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Hilferufe aus dem besetzten Gebiet

iionalverbau

cher Offiziere,

was er gesehen habe, welche große Zahl Mrgq

dent Dr. Kopf gab diesem Gefühle Ausdruck, in- denr er seine Rede mit den Worten schloß, daß der badische Landtag jeden Versuch der Unter­grabung der deutschen Einheit mit Entrüstung zurückweisen und alles zur Erneuerung unseres Volkslebens tun werde. In allen Kirchen sämtlicher Bckenntniffe fanden gestern Fest­gottesdienste statt. In der Aula der t e ch- nischen Hochschule hielt die Akadrmiker- schaft ihre Feier ab. Abends fand eine Feier des badichen Staatsministeriums statt, in der Präsident Trunk die Festrede hielt. Der von der Studentenschaft beabsichtigte Fackelzug tourde von der Behörde verboten.

Treu-Bekenntnis in Baden.

Karlsruhe, 19. Januar. (Privattelegiramrn.) Die Dienstchr-Sitzung des badischen Land­tages gestaltete sich zu einem einmütigen B e - kcnntnis zum ReichSgedanken. Präsi-

Die Dentfch-Oefterreicher.

Wien, 19. Januar. (Eigene Drahtmeldung.) Im Festsaale der Wiener Universität versam­melte sich gestern die Studentenschaft Wiens, um den 50. Jahrestag der Gründung des deutschen Reiches festlich zu begehen. An ihr nahmen außer dem Rektor und dem Profefforen- kollegium noch eine Reihe namhafter Persönlich­keiten teil. Es gelangte eine Entschließung zur Annahme, welche die Regierung auffordert» so­fort Maßnahmen zur Bereinigung mit dem deutschen Mutterlande zu treffen und unabhängig von den Verhandlungen zwi- schcn Wien und Berlin die Volksabstimmung über den Anschlß durchzuführen.

und der Regierung ist gesichert. In den beiden letzten Tagen haben die Grotzorganisationen der Eisenbahnbeamten und -Arbeiter z« den letzten Angeboten der Regierung Stellung genommen. Obwohl sich in einzelnen Verbänden Widerspruch gegen die Zugeständnisse der Regie­rung bemerkbar machte, haben dir Organisatio­nen doch die Annahme der Teuerungs- zu sch läge durchzusctzcn vermocht. Ter erwei­terte Nerbandsoorstand des Deutschen Eiseubah- nerverbandes hat das Abkommen mit einer Znus- drittel-Mehrheit angenommen. Die R e i ch s g c - werkschaft deutscher Eiscnbahnbeamter und -Anwärter hat nach langer Besprechung sich eben­falls für die Annahnie der Vorschläge erksä-ck. Ebenso hat die Gewerkschaft deutscher Eisenbahner beschlossen, das Abkommen mit der Regierung gutzuheißen; mir die Entscheidrmg deS Allgemeinen deutschen Eiscnbabncrverbandrs steht noch ans, doch dürste seine Entschließrmq, wie angedeutet wird, sich Keichfallz den BcscUüs- fen der onh> v-'ftntltatir-tBx anpassen.

Gedikte hervorgerufen habe. Die drückende Wohnungsnot uiid die Notwendigkeit einer erheblichen Steigerung des Wohnungsbaues tn den besetzten Gebieten wurde lebhaft erörtert.

Das drückende Wohnungselend.

Koblenz, 19. Januar. (Eigene Dnchimel- dung.) In der Aussprache im parlamentarischen Beirat wurde zum Ausdruck gebracht, daß gegen­über den ungeheuren Löhnen und dem durch die Forderungen der Besatzungsarmee verursachten Wohnungselend in den Städten und Gc- nieinden des besetzten Gebietes das Menschen- möglickfe durch das Reich geleitet werden müsse. Es wurde hierbei ausgesvrochen daß die Be­sitzer der mit Einauartirrung belegten Woh­nungen vielfach nicht mehr wagten, ihre Beschwerden zu äußern, da sie glaubten, sich der Gefahr einer Verurteilung wegen Verleumdung der Familienangehörigen der Mitglieder der Bc- satznngstruppe auszufetzen. Der parlamentarische Beirat soll nach den Wahlen zum Preußischen Landtag wieder zusammcntrrten.

Im Verband vaterländischer Verein»

Zu einer drutschnotionalen Kundgebung ge­staltete sich gestern die Feier der Wiederfthr des Tages der Noichsgründung im großen Festsaale der Stadthalle. Wohl selten durchtobte ein sol­cher Beifall, ein so unvergleichlicher Jubel das Haus, als der Festredner, der Hauptschriftsteller Karl Grube aus Wien, sprach. Schon als die unverkennbare Gestalt Grubes auf der Tri­büne erschien, jubelte man ihm zu. Karl Grube betonte, daß er sich freue, einen so überfüllten Saal vor sich zu sehen, das bezeuge ihm wieder einmal, daß Kassel die Hochburg deutschvöMscher Treue sei. Bald werde er wieder nach Wien zu- rückfcchven. dann würde er ihnen dort erzählen,

Aebergriffe der fremden Truppen.

Koblenz, 19. Januar. (Ptivattelegramm.) In den Verhandlungen des parlamentarischen Bei­rats nahmen die Klagen vieler Beiräte über Uebergriffe und die Lasten der Besat­zung einen sehr breiten Raum ein. Es fei nicht besser im b-setzten Gebiet geworden, son­dern die Verhältnisse hätten sich verschlechtert. Es wurden schwerwiegende Fälle vorgebracht. Der Reichsrommiflar sagte Vorstr llimg bei der Rheinlandkonmnsston zu, sobald ihm die not- wendigen Unterlagen zugegangen feien. In den wetteren Verhandlungen wurde die Verordnung 64 der Rheinlandkommifsion. betreffend Be­standsaufnahme der Hilfsmittel für militürische Zwecke, bejdrochen, die eine nicht geringe Er- regung in der gesamten Bevöüerimg der besetzten

AW dem befetten Gebiet.

Tagung des parlamentarische« Beirats. (Privat-Telegramm.)

Koblenz, 19. Januar.

In Anwesenheit von Vretretern der verschie­denen Reichsministerien und der Landesregie­rung tagte gestern der parlamentarische Beirat für Vas besetzte Gebiet beim Reichskommiffar. Nach einleitenden Worten des Staatssekretärs im Reichsministerium des In. nern, Exzellenz Lewald, der auch der Bedeutung des 18. Januar für das Deutsche Reich gedachte und die neuen Mitglieder begrüßte, erstattete der Reichskommiffar für das besetzte Gebiet, von Starck, den Bericht über die Tätigkeit des Reichs- kommiffars im vergangenen Friedens­jahr und über die heutige Lage in den be­setzten Gebieten. In der folgenden Erörterung wurde zunächst die Notwendigkeit einer baldigen Fertigstellung beS Personenschäden-Ge­setzes verhandelt. Der Gesetzentwurf soll mit allen Mitteln gefördert werden.

Berlin, 19. Januar. (Privat-Telegramm) In Berlin winde an verschiedenen Stellen der Gedenttag gefeiert. Bon Fahnen zur Erin­nerung an die Bedeutung des 18. Januar war wenig zu sehen. Die Friedrich-Wilhelm- Universität beging die Erinnerungsseier unter starkem Andrange der Studentenschaft. Di- rettor Proseffor Dr. Seckel totes in kurzer, ein drncksvolle Rede darauf hin, daß die Liebe zum Vaterland am besten dadurch zum Ausdruck gebracht werde, daß man an der Zu­kunft des Reiches nicht verzweifle. Er er­mahnte die Studenten zu neuem Mut und zu neuem Ausharren im Wiederaufbau des niedergebrock-enen Reiches. Deutschland müsse wieder eintreten in die Reihe der führenden Staaten. In der Handelshochschule hielt Professor Wegener die Festtedr. Der Präsi­dent der Handelskammer, Franz von Mendels­sohn, übergab die Ehrentafel für die im Welt­krieg gefallenen Handelshochschüler.

Starke Anschluß-Bewegung.

Wien, 19. Januar. (Eigene Drcchtmeldung.) Die Wiener Presse stellt aus Anlaß des 50. Jah­restages der Rcichsgründung fest, wie stark und intensiv gerade in der letzten Zeit die An­schlußbewegung tn Oesterreich an Deutsch­land geworden ist und erklärt namentlich, daß der Zusammenbruch, wenn er auch eine Epoche deutscher Glanzzeit gewaltsam geschloffen habe, doch einen freien und frohen Ausblick gewähre, besonders in einer hoffentlich nicht all­zufernen Zukunft brüderlicher Vereinigung.

Die Offiziere «nd Soldaten.

Potsdam. 19. Januar. (Privattelegramm.) In der Earnisonkirche fand gestern eine Gedenk­feier an die ReichsgrünDuna statt, die der Ra­

in Gemeinschaft mit der Ortsgruppe des Ver­bandes national gesinnter Soldaten des deut­schen Ofsiziersbundes und des Reichskriegerver­bandes, veranstaltete. Der Feier wohnten ver­schiedene Prinzen und Prinzessinnen bei. Ueb-r dem Altar war die schlichte Feldaltardecke ausge­breitet. die vor fünfzig Iahten bei der kirch­lichen Feier der Kaiserrrönung in Versailles den Altar im dortigen Spicqfl-saal zierte.

Sein VerlehrMreik.

Die Teueruugszuschläge ftttb angenommen.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 19. Januar.

Das Abkommen zwischen den Eisenbahnern

nur eine einzige Flinte nicht in ihrer Hand ist, während ihre eigenen versteckten Waffenlaz.-r noch heute voll gefüllt sind. Ihren dunklen Plä­nen mag die bayerische Einwohnerwehr höchst unwillkommen sein. Aber sie selbst haben ja die Geister gerufen, von denen sie die Entente und sich selbst nicht mehr befreien können. Sg.

Gedenkfeiern der ReichsgrSndung

Aeberall Festigung des Einheitsgedankens.

Latzeru md das Keich.

Ablehnung franzSsischer Drohungen.

In der Pariser Presse wird täglich betont, daß Frankreich, dos heißt, auch das neue Kabinett Bttand, aus der weiteren Entwaffnung Deutsch­lands bestehen werde. Vor allem komme es jetzt auf die Auflösung der bayerischen Ein­wohnerwehr en an. Der ganze patholo­gische Zustand ton Angst und Furcht, in ber. sich die französische Negierung vor der .deutschen Ge­fahr" bin et «gearbeitet hat, kocmnt in diesen Aeußerungen wieder deutlich zum Ausdruck. Frankreich verlangt die sofortige Auslösung der bayettschen Einwohnerwehren, obwohl Herr Rol­let bei bett letzten Besprechungen mit Herrn von Kahr in Berlin eine derarttge plötzliche Maß­nahme auch nicht im entferntesten angebeutet hatte. Wer schließlich wird keine Suppe so heiß gegessen, wie fie gelocht wird, und die wilden Gerüchte, die anläßlich dieser ganzen Frage wie­der einmal in der Reichschauprstadt kursieren und den Einmarsch der Franzosen ins Ruhrgebiet als unmittelbar bevorstehend bezeichneten, sind jetzt nicht begründet. In Bayern selbst haben die Drohungen Frankreichs am allerwenigsten ge­wirkt. Man hat hort in den letzten Monaten von den Franzosen eine schlechte Meinung be­kommen Die in der französischen Presse aufge­tauchte Nachricht aber, daß Frankreich schließlich nicht das Ruhrgebiet, sondern Bayern, vor allem die Hauptstadt München, zur Strafe für die Nichtbesolgung seines allerhöchsten Befehls be= fetzen werde, hat in München fast Heiterkeit er­regt. Tenn man wußte dort, als diese Drohung in der französischen Presse austavxhtt, längst, daß ähnlich wie feinerzeit bet der Besetzung von Frankfurt a. M. auch der neue Lärm ohne die Zustimmung der übrigen Alliierten los-gelassen worden war.

Unterdessen ist es ja bekannt geworden, daß England und Italien den Schritt Frankreichs kei­neswegs zu decken bereit sind, und daß sie daher die rigorose Forderung einer sofortigen- Auflö­sung der bayerischen Einwohnevwehren ihrerseits nicht vertreten. Inzwischen ist auch Herr Lcy- gues in Paris gestürzt worden und eine radi­kalere Regierung ans Ruder gekommen. Deutsch­land wird von ihr nichts zu fürchten haben; denn eine solche Regierung in Frankreich wird die Kluft, die zwischen ihr und den übrigen alliier­ten Regierungen besteht, nur erweitern und da­mit von vornherein ihre eigene Stellung erschwe­ren. Mit großer Wahrscheinlichkeit würde in diesem Fall, der noch toeit tiefer sein müßte, als der des Kabinetts LetzaneS, Millerand, der gei- stiac Träger des chauvinistischen Gedankens ge­genüber Deutschland, verstrickt werden. Die »frage der Auflösung der bayerischen Einwohnerwehren wird sich also mindestens noch einige Monate verzögern, nachdem auch von englischer Seite in Berlin ein früherer Zkitpunkt alsiuporttm" be­zeichnet worden ist. Man kann heute schon sagen, daß die ganze Frage nach eine Reihe von Ver­handlungen der Reichsrcgierung mit der Entente notwendig machen wird, deren Hauptzweck es ist, auf ein Kompromiß lnnzu- arbeiten. Dem: trotz alles guten Willens, der in Bayern besteht, dem Reiche keine unnötigen Schwierigkeiten zu bereiten, denkt man dort -ficht daran, sich einen Schutz und eine Waffe aus der Hand nehmen zu lassen, deren unbedingte Rot- toendigkeit die Ereigniffe der letzten Jahre schla­gend bewiesen haben.

Die Entente kann, selbst wenn sie nicht bösen Willens ist. nicht wünschen, daß die erheblich ruhiger gewordenen süddeutschen Sina- t e n wiederum durch gewissenlose ftemdländisck- Eleulente in neue Wirren gestürzt werden Man wird schließlich auch in Paris sich bei einigem ' guten Willen nicht der Ansicht verschließen kön­nen, daß die Ruhe und Ordnung, die von

3er 18. Januar.

Weitere Kasseler Gedenkfeiern; Demokratische Partei: SchScking.

Im sehr gut besuchten Saale des Ev. Ver­einshauses gedachte gestern abend die Deut­sche Demokratische Partei der Reichs­gründung vor fünfzig Jahren. Fabrikant Ro­ch o l l betonte in seiner Eröffnungsansprache, daß das Reich bei her Revolution nicht zusam­men brach, sei ein Erfolg der Demokratte, und legte ein Treuegeköbnis ab für die wm die Zu­gehörigkeit und den Anschluß an das Reich kämpfengen Brüder, besonders für die um ihre Existenz ringenden Oberschlester, für die Repu­blik und Demokratie. Nach einem von Archi­tekt Bosch verfaßten und vorgetragenen Pro- loa sprach, mit lebhaftem Beifall empfangen, Professor Dr. Schücking, Mitglied des Reichstags. Die französische Revolutton, so führte er aus, erweckte den nationalen Gedan- (eit; Wo in der Welt ein Volk vorhanden ist, das eine natürliche Einheit darstellt in Sitte, Sprache und Recht, so hat es das Recht, einen nationalem Staat cmfzupichten! In Deutsch­land vereinte fidr dieser Gedanke mit den Gedan­ken von Kant, Fichte, Schiller und Wilhelm v. Humboldt, vom Freiherrn vom Stein, und von Blücher, her erst Deutscher war und dann Preuße. Schillers Beitrag für die deutsche Ein­heit. so betonte der Redner, darf niemals unter- schätzt werden. So tarn der Redner über 1843 zu der Reichsgründung

durch Bismarcks Geulalität und den Ursachen des Zusammenbruchs deS Kaisertums, um schließlich festzustellen, daß der 18. Januar gefeiert werden muß. Sind wir auch durch den Friedensve-rtrag von Versailles ver­kleinert, so hat ihn doch die Reichs Organisa­tion überlebt: Das Reich besteht. Das Große, daß wir unsere Not, unfer Elend gemeinsam tragen als deutsche Brüder, läßt uns hoffen, es leichter zu überwinden. Den Schatz, dm wir an gemeinsamer Sprache, Kultur, Dichtung, Kün­sten und hiftorifchen Erinnerungen haben, wollen wir sesthalten für unsere Kinder und Kindeskinder. Wohltuend berührt es, daß uns die Neutralen noch immer als das große Volk achten, von dessen Wiederaufstieg sie über­zeugt sind. Wir aber bedürfm vor allem der Selbstachtung bei allen Demütigungen- In der stolzen Erinnerung an unsere Vergan­genheit gilt es, den Aufbau in neuer Form vj vollziehen, die dem deutschen Geist wieder zu seinem Ausdruck verhilft nnd uns nicht durch eine dynastische Politik hemmen zu lassen. Leb­haftes Bravo erweckte die Forderung des Stre­bens danach, daß unsere deutschen Brüder in Oesterreich in das neue deutsche Reich ausge­nommen werden, damit dieses so toeit reicht, wie Ernst Moritz Arndt gesungen hat:

Soweit die deutsche Zunge klingt

- Und Gott im Himmel Lieder singt!

Rauschender Beifall dankte dem Redner. In einer einstimmig angenommenen Entschlie­ßung gedenkt die Deutsche Demokratische Par­tei der Gründung des Reiches und der 50 Jahre seiner Geschichte mit dem Gelöbnis unverbrüch­licher vaterländischer Treue. Sie ist der festen Uebcrzengung, daß das Werk Bismarcks, die Einheit der deutschen Stämme, allen inneren und äußeren Gefahren Trotz bietet und wird durch ihre Politik daran arbeiten, daß über die Kämpfe der Klaffm und die Gegensätze der Parteim hinweg die Reichseinheit ver­ankert wird in einer von demokratischer Freiheit und sozialer Gerechtigkeit getragenen Volks- aemeinschaft. Nur auf dieser Grundlage iss die Erhaltung der nationalen Errungenschaften der Vergangenheit und der Wiederaufrichttmg zerbrochener Macht möglich. Stehend fang die Versammlung dann das von dem alten Demo­kraten Hoffmann von Fallersleben dem deutschen Volke als Nationaleigentum gegebene Lied .Deutschland über alles" mit besonderer Beto­nung der dritten Strophe. Damit verklang die nach den Worten ihres Leiters ruhige und der schweren Zeit würdige Gedenkversammlung. H.

Bayern ausgeht, aus das gesamte deutsche Reich nicht ohne Rückwirkung geblieben ist; nnd dcß sie in erster Linie mit dazu beigettagen hat, die von der Entente verlangte Erfüllung des Versailler Friedensvertrages möglich zu machen. Es ist kaum anzunehmen, daß wegen dieser Frage, die vor allen Dingen auch von italieni­scher Seite, das doch schließlich mehr ju fürchten hätte, als diegrcmde Nation", durchaus wohl­wollend^ behandelt wird. ehte3 Tages ein ernst­hafter Konflikt Mischen Deutschland und der Entente ausbricht. .Jedenfalls ist es nur eine böswillige Erfindung, toenn von Gegnern der Einwohnerwehr in Deutschland behängtet wird, daß die Entente aus der Nichtauflösung der bayerischen Einwohnerwehren den Grund für eine Besetzung des Ruhrgebiets berleitcn würde. An amtlicher Berliner Stelle liegen auch nicht die geringsten Anzeichen dafür vor, die eine der- artige Kombination als begründet erscheinen lie­ßen. Die Ruhraebietssrage bat mit der Frage der bayerischen Einwohnerwehren nichts zu tun. Es war nichts weiter als eine unserer altbekann­ten politischen Dummheiten, daß die Fragen ge­rade von deutscher Seite mit einander veranickt wurden. Es gibt in Deutschland noch eine Reihe Von Leuten, die ein Riefengeschrei erheben, wenn

Meier Neueste Nachrichte

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 16

Donnerstag, 20. Januar 1921

11. Jahrgang

Fernsprecher 951 und 952.

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