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Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

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Nummer 29.

Fernsprecher 951 unp 952.

Freitag, 4. Februar 1921

Fernsprecher 951 und 952.

bekzse

11. Jahrgang.

Das Streben nach nationaler Einheit.

Rationale Einheit.

Kommt ein Zusammsnschlutz?

Die Bemühungen, einen Zusammenschluß bei Parteien herbeizuführen, die Vie Gesundung Les deutschen Volkes anstceben, rufen bei jedem vaterlandsliebenden Menschen ein befriedigendes Gefühl, einen Hoffnungsschimmer, wach. Der be­schämende Zusürnd der ParteizersvliUerung hat schon viel z-u lange gedauert. Jetzt bietet sich die Ix sie Gelegenheit, das Versäumte nochzuholen, bisherige innerpolitische Fehler gutzumachen. Durch die knechtenden Bedingungen der Entente wird das gesamte deutsche Volk, werden alle Kreise ohne Ausnahme, so sch W e r getrof­fen. daß man glauben sollte, gegen die Bedrüt- kung von aussen mußten sich die Parteien ein­mütig Wend«.». Gewiß wenden sie sich dagegen nut Worten und Protesten, aber der Zusammen­schluß zur Einheitsfront stößt leider noch auf Schwckiigkecken, die nur in parteipoliti­scher Engherzigkeit ihre Ursache haben Die alte Feindschaft zwischen Rechts und Links kann anscheinend noch immer nicht begraben wer­den. trotz des Ernstes unserer Sage. Die Stun­den, in denen wir gegenwärtig leben, kommen in ihrem Ernste denjenigen von Weimar im Juni 1919 gleich. Wenn es jetzt dem deutschen Volke nicht gelänge, über allen Parteihader hinweg frtne nationale Einheit zu finden und zu be­kunden, so.e ihm nicht mehr zu helfen. Man müßte dann seinen Untergang als ein vom Schicksal ihm bestimmtes Los ausfassen.

Wir denken gar nicht daran, uns solchem Fa­talismus hinzugebt n Was in diejen Zeiten völ­kischer Erregtheit an nationalen Kräften in un­seren siechen Körper sich spannt, muß dem Da- lerlande geopfert werden Wie klein und klein­lich erscheinen uns doch angesichts oer übevwäl- tigenden Entscheidung, vor der wir in diesem Augenblicke stehen, alle vielfach nur aus partei- taktischen und parieidemagogischen Gründen aus- gebatrschten Streitereien und Zänkereien über diese o-der jene untergeordnete Etatsfrage! Ja. was bedeutet selbst die erschütternde Tatsache, daß wir heute schon vor einem Jieichshaushalts- Tefizit in Höhe von achtzig Milliarden stehen macht man sich denn auch nur irgendwo einen Begriff davon, was diese Summe zu sagen hat?! gegenüber einer Kriegsentschädi- gun gssorderung von dreitausend Milliarden Mark, die wir in züveftmLvier- zig Jahren bezahlen sollen! Nicht mehr .Re- paration",- nicht mehr Wiederherstellung, sondern unerhörte Bereicherung auf dem Umwege einer neuen Methode der Kriegsentschädigung bedeu­tet solck/es Verlangen In dreifacher Beziehung wird aus das gröblichste gegen die Bestimmun­gen des Friedensvertrages verstoßen, die doch wahrhaftig schon mit teuflischer Raffinesse aus- getüftelt waren, um alle unsere Kräfte und Fä­higkeiten in Fesseln zu legen: Der Fricdensber- trag sichert uns zu, daß wir nur den wirk­lichen Schaden $u .reparieren" haben, daß uns dieser Schaden im einzelnen nachgewie­sen wird und daß Deutschland bei jedem ein­zelnen Teile .billiges Gehör" zu geben ist.

Nichts von alledem in der jetzigen Entente­note, die man wie zum Hohne in einer Kunst­druckmappe auf Büttenpapier mit künstlerischen Lettern gedruckt und mit Goldrand umbrämt uns vorlegt. Nichts sieht der Friedensvertrag vor über einen Ausfuhrzoll, nichts über eine Zollkontrolle und dergleichen mehr. Mttß nun nicht nach alledem des Glaubens wer­den, daß die Entente meint, sie könnte uns nun alles bieten! Wo sind die nationalen Kräfte, die sich gegen diese Henkerarbeit auflehnen! Wird man jetzt wenigstens die Bsderrtung der Stunde begreifen? Werden jetzt diejenigen Par­teien, die ihre Tätigkeit in niederreißender Kri­tik sehen, erkennen, daß es nur noch einen Weg gibt Volk und Vaterland zu retten: Die Schaffung einer lückenlosen, geschlossenen Ein­heitsfront des Volkes! Ein nationales Kabinett zu bilden, ist in diesen Tagen ernsthaft in den Reihen der politffchen Parteien erörtert worden. Ein Kabinett der nationalen Abwehr müßte es darstellen, eine Regierung, in welcher die Vertreter aller Parteien säßen, die das Wohl des Volkes nicht nur im Munde führen, sondern es durch ihre entsagende, ganz auf das Bewnßt- fem ihrer Verantwortlichkeit gestellte Tätigkeit fördern wollen.

. Leider können wir uns nicht der Hoffnung hingeben, daß ein solcher Ausgleich unter den Parteien bei der Krittelsucht der Deutschen und bei ihrem Hang zu parteiischen Zersplitterungen möglich Wäre. Aber ist es denn so ganz unmög­lich, wenigstens für diese Notzeit den Partei- Nüngel in die Ecke zu Wersen, wäre es wirklich so ganz unmöglich, daß ein gepeitschtes, gehetz­tes, von Schmerzen, Leiden, Opfern und Ent­behrungen stöhnendes VoK nicht auch) die po­litische Einheit Mrfbrächte, die den stärksten Wall gege> neue Demütigungen, neue Experimente, gegen Unsinn und Wahnsinn bildete! Jetzt wer­den sich die Geister scheiden müssen. Jetzt müssen sie zeigen, ob sie diese Gelegenheit zu nutzen wis­

sen. Dis jetzt haben in diesen Reihen immer noch die wahltaktischen Rücksichten im Hinblick auf die kommenden Preußenwahlen Oberhand gewonnen. Jetzt ein nationales Kabinett, das nichts anderes bezweckt, als in geschlossener Einheitsfront das Deutsche Volk über den Ab­grund hinrvcg zu sichren, jetzt eine nationale Einigung aller wirklich national und vaterlän­disch empfindenden Elemente des Volkes, wo immer sie stehen mögen, jetzt ein einheitlicher nationaler Wille und die Bekundung einer hin­reißenden Entschlossenheit, diesem Willen Aus­druck zu geben und niemand könnte es wagen, uns solche Zumutungen zu machen, wie wir sie jetzt wieder im zweiten Jahre nach dem Frieden von Versailles erleben mußten! -ss-

Si» SeutsSer SnrgftleLr? Antrag zur Einstellung der DavtsikSmPfe.

(Privat-Telegramm.)

Bielefeld (Westfalen), 3. Februar.

Die drutsckchrmokratische Partei von Nordost- Westfalen hat durch ihren Vorstand ein Tele­gramm an den Reichspräsidenten in Berlin ge­richtet folgenden Inhalts: Herr Präsident! Der Augenblick schärfster Bedrängnis und furchtbar­ste Not von Volk und Vaterland gebietet die Zusammenfassung sämtlicher Kräfte un­seres Volkes. Darum bitten wir Sie, Herr Prä­sident, unverzüglich in einem Aufruf an daS deutsche Volk ausMfordern zur Einstellung aller Parteikämpfe für die bevorstehen­den Wahlen'durch Ansstelluna von Einheitsli­sten unter Beteiligung aller Parteien. Heute, wo unsere unversöhnlichen Gegner mit dauern der wirtschaftlicher und politischer Knechtschaft drohen, hat die Partei zu schweigen. Für die deutsch-demokratische Partei von Nordost-West­falen Kühle-Herford, Brand-Herford, Rasch- Minden, Schmale-Bielofeld.

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Die Sonderbündler treten zurück.

Köln, 3. Februar. (Privattelegramm.) Die in der christlichen Partei rheinischer Sonder­bündler haben auf Grund der Pariser Be- schlüsse den Wahlkampf eingestellt. Die Kundgebung an ihre Wähler führt aus, daß ihre Bestrebungen, eine Versöhnung zwischen den beiden Völkern anWbahnen, nunmehr endgül­tig vernichtet sind. Für das deutsche Volk gäbe es nur das Gebot, einig zu sein und die Stellung der Reichsregierung zu stützen. Aus oiesen Gründen halte es die Partei für ihre Pflicht, den mrrer der Losung: .Los von Preu­ßen" eingeleiteten Wahlkampf aibzubrechen und die bereits einaereichte Wahlliste zurückzuzieheit. Ihren Mitgliedern gibt die Partei auf, sich am 20. Februar der Stimmabgabe zu enthalten.

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Die Einheitsfront.

Berlin, 3. Februar. (Privattelegramm) Der Gedanke der Deutschen Bolkspartei zur Schaffung einer nationalen Einheitsfront scheini trotz der Mißverständnisse zwischen dem Abge­ordneten Hcrgt und dem Abgeordneten Nieser nicht endgültig begraben zu werden. Das Eine scheint gewonnen zu sein, daß der Versuch der seither nicht zu verwirMchten Annäherung der Deutschen Bolkspartei an die Deutschnationalen doch auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Der Ge­danke, eine Art von Burgfrieden herzustfl- len, ist ebenso gesund und liegt so sehr im Fn- tereffe der deutschen Politik, vast man seine Ver­wirklichung nur begrüßen könnte.

Segietung und Parteien.

Sm die WiedergutmachuugSfrage.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 3. Februar.

Dir Pariser Nachricht, wonach der Führer der deuttchen Friedensdelegation in Paris, Staats­sekretär Bergmann, sein Amt niederlegen will, ist bisher nicht bestätigt. In Berlin dauert die allgemeine Erbitterung an. Die politische Lage ist als außerordentlich ernst anzusehen, doch scheint eine Regierungskrise vorderhand nicht in Aus­sicht zu fielen. In der Wiedergutura- chungsfrage machte sich in den Fraktioas- fitzmiqen eine Strömung bemerkbar, die alle wei­teren Verhandlungen zwischen Deutschland und der Entente als zwecklos erklärt.

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Die Entwaffnirngsfrage.

Berlin, 3. Februar. (Privattelegramm.) Wie wir erfahren, hat sich das Reichskabinett dahin entschieden, die neuen Bestimmungen der En­tente über die Entwaffnung im allgemei­nen auzunehmen. Mit der Entwaffnung der

ost preußischen Festungen wird schon in den nächsten Tagen begonnen werden. Die Verhand­lungen mit Bayern werden unverzüglich aus­genommen. Urtier in den Nebensragm und in den gestellten Fristen mach b'stehendc Tisferen- zcn mit den Alliierten wird in den nächsten Tagen eine neue Note nach Paris abgehen.

Ae gstfeMge Mchmmz. Beschlüsse der Gewer^chaften.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 3. Februar.

Der Nationalverband deutscher Gewerkschaften erklärte der Reichsregierung seine volle Zustim- mung zu der Ablehnung der unerhörten; Forderungen der Entente. Gleichzeitig fordert der N. D. G. angesichts der Not der Stände ein geschlossenes deutsches Volk und einen ehrlichen Burgfrieden zwischen allen Stän­den und Parteien. Der christlich-nationale Gewerkschaftsbund nahm in einer Bertrcterkon- fercnz eine Entschließung an, in der er dem Nein" der Regierung zustimmt. Alle Parteien, Berufsverbünde und sonstige für die deutsche Zu­kunft mitverantwortliche Organisationen werden «ufgefordert, die Regierung in ihrer Abwehr nachdrücklich zu unterftüfeen und diese höchste Schicksalsfrage der Natton über alle inneren Fragen zu stellen ohne Rücksicht auf Wahl und andere kleine Tagesbedürfniffe.

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Die Haltung der Sozialifterr.

Berlin, 3 Februar. (Privattelegramm.) DerVorwärts" schreibt: Es war richtiger eine Erklärung abzugeben als eine lange Siebe zu halten. Hoffentlich versteht aber das Ausland auch ans den Roden der äußersten Linken, daß kein Mensch m Deutschland das Programm der Wiedergutmachung als annehmbar oder ausführbar betrachtet. Urtier die Skandal­szenen, die sich im Reichstag gestern ereignete.t, sagt derVorwärts":Und nun waren auch alle Radaumacher der äußersten Linken losge- lassen. Wir empfinden es mit Schande, Daß das, was in jenem Winkel herumsitzt, sich als Arbeiterverireiier awsgibt. Wir rücken aus die­sem Grunde weit von ihnen ab

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Zn Hamburg und Bremen.

Kinder onfs Land.

Amtliche Unterstützung der FürssrgetStigrekt. Die ergreifend«« Berichte über die Rot armer Grotzstadttinder haben UNS gezeigt, wo Hilf, dringend nölig ist. Au« dknr Ministerium für VorkSwohifahr« wird jetzt geschrieben. Der Preußische Minister für Volkswohlsahrt hat, wie im Vorjahre, in Gemeinschaft mit dem Minister für Wissenschaft, Kunst und V-olksbil- dung und dem Landwirischaftsminister soeben einen Runderlaß ergehen lassen, der sich mit der auch in diesem Jahre durch bau VereinLand­aufenthalt Für Stadtkinder" durchzusührenden Unterbringung von erholungsbedürstigeil, un- terernäjjrten Kindern der Großstädte und Jn- dtrftievezirke in ländlichen Familien befaßt. Mit Datilbarteit gegenüber allen, die zum Gelingen der Arbeit im Vorjahre opferfreudigen Herzens beigerragen haben, wird in dem Erlaß zunächst fest-gestellt, daß die Ergehniffe des Vorjahres wieder günstiger geworden sind. Es heißt bann in dem Erlaß:Der Gedanke der Weiterfiihrung oieses großzügigen Fürsorgeunternehmens darf, wie auch das Reichsgesundheitsamt wiederholt betont hat, nicht wieder fallen gelassen werden. Die Folgen der mehrjährigen Unterernäh­rung sind noch nicht überwunden, im Gegen­teil treten sie jetzt immer noch mehr in die Er­scheinung, sodaß trotz der in mancher Beziehung festzustellenven Besserung in der allgemeinen Volts ernäihrung die Voraussetzungen für das Hilfswerk unvermindert sortbesicben. Da trotz der so überaus dankenswerten, die Jnlands-rr- beit in wertvollster Weise ergänzenden Hilfe der am Kriege nicht beteiligt gewesenen RachbarlL.u- der alljährlich noch eine große Zahl unterer* nährt er Kinder irwversorgt Weiden muß, wird im kommenden Jahre die Werbetätigkeit auf beim Lande wiederum mit besonder em Nachdruck in Angriff genommen werden müssen, und wir geben der Hoffnung Ausdruck, daß die für wich, iige Nahrungsmittel aufgehoben« Zwangswirt­schaft und die beginnende Festigung der inner- politischen Lage dazu beitragen wird, daß

der RufKinder in Not", der gerade während der Veranstaltung der Bolkssamnflung für das notleidende Kind so be­sonders eindringlich an unser Ohr klingt, nicht ungehört verhallen wird Es wird sodann von allen Nachgeordneten Behörden die nach­drücklichste Unterstützung der Besttebungen des VereinsLandaufenthalt für Stadtkinder* zur Pflicht gemacht. Dem Erlaß sind die nach den Vorschlägen des Vereins auf Gtatnb der vor-

H a m b u r g, 3. Februar. (Privattelegramm.) Die Hamburger Kaufmannschaft hat an der gestrigen Börse eine einmütige scharfe Kundgebung gegen die Pariser Bedingungen av- gegcben. Um zwei Uhr erscksicn der Präsident der Handelskammer an der Börse und richtete eine Ansprache an die Kaufmannschaft. Wir sind eher bereit, neues Elend auf uns zu nehmen, als die kommende Generation aus feiger Angst zu verkaufen. Weiter fand auch noch in Bre­men eine Kundgebung statt für die glatte Ab- lehmmg der Pariser Vorschläge.

Sie Meres Konferenzen. Dor der Zusammenkunft in London.

(Eigene Drahtmeldung.)

Paris, 3. Februar.

Wie der Malin erfährt, wird der Zusammen­kunft mit den Deutschen in London eine neue Besprechung der alliierten Staatsmänner in Lon­don varausgehen. Im ftanzöfischen Kammer - ausschuß wurde am Dienstag das Ergebnis der. Pariser Konferenz kurz von mehreren Redneste gestreift, ohne daß ein Regierungsvertreter ei wesend war. Es erhoben sich keine Ei Wendungen gegen die Beschlüsse. auch nicht

iährigeri Erfahrungen auSyearbeiteten Richtli­nien für die Durchführung des Unternehmens beigefugt, ans denen als besonders bemerkens­wert hervoraehoben wird, daß eine and erwecke Verteilung von Kreisen. Die im Verjähre man­gels ausreichender Bearbeitung garnicht dber nur höchst unzureichend belegt worden sind, durch $en Verein als Landeszentrale an geordnet wird. Der Preußische Staatsminister für DoWernichrung hat gleichzeitig neue Bestim- munaen Wer die Ernährung der durch die Or­ganisation auf dem Lande unterz-Ubrinzendea Stadtkinder heransgegeben. Das bisherige Stadtlinder-Ausweisiverfahren wird aufgeho­ben. Die um Landaufenthalt zu entsendenden Kinder ' ' en künftig nach den für Verreisende gelten^ Lesti'mnunaen behandelt werden. Den

Kind jiro wie bisher, soweit sie bei Selbst- berflc nntergebracht werden, die Selbstver-

sorge .'N zugebilligt und bei Unterbringung

in, 8 darf der zuständige Oberpräsitdent

Kindern die Selbstversorger- r niv t Antrag zuibMgen. Es darf der K, . d isdruck gegeben werden, daß wie- Ddfetn £ reife sich der Förderung der Bestre­ike . - Vereins »Landaufenthalt für Stavt-

ü lr*1 E'- für die Gesundung unserer Jugend i r *CJ v cheidend sind, in stärkstem Maße Jrienl^ gen fein lassen.

von den Sozialisten. Einer Havasmeldung von gestern zufolge laute die Einladung an die Deutsck-en zur Koltferenz nach London ledigüch dahin, dost die deuffchen Bevollmächtigten in London von den Arbeiten der Pariser Bespre­chungen. die vom 24. bis 29. Januar gedauert haben, Kenntnis nehmen sollen. Damit wird durch Havas mrsdrücklich der deutsche Irr­tum richtig gestellt, als oh in London mit den Deutschen nochmals verhandelt werden soll.

»

EinSachverstandigen^-Bericht.

Paris, 3 Februar. (Eigene Drahtmeldung.) Der Bericht der alliierten .Sachverständigen" auf der Brüsseler Konft enz soll in einem starken Bande erscheinen. Die Äichberständi- gen kommen nach genauer Prüfung zu der Fol- genmg, daß die Finanzlage Teutschlauvs sehr rasch verbessert und die wirtschastlick-e Lage behoben werden könne, sobald die außerordent­lichen Ausgaben für Unterstützungen wegsallen. Diese Ausgaben müßten so rasch verschwinden, wie dies ohne'Erre-gung von Unruhen möglich sei.

Vismarcks BrhmenmgetL

Aus dem dritten Baud.

Der Berliner Korrefpondent des Meuw« Rokierdomsche Courant veröffentlichte dieser Tage das erste Kapitel aus dem dritten Bande von Bismarcks Gedanken und Erin- nerunaen. Es trägt die Ueberschrist .Fried­rich Wilhelms und behandelt die c^-en Be­rührungen und Auseinandersetzungen, welche der alte Kanzler ht der Zeit des schweren Lei­dens des Kaisers Friedrich, also $urs, vor dem Regierungsantritt Wilhelms II. mit ibm hatte. Weiter soll noch verössenflichr werden das achte Kapitel: .Meine Entlassung", und das zehnte Kapitel: .Kaiser Wilhelm II." Bismarck schreibt im Anfano des ersten Kapitels: Unter dem alten Kaiser habe ich lange Zeit mein möglichstes ge­tan, um eine arünblichc Vorbereitung seines Enkels für feine hohe Bestimmung zu er­wirken. Vor allem hielt ich es für notwendig, daß der Thronerbe dem beschränften Kreise des Dienstes in einem Potsdamer Regiment entla­ßen werde und in Berührung käme mit anderen