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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

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I Jie6em°" «'S« «erantroortung.r »«wahr In feinem Falle übernehmen. Rückzahlung 6e« | »«iugSgelde« oder Ansprüche weg-n envalger nicht crvnungrrnäbiger Lieferung auSgeschlollen.

Nummer 72.

Fernsprecher 951 und 952.

Sonntag, 3. April 1921

Fernsprecher 951 und 952.

11. Jahrgang.

®ie Raffelet Sleuefiee Nachrichten erscheinenwöchentlich iechllmai und zwar abend«. Ter «donnemenitpret« betrögt monatlich 4.00 Mart bei freier Zuftellun, in« e-u« Nu«, wärt« durch die Poft bezogen 6.30 Mark monatlich einschliebllch Zustellung, «estellunaen werden lederzm von der «elchäNtftelle ober den ihoten entgegengenommen. Druckerei

8,etc,on- Schlachihofslrabe 28/30, Für unverlangt eingefandte Beiträge kann 01t IntDämAn Mn« »(»rnnfmnrti-n« Im ev _« . -« .

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König Karl am Scheideweg.

Halle a. S., L Aprtl. (Privattelegramm.) I Der Halleschen Zeitung zufolge haben diel

das italienische Parlament nicht wieder mit sem Herrn a« beschäftigen, der durch seine drsche Eitelkeit Ungarn in Gefahr bringe.

Roten Banden das Schloß Beesenstedt bei Halle geplündert und dann in die Luft gesprengt. Ten Besitzer des Schlosses und einige andere Personen haben sie als Geiseln sestgenommen und verschleppt. Die Einigungs­verhandlungen zwischen den Bergarbeiterorgani­sationen und den Bergwerksbesitzern im M a n s- f e l d j f ch e n Revier haben dazu geführt, daß die A r b e i t in dc» dortigen Betrieben sofort wie- der ausgenommen wird. Der Betrieb der Schachte wird erst am Montag wieder aufgenom­men, da die Schöben, die durch die Plünderun­gen verursacht wurden, erst wieder beseitigt wer­den müssen. Das erste Sondergericht das ore Aufrührer zur Aburteilung bringen wird tritt am kommenden Montag in Halle in Tä­tigkeit. Der Gerichtshof setzt sich aus drei Be­rufs- und zwei Laienrichtern zusammen»

tige sammelten sich im Rücken der vordringenden Truppen zu neuen Banden, so vor allem int Pleiße- itnb Unstruttal. Bei Beesen­stedt entspann sich gestern abend ein lebhaftes Gefecht, wobei sich die Aufständischen heftig zur Wehr setzten. Unter Hinterlassung von acht­zehn Toten und vierzig Verwundeten ergriffen die Aufrührer in Lastautomobilen die Flucht. Fünf Maschinengewehre, 150 Gewehre, 2400 Schuß Maschinengewehrmunition, 1200 Schutz Jnfanteriemunition, einen Personen- und einen Lafckrastwagcn, sowie über dreifng andere Fahr­zeuge haben die Truppen erbeutet.

Unklarheit in Ungarn, «önigproklamation oder Abreise? (Eigener Drahtbericht.)

... v-..«.«je.. ,>».Litern eine V e r - f'n crf.il! reu. BerspMrgte unK Fluch.

Ikortell zur Proklamierung des Generalstreiks auf- izufordcrn als Protest gegen die Erschießung des Kommunistenführers Sylt im Polizeipräsidium. Die Betriebsräte der Straßenbahner haben vor­läufig sich für einen Sympathiestreik ausge­sprochen. Eine Höllenmaschine wurde gestern nachmittag auf der Gepäckaufgabestelle des Potsdamer Bahnhofs entdeckt, die nicht zur 6^ plosion gekommen war. Das Paket war am Don­nerstag nachmittag von einem unbekannten Manne im Gcpäüranm niedergclegt worden.

öeberall gürt es

Politische Schwankungen.

Halle a. S., 2. April. (Privattclcgramm.) Trotz Fortschrcitens der polizeilickfeu Säube-

DreifacheS ist zu erstreben.

Zum ersten wollen wir, daß sich Erkenntnis der Zusammenhänge und Bezögenheiten der LSirt schaßt und ihrer sittlichen Gesetze verbreite. Es muß ins gemeinsame Bewußtsein erhoben werden, daß und in welcher Weise wirt­schaftliche Vorgänge des tätlichen Ledens, Arbeit utrd Muße, Erzeugung und Verbrauch, Handel und Wandel die Gemeinschaft ß»Wem oder

-______------------- erschiebung ein-

getrcten. Noch einer Meldung aus Budapest seien d'plomntische Verhandlungen im Gange, da der Kaiser noch nicht die Hoffnung aufgegeben hat, sich als Privatmann in Ungarn nie dcrlaffen zu können und er seinen Wunsch den Ententemächten unterbreiten ließ.

$m Ruhrgebiet.

Essen, 2. Avril. (Pribattelegvamnr.) Ge­stern fand vom Polizeipräsidium aus die Be­erdigung der bei den Kämpfen gefallenen Opfer der Essener Schutzpolizei auf dem Ehrenftiedhos statt. An der Beerdigung nahmen über zwanzkgtairsend Menschen teil. Zur Zeit des Begräbnisses explodierte auf dem Hofe des Polizeipräsidiums eine Handgranate, die drei Beamte der Hilfspolizei tötete und elf weitere zum Teil schwer verletzt«,

Weitere Todesopfer.

anrnischen Volkes. Tie Entente dräng; auf die schleunige Abreise. Hoffentlich brauche sich

At- kin-

Gegen Karls Königtum.

Die Nachbarländer erheben Einspruch.

(Eigene Drahtmeldung.)

Lugano, 2. April.

AuS Rom wird berichtet: An der Nstrigru Sitzuna des italienischen Senats behandelte der Minister des Aeußern, Graf Sforza, die Rück­kehr des Exkaisers Karl mit Verachtung als niedrigen Egoismus. Eine Wiedereinsetzung Karls sei aussichtslos infolge der bedingungs­losen Opposition Italiens und der übrigen Nachbarstaaten und angesichts der besonderen Abmachungen zwischen Rom, Prag und Belgrad gegen Habsburg, sowie der Hal­tung der Großmächte und der Haltung des »n-

Unsere ßmeuerung.

Wirtschaftliche Sitte und Verantwortung.

«en 3. April findet in Raffet der Altherrentag der den-s«hen Bnrfc»ensc»aften statt- Bei dies«, «elegeaheit wird Geh. Aofrat >vr»f. Dr. »aupt Ciegen Uber denBund der Erneuerung wir« s«ha,tlicher Sitte und Verantwortung" fprerhen

ligt und ausgeschaltet fühlen, eine so deutliche Spruche reden. Aber leider ist diese Note bis letzt noch in keinem Lande amtlich überreicht worden. Besteht die Note wirklich, oder handelt es sich nur um einen Entwurf, oder wäre sie überhaupt unzutreffend? Die, Nachricht soll in

im abgelaufenen Zeitalter alles andere zum Besten gewesen: schon deswegen war dieses Zeit­alter unserem Lande und Volle nicht angemessen und seiner nicht würdig, weil es ein Zeitalter des Prunkes und der Begierde war. -Wir wollen nicht sinnenfremde Askese. Wir ehren die Muße. Arbeit ist so wenig Selbstzweck wie WohlMnd; ohne Muße und Erholung ist keine Besinnung und Veredelung. Doch wir wollen, daß die Muße nicht in ödem Betrieb un­edlen Vergnügungswesens und in würdeloser Schaustellung verkourme. Wr woi» len Lebensfreude. Wir verkümmern nicht den festlichen Aufwand der Geselligkeit, doch rott wollen nicht, daß Ueppigkeit und Prunksucht Maß und Ziel des Genießens sei. Wir wollen unbeschränkte Freiheit der Kunst. Ihr sei ge- stattet, nach eigener Verantwortung Gestalt und Materie chrer Werke zu bestimmen; in einer Umwelt besonnener Lebenshaltung wird sie sich selbst das rechte Maß zu setzen wissen.

Militärische Drohung.

Prag, 2. April. (Eigene Drahtmeldung.) Die tschechische Regierung hat bte Grenzgarni- foncn gegen Ungarn und Oesterreich auf mobile Stärke gebracht. Freitag früh wurde der Be­fehl zur mtlitäri-ichen Besetzung der Grenze ge­gen Oesterreich und. Ungarn ausgegeben. Der rnnanische Gesandte in Budapest hat die Wei- ung erhalten, zusammen mit den Enteniever- retern gegen eine eventuelle Rückkehr des Exkai- crs auf dem ungarischen Dhron zu protestieren. Sollt dies aber dennoch dr Fall sein, so würde dw r'.rmänische Gesandtschaft Budapest verlassen. Außerdem würde Rumänien die durch die Um­stände notwrupigen Maßnahmen ergreifen.

neu Er wird jetzt nur als unwillkommener daß die Vereinigten Staaten, die sich durch die Gast angeiehm und die Mehrheit des Volles I politischen Übergriffe der Alliierten benschtet- wumM rhn schleunigst abreifen zu sthen. Wenn -

Mm die Ungarn einen König haben wollen, dann werden sie wahrscheinlich einen anderen rlllann auSsuchen, als diesen eitlen Schwäch- ling, der sich durch weibliche Einflüsterungen berauschen und durch nichtswürdige JUtrigueni- -------- ------------- ,.uu ul

enter ^fremdlandiseten Vertvandtensippe «innik- »Chicago Tribüne" verösfentlicht worden kein laßt. Dieser junge Mann, der während die angeblich aus zuverlässiger Quell» dos Krieges als unser Verbündeter geheime ------- -

ztehungen zu Frankreich anzuknüpfon sucht» und smn, Wort gegenüber Deutst" ' ' '

Noch fein Ende des Aufruhrs.

Erneute Kämpfe in den Bezirken Halle und Frankfurt an der Oder,

schenken Mächte erweist ,.»> .v England, die hierbei ein

entschetdmdes Wort sprechen, sind sich noch nicht einig, ob Karl dar geeignete Vertreter ihrer Interessen <t unb ob es überhaupt ratsam Lskhv" letzt eine Monarchie wieder zuzulassen, Er weiter die Republik aufrecht zu ^hatten m m Wien, 2. Aprtl.

Jedenfalls ist das Unternehmen ein Verfalles englische Reuierbüro meldet aus Du- Mbenteuer, einerlei üb der Exkönig einen Staats- dapest, daß Horthy fein Amt an den Exkönig streich ausuben oder sich vom Volke wählenfübertrug. Verschiedene Personen riefen Karl laffttt wollte. bereits zum König aus. Truppen rücken auf

fcerÄ" Bevölkerung schließt sich .hnen

W e ft en JÄZ jeK ® °n «"drossy wurde erster Minister.

Alliiert-nrat sich die Kopse zerbricht was Z- Dagegen berichtet der Budapester Korrespon- mit den o e u t s ch e u Z a h l u n g e n ^cheb^' deut des Reuen Wiener Tageblatts: Exkönig soll. Die Entente-StaatSmänner erkennen, daß I wird noch heute, spätestens Samstag vor-

me -o^vanS^vwßnshmen nicht wirken, und die mittag, im Auto Stcimimanger verlassen, um iEttuÄ daß auf diese über österreichisches Gebiet nachderSchweiz

TAEchümd hEuszuhwtenist. zurückznkehren, wo ihm unter verschärften zwei Sftihlfn: enÄ»r StÄÄ »» der Aufenthalt gestattet worden ist. gung, die die Zahlung ermöglicht, oder nutzlost ^önig Karl wird unter Ententeschutz reisen. Gewalt, die die Lay« nur verschlechtert. Staats.! *

mann und Geschäftsmann streiten miteinander I .. __

Wer wird den rechten Weg finden? Sckwn be- Karl als Privatmann?

ginnt die Sorge über das Schweigen Deutsch-1 Wien, 2. Avril. lEiaener Drakfiberirbt i <?ii« ten^auk^neu^'Äws^ war- Lage in Ungarn war geestrn abend unverändert

.deutsche Vorschläge. Hoffentlich Es besteht zurzeit kein Telegramm, und 1H^rc ^^Ml?rrmg die nötige Zeit, kein Bahnvcrkehr mit Ungarn ^ic un- Amerika Nachricht ausjgarische Telegraphenagcntur gab gestern abend

Amerika, daß Pmsidem Hardtng eine Norejin Wien ein Telegramm auf, wonach Kaiser

, Wer kehrt heute Achtung vor den Gütern de§, Badens und vor den unersetzlichen Werten menschlicher Arbeit? Steht es nicht jedem frei, ^Raubbau zu treiben mit Naturprodukten, i Vergeudung mit Erzeugnissen und Mißbrauch mit Arbeitskraft? Wer es bezahlt, fo heißt es, der mag es sich leisten; was geht es andere an? Es gehr ims und andere, es geht alle an. Wer eine Maschine betreibt, die stündlich einen Dop« pelzentner Kohle mehr verbraucht als nötig, vernichtet jahraus, jahrein die Lebensarbeit eines Deuffck-en. Wer kostbare ausländische Er^ zeugnisse anschafft, verzehrt WoMswohlstand und schädigt die Kaufkraft des Landes. Wer» üppige Gastmähler anrichtet, verurteilt die Kinder der Armen zrmn Hunger. Wer Tages­stunden am Biertifch Mbringt, vergeudet mehr als sein Tagewerk. Wer brauchbare Stosft in törichten Schund und Tand verwandelt, vertut Arbeit imd Substanz und schafft Ufffug. Nicht bloß deswegen, weil Deutschlands <Be» drängnis den strengsten Haushalt fordert, wollen wir, daß Einsicht in die wiriffchaftliche Verffoch.^ tenheit und Wille zu sittlicher Wirtschaft sich ver. breite, wir wollen es auch weil die L.ebens- würde des Deutschen, die Selbstbesinnung und Wledererweckumg der stttlichen Kräfte es fordern. Wenn in den Städten der siegreichen Länder Einkehr, Wille zur Entsagung und zur Einfach-. heft sich regt, fo ist es nicht Rücksicht auf Urteile des Auslandes, die uns veranlaßt, uns von Aus­artungen abzukehren, die uns im eigenen Land« begegnen und an denen wir unwissentliche Mit­schuld tragen, sondern

unser eigenes Gewissen.

Wir wollen, daß Deutschland seine eigene Würde und Lebensart finde, die eine Würde und Le­bensart der Einfachheit und Enffagung nicht nur

schöpft. Ist wirklich die erwähnte Rote von der . . ... -----, --------....Regierung Holdings ckbgefaßt worden, dann

fern Wort gegenMer Deutschland gebrochen hot wird man mit einem festeren amerikanisch.-n »It ernes Herrschenthronez unwürdig. Merdiwas' Kurz rechnen dürfen, der erheblich von dem der kommt eS in der großen Polittk leider nicht im- AMetten abweicht. Ursache zu solcher Mißstim- mer auf bte Würde eines Königs an, sondernI"umg ist genug vorhanden. K.F.Dr ® ei«.?efügigesl ----------

*25 v l j u DC Aber Frankreich

Deutschland muß durch "den ernsten Aufruhr hne böse Episode durchleben, die den schwankcn- ben Kurs des deutschen Ltaatsschisses beängsti­gend aus der Mchrnng gebracht hat. Die üiteu« terei an Bord war zwar nicht so stark, daß sie ein allgemeines Unglück hätte herbei sauren kön­nen. Gottlob ist das Fahrzeug trotz aller Schä­den fo stabil und die Mehrheit der Besatzung so zuverlässig, daß die Gefahr überwunden ist. Ziehen wir nach dieser unteren Garung die Schlußfolgerung, dann müssen wir uns vor­stellen, wie ein Schifsslapitun in solcher Lag: handelt und uns klar werden, was die Staats­regierung jetzt zu tun hat. Den Aufrührern aber wird man Gelegenheit geben ntünen, über ihre Schandtaten und blutigen Greuel nachM- deitken, damit sie den Wahnsinn und die Ziveck- lojrgkeit ihres Unternehmens einsehen. Damit, daß der Aufruhr ohne Erfolg verlief, ist Liefe Friedensstörung nicht erledigt. Die Regierung hat die Pflicht, weiter aufzuräumen, das heißt nicht nur die Gefangenen vor Gericht zu stellen» sondern auch di« ganzeArmee- der Kämpfer zu ermitteln und vor allem di« gewissenlo­sen Führer zur Rechenschaft zu ziehen. Dem energischen Vorgehen der Pollzeitruppen s ist es ja Mcklüherweise gelungen, die Haupt- ÄSmbfe int Qderaskl-4 auarttere anszuheben und zahlreiche Hetzer und x,ocr8c®Ct.

Mtionsleiter sestzunehmen. Dissen Leuten im Frankfurt a. O 2. April. (Privattele- zuerst der Prozeß zu machen und zu ihrer Ge- aranrm.) Tas Anfstandsgebiet hat sich nach dem sellschaft find die Oberbonzen heranzuziohen, oie Srnftenberger Kohlenrevier vcrscho- kommiuntsttschen Parteihelden, die als Draht- ben, wo am Freitag schwere Gen-ehrkämvfe Mut- J £. 9£ü.

Was ist wirtschaftliche Sitte? Mrtschastliche Verantwortung? Kann Wirtschaft unsittlich sein, außer wo sie gegen Treu und ©Hauben verstößt? Ist Wirtschaft nicht Privatsache? Soll hier gegen Schieberei und Wurleer gekämpft werden? Gegen Schieberei und Wucher mögen Staat, Gesetz und ehrenhafte Gewerbe kämpfen, denn es tut not. Wir aber kämpfen nicht gegen offenkundige Ver­brechen, sondern gegen die Unsittlichkeit der Wirt­schaft, die den wenigsten bewußt ist. Jede un­serer Handlungen hat eine wirtschaftliche Seite. Sie mehrt oder mindert den Güterbestand der Erde, vor allem mtseres Volkes. Sie steht in Wechselwirkung mit dem Wohl und Wehe aller. Sie schöpft aus dem Vorrat, der allen zugemessen und für Deutschland leider eng be­grenzt ist. Wirtschaft, vor allem Verbrauchs- wiitschaft, war Privatsache, solange die Welt weit mtd die Menschheit spärlich war. Solange jeder von den Gütern der Natur Besitz ergreifen konnte, ohne den Bedarf des andern zu schmälern. In eng verwachsener Bevölkerung mit begrenz- tcu Mitteln, in bedrängtem Lande ist Wirtschaft, Verbrauch wie Erzeugung, Sache aller. Sie tft1 zur Sache der Verantwortung, zur Sache her Sittlichkeit geworden. Schon damals, als die- Welt weit und die Wirtschaft wenig beschränkt, war, regte sich ein wirtschaftliches 8t«, wissen. Man lehrte die Kinder, daß es Sünd« sei, Brot M vergenden. Es war

Ehrfurcht vor der Gottesgav«.

ÄÄ Höchst h-chcu.>^ sÄrÄSS SÄfZ rer etwa dadurch unbehelligt, daß sie sch h^nter!gEirun'nen organ Haden die f*ä.r' lfJ

ihre Immunität als ReichLtagsabgcordm-te ver- ?" Bahnanlagen besetzt. Bei

stecken, dann wird niemals Ruhe in Deutschland cr -oefeytmgsaktton der Poltzeitruppen im Re- einkchren. Da die Ausrichrer sch als krieg- V-ntugsbezirk Merseburg sind füufundachtztg führende Macht betrachten und den Umsturz Kommunisten verhaftet worden. Bei herbei fuhren wollten, muß also die Regierung den Kämpfen tm Halleschen Bezirk wurden eutzprechende Gegennriitcl anwenden. achtundneunzig Kommunisten getötet. Die

ÄÄft Mi «r* 13 «ÄS5ÄT Kn ein Putsch von rechts, der schon im Ent- *

n sein rühmloses Ende vor sich sah. Es ist Garung in Berlin-

mtbegreiftich, wie gerade der junge ehemalige Berlin => Whrif Kaffer von Österreich und König von Ungarn LV n' « v7!1- (Privattelegranttn.) Die Karl IV., einen Besuch in Ungarn wog-n tkalcBetrtebsräte in Berlin ha-

konnte, um dort die Monarchie wieder einzusüh gestern abend beschlossen, das Gewerkschafts-

ren. Qbglech das Unternehmen für die A"ß-n- _____ __

6,-vy überraschend gekommen ist, kann c-s l1.n alle Staaten gerichtet habe, wonach die Re- Karl noch in Steinamanger weilt unh in n-Tt hoch nicht ganz unvorbereitet güvesen fein £ic aientng »er Bereinigten Staaten das Müde- Ungarn Ruhe herrscht ES waren ungarischen Monarchisten, die zw^ellos sehr N-mmungsrecht bei internattonalen Vor- Vorbereitun^u für die Abdels« bef ffrfti vettveten sind, höben ihre Anhän- ^ngeii beanffpruchen. Äenderungen, die ohne sers auS Steinamanaer Aftern nSeitb netrnffnV steAchELewaltrg überschatzt, wenn sie glaubten, Amerikas $efnagen vorgenommen werden, fin- In letzter Stunde ift ffne VersÄiebuno eiii ^6 Karl sofort aW König hätte einziehe» kön- den keme Anerkennung ES ist das erstemal, ^treten Rach^deinerMelbuna au« BuSavL