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Kasseler Neueste Nach

Kasseler Abendzeitung

Hesfische Abendzeitung

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Stummer 58

Mittwoch, 16. März 1921

Fernsprecher 951 mir, 952.

11. Jahrgang

Fernsprecher 951 und 952.

Widerstand gegen die Entwaffnung.

Lderschlefienr Schicksal.

Vor der Abstimmung.

Nur wenige Tage sind es noch bis zum 20. Marz, dann werden die Oberschlesier entschei­den, ob ihre Heimat bei deutscher Kultur, Ord­nung und Wohlstand bleiben oder dem neuen künstlichen Staate Polen zufallen soll, dessen Ver­waltung so kläglich veriagt. In Oberschlesten und im Reiche sind alle Voraussetzungen so, daß man schon jetzt ein günstiges Ergebnis für das Deutschtum als selbstverständlich ansieht. Die Deutschen können daher mit den besten Aussichten und freudig in den Wstimnurngskarnpf gehen und den Machenschaften der Polen und der En- tente trotzen. Welche unlauteren Kniffe die En­tentemächte angewandt haben, um die Abstim­mung zu beeinflussen, ist ja allbekannt. Auch die Londoner Konferenz hatte einen bedeuffamen Zusammenhang mit der oberschlesi­schen Frage. Der englische Ministerpräsident hat in seiner großen Rede über Oberschlesien folgendes gesagt: .Der Vorschlag von Dr. Si­mons ist an BedingiMgen geknüpft, die diesen Vorschlag unbestimmt machen, die ihn schon im Laufe weniger bevorstehender Wochstn aufheben können. Er ist der Volksabstimmung in Oberschlesien unterworfen. Wenn die Volksabstimmung in Oberschlesien oder in einem Teil Oberschlesiens für Deutschland ungünstig ausfällt, würde Dr. Simons, falls wir seinen Vorschlag annehmen wollten, völlig berechtigt sein, hervorzukommen und zu sagen: Die Lage hat sich geändert, Deutschland ist des Gebietes beraubt, auf das es angewiesen war, um die fünf Annuitäten zu bezahlen, und deshalb ist es mit der Vereinbarung, die ich in London traf, aus. Das bedeutet, der Vorschlag von Dr. Si- nwns ist nicht ein Vorschlag für fünf Wochen."

Diese Aeußcrung bezog sich auf einen et- waigen ungünstigen Ausfall der Abstimmung. Wie wird über das Angebot der deutschen Dele­gation ausgelegt, wenn die Abstimmung günstig ausfällt, was wir hoffen? Dann wird die En­tente sagen:Nun habt Ihr Oberschlesten, nun könnt Mr bezahlen." Darin befinden sich die Gegner aber doch sehr im Irrtum, denn uns kommt es auch darauf an, daß unser Handel völlig freigegeben wird. Oberschlesten ist nur ein Teil unserer Bedingungen. Die Alliierten suchen allerdings die Sache immer so zu drehen, wie sie ihnen paßt. So war zum Beispiel ur­sprünglich der Termin zur Abhaltung der Lon­doner Konferenz erst fiir die Zeit nach der oberschlestschen Abstimmung vereinbart worden. Der zu frühe Termin des t Mürz war ein Bruch Lieser innerhalb der Entente getwf- senen formellen Abmachungen imd hatte seWst- verständlich wohlerwogene tiefere Gründe. Eng­land wünschte seinerseits die Konferenz vor dem Wiedereintritt Amerikas in die Weltpolitik. Der andere entscheidende Grund fiir die verfrühte An­setzung der Konferenz war eben gerade die un­mittelbar bevorstehende Abstimmung in Ober- schlesten. Hier lag vor allem ein Interesse der französischen Politik vor, die es durchgesetzt bat, daß die Abstimmung numnehr unter der Nachwirkung des Ergebnisses von London statt- .finden muß, damit Polen und Franzosen noch einmal Gelegenheit haben, zu versuchen, die oberschlesische Bevölkerung vom Deutschtum mit dem Hinweis auf die ungeheuren Lasten und die verhängten .Sanktionen* abspenstig zu machen. Dieser wohldurchdachte Plan muß und wird fehlschlagen!

Daß wir guten Grund zur Zuversicht haben, geht aus den statistischen Aufzeichnungen I?ervor Der frühere Staatssekretär Dr. August Miller hat kürzlich obersMesische Wahlergebnisse aus dem letzten Jahrhundert zusammentstellt. Danach ergeben sich folgende Tatsachen: Wenn man diejenigen Einwohner, die das Wasserpol­nische als Muttersprache sprechen, Polen rurech- net, so ergibt sich allerdings eine polnische Mehr­heit. Das Wasserpolnische besteht aus deutschen, polnischen und tschechischen Sprachstämmen. Aber affe Wasserpolen beherrschen neben dem Dialekt die deutsche Sprache, kaum einer aber kann sich mit einem Polen verständigen. Die Wasser- polen fühle«, wie die Wahlergebnisse immer gezeigt haben, zum größten Teil deutsch. Bei der Abstimmung zur Reichstagswahl im Jahre 1910 haben von den polnischen Wahlberechtigten 171177, von den deutschen 132 391 gewählt. Pol­nische Stimmen wurden «wer nur 93 629, deutsche dagegen 209 939 abgegeben. .Daß sich auch durch den Weltkrieg die Dinge nicht geändert haben," schreibt Dr. Müller, .beweist der Ausfall der Wahlen für die deutsche Nationalversammlung vom 19. Januar 1919. Die polnische Presse hatte damals Wahlenchaltung proklamiert und jeden als einen Parteigänger Deutschlands und einen Verräter Polens bezeichnet, der zur Wahl ginge. Trotzdem stimmten über sechzig Prozent der Wahlberechtigten äb, die alle deutsche Kandi­daten wählten.

Dtögeu also die Polen weiter agitieren, es wird ihnen nichts nützen. Wenn die Abstim­mung erledigt ist, dann mögen auch wieder Be­

ratungen mit den Alliierten stattflnden. Gegen­wärtig steht im Vordergrund des deuffchen Ge samtinteröffes bis zum 20. März nicht mehr London, sondern der Südosten Deutschlands Oberschlesien erwidert nunmehr unsere stündliche und tägliche Gorge, b-is der Sie« unser ist, und dann wird man sich auch in London oder sonstwo wiederum an den Verhandlungs­tisch setzen schon weil die Anderen es dringend wünschen werden. Einig und festbleiben und die unveränderte Zuversicht in deutsche Lebens­kraft und deutsche Zukunft unfern oberschlesi- schen Brüdern und Schwestern immer wieder zurufen das ist setzt die Parole I -so-

Mwassmmgrlchwierigkeiten.

Proteste in Bayern und Ostpreußen. (Privat-Telsgramm.)

Berlin, 15. März.

Die Stellungnahme der Reichsregiernng zu der neuen innerpolitischen Krise, die durch die Entwaffnungsvorlage der Reichsregierung im Reichsrat hervorgerufen ist, ist keinesfalls ein­heitlich. Sowohl der Reichsjustizminister wie der Reichswehrminister sind mit Rücksicht ans die ernste Opposition in sütweuffchen Kreisen gegen eine Ueberstimmung Bayerns. D« Fraktionen deS Reichstages werden erst in den nWstcn Ta­gen zu der Vorlage Stellung nehmen. In Bayern fanden am Sonntag etwa zweihundert Maffen-Protestversmmnlungen statt, die zum Widerstand gegen die Zwangsentwaffnung Bayerns aufforderten. Außer in Bayer» zeigt sich auch in Ostpreußen wachsender Wider­stand gegen die Entwaffnung. I« den Grxnz- gemeinden zeigte sich große Erregung, zumal die polnffchen Xruppenansammlungen jenseits der Grenze andauern. In Ostpreußen werden von dem Auflösungsdekret der Reichsregierung 314 Setbstschutzverbände betroffen, darunter etwa zweihundert Feldwachen.

Erschütterung der NeichSeirrheit?

Berlin, 15. März. (Privat - Telegramm.) Die bayrische Bolkspartei hat der Zentrumssrak. tion eine Entschließung zugestellt, m der sie um parlamentarische Unterstützung des Zentrums gegen das Eutwaffnungsgesetz nachsi:cht. Rach allen in Berlin vorliegenden Meldungen aus Bayern ist die Erregung dort eine so tief­gehende, daß, falls die EntwaffnungSvorlage Gesetz wird, mit einer tatsächlichen Erschüttermig der Reichseinheit zu rechnen sein wird. Auch der Zusammenbruch der Regierungskoalition im Reiche dürfte die unmittelbare Folge einer Heber« stimm» ng Bayerns in dieser Frage sein.

Keine Abtrennung.

Berlin, 15. MSrz. (Privat - Telegrmmw) Einem Berichterstatter deS LokalanzeigerS gegen- über äußerte der Bauernführer Dr. Heim, er befürchte bestimmt, daß von Kahr zurücktrete, falls der Entwurf über die Auflösung der Selbstschutz^)rganisattonen durchgehen sollte. Der bayerische Ministerpräsident sei nicht gewillt, seinen Standpunkt aufzugeben. Man würde bann wahrscheinlich zu Neuwahlen schreiten. Heim schloß: Wir Bayern scheu in dieser Frage wobl einen Konfliktstoff, aber niemals wird es deshalb zur Trennung vom Reiche kom­men. Diesen Gefallen werden wir den Fran­zosen trotz alledem niemals tun.

Set Aufruhr in Rußland.

Lenin gesteht den Zusammenbruch ein.

(Eigene Drahtmeldung.)

Kopenhagen, 15. März.

In einer tit Moskau gehaltenen Rede führte Lenin auS, daß der allqemeine wirffchastliche Zusammenbruch die Sowfetregiernng an der Durchführung der kommunistischen Ideen verhiu-

benenfaffs gegen Kronstadt verwendet zu wer­den, bei Orel zu den Revolutionären übergegangen ist Orel befindet sich nach sicherer Quelle in den Händen der Revolutionäre.

Aur dem neubesetzten Gebiet.

Besetzung der KohlengrnbenI (Pffvst-Telegramm.s

Düsseldorf, 15. März.

Aus Duisburg wird gemeldet, daß infolge ungewöhnlich starker Truppennach. schütze setzt in Duisburg, Ruhrort und Düssel­dorf vier Regimenter zusammengezogen sind. Belgische Offizier in Duisburg sprechen ganz offen von der bevorstehenden Besetzung der Kohlengruben in der Erwartimg einer neuen Vertragsverletzung Deutschlands. Die franzSsische Zollstatiou an der Gehspitze im Stadlwald in Frankfurt a. M. wird am 15. März ihre Tätigkeit aufnehmen. Die Besatzung für die in der Ziegelei von Holtzmann u. Co. Büro und Wohnrömne beschlagnahmt wurden, besteht aus einem Zwilbemnten, einem Offizier, einem Unteroffizier und fünf Mann. Der Bahn­hof Rödelheim, der verschiedenttich von den Franzosen besetzt war, ist jetzt wieder mit neuen Marokkaneru Seiest

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Belagerungszustand über Hamborn.

Duisburg, 15. März. (Privat-TÄeyrmmu.) Die Nachricht, daß die Stadt Hamborn von bellsischen Truppen in daS neue Besatznne,«gebiet einbezogen worden fei, scheint nach den hier vor­liegenden Meldungen richtig zu sein. Allerdings haben die Belgier darauf verzichtet, den Ort selbst mit Truppen zu belegen, weil sie offenbar wegen der radikalen politischen Gesinnung der dortigen ArLeiterbevölkerung einige Besorgnis haben. Der Belagerungszustand ist aper über den Ort verhängt; ebenso wurde die A b. gäbe sSmflicher Waffen bis abends 6 Uhr verlangt. Eine Liste der ehemaligen aktiven imd Reserveoffiziere mußte sofort eingereicht werden.

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Anter belgischem Kommando.

Hamborn, 15. März. (Privattelegraurm.s Während vor einigen Tagen die Besatzung Ham­borns wieder cmfgeHolben worden war, ist nun­mehr der Hamdorner Stadwevwalttmg von dem bekMhen Truppenkommando erklärt worden, daß Hamborn, weil es zwischen dem besetzten DniSbuvg und dem besetzten Walsum liegt, nicht frei bleiben könne und daher als besetzt zu gel­ten habe. Ob Truppen in die Stadt gelegt werden, würde dann von dem Verhalten der StadkbevSSerung atthängtg gemacht werden.

Wirtschaftliche Stärlingen.

Zurückziehung von Induftrie-AuftrSgeu.

(Pvivat-Telegramm.)

Elberfeld, 15. März.

Die Folgen der feindlichen Besetzung lasten schwer auf dem rheinisch-westfälischen Industrie­gebiet. Die Barmen-Elberfelder Textilttwustrie hat infolge der neuen Zwangsmaßnahmen der Entente fast sämtliche Bestellungen von Roh. Materialien aus den Ländern der Entente annulliert und Kefchzeitig die Ausführung deS größten Teiles der Auftrüge für Firmen to den Ententestaaten eingestellt. Die in Ausführung begriffenen Aufträge werden nicht eher erledigt, bis von der Kundschaft in den Ententeländeru die Versicherung gegeben wird, daß die Zahlung dafür restlos, y. h. ohne Abgabenabzug, erfolgt, und zwar wird deutscher­seits verlangt, daß die Bezahlung durch Schecks

AsMMMal-Landtag.

Vie gestrig« Eröffnungssitzung.

DU« «»sprach, b.« S»erpr2?Id«ntru ee. 6(^toaRber ivuDde gestern nachmittag int Ctänbe« au« bee am 20. Februar gewählt« Komm«, naI-Landtag «rüst»-«. Unser R.L-MItar. »eite* enttoirft folgendes Bild dieser Sitzung.

Es sieht so ganz anders aus als früher, wenn em Kommun al andtag znsammentrat. Da stan­den vor dem Beginn der Sitzung alle Vbgaord- neten bereit. Uniformen waren dabei, der Frack herrschte von und manches blinkende Ehrenzei­chenhing aus dem Halse heraus" oder schmückte die männliche Brust. Diesmal sind sogar Helle Anzüge zu fetzen und kein einziger Stern. Sonst war die Tribüne einsam und leer. Jetzt ist kaum ein Plätzchen frei. Kopf neben Kopf. Auch manche Damen. Die eine sagt, daß die Umgc- kmng es auch sicher hört, zur anderen: Da, da ... mein Mann! Früher ging mit dem Glocken, schlag der Stunde des Beginns die Tür auf und, feine Räte im Gesolae, das breite gelbe Ordensband guer über die Brust, kam der Ober. Präsident herein, allgemeines tiefes Verneigen, der Prodinzgetvaltige trat an feinen Platz und verlas di« im Wortlaut sestgelegte Eröffnungs­rede mit den Ansangsworten: Im Namen der Staatsregienmg... Stehend hörte das HauS die Rede an. Und mm? Schlickt und beschü'oen begibt sich der Oberpräsident dorthin, wo auch seine Vvngänae zu sitzen pflegten. Tann Mricht er mrs dem Stegreif. Die Ab geatmeten bleiben sitzen. Es fehlen fa auch die Anfangsworie; .Im Namen der Staatsregierung.. .*

Sie Sitzung Lckgirmt.

DaS sogenannte aSädemisthe Viertel tott5 pünktlich eingehakten. Oberprüsideui Dr. Schw ander hat einige Zettel in bet Hand und spricht. Er begrüßt die Abgeordneten d«S 43. KormnunaWanotages und erinnert daran, daß dieser .K.-L." der erste ist, er aus allgemei­ner, Weicher und direkter Wahl hervorgeMNgen ist, also Me Abgeordneten getragen sind van dem Vertrauen des Volkes. Der Obeichräsiderrt spricht davon, daß es gilt, unsere VoEswtrtschast auf Nie dag-wesene Leistungen einzuslAlen, um den droihvndM Zusammenbrüch zu verhüt»«, daS Volk $i ernähren und die Fvrdevmrgen der En- tente auf dem ReParaüonSgcDiet, zu denen wfr uns verpflichtet haben, zu erfüllen. Aus dem Gebiete der SoBakpotitÄ und VoASWcchlfahci sind gerade tu unserem B-ezttk gute Ansätze vor» Händen, aber... die Rot ist groß, ste fft W groß, es steht einfach die Eristeng unseres Vol­les auf dem Dpickle! Schwierig ist b$e Finanz­lage. Sie meine Herren Damen stich Nicht eing-zoaeu kommen mit dem Willen yst Tat und finden leere Kaffen, aber es wird keinen un­ter Ihnen gehen, der nicht ensschllossen ist, die Hand ans Werk W logen, evffg im Wauden dn unser deutsches Volk gegenüber den Mächten der Finsternis und den Sorgen und Gefahren, die immer wieder drohen. Mr stchen d«, besiegt itnö wehrkos den Siegern gegenüber, die das denkbar Weitgehendste, pas wir ihnen bieten konnten, mit unmöglichen Forderungen beant­worten, mit Hohn und Swafmaßmchmou,. dtze einen FriedenSHvwch darstellen. Ich hübe noch immer nicht die Hoffnung aufgegetzen, daß «s der Vernunft ans allen Setten doch noch gelingt, über die überlebten und unmöglichen Morderun- gen htnauS zu einem gemeiUlfandm Zusammen­arbeiten der 9360er zu kommen. Hier, Sei den nächMegenden Auffaäben, gilt «S Posttide Arbeit M lefften. Wohl sind Ge§enMe vorhanden, werden auch porhandsn bleiven und müssen aus» roersen, tot pmrnicye« w toi Wl* schafvichen Kampf. Wir brauchm Jfr gar nicht zu verschweigen, müssen aber in allgemeinen großen Fragen zur Einigimg komme», denn so betont der Oberprüsident die Unehtigfefi be­sonders di« nationale, tR die groß« Sehnsucht derer, Me auch heute noch auf unser Verderben hinzielrn. Das darf bet allem, WüS jfctr tat, nicht vergessen werden.

Geheimrat Dr. Hatnier,

dert habe. Der Aufruhr habe sich ausbretten können, well man gezwungen war, Requisi­tionen bei den Bauern vorzunehuwn, ohne ihnen eine Gegenleistung machen zu können. Lenin erklärte offen, daß der russische Soldat sich zum Banditen entwickelt habe. Ohne die Hilfe Europas könne Rußland nicht Wieds hergeftellt werden.

Aebertritt zu den Revolutionäre«.

Stockholm, 15. März. (Eigener Drahtbericht.) Ein Telegramm aus Reval an russische, gut unterrichtete Auswandererkretse In Stockholm besagt, daß das zwölftausend Mann starke K a- valleriekorps BudjenniS, das von den Bolschewisten den Befehl erhielt, aus Süd- mtzkuw nach Moskau zu marschieren, um geze-

auf neutrale Banken erfolge. Für neue Auf- träge fordern die deuffchen Fabrikanten eine An- zohluna von zwanzig vom Hundert bei Auftrag, erteilung und Begleichung des Restes bei Fer­tigstellung. Einzelne große Euteutefirmeu haben sich bereits telegraphisch mtt dem gefor. dcrten Zwongsmodus einverstanden «klärt.

Dorfichttsie Amerikaner.

Düsseldorf, 15. März. (Privat-Telsgranun.) DieChicago Tribime" veröffentlickst einen Be­richt aus Düsseldorf, daß die meisten ameri- kanischen Kmifleute ihre Aufträge im Ruhr­revier annulliert haben, bis sie über die Fol­gen der Zwangsmaßnahmen genau unterrick>t--t sind. Die jetzt zurückgezogenen Bestellungen be- lmffen sich auf mehrere Wtaunc» «tat

vormals Madtvervlrdnetm-Dovßeyer fct Äaffi, dann stellvertretender, erzählt wann er schoren ist. Ein Aelterer meldet sich nicht- ®o tzestffat der Geheimrat den Prästdemenplrrtz und stellt die Frag« nach Vorschlägen für die Präsidenten­wahl. OcherdürHermsister Dr. AntoNi beantragt und bekommt auch eine Pause bewttfist. AuS einer aewährten halben Stunde werden drei Viertelstunden. In dieser Zeit wirbelt blauer TäbaSsrauch unter die Marmörnasen der aus ihren weißen Rischen heraus aus die modernste aller Voksvertetnngen niederschauendem hessischen Land<Mrfen urrv KuvDrsten und dabei wird die Präsidentenwahl besprochen. Diese kommt nach Wiederausnahme der Sitzung zur Erledigung. Einstimmig, du-rch Zurifl wird der langjährige Inhaber des Präsiderttenpostens, Kaumlerhscr, Rittergutsbesitzer und Land rat a. D. von Ken- dell -um Präsidenten gewühlt. Sein Stelkver-