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9 immer 52

Mittwoch, S. März 1921

Fernsprecher 951 und 952.

11. Jahrgang.

Fernsprecher 951 und 952.

Zwangsmaßnahmen der Alliierten!

wird heute nachmittag 5 Uhr in Köln erwartet.

alen BeftlMd hoben sie nicht.

*ss=*

Vormarsch nach Frankfurt.

Zwangsmaßnahme« gemacht werden.

Der Reichspräsident: Ebert. Reichskanzler: Fehrenbach.

Nach der hielt Lloyd er erklärte:

Dr. Simons unterwegs.

Köln, 8. März. (Privattelegraman.) Simons ist, wie soeben gemeldet wird, gestern abend von London ab gereist

gnfertionipretfex a) Einheimische Aufträge: Di- einsvaMge «nzetgeu-ZeU- M. IM. die dnfpalttg« Reklame,-tl- M. 2-50. b) AuSwäMge Aufträge: Di« einspaltig« AnzeigenzeUe M. L20, tl« «tnspalltge ReNam«zeile M. 2.76, alles einschließlich TeuerungSzufchlag und Anzetgenfleuer. Für Antigen mit besonders schwierigem Satz honlxrl Prozent Ausschlag Für die Richtigkeit aller durch Ferniprecher abgegebenen «»-eigen, sowie für Aufnahme- baten und Platz« kann eine Gewähr nicht übernommen werden. Druckerei, Echlacht- hofstra-, 28/30. ««schäftSftelle: »ölntsche Straß« 6, Telephon Rümmer 951 und 952,

London, 8. März.

Eine weitere Verhandlung der Sach­verständigen wird beiderseits gewünscht. Nach der Ansicht der deutsck)en Delegation war die Entwicklung des unglücklick>en Ausganges un­vermeidlich. In Delegationskrciscn glaubt man, daß die deutsche Bedingung, daß Oberschlesien bei Deutschland bleiben müsse, für den unglttcklickfen Ausgang ausschlaggebend gewesen sei. Dadurch wird jedoch der Mißerfolg nur teilweise erklärt. Paris ist für Stunden glücklich, aber L 0 n - d 0 n ist s k e p t i s ch. Die City zeigt sich keines­wegs erfreut. Jedermann ist überzeugt, daß später mehr Vernunft nötig sein wird. Lloyd George erklärte in der gestrigen Nachmittags- Sitzung, die Alliierten Hütten sich gezwungen ge­sehen, die Sanktionen in Kraft treten zu lassen. Nachträglich wird noch mitgrteilt: Lloyd George erklärte in ber Rachmittagssitzung: Obwohl die Alliierten sich gezwungen sehen, die Sanktionen in Kraft treten zu lassen, sind sie zu weiteren Verhandlungen bereit

Ablehnung des deutschen Angebots George eine längere Rede, in der

Sie Stimm«« der Wirrten.

Weitere Verhandlungen werden gewünscht lEigener Drahtbericht.)

Berlin, 8. Marz.

Mitbürger! Unsere Gegner im Weltkriege haben unerhörte «nd ««erfüllbare Forderungen an Geld «nd Gut an nns gestellt. Wir selbst nicht nur, auch unsere Kinder und Enkel sollten Arbeitssklaven der Entente werden. Durch unsere Anterschrift sollte der Vertrag besiegelt werden, den auszuführe« auch die Arbeit von Generationen nicht genügt hatte. Das durften, das konnten wir nicht tun. Llnsere Ehre, unsere Selbstachtung verbietet es. Anter offenem Bruch des Frledensvrrtrages von Versailles find die Gegner zur Besetzung weitere« deutschen Landes geschritten. Der Gewalt kSnnen wir Gewalt nicht entgegensetze». Wir sind wehrlos. Aber hinaus rufen können wir es, daß es alle hören, die «och die Stimme der Gerechtigkeit erkennen: Recht wird hier zertreten durch Gewalt. Mit den Burgern, die Fremdherrschaft erdulde« muffen, leidet das ganze Volk. Ehern zusammenschmieden soll uns dieses Leid zu einigem Fuhlen, zu einigem Wollen. Mitbürger! Tretet der fremden Gewaltherrschaft mit ernster Wurde entgegep. Bewahrt euren aufrechten Sinn, aber laßt euch nicht zu unbesonnenen Täte« hinreißen. Harret ans, habt Ver­trauen. Die Reichsregierung wird nicht eher ruhen, bis fremde Gewalt vor unserem Recht weichen muß.

Anwendung des Zwanges.

Paris, 8. Mürz. (Eigene Drahtmvldung.) In dem gestern abend unter Vorsitz von Mille- rand abgehaltenen Ministerrat an dem die in Paris weilenden kommandierenden Generäle und Pftrrschälle teilnahmen, wurden endgültige in i - rische Maßnahmen beschlossen und die entsprechenden Befehle erteilt Briand hat dem Reuterbüro mttgcteilt, daß die neue« Zollüe.

st i m m u n 11 e n im besetzten Gebiet am Donners­tag in Kraft treten werden.

Düsseldorf ist besetzt.

Düsseldorf, 8. Mämz. (Privattelegranun.) Um 9 Uhr heute morgen sind die englisch-stanzö- fischen Truppen in die äußere Stadt eingezogen. In ihrer Begleitung befinden sich etwa zehn Panzerautos und eine große Menge Kriegsma­terial. Flieger kreisen über der Stadt. Zu Zwischenfällen ist es bisher nicht gekommen.

Srttönms der Gegner.

Die Begründung der Ablehnung.

(Eigener Drahtbericht)

London, 8. März.

Gescheiterte Berhandlyngen.

Die Ablehnung der deutschen Vorschläge.

(Eigener Drahtbericht.)

London, 8. März.

Gestern nachmtttag haben die Alliierten in vollem Einverständnis beschlossen, die deutschen Vorschläge als unannehmbar abzulehnen. Die Verhandlungen sind daher abge­brochen. Die Alliierten haben außerdem be­schlossen, der deutschen Delegation ihre Absicht bekannt zu geben, die Sanktionen zu v e r s ch ä r- fen. In seiner Antwort auf die Vorsckssäge von Dr. Simons sagte Lloyd George, die letzten Sätze der Rede von Dr. Simons zeigten, daß Deutsch­land die Situation überhaupt noch nicht ver­stehe. (?) Dr. Simons habe von ungeheuren Opfern gesprochen, welche das Provisorium er- forbctc. Wenn es die Provinzen verloren habe, werde Deutschland zehn Prozent Bevölkerung mehr haben als Großbritannien. Um die groß- britischen Schulden an Pensionen, Kriegsentschä­digungen, Kriegsbeschädigten - Unterstützungen ufw. zu bezahlen, seien fährlich eine halbe Mil­lion Pfund Sterling notwendig. Wenn Deutsch­land dieses Jahr die Pariser Beschlüsse ans- führe, so würde daö für alle Alliierte,l eine Achtel- Million Pfund ausmachon, also ciu Viertel des­sen, was Großbritannien allein aufbringen müsse.

Selbstzucht übte und keinerlei derartige Waren mehr kaufte.

Merkwürdigerweise hatte sich in der letzten Zeit, während der Londoner Verhandlungen, die deutsche Valuta ziemlich stabil gehalten, tooyeflcn im feindlichen Auslände sich der Börsen eine große Nervosität bemächtigt hat. Französische in­dustrielle Aftien sind in den letzten Tagen um Dutzende, einige sogar um Hunderte von Pro­zenten gefallen. Das hat in den Geschäftskreisen der Entenirländer geradezu Bestürzung hervor- gcrufen, die sich in einer geschäftlichen Unruhe ohnegleichen äußert. All das kann uns zeigen, daß letzten Endes ein großen Schaden von die­sen Zwangsmaßnahmen, deren Ernst und schwere Wirkung wir ganz gewiß nicht verkennen, auch auf feiten der Entente sein wird und daß deren Wirtschafts- und Finanzkreise zu allererst auf eine Aenderung oder gar Aufhebung dieser Maß-- nahmeu drängen werden. Ungereimtheiten lassen sich zwar mit Phrasen verteidigen, aber einen re-

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Dr. noch und

Was nun die beabsichtigte Errichtung einer Zollschranke am Rhein angeht, ,o zeigt sich jetzt schon in den Erörterungen der Entente- Presse, welche Furcht die Geschäftswelt der Ententeländer vor deil Wirkungen einer solchen Maßnahme auf ihre eigenen Geschäfts­interessen hat. Die Dinge werden sich dann ver­mutlich so entwickeln, daß Deutschland aus den Eiltenteländern keine überflüssigen Waren mehr kaust. Es wäre überhaupt zu wünschen, daß mit einem solchen Vorhaben Emst gemacht würde. Wir verlieren gar nichts, wenn wir feine französischen Lurusgegenstäude und keine engli­schen Zigarrtten mehr ins Land bekommen! Es wäre überhaupt zu wünschen, daß das deutsche verbrauchende Publikum hier endlich einmal

dem die deutsche Delegation die neuen Vorschläge der Reichsrogieiung überreicht hatte, lauten die Alliierten zu dem Entschluß, diese Vorschläge als uugenügeird a b z u l e si­ne n. Infolgedessen ist die Konferenz als gescheitert zu betrachten. Daß dieses nega­tive Ergebnis zustande tarn, ist wahrhaftig nicht Deutschlands Schuld; das fei gleich jetzt sestge- ftellt. Unsere Vertreter haben alles ausgeboten, um den gegnerischen Wünschen in weitestem Maße entgegenzulouraten. Es wurde versucht, ein Provisorium für die ersten fünf Jahre zu vereinbaren uuld die Pariser Beschlüsse für die­sen Zeitraum gelten zu lassen, weil man für die ersten Jahre eine ungefähre Berechnung über tut« fere Leistungsfähigkeit aufstellen konnte, aber die weitere Entwicklung naturgemäß, wie in jedem anderen Lande, noch ungewiß ist Dagegen be­tonten in letzter Stunde die Alliierten, daß sie auf der sofortigen Annahme der Endsumme be­stehen müßten. Darauf konnte unsere Delegation aus Grund ihrer Berliner Instruktionen. nicht eingehen, da sonst die von den Sachverstäirdigen festgelegte Höchstgrenze überschritten worden wäre. Die unzufriedenen Alliierten zeig­ten in Ermangelung besserer Einsicht keine Nach- gieibigkeit und brachen die Konferenz ab Ihr schroffes Verhalten ist umso unverständ- itoer als doch a"ch auf ihrer Seite der Wunsch bestand, mit Dettfickfland zu einer Einigung zu kommen. Oder sollten diese Lockungen nur Ver- handlimrgsmanSver gewesen sein? Nun haben sofort dir Zwangsmaßnahmen wider­rechtlich begonnen, obwohl man sich aus der gegnerischen Seite darüber klar ist, daß die Ausdehnung der Besetzung den Wiederaufbau Europas verzögern und den Elttentemächten also selbst nur Schaden bringen wird. Die UnKarsiei- ten rind Wirrnisse nehmen kein Ende!

Reben deut militärischen Druck wird die wirtschaftliche Knebelung angedroht.! 3um Beispiel sollen die Käufer in den Entente- 1 ländern, wenn sie deutsche Waren kaufen, nur die Hälfte des Wertes an Deutschland bezah- ' leit, die andere Hälfte aber an die alliierte Fi- nanzverwaltung einzahlen, die die Summe an die WiedergutmachungsVommission weiterleiten soll. Me deutschen Verkäufer müßten dann we­

gen -ber Bezahlung der Hälfte des Bartes ihrer Waren mit der deutschen Regierung sich aus- omandersetzen. Dieses Verfahren hat nach der Erklärung des französischen Ministers Doumer den Zweck, die deutschen Waren zu boykottieren. Welche Ungereimtheit liegt auch in diesem Ver­fahren! Die Offenherzigkeit Doumers, daß es sich etgenttich um einen BMckdtt der deutschen Waren handele, verzeichnen wir mit Lesonderem Nachdruck, denn es wird nun klar und ohne Um­schweife ausgesprochen, um was es sich im Grunde handelt, und men braucht sich nicht über die Feststellung Doumers zu wundern, daß diese Borschläge von England ansgehecft 'worden sind. Ader die Entente will doch angoblich mit einem derartigen Verfahren ßleld aus Deutschland herausschlagen! Me läßt sich mit diesem Zwecke der andere des Boykotts vereinbaren? Wenn die Entente keine Waren von uns erhält, oder ihren Bezug unterbindet dann kann sie auf Erträge naturgemäß nickt rechnen. Die Wirlung wird einfad; die fein, daß die deutschen Exporteure ihren Waren die Hälfte des Preises aufschbagen, und daß letzten Endes die Enteitte-GeschäftAwelt den Preis für solche Waren, die sie nicht ent­behren kann, bezahlen muß. Da die geschäftlichen Interessen auf der ganzen Welt die gleichen sind, fo wird aber sehr wahrscheinlich ein anderes und viel einfacheres Verfahren von den Entente- Gejchästslcuten eingeschlagen werden, um zu deutschen Waren zu kommen Mau wird dann nicht mehr von Deutschland selbst, sondern auf dem Umwege über die neutralen Länder kaufen Dann handelt es sich nicht mehr um detttfche, sondern um ueuttale Forderungen, und an diese kann die Ententekommiftron mir all ihrem Wtz dcch nicht heran!

6iue EnttSufchttttg.

Die gescheiterte Konferenz.

Trübe Kunde ist aus? London gekommen. Die Verharchlungen, die gestern vormittag noch gün­stig für Deutschland «urteilt wurden, haben am nachmittag eine jähe Wendung erfahren. Nach-

Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

gesährltch. Tas deutsche Promsortum ist damit Köln, 8. März. (Privattelegrcmun.) Die fron, abglehnt uno die Parrser Beschlüsse sol- zöfischcn Truppen, die für die Besetzung Düssel- len nunmehr zwangsweise zur Grundlage der borfs und Duickburgs in Bestacht kommen haben ....... die Grenze des besetzten Gebietes überschritten.

Kundgebung der Regierung

Reichspräsident und Reichskanzler.

(Privat-Telegrmnm.)

liefere Handelsflotte.

Erörterungen im Reichstag.

(Eigener Bericht)

Berlin. 8. März,

Der Reichstag beschästiate sich am Montag mit dem Wiederaufbau der Handelsflotte. Das Haus war ungewöhnlich schwach befetzt. Die am 20. Februar in Ostpreußen und Schleswig neu gewähltoü ReichstagsabAäordneten, die in diesem Monat ihren Einzug hielten, scheinen auch nicht vollzählig zur Stelle zu fein. Zur Verhand- hing stand der Reederei-Abfindungsvertrag. Demnach soll das Reich zur mÄgülftgen Ab­geltung aller Rechte den Eigentümern anstatt Handelsschi fe und Schiffs bauten iu stellen, eine einmalige Abfindung in Höhe von 4,7 Milli­arden gewähren. Die Reederei-Treuyandge- sellfchast soll aber dafür einstehen, daß diese Gesamtabfinduna zum Bau und Kauf von E v- satzschiffen von den einzelnen Reedern verwandt wird. Neunzia Prozent der Ersatz­bauten soll auf deutschen Wersten vorgenonrmen werden. Es handelt sich hier, wie der Staats- fetretär Müller hervovhob, um bi» Möglichkeit, um eine eigene, wenn auch bescheidene Han­delsflotte, wieder ,u schaffen, und ferner um den Versuch, der immer mehr um sich -gretfenben Arbeitslosigk.'it zu steuern. Mit Ausnahme der Kommunisten und Unabhängigen, die Vor­behalte machten, stimutten alle Redner der Vor­lage zu, die die Gewähr gibt, daß die deutsche Flotte wieder auf dem Meere erscheint. In.ei­nem Ausschuß werden die Einzelheiten der Vor- läge näher geprüft werden. Do§ Hans romtbte fttit bann wiederum der Haushaltsberaluna M Beim Reichs schaHnttnisterium wurde der

, Abbau der Kriegswirtschaft

und der Kriegsgefellschasten besprochen, beson­ders auch der Vertrag, dm die Deutschen Werke, die alle Reichsdetriebe umfassen. Über Sie Ver­wertung von Maschinen-Material abgeschlossen halbe, und der einem Privatmann einen mühe­losen Gewinn von fünfzig Millionen sicherte. Allgemein tourbe der Wunsch nach dem völligen Verschwinden der Kriegsgefellschasten znm Aus­druck gebracht. Es wu-rlde auch zugegeben, daß in den reichseigenen Betrieben viel gestohlen wird. Jedenfalls erhält das Reichsschatzmini- ficrim wertvolle Anregung. Herr v. Raumer nahm sie dankend zur Kenntnis, wieS aber auch unberechtigte Vorwürfe scharf zurück. Zum Schluß veranstaltete der Abgeordnete 8 e b e - bau r wieder einen peinlichen Zwischen' all, indem er behauptete, die Regierung hät­te durch Fortlassen eines Msatzes in Dem Et­lichen Wortlaut der Rede Lloyyd Georges eine Fälschung begangen. Es ist ihm nachgeioiesen, daß es sich um einen Fehler des Setzers handelt, der keine Bedeutung hat, da die fragliche Stelle in der Presse bereits bekannt gegeben worden ist. Am Dienstag gehen die Beratung.-» weiter

ZmmaM der feiffNicheff Truppen

Erregung der Düsseldorfer Eimoahner. (Privat-Telegramm.)

Düsseldorf, 8. März.

Nachdem gestern nackmritiag gegen fünf Uhl die noch nicht amtlich bestätigte Meldung au4 London über den Abbruch der Berhandlungen in London eingetrofsen und veröffentlicht worden war, bemächtigte sich der Bevölkerung eine große Erregung. Zu Ausschreitungen ist eS nicht gekommen. Die Erregung steigerte sich iu den Abendstunden von Minute zu Minute. Die Stadtverwaltung hat die Proklamation des Reichspräsidenten Ebert und des Reichskanzlers Fehrenbach angeschlagen. In Düsseldorf wurden gestern die bisher von der Sicherheitswehr eingenommenen Quartiere in den Kasernen usw. geräumt Die Sickerheitswehr wurde in Privat- häufer gelegt Sie bleibt vorläufig in Düssel­dorf, ebenso ist es auch in Duisburg und Ruhr, ort Die Kasernen sind bereit gcftcHt, unt tue einrückenden Ententetruppen aufzuuehmen.

.... Sämtliche Delegierten bedauerten lebhaft, zur Anwendung der Sanktionen fd;reiten zu muffen. Tiefe müßten sofort in Kraft treten, weil nicht nur die Alliierten, sondeni die ganze Welt eine dauernde Regelung for- vertcn Das deutsche Angebot biete aber keine Gewähr für eine dauernde Regelung. In erster Linie handle es sich um Zwei Punkte: 1. fei die Frage ungeklärt, roeld# Ersatzleistung Deutschland für die abgrtehnte Äusfuhr- abgabe zugestehen wolle, L sei über die Zah­lungsweise nichts befriedigendes mitgeteilt worden. Llond George bemerkte, ein Papierver­trag genüge der Welt nicht, ein solcher sei sogar gefährlich. Tao deutsche Provisorium ist damit