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Meier Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

»U «efitln fltetfi« Ma*rW6tn> etf»«üt«n wächenUlL Irch»mal uns Mar ad«»»«. »er SBonntmtnUprtl« betragt inenatl. 1.00 Mart bet tretet Aasteltrm, tat (aut. Befleflungen werden edetj.-U van der »elchästrstrlle oder den Bote» entgegengenommen, »ruderet, «erleg «n* Rebattten kchtachttzotstrate »/SO. Für unverlangt etngefanbte Beiträge tonn bi« Rebnftton eine Sictantwonung ober Sernähr in keinem Falle übernehmen. Rüdzahlnng de« Bezug»gelbe« »der Ansprüche wegen etwaiger ntcht ordnnngrmädiger Steferung auSgeschloffen.

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Fernsprecher 951 unp 951 H M Donnerstag, 30. DeZeMbSk 1920

10. Jahrgang.

Nummer 302.

Fernsprecher 951 und 951

Entente-Gewalt gegen Deutschland.

Fortdauer der Beamtenlrise.

Weitere Beratungen über die Besoldungsfrage».

Kommt ein Preisabbau?

Die Lage im 3a» und Ausland.

Roch weit dringlicher als dar Verlangen nach Gehalts- und Lohnerhöhungen, das fortdauernde Arbeilskämpfe im Gefolge hat, ertönt der Rus nach dem Ad bau der Preise An dieser Ange­legenheit sind alle Konsumenten, wie auch die Produzenten und Verkäufer. soweit es sich nicht um die vorhandenen Vorräte handelt, interessiert Während nun die Optimisten den kommenden Preissturz Voraussagen, und sich dabei aus die Vorgänge in Amerika wie auf die Weltmnrkt- krisis überhaupt berufen, erinnern die Pessimisten daran, daß diese Hoffnung schon Wied- rholt zu- schänden geworden sei und der Preisabbau sich nur auf bestimmte Gebiete beschränkt habe. Einige rufen nun die Staatsgewalt zu Hilfe, ungeachtet der ungünstigen Erfahrungen, die wir beispiels­weise mit der staaüichen Zuschutzwirtschwst zwecks Senkung der Rahrungsmittelpreife gemacht ha­ben Darüber freilich ist man sich klar, daß der Stvat nicht einfach dekretieren kann: die Preise sollen billiger werden! Denn so viel wirtschaft­liche Einsicht hat sich nachgerade Jeder zugelegt, um zu erkennen, daß die Preisgestaltung zumindest von drei Faktoren abhängig ist, näm­lich erstens von dem Verhältnis des Ange­botes zur Nachfrage: über unsere Vor­räte sind bei weitem nicht so groß, um alle Be- dürsniffe zu befriedigen. Zweitens von den Weltmarktpreisen, die aber alle- in allem noch höher stehen als unsere Inlandspreise. Und drittens von dem Stand unserer Valuta, der eben ein Tiefstand ist. Gerade in diesem letzten Umstand ist die Ursache der hohen Preise.

Aus dem hier Gesagten folgt, daß es drei Wege gäbe, um $u etoetn ernstlichen Preisabbau zu gelangen. Nämlich erstens Sinken der Welt­marktpreise, zweitens Vermehrung unserer Ge­brauchsgüter und drittens Hebung des Mark- knrses. Ja, man kann wohl sagen, daß alle drei Faktoren, zumindest aber die beiden letzten, er­forderlich wären, um eine gründliche Preissen­kung in die Weg- zu leitens Wie steht es nun damit aus? Was die Weltmarktpreise betrifft, so scheint es sa, aW ob sich hier eine gewisse SenkungStendenz geltend macht, wenn sie freilich auch bisher nur teilweise auftritt Es ist aber sehr fraglich ob es sich um eine Dauer­erscheinung handelt, da sie in der Hauptsache auf einer Aibsatzkrilsis beruht, tue unter Umständen nur vorübergehender Natur fein kann. Mr mzs spiüin jedenfalls die Faktoren zwei und drei die Hauptrolle. Was die Hebung der Valuta betrifft, so hat sie nach einem erschreckenden Tief­stsud wieher etwas ungezogen, aber nichts br­iet htigt uns. an eine wirklich aufstetgende Kurve der Mark zu glauben; denn die auf unsere Va­luta drückenden Ursachen dauern unverändert srrt, nämlich dos rapide Anwachsen unserer Schulden, vor allem auch der schwebenden Schuld, die chronisch)« Defijuwirtschaft. die Un- erntwbilität der Staatsbetriebe, wie der Eisen­bahnen und der Post, die uns erdrückenden, lau­fenden Kosten aus der sogenannten Reparation, aus den Absindungen für die geschädigten In­lands- und Ausländsdeutschen, aus der feind­lichen Besetzung des Rheinlandes, wozu sich end­lich noch die von uns geforderte Wiedergut­machung im großen Stil gesellt, über welche ja die eckten noch nicht geschlossen sind.

Alle diese Umstände werden eine Sanierung der Mark für längere Zeit als frommen Wunsch erscheinen lassen. So bleibt als einzige Hoff­nung die Vermehrung der Gütererzeu­gung, um einmal das Vechaltnis van Nach­frage und Angebot zu verbessern und anderer- feitS die Zahlung an die alliierten Gläubiger in Form von SatÄeiftnngLN zu ermöglichen. Die Vermehrung der Produktion hat nun wieder zwoi Borbedingungen, nämlich die Lieferung von Rohstoffen, die leid« durch die schlechte Daürla und die Kred-itunlust des ÄuÄandes ge­hemmt wird, und endlich die Steigerung des Prodicktionssaktors. über den wir noch am reich­lichsten verfügen, nämlich der Arbeit. Es mag wie ein Gemeinplatz klingen, aber es läßt sich nicht himvegtäuschcn. daß nur tue Vermehrung der Arbeitsleistung im Verein mit einer organi­scheren Gestaltung unsires Wirtschaftslebens nnfs der leider bisher noch durchaus zu vermissenden Sparsamkeit im öffentlichen wie in manchem privaten Leben zu einer produktiveren Gestaltung unser« Wirtschaft und damit zu dem ersehnten Preisabbau führen kann, der uns aus dem Elend der Teuerung und der chronisch-m Gehalts- und LohnMnpke reiten könnte. Die Notlage, an de-

Birlitt, 29. Dezemder. (Prwattelegramm.) Gestern mittag trat im Reichstag der auS Vertretern der Eisenbahner-Organi­sationen gebildete Sechzeh «er-Ausschuß zusammen, der zur gegenwärtige« Lage und zum Streikverbot de« Reichsverkehrsministers Kröner Stellung nahm. Maa einigte sich dahin, heute morgen die Stellungnahme des Ausschusses zu formuli«eu und diese Erklärung de« Minister Grön« zu übermitteln. Inzwischen haben die Verhandlungen zwischen dem DeutschenBe- amtenbnnd und dem ReichSfinanz- minister stattgefunden und das ReichSsinanz Ministerium ecklärte sich bereit, die Forderungen und Wünsche einem Reichsgutachter. Ausschuß zu überweisen. D« Reichsgutachter- AuSschuß wird voraussichtlich am 3. oder 4. Januar in Berlin zusammentreten und das gesamte vorliegende Material prüfen

Gehaltszahlung im Januar.

Berlin, 29. Dezember. (PrkvatteldMlMM.) Nach einer A-norSmung der Ministerien wird die GehaltSz ah lung an di« Beamten nicht erst AnsirngS Februar, sonder« bereits am 20. Ja­nuar erfolgen, damit nicht mehr als ein Monat fett der vor Weihnachten er*eggten Zahs ng des letzten GehaltS verstrichen ist. Wegen der von

rrn Beseitigung wir so viel Straft aufwenden müssen, könnte viel leichter beseitigt werden, wenn nicht die Versailler Bedingungen auf uns lägen, die die Wurzel alles UebelZ sind. Lei­der besteht wenig Aussicht, daß darin eine Än­derung eintreten wird Dr. P.

Wirkung der Entente-Rote«. Berat««» de« deutschen Regierung.

lPrtvab-Telcaramm-i

Berlin, 29. Dezember.

Die in Berlin ehtgegangenen Roten der Entente während der letzten Tage haben die telegraphische Rückberufung aller von Berlin tti>» wesenden Reichsminister zur direkten Folge gehabt. Für Donnerstag früh ist eine S i tz u n g deS Gesamtkabinettö einberuftn, um »u den neuen, als sehr schwer empfundenen Noten der Entente Stellung zu nehmen. In den Roten wurde außer der Austöfung der Sicherheitspoli­zei auch die völlige Entwaffnung der deutschen Grenzfcstungen verlangt. Rsch Erkundigungen an zuständiger Stelle ist eine unbedingte Annahme der neuen Entente-Forderungen ausgeschlossen. — Gestern abend wurde bekannt, daß der A u S - schuß für Auswärtiges unmfttelbar nach Neujahr Zusammentritt. Die Rcichsregierung will vor der Beantwortung der Ententenoten bte Meinung deS Ausschusses des Reichstages ein- holen. Inzwischen wurde gestern nachmittag tro Pariser „Temps" eine neue Alliierten- Rote an Deutschland angekündigt, die sich mit der Verwendung der deutschen Staatsgelder für Arbeitslosenunterstützung befassen soll.

Arfl Deutschlands Entwaffnung.

Berlin. 29. Dezember. (Eigener Drahtberichr.) Nach einer Meldung des .Echo de Paris" hat sich das französische Kabinett mit dem Entwaffnungsbericht des Generals Rol­let in der Botschafterkonferenz einverstanden er­klärt. General Rollet bleibt in Paris bis zur Entscheidung der alliierten Kabinette und bis zur Sitzung des alftte-ten Kriegsrotes. — Die deutsche Regierung will die Ententenote gegen die Sicherheitspolizei vorläufig nicht veröffentlichen bevor die Verhandlungen im ReichMabineN abgeschlossen sind. Die Note stellt keine Frist zu ihrer Annahme, betont jedoch ihre Dringiicksteit. Der Ausschuß für Auswär­tiges tritt am Dienstag nach Neujahr zusammen.

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Die Zahlungs-Einstellung.

Verhandlungen unverzüglich nach Neujahr im Reichsfto-mzministeriuM ausHenommen.

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Proteste gegen GrSners Erlas.

Berlin, 29. Dezember. (Privattekegramm 1 Eisenbahnerversammlungen der Berliner B e - trieböwerkstätten haben gestern nbenb gegen das neue Streikverbot des Ministers Gröner Stellung genommen. Sie verlangten die sofortige Zurücknahme deS Erlasses, für den eine Veranlassung nicht vorgelegen habe und in dem eine bewußte Herausforderung der Arbeiterschaft der Eisenbahnbetriebe erblickt wird. Gleiche For­derungen wurden in einer Beamtenver­sammlung der Berliner Eisenbahner erhoben.

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Beratung der Direktionen.

Dresden, 29. Dezember. (Privatteke- gramtn.) Gestern fand in Dresden die angekün­digt Beratung deS ReichsverkrhrSministers GrS- nrr mit den Eiseubahn-Generaldirektionen in Teutfchland statt. Außer der Streikgesahr wurde« hauptsächlich Fragen deS inneren Dienstbetriebes der Eisenbahnen, die zum Teil auch mit dem Uebergang der Eisenbahner aus das Reich zusammenhängen, erörtert.

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Die BesatzrmgSbehörde warnt.

Köln, 29. Dezember (Privatielsgranrm.) Die Besatzungsbehörden erlassen Warnungen vor der Teilnahme der linksrheinischen Eisenbahner an einem deutschen Eisd rbahnerstreik. In die­ser Teilnahme sei die Mit Strafe bedrohte Gi- fährdnng der Besatzungsarmee zn erblicken.

stellnng der deutschen Zahlungen im Clearingverkehr alS eine Verletzung des Friedensvertrages. Die französische Rote sei bereits nach Deutschland unterwegs.

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Zwangsweise Entwaffnung?

Rotterdam, 29. Dezember. (Eigene Draht- meldung.) Die „Times" melden ans Paris: General Rollet hat bei den alliierten Regierungen die Zwangsentwaffnung Deutschlands beantragt.

8u große Parlamente.

Das viele Rede« verhindert di« Arbeit.

(Prtvat-Telearmnm.1

Berlin, 29. Dezember.

Die letzten parlamentarischen Wochen haben den Beweis erbracht, daß unsere großen Parka- mente, die mehr als vierhundert Mitglieder ha­ben. einfach nicht arbeitsfähig sind. Der A n - drang zum Rednerpult ist so stark, daß praktische Arbeit überhaupt nicht mehr geleistet, sondern nur noch geredet wird. Wie ver­lautet, werden bei dem neuen Reichswahlgesetz diese Umstände berücksichtig werden. Bisher ka­men auf 60 000 Stimmen ein Abgeordneter. Wahrscheinlich wird bei den nächsten ReichStags- wahlen erst auf 75 000 Stimmen ein Abgeordne­ter entfallen. Der Reichstag würde daun nicht mehr 425, sortdern 360 Abgeordnete zählen. Der preußische Landtag, der im Februar gewählt wird, wird etwa 350 Abgeordnete aus­weisen. Beide Parlamente werden also immer­hin noch sehr stattliche Berfammlungen sein.

Set Krieg am Fiume.

DaS italienische Abentener.

(Eigener Drabtbcricht.l

Lugano, 29 Dezember.

Die italienische Regierung will die Freischär- ler-Armce d'Aununzios bei sofortiger Riederle­gung der Waffen begnadigen. Die Freischärler haben daraufhin den Re tzierungstr uppen den Einmarsch in Fiume freigegebtu Der Einzug der Regierungstruppcn erfolgte zunächst in die Nordstadt. Rach der Besitzergreifung Ser Nordstadt drangen die Re-sierungstruppcn gegen das Zentrum Fiumes vor. Das Stadtha^.z ist von den Negierungslruppen besetzt. Im Hasen­

gebiet sind gestern früh große Mengen M uni

Genf, 29. Dezember. (Eigene Draht Rel-tion to die Lufi gesPrengt worden. Der düng.) Tie französische Regierung erklärt in iBürgermerster von Finttte bat um Waffenstillstand, einer Rote an Deutschland die vorläufige Ein- stand u rd nm Schonung der Stadt gebeten.

ben Organisationen der Staats- und ReichS- beamten gestellten Forderungen werden die

Frühjahrsmesse Leipzig, »ie nenen Borborettnage«.

a»6 bem Derlauf der dleSjShrlg»» SReflee bat men manctzerlei Lehren gezogen, bi* bei der kämmenden deeltzkfl«htt,t wer­

den fetten. Ku» Leipzig Wirb un# geschrieben. Zur Leipziger Frühjahrsmesse, die in bei Zeit vom sechsten bis zwölften März 1921 ftcrttfindck, wird bereits rüstig ter geartet* tet Die Zuschüsse zur Förderung der Leipziger Mustermessen seitens des Reiche-, des Staates und der Stadt Leipzig sind erheb­lich erhSÄ worden, wodurch es dem Meßamt vor allen Dingen ermöglicht wird, eine umfas­sende AuSlandSpropagauda in betrei­ben Durch die Zusammenlegung der Techui. scheu Messe mft der Allgemeinen Muster­mess e ist eine erhebliche Erweiterung deS Ans- siellungsraumeS notwendig geworden, den man durch die Neuerrichtung von AuSstellungSbau- ten schaffen will. Do wird bekanntlich das Bugragelände am Völkerschlachtdenkmal durch Neuherstellima von sroßzügigen Ausstellungshal. len für die Unterbringung der Technischen Messe eine beträchtliche Ausdehnung erfahren. Auch im Zentrum der Stadt werden neue AuSstel- lungsbüracken errichtet. Unter anderem wird aus dem KöuigSPlatz für die Dauer von sechs fahren eine neue Textilmeßhalle erbaut, die sich durch die Erweiterung der in den letzten Jahren sehr georderte« Textilmefse nob< wendig gemacht hat. Auch die Leipziger ©O.« messe wird im Frühjahr ISA

eine bedeutsame Erweiternng erfahren. Während der Wohnbedarf im Inner« der Stadt bleibt, in Dr. MüllerS MetzhauS .Baumesse", wird der eigentliche Baubedarf da­von der .Bugra" her noch stehende Oesterreicher­haus auf dem städtischen AusstellungSgelände beziehen. Das nette Heim der Baumesse bietet über tausend Quadratmeter Ausstellungsraum, mit deren Einrichtung und Ausstattung jetzt be­gonnen wird. Im Freien können außerdem Musterbauteu, Sparbauweisen, Steinindustrien, Baumaschinen usw. gezeigt weiden. Als Neue- mna der Frühjahrsmesse 1921 verdient auch eine Tabaksmesse Erwähnung, die hn Meß­hause .Kosmos" Unterkunft findet. Damit ha­ben die Bestrebungen der Branchen konzen- tration eine weitere wesentliche Förderung erfahren. — Fm übrigen ist baS Metz amt eifrig bemüht, Mitzhelligkeiten und wucherische Uebervorteilungeu, wie sie gelegsntlich der letzten Messe an der Tagesordnung waren und den Ruf Leipzigs ÄS reelle Messestadt hn Fn- und Auslande schwer in Mißkredit gebracht haben, von den Besuchern der Frühjahrsmesse 1921 fernauralten. So ist u. a bereits er- reidrt worden, daß der Dalutaaufschlag für Aus­länder in den Hotels fortsSM, auch der Preis für das Metzadreßbuch Wird erheblich ermäßigt werden. Hoffemlich gelingt es durch behördliche Anordnungen, Vie Meßfremden auch vor dem privaten Ausbeutertum zu schützen. Die M t e- ten in den Meßhäusern werden allerdings auf Grund eineS Beschlusses einer Gesellschasterver-- fammluna der Leipziger Meßhäuser G. m. b. H eine nicht unbeträchtliche Erhöhung erfahren.

Verjährung dsu AMmchen.

Winke für das tägliche Leben.

Durch die Bekanntmachung des BuudeSrateS vom 22. Dezember 1914 wurde angeordnet, daß die rn den Paragraphen 196, 197 des Bürgerli­chen Gesetzbuches bezeichneten Ansprüche, die damals noch nicht verjÄhrt waren, nicht vor dem Schluß des Kahres 1915 verjähren. Die Ber- iähMMgHfristen für diese Ansprüche sind tot Laufe des Krieges wiederholt verlängert und zu­letzt durch die Verordnung vom 26. November 1919 bis zum 31. Dezember 1920 binausgescha- beu worden. Eine weitere Ansdehnung dieser Verjährungsfristen rstnichtzu erwar­ten. Soweit de^Äb nicht etwa im Lause bc5 Jahres 1920 eine Hemmung der Verjährung (Paragraph 262 des Bürgerlichen Gesetzbuches) emge treten sein sollte, läuft die Verjährung mit dem 31. Dezember 1920 ab. Dies gilt für die Ansprüche des täglichen Lebens mit zweijäh­riger BerjährungSfrift (ParaGraph 196 des Bürgerlichen Gesebbnches), insbesondere also Ansprüche der Kaufleute, Fabrikanten. Hand­werker aus Lieferunaen au Private, Ansprüche der FracktsuhrLeute, Schiffer, Gastwirte usw.. bet Aer-te. Rechtsanwälte und Notare wegen ihrer Gebühren und Auskaaen aus den Iabren 1912 hiz 1218 sowie für selche Ansprüche mit vier- iähriger VeriährmiaAfrist «Paragravh 197 de- Mstraerlichen Gesetzbuches), namentlich also An­brüche aus Warenlieferungen für den Gewerbe­betrieb des Schuldners. Ansprüche auf Unter» hattuna-bettrÄge, rückständige Miet- und Pacht- -insen usw. aus den Fahren 1910 bi? 1916. Wer sich gegen die Einrede der Verjährung schützen für die Unterbrechung der Verjährimg will, mutz d.-halb biS zum 31. Dezember 1b