Kasseler Neueste Nachrichten
Sonnabend, 16. April 192t.
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Aus der Heimat.
Die neuen Lanvwittfchafttzkammern.
Englische Truppentransporte.
Täglich fahren in der letzten Zeit englische Truppcittranspottzüge durch die Station Ger-- stungen; di« Truppen werden aus dem Osten in ihre Heimat befördert. In Gerstungen werden sie verpflegt Zur Ucberwachung sind in der letzten Zeit englische Soldaten dem stündigen Entente-Kommando in Gerstungen zugeteilt
Wahl des neuen Vorstandes leiten und danach den neuen Vorständen die Geschäft« übergeb n. Die Einberufung soll möglichst bald nach dem Dorliegcn des Wahlergebnisses erfolgen. Eine Uebersicht über das Ergebnis der Landwirt- schastskammerwahl wird voraussichtlich erst in den nächsten Tagen veröffentlicht werden können, weil eine große Zahl von endgültigen Berichten noch aussteht. Als erste der neuen Landwirtschaftskammern ist die Landwittschaftskam- kammer in Wiesbaden zufammengetreten.
hergeääa au 6 ff.SÜrtwpuder
Am 18. April ds. Js., abends 8 Uhr großer Stadtparksaal findet im Anschluß an die Rede des Herrn Dr. Fischer vom Mieter-Schnlz-Verein Frankfurt a. M. die Gründung des hiesigen
Mleter-Schutz-Verelns
Vruchftlmke können auch ohne Ope« ration u. Berussstörrmg geheilt werden. Nächst«' Sprechstunde in Staffel,; Hotel Hessischer Hof, BahnHofstr. 25, am 22/ April 1921. v. 10-1 Uhr Dr. med. Lands, Spez.« Arzt f. Brirchleid. Berlin W 35. Potsdstr. 103
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• * Kleinern, 15. Aprfl. (Tie Kirche ohne Pfarrer.! Das durch den Tod des Pfarrers Schluckebier verwaiste Kirchspiel wird durch die Pfarrer Beck-Affoldern, Stracke-Hemfutth und Haas e-Wellen mitversehen. Die Amtshandlungen in der Woche haben die beiden zuerst ge-
* Hannoversch-Müniden, 15. April, zeichnung.) Dem Bahnwärter Friedrich Spit- zenbera ist aus Anlaß der Vollendung seiner siinfzigjährigen Dienstzeit ein AncrkennunaS- und Dankschreiben des Reichsverkehrsministeriums, Zweigstelle Preußen-Heffen überreicht
Der preußisch« Landwirtschaftsminister Verfügt, daß die bisherigen Vorsitzenden die neu gewählten Landwirtschastskammern zunächst zu- sammenberufen, die Versammlungen bis zur
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3. Der Damentee.—DerDamen-u. Herrentee.
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modernen Tafelgeräten. — Speisefolge,
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Der praktische Unterricht wird mit dem dazu- gehörenden Tafelgerätschasten ausgeführt. Tageskursus von 3—6 Uhr, Abendkursus von 7—10 Uhr. Honorar 30.— M-, zahlbar bei Be- ■ ginn. Anmeldungen werden nur am 1. Unterrichtstag, Montag, 18. Avril, im Hackerbräu, 1 Stunde v^ursusbeginn entgegengenommen. Die Kursusleitnng. E. F. Gräfe «. Fran.
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Börsen-und Marktberichte.
Sämerei-Wochenber-cht
Aus Berlin schreibt man uns: Mit der milden Witterung nehmen auch die landwirtschaftlichen Bestellungen weiterhin zu. Nicht mbr in dem bisherigen Umfange betrafen ste Klee- faat, wenn auch das Geschäft mit Klee, und besonders mit Rotklee, noch verhältnismäßig recht lebhaft ist, währeiw sogar in Luzerne größerer Bedarf mit den Lägern aufräumte und Nachbezüge notwendig machte. Auch Gras- saaten für Wiesen und Weiden waren so stark gefragt, daß große Partien bereits geräumt sind mrd daß ine Bezugsländer, soweit sie für eine Lifferuna noch in Frage kommen, beträchtlich Höhere Forderungen durchsetzen können. Dagegen scheinen Frofffchäden, wie sie vielleicht hier und da befürchtet waren, sich nicht eingestellt zu haben, denn man merkt keine besondere Zunahme in den Bestellungen von Ersatzsaaten.
Seradella und Lupinen hatten keinen großen Umsatz. Einige Nachfrage herrsche in Spörgel Dagegen haben Runkelrüben und Möhrensamen eine Steigerung im Absatz erfahren. Es notieren unverbindlich — je nach -Cuolitär: Notllee 590—820, Schwedenklee 760—1100, Weißklee 1200—1700, Inkarnatklee 165—220, Luzerne 1000—1580, Esparsette 160=210, Sumpf- schotenklee 1800—2400, Hornschorenklee 2900 bis 3050, englisches Rai gras 360—410. italienisches Rai gras 270—340. TimoHes 430-660, Kaul- gras 550—800, Schaffchw-ngel 650—780. Wiesen- fchwinael 1400—1600, Kammaras 2500—3000, Wiesenfuchsschwanz 2300-270), Wiesenrispengras 2750—2900. Fiottngras 1350-1420, französisches Raigras 2100—2400, Seradella 68—82, gelbe Lupinen 72—82, blaue Lupinen 62—72, Peluschken 120—140, Senf 220—260, Leinsamen 300—360 — allez in Mark für 50 Kilo netto ohne Sack, ah" Berlin.
** Frankfurter Börsenbericht. Die Stimmung der Börse blieb auch gestern infolge der unklaren politischen Lage gedrückt. Das Geschäft war eng begrenzt und die Kurse gaben im allgemeinen etwa 2—3 Prozent nach. Valutawerte dagegen zeigten sich mit den. anziehenden Preisen der fremden Devisen befestigt. Fm Abend- Verkehr setzte für einzelne Gebiete eine mäßige Erholung ein. Bei ruhigem Geschäft. Im freien Verkehr waren bei größeren Umsätzen deutsche Petroleum erheblich befestigt, 810—830. Die Mark wurde gemeldet aus Amerika mit 1,56, England 247%, Frankreich 22%, Holland
beträchtlichen Teil des durchweg mit Teerpappe überzogenen Daches verbreitete. Das Feuer griff immer weiter um sich und hätte sicherlich das ganze Fabrikgebäude ergriffen, wenn die Bekämpfung nicht schnellstens geschehen wäre. Von der in der Nähe gelegenen Domäne wurde alsbald eine Mannschaft mit einer Feuerspritze abgesandt und die Freiwillige FeuerwHr alar- miett die binnen wenigen Minuten auf dem Brandplatze eintraf und die Bespritzung vornahm. Do wurde es möglich, daS Feuer in etwa dreiviettel Stunden zu löschen, sodaß größere Gefahr verhütet wurde.
* Höringhausen, 15. April. (Zehn Morgen Waid verbrannt.) In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag stand das Rudolfshagen, ein dem Fürsten von Lich gehöriges Waldstück cm der waldeckischen Grenze, in Flammen. Der Wind trieb das Feuer in eine Fichtendickung, wo es verheerend wütete. Etwa zehn Morgen Wald sind verbrannt. Dem schnellen beherzten Eingreifen zweier Männer aus Niederwaroldern ist es besonders zu danken, daß sich das Feuer nicht weiter ausbreitete. Man vermutet Drand- stistting.
* Heröfeld, 15. Avril (Ter scheidende Land- rtrt.) In dieser Woche hat der Landrat des Kreises Hersfeld, v. Grunelius, nachdem er die nachgesuchte Entlassung aus dem Staatsdienste erhalten hat, seine Tätigkeit eingestellt. Fünfzehn Favre lang hat er mit Umsicht und Erfolg dm Posten innen gehabt. Sein Nachfolger wird ein Vertreter der Mehrheitssozialisten fein.
* Itzenhain, 15. April. (Sechzigjähttges Ehejubiläum.) Das nur wenigen Sterblichen beschiedene Fest des sechzigßährigen Ehejubiläums beging der dreiundachtzigjährige Auszüger Geora Schönmann mit seiner vierund- achtzigjähttgen Ehefrau, die beide noch körperlich und geistig frisch sind Der Ortsgeiftliche hielt an das Eüevaar eine gehaltvolle Ansprache.
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** Berliner Produktenmartt. Im gestrigen Geschäft war die Tendenz für M a i s ruhrg. Für La Platamais bestand allerdings noch wetteret Dcckungsbegehr, besonders für Aprillteferung. Doch zeigte sich das Angebot weniger zuruckyal- tcnd als geftern. In roten und weißen Bczuge- fchcinen zeigte sich größeres Geschäft. Für a n- dere Früchte «.rhi-.lten sich die gestrigen Preise. Vereinzelt gingen sie noch etwas Hoyer. Oelsaaten lagen still. In den übrigen Artikeln bat sich nichts verändert.
♦♦ Berliner Lederbörsentag vom 14. April. Bei der heuttgcck gut b.'suchten ZusammenLunst zeigte sich tn allen Zweigen der Leder-, Häute- und Schuhwittschast eine zuversichtlichere S-im- mung. Die Kauflust war reger und zwar, soweit ettennhar. teilweise aus etwas erhöhtem Preisniveau. Insbesondere stellte sich nunmehr noch stärkerer Bedarf für schwarzes Gebrauchs- fchuhwerk und die dafür benötigten Leder her- aus — offenbar deshalb, weil die Nachfrage in farbiger Ware nicht voll befriedigt werden kann Die nächste Börseiwerfammlung findet am Donnerstag, den 21. April statt.
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* Oberaula, 15. April. (Achtzig Jahre alt.) Die Mutter des Lehrers Heilbrunn, Frau Witwe Heilbrunn dahier, begeht am 16. April in bester Gesundheit ihre« achtzigsten Geburtstag.
• Philippsthal, 15. April. (Fußballsport im Werratal.) Auch im Wrrratale bürgert sich allmählich der Fußballspott immer mehr ein. Der hier bestehende Spottverein „Teutonia“ entwik- kelt sich immer mehr zu einem recht beachtenswetten Verein mit zirka neunzig Mitgliedern. Seine erste Mannschaft siegte zuletzt in einem Wettspiel gegen die erste Mannschaft des Fuß- bollflub Sünna mit 7:0 Toren.' Tie erste Ju- gendmannschaft der „Teutonia* verlor allerdings gegen die erste Fugendmennschaft des V. l. B. Vacha mit 1:4.
* Widdershausen (Werra), 15. April. (Ein Neunzigjähriger.) Sein neunzigstes Lebensjahr vollendet heute in seltener körperlicher und geistiger Frische unser älteste Mftbürger, der frühere Bürgermeister, Kirchenälteste und Rentner Konrad BudeSheim.
* Ziegenhain, 15. April. (Brand in den Hessischen Metallwerken.) Abends gegen sechseinhalb Uhr entftanb in den Gießräumen der Heff. Metallwerke Feuer, das sich sclmell über einen ■MkajaaaaBsaBsasaBaBaBanBBaM^MBBBBaMsm
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