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* Dienstag, 18. Januar INI.

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1L Jahrgang. Nr. 11

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* Oberzwchren, 17. Januar. (Obstbaulchr- gänge.) Auch in diesem Frühjahr werden an

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iede angestrengte geMge Tätigkeit vribei Möglichkeit zu vermeiden.

Tagesportion in drei verschiedene MahLreiten ein und Läßt fte nur in regelmäßigen Abständen essen, dann sind sie viel lebendiger, tätiger und gesünder.

Aus diesem Verfiel sieht man schon, daß wir Kulturmenschen mit der einfachen Stillung des HungergeftllM nicht weit Lornmrri würden. Es bedarf daher einer sinnvollen Regelung der Ta-

Mark für den

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Januar SiüSe

Ein Kinderspiel ist für den Chirurgen die Gntfernnng von Warzen, von den häßlichen roten Jeuermälern und den piamen- Herten Mülern von brauner Farbe; solche Ent- ftellimgen werden schmerzlos durch einfache Qpe- «rÜorren, evtl, durch Plastik mit neuer Haut, entfernt. Haare an unrichtiger Stelle Hoffen sich leicht auf elektrolytischem Wege beseitigen. Neuerdings hat man ausgelassenes Menschenfett, hrte eS D. durch die Entfernung von Fettge- schwWsten gewonnen wird, zur Ausfüllung von Tücken verwendet. Ich selbst/ sagt Bockenhei- mer, .benutzte dies alsHnmanol* bezeichnete Fett zur Ausfüllung ftarf eingefallener Ober» schlüffelbeingruben, der sog. SalzsSsser, die einer iungen, eleganten Dame, die sich wogen dieser Entstellung nie dekolletiert zeigte, mit bestem Er- folg. Alle plastischen und kosmetischen Opera- rionen sind natürlich nur erfolgreich, wenn der Chirurg die Asepsis und die Technik glänzend beherrscht, über eine besondere Begabuno verfügt itnb mit der größten Sorgfalt und Ausdauer die Nachbehandlung leitet. Dann bleibt aber

Antwort aus den Vorschlag Otto Rehne!

Ihr Vorschlag im Eingesandt vom 9. Fmuar zwecks Abhilfe für die Wohnungsnot wird wohl nicht viel Anhänger finden. Hoffentlich auch keine vom Magistrat und Stadtverordnetcnko^e- flium. Ich glaube, daß Sie Ihren Vorichmg selbst nicht für ernst nehmen. Sie schlagen vor: Massenherstellung im Typenbau von Drci-Z'.m- merwohnhäusern. Ist Ihr Kostenanschlag für ein Drei-Zimmerwohnhaus in Massenherstellung nicht ,u hoch und wer will Ihnen oder der S adt die erforderlichen 150 Millionen Mark leihen, welch« zu 2000 solcher Häuser nötig sind? Dann sollen die Zinsen von diesen 150 Millionen Mark durch eine Mprozentige Mietsstcuer von der All­gemeinheit aufgebracht werden. Recht gM ge­dacht von Ihnen, Herr Rohne? Für eine Woh­nung, die 500 Mark kostet, da soll der Mieter dann 700 Mark bezahlen, garnich' zu verachten. Die 5>ansbcsitzer wollen mehr Miete für ihre Wohnungen haben, das Reich bezw. der Staat kommt mit einer Wohnungssteuer, und da den­ken Sie, Ihr Vorschlag wäre sehr gut annehm­bar. Womit gedenken Sie denn die 40 Vrozent Mietssteuer zu bezahlen, wenn Sie ein Einkom­men von 800 Mark monatlich, viele meiner Kol­legen haben noch weniger Verdienst, wenn die Familie nicht noch mehr als bisher darben soll? Sie müssen doch selbst zugeben, daß Ihr Pro­blem unter diesen Umständen nicht verwirklicht werden kann, denn dieser Verdienst reicht nicht so weit, nm die nötigen Bedarfsartikel in der Familie beschaffen zu können, oder stehen die Bo» amten, Gemeinde- und Staatsarbeiter io glän­zend im Gehalt? Es könnte sein, daß Sie ein viel größeres Einkommen haben. Aber einen anderen Vorschlag will ich machen. Alle Woh-

Berltn BreS'an Magdeburg Dresden retpitfl (V-emnth Zwickau dannover samdnrg Altona Dortmund SIber'eld Ellen Soin

unberechtigte Verfüttern von Brotgetreide zu unterlassen und insoesondern Die bereits gedro­schenen Vorräte sofort zu liefern, da sonst Zwangsmaßnahmen zu erwarten seien. Dem Wucher und der Hamsterei mit Brotgetreide und Mehl soll energisch zu Selbe gegangen werdl.t. Die Gendarmen des Kreises haben strengste Wei­sung, den Schleichhandel in feder Weise und ver- sthärstem Maße zu bekämpfen. Mann kann dem Landrat nur Dank wissen für diese Anordnul- gen Hoffentlich haben sie Erfolg.

bei Karl Siogismund in Berlin erscheinen Buch .Die neue Chirurgie-. In dem Kapitel überplastische Operationen" kommt er auch auf ein Gebiet zu sprechen, das zwar gewiß nicht zu den wichtigsten Teilen der Chirurgie gehört, aber doch unser besonderes Interesse in Anspruch nimmt; auf die kosmetische Chirurgie, lieber die Berechtigung dieser neuen Wissenschaft sagt der Gelehrte:In wissenschaftlichen Kreisen ist viel darüber gestritten worden, ob ein Chirurg solch« kosmetischen Operationen überhaupt aus- füfyrcn soll. Ich selbst war anfangs ein Geg­ner solcher mir durchaus unnötig scheinender Operationen, bin aber jetzt zu einem anderen Standpunkte gekommen. Viele Menschen leiden unter der Entstellung, wie sie z. B. stark hökerige Rasen oder Sattelnasen abgeben, nicht nur sehr, zumal sie dem dauerndett Spott ihrer Mitmen­schen preisac geben sind, sondern sie stnd »ft in ihrem Berufe oder auf ihrem Lebenswege ge­stört. Ich erwähne nur, daß junge, selbst noch so hübsche Mädchen oder Männer mit zu gro­ßen oder zu kleinen Rasen nie für den Sckau- svielerberuf oder für das Filmen geeignet sind. Auch für heiratsfähige Leute beiderlei Ge­schlechts bildet die Entstellung oft ein Hindernis. Dadurch geraten die Träger derselben oft in eine hochgradige Psychische Depression, die zu Selbst­mordgedanken führen kann. Hat man da nicht das Recht, mit Hilfe unserer plastischen Opera­tionen solche Menschen zu verschönern? Mei­nes Erachtens ist es soaar eine Pflicht, denn der häßliche Anblick ist unästhettschZ

Bon den kosmetischen Eingriffen, die heute durch die Chirurgie ausgeführt werden, steht die Nasenverschönerung in erster Linie. Wirkt doch eine unschöne Form der Nase beson­ders entstellend. Während früher Nasenhöcker und Sattelnasen nur von außen operiert wur­den und dadurch sichtbare Narben im Gesicht entstanden, wird heute alles von innen her ope­riert. sodaß äußerlich keine Narben sichtbar blei­ben. So kann man krumme Nasen gerade ma­chen, stark höckriqe gradlinig: durch Einvflan- zuna von Knorbeln und Knochen vom Nafenin- nem aus wird auS der Sattelnase eine ästhetisch einwandfreie Form des Riechorgans. Von den ParafstninseMonen, die man früher Mr Hei­lung eingefallener Rasen sowie zum AuSaleich von Runzeln und GesichtSsalttn anwandte, ist man jetzt ganz abgekommen, da das Paraffin nach einiger Zeit schrumpft und die Entstellung bann nur noch größer wird. Durch eine einfache Operation wird auch dos Ab stehen der Ohren beseittgt. Man schneidet an der Hinte­ren Sette der OhreS ein Teil aus dem Ohrknor­pel heraus und näht das Ohr en den Kopf an. Ebenso ist das Verkleinern zu großer Ohren durch das Ausschneiden von Keilen mit nach- sorgender Naht leicht zu erreichen. Hautanhänae, häßliche Narben, Runzeln, Doppelkinn und Bal­ten im Gesicht werden durch elipttsche Aus­schnitte der Halft und folgende Naht mit Erfoka fortgebracht: ihr Wirderauftreten IW sich durch geeignete Pflege, besonders durch Gesichtsmas­sage, verändern.

der hiesigen staattichen Obstbauanstalt Lehr­gänge eingerichtet, und zwar für KriegSbe- schäd igte und Gartenbesitzer. Auch findet wieder ein Kursus für Baumwärter statt Die ersteren Kurse dauern etwa je eine Woche, der Kursus für Baumwärler im Früh­jahr sechs Wochen und im Herbst je zwei Wo­chen. Leiter der Kurse ist der jetzige Leiter der hiesigen Obstbauanstalt Wanderlehrer Adolf Deckel. Baumpfleger, die sich fbä'er für den öffentlichen Dienst bei einer Gemeinde, Genos­senschaft usw. verpflichten, können durch die Landwirtschaftskammer Kassel Beihilfen zu ihrer Ausbildungszeit erhalten.

* Hoof, 17. Januar. (Bei der Arbeit verun- glückt.s Der Waldarbeiter Friedrich Schmidt verunglückte bei der Arbeit im Walde und mußte dem Krankenhaus Rotes Kreuz zuyesührt werden.

* Hoof, 17. Januar. (Atta Troff.) Einem durchziehenden Bärenführer entliefen nachtz in Ehlen zwei Bären, von denen der eine bald wieder eingefangen, der andere aber die goldene Freiheit ausnutzte und sich int nahen Walde nenmrtreibt. Ob er sich dessen lange Zeit er­freuen wiro, bleibt gewiß zweifelhaft, da die Verfolgung von verschiedener Seite -ms unttt- nommen.wurde

* Treysa, 17. Januar. (Hauptnersammlu tg des Kriegervereins.) In der dieswöcheuttichen Generalversammlung de? Kriege-- und L.md - Wehrvereins erstattete erst der Vorsitzende Re- glerntvgslandmesser John den Jahresbericht. Unter Mitwirkung der städtischen Bevölknung urtb deS Kriegerbundes konnten an Kriegerwit- wcn 2700 M verteilt werden. Durch regen Zu­tritt netter Mitglieder ist die Zahl derselben aus zweihundert anaewachsen. In den Vorstand wurden wieder, bezw. neugewählt RegierumzS- landmesser Iobn und Volizeiw.rchtmeister Bech- t-r lVorsitzende) Gerichtswachtmeister Teickmtami und KommtssionSzeichner Reitz lSchriftführer) Kantor Asteroth und Klempner Dreißigacker (9afiterer). Aus der Versammlung wurde der Antrag gestellt, Schritte zu unternehmen, um die im Welttrieae gefallene« Söhne unserer Stadt würdig zu ehren. Das Eraebnis der sich anschließenden länger-n Aussprache war «er Auftrag, daß sich der Vorstand mit der städtischen Behörde in Verbindung letzen solle, um durch ge­meinsame Schritte die Angelegenheit einer be- frirdiaenden Lösung entgegenzuführen.

* Rotenburg, 17. Januar, lNeuer Obstbau, verein.) Vor kurzem hat sich hier ein Obstba"- berein gebildet, dem bereits eine größere Anzahl Obstzüchter aus Rotenburg und Umgegend bei« getreten ist. Der neue Verein hat sich dem Otzst- banverein für den Reg-Bezirk Kassel als Mit­glied angeschlossen.

* Usseln, 17. Januar, lErfolgreiche Kirchen, smnmlung.) In unserm Kirchspiel (2200 Ei t- wobnerZ sind im letzten Jahre gelegentlich d-r Kirchenfammlungen rund achtzehntausend Mark m''ammengekommen Das eraibt nahezu zeht Mar» auf den Kopf der Bevölkerung, wodurch dem Opfersinn ein gute? Zeugnis ausgestellt wird

* Zwesten, 17. Januar. (Zum Hauvtlehrer ernannt.) Lehrer Weiler von der hiesigen Schule wurde von der Kasseler Regierung zum Hauptlehrer ernannt.

* Hersfeld, 15. Januar. (Mit Lysol vergiftet.) Das Dienstmädchen D. auS Kalkobes, daS bei einet Herrschaft in HerSfeld in Dienst steht, un- terhielt ein Verhältnis, mit dem ihre Angehöri­gen nicht einverstanden waren. Aus Kummer darüber nahm das Mädchen Lvsol, um seinem Leben ein Ende zu bereiten. In zwei Briefen hatte es Von seiner Absicht Kenntnis gegeben. Als man das Mädchen auffand, gab eS noch Le­benszeichen von sich. In bedenklichem Zustande wurde die Lebensmüde ins Krankenhaus ge­schafft.

Fulda, 17. Januar (Ein Erpresser festge­nommen.) Einen schweren Jungen, der vor längerer Zeit aus dem Zuchthause in Freienoiez bei Diez (Lahn) mit anderen Kumpanen ent­sprungen, gelang es hier festzunehmen. Er hatte den Bürgermeister in Stöckels durch einen Er- reff erb rief aufgegeben an einem bestimmter Tage einen größeren Geldbetrag postlagtrad Fulda einzufenden, andernfalls fein Anwesen in Schuet und Asche ging. Jener Bries ward der hiesigen Polizei übergeben AIS nun nach der großen Geldsendung am Postsihalter nachzsfragt wurde, erfolgte die Festnahme.

* Neustadt, Kreis Kirchhain. ?7 Januar. (Deutschamerikanische Spende.) Von neunzehn Deursckumrerikanern in Detroit wurden der hiesi­gen Stadt zur Unterstützung armer Kinder 7365 Mark überwiesen. Diese reiche Gabe ehrt die edlen Spender.

** Frankfurter Börsenbericht. Der Sonn- abena bvcrchde einen weiteren Rückgang der frem­den Devisen, wodurch beispielsweise de- Dollar auf 66% stand. Diese Besserung der Mark in den letzten Tagen wird auf mewisse Börienge- fcbäf'e zurückgeführt und infolgedessen ols vor- übcwgebend betrachtet. Die relativ» Iesttgk'tt der mer'kanUchen Papiere ist »in Zeichen für hicf> Annahme In deutschen Werten w-rw tre Laoe schwach, meist rückgänqio, einzelne Montan- papicre hatten steigende Tendenz.

der gewünschte Erfolg auch nicht aus, und der Chirurg hat nicht nur eine segensreich- Tat voll­bracht, sondern er ist auch des Dankes ' Patienten gewiß.'

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Ier Schönheitschirurg.

Kosmetische Operationen.

Die Chirurgie hat in den letzten Jahrzehnten außerordentliche Fortschritte gemacht und sich im Weltkrieg vortrefflich bewähtt. Heber diese Er-

Aus den Nachbar-Gebieten.

* Arolsen, 17. Januar. (Für die Kinderhilfe.) Bei einer Abendunterhaltung veranstaltet von ter nationalen Jugendgruppe, konnten über 900 Mark an die Kinderhilfe abgeführt werden.

* Buhlen, 17. Januar. (Ein neuer Lehrer.) Lehrer Emde der bisher die hiesige LehrerstAe eicstragsweife verwaltete, wurde nach erfolgter Wahl fettens des Ortsschulvorstandes von der walveckifchen Oberschulbehörde endgültig >rn- gestellt.

* Corbach, 17. Januar. (Der Landrat gegen

Börsen« und Marktberichte.

Der Ledermarkt.

Die rückläufige Bewegung am Häute- und F e l l m a r k t beherrscht auch den Markt in Le- der Die Umsätze in Leder aller Art gingen über das Bedarfsgeschäft nicht hinaus. Die Preisgestaltung ist zurzeit undurchsichtig, jeden­falls scheint nad> Lage der Dinge eine Stabili- sierung der Lederpreise so aut wie ausooscki'offm zu fein. Hinzu kommt weiter noch der flaue Ge- fchäftsgana am Schichwarenmartt, sodaß nach alledem die Aussichten keine günstigen sind. Trotzdem aber haben sich die Preise gegenüber den Dezemberpreisen nicht wesentlich verändett. Ans den letzten Lederbörsen notierten bei ffa'rem Geschäftsgang: Sohlleder per Kilogramm: Ja- msar 70105 Mark, Dezember 70120 Mark; Rindbor farbig per Quadratfuß. Januar 2230 Mark, Dezember 2132 Mark: Rmdbor mwarz per Quadratfuß Januar 1821 Mark. Dezem­ber 1823 Mark; Borcalf farbig per Quadrat- fuf. Fauuar 3338 Mark, Derember 3540 Mark: Borcalf schwarz Per Quadmalsutz Januar 2530 Mark, Dezember 2731 Mark.

Frühstück als ein Bureaubeamter. Die, erste Mahlzeit wird meist zu hastig eingenommen, und daraus entspringen manche Verdauungssiörnu- gen. Das-erste Frühstück sollte eine behagliche Mahlzeit sein, wie überhaupt eine gewisse Ruhe nach jedem Essen hygienisch wertvoll ist. Die alte Sitte des Tischgebetes nach dem Essen hatte da­her auch ihre gesundheitlichen Vorzüge, indem sie die Familie noch etwas länger beisammen hielt.

Heutzutage ist das Frühstück meist ein eilfer­tiges Heounierschlingen, und man legt damit eine denkbar schlechte Grundlage für die Ernährung des ganzen Tages. Für den Geschäftsmann, der nachher weiter arbeiten muß. sollte das Mahl in der Mitte des Tages leicht sein und etwa vier­einhalb Stunden nach dem Frühstück genommen werden Frauen, die im Berufsleben stehen, fün- digen auch in dieser Hinsicht am meisten, indem sie sich zum Mittagssen zu wenig Zeit nehm-m. Man sollte aus das Mittagessen.eine volle Stunde rechnen. Der Geistesarbeiter, der nach dem Mit­tagessen seine Tätigkeit wieder aufnehmen muß, wird dadurch in feiner Verdauung gehemmt, denn er braucht das Blut im Gehirn, das er sonst für die Verarbeitung der Speisen verwenden könnte. Der Nachmittags-Kaffee oder -Tee sollte nicht als eine Mahlzeit, sondern nur als eine an­regende Erfrischung betrachtet werden. Für den madeinen Berussmeitschen, der den Tag über ar­beiten muß, soll 1 ie Hauptmahlzeit am Abend liegen, und sie soll eingenommen wer­den, drei Stunden bevor man tu Bett geht. Wenn man sich zu dieser ch-auptmatzlzeit niedersetzt, so soll man alle geschäftlichen Dinge vergessen, und die Unterhaltung darf sich nur mit leichten und angenehmen Dingen beschäftigen. Die Gelehrten sind sich übrigens nicht darüber einig, ob nicht Sprechen beim Essen schädlich ist. Jedenfalls ist

Schweinemästung.

Die Freigabe der Maiseinfuhr bietet zahl­reichen Haushalmngen nunmehr die lange ent­behrte Möglichkeit, mit einem legalen Mastfutter unter gleichZcittger Verwenduna der HauS- haWabsMe Schweine für Hausschlachtungm heranzumästen. Weite Kreise Der nicht landwnt- schastrichen Bevölkerung, auch solche, welche sich früher der Haltung von Schweinen ferngehat- ten hab.-n, erhalten so Gelegenheit, ihren Haus­halt mit Schweinefleisch zu einer Zeit zu versor­gen, wo die im freien Verkehr gehandelten Schweinefleifchb Stände noch von beschränk­tem Umfang sein werden. Insbesondere bietet sich den Werkleitungen der Weg, durch zusam- mensassende Bestelluna von Mais und Abgabe an ihre Arbeiter und Angestellte diesen den Be­zug von Mais und die Haltung von Schweinen für Haushaltungs-Schlachtzwecke zu ermöglichen und damit zur Hebung der Versorgungslage ihrer Arbeiter und Angestellten beizuttagen.

Wann essen wir?

Eine Reih« guter Ratschläge.

Der Primitive Mensch und das freilebende Lier essen, wenn sie Hunger haben Der zivili­siert» Mensch aber ist durch die Lebensbedingun­gen und Äroeitssormcn der böheren Kultur ge- zlvungen, der rückhaltslosen Befriedigung feines Appetits getvisse Schranken auszuerleqen. Aiis- sicmare erzählen uns, daß ihre afrikanischen Schützlinge, wenn unter ihnen täglich eine Menge Reis verteilt wird, die ganje ihnen für den Tag zustehende Ration aus einmal ausessen. Nach­dem fte sich so den Bauch vollgestopft Hatzen, ver­bringen sie dann den Rest des Tages mit Ver­dauen, im tiefen Schbaf oder im dumpfen Hin- tiräumen. Teilt man diesen Naturkindern ihre

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Aus der Heimat.

Die Bodenr^ormer.

Mitzlar, 17. Januar.

Am vergangenen Sonntag fand hier im Frankfurter Hof" die zweite Bodenreform-V:r- fammLung ftatt, welche ans allen Schichten der Bevölkerung gut besucht war. Der Haupt rose - ient, Lehrer Peters- Rockshausen sprach über die Ziele der Bodenrefonn und Die Grundlagen welche sie uns bietet zu einem gefunden Aufvau unseres zerrütteten Volks- und Wirtschaftslebens Der alle politischen Gegensätze einigende Ge­danke der Bodenreform kam sehr gut zur Gel­tung und Mrkung auf die Zuhörer. Der Red­ner erntete reichen Beifall. An der Aussprache beteiligten sich in längeren bochintereffauten Ausführungen die Lehrer Rompf-Sttcdermöllrich und Lehrer Lindemann-Geismar, die ebenfalls guten Anllang fanden. Andere Diskussionsred­ner betonten die sittliche Pflicht jedes Ernstge­sinnten den Bestrebungen der Bodenreform zum Siege zu berMfen uno forderten auf zu ehrli­chem Wollen für unser schwergeprüftes deutsches Vaterland. Reltor Förster aus Frankfurt a. M. überbrachte die Grüße des Verbandes der Klein gatteubau-Vereine. Der Erfolg des TageS bestand in 38 Neuanmeldungen zur Mitglied­schaft im Bund Deutscher Bodenreformer. Die Beweguna zieht immer weitere Kreise und hat längst Mufgckhört eine Kathederweisheit zu fein. Die Bodenreformer sind drum und dran, eine Machk zu werden, mit der die politischen Par­teien werden rechnen müssen. Die Partei, welche die ehrlichste Bodenreform vertritt, Wird di' Masten für sich gewinnen.

Wucherer und Hamsterer.) Ter Landrat des

Eisenbercerkreises Klapp richtet in einem drin-.------. ..

aenden Ausrufe an die Lanbwitte in den 43 Ge- sitzen, bezahlen 40 Proz. Steuer, je mehr Zimmer meinben seines Kreises die Mahnung, sofort Sie über Normal haben, je mehr Prozent bezah- ifc.er Ablieferungspflicht ohne Zögern voll z» len und dtefes Geld, zum Wohnungsbau Der» Genügen, den Ausdrusch zu beschleunigen, das» wenden._______ August Griesel.

n>co-nm J,'KTO-16<>0 96011150 100-1(100 19001650 1 (601 R'O 1-1601 ROO 1(001500 1 00-1500 «loor.co 10,'01'00 1360-16.-0 11001650 10 0-15 '0 1300-170(1 14 0-1700 1100-1400 10001400

600-1200 -gkl-NOO 650-9 0 ,0090''.

1001100 Toi-ro'i 670-900 ßOOUW 6001200 ROO1300 700-1200 6001401 500-1300 635-1300 700110 > H 00-1450 890120) 800-200

rat M wv B^^ n e nem dEnächst Seiten, cm denen wir essen, imd es entsteht rat pchtttpp -yoaetwetmer in einem oemnamu ,naTu^, Krankheit, manche unnötige Hemmung 'ber Arbeitsfähigkeit, weil diese Frag« vielfach vernachlässigt wirb. Ter bekannte Rahrungs- physiolvge Walter G a l l i ch a n gibt daher einige beachtenswerte Ratschläge, wann wir essen sollen. Für bett Geschäftsmann und alle, die nicht im Freien arbeiten, ist die beste Zeit für das Haupt­mahl nach der Tagesaribeit. Ein Ackersmann oder Straßenarbeiter braucht ein kräftigeres

» x<" y 9 w" y / wie die Kasseler Neuesten Nachrichten, die neben einem ausgedehnten Nachrichten-

B 3* 0° dienst aus der Provinz über einen vorzüglich organisierten Depeschendienst

v v" wW verfügen, die außerdem ungemein umfangreiches Unterhaltungsmaterial, her- |

vorragcnd spannende Romane usw. veröffentlichen, sollte in den gegenwärtigen ;

ernsten Zeitläufen für Jedermann ein Bedürfnis sein. Die Kaffelcr Neuesten 99 y 9 w 'CX v ä

. Nochrichten erfreuen sich größter Beliebtheit in Stadt und Land. Man Uli I COK «wUlU LL tX, 1

kann mit jedem Taz Abonnent werden. Ein derartig reichhaltiges Blatt v W