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Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

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Nummer 64.

Fernsprecher 951 und 952.

Mittwoch, 23. März 1921

Fernsprecher 951 und 952.

11. Jahrgang.

Nachklänge aus Obeeschlesien.

Deutsches Sberschlesien.

Da- Abstimmungs-Ergebnis.

Nachdem das Ergebnis der großen Absüm- hutna vom Sonntag nun vollständig vorliegt, ist der vorläufige Erfola festzustellen, daß die G e- samtzthl 742000 deutsche Stimmen gegen 472000 polnische eine starke Mehrheit für Deutschland bedeutet. Prozentual ansgedrückt betragen die deutschen Stimmen einundsechzig vom Hundert. Damir ist deutlich erwiesen, daß die oberschlesische Bevölkerung bef Deutschland verbleiben will. Wir treuen uns mit den Oberschlesiern, besonders mit denen, die aus dem Reiche zur Abstimmung in ihre Hei­mat gereist sind! Durch die Tatsache, daß un­gefähr eine Zweidrittelmehrheit der Oberschle­sier sich als Deutsche bekannt hat, wird der An­spruch der Polen als gänzlich ungerechtfertigt abgetan. Das Bedeutsamste an dem Ergebnis ist die Abstimmung im Industriegebiet/ vor al­lem in den Städten. Dort hat sich fast über­wiegend eine deutsche Mehrheit, die in manchen Orten achtzig bis neunzig Prozent betrügt, er­geben. Polnische Mehrheiten finden sich zwar in den Kreisen Pleß imd Rhbnick. Aber die Stadt Rhbnick hat Überwiegend deutsche Stim­men auszuweifen.

Auffallend sind n«r die polnischen Mehrhei­ten ht verschiedenen Landgemeinden des Fndufttiebezirks. Dort hat sich leider die Agita­tion der deutschen Kommunisten in einer sehr bedauerlichen Weise geltend gemacht. Die deut­schen Kommunisten hatten ihren Anhüngern Wahlenthaltung befohlen, wodurch viele deut­sche Stimmen verloren gingen. Daher kam es, daß in der Südostecke wider Erwarten polnische Mehrheiten austauchten. Dazu tat auch noch der polnische Terror seine Wirkung. Wenngleich größere Zwischenfälle am Sonntag nicht vorka­men. so haben doch einzelne Deutsche unter den Rüpeleien polnischer Raufbolde, besonders in Landorten, tätliche Beleidigungen erdulden muffen, was für die betreffende Dorsschast doch lähmend gewirkt hat. Das war namentlich in den Landkreisen Tost-Gleiwitz, Mikultsch, Mi- chalkowitsch, Kars und in Teilen deS Kreises Pleß in vielen Dorfgemeinden der Fall, ohne daß die interalliierte UeberwachungSkonrmis- fion einschrist

In Anbetracht dieser nicht unparteiischen Hal­tung der unter französischer Leitung stehenven Kommission muß man mit Zurückhaltung dem Entscheid des Pariser Alliierten- r a t s entgegensehen. Leider ist nicht das gün­stige Gesamtergebnis allein ausschlaggebend, sondern, da das Abstimmungsergebnis ge­meindeweise festgelegt wird, so besteht die Wahrscheinlichkett, daß einzelne Gebiete, in de­nen die Polen bte Stimmenmehrheit haben, abgetrennt werben. Der polnische Hetzer Kor- santy hat schon angekündigt, daß die Pol.-n ihren Anspruch energisch vertreten wollen, da­gegen werden sich nun die Deutschen ebenso energffch zu wehren wisien. Uns bleibt das Wichtigste: Das hauptsächliche Industrie­gebiet. Denn in Beuthen, Tarnowitz, Glet- witz, Königshütte, Kattowitz haben wir eine deutsche Mehrheit. Daraus mutz die Entente ihre Schlußfolgerungen ziehen. Bei ihrer end- gültigen Entscheidung muß sie die wirtschaft­lichen Notwendigkeiten und die geo­graphische Lage berücksichtigen. Man muß es für unmöglich halten, daß gewisse Gemein­den, in denen sich die beiderseitigen Stimmen die Wage halten, uns genommen würden, wäh­rend rings herum deutsche Mehrheiten bestehen. Es ist unmöglich, wenn der Alliiertenrat nach dem Grundsätze der Gerechtigkeit, tote er vor­gibt, entscheidet, daß er zusammenhängende Ge­biete auSeinandereißt. Eine willkürliche Be­nachteiligung des deutschen Landes würde nur dauernde Feindschaft und Unruhen Hervorrufen.

Wr wollen nicht von vornherein dem Alliier­tenrat unlautere Absichten züschreiben, sondern abwarten, ob er diesmal Gerechtigkeit walten laßt, oder ob französische Beutegier und Rach­sucht wieder die Oberhand gewinnen. Wenn wir sucht wieder die Oberhand gewinnen werden. Die Börse als Gradmesser der politischen Lage zeigt einen leichten Rückgang in deutschen Wer­ten, während sich die deutsche Valuta ein wenig gebessert hat. Allerdings find auch oberschlesische Werte zunächst zurückgegangen, angeblich weil man an der Börse ein noch günstigeres Ergebnis

erwartet hatte. Das ist darauf zairückzusühren, daß man sich während der vorcmssichtlichen pol­nischen Umtriebe und in Anbettacht der jetzigen geschäftslosen Osterzeft nicht festlegen will. Da aber selbst die Londoner Finanzkreise Bettrauen auf die Lage Deurschlands setzen, darf man darin eine Bestätigung erblicken, daß wir keine bedeut­samen Teile verlieren werden. Mit der F r e u d e über die deutsche Mehrheit verbinden wir die Dankbarkeit, die wir den treuen Ober- schlesiern und den Abstimmern aus dem Reiche darbringen! K. F. Dr.

Isr Abstimmimsr- Ergebmr.

Nach der deutschen Feststellung.

(Privst-Telegramm.)

Beuthen, 22. März.

Das Gesamttesultat der Abstimmung ist fol­gendes: 742 000 Stimmen deutsch, 472 000 pol­nisch. Nach einer Feststellung des deutschen Ple­biszitkommissariats wurden folgende Prozent­sätze zugunsten Deutschlands bei der Ab­stimmung in Oberschlefien bekannt: Myslowitz 37,83 Prozent, Beuthen 50,22, Tarnowitz 39, Hin­denburg 51,80, Rosenberg 68, Oberglogau 87,85, Lublinitz 53,26, Oppeln 57,63, Kattowitz 57,10, KSnigshütte 74,74. Rybnik 33,54, Gleiwitz 74,54, Kosel 75,60, Nikolai 26,40, Pleß 29,20, Leobschütz 99,61. Ratibor 70,79 Prozent. Es ist damit zu rechnen, dass die in Aussicht stehenden U n g ü l - tigkeitserklärnuge« die Wiederho­lung der Abstimmung in verschiedenen Ort­schaften notwendig machen werden, die im be­sonderen Maße von den polnischen Machenschaf­ten betroffen worden find und daß dadurch eine Verschiebung des Gesamtergebnisses zugunsten der deutschen Sache herbeigeführt werden wird.

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, Unterschied in der Zählung.

Paris, 22. März. (Eigene Drahtmeldung.) Havas verbreitet Montag früh die vorläufigen Abstimmungszifferu aus Oberschlesien, die sich nicht mit den deutschen Meldungen decken. Der Unterschied in einigen Stadt- und Landgemein­den gegenüber dem von der bcutfc. n Plebiszit­kommission bekannt gegebenen St mmener- gebnis schwankt bis zu zehn z>:»zent. Die Havasmeldung schließt mit den Worten: Die Alliierte« werden die Ergebnisse ausführlich überprüfen und ihre Entscheidung nach Recht und Billigkeit beiden Nationen gegenüber fällen. DaS Pariser Journal meldet: General Lerond hat dem Alliiertenrat seinen Berichtftiber die oberschlesische Abstimmuna bis Donnerstag an­gekündigt. Ob die Entscheidung der Alliierten noch am Samstag erfolgen tonn, hängt von dem Inhalt des Lerondschen Berichtes ab.

Ausschüsse zur Wahl erscheinen konnten, ist auf den polnischen Terror zurückzuführen. Die amtlid/e Untersuchung ist im Gange.

Polnische ©etoalttötigklt. Vorbereitung eines polnischen Putschest (Privat-Tclegramm.)

Mhslowitz, 22. März.

Am Tage nach der Absttnimung wurde hier ein Deutscher angerempelt, wobei es zu einer Schlägerei kam. Die Abstimmungspolizei weigerte sich, die polnischen Angreifer festzuneh- mcn. In Carboba bei Kattowitz wurden Handgranaten geworfen. In Zschopponitz wurden Gewalttätigkeiten gegen Deutsche verübt »md Wohnungen Deutscher geplündert. Ein Abstimmungsberechtigter aus Berlin wurde auf der Straße schwer mißhandelt. Ein im Kraftwagen vorüberfahrender französischer Offi­zier nahm ihn mit nach Kattowitz. Auch eine Frau wurde schwer mißhandelt. Französische Wachabteilungen sind nach Schoppinitz abge- saudt worden. Eine Schießerei ist im Gan­ge. Die Deutschen flüchten. In Nikolai be­reitet sich ein polnischer Putsch vor. An­sammlungen und andere Anzeichen deuten unver­kennbar darauf hin. Die schwache Garnison ist in Alarmbereitschaft. In Nikischt mußten die deutschen Beamten fliehen. Mit Knüppeln bewaffnete Banden durchziehen den Ort unter dauerndem Geschrei.

Deutsche in Bedrängnis.

Kattowitz, 22. März. (Privat - Telegramm.) Aus den Gemeinden mit polnischer Mehrheit wird noch berichtet; In Gieschwald und I a s o w »nd in den Nachbardörfern ist eine schwere Schießerei im Gange. Die Deut­schen fliehen. Josephsdorf ist in gro­ßer Aufregung. In den Straßen ziehen Ban­den umher und bedrohen die Deutschen mit Erschlagen. Ans Laurahütte werden große Zusammenrottungen gemeldet, die schwere Ge­fahren für die Deutschen befürchten lassen. Die städtischen KreiSkonttolleure find dringend von verschiedenen Seiten um Hilfe gebeten worden, bisher ohne Erfolg. Das deutsche Plebiszit- kommiffariat gibt folgenden Bericht über die La­ge im Abstimmungsgebiet: Im ganze« Land­kreise Beuthen flackern besorgniserregende polnische Unruhen aus. In Deutsch-Pisor wurden zwei Brüder, von denen einer Mitglied des varttäiischen Ausschusses ist erschossen. Auf der Sttatze Mhslowitz-Beuthen wurden die elek- ttischen Bahnen angehalten, sämtliche Landwirte herausgezerrt und «nd vor den Augen der fran- zöfischen Abstimmungspo lizei mißhandelt.

FwnMche Beeinsluffmm.

Die Umtriebe des Generals Le R»«d.

(Eigener Drahtbericht.)

Beuthen, 22. März.

In französischen Berichten über die Lage in Oberschlesien wird erzählt, daß es General Le­rond war. der schon während der Pariser Frie­densverhandlungen durch den General Foch auf Clemeneeau einwirkte, um die Trennung Ober­schlesiens von Deutschland durchzusetzen und daß er schon damals, als die sofortige Zuweisung au Polen am englischen Widerspruch gescheitert war. zum Oberkommissar für Oberschlefien aus- ersehen wurde zur Beeinflussung der Bolksabftimmung. Dem Präsidenten Wilson, der keine Ahnung von der Bedeutung Oberschlesiens und seiner Bevölkerungsverhält - niffe hatte, wurde die lleberzeugung beigebracht, daß Oberschlesien das Zentrum der gesamten bcuttoen Kriegsindustrie sei und daß seine Ab- trenuuna vom Reiche jegliche Möglichkeit neuer Kriege ausschließe. Der Bericht gibt auch zu, daß General Sarong sich während der letzten Tage viel Mühe gab, um die Durchführung der von den englischen und italienischen Befehls­habern ft« Abstimmw zsgebiet getroffenen An­ordnungen zu duriUreuzen.

AngültigkettS-Errlärrmgen.

Breslau, 22. März (Privat - Telegramm) Wie die Ostdeutsche Morgenpost aus Tarnowitz meldet, wurde in Neu- und Alttadzionka und Stokarzowitz die Wahl von den Engländern für ungültig erttflrt, weil in den Wahlbüros nur polnische Stimmzettel ausgegeben wur­den. Auch in Pleß sollen Beanstandungen er- folgt sein. Die Wahleuthaltung im südlichen Teile des Kreises Rvbnik, wo zum Tcfl nicht ein­mal die deutschen Mitglieder der paritätischen

Auffassung im Ausland.

Günstige italienische Urteile.

(Privat-Telegramm.)

Zürich, 22. März.

Der MailänderSecolo" meldet: Die Nach­richten aus Oberschlesien lauten für die Deutschen auffallend Einstig. Es gibt für die Alliierten, die ihr Ehrenwort für die Unparteilichkeit verwendet haben, keine andere MöAichkeit, als Oberschlesien den Deutschen zuzusprechen. Sie könn­ten höchstens Pole« einige Grenzgemeinden mit überwiegend polnischer Stimmabgabe zusprechen. DerCorriere della Sera" schreibt: Der deutsche Sieg wird Oberschlesien mindestens zu Drei­viertel deutsch belassen. Auch das Hütten - revier wird man den Polen nicht geben dürfen, weil es überwiegend deutsch ab­gestimmt hat. Das erfordert die Achtung vor ge­schriebenen Verträgen und vor den von Lloyd George und Giolitti gegebenen Zusicherungen.

Vorsicht in Holland.

Haag, 22. März. (Eigene Drahtmeldung.) Das Ergebnis der Abstimmung wird in hollän­dischen Blättern mit gewissem Vorbehalt bespro­chen. Ter Neue Rotterdamfche Courant meint, daß die Alliierten einer deutschen Reg-e- runq gegenüber, die in der Frage des Schaden­ersatzes. der Eutwaffmmg, der Kriegsverbrechen ufrc. nicht ganz gefügig ist. eine ausgesprochene Sanktion" in der oberschleflfchen Frage in der Hand behalten. Das Blatt schreibt weiter, daß nicht das Recht Deutschlands oder Polens ent­scheiden wird, wer Oberschlesien bekommt, son­dern baS Furer esss« der Großmächte.

Nach der Abstimmung'

Der Dank des deutschen Reiches.

(Telegraphischer Bericht.)

Berlin, 21. März.

Reichspräsident und Reichskanzler haben fol­genden Aufruf nach der oberschlesischen Abstim­mung erlassen:

An das deutsche BolkI Die deutsch« Sache in Oberschlesien hat einen entschei­denden Sieg errungen. Er ist dem einmütigen Einstehen deS gesamten deutschen Volles zu ver­danken. Die eingesessene Bevölkerung hat unge- ackstct aller gegnerischen Versuche, sie dem dem- schen Gedanken zu entfremden, in ihrer überwie­genden Mehrheit treu zum Vaterlande gehalten. Die stiumiberechtigien Oberschlesier aus dem Reich und aus dem Ausland haben, erfüllt von der Liebe zur Heimat, Eiltbehrungen und Mühen nicht gescheut. Sie sind, allen Einschüchterungs- Versuchen zum Trotz, vollzählig nach Oberschlesien geeilt, um ihrer Pflicht gegen Heimat und Vater­land zu genügen. Bei größter Opfenvillisskeit haben alle Schichten der Bevölkerung durch Sammlung der Grenzspende die Mittel beige­steuert, um auch dem Acrmsten die Reise nach Oberschlesien zu ermöglichen. Die Abstimmungs­kommission hat durch hingebende, unermüdlichr Arbeit und mustergültiges Zusammenwirken das große Werk vollenden helfen. Ihnen allen, ohne Älisnahme, ist der bleibende Dank des deutscher Bottes gewiß.

Berlin, 21. März 1921.

Der Reichspräsident: Ebert.

Der Reichskanzler: Fehrenbach.

Berliner Preffefrimmen.

Berlin, 22. Mürz. (Eigener Drahtbericht.) Die .Deutsche Zeitung" stellt fest: Muff je­den Fall wird sich kein Deutscher finden, der nach dem glänzenden Abstimmungsergebnis die durch und durch deutsche Provinz nicht verteidigen würde, wenn der Pole zur Gewalt zu schreiten für richtig befindet. Die nächsten Tage werden auch über diese Frage Klarheit bringen.

DieTägliche Rundschau^ nimmt an, daß die deutschen Kreise über das Zustandekom­men der volnischen Mehrheit in Pleß und Rybnik soviel Material zur Verfügung haben, daß der Entente klar gemacht werden kann, was es mit der polnischen Mehrheit in diesem beiden Krei­sen in Wirklichkeit bedeutet, so daß es, wenn die Entente gerecht bandeln will, ihr unmöglich wird, dem polnischen Druck auf etwaige Los- löftmg dieser beiden Streife von Oberschlefien nachzugeben. _

Die .Vossische Zeitung* schreibt: Mit dem für Deutschland günstigen Ausfall der Ab­stimmung in Oberschlesien verbindet das deutsche Volk die Zusicherung, daß es alles, was in sei­nen Kräften stecht, tum wird, um alle Oberschlesier, auch die unterlegene Minderheit, dauernd zusrie- dcnMstellen und das Land aus einem Herd der Unruhe zu einem Hort des Friedens zu machen.

ImBerliner Tageblatt" wird aus- gesüchrt: Was Deutschland auch Wetter erlebe» wird es hat Grund, sich Über das, was es in diesen Tagen durchlebt hat, zu freuen. Auch im demokratischen Staate wird nicht vergesse«, waS den Oberschlesiern Friedrich der Zwette geschaf. feit hat. Der klinge Köniz Hut mit seiner Kriegs­kunst dieses Land für Deutschland gesichett, mit seinem Verwaltungsgenie die Wege zur Erschlie-- ßung gezogen, und gestern hat in der deutschen Republik das nun zur Kenntnis seiner Verant» Wortung und zur freien Selbständigkeit des Han­delns berufene Bott durch eine machtvolle Wil- lenskundaebung eine Siegestat vollbracht.

Der .Vorwärts" schreibt: Bleibt Ober­schlesien deutsch, wie das ahne Vergewaltigung der Volksabstimmung nicht anders sein tarnt, so gilt es, ein Beispiel für Europa zu geben, wie der Frieden und die Wohlfahrt einer gsmischt- sprachlichen Bevölkerung gewährleistet werden kann

Auch die .Freiheit" begrüßt den Ausgang der Abstimmung im Interesse der Arbeiter­bewegung und im Interesse des Kampfes der Arbeiterklasse Es sei wichttg, daß die obersihle- sifche Arbeiterschaft die Verbindung mit der gro­ßen deutschen Arbeiterbewegung behält.

Verbesserung in der Telegraphie.

Maschinentelegraph im Funkverkehr.

Der starke Telegrammverkehr, der durch die Leipftger Messe hervorgerufen worden ist. hat besondere Maßnahmen erfordert. Reben dem Siemens'schen Maschinentelegropbeu - Betrieb auf den Berlin-Leipziger Leiiumgen wtrd ein solcher Betrieb jetzt auch drahtlos zwischen Ber­lin und Leipzig durchgefübtt. Diese drahtlose Verbindung arbeitet ffut. schon am ersten Tage nach erfolgter Aufnahme hat sie mehr als tau­send Funftelogramme bewältigt.

Die Verwendung des genannten Apparates