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Kasseler Abendzeitung

$te ItafieUr Reuest« Nachricht« erschet»«wöchentlich irchlwal an» paar »»«**. Der Ldonnemenrrvret« betrögt Monatlich 5.00 Marl d«i Teter ßafleOaeg in« Hau«. Sn«, wärt« durch die Haft bezog« MO Wart monatlich einschließlich Zustellung. Beftellung« werden jederzeit von der »eschüftiftell« »der d« Loten entgegengenommen. Lruclerei, Beklag und Redaktion, Schiachthofstrabe Ml». Für unverlangt eingeiaudi« Beiträge tonn die Redaktion eine er an tw ortung »der Äewahr in keinem Aaste übernehm«. R Ulkzahlung de« vezugrgelde« »der «nsprüche wegen etwaiger nicht »rdnung«inabtger Lieferung au«geschlofs«.

Hessische Abendzeitung f

Ins«rlton»retke.> «indeimtiche «ufträge: Die einspaltige «uzeigm.Zeile «. Mb, die «tutpetttg« ReNamezetle v! b) Httfmärttgt »ufträge: Di« einfualtige »nzeigenzeile M. IM, die «inspalttge Reklame,eile M. IM, aStf einschiieblich renerung«,Uschlag und An,eigen steuer. Für «nzeigen mit besonder« schwierigem Sah hundert Prozent »ufschlag Für die Richtigkeit astrr durch Fernsprecher an,gegeben« Anzeigen, sowie für »usnatzm«. baten an» Blähe kann eine Gewähr nicht toraiomm« werd«. Druckerei: Schlacht, holst rast« 28/». »eschaftSstelle: Kölnisch« Strebe 5. Deiephon Nummer SSI und «SS,

Frettag, 22. 2lpril 1921

Nummer 88

11. Zahrgaus

Fernsprecher 951 und SSL

Fernsprecher 951 mq, SSL

bürgerliche Regierung für Preußen?

Aufruhr-Nachklänge.

3« England und Deutschland.

»Wenn Zwei daffelLe tun, so ist es nicht dasselbe." Forscht man der Ursache des schon in seinen Anfängen zusammengebrochenen Auf- rrchrs in England nach, so findet man, daß nur wirtschaftliche Gründe Vorlagen die die Bergarbeiter von Schottland und Wales zu Ausschreitungen gegen die Bergwerke und gegen die öffentliche Gewalt veranlag harten. Prust man dagegen die "Ursache, die zu den März-Un­ruhen in Deutschland geführt hatte, so sieht man nur p o l l t is ch e n Antrieb. I» Eng­land war es ein Kampf um die Aufrechterhal­tung der bis dahin erreichten Ledensverhältnifse rtaer Avbeitergruppe, wogegen es sich in Deutsch- um bolschewistischen Terror handelte, oer «wti Verbrechern in »jene gesetzt wurde. Die englischen Bergwerksleltungen sind infolge der veränderten Preisentwicklung dazu üibcigegan« gen, die Löhne um einen Prozentsatz heraüzu- setzten, weit Sie Einnahmen im Kohlenverkauf geringer und die Lebensmittel bMger gewordeil seien. Dagegen lehnten sich die Bergleute rm vorigen Monat mit Gewaltmitteln auf. Die Aufständischen versuchten, bei den anderen Ar- beitergrupven Unterstützung zu finden, und es schien zunächst, als ob dieser Versuch Erfolg ha­ben sollte. Außer den Bergleuten drohten auch die Eisenbahner und Transportarbeiter mit dem Gesamtausstand.

Währenddessen wurde zwischen den Unternehm ment und den Arbeitern verhandelt, wobei die britische Regierung vermittelte. Ging der Aufruhr schon zu Ende, als er kaum begönnen hatte, so flaute auch die Generälstreir-Agitatlon bald ab, so daß heute der Stteit als beigelegt zu »«trachten ist. Beide Parteien erörtern die ge­meinsamen Maßnahmen, die notwendig find, um die Industrie hochzubringen. Es werden Löhne auf der Rsvierbasis inbetracht gezogen. Daraus geht hervor, daß der Ausstand und der Aufruhr nichts mit einer Nationalisierung oder Sozialisierung der Bergwerke zu tun hatte, je­denfalls hcchen gewaltsame Reformen diefer Art in England keine Aussicht auf Ver- wirllichung. Hätte dies nicht bereits di« Absage der Unal-hangigen Arbeiterpattei an die Kom­munisten bewiesen, so beweist es die Stellung­nahme der verhandelnden Ävbeitelsührer, wo ­nach die Frage der Verstaatlichung der Berg- toette inS Parlament gehöre, aber wemals durch Aus stand oder Gewalt entschieden werden könne. Darüber sei sich die vernünftige Arbeiterschaft Englands, die sich immer durch »gesunden Men­schenverstand" auSzeichne, klar geworden. Man halbe bereits eingc§ehn, daß durch blinde Zerstö- nrng keines Menschen Lage gebessert werden könne.

Bettachtet man demgegenüber den Verlaus des Aufruhrs in Deutschland, so muß man leider feststellen, daß es den Ruhestörenr an je­ner Einsicht fehlt. Wenn der Aufstand nach Ver­lauf von zwei Wochen zusammengebrochen ist. so lag das an dem »gesunden Menschenverstand" des ordnungsliebenden Teiles des deutschen VolkeS; oft in diesem Falle das gesamte Bür- gernnch owMießlich der vernünftigen Arbeiter­schaft, eine überwältigende Mehrheit, die sich gegen den Bolschewismus wendet. Die Auf- rührer aber bleiben Lei ihrem Zerstörungspro- gvamm. Die Führer, die sich während der Mn= fcfyn Aktion vorsichtigim Trockenen gehalten" haben, schickten dir Fanatiker und Dummen ins Feuer, die sich dabei die Finger verbrannten, «rotzoem wagen sie noch ihre H e>tz e r e i sorrzu- tttzen. Es sind wenig erbauliche ZuftLnde, daß f;<ie kommunisttschen Landtagsabgeordneten er­klären, der Kampf sei leider zu srüo wsgeganaen, man werde den Umsturzversuch zu einer geeigneteren Zeit wiederholen. Und wir haben c§ herrlich weit gebracht mit unserer deutschen Freiheit, daß eene Regierung es nicht wagt, ge­gen die Hochverräter und Drahtzieher energisch vorzugehcn.

Welcher Schaden durch den Aufruhr und feine Folgen dem deutschen Volle entstanden ist, läßt sich gar nicht im ganzen Umfange schätzen. Soweit es sich berechnen läßt, beläuft sich der Schaden auf neu» Milliarden Start Die Stö­rung der Produktion und Herbeiführung von Arbeitslosigkeit in der Industrie werden noch lange nachwirken. Auch die Volks­ernährung muß darunter leiden. Es sei nur auf die Sttllegung und teilweise Zerstörung der Leunawerke in Halle hingewiesen, wodurch ein großer Ausfall an Stickstoff-Düngemitteln entstanden ist. An dem Aufruhr haben sich die Landarbeiter erfreulicherweise nicht beteiligt, aber bewaffnete Banden zogen auf dem Lande um­her und verhinderren die Feld- und Hofarbeiten. In Welch verbrecherischer Weise sie dabei gewü­tet haben, ist erst jetzt mehr bekannt geworden. Gutsbesitzer, bte nicht mit ihren Familien flüch­teten. sind ermordet worden, die Häuser wurden geplündert, Geld und Wettsachen gestohlen, Le- benSmtttel geraubt. Weh und Wagen verschleppt. Einige Bauernhöfe sind in Brand geftedft wor-

Paris, A. April. (Pttvat - Telegramm.) lieber die heute Donnerstag abzuyattende zweite Sitzung der französischen SachverstLnvigen in der Wohnung von Marschall Fach wird ge meldet, daß eS stch um die enMtige Ratifikation aller Vorschläge handelt. Das zu besetzende R u h r r e v i e r soll nicht direkt mm der Entente verwaltet und ausgebentet werden. Der Bettieb der Gruben und Fabttken wird Deutschland überlassen, aber unter die Kontrolle der Gläubigerstaaten gestellt. Mit anderen Watten, die deutschen Gesellschaften werde« die Förde- rttna der Kahlen und Herstellung industrieller Erzeugnisse wie In gewöhnlichen Zeiten versehen, aber sich dabei folgenden Bedingungen unter­werfen müssen: Erstens, die Alliierten werden für jede außerhalb de« RuhrrevierS verkaufte Tonne Kohle eine Gebühr von 50 bis 70 Matt erheben. Dieser Betrag fließt in das Wie­derherstellungskonto. Zweitens, der Bettieb wirb von deutschem Personal besorgt, aber von fran­zösischen Ingenieure« kontrolliert. Drittens, eine alliiette Kommission. deren Direktton wahr­scheinlich dem Franzosen Ador übertragen wird, hat die Kohlenverteilung zu kontrolliere».

Festsetzung Se- kodlewMngen.

Paris, 21. April. (Eigener Drahtbericht.) Die Kontrollkommission der Entente für das Ruhrgebiet wird eigenmächtig Beschlüsse fassen und diejenigen Kohlenmengen sestsetzen, die Deutschland für seine Eisenbahnen und für feine

den. ES War der unverkennbare Bolschewismus. Die Schande, daß so etwas im Deutschen Reiche möglich war, läßt sich nur dadurch äbertoinben, daß der Aufruhr trotz schwacher PolizeÄrWe unterdrückt werden konnte. Diese kommunistische Niederlage hat deutlich genug gezeigt, daß das dctltsche Völk die frevelhaften ruMchen Experi­mente ablehnt. / K.F. Dr.

Die Folgen des Aufruhrs.

Die Gemeinde« gegen Kommunisten.

(Privat-Telegramm.)

Magdeburg, 21. April.

Bon einhmtdertmtdacht Gemeinden des mit­teldeutschen AufstandsgebleteS ist der Ttmtts- regierung das Ersuche« zugegangen, die Kreis, und Gemeindewahleu im Anfruhrgebitt für ««gültig 8« erklären, um die Willkürherr­schaft der Kommunisten zu breche«. I« manchen Gemeinden sind fast alle kommunistischen Gemeindevertreter verhaftet. Der kommunistische Gemeindevorsteher von Ammen- dorf ist wegen ZwangsauShebungen für die rote Armee zu einem Jahre und drei Mo­naten Gefängnis verurteilt worden.

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Entlassung von tAlnwvorstevern.

Halle e. &, 21. April. (Pttvatttlegramm) Auf Anordnung des Oberpräsidenten Hörsing sind sämfliche der kommunistische« Partei auge- hörenden Amtsvorsteher mrd deren Stell- vettreter ihres Amtes enthöbe« worde«. da es nicht angängig fei, dass ein LmtSvorsteher einer Partei angehört, die offen den Umsturz des Staates herbeiführen will und Anweisungen dafür von answüttigen Mächten erhält.

Die neuen Vorschläge.

Sm Aufschub der Zwangsmaßnahmen.

(Eigener Drahtbettcht.)

Patts, 2L Aprfl.

Die Pariser Chicago Tribüne" will erfah­re« habe«, daß Dr. Simons am Dienstag und gestern, Mittwoch, mit dem englischen Botschafter eine Befprechung gehabt hat. Der Botschaft ttr habe nach Abschluß diefer Besprechungen meh­rere Telegramme in Cbüfresprache an daS San­

to dl auch die Grubenleute mit verbesserter und vermehrter Verpflegung gewinnen. Jedenfalls rechnet man damit, daß im schlimmsten Falle die Förderung der Ruhrkohlen nicht unter fünft undstebzig Prozent der normalen Ziffer fällt.

Nötigung zur Zahlung.

Paris, 21. April. (Eigene Drahftnelbuug.) Die Alliierten rechne« damit, daß die zugunsten der Wiederherstellung erhobenen Gebühre« vom Kohle«verka«f jährlich mindestens zwei Milliarde« Goldmark ergeben, vielleicht so» gar drei Milliarden. Dazu kommen noch drei- hundett bis vierhundert MMonen Goldmark, welche die deutsche Zollfchranke am Rhein vielleicht ergibt. Der jetzt in feinen letzten Einzelheiten festgelegte Plan sieht noch eine Rei­he von ergänzenden Zahlungsmitteln vor, ». B. die industrielle Beteiligung, mit einer Ge­bühr auf andere Ansfnhren als auf die Kohlenausfuhr. Diefe Zuf atzmaßnahmen, welche die Zwangsmaßnahmen in Zahlungsmittel nm- farmen soll, soll Dentschlond nötigen, der En­tente jähttich drei «S fünf Milliarden Gold mark zu zahlen. Wichtig ist noch, daß bie besetz­te« Gebiete im Ruhrrevier nicht unter militäri­sche Verwaltung, sonberu unter bie Hoheit bes Zivilkommiffars gestellt werben sollen.

Die deutsche Industrie.

Berlin, 21. Aprfl. (Privattelcgramm.)' Der Industrielle Arnold Rechberg ettlätt im Bettiner Tageblatt, daß bie deutschen Jndustrielreise, wenn die eventuelle BeteiligungdesAus- lanbeS au der brutschen Jnbnsttte eine gewisse Grenze übersteige, ihre bisherigen Wir­kungsstätten verlassen würben, um neue vttätt- gungsmöglichkeiten zu suchen. Dadurch wür­ben bie alten Unternehmungen zurückgehen, so- baß biese nicht den erhofften Gewinn brächten.

doner Auswättige Amt abgeschickt und eS sei an­zunehmen, daß der Botschafter in diefen Tele­grammen angeregt habe, alle militättfchen Zwangsmaßnahmen anfznfchieben, bis die dentfche Regierung ihre neuen Vorschläge unterbreitet habe. Der Botschafter fei von dem Inhalt diefer neuen Borfchläge überrascht gewesen und der Rat. de« er feiert Regierung gibt, ist geeignet, den Schluß zu ziehen, daß diese neuen Vorschläge für die Ententestaate« annehmbar find unter gewissen Modifikationen.

Um Preußens Negierung.

Eine neue Ministerlifte. drivat-Tclegramm.)

Betti«, 2t April.

Siegerwald, 6er fehl Amt als Ministerpräfi- deut vorübergehend niedergelegt hat, wird im Falle feiner Wiederwahl durch den Landtag ein Kabinett bilden, in dem die bereits genann. ten Personen Mtnistrrposte« habe«, jedoch tritt laut Berliner Tageblatt «stelle Dominikus der Reichsminister Dr. Schiffer als Jnnemut«t- ster. Finauzmiuister wird der Präsident des LaudeSfiuauzamts Kassel, Sämifch; werde«. Der Vorwärts schiebt bat Demokraten die Schuld zu. daß das neue preußische Kabinett nicht mehr mit, sondern gegen die SoNaldemo- kratie gebildet werde. Die Soziotdemakrottschr Partei werde jetzt allein kämpfe« für Republik und Demokratie mit alle» wirklichen Demokraten zusammen gegen die Politik bet deutsch-demo Irakischen Partei, gegen bie Politik des lieber gang«* zur alten bürgerlichen Richtung.

Lin bürgerliches Aabtartt

Berlin, A. April (Privaüelegramm.) Tie bürgerliche« Parteien haben gestern abend Sit­zungen abgehalte«. Siegerwald wird heute im Landtag erneut mit der Kabinettsbildung be­auftragt werden und bannt Ministerpräsident eines rein bürgerlichen Kabinetts für Preußen. Die Zuziehung der Deutfchen BolkS- pattei in die in bet Biumng begriffene Stoa« litton ist für beute ober tuäter voraelebeu.

Getreide-Versorgung.

Vorschläge für neue Bewirtschaftung.

»er Streit mm »te Zwangswirtschaft. »dr« AdSn »«rang un» »iniubtang ei««« neuen Derteil- nngsiyftem« hat mancherlei Vorschläge gezeitigt. 3m Rachstehruden find verschiedene «eutzer. uitgen zu dieser wichtigen Frage wiedergegeben r Die Notwendigkeit einer Abänderung der bis- hcrigeu Bowittschafkung des Brotgetreides dränt s«h in steigendem Maße der breiten Oef- fentlichkett auf. Die aflgemeine herrschende Mei­nung der deutschen Landwirtschaft kommt in einem Aufsatz zum Ausdruck, den Oekonornie- rat Kei-scr in der D. A. Z. veröffentlicht. Danach wird man die bisherige Beihilfe des Reiches zur Erzielung eines möglichst niedrigen S rot. preifes planmäßig abzubauen haben, indem man durch Steigerung bet eigenen Erzeugung die teuere Auslandseinfuhr möglichst eiuschräntt. Eine alte Teile befriedigende Lösung könne bei dem Tiefstand der inländischen ProdEion für das nächste Jahr noch nicht ettomtet werden. Das Umlageverfahren gift eS so M ge­stalten. daß die dem Landwirt zur Verwendung im freien Handel gelassenen Ueberschüsse keiner Preisfestsetzung unterworfen werden. Die Preisbildung auf dem freien Muckte wäre durch geschickte Regulierung seitens des Reiches als Inhaber des Getreidemonopols und mit Hilfe ber aus der Umlage gewonnenen ReichSreserven

von übergroßen Schwankungen frei

zu machen. Von besonderem Interesse dürste eS sein, daß dos vielbeachtete Produkttonspro- urantm der .Arbeitsstelle für ßEiche Politik", herausgegeben von Professor Philipp Stein unter Mttarbett von Dr. August Müller, Kommerzienrat Rabethge, OverprLsidentDr. Schwauder mch Dr. Kurt Ritter in einem eben erschienenen Nachtrag grundsätzsicb den gleichen Standpunft vertritt. Allerdings dürste die dott vorgesehene, wen« auch schon gegen­über den ersten Vorschlägen revidiette Durch. schnittShöhe der Umlage muh Ansicht landwirt­schaftlicher Sachverständiger flir dieses Jauw noch M hoch gegriffen sei». Vie, DoppÄzentner auf den Hektar wird man als Höchstgrenze be­zeichnen müssen. Wichtig ist der Hinweis, wie große Ersparnisse allein aus der Vereinfachung des öffentlichen BettuttschastuugScrpp<nales ge­wonnen werden können. Tie Umlage als solche aber nennt die Denkschrift eine Steuer mit allen Hätten und Mängeln einer ans einem einzelnen Erzeugnis ruhenden ProduftionSstener, der eben als Ausgleich die Freiheit in der Verwertung des nmlagefreien Getreides unbedingt gegenüber stehen muß. JnMißchen dürste dieEntfchei- dung der zuständigen Regierungsstel­len hinsichtlich der Bewirtschaftung des Brot- «etreideS aus der nächsten Ernte gruudsStzüch festgelegt sein, und

ein emsprecyem-er GefeHermmtrf

dem Reichstage in Kürze zugehen. Allerdings birgt auch das Umlageverstchren trotz augen­scheinlicher Vorteile gegenüber der gänzlich xw- sammengebrochenen Zwangswirtschaft immer noch Mängel »ich Gefahren in sick>. aus die rechtzeitta hinzuweisen, maßgebende Stellen der Landwittschast und andere WttschastSgruppe» stch bemSrot haben. Die Gaoeckschaflen find in der letzten großen Gefamtbefprc-chmrq vom 16. März 1921 nicht von ihrem Standpunkt ber Bei. veyMAMy ver cLv^euMcyen.

All« Übrigen WittschastSvertreter, auch die so- zialdemokrattsch geleiteten Konsumvereine und Vertreter beS StädtetageS, sprachen sich Wr bal­digste« Ue6ergang gutr freien schäft auS. Die oflipekiou Vertreter ber Land­wirtschaft üben btibä eine beachtenswerte Zu­rückhaltung. wenn auch einige LaNdtvirtschastS- tomnern schon früher das komplizierte Umlage- verfahren ablehnen zu müssen geglaubt hatten und Einführung der frei«u Wirtschaft verlangten.

EmSdmngs-Konserenz.

Eine Einschränkung der Zwangswirtschaft.

Die Konferenz der Ernährungsminister, die 'eit Montag unter dem Vorsitz des ReichSmini- sters Dr. Hermes tagt«, beschgfttgke sich eingehend mit ber Milchbewirtschaftung. Die Ans­prache ergab Uebereinftimni.M.y darüber, daß die bisherige Form der Bewirrsi-bafmng nicht auft rechterhalten Werde« kann, ys Erg»bniS der Verhandlungen über die neuen Wege, die mm» mehr zu beschreiten sind, ist folgendes festzustel­len: Die Konferenz ist in ibrer weitaus übertoie- Feudest Mehrheit grundsätzlich ber Meinung, daß die Erfassung von Milch und Butter tt» Wege des ösfcnrlichm Zwanges möMhst balr restlos aufgehoben wird. Zur Erlc-chre. rung der Umstellung sollen die Länder mit Zu­stimmung des Rei^mimsterS für Ernährung und Landwirtschaft fiir eine beschränkte Heber- gangszeit ermächtigt Werden, auf Grund beton- «e«anaencr Berhandluna mH den etwa'beteiE*-

Unter der feinöNchen Aussicht.

Wie das Ruhrgebiet kontrolliert wird. DerfNavung der Deutschen.

Grubengefellfchasten nickst streiken werden. Man

Betriebe überlassen werden. Die Kommiffton wird auch die Kohlenmeuge« feftsetze«, welche an die neutralen Länder »erlauft werden können und an die alliierten Länder veckauft werden müssen. Auch die Kontrolle ber Berg­leute wirb von dieser Kommission besorgt. Deutschland behält den Gewinn ans der.Kohlen- sörderung. Man glaubt daher, daß eS kein In- tereffe daran hat. die Förderung einzuschränken, das heißt, man hofft, daß die Grubeulente und