis in die späten Nachtstunden hinein wurde der Siea des Deutschtums gefeiert Der reichgeschmücktc Sondcrzua ans München, der am Nachmittag gegen siebenhundert Tiroler zur Abstimmung brachte, war Gegenstand begeisterter Ehrung. — Bis 2 Uhr früh waren gezählt: 98723 Stimmen, davon lauten 95 919 fly dcn Anschluß an Deutschland und nur 2433 Stirn-
träge, Versicherungen gegen Feuer usw., also alle diejenigen Aufwendungen, die im geschäftlichen Leben im allgemeinen als Handlungsunkosten bezeichnet werden. In seinem eigenen Interesse kann jedem Gewerbetreibenden nur geraten werden, alle seine Geschäftsspesen einzeln an« znführen und der Einkommensteuererklärung bcizufügen. Rur so wird der Veranlagungsbeamte sich ein klares Bild von denjenigen Kosten machen können, die als Werbungskosten von dem Einkommen aHzusetzen sind.
Besprechung mit ven Parteien.
Berlin, 25. April. (Privattelegramm.) Am Sonntag abcnd empfing das Kabinett um neun Uhr die Führer der Regierungsparteien, da diese das Kabinett hatten wissen lassen, daß sic der Regierung die Verantwortung für die neuen Gegenvorschläge allein überlassen müßten, wenn die Regierung nicht Veranlassung nehme, die Parteien gleichzeitig zu unterrichten. Das Kabinett hatte die Wortführer des Zentrums, der Deutschen Volkspartei, der Demokratischen Partei und der Bayerischen Volkspartei zu sich gebeten. Die Beratung fand in der Reichskanzlei statt Die Parteiführer nahmen in der etwa zwei Stunden dauernden Besprechung von den Plänen der Regierung Kenntnis. Diese wurden vom Reichsfinanzminister Wirth und vom Rcichsaußcnminister Dr. Simons dar gelegt.
Die auswattige Lage.
Aussprache im Reichstag am Montag.
(eigener Bericht.)
Berlin, A. April.
Die politische Lage ist außerordentlich gespannt. Der Schritt der deutschen Regierung ist ohne Vorwissen des Parlaments erfolgt. Dec Reichstag hat nun den Wunsch, anscheinend daher misurvrrftn. da <4 sich dabei taüächlich um
geradezu verhängnisvoller Weise verkannt haben. Was sich in diesen Tagen zwischen den Parteien und der Regierung aibspiclte, hätte unter allen Umstünden vermieden werden müssen. Es scheint aber das deutsche Schicksal zu feil, daß Dinge zweiter Ordnung den Anschein allergrößter Bedeutung erhalten. Der , Partei streit im Reich und in Preußen ist dem Auslände jedenfalls unverständli^ nichts nütze. Eine fi
London, 25. April, (Funkspruch ans Königs- Wusterhausen.). Im Leitartikel schreibt „Tackt, Rews" Die amerikanische Rote an Deutschland vom Sonnabend ist in einem Ton gehalten, dem sich die Premierminister in Hythe nicht verschließen könmn Amerika will eine sofortige Wiederaufnahme der Verhandlungen und wünscht, daß Deutschland Vorschläge formuliert, wie sie Harding vielleicht selbst bereit sei, dcn alliierten Ländern anzuempfehlen. ES würde eine eigenartige Politik auf Seiten der Alliierten fein — die die besten Gründe hätten dem Ans«, ......„
chcu Washingtons nicht eutgegenzuhandelu —I stehen noch vier Bezirke aus.
1 bericht.) Die „Times" melden aus Rcwyork: Harding stand der dcutfck/cn Anregung, dos Schiedsrichteramt zu übernehmen, nicht ablehnend gegenüber. Er mußte aber auf die Aus-___
führung verzichten und nach Berlin ablehnend von den. Parteiführern vorgcorachten Tmusche antworten, weil die alliierten Kabinette die An- waren m der nachfolgenden Beratung un Kaftr-
wenigstcns dahin üfcereingcPtmmten, die Krise in triefen ernsten Tagen zu vermeiden.
Was unser Verhältnis zu den feindlichen Mächten angeht, so hat die deutsche Regierung nie verkannt, daß der Wiederauftbau der zerstörten Gebiete in Belgien und Rorofrank- reich das geeignetste Mittel sei, um einen wirklichen Frieden s-zustand herbcizuDhren. So war auch bereits in der Waffenstillstandskommission ein bis ins Einzelne gehender Plan airsgearbeitet, der dbe: die französische Zustimmung nicht fand. Seit dem Jahre 1919 sind dann noch eine Anzahl weiterer Plane und anders formulierter Angebote gemacht worden, die aber entweder die Zustimmung der französischen Regierung nicht gefunden haben oder deren Erledigung verschleppt worden ist Im Interesse der historischen Gerechtigkeit kann der französischen Regierung in dieser bitterernsten Stunde dieser Vorwurf nicht erspart bleiben. Dabei ist cs ganz gleichgültig, welche Interessen uns Kräfte am Werte waren, um die deutschen Pläne z u sabotieren Nachdem alle deutschen Pläne ohne Erfolg geblieben sind, ist jetzt die deutsche Regierung mit einem Angebot herausgekommen, das alle früheren Möglichkeiten vereinigt, und das den ersten Teil der neuen deutschen Gesamtvorschläge darstellt Was die den alliierten Regierungen überreichte Wiederaufbaunote betrifft, so wird es der französischen Presse überaus schwer fallen, der deutschen Regierung wiederum schlechten Willen vorzuwerfen, denn der deutsche Wiederausbau-Plan iit so weitgehend, daß nur der, der den Wiederaufbau nicht will sich gegen ihn wenden kann.
In der Rote wird der bereits früher vorge- brachie Sektorenplan wiederaufgenommen Unabhängig davon gibt aber auch die deutsche Regierung ihren Entschluß bekannt, alle Hilfsmittel zum Wiederaufbau bereckzustellen. Der neuen deutschen Rote kommt infofern besondere Bedeutung zu, weil sie auf einem Entschluß der deutschen Gewerkschaften fußt, und von besonderer Wichtigkeit ist die Erklärung dieser Organisationen, daß sich Arbeiter, Angestellte UND Beamte bereiterklärt haben, am Wiederaufbau der zerstörten Gebiete mitMvitten. Tas gilt sowohl für die schwierigen Aufräumung s - und Aufsorstungsarb eiten, als auch für die eigentlichen Arbeiten des Wiederaufbaus, wobei es den Wünschen der alliierten Regierungen überlassen bleibt, ob die Bauten in eigener Regie der französischen oder der deutschen Regierung oder in gemeinschaftlichem Betrieb oder durch private Unternehmevbctriebe ausgesAhrt wcrven sollen. Wie sehr die deutsche Regierung vom Willen zum Wiederaufbau be- . feelt ist das zeigt endlich der Vorschlag, daß die Geschädigten von sich aus mit deutschen stürmen in Verbindung treten können, die dann den Wiederaufbau zu leisten haben. Die deutsche Regierung ist bereit, alle Kosten, soweit sic in Papi ermatt gezahlt werden können, gegen Gutschrift auf Reparation Skonto zu übernahmen. Es bleibt nun akyuwarten. wie Frankreich sich gegenüber diesen Vorschlägen verhält und was im besonderen Herr Laucheur dazu sagt. Immerhin ist die Rot der Geschädigten größer, als die ‘ Interessen der französischen Unternehmer es sind und aus dem letzten Kongreß des allgemeinen Arbeiterverbandes ist zu entnehmen, daß man sich gegen die Beteiligung deutscher Arbeiter nun i nicht mehr sträuben wird. Wenn Frankreich den 1 uneben will, und wenn die Gqchädigten deck i
Die ©teuerfragen.
Was mnh der Gewerbetreibende zahlen?
3n 6er Aufsatzreihe Ave» »ie Slnslhiitzunq de» tttnlommenfteuer folgen t» dem Nachu-I enden die ikrlituterugen für Gewerbetreibend«;
■ Für die Gewerbetreibenden — d. h. : solche Steuerpflichtigen, die auf eigene Rechnung I und Gefahr arbeiten — trat beim Uebergang der t Finanzvevtvaltung auf das Reich eine einschneidende Aenderung in der Steuerveranlagung ein. Die Gewerbetreibenden durften bis dahin ihre Einkommensteuer nach dem Durchschnitt der letzten drei Jahre festsetzen lassen, während jetzt der Veranlagung bei allen Einkommensträgern, also auch bei dcn Gewerbetreibenden, das in einem Kalender- (oder Wirtschafts-) Jahr bezogene Einkommen zugrunde gelegt wird. Um eine feste Unterlage zu erhalten, mutzten die letzten landessteuerlichen Unterlagen zu Hilfe genommen werden. Alle diejenigen Steuerpflichtigen, welche für die Zeit vor dem 1. April 1930 zur Landes- einfommenftcuer veranlagt worden waren, erhielten im Laufe des ersten Halbjahres 1920 einen vorläufigen Steuerbescheid, dem das für die letzte Landessteuerveranlagung maßgebliche Einkommen zugrunde gelegt war. Die Steuer wurde nach dem Reichssttuertarif und unter
Berücksichtigung des Existenzminimums festgesetzt. Zu zahlen war sie dann in vier Raten am 15. Mai, 15. August, 15. November 19N und 15. Februar 1921. — Infolge des Uebcr- gangs der Einkommensteuer auf das Reich wurde die frühere dreijährige Durchschnittsberechnung durch das neue ©Aftern verdrängt, nach dem ohne Unterschied nur dasjenige Einkommen zur Steuer herangezogen wird, das der Steuerpflichtige tn dem letzten Kalenderjahre bezogen hat. Die Veranlagung findet nach Ablauf des Kalenderjahres statt. Die Unterlagen hat jeder, auch bet gewerbetreibende, in einer Einkommens- stcuererklärung beizubringen, die dazu bient, die endgültige Einkommensteuer für 1920 festzusetzen. Sic gilt zugleich als vorläufige ©teuer für das! lausende Rechnungsjahr 1921. Auf bte endgültig festgesetzte Einkommens steuer wird der Vorschuss angerechnet, der auf bett vorläufigen Steuerbe» scheib hin gezahlt worden ist. Ist der gezahlte Betrag geringer gewesen, so wird eine Nachzahlung zu leisten fein; ist er dagegen größer, fe wird er auf die nächstfällige Steuerschuld gutgeschrieben. — Bei der Ausfüllung des Veranlagungsformulars mutz der Hauptfrage nach denk
GcschSftsgcwinn aus dem Betriebe besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Die Abgabe der Einkommensteuererklärung gestaltet sich am einfachsten, wenn der Gewerbetreibende ordnungsmäßig Bücher führt. Wer diese Geschäftsregel nicht beachtet, erschwert nicht nur der Veranlagungsbehörde, sondern auch sich selbst die Arbeit, da eine genaue Nachprüfung feiner Angaben seitens der Steuerbehörde zu er. warten ist. Aus diesem Grunde hat der Gesetzgeber bestimmt, daß jeder, der mehr als zehntausend Mark zu versteuern hat und nicht schon durch das Handelsgesetzbuch zur Buchführung verpflichtet ist, seine Einnahmen aufzeichnen soll. Außerordentlich wichtig für den Gewerbetreibenden lst die richtige Auslegung deS Begriffs .Werbungskosten'. Es dürfen diejenigen
Wcrbungskosten gekürzt werden, die zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung des Einkommens aufzuwenden sind, das sind im allgemeinen: Miete, auch für Ausstellungsräume, Personalkosten, Provisionen, Gratifikationen, rcie Station, Trinkgelder, Attgestelltenverstchc- rungsbeiträM, persönliche Unfallversicherungs- Prämien, Spesen beim Ein- und Verkauft Rekln, mcschilder, Dekorationskosten, Reinigungskosten, Berufskleidung, angemessene Abschreibungen auf Inventar, persönlicher Aufwand im Geschäftsinteresse, Reklamekosten, Prozeßgebühren, Steuern, Stempelkostcn, Innung?- und Verbandsbei-
Berlin, 25. April.
Hefter die Art der neuen deutschen Vorschläge wird folgendes mitgctcilt: Es handelt sich bei den deutsche« Vorschlägen um eine Alternative von zwei Möglichkeiten. Der ganze Plan ist in neun Paragraphen gefaßt. Da man im Kabinett der Auffassung war, daß man der Volksstimmung in Frankreich und Amerika Rechnung trogen muffe, enthalten die deutschen Vorschläge unter anderem ein festes Zahlenangebot, das die deutsche Leistungsfäh'igkeit