Zu -er Schiüsalsstm-e unseres Volles
SeHigteiH* Berlin?
solle, das ^ißt, daß d geprüft werdÄr sollten
emll.
oder aller es müßten die
vor
:nt, anstatt sie
dinqunH, daß in London verhandelt werden solle, das heißt, daß die deutschen Vorschläge
Wirtschaftlicher Zwang?
London, 5. März, (Eigene Drahtmeldung.) Der Festset?una der gegen Deutschland in Stus« Acht genommenen Zwangsmaßrcgeln ist im Rat der Entente eine ziemlich schwere Diskussion vorausgegaiigen, in der Marschall Foch eine ausgedehnte militärische Besetzung neuen Gebietes befürwortete. Schließlich habe jedoch Briand die Vorschläge Lloyd Georges angenommen, denen sich auch der Vertreter Italiens anschloß und die sich in der Hauptsache auf Witt, schaftliche Zwangsmaßnahmen beschränken. Man berücksichtigte dabei auch die Möglichkeit, daß die neue Regierung der Vereinigten Staa. ten an der Ausdehnung der militärischen Besetzung deutschen Gebietes Anstoß nehmen könnte.
Die Sachverständigen neigen zur Ablehnung (Privot-Telegrcmnn.)
zehn Regimentern weißer und farbiger Insa ntv-rie, acht Bataillonen Artillerie, zwölf Regimentern Feldartillerie, ferner Kavallerie. Genie. inti> Luftschissrrtruppen und Tanks.
Katze und Mans.
Deutschland in den Ententekralle«.
Amerikas 8nrückhaltung.
Die Botschaft de« neue« PrLfideuteu. tLelegraphischer Bericht.)
Berlin. 5. März.
Wie «rS Washington gemeldet wird, hat der neue Präsident H a r d i n g bei seinem Amtsantritt folgende Botschaft über seine Politik verlesen: Wir haben bei der Entfesselung der ft-urtc über die ganze Welt hin lleigewohnt und sehen nun, daß unsere Republik immer noch stark aus ihrem Fundament ruht, daß unsere Zivilisation, gerettet ist. Wir haben es erlebt, daß die ganze Welt voll Hoffnung ihre Blicke auf die großen Wahrheiten richtete, auf denen unsere Väter ihr Werk aufgebaut hatten. Die «wteriel. len und moralischen Fortschritte, Welche unsere Republik hat verwirklickeen können, beweisen! ohne weiteres die Weisheit der von unseren Vätern überkommenen Politik, sich nicht irr die
Angelegenheiten der alten Welt
- Der EnNvaffnrmgSkommiffar.
München, 5. März. (Privat. Telegramm.) Die bayrischen Einwohnerwehren sind vom Reichskommissar für Entwaffnung zur Bekanntgabe ihrer Waffcnbestönde anfgesorvert worden.
Gitverlschasts-Kundgebung.
Feste Haltung im Sudustriegebiet.
(Privat-Tclrgramm.)
Essen, 5. März.
Zu der Londoner Konferenz nahm gestern mittag eine große Konstrenz des deutschen G e • werkschaftsbundes, auf der über ändert- halb Millionen Arbeiter und Angestellte des rheinisch-westfälischen JndustriebezirkS durch ihre Organisationen vertreten waren, Stellung. Die Versammlung nahm eine Enffchlicßung an, in der es heißt: In dieser Stunde ersuchen die Vertreter von anderthalb Millionen Arbeitern, Angestellten und Beamten aus dem rheinisch- westfälischen Fndustriebezirk die verantwortli- chen Leiter des deutschen B-lkes. gegen die von de« Staatsmännern der Entente geplante neue Gewalttaten zu protestieren. In voller Hoffnung aus den endgültigen Sira der Ge- rechtigkeit versichern Wir der ReichSregie- runa jegliche Unterstützung. Wir werden uns ebenso wie unsre Brüder im besetzten Gebiet durch keine Maßnahme in unserer Treue zu Deutschland, das in sozialer und kultureller Hin- sicht an der Spitze der Länder steht, beirren lassen.
Cin Protest-Aufruf.
‘ Berlin, 5. März. (Privat . Telegramm.) Die deutschen Gewerkschaften haben sich zu einem neuen Aufruf an die internationale Arbeiterschaft geeinigt zmn Protest gegen die Bcrstlavung Deutschlands in London.
Der Ausschuß für Auswärtiges.
Berlin. 5. Mär,. (Privat - Telegramm.) Der Ausschuß für Auswärtiges tritt in den ersten Tagen der nächsten Woche zusammen. F« der Freitagssitznng des Reichskabinetts wurden sür die weitere Stell,mgnahme der Reichsregierung Vorschläge der Londoner Delegation verlangt. Im übrigen herrscht einmütig die Ansicht, daß eine bedingungslose Ablehnung der Forderungen der Entente die Lage nicht entspannen, sondern hoffnungslos verwirren müsse.
Um Batzemrssmwohnetwebr.
Die Lntwaffuuugsfrage wird vertagt.
(Privattelegramm)
. München, 5. März.
Im Haupt ausschuß des Landetages sollte gestern die Einwohnerwehrsrage besprochen werden. Die Koalitionsparteien gaben aber Erklärungen ab, wonach es mit Rücksicht aus die gegenwärtigen Vorgänge in London, im Interesse brr GeschlossenheU der deutschen Volksstimmung notwendig fei, die Aussprache im gegenwärtigen Augenblick M vertagen. Ministerpräsident von Kahr erklärte, daß die bayrische Regierung gen, bereU sei. die Einwohnerwehrsrage vor der breitesten OeffentlichkeU m besprechen. Es beständen aber große Bedenken dagegen, daß im gegenwärtigen Zeitpunkt politischer Hochspan- mmg innerpolitische Gegensätze Mage treten, welche die Stellung der deuffchen Delegierten in London sehr erschweren könnte«. Wir stehen jetzt ts der schwersten Stunde Deutschlands.
verwickeln zu lassen. Wir werden keinerlei Der- anttoortuna übernehmen, es müßte denn fein, daß unser Gewissen und unsere Vorteile dazu bestimmen sollten. Unsere Augen Werden niemals sich verschließen angesichts einer Drohung, die uns erwachsen könne. Wir erkennen ote Neuordnung der Welt an mit ihren engeren Berührungspunkten und den Ergebnissen des Fortschritts. Wir fühlen im Innern den Ruf des Menschenherzens noch Fr-umdschast, Brüderlichkeit und gegenseitiger Unterstützung. Wir fordern Freundschaft und hegen feinen Haß. aber Amerika kann und darf nicht an irgend einem ständigen militärischen Bündnis beteiligt fein, e5 kann keine Po. litischen und wirtschaftlichen Der- pflicht ungen übernehmen, die unsere Entschließungen einer Autorität unterordnen müßten, die nicht die unisrig« ist. Wir hoffen unser« Ruf zu erfüllen, indem Wir jeden Angriffskrieg so hasscnswert erscheinen lassen, daß die Regiem«. gen und die Völker, die dazu ihre Zuflucht neh. men. beweisen müssen, daß ihre Sache gerecht ist.
zu hemnleil
Aber es fehlt auf der Gegenseite der gute Wille. Aus allem geht unzweifelhaft hervor, daß die Alliierten uns am selbständigen Wiederaufbau hindern Wollen. Deutschland soll nicht nur für Jahrzehnte unter Kontrolle gehalten werden; das deutsche Volk fall auch künftig die Fronarbeit für die „Siegerstaarcn* leisten. Daher die Neigung zum Einmarfch Die ungeduldigen Franzosen können kaum die Zeit ak- warten, bis sie ihre in Kriegsbereitschaft gehalten ?n Truppen über den Rhein herüber schicken können, ins Ruhrgebiet, Wo sie unsere Kohlen- „nb Hüttenwerke in der Geweckt haben und da- mit den Herzschlag Deutschlands lähmen können. Jetzt wird auch klar. Weshalb sie auf der unverminderten monatlichen Zufuhr von über zwei Millionen Tonnen Kohlen bestanden haben, obwohl sich bk Läger und Bahnhöfe Frankreichs und Belgiens verstopften. Sie haben affo bot« gefolgt für den Fall eines durch die Besetzung eintretenben Streiks. Deutschland dagegen ist ausgeplündert, ohne Vorräte. So hoffen sie,
Mü* M» ö-T-li’ 6ü»c6cn_ Uyfa doch kömtte
der Katze mit der Maus?
Betrachten wir einmal näher, was in den »euischen Vorschlägen angeboten wurde, so finden Wir, daß nur beim flüchtigen Hinsehen eine scheinbar große Abweichung von den Gntente- farderungen besteht. Anstatt über zweihundert Milliarden Mark werden da WnWg Milliarden genannt. Der Unterschied liegt nur dattn, daß die Ententeziffer die Endsumme der Siundvierzig Jahreszahlnngen mit Zins und fesftns bedeutet, wogegen die deutsche Ziffer die jetzige Höhe des Kapitals bezeichnet. Rechnet man zu diesem Kapital die jährliche Zinszahlung und Amortisation der nötigen Anleihen für die Zeit von dreißig Jahren, dann entsteht ebenfalls die Endsumme von eiter zweihundert Milliarde» Mark. Deutschland bot also den Gegnern sozusagen die von ihnen selbst verlangte Summe an. nur rechnerisch anders ausgedmckt. Ein Unterschied besieht allerdings in der für,treu ZohlungSsM, in der An- regling einer internationalen Anleihe und dem Abzug der bereits vollzogenen Zahlungen und Sachleistungen. In dem letztgenannten Puntte befinba sich der deutsche Vorschlag auch in voller Ueheieinstimmung mit dem Fttedensvcrtrag. der die Anrechnung aller Zahlungen und Lieserungen vorsieht. Man darf als feVsstversiändlich voraussetzen, daß die deutsche Sachverständigen- KarmniMon sehr genau gearbeitet hat, als sie das Material für die Konferenz vorbereitete, und die höchste LeistungssähiAkeit in Bettacht gezogen hat. Einige Sachverständige hielten das Slnerbieten sogar für zu weit gehend, weil diefe Auslandsfasten erdrückend auf Deutschland wirken würden. Mmral das Reich nicht wisse, wie es die inneren Schulden decken soll. Wenn wir un
geprüft werden soltten unter Anhörung der gleichberechtigten deutschen Vertteter, ist dort gänzlich außer Acht gelassen Worden. Man betrachtet die Deuffchen nicht als Gleichberechtigte, sondern als Angeklagte. LLoyd George, der sich mehr und mehr den französtschen Wünschen fügt, hat in seiner Erwiderungs-Rede am Donnerstag sechs- oder siebenmal den alten En- tentefechl auisgewärmt, daß Deutschland allein am Kriege schuldig sei und deshalb bezahlen müffe Es muß betont werden, daß er als Wortführer der Alliiertenmächte sprach. Weiter ist festzu- ftell-en, daß di« Gegner offenbar gar nicht die Absicht hatten, zu verhandeln, sondern die Ablehnung schon vorher verabredet zu haben schienen. Das geht daraius hervor, daß Llovd George schon vom ersten Augenblick an, als Dr Simons unsere Vorschläge erläuterte, eine unwillige Abwehrstellung einnahm, ohne das Zablenmaterial geprüft zu haben, und daß die Gegner auch hernach, aW sie di« ZaMen- aufstelluna Mei Tage fang in den Händen h-rt- tc.i, und sich von dem Weiten Entgegenkommen des deutschen Anerbietens überzeugen konnten, bie Ablehnung durch eine Note bekräftigten. Wie soll man da noch den hochtönenden Worten der Alliierten, daß sie ein freies und Mfrtede- nes Deutschland wollten, Glauben schenken? Ist es nicht Mutiger Hohn? Ein grausames Spiel
fere Veryftichttrngen an die Entente mit dem Ueberschuß unserer Aüsftrhrerträgnisse erfüllen sollen, muß die Entente unsere Handels- und Ar- beitsmögkchkeiten natürlich förbei
den Schranken des Weltgerichts erscheinen. Wir strcd bereit mit allen Rattonen der Welt oh groß oder klein, uns zusammeuzutuu, zn beraten und Rat $u pflegen, um die MöMchkett einer Schät- litna und eines
Ausgleichs der Rüstunge, zu sind en und die bedrückende« Lasten der mlK» tärischcu Einrichtungen zu Wasser und zu Laude »u erleichtern. Wir sind entschlossen, uns an der Anregung von Pläne« zu beteiligen, welche die Vermittlung suchen, di« . Aussöhnung, den Schiedsspruch zum Ziele -üben. Aber jede Verpflichtung muß unter der Herrschaft einer nationale» Souveränität zur Erledigung kommen. Der Geist der Uneigennützigkeit der Vercinigteu Staaten ist eine bewiesene Tatsache. Unser inniges Strehen nach Frieden für »ns und die ganze Welt ist wohlbekannt, unsere Teilnahme cm der Wahrheit' der Zivilisation fand ihren begeisterten und heldenmütigen Ausdruck. IN gleicher Weise wird Amerika auch heute oder morgen. Wenn nötig, handeln. Amerika wünscht von Herzen, den ersten Schritt zu tun, um bei jedem Plan mitzuarbeiten, der geeignet ist, die Wahrscheinlichkeit fammender Kriege zu vermindern. Wir streben nach einem hohen Rang in der moralischen! Leitung der Zivilisation und wir behauptens stolz, daß Amerika in seiner heutigen Verfassung der tätigste Ruser im Stroit ist, wenn es gilt den guten Willen tu fesügerr und die Eintracht auf beiden Weltteilen zu begünstigen. Wir müssen Lar werden, daß die Wirtschaftsband« die engste Verbindung Mischen den Völker« hüben und daß niemand nehmen kann, der nicht gibt. Aber im Raume der neuen sinanziellen rrrd wirttcbaft- lichcn Ordnung wollen wir weitergehende Tatkraft ermutigen und ei» tiefes Vertrauen setzen. Obgleich wir keine verwüsteten Länder aufzuweisen haben, ferne zerstörten Städte, obgfeidji kein Hatz in unserer Brust lebt, find Wir mit hin. eiugertssen in den Wahnwitz der zügellosen Ausgaben, in die VertvHferung des Kredits indenUmsturzdes industriellen Gleichgewichts, in schwere Unruhen, in ein rmsagba. res Twrmmerseld. Wenn erst die Regierung« der ganze« Welt gleiche Freiheit, wie wir geschaffen haben und in gleicher Weise tote wir dem Streben nach Frieden ihre Kraft leihen, dann Wird, so glaube ich, die Traurigkeit des Opfers des Krieges zwischen den Völks» zum letzten Male niedergeschrieben Werden. Har« ding versicherte sodann, fern höchstes Bestreben werde sein, den Wiederaufbau, die Neugestaltung und die Wiederherstellung nach Kräfte« zu ve- schlcwtigen. Harding sprach sich für den Schutz der amerikanischen Industrie aus, ohne den die ausländische Konkurrenz den allgemeinen Lebensstandard gum Sinken bringen werde, und tief den Geist der JtÄtiaüve der
er sein, datz sie sich diesmal täuschen. Außenminister Dr Simons hat in London gesagt, e» fei noch kein Grund gegeben zur Anwendung von Geiwolttnaßnahmen. Das ist richtig. Aber leider sind die Alliierten um Gründe nicht verlegen: sie schaffen Gründe, Wenn sie sie brauchen und kragen nicht, ob es mit dem .Friedensver- trng* übereinstimmt oder gar völkerrechtlich zu» liffjrg ist. Das Recht ist bei ihnen toi, es lebt die Gewalt! Tie deutsche Reichsregierumg steht jetzt Wieder vor einer bitter ernsten Entscheidung Jetzt rmlß das deutsche Volk in geschlos- - •' ------ —- | k.F.Dr.
Berlin. 5. März.
Unter der Leitung des Reichskanzlers sand gestern nachmittag eine Aussprache des Sachverständigen - Ausschusses Über die voranSfichttiche Wirkung der von der Konferenz angedrohteu Maßnahme« statt. Alle Anwesenden waren einer Meinung darüber, datz die Maßnahmen sür das drtktschc Wirtschaftslebens die schwersten Folgen haben würden, daß biefe Wirkung aber die Regierung von dem Standpunkt, die Unterschrift von Verpflichtungen a b - zulehne«, die Deutschland zu erfüllen außerstande sei, nicht abbringen könnte. Bei einer Besprechung, die gleichzeitig der Rcichsminister beS Innern Koch mit parlamentarischen Vertretern des besetzten Gebietes abhielt, wurde festgestellt, datz die angekündigte» Zwangsmaßnahmen schwer, aber nicht unerwartet seien und daß die Regierung, wegen der zu befürchtenden Schädigungen, soweit wie möglich Vorsorge getroffen habe Die augedrohtrn Matznahmen gäben keine Beronlassung, die von der ReichS- regjerung eingenommene Haltung z« ändern.
Regierung und Parteien.
Berlin. 5. März. (Prtvattelogramim.) Der Ältestenrat des Reichstages hat sich gestern mit der Lage befchästigt. Im Hinblick darauf, daß daS aus Loudon eingetroffene Material nut» vollständig authentisch vorliegt, ist eine Verständigung der Fraktionen mit der Regie- rüna und eine Stellungnahme dazu vorerst nicht möglich. Die Frakttonen wurden gebeten, beieinander zu bleiben, um sich zu schwer- wiegenden Entscheidungen bereit zu halten. Sobald das in Frage kommende Material bereit liegt, will der Reichskanzler die Parteiführer empfangen und sich mit ihnen Über die Lage besprechen. ObderReichStag Sonnabend schon zu den Vorgängen in London Stet- lunn nehmen kann, steht dahin. Nötigenfalls soll eine Abend- oder Sonntag-Sitzung tzattfinden.
Sie ßinmarschpläne.
Srklärrmg de« französischen Krieg« Minister«.
(Eigene Trahimeldunaä
Paris, 5. März.
Der ems London zurückgekehrte Kriegsnrini- stör Barthou sprach über bie Zwangsmatznah. men. Die Verteilung derBesatzungStruP- p e n für den Fall des Inkrafttretens der Sanktionen legte er wie folgt dar: In der ersten Zone mit DuiSburg und Düsseldorf stchen die B e l g i e r, in der zweiten Zone mit Köln als Hauptguartier die Engländer, in der Mitten Zone die Amerikaner mit Stab* lenz und in der vierte« Zone die Franzo- fen mit Main» alS Hauptqwrrttor. Die Ge- santtzahl der Truppen beträgt neunzigtausend Mann, wovon sechzigtausend Franzosen sind. Das gesamte Besatzungsheer besteht aus fünf-
Beratung des Kabinetts.
Berlin, 5. März (Pnvattlegranrm.) Das RcichSkabinett trat gestern spät nachmittags zusammen um die vorliegenden Berichte Dr. Simons und den inzwischen eingcgangenen offiziellen Wortlaut der Rede Lloyd Georges zu besprechen. Wie verlautet, besteht volle Einmütigkeit darüber, datz die dem Minister Dr. Simons erteilten Vollmachten unverändert Weihen sollen. Der Reichskanzler wird heute im Reichstag erscheinen, um irn Namen der Regierung eine Erklärung zu den Verhandlungen in London abzngeben. Ms- dann wird sich der Reichstag um einige Stunden vertagen, um den Fraktionen Gelegenheit zur Besprechung zu gehen. Rach dem Wiederbeginn der Sitzung werden alsdann die Parteien ihren Standpunkt zu der Erklärung darlegen.
Rur vier Tage Haven genügt, um die Lon- to«er Konferenz als überflüssig zu kennzeichnen — wenn nicht noch eine Wendung eirctritt. Das bisherige Ergebnis: Ablehnung der deutschen Vorschläge. Ultimatum innb Eimnarschdrohung beweist mit größter Deutlickfleii, daß di« Kon- krenz wieder eine ®emütigimg der deutschen Delegation und somit ein SchaMpiel für die - - - ~ - - - - ■ •
Wett sein fall. Der von uns gedachte Zweck feuert Reihen hinter ihr Men! und die von der Reichsre^erung gestellte De- ■ , ;——
Kaffeler Abendzeitung
Sonntag, 6. März 1921
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11. Jahrgang.
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‘ ~ Hessische Abendzeitung