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Meler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 41

Donnerstag, 24. Februar 1921

Fernsprecher 951 und 952.

11. Jahrgang.

Fernsprecher 951 und 952.

in Preußen

i

73 (bisher 50)

56 ( 21)

83

3)

dnftrtionSpretfe, e) Huftrage: Die etnfpatttge Anzeigen-Zeile 91. 1.00, die

einfpaltlge Reklamezeile M. LSL b) iluäroärttge Aufträge: Die einspaltige Anzeigen,eil« M. L20, die einspaltige Reklame,eile M. 2.76, alles einschliebltch Teuerungszuschlag und Anjetgensteuer. Für Anzeigen mit besonders schwierigem Sa» hunderl Prozent Aufschlag Für die Richtigkeit aller durch Fernsprecher aufgegebenen An,eigen, sowie für Aufnahme, baten und Plätze kann eine Gewähr nicht übernommen werden. Druckerei: Schlacht- hofsiratze 28/30. Geschäftsstelle: Kölnische Straße 6. Telephon Nummer 051 und 952,

iran Lkw

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Außerdem erhielten die Polen 12271 Stttw men, die Christliche Volkspartei 13982, und sonstige Parteien 5606 Stimmen, wvvon etwa 3000 dänische Stimmen im Kreise Flensburg äbyeyen worden sind.

Durch Dereechintng m den Verbandsivahlkrei- sen und durch Ueberiraaung der ResMmmen auf die LandtagjSwalstÄorschläge ergibt sich einschließ­lich der aus der Landesversammlun« tn den Landtag übernommenen oSerschlesischen ADge- cÄmeten folgen dc Aujsammeusetzung des neuen Landtages:

Ter neue Landtag zählt daher 414 Mitglieder, gegen blstzer 402. Bei einer Gesi»mstLrke von

heit im Landtag verfügen und daß daher ein rein bürgerliches Kabinett notwendig fei. Die Mehr­heit der Bürgerlichen betrage etwa achtzig bis hundert Abgeordnete. Das Zentrum, das gestern abend eine Sitzung abhielt, verhält sich diesen Bestrebungen gegenüber vis jetzt ableh - nend, weil, wie dieGermania" heute früh schreibt, gegen die Sozialdemokratie nicht rcgkcri werden Hirne. Auch die Deutsche V o l k s p a r - tei ist einstweilen noch zurückhaltend. Selbst die Stellungnahme der Sozialdemokratie ist gut Stunde noch völlig ungewiß. Der Par- leivvrstand trat heute vormittag 10 Uhr in Ber­lin zusammen, mn sich über die Situation klar z« werden. Führende Berliner Politiker der Sozialdemokratie find, wie ans demVorwärts" hcrvorgeht. grundsätzlich gegen den Eintritt der Deutschen Bolkspartei in die preußische Regie­rung. EL sei die bisherige parlamentarische Mehrheit in Preußen wohl zurückgegangen, ste verfüge aber immer noch über zwanzig Stimmen Mehrheit, sodaß die Einbeziehung der Deutschen Bolkspartei in die Koalition nicht erforderlich fei.

(Privat-Telegramm.) Berlin, 23. Februar.

Gestern abend hat die letzte Sitzung des enge­ren Sachverständigcn-Auschafies, an der auch Reichsminister Dr. Simons teilnahm, stattqefun- dcn. Das Ergebnis der Beratungen wird im Laufe des heutigen Tages bearbeitet und dann dem Reichökabiicktt unterbreitet werden. Heute vormittag trat auch der große Sachverständigen- Ausschutz nochmals zusanrmen, um in Anwesen­heit der Regierungsvertreter endgültig zu dem Programm für die deütschen Delegierte« auf der Londoner Konferenz Stellung zu nehmen. Es ist, wie dem Berliner Tageblatt von unterrichte­ter Seite mitgeteilt wird, nicht wahrscheinlich, daß die deutschen Gegenvorschläge vor Beginn der Londoner Konferenz veröffentlicht werden. Ueber die Ergebnisse der Sachverständigen-Konse- renz kann daher auch noch nichts gesagt werden.

daß die

414 Mitgliedern des neuen Landtages erhält da­nach die bisherige Mehrheitskoalition 219 Stim­men, gegenüber 198 Stimmen für die bisherigen Opp ositionsparteien auf der Rechten und Linken

Unsere kknffhrungrlagr.

Di» Minifter-Konferenz in München« lPrivat-Telegramm.)

München, 23. Februar.

An einer gestern im LandwirtschastSministe- rium stattgefundenen Pressekonferenz erklärte Reichsernährungsministcr Hermes über den der- zeitigen Stand der Ernährungslage et­wa folgendes: Die Versorgung hat fich im letz- tcn Wirtschaftsjahr etwas günstiger gestattet. Die Qualität des Kochmehles, dessen Ration seit 16. Februar von 150 aus 20G Gramm pro Kopf und Woche erhöht werden konnte, wird ab 16. März durch eine andere Ausmahlung noch verbessert. Um einen Preisabbau herbeizufüh­ren, sollen die Preise durch vermehrte in­ländische Erzeugnisse und Einfuhr von AuslandswarM gedrückt werden. Wenn durch die Londoner Konferenz unsere Ernährungslage nicht zurirckarworfen wird, könne man mit eini­ger Hoffnung in die Zukunft blicken. Unsere Ernährnngspolitik müsse es fich zum Grundsätze machen, die inländische Produktion zu heben. Der Bedarf unserer Landwirtschaft an künstlichem Dünger wird wesentlich erleichtert durch unsere Stickstoffindustrie, die jährlich sechzigtausend Tonnen mehr erzeugt als im Jahre 1913.

$ot der Landauer Konferenz.

Beratung der deutschen Sachverständigen.

Nach den Preußenwahlen.

Schwierigkeiten der Regierungsbildung.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 23. Februar.

Voraussichtlich werden die Schwierigkeiten der Regierungsbildung in Preußen in den näch­sten Tagen noch nicht überwunden sein. Die

Auch wenn man einen neunstündigen Arbeitstag nähme, müßten wir Immer noch zweieinhalb bis drei Millionen Arbeiter mahr tn die Fabri­ken schicken. Aus dem eigenen Lande können wir diese Kräfte nicht mcchr beschaffen. Der Verlust an Arbeitskräften im Kriege durch Tod und Ver- ftomtmefitna oder sonstige GefundhÄtsschäden, wie auch durch die Gebietsabtretungen mach mindestens stöben Millionen aus. Wenn wir die Ententeforderungen erfüllen woll­ten, dann müßten wir mindestens eine dreizehn- bis vierzchnstündige tägliche Arbeitszeit einM- ren. Die Entente wird selbst nicht der Mei­nung sein, daß Deutschland aus fünfzig Jähre hinaus sich zu einem derartigen Arbeitsgefäng- nis machen und daß sich die deutschen Arbeiter zu einer solchen GosängniSarbeit benutzen ließen. Aber wie man das Problem auch stellen möge; es wird auch auf die »Gefahr'' hin, mit einem sozialistischen Dogma in Konflikt zu geraten, un­möglich sein, au? der Grundlage des Achtstun­dentages den Wiederaufbau Deutschlands, ge­schweige denn die Abtragung seiner auf den Verlust des Krieges begründeten Verpflichtun­gen zu vollziehen. J. B.

5er deNtsche Arbeitsmartt.

Aus Industrie und Landwirtschaft.

Die Verhältnisse in der Landwirtschaft haben sich nicht geändert. Dagegen trifft die Tonin- toiflrte bereits Vorbereitungen für die Aufnahme der FrühjaHrAampagne. Im rheinischen Berg­bau wird außer den gelernten Bergarbeitern! noch eine größere Anzahl Zimmerhauer gesucht. Außerdem befreht in der Hannoverschen Kalii i- buftrie Nachfrage nach Spezialarbeitvrn. Der Betrieb von Steinbrüchen und Ziegeleien ist in einigen Gegenden rege. Die Metallindustrie suchte bei im allgemeinen bedrängter Lage, Fach­arbeiter. In der chemischen Industrie konnten gelernte Gumrnib-rnfer in Hannover nicht de- chssst werden. Die Astbeitsmarftlage des Spinnq stoffgewerftes fff in einigen Orten (Harburg, Altona, Varel und in Badens günstig

Aus der Lederindustrie bestand regere Nach präge nach LoHsabern. Die Befchäftiaruw. er

Keine großen Hoffnungen.

Die ablehnende Haltung do» Franzosen.

(Privattelegramm)

Berlin, 23. Februar.

AuS maßgebenden politischen Kreisen verlau­tet: Es braucht kaum gesagt zu werden, daß man sich in deutschen politischen Steifen hinsichtlich ^ndon reinem allzu großen Optimismus hin­gibt, da die Vertreter Frankreichs mit gebunde­nen Händen in London erscheinen werden, nach­dem man sie in aller Form beauftragt hat die deutschen Gegenvorschläge nur auf der Basis der Pariser Beschlüsse zu diskutie­ren. Unter diesen Umständen könnte eS fhj, so meint man, ereignen, daß selbst die brauchbar­sten deutschen Gegenvorschläge von den Franzose» abgelehnt werden, nur weil sie sich mehr oder weniger von dem Pariser Vorbild entfernen.

den. Der Entwurf bringt ferner Bestimmun­gen über die Tätigkeit von M iete rvertre- t n n g e n. Jeder Mieter oder Vermieter ist berechtigt, sich in Streitfällen zunächst an du Mieicrvertretung zu wenden; diese soll de» Sachverhalt nach MöglickSnt Mären und eine gütliche Einigung herlbei zu führen suchen Neu­bauten sollten grundsätzlich den Vorschriften des Geketzes nicht unterliegen, itm den Anreiz zur Neubautätigkeit nicht zu hemmen. Das Ge» fetz soll vier Monate nach bem Tage feiner Ver­kündung in Kraft treten. Es ist" zu erwarten, daß es etva im Mürz von dem Reichstag be­raten werden wird.

6iii Reichs-Mietsgesetz

Die Lasten der Hausbesitzer.

Zufolge de» Wohnungsnot versucht Me Regir­rung durch allerlei Maßnahme» di« Lag, mildern. Dem Hausbesitzer follen wette,« De» schrSntnugen auferkegt, dem Mieter weitere Rech«« gegeben werden, wie ans nachstehen, den Ausfnhrungen hervorgeht.

Dem vorläufige» Reichswirtschaftsrat und dem Reichsrat ist vor kurzem von der Reichs»» retzievung der Entwurf eines Reichsmieteu- gesetzes vor gelegt worden, der reichsgesetzliche Vorschriften für die Berechnung der Mie­ten bei der Vermietuuy von Wohnungen, Ge- schöists- usw. Räumen bringen soll. Die Eini­gungsämter, die nach den bestehenden Vor- fchrifteir einen erheblichen Einfluß auf die Höhe der Mieten ausüben können, Haden grundsätzlich nur nach billigem Ermessen zu entscheiden. In­folge des Fehlens gesetzlicher Vorschriften für die Berechnung der Mieten in den meisten Tei-

dort gu sehen, wie Tausende von auch Erwachsene kein Hemd mghr am Leibe tragen, wie menschenunmürdig ihre Wohnungsverhältnisse sind und welch vittere Rot gerade in den Kreisen derjenigen herrscht, bie einstmals rium Mittelstand gehörten.

len DeutschllaNds weist die Steigerung der Mie­ten eine außerordentliche Verschiedenheit auf. Hier will der Entwurf einheitliches Recht schuf« fen. Die

Zwangswirtschaft im Wohnungswesen wird grundsätzlich beibehalten. Die Meter! sollen vor unbilligen MietÄsteigerungen geschützt werden, die nicht durch die wirffchafWchen Ver­hältnisse bedingt sind, sondern den Hausbsitzern nur einen darüber hinausgehenden Gewinn bringen würden. Gleichzeitig soll verhindert werden, daß durch übermäßige Steigerungen der Mieten der Wert der Grundstücke sich in nicht gerechtfertigter Weise erhöht, und daß dadurch für den Fall des Sinkens der Preise imgewöhn- lich hohe Grundstücks- und Mietshreise bestehen Weiften Der Entwurf gibt die Möglichkeit, an­stelle der vertraglich vereinbarten eine ge­setzliche Miete zu setzen, die sowohl auf Verlangen des Vermieters rote Mieters vom nächst zulässigen Kündigungstermin ab anstelle der vertraglichen Miete treten kann. In Fällen schwerer Unbilligkeit tritt diese Wirkung mit Zu­stimmung des Einigungsamtes auch schon $1X einem früheren Zeitpunkt ein. Für ine Höhe der gesetzlichen Miete ist der Grundsatz maßgebend, daß eine Steigerung der bisherigen Mieten nur in Höhe der für das Haus aufzuwendenden Be­triebs- und JnstemÄsetzungAosten eintreten kann. Der Entwurf will nämlich vor allem die Aus­führung dernotwendrgenNeparatureu an den Häusern ermöglichen.

Die gesetzliche Miete setzt sich zusammen aus der Friedensmiet«, also der im Juli 1914 vereinbarten Mieke, und Zuschlägen?die in Prozenten der Friedens­miete von der o-bersjen Landesftehörde oder den Gemeindebehörden festgesetzt werden sollen. Die Zuschläge sollen der eingetretenen allaemeinen Teuerung Rechnung tragen. Um die Ausführung notwendiger lausender Jnstand- setzungsarbeiten zu sichern, hat der Mie­ter das Recht, die Entscheidung einer unpartei­ischen Stelle anzurufen, die die Durchführung erzwingen kann, falls der Vermieter die Arbei­ten nicht aussühren läßt. Für große Instand», setzungsarbeiten wird die Sammlung von Mit­teln in öffentlichen Kassen ermöglicht. Diese durch besondere Zuschläge zur Miete aufzubrin- genden Beträge dürfen lediglich zur Vorn ahnd großer Jnstandsetzungsarbeiten Verwendung fin

Wirtschaftspartei .... 2

Welfen u. Dchlesw.-Holst. . 6

fern. Dies« stellen aber eine Summe von Arbeit dar. In diesem Zusammenhang wird das Problem der Arbeitszeit im Verhältnis zu dem der Arbeitsleistung wieder im Höchsten Grade aktuell. Ja von der zweckentsprechenden Lösung dieser entscheidenden Wirtschastssragen wird unsere ganze künftige Eristenz abhängig sein. Dian vergegenwärtige sich nur einmal folgendes: Wir hatten vor dem Kriege sechzig Millionen Menschen, von denen etwa sechSund- gwanzig Millionen zur handarbeitenden Bevöl­kerung einschließlich der Beamten und der freien Berufe gehörten. Das Jahr zu dreihundert Ar­beitstagen gerechnet, wurden bei einem durch­schnittlichen Zohnstundentag zweiundstebzig Mil­liariden Arbeitsstunden geleistet. Heute haben wir knapp simfzig Millionen Menschen,' reine Handarbeiter, also ohne Beamte und freie Be­rufe, zählen wir in Landwirtschaft und In - Wirte knapp fünfzehn Millionen Bei dreihun­dert Arbeitstagen im Jahre und jetzt nut noch achtstündigem Arbeitstag würden etwa sechs­unddreißig Milliarden Ärbeitsstunden heraus- kommen. Volkswirtschaftlich wird die Arbeits­stunde drmchschnittlich mit einer halben Gold- mark berechnet das wären insgesamt int Fahr» achtzehn Milliarden Golmnastk. Um sich tuen rie­sigen Rückgang gegenüber früheren Arbeitslei­stungen vorzustellen, fei daran erinnert; daß un­ser Volk vor dem Kriege allein für feine Lebens- haltuna jährlich vierundzwanzig Milliarden Galdmark. also noch sechs Milliarden Goldmark mehr verbauchte, als heute erarbeitet wird. In diesem Rückgang der GütererzeuMng drückt sich auch der katastrophale Verlust Elsvß-Lothrinaens und seiner wertvollen EvBager, sowie der Ver­lust von Posen und Westpreüßen, die Wegnahme deutscher Guthaben im Ausland«, der Verlust der Kolonien, der Kriegsflotte, der Handels^ und Binnenflotte aus.

Mr haben heute kaum noch fundierte Werte, toir drucken Pavier und haften uns txrmit tober Wasser. Dir Wirkung ist, daß wir fortgesetzt auf Kredit leben müssen und uns Wert- mittet für die Bestreitung unserer Lebensmittel nur noch dadurch verschaffen können, daß wir im Ramsch und tot Ausverkauf die Erzeugnisse un­serer Arbeitsleistung verschleudern. Nun ist aber noch etwas anderes zu bedenken Um die oben erwÄhnten achtzehn Milliarden Werte auf Grund von sechsunddreißig Milliarden Arbeits­stunden erzeugen M können, müssen wir auf der Gegenseite auch wieder Aufwendungen für den Bezug von Rohstoffen urtb anderen Hilfsmitteln machen, deren Verwendung uns die Schaffung der Werte erst ermöglichen. Wir können Minor» ftenS einen Betrag von fünf bis sechs Milliar­den für triefe Zwecke, zu denen ja auch noch die Beschaffung von Nahrungsmitteln kommt, rech­nen. Wir würden also für unsere eigene Le-

Unsere Arbeitszeit.

Ein« Folge der Ententefordrrung.

Das deutsche Volk soll nach den Ententefor­derungen auf ein halbes Jahrhundert hinaus Hunderte von Milliardenin Gold" afttrayeitf Da Gold als Metall von unz nicht geboten wer­den kann, müssen wir Güter und Produfte lie-

Die letzten Vorbereitungen.

Berlin, 23. Februar. (Privattelegramm.) Das Aenum des SachverständigeiEusjckusses wird am Zreitag vormittag zum letzten Male zusam- mentreten, mn die Red-igierung der deutschen Gegenvorschläge endgültig vorzunehnieu, die am kommenden Montag der deutschen Ab­ordnung nach London mitgegeben werden sollen, wo ste in der ersten Konferenz-Sitzung den Der- ireiern der Alliierten $ur Kenntnis gebracht wer­den. Was we Zusa-mnenfetztMa der deutschen Abordnung, die unter FAhrnng des Reichsmini­sters Dr. Simons steht, betrifft, fo ist die Nen- mmg anderer Ministernamen verfrüht, da das Reichskabinett darüber erst morsen beMteßt.

benshaltuna im Lande gegenüber vierundzwrn- zig Milliarden der Vorkriegszeit jetzt nur noch über zwölf Milliarden verfügen. Diese vermin­dern sich weiter durch die uns zngamutetr Kriegsentschädigung zunächst um zwei Miüiar- den und dann um orei und später um sechs Mil­liarde:. jährlich. Di« Abgaben aus den weiter geforderten Ausfuhrzöllen, die Kosten für die Requisitionen, für di« Kommissionen und der­gleichen sind dabei noch nicht in Abzug gebracht Wr müssen also zum mindesten unsere Le­benshaltung auf den vierten Teil dessen Mrückschranben über das wir vor dem Kriege verfügt haben. Wer aber, der alz Volkswirt die LeftenShaltuna der breitesten Massen von heute, »u denen fast der ganze Mittelstand von ehedem gerechnet werden muß, kennt und berrachtet. liönnte auch nur einen Augenblick die Auffassung vertreten, daß diese Kreise unseres VoAes auch nur einen Bruchteil niedriger und schlechter als bisher ihr karges Dasein einrichten können. Man braucht ja nur einmal in die Großstädte

».Ulf 6 . 28 ( . . 30 (

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Man ersieht aus alledem, daß das Problem der Arbeitszeit mit dem der ArveitSlei- stung untrennbar verbunden ist. Es wird, wenn wir nicht elendiglich zugrunde gchen wol­len, an einem mannhaften Zugriff in der Ar- beitszettfrage nicht vorübrrgegangen werden können. Wir müßten unter den jetzigen Ver­hältnissen unt wenn der Acht-Stundentag auf- erhalten werden soll, nicht weniger als tzock-S bis sieben Millionen Arbeiter mehr haben. Wie aber sollen wir diese nebst töten Angehöri­gen nähre» und kleiden? Und wo sollen wir tue Wttel huchLammen, um sie zu bezahlen?

Deutschnaffonale . Deutsche Bolkspartei Zentrnm .... Demokraten . . . Sozialdemokraten. Unabhängige. . . Kommunisten . .

Deutschni^ionalen erklären, bürgerlichen Parteien über eine absolute Mehr-

Set neue Landtag.

Amtliches Wahlergebnis aus ganz Dreutze«.

Delegraphrsch> Meldung.)

Berlin, 23. Februar.

Das amtliche Wahlergebnis aus ganz Preu- ien liegt uuurnehr vor Es wurden insgesamt '5 951 338 Stimmen abgegeben. Davon haben erhalten:

die Drutschnationalen . L .392 667 Stimmen die Deutsche Volkspartei 2 266 587

das Zentrum .... 2 964 292

die Demokraten ... 977463

die Sozialdemokraten . 4171286

die Unabhängigen . . 1055023

die Kommunisten ... 1207 695

die Wirtschaftspartei . 187 345