Meier Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
$t« «afftlet Sltueftnt Nachrtchlm «rschrwnl wöchentlich iechtmal und »war ödend«. Der «lbonnemrntöpret« beträgt monatlich 6.00 Mart bet tretet Aufteilung in« (au«. Au«- roärt« durch btt flott bezögen 5.ao Mark monatlich etnschlteblich ZuNellung. Bestellungen werden lederzeit von der LefchästSstelle oder den Boten entgegengenommen. Drutleret, Vertag und Siebattion •. Schtachthofftrade 28/30. Für unverlangt eingefanbte Beiträge tonn die Redaktion eine Verantwortung oder «ewahr in leinem Falle übernehmen Rückzahlung de« BezugSgetbe« oder Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnungämätziger Lieferung aubgischlosten.
Insertion «Preise, a) Vinheimische Aufträge: Die etnfpatttge Anzeigen-geile DL LIO, die einspalttge ReNamezelle M. 3.—. b) Auswärtige Aufträge: Die einspaltige «nzeigenzeile M. 1.80, bte einspaltige Rekiamezeile M. 3.50, alle« einschlieblich TeuerungSzuschlaa und Lnzeigenfteuer. Für Anzeigen mit besonders schwierigem Satz hundert Prozent Aufschlag Für bie Richtigkeit aller durch Fernsprecher aufgegebenen Anzeigen, sowie für Aufnahme, baten und Plätze tarnt eine Bewahr nicht übernommen werden. — Druckerei: Schlachk» tzosstratze 28/30. Eefchäft«ftelle: Kölnische Straße 5. Delephon Kummer 951 und 851.
Hessische Abendzeitung
11. Jahrgang
Dienstag, 5. April 1921
Nummer 73
Fernsprecher 951 und 952.
Fernsprecher 951 und 952.
Las ungarische Abenteuer ist beendet.
nach MörS unterwegs, das von belgischen
Sol-
Dic
21crfnti:
■Hfff, NS
Noch keine Einigung.
dem am 14. Avril zusammentretenden Kongreß
Die des
Wirtschaftliche Schädigung.
Berlin, 4. April. (Privattelegramm.)
Mißbrauch der Immunität.
Hamburg, 4. April. (Privattelegramm.) In Hamburg hatten zu den radikalen Führern vier kommunistische Mitglieder der Bürgerschaft gehört, die sich bei ihrer Verhaftung auf ihre Immunität beriefen und da ihnen dies nichts half, durch ihre Parteifreunde bei der Bürger-
5m linksrheinische» Gebiet.
Krefeld, 4. April. (Privattelegramm.) In Mörs kam es zwischen belgischen Besatzungstruppen und Kommunisten zn einem blutigen Zusamemnstoß. Dabei wurden drei Kommunisten getötet und stcbenundzwanzig
kommunistische Generalstreikbeloeguaa im Reiche gilt jetzt als cnbgiittig gescheitert. Rach einer Mitteiluna in der Berliner Gewerkschafts kommission am Sonnabend Abend sind im Mitteldeutschen Aufftandsgebiet infolge des kommu. nistischen Aufstandes über dreißig Fabriken und Werke vorläufig stiügelegf und über achtzehntau- srnd Arbeiter ohne Beschäftigung.
Präsidenten Hardinn an die alliierten europSi scheu Staaten über die Durchführung der Frie- densvertröge wird im Staatsdcvartrment fertig- gestellt. Ihr Inhalt wird vor ihrer Absendung
Eine amerikanische Rote.
Köln, 4. April. (Eigener Drachtverickt.) .Times" melken aus Rewhork: Eine Rote
baten besetzt wurde. Rach den letzten Nachrichten ist es in der Gegend jetzt ruhig. Tie Arbeit soll Montag wieder ausgenommen werden. Dir Bc- satzungsbehörden erlassen einen Ausruf, in dem es heißt: Wer eines Verbrechens oder eines Vergehens schuldig erscheint, soll festgenoinmen und vor das Kriegsgericht gestellt werden. Jede seind, selige Haltung gegen Militärpersonr» wird sofort geahndet. Häuser, aus denen geschossen wird, werden sofort in Brand gesteckt.
Aus der Aufruhr-Bewegung.
Die Nachforschung nach den Verbrechern. — Kein Generalstreik.
Preußens Rrsl'erunzrbildung
ParLeivcrtreter beim Reichspräsidenten.
(Privattelegramm)
Berlin, 4. April.
Vertreter der preußischen Regierungsparteien hatten am Sonntag vormittag eine Besprechung mit dem Reichspräsidenten Ebert. Die Abgeordneten Dominikus (von den Demokraten), Siehring (von den Sozialdemokraten) und Gerold (vom Zentrum) nahmen daran teil. Die in der letzten Zeit viel erörterte Regierungsbildung in Preußen bildete den Gegenstand
Berlin, 4. April. (Privkt-Ttz!egr!amm.) yberprästdent Hörsing weist in einem Aufruf auf die Tatsache hin, daß die Täterschaft vieler schwerer Verbrechen und die Beschädigung öffentlichen und Privaten Eigentums noch nicht geklärt ist und sichert allen, die Angaben machen können, im Namen des Enrwaffnungs- kmnmiffars, je nach der Art des Verbrechens und der Höhe des entstandenen Schadens. Belohnnu- qrn bis zu 20 000 Mark zu. — Der Kommunistenführer und Ränbcrhauptmann Hölz ist als Urheber des Anschlags auf die Berliner Siegessäule festgestcllt worden Auch die übrigen Ttz- namitvcrbrechcn in Berlin und Mitteldeutschland sind von Hölz persönlich geleitet worden. Tie Zusammenhänge zwiscl-en Berlin und Mitteldeutschland sind restlos aufgeklärt worden. Für die Ergrcisung des Hölz sind hunderttausend Mark Belohnung ausgesetzt.
Regierungsparteien im Reiche möchten auch weiter regieren, aber mit den Sozialdemokraten. Nur die Sozialdemokraten wollen nicht mit der Deut- ftfftn Volkspartei regieren. Um ihren Widerstand zu brechen, hatten Zentrum und Demokraten diese Besprechung mit dem Reichsprästdentrn vorgeschlagcn, der den Sozialdemokraten erklären soll, daß cs, wie das Beispiel im Reiche zeigt, mit der Deutschen Lolkspartei ganz gut gehe.
Unaotn bleibt noch Republik.
Exkönig Äael reift wieder ab.
(Eigener Drahtbericht.)
Wien, 4. April.
Die formellen und technischen Vorbereitungen für die Rückreise des Exkaisers Karl sind ab- aeschlosien worden. Die Rückreise wird von Steinammiger aus angetreten. Als Begleiter während der Durchreise durch österreichisches Gebiet wurden drei Offiziere der Entente als Ehrcnkavalliere, Organe der Sicherheitswache und der Wehrmacht und ein Funktionär deS Auswärtigen Amtes vorgesehen. Die Reiseljnie wird erst im letzten Augenblick endgültig festge- setzt. Nach Mitteilungen von österreichischer Seite wird die Abreise als unmittelbar bevorstehend angesehen. Man erwartet, daß Exkaiser Karl sich bei seiner Abreise mit einem Manistst an die ungarische Nation wenden werde. Bis jetzt liegt eine Nachricht, daß die Abreise tatsächlich schon erfolgt ist. noch nicht vor.
Entscheidung aber schon längst gefallen fein. Wir haben deshalb allen Grund, die Dinge, die sich gegenwärtig hinkor der Szene abspte- len. mit g-eßter Aufmerksamkeit zu verfolgen.
J. ff.
Berlin, 4. April. (PrivattclegranAN.) Den unverbindlichen Besprechungen einiger Führer der preußischen Koalitionsparteien mit dem Reichspräsidenten folgte gestern nachmittag im Abgeordnetenhaus eine mehrstündige Konferenz der Koalitionsführer. Die Konferenz erbrachte aber keine Einigung.
Königswahl im August?
Wien, 4- April. (Eigene Drahtmeldung) Sonnabend früh ist die Tclephonspcrre mit Ungarn aufgehoben. Rach allen Budapester Nachrichten ist für die Thronbesteigung König Karls keine einzige politische Partei Ungarns ringetretcn. Die ungarische Armee hat sich auch in Stciuamangcr regierungstreu gezeigt. An den monarchistischen Kundgebungen in Budapest nahmen hauptsächlich Beamte und Studenten teil, sowie frühere Offiziere. Tie unaarische Re- gieruna Hai eine Proklamation erlatsen, die die KönigÄvahl durch das Volk für August zusagt.
der Bespreünmgcn. Zentrum und Demokraten möchten in Preußen weiter regieren, aber nicht ____ ... _____
mit der deutschnatiaualcu Voiksvartej. Dir drei vorgclcat werden.
Deutschland und dir Mente.
Um die deutschen Zahlung«».
(Eigene Drahtmeldung.)
Berlin. 4. April.
Der deutsche Botschafter in Paris hatte am Freitag eine neue Besprechung mit dem Ministerpräsidenten Briand. Das deutsche Reichskabinett ist bisher im Gegensatz zu Meldungen der auswärtigen Presse, der Frage der Wiederaufnahme der Londoner Besprechungen mit der Entente noch nicht näher getreten. — Aus Paris wird weiter gemeldet, daß unausgesetzt Kolonialtruppcn über Paris nach dem besetzten Gebiet abgchen. Ter „Tempo", der „Matin" und das Journal" kündigen wieder einmal militärische Zwangsmaßnahmen gegen Deutschland an, wenn die direkten BcsprrchunMtn nicht baldigst beginne»
Amerika befürwortet Gerechtigkeit?
Rcwqork, 4. April. (Eigene Drahttnel- dunst.) Anläßlich des hiesigen Aufenthaltes des französischen Ministers Biviani erläßt die ame- rikmrische Regierung eine halbamtliche Erklärung, daß zwar D e ut s ch l a n d zur Entschädigung verpflichtet sei, daß aber diese durch ein angemes. senes und gerechtes Verfahren fcpzustcl- len sei. Dir „Washington Post" sagt, die Regierung billige keinesfalls alle Stzttittc der Entente. Die Zeitung betrachtet das Abenteuer Karlö von Habsburg als eine tiefwirkcndr Schwächung des monarchischen Gedankens.
Amerikas Bermittlaag.
Die Kriegsentschädigung.
Es ist jedem politisch-einsichtigen Menschen im Sande klar, daß es ein dringendes Gabor der internationalen Politik ist, ans der durch den ergebnislosen Verlauf der Londoner Verhaud- iungen verfahrenen Situation in der Wieoer- herfiellungSfvage so rasch als möglich mit Anstand Heran Szri kommen. Die beteiligten Regie - runaen haben seit London in dieser Frage die Hände nicht Müßig in den Schoß gelegt. Rach dem vorläufigen Abbruch der amtlichen Verbindungen wurden um so eifriger die nichtamtlichen Fäden wieder anzuknüpfcn versucht, und es ist a-uch mancherlei in der Zwischenzeit geschehen, was einer großen Oeffenilichkeit grgen- itber verborgen blieb, aber doch dem Ziele selber, einer neuen Ingangsetzung der Verhandlungen der gesamten Entschädiungsfrage, dienen sollte und auch diente.
Wir haben von Austma an auf die außerordentliche, ja vielleicht entscheidende Bedeutend des amerikanischen Faktors in dieser Frage Hingewiesen und einen Vorschlag erörtert, der eine unmittelbare Beteiligung Ämerikks an der Regelung der Mederh-erstellungsfrage vorftch. Dieser Gedanke ging keineswegs etwa von der Erwägung aus, daß Amerika rms zuliebe 3» einer besonders entgegenkommenden Haltung *«(? bereit fände. Wer auf derartige Motive bauen wollte, wäre em schlechter Politiker. Aber eine Mitbeteiligung Amerikas an dem ganzen Reparationsproblem und zwar in der damals von uns erörterten Weise der Übernahme der En- tentekriegsschulden an Amerika durch Deutschland und eines amerikanischen Gegengeschäftes in Gestalt einer an Deutschland zu gewährenden An- -leiche, ist schon im eigenstene-sinanzicüen. Int treffe Amertkas gelegen.
Eine ersprießliche Förderung der Entschädi- gtUtgSfrage »st kein europäisches, sondern ein ioeltpol irisches und weltwirtschafttichcz Problem urü> ohne einen Faktor, wie ihn Amerika in der Weltpolitik oarstell-t, i!st sie nicht möglich. lieber die Pariser und Londoner Presse erfahrt nun die deutsche Oesfentlichkeit von einer angeblichen amerikanischen Vermittlung in der Sm Wnderherstellungsfrage Es wird betet, die Anregung dazu sei von deutsche ! au?gegangen. In deutschen amtlichen Stellen scheint man Wert darauf zu logen, oas zu bestreiten und auf eine französische Jnitiat'-ve higzuweisen. Dieser Streit scheint müßig, denn alle Völker sind daran interessiert, die Vrv- hLnüluitgen wieder ins Rollen zu bringen. Es ist zweifellos richtig, daß auch Frankreich den Wunsch haben muß, in dieser Sache vorwärts zu kommen, denn der französische Staatskredit leidet unverkenndar unter der Verzögerung der EntschLdigunasfrage. Es ist nun von größtem Interesse, daß jetzt selbst von französisch- amtlicher Seite der Plan der Mildetetligung Amerikas aus dem Umwege über Deutschland in der Weise ausgegriffen wird, daß man Amerika in Vorschlag bringt, es Möge Doutschlard einen Anleihekredit in grötz-rcm Umfange gewähren, um auf diese Weise Deutschland instand M setzen, an Frankreich einen Teil der Entschädigungssumme M zahlen. Man goht wohl nicht fehl, wenn man die Mission des französi- fchen Ministers Vivimri in Washington mit diesen Dingen tn Verbindung bringt.
Mit einer derartigen und ähnlichen Regelung würde die fremEsche Politik für sich das „Pre- Ittge* gewahrt haben, keinem von deutscher Sette auSgogangenen Dorschlau sich unterworfen zu haben. Wir können den Franzosen diese Freude gönnen. Fm Erfolg kommt das, was die französische Potttik jetzt will, genau auf das heraus, was in deutschen Kreisen und auch an Visser Stelle schon längst MM Ausdruck gebracht war. Uns kommt es «us den schließlichen Ender- f o l g an. Man mutz sich bei diesen Dingen auch weiter vor Augen halten, daß auch Amerika an einem solchen Kompromiß politisch interessiert wäre insofern, als es bei einer Kreditgabe an Deutschland und einer daemt verbundenen Ber- pflichlungsklausel zur Abtrwgimg eines gewissen Teiles dieser Kreditsumme zur Entschädigung an Frankreich der französischen Politik gegenüber sein Gesicht wahrte, also, wenn auch nur äußerlich, im Rahmen des Bänd, nisses der Alliierten Web«.
Weitergsbende Verbindlichkeiten einzugkhen, lehnt dlmerika bekanntlich ab. Es wird, zumal jetzt, keine europäische, sondern eine reut anieri- inntfdje Polittk betreiben. Man wird also oa- mit rechnen können, daß unter einem starken Cu- gagement von Amerika, nm mckt zu sagen, unter amerikanischer Bermittkuna die Dinge in der Revarationskraae wieder in Fluß kommen. Es sind divlomattsche Ettketten-Fraoen, wenn nun von den beteiligten Amtsstellon in Deutschland sowohl, wie mt Auslände das Vortaneensein solcher Bestrebungen abgeftritten wird. Derlei Vorgänge gelten diplomatisch-amtlich enst dann als vorhanden, wenn sie feierlich verbrieft und gefejeft sind. Bis es fotweit kommt, muß die''
verwundet. Die Belgier nahmen viele Verhaft
timgen vor. Tu die Kvmmunistcn rerfuchtcu, schg" »fiten Antrag ruf Einst'llllung he* ihre Genossen zu befreien und die Belgier miisrenS wegen Hochverrat, HanSdfricdensbr!
Geschossen und mit Steinen angriffen, erwidcr- tigung, Aufruhr etr. für die Dauer ihrer Mitten diese daZ Feuer. Truppenverstörkungen sind glicdschoft zur Bürgerschaft stellen ließen.
SberWesierr.. Saarland
Zwei machtvolle Kundgebungen in Kassel.
Der Sonnabend brachte in Kassel eine oben schlesische Kundgebung, die auf den Teilnehmer einen überwältigenden Eindruck machte. Das Recht auf dir Straße ... hier kam eS zu einer imposanten Geltung. Wie am Tage der Mb- ftintmung in Oberschlesien erbrauste es jetzt wieder als Schrei der Volksseele: Oberschlestrn ... deutsch! Ein deutscher Osten, aber auch — und das forderte die SormtagAkundgebung in der Stadthalle — ein deutscher Westen des deutschen Vaterlandes Deutschland in Not, doch es geht darin nicht unter, und es leidet, es kämpft mit den noch, härter betroffenen Brüdern und Schwestern, mit den Volksgenossen, auf denen die Faust des Feindes lastet!
*
Sberschlesierr.
Sonnabend nachmittag fünf Uhr. Eine geradezu beängstigend gewaltige Menschenmenge überflutet den Bahnhofvorplatz, besonnt von warmem Lenzschein, der mit Len Hellen Farben eines kleinen Fähnchens spielt, das aus einem Vahnhosscnster hängt. Hinter der ab- marschsertigen Jügerkapell? mit ihrem Obermusik- meister Siebold sind die Heimattreuen ange» treten. Um (46 Uhr drängt sich endlich der Zug durch die Menschenfülle hindurch. Unter den Ersten im Zuge ist wieder die Familie Kowallek. Dichte Steuern bilden Spalier. Mts den Fenstern Winken Tücher herzliche Grüße. Und Me Musik spielt. Vor dem Rathaus sind die großen Fahnen aufgezogen: Schwarz-rot-goLd und schwarz-weiß. Di» preußische Fahne ist schon erheblich geflickt. D-izu das Kasseler Blau-Weiß. Das Menschengewoge, das dem Verkehr Einhalt gcbietet, erinnert an Siegesfeiern „alter* Zeit. Das Wort hat zunächst
Regierungspräsident Springvrum.
shm Namen der staatlichen Behörden und der Bevölkerung des Kasseler RsgierungSbeziickS in Stadt und Land entbietet et den ins Hessenland zurückgekehrten Heimattreuen Gruß und Dank für ihre aufopfernde Heimatliebe. Wenn auch der Sieg in der ÄlbstiimwmgSschlacht nicht so vollendet getvefen ist, wir manche in Unter» schätzt'ug der Verhältnisse vielleicht gehofft haben, so ist aber doch durch die Abstimmung zutage getreten: Oderschlesien will deutsch bseidenl Es will mit seinen wirtschaftlichen Kräften helfen, daß das größere Vaterstmd allmählich wisder gesundet und zur Ordnung kommt und Stärke, und wieder in die Höhe. Der Regierungspräsident gedenkt dann der ober- sthlesiffchen Deutschen, die Unsäaliches leiden, und fährt fort: Wir hoffen und wir verlangen, daß schließlich die fremde Gewalt des übermächttaen Siegers, zu der sich polnische Hinterlist, Habgier, Lug und Trug gesellen, ganz zurückweichen muß vor deutschem Recht. Overschlesien ist deutsches Land, wirtschaftlich ein deutsches Gebiet, und deshalb untrennbar. Es darf nicht zerrissen werden. Braufendeu Widerhall findet das Hoch auf das deutsche, unzerreißbare Obersckssesien; Bravo und Händeklatschen.
Zwei weitere Ansprachen
folgen. Zunächst spricht Stadtrat Häring tut Namen der Stadtverwaltung. „Wären Sie nicht gewesen," so ruft er den in die zweite Heimat Wiedergekehrten zu, „ein großer Teil Oberschle- siens würde verloren gewesen fein. Daher ist es unsere Pflicht, Ihnen allen zu danken. ES ist zu hoffen, daß doS, was Sie getan hohen, gute Früchte zeitigt, daß Oderstchlesien, Deutschland erhalten, auch in Zukimft blähen und gedeihen wird, daß Overschlesien, cchs reichste Provinz Deutsckstands, helfen tarnt, die Minden zu heilen, die der Krieg unserem ganzen großen deutschen Vaterlamde gesckLagen hat/ Der Redner gibt schließlich Anlaß zu einem Hoch aus die zweite Heimat, die liebe Vaterstadt Kassel, und mit ihr auf unser deutsches Vaterland. Den Dank Mr die Ansprachen stattet BezirksgruppenMrer K n r a s ch ab. Nichts wurde getan als die Pflicht, und wenn die Absttmmung nicht so ausfiel, wie es erhofft worden ist, so liegt es daran: Polnischer Terror, in Gemeinschaft mit den französischen Besatzungstruppen, hielt Tausende. die um Leben, Hab und Gut fürchteten, der Wahlurne fern. Aber: Der Kampf ist noch nicht zu Ende! Es gilt weiter zu kämpfen wider polnischen Terror und für ein ungeteiltes Oberschlesien, gemeinsam mit den anderen Heimattreuen aus Ost- und Westvreutzen, Elsaß-Lvch- rinnen und aus dem SaarLande, bi8 alles wieder deutsch ist, das vor dem Kriege deutsch war. Und so ist diese Dankeskundyebuna — ^ank gebührt vor allem Denen, bie die Reise zur w stimmnna ermöglichten, der Grenzspende und dem Roten Kreuz, das sich in tmiffengiltiger Welse der Kinder der Abstimmenden angenommen hat — zugleich
eilte Protestkundgebung
gegen die Absicl-ten unserer Feinde und deck MnffdKn Terror. Heute erst ist Nachricht aus