Mr Neueste Nachrichten
Hessische Abendzeitung
Kasseler Abendzeitung
10» Jahrgang.
Donnerstag, 23. Dezember 1920
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Nummer 297.
Fernsprecher 951 mrp 952.
bayrischer Widerspruch gegen Berlin
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nur nm Möglichkeiten. Dagegen bedeutet die be-
abMtigte Personal-Union drS Reichsgesandtm unb^nni ist bis ra we-cher Höh^L daß die
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mit dem preußischen Gesandten bereits die sicht-
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bis tioifin auSzusetze». Oberbürgermeister L e i
Persuckmng zum Zurückhal:en oder zur ander- weitigen Verwendung unserer hochwertigster
3nferttox*»rttfe< * etehtimtf*« «xftrtg«: Die «infpottig« «nteigen.jetU ®L IM, Mt etntpclttg« gtetlamegette M. 150. b) eulroärttge Aufträge: Di« einspaltige «nzrtgenrei!« M. 1.10, »i« «tnfpalttg« Reklame,eile M. 175, alle« einschließlich reuerung»zuschlag m» «n,eigensteuer. — Kur die Richtigkeit aller »nrch Kernsprechrr aufgegebenen Antigen, sowie sür Nusnahmedaten und Hlatz« kann eine WemLhr nicht übernommen werben. — Druckerei: Schiachthofftr. 25/30. SeschLftlstell«: «ölntsche Str. 5. Telephon Nr. 051 u, 951
vertritt de» ktandpun», daß sich etw St»- schränkungder Flotten in Amerika »nd England um fünfzig Prozent durchführen ließe, wenn darüber eine Einigung erzielt werden könne.
sehr wichtige Frage der Meistbegünstigung bisher «och nichts bekannt geworden.
lignidierten deutschen Eigentum- nicht so wie bisher von den Alliierten erledigt werden soll. Eine Entscheidung soll aber erst fallen, wenn das Verhalten Amerikas festliegt. 3. daß in Clearingsverfahren keine wesentliche« Veränderungen in dem von Deutschland vorgeschlagenen Umfang beabsichtigt werden, obwohl mehrere Delegierte daran festhalten, daß daS jetzige Verfahren zu mißbilligen ist. Ucber die
SU «afieUt N«»«slni RrchrtchUn erfchrMrn wöchenlltch lrchtmal enb «vor «hl»! Dor ttDonntmmt»pret3 beträgt menatl. 5.00 Mark bet kreier Zuslellu», in« Hau«. BefleCungen werden :eber, itl von der «eschäN«stei!e oder den Beter, entgegengenommen. Druckerei, «erlag an» Redaltion; Ech achthvsftrabe 28/30. Kür unverlangt etngesandt« Bettrdge kann die Redaktion eine ^erantwori.-ng oder Gewahr m keinem Kalle übernehme». Rückzahlung de« BezugSgeide! vder Anlprüche wegen eiwalger nicht ordnungsmäßiger Lieferung ausgeschlossen.
bare Gefahr einer neuen Lerleßung deS föderative« Gedankens, die «nbcdingt zu verurteilen sei und in Bayern den schärfsten Widerspruch finden werde. — Im Anschluß daran fordert da- Blatt die soforttge Besetzung von Gefandten-Po- fie« in LSürttemberg, Baden und Sachse«.
ukuh^u wivciumns unserer hochwertigen.kanischen Politiker zu beeinflussen. Senator Bo- Nahrungsmittel geradezu z-n Pichten. Aber das rah, der teils die englischen Interessen unterstützt.
nach die Alliierten sich mit dem Antrag der englischen Delegation befaßt haben, der dem halte nach dieser Privatmeldung entspricht.
tas WaMe-WeikWe».
England und Japan gegen Amerika.
(Eigene DrahtmelLung.)
Washington, 22. Dezember.
In englische» Kreisen in Amerika wird der Flottcnfrage höchste Aufmerksamkeit erwiesen, und nach Blättermeldungen sind bereits von englischer Seite Beziehungen mit Senatoren der demokratischen Partei angeknüpft. um in den anlerikanischen Parlamenten die Opposition gegen die Flottenvcrmehrung vi stärke». Bon Japan besteht eine ähnliche Aufmerksamkeit, doch werden vo« dieser Sette nicht so auffällige Mittel angewandt, um die amrri-
Bichern und Des Reich.
•egen eine« Relchsgesandte«.
Ertvat-T rt earomm.)
München, 22. Dezember.
DK geplante Ernennung eines ReichSge- fmtbtcn für Bayern stößt hier auf lebhafte« Widerspruch. DaS führende Blatt bet bayerischen Volkspartei, der „Bayerische Korrier" schreibt dazu «. a.: Dieses Bedürfnis, in München eine Gesandtschaft zu errichten, entspringt wohl in erster Linie dem begreiflichen Wunsche, unmittelbare Verbindung zu den in letzter Zett errichtete« ausländische» Missionen zu bekommen. Dagegen könnte nichts eingrwrndet werden, sobald sich der Reichsgesandte nW als AusstchtSorgan über den umnittelbore» Verkehr zwischen bayerischer Regierung und den ausländische» Vertretern betrachte. Hier handelt eS sich
AromNer In Bramschwem.
Ei« Forderung deS Herzogs.
lPrivat^elearamm.1
Braunschweig, 22. Dezember.
Der Sepzog Ernst August ließ der braunschweigischen Regierung eine Forderung auf einen Teil bcs Kammerguts im Gesamtwerte von etwa 250 Millionen überreichen. — Die gestrige Nachmittagssitzung des Landtages leitete der Ministerpräsident durch die Erklärung ein, daß der Abgesandte deS früheren Herzogs dem Staatsmiklisterium ungeheuere Forderungen des Herzogs Ernst August an das braunschweigische Volk überreicht hätte. DaS Haus Cumberland halte sich für berechtigt, daS ganze Kammergut mit Domänen, Forsten und Bergwerken in Besitz zu nehmet. ES wolle sich aber zufrieden geben, wenn der Staat freiwillig einett Tell des Kammergtttes abtritt. Alles in allem belaufe sich die Forderung des ehemaligen Besitzers auf zweihundertfünfzig Millionen Mark. Falls es zum Prozeß kommen sollte, soll dem Staat die Nutznießung entzogen werden.
Sie Brüsseler Konferenz.
Ei« Entgegenkommen der Alliierten 7 (Eigener Drahtberichf.f
Brüssel, 22. Drzemvrr.
AuS den einzelnen Berichten der Alliierten- Ausschüsse ist mitzukeilen: L daß das deutsch« Ersuchen, das in Südamerika noch dtter- alerte Schiffsmaterial Deutschland zur Verfügung zn stellen, befürwortet ist, wenn auch
ist mm einmol geschehen, «nt> He Abkehr von dem falschen Weg einer reinen Konsumentenpolitik ist zu spät und zu unvollkommen erfolgt, um die verhängnisvollen Wirkungen dieser falschen Wegrichtung ganz auszu-schatten. Die Mit- telchen, die man heute anwenden will, um dem Zicsammenbnich unserer Ernährung vorzubeu- versprechen nur geringen ErstÄL 6g.
die Maßnahme des Magistrats zn wandte sich gegen die Aussetzung der Bcs ^ußsassung. Als diese ttotzdem mit 38 gegen 3ti Stimmen zum Beschluß erhoben winde, erklärte er, von seinem Amt zurücktreten zu wollen.
§ran»Mcher «MsrdMW
Warum Lefevre zurücktrat.
Hundert MiMardsn HSchstbetrag?
Brüssel, 22. Dezember. (Eigener Dvaht- bericht.) Nach einer privaten Mitteilung soll der Höchstbelrag der Gesamtsumme der von Deutschland zu leistenden Wiedergutmachung, nach einem Beschluß der alltterten Delegationen nicht mehr als hundert Mi l- liardeu Goldmark betragen. Eine Bestätigung von anderer Seite liegt nur in einer Te- pesche der Schweizer Depeschenagentur vor, wo-
Dke Haltung der Parteien.
Braunschweig, 22. Dezember. (Privat-Tele- gramm.f Die Vertreter der sozialdemokratischen Fraktionen im Landtag, die die Forderung des früheren Herzogs als eine. Machtfrage ansehe», beantragten, die Ansprüche in allen Teilen als vollkommen unberechtigt abzu- lehnen. Die Vertreter der in der Minderheit befindlichen bürgerlichen Fraktionen vertraten dagegen den Standpuntt, daß es sich um eine Rechtsfrage bandelt, deren Entscheidung dem ordentlichen Gericht oder einer anderen anzurufenden Instanz zu übertragen sei.
8-rfere 8r»8hm«sslage.
Die Maßnahme« ds« Regier»«.,.
Mancherlei Anzeichen deuten darauf hin, daß «ufere Regierung dem, unterrichteten Kreisen schon längst bewußt gewordenen Ernst unserer Ernahrungslaae durch einschneidend« Maßnahmen Rechnung zu tragen beabsichtigt, und zu diesem Zweck selbst vor Eingriffen nicht zuruck- scheut die vielerorts als eine Rückentwickluny zu den als überlebt betrachteten Formen der Zwangswirtschaft aufzefaßt werden durften Namentlich wird Wohl die soeben erlassene Verordnung über die B-Svirtschaftung des H afers in diesem Sinne auSgelegt werden. Man erinnert sich, daß die Haferhewirtschaftung ans das Drängen der L.rnidwirte und auch des Handels vor längerer Zeit schon von den Fesseln der Zivangslvirtfchaft gelöst worden ist. Man boffte von der Freigabe eine erhebliche Steige- rung der Produktion und überließ sich der zu- versichKichen Erwartung, daß die für die Bedurr- nisse der VolkZernährung und für Futterzweck- erforderlichen Hafermengen dank dem Verantwortungsgefühl der Erzeuger ausreichend geliefert werden würden. Die erste der erwarteten Wirkungen ist Meifellos eintzetreten, nicht aber die zweite; denn die Regierung sieht sich nunmehr zn der öflentlichen FeUtellung gezwungen, vaß der notwendige Bedarf au Hafer durch die freiwilligen Lieferungen der Landwirte nicht osdeckt worden ist, woraus sich die Rotwendtg-- reit ergäbe, erneut eine M i ndesta Mi cs er ungsp flicht scstz-tsetzen. Wer der Ansicht ist, daß nur Vie, allerdinAs vorsichtig in die Wege zu leitende WiedereinsÄhning der freien Wirtschaft den Sie» senbedarf der deutschen DoMSwirtschast an ©fitem jeder Art mit der Zeit wird normal befriedigen können, muß die neue Haferbewirtschas- tungsverordmmg der Regierung bedauern. Andererseits muß aber leider auch anerkannt werden. daß sich die Regierung in einer Zwanas- fcße befinde,i die dem mangelnden Derantwor- urngsbewußtsein mancher iman kann wohl sagen der "Minderheit) der Landwirte zuzuschreiben tf. mW die allen landwirtschaftlichen Organisationen ein Anlaß sein sollte, ihre Mitglieder mit aller Entschiedenheit und Deutlichkeit zur Pflicht zu rufen, schon um der Mehrheit das ebenso br- schSmende wie urchequeme SckMrjPiel neuer behördlicher Zwangsmaßnahmen zu ersparen.
Es ist nicht zu viel verlangt, Wenn «van alle diese Organisationen ausfordert, gegen säumige Landwirte nötigenfalls auch mit dem harten und unsympathischen, aber zumeist sehr wirksamen Mittel des geschäftlichen und gesellschaftlichen Verrufs anzugehen, weil eben nur durch dir Kenntlichmachung solcher Außenseiter die Interessen des gesäurten Berufsstandes wirksam wahr- genommen werden föntten. • Ganz dasselbe gilt gegenüber den dieser Tage angekündigten scharfen Maßnahmen xur Erfassung des Brotgetreides. Es ist dies der erste, Ausfluß der vom Reichsernährungsminisier wiederholt jn Aussicht gestellten schärferen Politik gegen_ säumige Landwirte, die ebenfalls, da die Erklärung aus dem Munde eines notorisch l-andwirtschasts- freundlichen Ministers stamutt, als ein warnendes Svmptom unserer sehr ernsten Ernährungs- lage gewertet werden muß. Daß diese Erklärung notwcrrdig war, verrät ebenso wie die oben erwähnte Haserverordnting, daß mit dem Appell an das Gewissen und das Pflichtbewußtsein eilt» zelner Berufsstände es heute leider noch nicht getan ist und daß unsere noch an den Nachwirkungen des Krieges un>d der Revolution krankende Moral den Verzicht aus scharfe behördliche Bevormundung noch nicht gestattet. Im einzelnen ist die Errichtung besonderer Ncquisitionsaus- schüsse vorgesehen, die aus Beamten und aus Vertretern der Landwirtschaft zusammengesetzt, die Pflicht und die Befugnis zur Durchsuchung aller, der unzureichenden Ablieferung verdächtigen landwirtschaftlichen Betriebe und zur Beschlagnahme deS den zugestandenen Eigenverbrauch übersteigenden Brotgetreides haben sollen.
Es liegt aus der Hand, daß derartige Ein- ße. denen nötigenfalls die bewaffnete Macht «druck verleihen soll, viel Erbitterung Hervorrufen müssen, und man wird füglich bezweifeln dürfen daß sie die Verantwortimgssreud' und damit auch die Leistunaen unserer Landwirtschaft steigern werden Aber die Regierung siebt eben unter stärksten r Druck, nächstem die wiederholten Appelle an das Pflichtbe- wnßtsein der Landwirtschaft sich alS unzureichend -rwiefen haben, um imsere Ernährung tr den Grenzen des Möglichen sicherxustellen. Eine ganz andere Krage ist, ob man nicht durch eine rechtzeitige vernuns'iae PreiSPolittk für landwirtschaftliche Erzeugnisse das Eintreten dieser ErnährvTrsL laialtrophe — anders läßt sich der augenblickliche Zirsiand kaum bezeichnen — hätte verhindern können, anstatt durch ganz unzureichende, mit den EestehungLkosten auch nickt annähernd im Einklang stehenden Höchstpreise die
Vertagung biS Mitte Januar.
Basel. 22. Dezember. (Eigener Drahtbericht.) Der »Baseler Anzeiger" meldet aus Brüssel: Das Entgegen koimnen gegenüber den deutschen Anregungen scheint sich Ml bestätigen. Es sind Dmt- liche Berichte über die sozialen Verhandlungen fertig gestellt, die an die einzelnen Regierungen als Ergebnis der Konferenz weitergeleitet Werden. In den alliierten Einzelberichten werden Vorschläge gemacht, die, soweit eS sich überblicken läßt, den deutschen Verschlügen fast auf allen Gebieten entgegertfommen. Damit hat die d.'Utsche Delegation einen vorläufiMN Erfolg erzielt. — Havas meldet: Die Brüsseler Konferenz wird am Donnerstag zu Ende gehen und am 15. Januar wieder zusannnentreton.
Keine zwMgesKlelhe?
Ei« Entwurf d»S Finanzministeriums.
State Plane find {egt hn gtnautoaeften» in 'Botttrc tung, toe ein Ctegierunes ent«»uef buefttexeten wirb, t« dem bi« LisangSmilbih« -ruht »»rgefchen ist AuS Berlin wird vnS geschrieben: Nachdem die Rahe deS Reichsba.nrpÄsidenten Havrnstein im Zei-ner-AuSschuß und seine Forderrmg einer ZwangSanleihe lebhafte Beunruhigung im Äsirtsthaftsleben hervogermsen hatte, ist die Dis- kussion dieser Frage wieder in den Hintergrund getreten. HiepM liegt allerdings eine gewisse Berechtigung vor, weil die Aussichten mr die rteflage der Zwangsanleihe nicht mehr so gün- । feig sind, wie es anfangs schien. DaS Sieichs» sinan.zministeri«m besteht darauf, daß der Von ihm vorgelegte Entwnrf, der eine Verminderung der schwebenden Schuld durch eine be- chleun igte
Ernzielnrug deS Nstopfsr« v-o-rsieht, zuerst durchberaien wird. Lolfte dieser Vorschlag $tir Annahme kommen, so hat die DurchMhüung des ZwangsanleihegedankenS nicht mehr Viel Wahrscheinlichkeit für sich, da die Regierung in diesem Fall den Stanstipouckt ein- nehmen würde, daß die durch di« Einziehung des Nowpfers einkommenden Beträge zur Vvrwnsi- gen Vevmruderung^der schwebenden Schuld aus- rsichen. Nachdem die leitenden Finnnzkreise, aus die der über«fck>ende Douftoß des ReichS- banlhvLsidenten zunächst eine starke pfychorvgiiche Wirkuna aus geübt hatte, erneut die Frage der Ro-twendi^M uud Str tA:r"tr.rgcn cb..*r- ZwangSanlethe geprüft haben, brt eine verhältniÄnäßia nüchterne und ruhige Äufsas- furtfl dem Vorschlag gegenüber Platz gegriffen. Die Bedenken, welche gegen dm sch-on früher erörterten Zwangsanletheplan erhoben wurden und dann zu seiner Aufgabe durch die Regierung führten, haben sich wieder meh- und mehr geltend gemacht- Vvr allem wird erneut darauf hingewiesen, daß eine Verbesserung der Valuta nicht von günfttaen NeichSbaukauS- weisen z« erwarten ist, wie dies dir Reichsbarck anntmmt, sondern nur von einer
Hebung der wirtschaftliche« Kräfte, die durch die Zwangsauleihe jedenfalls nicht erreicht würde. Da die Kapitalien, die hierdurch den Betrieben entzogen werden müßten, in den wenigsten Fällen entbehrt werden können, so würde zur Befriedigung des erneut austretenden starken Kreditbediirsnisses eine Einschränkung der Notenpreffe nicht eintreten können. Der Unterschied soll nur darin bestehen, daß an Stelle eines Teiles der ReichSsckatzwechifel nunmehr vom Privatrapital lombardierte Zwangsank-ihe- scheine als Deckung dienen dürfen. Erreicht würde besten Falles also durch die Anleihe eins Umwälzung eines Teiles der Schuld vom Reich aus das PrtvaSapttal, welches infolge der damit entstandenen weiteren Produktionser» schwernis weniger als bisher an dec Verbesserung der Valuta arbeiten könnte. Das Ergeü» nis Mer die Beraftmg des vom Reichsfinauz- Ministerium ausgearbeiteten Entwurfes, welcher vor einer ZwangSanleihe llbsiöht, wird daher nicht zweifekhaist sein. Bei den AuSschußbera- itzmjgen Bannte ferner frstgostellt werden, daß eine gewisse Einsicht auch gegenüber den
volkswirtschaftlichen Bedenken
Platz gegriffen hat, welche die vom Dftnisierimn eingebrachite Novelle hinsichtlich der Höhe ber Wechsel und der Fristen ansSösen mußte. Nack dem augenblicklichen Stande der Beratungen ist kaum damit zu rechnen, daß der in dieser Hinsicht wichtige Artikel 1 vom Ausschuß angenommen wird. Falls ein Ergebnis bis Weihnachten erzielt werden könnte, so würde dies vor- aussicktftch unter Ausschluß d»s genannten Ar- tkkels erfolgen. Aber es ist -her anzunehmm. daß die Veschl-uHfassung über die ganze Novelle hinausgesihÄben wird, damit die durch den beabsichtigten Eingriff in die BoiriebSkapiialieu entstandenen erheblichen und vom A'isschuß geteilten Bedenken im Interesse von Handel und Wand-l eingehend durchoeführt werden können. Es ist de' er nicht ausaeschlossen, daß die weiteren $erflf:mgen zu einer nicht umvesentlicheu Abschwv.chnug deS Entwurfes fsihren.
Sin SettoaftöMgsfkeit.
Stadtverordnete gegen Magistrat.
(Prw«-T-learamm.l
Hannover. 22. Dezember.
In der gestrigen Sitzung der städtischen Kollegien in Hannover führte die Rechte des Bürger- vorsteher'Kollegiums einen scharfe« Kampf gegen den Magistrat wegen der Darleihung von dreißig NUllionen Mark an die hannoversche Wirtschaftsgemeinschaft ohne Genetzmigung des Bürger- vorstel^erkollcgiuu'.s. Don der demokratischen Frckttio t wurde der Antrag gestellt, durch eine Kommission eine Prüfung der Juventuraufnahme der hannoversck^n Wirtschaftsgemeinschaft vornehmen zu lassen, um festznstellen, ob die Ansprüche ber Stadt gesichert sind, und die beantragte nachträgliche Genehmigung des Darlehens
Das ffetter wird geschürt.
Wafbiaglo», 22. Dezember. (M«ne TrahtmeRmng.) Bon englisch« Sette, besonders in der england-freundlichen amerikaittschen Presse, ftndet der Gedanke de« Senator» Borah, Vie Flotten aus die Hälfte einzuschränke«, starke Unterstützung. Dir auflälliqr Opposttion «folgt nur zu dem Zweck, dir Regierung Hardings vo» vornherein »uf dir Schwierigkeiten tmf- merksam zu machen, die ihr drichi n. wenn sie daS urfprüngtiche Marine-Programm d«rch° sühren will. Jn politischen Kreisen befürchtet man ernste Schwierigkeiten in den Beziehungen Amerikas zu England und Japan, die von der englischen Presse abflchtlich vergrößert werde«.
Das T-emissionssckweiben des stanzösifcheN Kriogsministcrs Lefövre laßt erfennen, daß er mit seinen Mnisterkollegen verschiedener Meinung über die sogenannte .deutscke Gefährt war, da er an einen nahe bevorstehenden Re-
VI» »uuv« -«. - ^^Me, ki8 M nach
her erklärte hie volle Berantwortuna für lein« Meinung nicht scheuen wurde, nut den nerr, ver ernarre, vte voue ^-ramn-oriung pu Bolschewisten zusammen zu gehen. Les-Wre befürchtet, daß die von ihm zwar noch vor seiner Demission unterzesthneten Mflitärprujekte günz- lich unzulänglich sind, ab« er wollte wenigstens so viel als möglich erreichen itrtb verstand fick darum $a der Uuterzeichmmg, die sonst fär den