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Meier Neueste Nachrichten

Kasseler. Abendzeitung Hessische Abendzeitung

Nummer 76.

Fernsprecher 951 und 952.

Freitag, 8. April 1921

Fernsprecher 951 und 952.

11. Jahrgang.

Verschärfung der Krise in England.

weis dafür, daß Lloyd George seine Position nickt für sonderlich sicher hält und die oppositio­nelle Presse drängt denn artch immer schärfer auf Neuwahlen. Ein Wahlfeldzug im Zeichen der scharfen Konfliktstimmnng zwischen Arbeitern und Regierung, itn Zeichen der irischen Revo­lution und endlich im Zeichen des inner- wie außenpolitisch gleich starken Gegensatzes zwischen Unionisten und Liberalen, wobei auch Fragen wie die deS Versailler Friedens und der Repa­ration eine bedeutsanie Rolle spielen müßten, würde für das Kabinett Lloyd George zweifellos ein sehr großes Wagnis bedeuten. Llovd Ge-

Der Streit in England.

Wirtschaftliche Krisis.

Die seit Jahren immer wieder einsetzende Streikbewegung im englischen Berg­bau scheint sich jetzt zu einer Riesenkatastrophe zu entladen. Es handelt sich um einen Aus­stand, der fast lückenlos durchgeführt wird und rund eine Million Arbeiter umfaßt, um einen Ausstand, der größer ist und folgenschwerer zu werden droht, als jemals eine Arbeiterbewegung in Großbritannien gewesen ist. Heute wird be­reits gemeldet, daß die Transport- und die Eisenbahnarbeiter bereit sind, den Berg- arberterausstand mit einem Sympathiestreik zu unterstützen. Wie gespannt die Stimmung ist, geht auch daraus hervor, daß vielfach Fälle von Ausschreitungen und Sabotage berichtet werden und etliche Gruben infolge Nichtausführung der Notstandsarbeiten bereits ersoffen sind. Auf welche Ursachen ist nun dieser Riesenstreik, der England mit einer WirtschafMatastrophe ohnegleichen bedroht, zuriickzuführen? Es handelt sich hierbei auch um eine Nachwirkungdes Weltkrieges. Als die britische Regierung im Jahre 1916 die staatliche Kohleybewirtschaf- tung durch führte, wurden für die Arbeiter Ein­heitslöhne festgesetzt und den Gruben-Be- sitzern eine den Erträgnissen vom Jahre 1913 entsprechende Verzinsung garantiert. Da dies System an den sinkenden Kohlenprei- ' sen und zugleich cm der geringer werdenden Arbeitsleistung zu scheitern drohte, versuchte mau es mit einem Prämienfystem zur Hebung der Produktion, dessen Wirkungen jedoch nur vor­übergehend waren.

Die englische ReAerung hat ausgerechnet, daß das Festhalten an den bisherigen Löhnen und an dem garantierten Minimalgewinn eine Zu­buße von fünfzig Millionen Pfund monatlich er­fordern, und da diese Belastung als unerträglich für das englische Budget angesehen wird, das ohnehin mit einem erheblichen Fehlbetrag rech­nen muß, fo hat das Kabinett das vorhin ge­kennzeichnete Abkommen mit einmonatiger Kün- digirng aufgehoben, so daß es am 31. März ab­gelaufen war. Da nun die englischen Gruben fast durchweg infol^ des erdrückenden Wettbewerbes und mangelnden Absatzes mit erheblicher Unter­bilanz arbeiten (an der Tonne wurden bisher je nachdem vier bis sechzehn Schilling zugesetztl, so haben die Unternehmer, da sie höhere Preise wegen der Konkurrenz nicht durchsetzen können, sich durch die Herabsetzung der Löhne zu liessen gesucht. Sie berufen sich dabei darauf, daß die Indexziffer der Lebenshaltungskosten gesunken sei und daß die Löhne auch in andere« Industrien herabgesetzt seien. Die Bergleute bestanden demgegenüber erstens auf ihren bis­herigen Löhnen, zweitens auf demPool", das heißt der einheitlichen Fiuanzbewtrtschaftun« der Gruben, und sie verlangen ein nationales Lohn- emt zur einheitlichen Regelung der Löhne.

Die Verhandlungen, die von beiden Seiten sichtlkch ohne Hoffnung auf Erfolg geführt wur­den, sind gänzlich gescheitert, und die Arbeiter haben auf den Lohnvorschlag der Unternehmer mit dem Generalstreik geantwortet. Hierbei er­gibt sich eine theoretische Frage, die von prakti­scher Bedeutung ist. Die Arbeiter behaupten, daß kein Streik ihrerseits, sondern vielmehr eine Aussperrung vorliege. IM ersteren Fall könnten die Grubenarbeiter nur auf die Ge- werkschaftSkassen rechnen, während sie, wenn die zuständigen Gerichte bei etwaigem Einklagen der Löhne das Vorhandensein einer Aussperrung feststellen würden, aus die staatliche Arbeitslosen­unterstützung Anspruch hätten. Die Gewerk- schaftskassen sind aber infolge der großen Aus­stände der letzten Zeit führ geschwächt, und es sollen im Höchstfall Mittel für etwa zwei Wochen vorhanden sein. Demgegenüber tut die Regie­rung sehr optimistisch und sie behauptet, Kohlen- oorräte für drei bis vier Monate zu hüben, was stark übertrieben fein dürfte, und dem die bereits eingeleiteten Sparmaßnahmen widersprechen.

Reben d--r katastrophalen wirtschaftlichen Ge­fahr, die dieser Streik für England bedeutet, könnte er auch politisch einschneidende Fol­gen haben, da die Älrbeiter sich dadurch in die schärfste Opposition stellen werden, während die Stellung des uniomstischen Kabinetts ohnehin durch die wachsenden Erfolge der Liberalen bei den Nachwahlen wie bei den Gemeindewahlen stark erschüttert ist. Die nicht aushörenden Ver­änderungen int Kabinett bilden den besten Be-

orge ist sich der Gefahr Wohl bewußt Deshalb versucht er persönlich eine Einigung zwischen den Streikenden und den Unternehmern herbei- zusüh^en, damit eine politische Krise vermieom werde. Jrc-»wischen nehmen die wirtschaftlichen Schwierigkeiten immer mehr zu, so daß sie auch crnst» politische Folgen nach sich ziehen können.

Sie englische Srreifioge.

Vermittlungsversuche der Regierung.

(Eigener Drahtbericht.)

London, 7. April.

In letzter Sttmde hat die Regierung in den Kohlenstreik eingegriffen. Lloyd George hat an den Sekretär der Föderation der Bergarbei­ter und an den Vorsitzenden der Bereinigten Erubekkbesitzer gleichlautende Briefe geschrieben, in welchen er mitteilt, daß die Regierung ver­mitteln möchte. Der Vollzugsausschuß der Ge­werkschaften der Grubenüute hat gestern nachmittag beschlossen, dem Ersuchen von Lloyd George, die Hand zu neuen Verhandlungen und Besprechungen mit den Grubengesellschaften zu bieten, zu entsprechen. Wahrscheinlich werden in­folge dieses Beschlusses die Eisenbahner, und Transportarbeitergewerkschaften jedes wettete Vorgehen des Gesamttartells vertagen.

Vermehrte Ruhestörungen.

London,?. April. (Eigene DrahtmeMmg.) Die Lage ist aus das äußerste zttgespitzt. Die Schildwachen vor den Regierungsgebäuden sind verstärkt worden. Truppenabteilungen sind mit feldmarschmäßiger Ausrüstung und Schützengrabenhelmen versehen worden. Gestern ist cs wieder an verschiedenen Stellen zu Ruhe­störungen gekommen. Der Telegraph meldet: Die Angriffe der Streikenden auf die Elfen- bahnen mehren sich. Der Glasgower Zug ist bei Leeds entgleist. Zwei Schaffner und ein Passagier find ums Leben gekommen. Bei Bir­mingham sind in der Nacht die Schienen aus zehn Kilometer Länge aufgcriffen worden.

Auch die Transportarbeiter.

London,?. April. (Eigene Drahtmeldung.) Die Transportarbeiter haben etttgegen aller Erwartung gestern beschlossen, die Gru­be n l e »t e in ihretn Kautpfe um bessere Löhne zu unterstützen und sich mit den Eisen- bahnern und den Gntbenleuten in Verbin­dung zu setzen zu dem Zweck, daß das Kartell der Grubenleute, Eisenbahner und Transportarbeiter gemeinsam vorgehe. Dagegen haben die Eisen- bahner gestern noch keinen Beschluß gefaßt. Ihre Versammlung ging auseinander, ohne daß eS zu einer Entschließrmg gekommen roärs.

Amerika und Smova.

Amerika besteht auf Entschlutzfreihett.

(Eigene Drahimeldung.)

ParK, 7. April.

Nach einem Tclegraurm aus Washington hal­ten sich die Vereinigten Staaten von Amerika durch Beschlüsse des Versailler Vertrages, des Obersten Rates oder des Völkerbundes nicht für gebunden. Auf den Einwand der Alliierten, daß Wilson in Paris Berpflit^ungen eingegan- gen sei, antwottete Amerika, daß Wilson keine Vollmachten gehabt habe, Amerika zu bin­den. Die Vereinigten Staaten behalten sich durch diese Note ihre Entschlnßfreiheit für alle Dinge vor, die sich seit dem Waffenstillstand ereignet haben. Der Herold meldet aus Rewyork, daß ein Anttaq von 22 Senatoren eingeaangrn ist aus Suspendierung der Zinsenschukd für die alliier­ten Schulden in Amerika. Eine Mehrheit im Senat für den Antrag ist gesichert.

IM den Kieler Kanal.

Di« Alliierte« verlangen Durchfahrt.

(Pvivat-Telegramm.)

Berlin, 7. Avril.

Der Botschasterrat in Paris hat gestern eine 'Rote an die deutsche Regierung veröffentlicht, in der gegen die formelle Verletzung von Artikel 380 des Versailler Vertrages bezw. gegen die Ber- weigenmg der freien Schiffahtt im Kieler Kanal protestiert wird. Die Vorgeschichte dieser P r o - teftnote ist folgende: Am 21. März wurde einem englischen Dampfer, der unter französischer Flagge nach Danzig fuhr, die Durchfahrt durch den Kieler Kanal verweigert mit der Begründung, daß er eine Ladung von K r i e a s-

material mit der Besttmmung nach Polen an Bord habe. Nach zehntägiger Wartefrift konnte der Dampfer durch den Sund nach Danzig fahren. Dir Note fügt bei, daß eine Wieder­holung dieser Verletzung der Versailler Atte nicht geduldet werde. In der Note wird ausdrücklich zugegeben, daß der Dampfer tatsächlich KrMS- umtcrial für Polen an Bord hatte. Der Artikel 380 bestimmt, daß der Kieler Kanal allen Kriegs- und Handelsschiffen aller Nationen, die mit Deutschland im Frieden leben, offensteht.

Ilm die PslizeWrke.

Die Alliierten verlang«» Verminderung.

(Privat-Tclegramm.)

Berlin, 7. April.

Die interalliierte Militärkonttollkommission hat dem Auswärtigen Amt eine neue Rote über die deutsche Poilzei zugehen lassen. Sie behaup­tet darin, die Polizei trage unzulässiger Weise noch immer den Charakter einer beweglichen militärischen Streitkraft. Sie stellt sich ferner aus den Standpunkt daß die Deutschland zuge­standenen 150 000 Mann nicht mir die unifor­mierte sogenannte Ordnnngspolizei, sondern auch die Zivilpolizei umfassen müsse. Tas Aus­wärtige Amt hat in einer Antwortnote dargc- lcgt, daß die jetzige deutsche Polizei den in der Note von Boulogne gestellten Forderungen durchaus entspricht und nicht «AS militäri­sche Organisation betrachtet werdest könne. Der Charakter als lokale Polizei würde nicht dadurch beeinträchtigt, daß im Notfälle Polizeikräfte vor­übergehend außerhalb ihres Bezirks Berwen- duna finden. Die Notwendigkeit einer solchen Verwendung hätten die Ereignisse der letzten Zeit deutlich gezeigt.

Deutschland verlangt Verstärkung.

Berlin, 7. April. (Privattelegramm.) In der Antwortnote der deutschem Regierung ist auf die jüngsten Nnruhen hingewiksen worden. Dar, aus habe sich ergeben, daß die Polizei mit der zugelassenen Bewaffnung den Aufgaben n i ch t g e w a ch s e n sei, die an sie herantreten können. Für absehbare Zeit fei nicht damit zu rechnen, daß es gelänge, aller im Lande verbor­genen Maschinengewehre habhaft zu werden und jedes versteckte Gewehr zu entdecken. Neberdies würden verbrecherische Elemente sich immer wie­der aus irgend eine Weise in den Besitz neuer Waffen zu setzet wissen. Die deutsche Regie­rung muß sich unter diesen Umständen vor- behalten, neue Anträge wegen einer bes­seren Bewaffnung zu stellen»

W

Eine deutsche Denkschrift.

Berlin, 7. April. (PrivatteVegramm.) Das Ministerium des Innern ist davon überzeugt, daß die jetzige Bewaffnung der Polizei völlig unzulänglich ist. Ortskundige und gutbewaffnete Banden können nur wirksam bekämpft werden, wenn der Polizei auch größere Kampfmittel wie Geschütze und Minenwerfer zur Verfü­gung stehen. Das Ministerium befaßt sich mit der Ausarbeitung einer Denkschrift, die den Nach­weis führen wird, daß die jetzige unzulängliche Bewaffnung der Polizei, der preußischen und auch der Neichsregiemng in der Ausführung der Friedensbüringungen geradezu die Hande binden

Preußens Regtemnssvllßung

Di« Wahl des Ministerpräsidenten.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 7. April.

Nach der Bossischen Zeitung wird am Sonn­abend die Wahl des preußischen Minister­präsidenten vorgenommen. ES steht berefts fest, daß der Ministerpräsident den Reihen des Zentrums entnommen wird. Hierfür kommen in erster Linie der Minister für VoUswohlfahrt, Strgerwald, und der Justizminister Am Zehnhoff in Frage. Wahrscheinlich wird die Partei den Mi­nister Stegerwald präsentieren. Dem Minister­präsidenten wird es überlassen bleiben, die ein­zelnen Ministerien zu besetzen. Zu einem späte­ren Zeitpunkt, wenn line Einigung zwischen den Parteien erzielt wurde, und eine Koalition zustande gekmnmen ist, soll eventuell eine Neu­wahl des Ministerpräsidenten und in diesem Falle auch eine Umbildung des Kabinetts in ein volitilch-varlamentarisches erfolgen.

Wärme und Brennstoffe.

V ratnngen im Reichskohlenrat.

Der Nohlenmangel in Deutschland zwingt zu de- sonderen Er!parung«n>aßnahnren, mitdrucn sich der Reichokohlrnrat bleiet Tage beschäftigt hat. Die wirtschaftliche Erzeugung und Verwen­dung der Wärme ist keine Ausgabe, die an Be­deutung verlieren wird, wenn die Kohiennot ein­mal ein Ding der Vergangenheit fein wird. Wärme sparen, heißt Kostensparen für den Industriellen wie für den Gewerbetreiben­den und jeder), der einen Ofen und einen Herd besitzt. Deshalb behalt die gesamte Arbeit aus dem Gebiet der Warmewirtschaft, für die der Dachverständigenausschuß für Vrennstoffverwen- duug beim Reichskohlenrat sozusagen das Par- läment bildet, ihre dementsprechende große Be­deutung für die Wicdererstarlung unserer Volks­wirtschaft. Der Ausschuß betonte in einer förm­lichen Stellungnahme die ungemeine Wichtigkeit verstärfter Pflege der Wärmewirtschafts- lehre im Unterricht an den Technischen Hoch­schulen. Diese Forderung paßt durchaus in den Rahmen der neuerdings aus Kreisen der preu­ßischen Unterrichtsverwaltung geumchten Vor­schläge zur stärkeren Umstellung der Techni­schen Hochschulen auf wirtschaftliche Fragen Die Hochschulen sollen eingeladen wer­den, ihre Vertreter zu gemeinsamer Besprechung dieser Fragen mit Berttetern des Sachverstän- digerEusschufses zu versammeln. Auch die Technischen Mittelschulen sollen mit in den Kreis dieser Besprechung gezogen werden. Ein für die gesamte Energie-Wirtschaftö-Politil Maß­gebender Fragenkreis wurde durch die Bespre­chung der wärnwwirtschastlichen Rücksichten an­geschnitten, die bei der Planung und dem Be­trieb von

e(ettrifd)en Kraftwerken.

privaten wie öffentlichen, von Einfluß sind. Mü­der Aussprache ging hervor, daß wir uns daran gewöhnen müssen, die Elekttizitätserzeugung nicht als reines Krasterzeuguugsproblem, son­dern als einen Vorgang zu betrachten, bei dem auch Werte in Form von Wärm» entstehen. Es ist deshalb in allen Fallen erforderlich, die Frage der Wirtschasikicklkeit elektrischer Kraftwerke auch vom Gesichtspunkte der Verwertbarkeit der Wärmemengen zu prüfen, die neben der Krasterzeugung freigemacht werden können und heute in vielen Fällen verloren gehen. Die Frage, inwieweit auch bei den heutigen hohen Kosten von Umänderungen oder Neubauten diese Er­kenntnis prakttsch nutzbar gemacht werden kann, wird Gegenstand besonderer Studien fein, die der Sachverständigen-Ausschuß von sich aus ver­anlassen wird. Weiter wurde mitgeteilt, daß ein ständiges Zusammenwirken zwischen dem Reichs- tu>ikehiKmlnisterium und dem Sachverständigen- Ausschuß des Reich skohlenrates in Form eines gemeinsamen wärmetechnischen Ausschusses be­wirft worden ist, dabei aber gleichzeitig betont daß die

Verminderung des Brennstoffverbrauchs der Eisenbahnen vor allem von der Möz« lichkeit abhänge, die noch immer unsagbar schwie­rigen allgemeinen Betriebsverhältnisse der Bah­nen allmählich wieder normal zu gestalten. Un­ter dem Zeichen des starken Strebens unserer Wirtschaft nach Selbstverwaltung standen schließ­lich die sehr tniereffunten Besprechungen, die sich mit der allmählichen UOberleitung der wärme- wirtschaftlichen Tätigkeit der Landeskohl en- irrtb Kohlenwirtschafts stell en aus wiri>- schafÄiche Selbstverwaltungs körper befaßten. Allerdings sind diese Beratungen, foliange die Kohlenwirtschaft- und Landeskohlenstellen noch für die Brennstoffverteilung unentbehr­lich sind, nur vorbereitender Natur. Es ist aber zu begrüßen, daß die Sachverständigen im Rah­men des SeMstverwalMngskörpers der Kohle sich bereits jetzt vorausschauend mit diesen Fra­gen befassen. Uebrigens Wurde ühereinstimmend betont, daß ersprießliche Gemeinwirffchaft nick! durch Abtrennung und gefondette Behandlung der Elektrizitätswirtschaft, sondern nur durch enge Verbindung von Wärmewirtschaft und Elek- trizftätswlrtschaft getrieben werden können. Die Hervorhebung dieser WechseLbeziehungen kann bei der ferneren Bearbeitung des Elektrizitäts- wirtschaftSgesetzes nicht außer Acht gelassen wer­den. Im übrigen ergab sich auS den Besprechung gen und auch ans dem Bericht des Geschäfts, sührers ein erfreuliches Bild von der füllen, aber überaus regen Arbeit, die ans dem Gebiete der WSrmewirtschaft allenthalben in einem geord­neten Zusammenhang geleistet Wird».

Ausbau und Ausländsdeutsche.

DaS Entschädigrmgsgesetz.

Man schreibt uns: Am 13. April d. I tritt der Reichstag erneut zusammen Als weitaus wichtigster Punü der bevorstehenden Sitzungs- pertode steht die Bercttung und Verabschiedung des AuslandsschLoengesetzes auf der Tagesord­nung. War einmal gründlich über die Frage des