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Meier Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

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DLummer 295

Dienstag, 21. Dezember 1920

Fernsprecher 951 und 952.

10. Jahrgang.

Fernsprecher 951 und 952.

Bayerische Angriffe gegen Berlin.

Sie Brüsseler Finanzkonserenz.

Kohamgsbs« - Fragen.

Für Landwirtschaft und Industrie.

Bismarcks dritter Vaad

Vor der Gerichtsentscheidung.

Widersprüche in Brüssel urrd Paris. DaS unzufriedene Frankreich.

E9

Gegen dis Reichsverfaffung

Die Wohnungsnot in Deutschland, in den Großstädten am schlimmsten, kaum minder emp­findlich aber in den Mittel- und Kleinstädten, und endlich auch auf dem flachen Lande, nimmt einen umnex gefärlrcheren Charakter an. Ver­gegenwärtigt man sich, daß die normale Bautä- tt/cheit dor dem Kriege uns rund zweihundert- tausend Wohnungen alljährlich" stellte und damit den normale Bedarf befriedigte, daß diese Pro- duttion dann rund fünf Jäh« hindurch völlig uushöttc und erst seit einem Jahre rät ganz schwa­chem Umfang wieder aufgenommen wurde, so genügt diese Feststellung, um zu erklären, wes­halb ttotz aller noch so gut gemeinten behördli­chen Verfügungen und Eingriffe der Riesen- mangel an Wohnraum nicht nur foribe- steh-t, sondern mit Ablauf jedes Monats drul­kend er tn Erscheinung tritt. Alle Maßnah-

Berlin, 20. Dezember (Eigener Dvcchtbericht.) Während die Meldungen aus Brüssel die Vermutung onsspreche«. daß es zu einer Vrr- itändigiKg zwischen den Entente-Delegierten und der deutschen Regierung kommen werde, be­müht fich ein Teil der P a r i s e r Presse nach wie vor, das MißtrauengegenDeutschland zu erhalten, allen voran derTemps", der seinen gestrigen LeitartikelDeutschlands Bankerott" be­titelt. Er führt aus. daß Fankreich nicht länger die Lasten der Wiedergutmachung tragen könne. Könne Deutschland der Krisis nicht abhelsen, dann müsse die Entente eingreisen und zwar so rasch wie möglich. Die Baseler Rational­zeitung meldet: Die Nachrichten aus Paris lauten a b l e h n e n d auf die Borschläge Deutsch­lands, in der Frage der deutschen Devisenschul­den mit Frankreich und Belgien einen Ausgleich zn finden. Gelingt eine UebcreinKnMurng nicht, so steht, nach schweizerischer Auffassung, Deutsch­land vor dem wirtschaftlichen Barücrottt

ländlichen Arbeitgeber sie aus Mangel an Woh- nimgon nicht eiustellrn können. Von sich aus tun diese Streife alles nur mögliche, um der Woh­nungsnot abzuhelfen, aber ihre Mittel sind zu beschräntt, und bei der Regierung finden sie, wie oben erwähnt, nicht die Unterstützung und das Verständnis, das man angesichts der unge­heuren Bedeutung der Arbeiterfrau für das Land erwarten müßte. Immer wieder wird der Landwirtschaft eingehämmett, daß sie mehr produzieren müsse, um das deutsche Volk vor der Hungersnot zu bewahren. Dazu gehören aber, neben anderen Maßnahmen, in erster Li­nie die nötigen Menfchenkrafte, und diese dem Land in möglichstem Umfange zuzuführen, sollte sich die Regierung mittels einer weitsichtigen und wahrhaft produktiven Wohnungspolitik dringend angelegen sein lassen. 8.

Genf, 20. Dezember.

Die Alliierten hatten während der letzten Tage über die Abberufung ihrer Gesandten aus Athen verhandelt, um zn verhindern, daß ihre Vertreter mit dem dort eintreffeuden Kö­nig Konstantin in Beziehung treten. Da jedoch Italien diesen Schritt für zu wettgehend hielt, hat stch die Entente tm letzten Augenblük darauf beschräntt, ihre Gesandten anzuweisen, von allen bei der RLülehr des Königs Konstantin veranstalteten offiziellen Empfängen und Fest- lichkcUen fernzubleiben. Auch die Kriegs- fahrzeuae der drei alliierten Großmächte haben Befehl erhalten, sich aus den griechischen Ge­wässern zurückzuziehen, um den griechi­schen Fahrzeug, auf dem König Konstantin zu- rücklchrt, keine Ehrenbezeugungen zu erweisen.

Reichsverfassung ansteht, so möchte einem der Ge­danke kommen, als sei diese ReickSverfassunp nichts anderes alS ein großer Raubzug gegen Bayern. (?) Kein Wort ist stark genug gegen die Reichsverfassung und wir müsse» demzufolge alles tun, um sie zu revidieren."

müssen. Findet man sich aber schon einmal not­gedrungen mit dieser traurigen Tatsache man­gelnder Finanzkraft ab, so dürfte zum mindesten erwartet werden, daß die geringen verfügbaren Mittel zur Belebung der Bautättgkeit möglichst nutzbringend, möglichst produktiv angelegt wer­den. Das geschieht indessen nicht, wenn die Re­gierung um des am meisten in die Augen sprin­genden Notstandes der Großstädte willen, ihre Anschüsse ganz überwiegend zur Behebung der großstädtischen Wohnungsnot verwendet und sowohl die Kleinstädte wie namentlich auch das platte Land so gut wie unberücksichtigt läßt. Denn was ist die Folge einer solchen Wohnungs- Politik? Der ungesunden Vetteisung unserer Bevölkerung wird Vorschub geleistet.

Schon setzt drängen sich in den Großstädten viele Hnndcrttausende von Arbeitslosen zusam­men, während die Landwirtschaft und namentlich auch die großen Produktions- g e b i e t e, in denen unsere wichtigsten Rohstoffe, nämlich Kohle und Kall, gewonnen werden, hauptsächlich deswegen nicht die dringend not­wendige Zahl von Arbeitern einstellen können, weil es ihnen an Wohnungen fehlt. Durch eine Wohnungspolittk auf weite Sicht, die gleichzei­tig auch den wirtschaftlichen und sozialen Be­dürfnissen Rechnung zu tragen suchte, wäre es sehr wohl möglich, viele Arbeitskräfte dahin zu letten, daß sie der Großstadt, die ihnen auf Fahre hinaus keine Arbeit wird geben können, den Rüchen kehrten und sich dort ansiedelien, wo man Mradezu nach Arbeitskräften schreit. Wer die Verhältnisse in der Landwirtschaft kennt, weiß sehr wohl, daß die namentlich vor dem Kriege beobachtete Abwanderung vom Land zum großen Teil auf die dort üblichen, vielfach unzulänglichen Wohnungsvethö^tniffe zurückge­führt werden mußte. Nun ist diese Abwande- run» im letzten Jahre bereits ziemlich zum Stehen gekommen, weil die Vorzüge des ländlichen Arbeitsverhältuisses mit der dadurch oawShrttn Sicherung des unmMelbonen Lebensb edttrfes «doch zu sichtbar in Erscheinurrg getreten sind. Immerhin befinden sich noch viele Tausende früherer land­wirtschaftlicher Arbeiter oder sonst zur Landar-

der einmal schwere Angriffe gegen die Reichsver­fassung. Der Abgeordnete Dr. W o h l m u t sagte unter anderem, es wäre recht schön, wenn bas Reich einmal der Vernunft und nicht dem Eigen­sinn folgen würde. Eine solche Hoffnung sei aber ausgeschlossen.Wenn ich auf die letzten acht bis vierzehn Tage zurückschaue, so haben wir immer

Die Alliierten lehnen ab.

Brüssel, M. Dezember. (Eigener Drahtbe­richt.) Havas meldet: Die alliierten De­legierten hielten am Sonntag eine gemeinsame Besprechung ab- Sie sind nicht in der Lage, konkrete Vorschläge zu machen, sondern erwarten wirkliche Vorschläae der Deutschen. Wie aus Paris gemeldet wird, hat Leygues seine Mit. tcilungen in der Kammer über Brüssel dahin ergänzt, dass er die deutschen Wünsche in Brüssel als unannehmbar für Frankreich aßte ute. Auch gegen die internattonale Finanzaüiou sprach sich der französische Minister­präsident ans.

ZsfammenMich zumAM«.

Stvesemauns Stellungnahme.

kDrtvat-Telegrsmm.z

Köln, 24. Dezember.

Abgeordneter Stresemann sprach hier gestern in einer von der Deutschen Volkspartei einhern- fenen Versammlung, die namentlich in ihrem er­sten Teil infolge kommunistischer Störungsver- smhe ziemlich lärmend verlief, über die poli­tische Lage. Die Rede, die die Frage der Er- holnng Deuffchlands vom aussen- »nd innenpo­litischen Gesichtspuntt erörterte, enthielt sich aller Parteipolitik. Erst im Schluss berührte Sttese - manck ttwz parteipolitische Fragen, wobei er den Gedanken irgend welcher Fusion, ebenso aber auch die Idee einer bürgerlichen SammlungSpolttik gegen die Sozialdemolratir ablehnte. Notwendig sei der Zusammenschluss aller positiv ge. richteten Elemente, die bereit seien am Wieder­aufbau mitzuarbeiten unter Zurückstellung der parteilichen Weltanschauungsstagen. An diesem Sinn- müsse auch der konmkende preußische Wahltag vorbereitet werden.

Keine Festsetzung der HSHe.

Brüssel, 20. Dezember. (Eigener DrahSbericht.) Havas meidet zu den Reden der deutschen Dell-

Salem ttnl das Reich.

Scharfs Angriffe gegen Berlin.

(Pttv at-T e 1 e erranttn 3

München, 20. Dezember.

Der bekannte bayerische Bauernführer Dr. Heim kündete in einer öffentlichen Versamm­lung im Allgäu eine Verdoppelung des BrotpreiseS an, da die Jnlandsvmräte cn Getrett^ die Bedürfnisse nicht decken würden, ko dass Deutschland sehr bald wieder vom Aus­lande beziehen müsste. Dr. Heim sprach sich weiter sehr scharf gegen die Sozialisierung der Landwirtfckast aus. Man müsse ein ge schlos senes Bauernregiment hersttllen, wie jetzt auch in Oesterreich. Bulgarien und Spanien der Bauer sich rühre und erkenne, daß er der ent­scheidende Faktor sei. Die bayerischen Einwoh­nerwehren müßten bleiben. Ter ftanzöstsche General Rollet habe keine Ahnung von ben bayerischen Verhältnissen. Dr. Heim wandte fich dann mit größter Schärfe gegen die Reichs- versassungund bezeichnete sie Äs das größte persische Unglück. Die Bayern wollten von der Berliner Mißwirtschaft nichts mehr wissen.

men, die auf eine möglichst rationelle und ge­rechte Verteilung des vorhandenen Wohnraums hinauslaufen, können nur einem Bruchteil des Bedarfs Genüge tun. Eine befriedigende Lösung der Hacwt- nnd Kernfrage, nämlich, aus welche Weise die Erstellung neuer Wohnung möglich wäre, ist wärend des Krieges und in der ersten Zeit darauf durch den gänzlichen Mangel an Baustoffen vereitelt worden. Namentlich die Ziegelindustrie hat infolge Kohlen- und Ar­beitermangels ihre Produktion auf ein Mindest­maß beschränken müssen, und in der Zementver- sorgung stand eS nicht viel besser.

Seit einiger Zett ist nun rät dieser Hinsicht eine wesentliche Besserung eingetreten; an Bau- .... ..

stoffen fehlt es heute nicht mehr; der Be-dergutm darf danach ist im Gegenteil mehr als gedeckt. Daß andererseits die Nachfrage so gering ist, fin­det seine ebenso einfache wie bedauerliche Er­klärung in dem Mangel an Baugeldern. Die Zwangswirtschaft im Wohnungswesen, zn- mal die künstliche Niedrighaftung aller Mieten durch die Höchstmistenverordnung, schrecken das private Kapital vor jeder Betätigung rän Bau­wesen ab, und vergebens haben Reich, Länder und Gemeinden, ebenso aber anch zahlreiche ge­meinnützige oder genossenschaftliche Vereinigun­gen es versucht, diese Lücke ihrerseits auszu- füllen. Die ttostlose Lage der öffentlichen Fi­nanzen gestattet es nicht, die bisherigen, schon hoch in die Milliarden gegangenen Baukostenzu- fchüsse so zu erhöhen, wie es die immer npch steigenden Preise allein schon zur Aufrechterhal­tung der gegenwärtigen Bautättgkeit erforderlich machen würden; ganz Int Gegenteil wird man über kurz oder lang mit einer sehr beträchtlichen Einschränkung der Zuschußwirrfchaft rechnen

wieder zu protestieren gegen die unerträKlichcn Nebergrifse des Reiches. Leider find diese Uebergrifte begründet in der Reichsverfassung.

Mit Zubsl empfangen.

Zürich, 20. Dezember. (Eigener Drahtbc richt) DerSeevls" meldet ans Athen: König Kon­stantin ist am Sonntag mittag ««ter unge- Ikment Jubel der Bevölkerung im Pyräus ß e - 11 au bet.

Seit Jahresfrist geht der Gerichtsstreit um die Veröffentlichung des dritten Bandes feiner Gedanken und Erinnerungen. In diesem Bande find einige Briese dos früheren Kaisers enthalten, deren Veröffentlichung dieser nicht wünscht «nd an denen er das Urheberrecht geltend macht. Er hat gegen den Verlag Cotta auf Unterlassung der Veröffentlichung geklagt. Durch ein italieni­sches Blatt, de» .Tempo", sind Auszüge aus dem viel umstrittenen dritten Bande von Bis- marcks Gedanken und Erinnerungen in die Welt geschickt worden. Der Stempel der Echtheit schirmt nach diesen Proben vorhanden $u sein, wennschon möglich ist, daß durch die doppelte Uebersetzung ans dem Deutschen ins Italienische und zurück absichLnhe oder unaÄsichtlick« Ent­stellungen eingelaufen sind. Der rechtsstehende MeichMvartt schreibt dazu: Diese Teilveröffent­lichungen werfen die Frage wieder auf, daran! ändert die letzt« gerichtliche Entscheidung gar nichts, ob eine vollständige, authentische und so- sarttge Veröffentlichung des dritten Bandes am Platze ist oder nicht. Was politisch dagegen vor­liegen könnte, ist nicht einzusehen. Daß die aus­wärtige Bol'.tik des Deutschen Reiches mit dem Augenblicke entf den falschen, abwärts geneigten: Weg geriet, als Bismarck entlassen worden war,: ist längst öffentliches Geheimnis. Diejeaipen Kreise und Persönlichkeiten, die es behauptet ha­ben, nnd zwar zunächst älS ausgesprochene Ge- foläschaft Bismarcks, und deren Pessimismus mtt dem deutschen Hineintorkeln in den Weblstieg die trübe Bestätigung seiner Rttftiigleit erhielt, diese Kreise waren und sind national und durchweg! monarchisch. Die Kritiker der Ncich-Btsumrckschen Politik sind zum größten Teile post festum ge­kommen und haben mtt ihrer früheren Ktttkk die Hauptpunkte außer acht gelassen oder aber gerade diese Hauptpunkte der unter Kaiser Wil- yelm dem Zweiten getriebenen Außenpolitik leb­haft gebilligt. DaS gilt von dem Verhängnis- vollen Ausgeben deS deutsch-russischen Rückvcr- sichernngsvertrages mit allen seinen so wett- tragenden Folgen

Einen HaupteinwarÄ^ der freilich niemals deutlich ausgesprochen wird, bildet die Befürch­tung monarchistischer Kreise, die Veröffentlichung könne durch die Kritik Bismarcks an Kaiser Wil­helm dem Zweiten dem monarchischen Gedanken schaden. Dazu kommt daS weitere Bedenken, vielfach auch eine gefühlsmäßige, persöMch lo­yale innere Auflehnung abgesehen vom bösen Gewissen schlechter Ratgeber Kaiser Wilhelms des Zweiten gegen die Veröffentlichung, weil Kaiser Wilhelm noch lebt und sich verletzt und herabgesetzt fühlen würde. Zu diesen beiden Punk­ten wäre zu bemerken: stände der monarchische Gedanke und stände dessen Zukunft auf so schwa­chen Füßen, daß «r durch die cnttotttatkve Kritik Bismarcks an Kaffer Wilhelm dem Zweiten schwer geschädigt würde, so wäre der monar- chische Gedanke keinen einzigen Anhänger wert imd verdiente nicht, daß sich noch eine Hand, ein Kopf nnd ein Herz für ihn rührte. Die Taktik der monarchischen Parteien gegen die repu­blikanische Propaganda ist von Anfang an ver- fehlit gewesen. Die Monarchisten haben dir Re­gierung und die Politik Kaiser Wilhelms deS Zweiten durchweg blind verteidigt und die ge­machten Fehler ausschließlich auf seine Ratgeber geschoben. Diese Posttion würde auch ohne Bis­marcks dritten B-md auf die Dauer unhaltbar gewesen sein. Sie entsvricht nicht der gei'chicht- lichen Wahrheit, ihre innere UniwahchQstiScit liegt jetzt doch offen zutage."

gierten in Brüssel: Die genaue HöhederWie- cachung. wie es die Deuffchen ver­langen, jetzt anzugeben, ist nicht möglich. Der Wiederaufbau in Frankreich und Belgien erstreckt sich auf einen Zeitraum von zehn Jahren, in dem alle Preise sich verschieben können. Auch kann

beit Befähigter und auch gmeigter wrenschen ... w.

in den Stabten, lediglich deshalb, weil dieiWcml man unter biefeu Gesichtspunkten btc

ans der behaupteten deuffchen ZahlungsnnWhjg- kett gefolgert werden, daß die Deutschen über­haupt nicht in der Lage sind, die WiÄdevgm- machuug in bar leisten zu können.

SentWmhs zMmzrwiSe.

Borscksiäge znr Wiedergutmachung.

Auf der aegenwärttgen zweiten Brüsseler Konferenz hat der Stmttssekretär Bergmann, ivie telegraphisch kurz gemeldet, nähere Dm- i'W über die deutschen Wiedergutmachungs- absichten und ihre Durchführung gemacht. Fu großen Umrissen ist dieses Programm heule chon dahingehend zu Werfchauen:DeuffchLmd ist bereit, die Wiedergutmachungslefftlmgen, so­wohl in Waren- und Güt er-Lieferungen, als auch in bar abzuttagen. Im Einzeine-.l wäre dazu folgendes zn bemerken: Deuffchlano will vor allem so ralch als möglich den Umfang der von ihm gefordetten Auflagen wissen, ins- besondere also die Höhe der Schullssumme. Deutschlaich wird die Erstattung in Waren, durch Lieftnmg von Kohlen, Eisenfettigfadrikaten, Farben und Chemikalien vornehmen Dazu kä­men ausgedehnte Lieferungen von Fcr>iqwarcn für den WieVeraufban der zerstörten Gebiete. Um die Einzelheiten dieser Pläne zu besprechen, schlägt Deutschland die Einsetzung einer deutsch- sranzösifchen Unterkommission vor.

Zum zweiten wird Deuffchland auch eine Entschädigung in bar leisten. Es ist von hvch- tem Interesse, daß der Staatssekretär Bergmann n Brüssel die Möglichkeit einer solchen Barlei­stung für DeurftPaud bejaht hat. Zwar hat zu-

R?ch keine Beschlüsse.

Rotterdam, 20. Dezember. (Eigener Drahtbericht.) DieMoruingpostt läßt fich ans Brüssel melden, baß die Räume imHotel Astoria" nur bis 25. Dezember gemietet sind. Das läßt erwarten, daß die Konferenz nur von kurzer Dan« sein werde. In den alliierten Delegatio­nen l,errscht die Neigung, nachdem die Deutschen mtt Vorschlägen nach Briffsel gekommen seien, lediglich diebeutschenAusführuugenzn widerlegen, eigene Vorschläge ab« für die kommende Genfer Konftreng zmÄckzusttllen.

Am GriechealaM König. Konstantin« Rückkehr tmb die Cntenfe. (Eigener Trahtbericht.)