Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
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Nummer 33. Fernsprecher 951 und 952. Mittwoch, 9. Februar 1921 Fernsprecher 951 und 952. 11. Jahrgang.
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Sayern strSubt sich gegen die Entwaffnung.
Sie Gegenvorschläge.
Vorbereitungen der Verhaudluuge».
(Dan unferm Berliner Mitarbeiter.)
Denn laut offiziöser Mitteilurcg die Konferenz der Ministerpräsidenten ein grundsirtzliches Einvefftändnis mit der Stellung- naHme des Reichskabt netts ergeben hat, so ist diese Versicherung in vollstem Umfange wörtlich zu nehmen, und sie enthält keinerlei beschönigende Vertuschuns. Das gilt auch in bezug auf die in der Presse verbreiteten Nachrichterl über Differenzen Mischen Bayern und dem Reiche in der Entwafsn ungs frage. Entgegen den mehrfach kolportierten Alarmgerüchten tst nach eingehender Erörterung und Berücksichtt» Sung der sowohl von bayerischer als auch von anderer Seite geltend gemachten Bedenken auch in der Ent-vaiffnungssrage eine vollkommene UÜbereinstimmung erzielt worden. Am Montag begannen im Reichskäbinett die Beratungen über die vom französischen Botschafter dem Reichsminister des Aeußern mündlich übermittelte Einladung zur Londoner Konferenz, deren Beginn für den 1. Marz in Aussicht genommen ist. Ob es bei diesem Dermin sein Bewenden haben wird, kann als fraglich erscheinen, da Besttebnngcn rm Gange sind, aus Rücksicht auf die Nocdamerikaniscke Union die Konferenz bis nach dem 4. März, dem Tage des Amtsantritts des Präsideniten Hardi.tg, zu vertagen. LeLbstverständlich gehen diese Bestrebungen nicht etwa von deutscher Seite aus. Wie überhaupt von vornherein der Vermutung widersprochen lverden must, daß man in Deutschland irgendwie tntf Unterstützung seitens der Union rechne. In- frage kommt hierbei höchstens die rein sachliche, nüchterne Erwägung, daß besonders die gorderung einer Ausffuhrabgate ebenso wie den nteressen der Neutralen auch denen der Union widerspricht, da sie den Handelsverkehr mit Deutschland erschwert und in letzter Linie die Einsuhrlänlder die Ausfuhrabgabe mitbezahleu W- 4
Was die Stellungnahme des NcichAabinetts rwr Einladung nach London betrifft, so kann diese dahin festgelegt werden, daß es diese Einladung unter der Bedingung annehmen wird, daß wir dort nicht etwa vor endgiltige Beschluss.' auf Grund des Pariser Diktats gestellt werden, so daß etwa nur die Frage der Ausführung zur Beratung gestellt werden solle. Vielmehr wird die Reichsregierung nach London nur unter der Bringung „qualifizierte" Vertreter entsenden, daß dort, wie es uns in Spa zugesichert wurde, über die Entschädigungsfrage auf dem Boden völliger Gleichberechtigung ver- h a ndelt wirid, wobei wir uns darauf Berufen können, daß fiogar im Versailler FriedeuAvertrag die Hinzuziehung Deutschlands bei den Entscheidungen über die Scbadenersatzfrage vorgesehen ist. Rach der Aeußerung Lloyd Georges in seiner letzten Rede, wonach begründete Vorschläge ehrlich in betracht gezogen werden würden, scheint es ja auch, als ob man sich nunmehr doch zu wirklichen Verhandlungen entschließen wolle.
Was diese Gegenvorschläge betrifft, so werden seitens der Regierung derartige Anträge bereits vorbereitet, entsprechend der Bestimmung des Versailler Vertrages: »Die deutsche Reau- ntng wird ermächtigt, bis spätestens toter Monate nach Inkrafttreten des Vertrages Vorschläge über die Entschädigunassunrme zu machen." Die beteiligten Stellen sind entschlossen, hierbei bis zur äußersten Grenze der deutschen Lei- stunqsiähigkeit aber auch nicht darüber hinaus zu gehen, wobei vor allem die in Paris geforderte Festlegung ans zweiundvierzig Jahre von vornherein als ungangbar erscheint. Zur genauen Feststellung der Entschädigung ist aber die Erfüllung einiger Vorbedingiingen erforderlich Einmal müssen wir noch immer die vorgesehene Atrsstellung der wirklich erlittenen Schäden vermissen, die laut dem Versailler Vertrag bis Mmr 1. Mai 1921 burd> die Reparationskommis- sion erfolgen soll. Wie der .Petit Parisien^ aus der Schule geplaudert hat, schwärst diese Scha-- denersatzrechnung zurzeit noch zwischen 116 und 212 Milliarden. Wä-Hrend aber Frankreich für sich allein einhundertundrwei Milliarden Gold- mark fordert, hat der Engländer Keynes den fran.zösisch'n Gefarntschoden auf etwa sechzehn Milliarden berechnet. Weiter wird in London über die fünf deutschen Voraussetzungen verhandelt werden müffeir. über die Ermäßigung der Besatzungskosten. die Rückgabe eines Teils des verlorenen Schiffsraumes, die Freigabe der beschlagnahmten Auslandsguthaben. die Freiheit des deutschen Handels und nicht zuletzt über die oberschlestsche Frage, denn es liegt auf der Hand, daß von der Geivähruna oder Nichtaewährnna der deutschen Forderungen und von d-nn Verbleiben Oberschlesiens bei Deutschland die Möglichkeit von Revarations- leistnngen in entscheidender Weise abhängt. End- fich wird die deutsche Negierung den Stand- punkt geltend machen, daß die uns angedrohten „Sanktionen", wie die Errichtung eine? besonderen Zollregimes für die besetzten Gebiete
und eine Ausdehnung der Besetzung ans neue, dem Friedensvertrag durchaus widersprechen. So steht der Artikel 270, auf den man sich beruft, eine eigene Zolbordnung lediglich für den Fall vor, „wenn die Maßnahme erforderlich erscheint, um die wirtschaftlichen Interessen der Bevölkerung dieser Gebiete zu wahren". Keinerlei Handhabe enthält der Versailler Vertrag für dir Ausdehnung der Besetzung, und dementsprechend wird die Reichsregierung gegen solche von den Alliierten angedrohten -Sanktionen" als völkerrechtswidrig Einspruch erbeten.
Nahem und dar Reich.
Die Konferenz der Ministerprästdente«.
(Privat-Telcgramm.)
München, 8. Februar.
Von bayrischer Seite wird durch die Staatszeitung folgende Bekanntmachung veröfsentlichr: Der bayrische Ministerpräsident v. Kahr ist Montan nachmittag von der Konferenz der Ministerpräsidenten zurückgekehrt. Die Konferenz die unter dem Vorsitz des Reichskanzlers tagte, beschäftigte sich mit der Haltung, die die Reichsrcgierung der Pariser Rote der Alliierten gegenüber einzunehmen hat. Das Votum des bayrischen Ministerpräsidenten war entsprechend seinem Anträge durch den bayrischen Miuisterrat und die Führer der Koalitionsparteien am letzten Flreitag festgelegt. Da über diese Vorschläge eine Einigung nicht erzielt werden konnte, findet heute eine neue Ministerratssitzung in München statt. In dieser Sitzung wird der Ministerpräsident über den Verlaus der Berliner Beratungen berichten, um das Gesamtministerium zu neuerlicher Beschlußfassung über die Berliner Vorschläge der Regierung zu veranlassen-
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Bayern gegen die Entwaffnung?
München, 8 Februar. (Privattelegramm.) Das bayerische Kabinett ist heute vormittag 9 Uhr zu einer neuen Sitzung zusammengetreten. Die heutigen Morgenblätter bringen halbamttiche Auslassungen, wonach im Ministerium noch keine Einigung hcrgestellt ist, aber die Mehrzahl dec Minister ist gegen eine Entwaffnung Bayerns. Für morgen und Sonntag sind ein; Anzahl Protest Versammlungen in ganz Bayern einberufen. Ministerpräsident v. Kahr erklärte gestern abend zu Parlamentariern, er glaube nicht, daß man Bayern entwaffnen könne.
Deutschland und Sefterreich.
Verbot durch die Entente.
lEigene Drahtmeldung.)
Wren, 8. Februar.
In verschiedenen Fassungen taucht in der Ta geSpreffe die Meldung von einem ausdrücklichen Verbot des Anschlusses an Teutschlanr- auf. Uebereinstimmend heißt eS darin, daß die Ententemächte Deutsch-Oesterreich nur unter der Bedingung des Verzichtes auf den Ausammen- schluß wirtschafttich Helsen wollen. Da muß grundsätzlich festgelegt werden, daß die Verpflichtung der Entente, den von ihr gewaltsam ge- fchaffenen Krüppelstaat Oesterreich lebensfähig zu machen, in der Mantelnote zum Friedensvertrag festgelegt tst. Es ist also widersinnig, wenn die Entente die von ihr über, nommene Verpflichtung von einem Verzicht Deutsch-Oesterreichs auf das SÄbstbestimmnngs- reckst abhängig madjen will. Diesen staatsrechtlich eilkwandfieien Standpunfi mutz die Re-- geirung in ihren Verhandlungen mit den Ber- ttetern der Entente nachdrücklich verfechten.
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Drohung mit Besetzung.
Wien, 8. Februar. (Eigene Drahtmeldung.) Die Karlistische Wiener Montagszeitung bestä- ttgt, daß das Protokoll der Pariser Verhandlungen das Anschlutzverbot neuerlich betont. Gleichzeitig verweist das Blatt darauf, daß der Wiener französische Geschäftsträger nach dem französischen Kabimttswechsel dem Bundesrat Dr. Meyer mitteilte, daß, falls Oesterreich tatsächlich den Anschluß zu vollziehen beabsichtige, die Besetzung Wiens durch tschechisch-flo-
waljsche Truppen und die Besetzung Käru- tens durch südslawische Truppen in Aussicht genommen fei und auch durchgeführt werde.
SattnMgkett unserer Gegner
Letzte« Entsegenkommen der Entente?
(Eigener Trahtbericht.)
Paris, 8. Februar.
Die Debatte über die Pariser Beschlüsse wird heute in der Kammer zu Ende geführt werden. Die allgemeine Meinung geht dahin, daß das Ende der Debatte den Willen der Kammer nur noch bestimmter zum Ausdruck bringen werde, daß das Pariser Abkommen als letztes Entgegenkommen gegenüber Deutschland anznsehen fei. In dieser Beziehung ist die französische Presse durchaus mit dem Standpunkt des Parlaments einverstanden, das auf keinen Fall eine Aendeerung zulassen werde. Man betrachtet die Halttmg der deutschen Regierung, welche die GegensttSmung unterstützt, als sehr unvorsichtig. In der henttgen Sitzung wird nur noch ein Interpellant das Wort erhalten. Für die Diskussion sind jedoch vierzehn Redner zum Wort gemeldet. Da die Regierung aber ebenfalls noch zu Wort kommen soll, nimmt man an, daß die Debatte beute nicht zu Ende gehen wird.
Hetze in England.
London, 8. Februar. (Eigener Trahibericht.) Die Londoner Presse bespricht ausführlich die Rede Lloyd Georges, die dieser in Birmingham gehalten hat. .Daily Mail" schreibt: Die Pariser Abmachungen müssen bestehen bleiben Hatten wir uns an die gefaßten Beschlüsse. Es darf Deutschland nicht gestattet werden, erneu* Fragen aufzuwersen, über die die Alliierten sich bereits schlüssig geworden sind. Die .Times" schreibt: Es ist mir gerecht, daß die Rede Lloyd Georges in Paris mit großer und tiefer Befriedigung ausgenommen worden ist, derm die Rede ist eine wahre und eingehende Verteidtgung ter Politik der Alliierten, die in dem Versailler Vertrag festgelegt worden ist und in den Pariser Beschlüssen erneut klar bestimmt wurde.
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FranzSfische Gewerkschaften versagen.
Paris, 8. Februar. (Eigene Drahtmeldung.) Wie der „Motin" meldet, haben am Sonntag dreizehn französische Gewerkschaften cs abgelehnt, zu dem deutschen Ausruf an die internationale Arbeiterschaft Stel- luna zu nehmen, in welchem die Pariser Beschlüsse „als ein Attentat des Imperialismus auf das Proletariat und die Völkertoersöhnunll" be- zeichnel und verurteilt werden.
Lloyd Georges Rede.
Genf. 8. Februar .(Eigene Drahtmeldung.) Tie französische Depeschenagentur Havas kommentiert die Birminghamer Rede Lloyd Georges dahin, sie mache Berlin darauf aufmerksam, daß die Pariser Beschlüsse als endgültig angesehen werden müßten.
SieLsndmtn KMerem-
Prüfung der AahlungsfShigkeit.
(Eigener Drahibericht.)
Paris, 8. Februar.
In einem sichtlich offiziös inspirierten Artikel erflärt „Journal des Debats" gestern abend, daß man ohne Berücksichtigung der deutschen Proteste und der Bewegung in Deutschland die Londoner Sonferenzaml. März ab- halteu werde und zwar schon deshalb, weil in Gegenwart der Dcuffchen gewisse Modalttäten des in Paris angenymmenen Planes für die Durchführung der Enffchädigungszahlen geprüft werden sollen. Wenn die Denffchen nickst nach London kämen, würde die Konferenz die Strafmaßnahmen zu erwägen haben, deren Grundsätze in Paris einstimmig beschlossen wurden. Es scheine übrigens, daß die deuffche Re- gienlng geneigt sei, in der Frage der Abrüstung nachzugeben, um dann in der Frage der Entschä- diung besseren Widerstand leisten zu können. — Tas Londoner Auswärtige Amt gibt bekannt, dir deuffche Regierung habe die Einladung nach Loudon schon angenommen.
Wievlöffeslvlrbsuer»?
Pläne zur WohuungsSeschaffuug.
Die Wohnungsnot liitzt leider «och immer nicht «ach, trotz der Bemühungen von Behörden unb Private«. Man ist nach tote vor mit der Lrijung dieses Problem» tzeschüfrtgt, worüber «ns Nachstehend«» gejchrieden wird. Bauen müssen wir. Das ist eine der dringendsten Forderungen, die der Wiederaufbau des Wirtschaftslebens stellt. Das körperliche und seelische Wohl des Volkes ist gerade mit der Wohnungsfrage untrennbar verknüpft und die bitteren Notstände des Wohnungswesens beeinträchtigen die wirischoftliche Leistungsfähigkeit der Gesamtheit in so erschrek- fentern Maße, daß es ein Gebot der Selbsterhaltung ist, hier Wandlung und Besserung herbei- zusühren. Leider wird bis jetzt der Durchführung großer Bauvovhckten durch die Te u erun g und die Finanzlage des Reiches und der gemeinten eine grosse Beschränkung diktiert. Die Baukosten sind ins märchenhafte gestiegen. Auch die Ausführung von industriellen und gewerblichen Bauten leitet unter den gleichen Hemmungen und Erschwernissen. Es ist abwegig, die finanziellen Zuwendungen des Reiches und ter Gemeinten zur Durchführung von Woh- nunssbauten ins ungemessenstt zu steigern. Es muß vielmehr nach Möglichkeiten gesucht werden, bei der AuLfführnng von Wohnungsbauten die finanzielle Jnanspruchnahime ter Nctenpressen und ter Steuerzahler auf «das ettenElidyte Mindestmass herab; uschvcmben, und die ter Industrie. dem Gewerbe und ter Alliaemeinteit
Bauten zu erträglichen Preisen erstatten. Das erste Erfordernis hierfür ist, dass sich das Baugewerbe und dis Ärchiteftemschaft darauf cinfftellen, Bauten zu schaffen, die an Zweckmäßigkeit und Billigkeit das ^beal des Erreichbaren darstellen. Die neue Saitart muß ein Meisterwerk in der Kunst des Sichbeschränkens sein, ein Meisterstück, das trotz aller Beschränkung eine besondere Eigenart, Schönheit und einen harmonischen Stil nicht entbehren darf. Hierfür zu wirken, macht sich die Mitteldeutsche Ausstellung für Siedelung. Sozialfürsorge und Arbeit (Mama), die im Jahre 1922 von Mai bis Oktober in Magdeburg statt- finten soll, durch ihre erste Abteilung »Siede l u n g^ zur Aufgabe. Sie ruft das gesamte Baugewerbe, die Baumaschinenindustrie, Gärtner und Gartenarchitekten zur Mitarbeit auf. Es gilt etwas zu schaffen, das eine grosse Tat für unsere Sszialwirffchaft, für unser Wirtschaftsleben und für den Wiederaufbau unseres Vaterlandes sein wird. Die Ausstellung erwägt, ein Preisausschreiben zu erlassen, von dem praftisch ausführbare Vorschläge erwartet werden. Die erforderlichen Mittel hierfür würde die Ausfftül- lungsleitung gegebenenfalls zur Verfügung, stellen. Aber nicht nur die Bauindustrie und das Baugewerbe alleiy sollen aus ter Miama zu Wort kommen. Auch die WohnungSlünsfler sollen zeigen, wie bescheidene Räumlichkeiten behaglich eingerichtet werden können. Don de»
Möbel und Hausgeräte
Herstellenten A-ndusttie- und Gewerbe zweigen wird die Ausstellung geschmackvoller und preiswerter Wohnungseinrichtungen erwartet, Wasserversorgung und Kanalisation, Lüfiungs--, Her- zungs- und Beleuchtungstechnik stehen vor gleichen Aufgaben. Auch von diesen wird eine Entlastung ter aufs äusserste augespammen wirt- fchaftlichen Le isnrngsscihigkett erwartet. Das Baugewerbe und die Bauindustrie werten des weiteren ihr Interesse auch anderen Abteilungen zuwenden, insbesondere dem .Verkehrs- w ese u" und ter ,K ommunalwirtschaft". Bei ter Lösung der Probleme, die Verkehrswesen und Kemmunalwirffchast bieten, fallen dem Baugewerbe und der Bauindustrie gewichtige Aufgaben zu. Die industrielle Werbung der Aufstellung für diese GruPpen bleibt jedoch dem ausdrücklichen Wunsche des Ausstellungs- und Meßamtes der denffchen Fndiffttie in Berlin gemäß auf das mitteldeutsche Wirtschaftsgebiet beschränkt Die g»famte deutsche Architek- tenschaft, das Baugewerbe, die Baumaschinen- industrie, sowie alle Audusttie- und Gewerte- zweige, deren Ausgabe der Bau und die Einrich- timg von Wohn- und Geschäftshäusern ist, werden zur Mitarbeit aufgerufen. Mögen durch eine einmütige Zusammenarbeit aller zum Wohle und Be sten des Volkes wertvolle Anregungen für eine Belebung ter Bautätigkeit gefunden werden
Gegm die SszkaWermrg.
Abwehrstellung des Hansabundes.
Eine Abwehr gegen die -Sozialisierung iss vom Hansa-Bbnd, Landesverband Südwest in einer großzügigen Organisation in diesen Wochen eingeleittt Worten. Ausgehend von Frankfurt hat sich über das gesamte Gebiet von Aid- deutschlaud ein Abwehrausschuh gebildet, der seine Tätigkeit auf die Beschlüsse der Sozia- lisier'mgskommission in Berlin unter Lcitnnq des Redakteurs Hrlferding auftetut und durch