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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

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Nummer 60

Freitag, 18. Marz 1921

Fernsprecher 951 und 952.

Fernsprecher 951 und 952.

11. Jahrgang.

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Deutsche Zuversicht in Oberschlesie«.

jun3 vorfinden.

etwa

text, mit dem Resultat, daß ein Abkommen zwi­schen ihnen erreicht wurde, sei durch das Austre­ten der Entente auf bedauernswerte Weise gestört und verzögert worden.

Versorgung mit Lebensrnitteln.

Köln, 17. Marz. (Privattelegramm.) Die neue Zollgrenze im Rheinland wird in Bezug aus die Lebensmittelversorgung des besetzten Ge­bietes keine Aenderungen verursachen. Die Vertretung der englischen Behörde in Köln hat der Kölrwr Stadtverwaltung eine dahin­gehende Versicherung gegeben. Zuständige Kreise in Köln nehmen an, daß die Einrichtung der neuen Zollgrenze noch Wochen oder sog« Mo­nate dauern könne. Uebcr die Einzelheiten herrscht noch völlige Unklarheit.

seine eintressen- dadurch in lei«

Unter feindlichem Srrnk.

Die Maßnahmen der Alliierten.

(P rivat-T cleg r a non.)

Köln, 17. März.

DemPariser Temps" zufolge sprach Briand in der Kammer auf eine Anstage, daß die Be­setzung weiterer deutscher Gebiete durch die Alliierten solange nicht erfolgen soll, als noch die Hoffnung auf deutsche Vorhand lungsvor- schlage bestände. Den Deutschen müsse es über, lassen bleiben, bis spätestens Miste April diese Vorschläge einzureuheu. HavaS meldet: Die Kommission für Reparation hat den endgültigen Wortlaut der Mahnung an Deutschland, be- lreffenj» die B e z a h l u n g der zwanzia Miliar- den Grtdmark am 1. Mai fertiggestellt. Die Rote richtet zugleich an Deutschland die Frage, wie die Regierung die noch restiercndru zwölf Mil­liarden zu zichlen gedenke.

Sie Zollgrenze am Mel«. Ausdehnung auf hundertfünfzig Kilometer? (Privat-Telegramm.)

Schwarze Franzose».

Duisburg, 17. März. (Privattelegramm.) Nach einer hier vorliegenden Meldung sind im ganzen rechtsrheinischen Gebiet schwarze Trup­pen eingerückt. Sie werden auch in der Rührung Essen zusammengezogen.

Lberschlesie-ir Schicksal.

Deutsche Aufrufe vor der Abstimmung.

Wahlen und Autonomie.

Berlin, 17. Mär». (Prtvattelegrcrmm.)' An aurtlicher Stelle wird die Entscheidung der Alli­ierten über Oberschlesien noch in der letzten Märzwoche erwartet. Die Neuwahlen zum Reichstag werden, sofern die Entscheidung zu Gunsten Deutschlands lautet, im Abstim- mungsgebiet bereits im April stattfinden. Die Autonomie Oberschlefiens als deutscher Bundes- staat ist für den 1. Mai vorgesehen.

Köln, 17. März.

Echo de Paris" meldet, daß die alliierten Sachverständigen in ihrer Sitzung am Dienstag für die Ausdehnung der neuen Zollgrenze am Rhein aus eine Hundertfünfzig-Kilometer-Grenze rechts des Rheins sich gutachttich ausgesprochen haben. Die wettere Entscheidung müsse beim Obersten Rat und bei der Wiedergutmachnngs- kommisfion liegen. Das Blatt meldet weiter, daß die K o n t r o l l e der bcutfd)cn Zollgrenze durch eine eigene Abteilung englischer und fron- zösische'r Zollbeamten erfolgt und daß die deutschen Zollbeamten nur bei Bewährung in den Dienst der Miierten übernommen werden »vürden. Die Hauptleitung der Reichszollgrenze werde Frankreich übertragen.

Volksgenossen im brdvbrcn Oberschtesten verbin­den, sollen eindrucksvolle Kundgebun« $en für die deutsche Volkseinheit und gegen ede Zerstückelung des Vaterlandes werden.

Berlin, 17. März.

Ein direkt aus Petersburg in Riga eingetrof­fener, von bolschewistischer Seite stammender Situationsbericht warnt davor, die S o w j e t regierung als so erschüttert anzu­sehen, wie die vielen bisherigen Sensations­nachrichten glauben machen könnten. Während im Auslande über blutige Straßeukämpse, die in Petersburg und Moskau stattgefunden habe,/ sollten, berichtet wurde, ging in Petersburg daS Leben in gewöhnlichen, freilich nicht gerade angenehmen Weise weiter. Der Belagerungs- znftand war verfügt, das äußere Bild o6eF un­verändert. Ein Funkspruch der Moskauer Rr- gierimg widerspricht allen Meldungen über einen Maffenaufstand in Rußland. Er lagt, es wer­den zwölf Städte genannt, in denen große Aus­stände ausgebrochen sein sollen. In Wirklich- heit herrscht aber überall Ruhe.

(Privat-Telegramm.)

e - Kattowitz, 17. März.

Nach der Erklärung der vberschlesifchen M o n - tanindustrie, die endgültig die Stellung der Industrie für Deutschland sestlrgt, ist auch der oberschlesische Großgrundbesitz mit einem Ausruf hervorgetreten, in dem er einen Entscheid für Deutschland fordert. Diese beiden Aufrufe in ihrem unmittelb«en Zusam­menhang mit dem Abstimmungskampfe werden sicherlich eine starke Wirkung ausüben. Dl« Z u- versicht auf deutscher Seite hat sich all^unetn gehoben. Namentlich durch den starke» ^uzug der deutschen Heimattreuen (die sich nnn ar) das ganze Land verteilen). Polen sind nur sehr we. tdge eingetroffen. Erst jetzt kommt auch der ge­meinschaftliche Abstlmmungstag zur vollen Wir- kung. Damit ist die Politik Korfantys zerschla- gen worden und die erkennb«e Täuschung der polnischen Erwartungen hat die Autorität Kor­fantys in ihrem Grunde erschstüttert.

Unklarheit Uber Rußland.

Di« Darstellung von bolschewistischer Sette.

(Prrvai-Telegrmmn.)

ASstimmungs-Feiertag.

Berlin, 16. März. Der Deutsche Schutz« stund bittet die angeschlossenen und befreunde­ten Vereine und Arbeitsgemeinschaften, dem Ausruf der bereinigten Verbünde Heimattreue! Oberschlesier Folge zu leisten und nach Kräften mltMchelfen, ratz der 20 Mürz, der Tag der Mstimmung in Oberschlesien, ein ernster 8 ei er tag werde. Vor der Bedeutung der ümden, in denen der Stimmzettel über das Verbleiben Oberschlesiens Mm Reiche und da­mit über Deutschlands künftiges Schick« al entscheidet, tritt alles andere zurück. Die allerorts vorbereiteten Veranstaltungen, die uns am AbstiumMngstage in Gedanken mit den

Kulturfraaen im Reichstag.

Schnelle Beratung vor den Osterferien.

(Eigener Bericht.)

Berlin, 17. März.

Im Reichstag Herrschte gestern bewegtes Le« den. Die Sitzungen dauern vom frühen Morgen bis in die späte Nacht hinein. Awsi-immungeu olgeu auf Abstimmungen, Hammelsprünge wechs­eln mit Namenaufrufen ab. Der Reichstag will mit aller Macht im Lause dieser Woche fertig weroen, um in die Osterferien gehn zu Wunen. Unermüdlich fließt der Redestrom. Man hatte am Dienstag gehofft, das Rcichsministerium der Innern fertiggustelleu. In der zwölften Nacht- stuUde umtzte dieses Beginnen als aussichtslos ausgegeben werden. So giNa die Aussprache am Mittwoch weiter. In ausführlicher Breite wuc- 2en die Kragen der besten Schulart, die Vorzüge und Nachtelle des Kinos, die drohende Ge/ahr bei der weiteren Ausbreitung der Tuberkulose, das Schicksal der bisherigen Kadettenanstalten und andere kultttrellen Fragen erörtert. Jeder Redner brachte zahlreiche Wünsche vor und der Mueuminltzet nutz tew GehÄen geben Ma­

die Zwangsjacke soweit zu lockern, wie cS er- forderlich wäre, um Arbeit nur für sie leistet! tu können. Hätten sie die Gewißheit, datz das deutsche Volk so entmannt sei. datz es dauernde Sklavenarbeit zu leisten gewillt wäre, dann wür­den sie vielleicht milder gehandelt haben: jedoch! auch das ist nicht sicher, denn man bücke aus Oesterreich, von dem die Alliierten auch in Zu­kunft nichts jfu fürchten haben und das sie doch bis zum Weißbluten auspressen. AM auch dort vermuten sie eine Gefahr in der Bewegung für den Anschluß an Deutschland. Immer, wo wir nach der Ursache forschen für das uns so unsinnig erscheinende Verhalten der Feinde, stoßen wir auf die Furcht vor dem Wied er er starken Deutschlands. Gerade diese Anzeichen wer­den dem deutschen Volle erst recht ein Ansporn sein zur Schaffung der inneren Eingkeit, auf der wir das neue Reich aufbauon! K. F. Dr.

dern der Vasall Englands. Wäre aber ein Um­sturz zu erwarten, wenn das französische Volk Bescheid wüßte? Ich glaube kaum. Die Fran­zosen sind nun mal so; sie wollen nicht die Wahrheit hören, denn sie wüßten nicht, was sie damit anfangen sollten. Sie kämen durch eine neu geschaffene Lage in die größte Verlegenheit, weil ihnen dann der Wind ans den Segeln genommen wäre. Dann hätten sie ja nichts mehr, woran sie sich begeistern, oder woraus sie ihren Hatz richten könnten. Nüchternes Denken und Schassen liebt der Franzose nicht: ohne berau­schende Aufregung ist ihm das Leben schal. Und das Volk, als politischer Körper betrachtet, lüßr sich ebenso von seinen Führern treiben, wie es anderswo der Fäll ist. Also Frankreich braucht den Hatz gegen Deutschland alz Lebenselixir, wie es den Absinth zur Erwärmung seines de­generierten Mogens braucht.

Betrachten wir England in seiner ge- schäftÄmätzigen Logik. Der Brite ging in den Krieg, well er die Gelegenheit benutzen wollte, die deutsche Konkurrenz, die ihm schon lange ein Dorn im Fleische war, zu beseitigen. Die deutsche Industrie hatte die englische an Qualität der Erzeugnisse weit überholt, der deutsche Autzen- handel stand aus dem Weltmärkte mit an erster Stelle und hatte überall die Briten im frieb» lichen Wettbewerb verdrängt. Auch die deutsche Schiffahrt wuchs in ihrer Tonnage riesengroß an, bot Erleichterungen für die Güterbeförde­rung und Bequemlichkeiten für den Personen­verkehr, so daß alle Welt am liebsten deutsche Ware kaufte und aus deutschen Schiffen fuhr. Dieses Wachstum deutscher Tüchtigkeit konnte die seebeherrschende Nation,Britannia mies the waves, mchl vertragen. Der Neid ließ es nicht zu, und die britische Industrie- und Han- deMvelt sah sich zurückgesetzt. Da sie im fried­lichen Wettbewerb nicht standhalten konnte, wurde Gewalt angewendet, genau nach der jah-r- hmtdertealten britischen Metbode. Mit der Zer­trümmerung Deutschlands hoben die Feinde zwar höchst wertvolle Kulturarbeit vernichtet, sie begnügen sich mit schlechten Waren und mit mangolhastem Schiffsverkehr, aber das alles rpsern sie gerne, wenn nur der deutsch» Kon­kurrent tot ist. Sollen sie ihn nun schon wieder neu aus der Asche auserstehen lassen? Manche^ Kreise, die besonders der Gegenwart leben, sind geneigt, den Neuaufbau des zufam- , men gebrochenen Europa zu beginnen. Andere aber, dir mehr in die Zukunft blicken, fürchten doch noch die deutsche Kraft, die bei freier Ent- 1 faltung vielleicht zu schnell wieder aufblühen ' könnte. Diese Änderen, diese Aengstlichen, haben vorläufig noch die Oberhand in England. Daher i bleibt es weiterhin bei der beschlossenen Fesse- i lung Deutschlands.

Ans dieser sachlichen Betrachtungsweise er­gibt ;tch, daß unsere Feinde mehr Interesse daran haben, uns an der freien Arbeit zu hindern, als durch unsere Arbeit den allgemeinen Weder- 1 aufbau zu beschleunigen. Zwar sind sie bereit, j

esse der Heimat gern diese kleinen Unbequem­lichkeiten und Entbehrungen auf sich Wieder ein­getretene Fälle veranlassen uns, dir Abstim­mungsberechtigten nochmals daraus Hinzuwelsen, daß sie Ihre Papiere nach der Grenzkontrolle keinemMenschenzeigen, geschweige denn übergeben dürfen. Auch Beamten der Abstim- mungspMzei (Apo) gegenüber ist, auch wenn sie deutsch sptschen, äußerste Zurückhaltung und Vorsicht geboten. Vorgestern hat die Ab- sttmmumvz der stimmberechtigten Strafgefangenen

So der zwaugsjacke.

Warum Deutschland ansgepreßt werden soll.

Rach den Maßnahmen der Entente befindet sich Deutschland in der Lage eines ausgehungerten schwachen Menschen, der von mutwilligen Räu­bern, die bis an tue Zähne bewaffnet sind, in eine Zwangsjacke eingespannt worden Ist. Nun verlangen die Folterknechte noch, daß der ein- geilemmte, hilflose Mensch für sie arbeiten und zahlen soll. Das Bild zeigt auf den ersten Wick den Wahnsinn dieser Methode. Es zeigt auch die bestehenden unüberbrückbaren Gegensätze. Der Gefesselte erklärt, auf diese Weise weder arbeiten noch zahlen zu können, wogegen die Bedrücker behaupten, er könne, wenn er wolle. Deutschland mag demnach seine Unfreiheit und Schwäche mit ben besten Beweismitteln bar» legen, ble Alliierten werden doch nieinals zu­geben. daß es fo sei, weil sie nicht Vernunft an« nehmen wollen. Wenigfwns vorläufig noch nicht. Es kommt ihnen zunächst mehr daraus an, uns in der Zwangsjacke stecken zu lassen, als einen Gewinn herauszuholen. Sie fühlen sich zu sehr in der Rolle des unanständigen Siegers, der den Unterlegenen auch nach der Niederlage noch demütigt. DieS ist die Art des uncmstä-n- digen Siegers, aber auch des schwacken Siegers, dem der Sieg nur durch fremde Hilfe zugenallen ist und nun, da er wieder auf sich selbst ange-

Aus Sberschlefien.

Bitte an die Abstimmungsberechtigtem

Mir diejenige» AbstimmnngSdererhtiaien, die noch »ich« »»gereist sind, gilt der »ach. stehende Mahnruf ans Sd-rfchl-fiea.

Breslau, IS. März.

Die Zentraksielle für die technische Durchfüh­rung der oberschlestschen Abstimmung verkündet folgendes: Nach Mitteilung dos Deutfcheu Schutzbundes und der zuständigen Elsenbahn- direftion sind alle fälligen Züge ohne Zwischen­fall und fast ohne Verspätung an ihren Bestim­mungsorten eingelaufen. In einem der Sonder­züge befand sich eine in England wohnend« OberMesierin. Sie hat die weite Reise mit allen ihren Unbequemlichkeiten nicht gescheut; um in die Heimat zu eilen. Die zurzeit auf der Fahrt befindlichen Transpvrtzüge Welsen eine sehr gute Besetzung auf. Wir richten trotzdem noch­mals an Alle, die noch nicht abgereist sind, die dringende Bitte, mit den ihnen mitge- teiltenZügen abzufahren, da sonst ein Zu­sammenballen von Mstimmungssterechtigten auf die Züge der letzten Tage eintreten mutz und hierdurch die mit großer Sorgfalt getto.ffencn Reiseerleichterungen und Bequemlichkeiten beein­trächtigt werden könnten Um einer Enttäu­schung vvrzubeugen, bitten wir die in Ober« schlesien eintrefsenden Abstimmungsberechtigten nochmals, sich nicht zu wundern, wenn sie aus dem Zielbahnhof im Bahnhofsgebäude nicht fest­lich empfangen, von ihren Angehörigen nicht er­wartet und von Helfern nicht unterstützt weiden. Die Interalliierte Kommisfion hat zu allen Ver­boten neuerdings auch noch verschärfte Bestim» mnugen für den Empfang auf dem Babn« steige heransgegeben.

Vor der Bahnhofshalle

Hm die Ausfuhr-Abgabe.

Keine Beteiligung Italiens.

(Privat-Telegramm.)

Zürich. 17. März.

Wie die Neue Züricher Zeitung airs best- insormierter Quelle erfährt, ist eine Mitteilung aus Rom eingelaufen, daß die italienische Regierung beschlossen habe, der Kaurmer kei- nenGesetzentwurs über die Erhebung von fünfzig vom Hnndert des Wertes der deutschen Einfuhr vorzulegen. Damit bestätigt die ita- lienische Regierung das Auftreten deS Grafen Sforza, der während der ganzen Londoner Kon- erenz gegen die Anwendung der Sanktio len protestiert hat. Auch Japan soll ich dem Vorgehen der alliierten Machte in die- er Frage nicht angeschloffen haben.

bigenbe Verhalten der Entente erklären.

Betrachten wir Frankreich in seiner kna­benhaften Aufregung, so erkennen wir unschwer bie wahren Gründe seiner tollen.Rüstungen. Das ganze politische Leben beruht dort auf hohler Phrase, Selbstbeweihräucherung, Verttüstung auf die deutschen Zahlungen und Ausmalung einer deutschen militärischen Gefahr. Die Regierung wagt nicht, dem Volke die Wahrheit zu sagen: datz gar keine deutsche Gefahr besteht, datz das deutsche Gold nur langsam rollen kann, weil keins da ist, und datz Frankreich gar nicht die Europa beherrschendegründe nation* ist, son-

werden die ankommenden Reisenden Angehörige, Helfer und jede weitere Unterstütz, ° '_____

Tie Frectde Oberschlesiens über feine eintieffen- ben Gäste und Landsleute wird dadurch in kei­ner Weise gemindert. Bisher hat auch das Ver­bot der Interalliierten Kommission aus bie Stimmung ber Ankommenden nicht den gering­sten Einfluß ausgeübt. Sie nahmen im Inter-

Znternationale Gewerkschaft.

Soge« die Londoner Konferenz.

(Eigener Drahtbericht.)

Berlin, 17. März.

In ber Versammlung des Vorstandes des internationalen Gewerlschaftsbundeö, die am Montaa und Dienstag in Amsterdam statt- änd, wurde hauptsächlich die Londoner Konfe­renz besprochen. Zwei deutsche Abgeord­nete wohnten der Verhandlung -ei, Graß- mattn, der Bizcvorfitzende des Allgemeinen deutschen Gewettschastsbundes und Hns, der bekannte Führer der deutschen Bergarbetter. Die beiden delegierten erklärten, daß die milttäri- chen Sauttionen der Entente gegen Deutschland Wasser auf die Mühle der deutfchen Nationali­sten sei. Der Wiederaufbau Frankreichs, worüber bereits die deutschen und ftanzösischen Bergarbeiter lau« mit einander verhandelt hüt.