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Hessische Abendzeitung
11. Jahrgang.
Donnerstag, 31. März 1921
Nummer 69
Fernsprecher 951 und 952.
Fernsprecher 951 und 952.
Die Bekämpfung des Aufruhrs.
Um die Milliarden.
Deutschland und die Entente.
Die betrübenden Ereignisse im Lande haben mehr, als unseren Interessen dienlich ist, unseren Blick abgelentt von dem, was über unser Schicksal für Land und Voll im Auslände in diesen Tagen beschlossen wird. Die (Situation spitzt sich in einer für Deutschlands wirtschaftliche und politische Existenz katastrophalen Weise zu. Das muss man Aar und deutlich aussprcchen. Die deutsche Regierung hat bekanntlich die Forderung der Entente auf Zahlung von einer Gold-mil- liarde am 23. Mär; abgelehnt. Das geschah unter Hinweis auf die positive Unmöglichkeit einer derartigen Leistung und zinm zweiten unter Geltendmachung der deutschen Auffassung dahingehend, dass die am 1. Akai 1921 fälligen Goldmilliarden schon durch unsere Vorleistungen abgetragen seien. Die Entente behauptet demgegenüber, daß Wir nur zwölf Milliarden in Goll» bisher bezahlt hätten. Außerdem sind in der recht schroffen Antwortnote der Entente die Bestimmungen des Friedensvertrages neuerdings derart ausgelegt worden, daß totr am 1. Mai 1921 nicht zwanzig, sondern vierzig Goldmilliarden zu zahlen Hütten. Die En- telfte rechnet nämlich die zwanzig Milliarden Tchatzscheine, die wir als Deckung für die gesvr- berten zwanzig Milliarden in bar zur Verfügung stellten, nunmehr ebenfalls als Barverpflichtung für Deutschland!
Zeigt sich in dieser Weise der Alliiertenrat zn scharfem Vorgehen geneigt, so machen sich in der französischen Presse schon Meinungsverschiedenheiten geltend. Wenn man die Pariser Zeitungen liest, gewinnt man den Eindruck, daß n>me Strafmaß nahmen gegen Dentscht-md einst« w e i l e n n i ch t zur Anwendung kommen sollen. Die Mehrzahl der Matter verlveist daraus, daß man bereits in London zu der Einsicht gekommen sei, Deutschland werde nicht in der Lage sein, bis zum 1. Mai 1921 die ihm durch den Friedensvertrag auferlegten Verpflichtungen zu erfüllen Auch Lloyd George habe in seinen Reden in London durchblicken lassen, daß Deutschland sich dieser Verfehlungen gegenüber dem Vertrage werde schuldig machen dürfen. Das »Petit Journal" erklärt heute, daß die Weigerung Deutschlands, zu dem vorgeschriebenen Termin zu zahlen, keine neue politische Situation geschaffen habe, weshalb auch die Alliierten nicht sofort zur Anwendung neuer Zwangsmaßnahmen greifen sollten. Die Wliierten dürsten sich mit den Strafmaßnahmen, die sie ins Auge gefasst toben, Zeit lassen Deutschland dürfe aber nicht den Schfttß ziehen, daß die Methode im Vorgehen der Alliierten auf Schwäche zurückzusühren sei. Frankreich werde in der Lage sein, sobald der neue Jahrgang ausgebildet sei, und sobald die Truvven auf Gilt eien zurückgekohrt fein werden, diejenigen Vorkehrungen zu treffen, die ihm notwendig erscheinen. Lloyd George werde sicherlich erklären, daß Gottes Mühlen zwar langsam, aber sicher mahlen.
Das Petit Journal hatte noch gestern ZwangSmaßnahmen der Alliierten in Aussicht gestellt. Auch heute stellt das Blatt eine ganze Reihe neuer Maßnahmen auf, die man anwenden müßte. So zum Beispiel die Besteuerung der deutschen Kohlen, die die RheiuhLien verlassen, oder die Besteuerung aller Kohlen, die über Düsseldorf nach Süddeutschland gehen. Ferner die Kontrolle des Hamburger Hafens durch internationale Seestreickräste unter dem Kommando eines englischen Admirals. Das Blatt kommt aber zu dem Schluß, daß man den schlechten Willen Deutschlands zwar zur Kenntnis nehmen, sich aber für den Augenblick damit begnügen müsse, jene Maßnahmen genau durch- züführen, wie sie in London beschlossen wurden. Erst am 1. Mai sollte man dann zu weiteren Maßnahmen fchreiten. Bezüglich der Strasmaß- nahmen scheinen also die Dinge nicht bis »um letzten zu gehen. Vor einigen Tagen habe man Mühlheim besetzt und sich von dort wieder zurückgezogen, obwohl diese Maßnahme außerordentlich kennzeichnend war, weil dort der Hauptntz der Stahlwerke von Stinnes sich befindet. Bedauerlich fei, daß die Wiedergut- macku.tgsksmmission bisher keine Einigung hinsichtlich der Errichtung einer Zoll-Linie im Rheinlande habe treffen können.
Das .Echo de Paris" spricht von einer frechen Weigerung des deutschen Reiches, die man nicht so wie England auf die leichte Schulter nehmen könnte. Indem Dentschland erkläre, daß es am 23. Mörz und am 1. Mai nicht bezahlen wolle, habe cs auch keinerlei Anstrengungen gemacht, um feine Verpflichtungen zu erfüllen. All dies seien Herausforderungen, die man sich nicht gefallen lassen dürfe. Dis zum 1. Mai mit den Zwangsmaßnahmen zu warten, sei viel zu sp ät. Das Blatt schlägt eine ganze Reihe neuer Zwangsmittel vor, die vielleicht feine so große materielle Bedeutung, aber eine um« größere moraftfdje Wirkung hätten. So zum Beispiel die wirkliche Besetzung des RHemgebietes. welche die Einheit des Reiches bedrohen, und die Be-
Erfolge der P Zusammenstöße in Mitteldeutschland. -
Halle a. S., 30. März. (Privot-TelegtMNM) Bei Ammendorf haben die Aufständischen Dynamit gegen die Regierungstruppen zur Berwendung gebracht, das jedoch glücklicherweise vorher explodierte. Zwischen Ammendorf und Mariaberg sind zwei weitere Eisenbahnbrücken von den Aufständischen in die Luft gesprengt worden. Bei der Säuberungsaktion im Eislebener und Mansfelder Gebiet sind von der Schutzpolizei mehrere hundert Kommunisten, die mit der Waffe in der Hand angetroffen wurden, verhaftet worden. Ein großer Teil von ihnen war im Besitz g c - ran61er Wertsachen au8 den Eislebener Geschäften. Im Besitz von Rotgardisten wurden zusammen über fünfzigtaufend Mark in deutschem Gekde und etwa zwanzigtausend Rubel vorgesunden. Bei den Plünderungen in Eisleben rmd Mansfeld sind bisher Schäden von über sieben Millionen Mark festgestellt. Im dortigen Gebiet wurden während der Ostertagc vier- zchnhunderl Ausrührer gefangen genommen. — Die im Sturmangriff genommenen Lenna- werke sind fest in der Hand der Polizeitruppen.
.--..Die S«S>utkcholizei schafft Ordnuna.
'Berlin, 30. März. WrivUtt-ck-gramm.'). Die Lage in Mittekdeutfchkand, im Ruhrgebiet und den übrigen Teilen Deutschlands ist gestern in einer gemeinsamen Sitzung des Reich Skabi- nelts und des preußischen Kabinetts unter Vorsitz des Reichspräsidenten auf Grund der eingegangenen Berichte erörtert worden Die Wiederherstellung der Ordnung in Mitteldeutschland wird durch die Schutzpolizei scharf und vollständig durchgeführt. Das Militär bleibt aber immerhin verfügungsbereit.
Der Ordnungswille der Eisenbahner.
Duisburg, 30. März (Privatielegramm.) Die Gewerkschaft Dentfcher E i f e n b a h n e r hat an die Regierimg ein Telegramm gerichtet, in dem die Eifenbahner die R e g i e r n n g im Hinblick auf die Verbrechen, die die Kommunisten gegen den Eifenbahnbetrieb ausübten, auff erbe v n, fofort und mit allen Kräften die Ordnung hiebet herzustellen. Sollte die Regierung hierzu nicht in der Lage sein, so würden die Eisenbahner die Schaffung der Ordnung im Eisenbahnbetrieb selbst in die Hand nehmen.
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Berlin ist weiterhin ruhig.
Die kommnnistifche Hetze ist erfolglos.
(Privat-Telegramm.)
Berlin, 30. März
Der gestrige Nachmittag ist in den Berliner Betrieben ruhig und ohne Störung verlaufen. Kleinere Trupps von Arbeitslosen versuchten zwar in verschiedenen Betrieben immer aufs neue die Arbeiter zmn Generalstreik zu bewegen, jedoch ohne Erfolg. In vielen Betrieben haben Abstimmungen über den Eintritt in den Streik tzattgesunden. Diese haben aber, soweit Ergebnisse bis jetzt vorliegen, eine Mehrheit gegen den Streik gebracht. Im Laufe des letzten Tages sind im ganzen ungefähr fünfhundert Kommunisten verhaftet worden, sodaß daS Polizeigefängnis überfüllt ist. Dieses ist, wie das anschließende Polizeipräsidium stark gegen Ueberfälle gesichert worden. Im Gefängnis- hof sind Maschinengewehre anfgestellt und starke Wachen hineingelegt. Die umliegenden Straßen werden durch starke Patrouillen gesichert. Auf dem Dach des Polizeipräsidiums sind überall große Scheinwerfer aufgestellt.
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Weitere Beschlagnahme.
Berlin, 30. März. (Privattelegramm.) Die Generalstreik-Ausforderung der kommunistischen Betriebsräte für Tienstaa ist in Berlin ohne neu« nensreerte Wirkung geblieben. Betriebsabstimmungen in den Verkehrsanstalten und in den wesentlichsten Industriezentren haben eine fast neunzigprozentige Mehrheit gegen den Generalstreik gebracht. In Spandau bei Berlin find gestern wieder größere Dynamitvorräte und Ma
- Vierzehnhundert Aufruhrer gefangen, schinengewehre bei Kommunisten vorgefundeu und beschlagnahmt Wörde«.
Schüsse auf einen Bahnzug.
Berlin, 30. Mürz. (Privattelegramm) Gestern nachmittag wurden auf den von Bernau kommenden Vorortzug nm drei Uhr kurz vor Einlaufen in den Bahnhof Berlin-Jungbrunnen sechs Schüsse abgefeuert, die aber sämtlich nur die oberen Teile der Wagen beschädigten. Die Schutzpolizei nahm sofort eine umfassende Streife vor, doch konnte bisher noch keine Spur der Täter entdeckt werden.
Umtriebe in Sachse».
Die Streikhetze hat nur wenig Erfolg.
(Prlvat-Tclcgramm.)
v Dresden, 30. März.
In Dresden-Neustadt ist es gestern nachmittag zn Kundgebungen gekommen, die jedoch bisher ruhig verlaufen find. In der Glasfabrik vorm. Gebrüder Siemens, Aktiengesellschaft, sind gestern früh sechshundert Arbeiter in den Aus - stand getreten mit der Erklärung, daß in Sachsen Generalstreik herrsche. In Mügeln und Heidenau haben gestern mittag die Arbeiter den Streik proklamiert. In verschiedenen Fabriken wurde dann die Arbeit niedergelegt. Wie «ch der Streik mEdehne« wird, läßt sich,erst in den uächstcn Tagen übersehcn.Auch in O e l s- nitz im Erzgebirge sind eine große Anzahl Arbeiter auf fcunmuniftifdjc Veranlassung in den Ausstand getreten. In Pirna hat eine kommunistische Versammlung gestern beschlossen, heute früh in den Ausstand zu treten. Widerstrebende sollen gewaltsam $um Feiern gezwungen werden. Die Regierung hat sofort die notwendigen Gegenmatzregekn getroffen. In Chemnitz und Flöha ist ebenfalls der Streik proklamiert worden.
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Wieder ein Feuergefecht.
Leipzig, 30. März. (Privattelegramm:) Auf der Strecke nach Leipzig bei Gräbers hat sich ein neuer Aufruhrherd gebildet. Der Bahnhof von G r ö b e r s ist in der Hand der Kommunisten, die damit den Bahnverkehr zwischen Halle und Leipzig la hm gelegt haben. Ein Polizeitrupp geriet gestern bei einer Erkundung in ein schweres Feuer, gegen das er sich mit einem Minenwerfer zu erwehren versuchte. Dieser zersprang aber schon nach dem dritten Schuß. Infolgedessen mußte der Angriff abgebrochen- werden. Die beiden Offiziere, die den Angriff geleitet hatten, fielen. Ferner blieben noch zehn Leute im Feuer der kommunistischen Gewehre. Der weitaus größte Teil der Polizeitruppe konnte aber unverletzt zurückkommen. Gegen das Aufrührernest ist nunmehr eine umfassende Aktion eingeleitet worden.
Sie ®är«ng im Ruhrgebiet.
Kundgebungen wurden verhindert.
(Privat-Telogramm.)
Essen, 30. Marz.
Der gestrige Tag ist ohne Zwischenfälle ernsterer Art verlaufen. Das kommunistische „Ruhr-Echo" hatte in seiner letzten Ausgabe neuerdings zu einer für gestern nachmittag anberaumten Kundgebung auf dem GörlingSplaltz aufgefordert. Als Gegenmaßregel hat der Polizeipräsident den Platz abgefverrt und an den verschiedenen Stra- ftenzugängen große Plakate anbringen lassem durch die die Demonstranten aufgefordert wurden, von dex Kundgebung Abstand zu nehmen., Gegen 4 Uhr nachm. näherten sich von verschiedenen Seiten einzelne Abteilungen dem Gör- lingsplatz. Sie wurden aufgefordert, sich zurückzuziehen. In einzelnen Fällen wurde Widerstand geleistet, der gebrochen wurde, als die Schutznmnnschast die Seitengewehre aufpflanztc und Anstalten zur Räumung des Platzes machte. Fünfundzwanzig Personen wurden verhaftet.
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Zwanzig Tote in Effen.
Essen, 30. M rz. (Prlvattelegramm.) Nach den neuesten Feststellungen der Polizeibehörde find den Verletrnngen bei den vorgestrigen Unruhen noch weitere sieben Personen erlegen, sodaß die Gesamtzahl der Toten zwanzig beträgt.
schtognahms der Ruhrkohlenattsfichr, welche die wirtichafüiche Freiheit Deutschlands vernichten würde. Wenn die Alliierten diese beiden Zwangsmaßnahmen ins Ange faßten, würde Deutschland seinen Widerstand aufgeben. Der, „yigaro" hält die Einberufung einer interalliiert ten Konferenz in kürzester Frist Kr rroitoen* big. Manches habe sich seit der letzten Konseren, in London ereignet, so die AbstilMMMg in öberw Messen, bei der die Alldeutschen einen ErfoLg ba* bo n-getragen Hütten. Es geht also aus den Press« fiümnen hervor, daß sich die Franzosen nicht voir bem Gedanken loslösen können, die Zwangsmaßnahmen gegen Deutschland dlrrchzuMhren. Andererseits sehen sie doch ein, daß es Grenzen bett Leistungsfähigkeit gibt, die man nicht unbeachtet lassen tonn. £»• X
Bolschewkftm-Gegner.
Russische Gegenrevolutionäre tn Warschau.
Obwohl die Sowjetregicrung Den Petersburger und «ronftSdter Aufstand unterdrückt hat, ist no<h nicht die gegenrevolutionäre Bewegung ec» loskhen. Die geheime Organisation greift um stw. Der Rigaer Sonderberichterstatter unseres Berliner Bureaus drahtet: Das Rigaer Russen- blatt „Stotoij Putj' veröffentlicht heute den Wo-rtilarU einer geheimen Denkschrift des betaut» ten russischen Gegenrevolutionars Swwinkoff in Warschau an den sranzöfischen Kriegsminister. Dann heißt es, dah der Sturz des Bolschewismus nicht durch auSi wartige Interventionen erreichbar fei, sondern nur durch innere geheime Organifatromen der Bauern und Rotarmisten. Ein ausführliches politisches Programm stellt das kleine Agraretgen- tunt dem Kommunismus gegenüber, macht aus die völlige Demoralisation der -Svlvietdeamteu- schiast mifm'eti'tan tute .nNangt bft Einblasung der Konstituante. Der Schwerpunkt der ganzen Organisation liege in Warschcm, ut dem ^genannten Jltsormationsbrkreau, das von ©tont» wsf geleitet werde. Geheime Organisationen von Bauern sollen bereits in neun Gouvernements Weißrußlands uttfb in eitrigen Gouvernements Zentralrußlands bestehen. Kaurpfforgam)atu>nen sollen vorhattden sein an der MurmtankWe und in den Gouvernements Pstow, Karelien, Ukraine, Don-Gebiet, Kaukasus und Kuban-Gcdiet. Außer Guerilla-Gruppen, die zur Sabotage bestimmt sind, gelangten auch Einzelpersonen nach Sowsel- rußland, die tn die Sowjetpartei eintrcten und sich wichtige Veamtenposten übertragen lassen^ Solche Personen operierten jetzt in Petersburg, Kronstadt, Minsk, Tschernigow, Eharckow, KiM ttnb Kursk. Ein
lebhafter Waffenschmnggek fei organisiert, doch hange die glatte, Belieferung der Bauernonganrfationen mit Waz-feu von dem jeweiligen Verhalten der polnitschen Instanzen ab. Die Denkschrift, die schon vor einiger Zett verfaßt worden ist, spricht dann von einem Plan eines allgemeinen Ausstandes im »ruhiahr 1921. Die Geldfrage fei noch nicht geWst, da wahrend der letzten vier Monate nur etnemhalb Millionen Poletumark eingegangen seien, aber alleinim Dezember zwanzig Millionen Polenmark und 425000 Francs verausgabt worden feten. Trotz des Geldmangels entsafte aber das Komitee eine große Tätigkeit. Es habe ein ukrainisches Aufstandskomiiee organisiert, habe mit PeÄfttra -Md den Aufrührern in JngermanLaM> und Ka- rel'en unterhandelt und unterhalte freundschaftliche Vchiebmrgen zn Finland, Estland, Lettland und Georgien. Das Komitee arbeite hin ans ein Eves Bündnis der Randstaaten. JnMge der wohlwollenden Unterstützung Polens hoffe das Komitee auf einen Maffenauffftand der Bauern. Allerdings werde Polen totem imstande Rin, seit Angehörigen des Komitees finanzielle Unterstützung zu leihen, vielmehr werde Frankreich hoffentlich feine alten Verbündeten, die niemals mit Deutschland unterhandelt Hütten, nicht vergessen. Unterschrieben ist die Denffchrfft von Sawinckoff und Filossowvff. Sie trägt ferner den Vermerk: Abschriften gingen an alle führenden Staatsmänner Englands und Frankreichs.
Sa« silotten-Mftirnsrsieber.
Englands Sorge um die Seeherrschaft.
lEigener Bericht.)
London, 30. März.
Dem Wortlaut der als Weißblatt herausgegebenen Erläuterung der britischen Admiralität und der dazu gehörigen Denkschrift zum Martne- hauKhaltsplan entnimmt unser Mitarbeiter folgende interessante Sätze: »Von den dreißig Schiffen sind die älteren am Veralten und, können nur noch ein paar Jahre als leistungsfähig angesehen werden. Die Notwendigkeit ihres allmählichen Ersatzes durch neue Schiffe, in denen die Lehren des K r i e g_e § verwertet sind, kann daher nicht länger unberücksichtigt bleiben. Dabei muß man sich erinnern, daß seit 1916 kein Großtompsfchiff für die Marine auf Stapel gel.gt und sertiaaestellt worden ist, und