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Dauernde Gärung in Europa

scheu f»Zielt *

P. N.

einmal die Kommission a

Dos

lang der monatlichen Abrechnungen in dem einen Beamtenstreik, nimmt eine immer größere

Ausgleichsverfahren beantragt nnd erklärt wor- ,ten Li: eine Regelung der Konten m der bisher:

Anzahl radikaler Ortsgruppen Stellung für einen streik, sodaß die Gefahr unvermindert andauert.

vorgesehenen Form, die nur Zablungc» von deutscher Seite und bei einem aktiven Saldo ket> nerlei Zahlung an Deutschland oorsieht, könne nicht siattfinden. Nach dem bisherigen Verfahren würde es der deutschen Regierung nicht mög­lich sein, die für den Unterhalt der Bevölkerung unbedingt erforderlichen Lebensmittel und Rohstoffe im Ausland anzukaufen.

bewegt, ist die durch die Antwort-Note der E n» tente geschaffene neue innen- und außen­politische Lage. Man ist an amtlichen deutschen Stellen der Auffassung, daß die Antwortnote keineswegs die Grundlage zu einem neuen Kon­flikt bilden könne. Die Reichsregrerung wird sich in dieser Frage sofort mit der bayerischen Ne­gierung in Verbindung fetzen und daraufhin in einer neuen Rote der Entente die Einleitung mündlicher Verhandlungen unter Hinzuziehung militärischer Sachverständiger Vorschläge». In diesen Berhaudluage« dürste die d eu t s ch e R c - giernng bestimmte Vorschläge «nterbrei, ten, die die Gruuorage für eine Beilegung der »och bestehenden Unstimmigkeiten bilden sollen.

der französische Partner wünscht die englische Politik ein geschwächtes, uneiniges Rußland, offen für jede Betätigung des englischen Han­dels. So bleiben die Endziele sowohl der fran- zösischen wie der englschen Politik unklar und verworren, vor allem auch deshalb, weil nie­mand sagen kann, wie sehr sich vielleicht schon in wenigen Wochen oder Monaten die Lage im Osten von Grund aus wiederum ändern wird. Auch für Deutschland handelt es sich deshalb bei der Entscheidung über Oberschlesien nicht nur um eine der wichtigsten Fragen seiner Wirtschaft und Politik, es handelt sich darüber hinaus

Km die Knwshmmchkm.

Weiters Vorschläge Deutschlands.

(VrLat-Teleaianvn.)

Berlin, 14. Dezember.

Die große Frage, die die politischen Kreise

Keine Zugeständnisse.

Berlin» 14. Dezember. (Pftvattelegramm.) Von einem Mitglieds der Berliner Entente-Mis­ston wird tot Gegensatz zur deutschen Airffaffwig mitgeteikt, daß die Antwort-Note der Interalli­ierten Kommission sich keineswegs auf ältere In­struktionen stütze, wie dies in offiziösen deutschen Berichten besagt sei, sondern ans den Mitteilun­gen der gegenwärtig noch in Bayern imb Preu­ßen weilende« Untersuchunigskommissto« ent­springe. Die .Orgesch" und die Einwohnerweh­ren seien besonders in Bayern sehr stark bewefs- net und es sei deshalb unverzüglich deren Ent- waUnung notwendig. Deutschland habe gerade in dieser FrcUe von der Entene keineZuge- ständnisse zu erwarten, da die Alliierte» hierin vöMg einig seien und auf die Erfüllung des AMmwnenS von Spa bestehe« müßten.

8m redslstio»8re« grlexS.

Brandschatzung des Stadt Cork.

(Eigener Drahtbericht.) -

/ London, 14. Dezember.

Der in: gestrigen Telegramm mitgetellte Ueberfall von Sinnfeinern auf ein englisches Militärs nto hat schlimme Folgen gehabt. AuS Rache für den Uebcrfall faßten die Sol­daten in den Kasernen einen gräßlichen Plan. Sie zogen aus und plünderten znnächst eine Reihe von Häusern. In dem Btertel. wo das Attentat stattgefnnden hatte, zwangen sie vielfach die Bewohner, die Möbel «uf die Straße zu schleppen. Dort wurden sie mit Petroleum übergossen mid angezündet. Ändere Solda­ten begaben sich ans die Hauptstraße und strikten ein bedeutendes SpezcrelgefchLft in Brand. Kurz darauf begann auch das Stadthaus zu brennen. Die Flammen griffen rasch auf die Nachbarschaft über, so daß ein furchtbares Grotz- fcuer entstand. Die von Carnegie gestiftete Bibliothek, das Theater, eia Kino und zahlreiche Privathäufer wurden etugc- äschert. Nicht zufrieden damtt. begaben sich Soldaten-Abteilmtgen in das Blackbull-Birriel und Hollen do« die Brüder Dellany, zwei bc- kannte Sinnfeincr, aus ihrer Wohnung. Sie er­schossen den einen staudrechflich und verwundeten den anderen schwer. Nach den letzten Depeschen aus Cork wurden vierzehn Personen getötet.

Partei-Besprechrmgerr.

Berlin, 14 Dezember. (Privattelegrcmmr.) Am Montag hietten fast alle größeren Fraktio­nen Besprechungen über die Lage ab. Trotz der Erklärung der deutschen Bcamieavereiue gegen

An geheurer Schade».

London, 14 Dezember. (Eigene Dvahtmckl- duvg.) Die Vorkommnisse in Cork beschäftigen die gesamte Presse, die zMreiche Einzelheiten bringt. Das ganze Zentrum der Stadt ist zerstört. Mau schäm die Zahl der dem Feuer zum Opfer gefallenen Baulichkeiten auf fünf­zig. Da man des Feuers nicht Herr werden konnte, ist auch die Feuerwehr von Dublin nach Eork gerufen worden. Der Schaden wird auf sieben Millionen Pfund Sterling ge­schätzt. Mehr als zweitausend Personen find durch den Brand obdachlos geworden.

Bedrohte Verkehrslage.

Berlin, 14. Dezember. (Privattelegramm.) Die in Berlin unter den Eijcnbähnern entstandene Bewegung, die getrennt von der gegenwär­tigen Beamtenbcwegung ausgeslackert ist. hat sich weiter zugcfpitzt Zn einer gestrigen Eifenbah- ncrversammluug wurde die k o m m n n i ft i s ch e Resolution angenommen, die sich für einen allgemeinen Eisenluihuerstreik aussprichtz für den Arm, daß die FordermiaeA der Eisenbahner bis Weihnachten nicht bewilligt würden.

Umsh« Prag.

Bufsuhr der tschechischen Kommnnisten.

(Eigene Drahtmellmng.)

Wien, 14. Dezember.

Der Drahtverkehr zwischen der Tschecho- Slowakei und dem Auslände ist heute früh ein­gestellt worden. Die Ursachen sind Unruhen in verschiedenen Gebieten des Landes im Zu- sammenhana mit der kommunistischen Gcnc- ralstreikserklärung. Die letzten Mel­dungen besagen, daß zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten in einer zu gestern abend ein­berufenen Gewerkschaftsversammlung in Prag eine Einigung über die Befitzverhältniffe des Bolkshauses herbeigeführt werden sollte. Tie Kommunisten versuchen, ganze Arbeit zu tun und beschränken ihre Forderungen nicht mehr auf die Rückgabe des Bolkshauses, bcS von der Po­lizei den Sozialdemokraten übergeben wurde, sondern verlangen auch den sofortige» Rücktritt der Regierung und Sozialisierung der Industrie.

Schwierige Rolmr«.

Die Abrechnung mit dem Ausland.

(P-rtvab-Teleararnm.)

Berlin, 14. Dezember.

Gegenüber im Airslande verbreiteten Gerüch- ten, wonach Tcmschland sich bei den Ansgleichs- chntern ftir zahlungsunfähig erfiärt habe, wird von denlscher amtlicher Seite darauf hingewiescn, daß lediglich eine anderweitige Rege-

Hilfe Mr KleiareMer.

Dio Silfsaktion der Stadt Kassel.

®ie Bereits angetiitMait Hllfsak-ion bcS Magistrats der Stadt Nagel für die Klein, tentuet tarn in der gestrigen Stadtderord- netenversamlnng zur BeipreHnng nnd land auä» eine eintniittße Suftictmnne.

Auf der Tagesordnung der Stadtverordneten­versammlung stand: Bereitstellung eines Verlags bis zu 150000 Mark zu Zwecken der Fürsorge für erwerbsunfähige oder überwiegend erwcibs. bcsHräufte SUcinrer.tnei uns sonstige Personen, die die allgemeine Wohlfahrtspflege noch nicht in Anspruch nehmen. Bei der Begründung dieser Vorlage sagte der sozialdemokratische Stadtver- otimete Bechmann unter anderem, nachdem er erüärt hafte, daß zweifellos eine gwhe Rotlage der Kleinrentoer besteht: Es steht fest, daß Weinrentner nicht in der Lage find, sich die notwendigsten Lebensmittel zu beschaffen. Für die Verwendung des Zuschusses von 150 000 Mark sind von der dafür eingesetzten Kommission kcklgende Grundsätze ausgestellt worden: Es Wer- den einstweilige Beihilfen bewftliigt bis zu 500 Mark und je nach Vermögen verzinssiche oder unverzinsliche Darlehen gegen Sicherheit bis zu 5000 Mark. Bedürftigkeit wird ange­nommen, wenn das Einkommen eines Antragftel- ferS das Einkommen eines Arbeitslosen nicht übersteigt, lieber Unterstützungen bis zn 150 Mark kann der Dezernent selbst entscheiden, sonst ringt die Entscheidung bet einer besonderen Un- terkommisston des Wohlfahrtsamtes, dem unter anderem ie ein Vertreter der kleinen Invalider imd der KlemreMner angehören. Diese Aktion kann, wie der Stadtverordnete betonte, der Not der Kleinrentner keine Rechnung tragen; wenn nicht mehr getan wird, so liegt das nicht am Ät Willen, sondern an den finanziellen 55er- itffen. Dieser Ansicht schloß sich der Demo­krat Pfarrer S t e i n cm. Es sei aber wenigstens ter Anfang gemacht. Hoffentlich so füate er hinzu werden sich Mittel nnd Wege sin- de« lassen, diesen

Aermsten der Ucme«

noch mehr zu helfen. Frl. ConSbruch (Freie bürgerliche VereiuigWgg) begvündete eingehend einen Antrag, statt der vorgesehenen 150 000 Mark gleich 200000 Mark anszuwerfen. Mit der vom Magistrat festgesetzten Summe Lrffe sich nichts Ersprießliches Kisten. Die Kommission dafür möge in engste Beziehungen zum Weinrentner­bunde treten, weil dort die in Betracht kommen­den Kreise gesammelt sind. Erschütternd, so sagte die Stadtverordnete, wirft ein Mick in die Slot dieser Leute, unter denen sich auch zahlreiche Frauen befinden, denen geholfen werden muß. Der Sozialdemokrat Markus War nicht damit einverstanden, daß von den Aermsten der Armen gesprochen wurde. O Ja-Rufe antworteten ihm. Rach Markus faßen unter diese Bezeichnung die Jndaliden-Rentner. Er könne es nicht verstehen, datz Diejenigen, die vor dem Kriege so viel be­saßen. daß sie davon leben konnten, nun, da das Geld entwertet ist, als Aermste der Armen an- gesprochen werden. Der Stadtverordnete Kreiß (Fr. b. V.Mrat ihm entgegen. Gerade unter den kleinen Rentnern sei die Rot außeroitentlich crroß. Wenn früher ein Rentner 1000 oder 1500 Mcwk zu verzehren hatte, so mutz er jetzt am Hungertuche nagen tuÄ> das in einem Mer, wo er nichts mehr verdienen kann. Eine Summe von 150 000 Mark gleicht hier einem Tropfen auf hei­ßen Stein. Bürgermeister Brunner warf zu­nächst die Rechtsfrage auf. Die Stadt habe gar "eine Verpflickftrmg, diese Leute zu unterstützen. Dann aber erkannte auch er ihre Notlage cm.' Sollte eine

Sie SesNlkll-LeMtmz.

Etreikneigung der Eisenbahner.

(Pftvat-Tele aramm.)

Berlin, 14. Dezember.

Der erweiterte Vorstand terEiseubahncr- verbäude erklärte nach einem gefaßten Be­schluß: bie vorgeuommeneu geringen Aufbesse­rungen der Kinderzulage wagen den be­stehenden Tcuerungsverhältnisseu in keiner Weise Rechnung. Das gelte anch für die in Aussicht stehenden gleichen ober ähnlichen Aufbesserungen bet Bezüge für btt Arbeiter. Ter erweiterte Vorstand beauftragte bett engeren Vorstand, alle BerhandlnngSmöglichkeite» zu erschöpfen, um eine entsprcchenbe Erhöhung bcr Bezüge aller Löhne uub Gehälter ber Arbeiter herbeizuführen. Sollte biefer S'hfttt zu feinem Ergebnis führen, so hat bcr Ausschuß mit te-i übrigen in Betracht kommenden Faktoren in Ver­bindung zu treten uub zum geeigneten Zeitpunkt beu Streik zu erklären und durchzusühreu.

Erhöhung der vorgeschlagenen Summe notwendig werden, so würden die städtischen Kör« pecksch.cken nicht zögern, diese Erhöhung zu bewil­ligen. Der Sozialdemokrat Wittrock nahm für seine Fraktion in Anspruch, die ursprünglich auf 100000 Mark festgelegte Summe bereits auf 150 000 Mark erhöht zu habens weil sie durchaus gewillt fei, die Notlage hier auf irgend eine Weise zu lindern. Auch Pfarrer Stein erblickte keine Gefahr tn der Bewilligung von zunächst 150000 Mark, ttmfo mehr, als auf allen Seiten die Bereitwilligkeit zur Hikfeleiftuug besteht. Wenn er von den Aermsten der Armen sprach, so meinte er nicht die Pfennige. Die innere Last werde gerade von den Lleinrentnern furcht­bar empfunden. Sie. die niemals zu bitten und zu betteln brauchten, müssen jetzt ein Stück ihrer Habseligkeiten nach dem (toteren versetzen, Mießlich ihre Betten und ihre Wcidung. Da muß ein furchtbarer Kampf durchgemachr wer­ten' Gerade diese Leute Mlcn im besonderen IfliHe die furchtbare Rot, die im allgemeinen auf uns liegt. Pfarrer Meins FrattionskoKeae Leineweber hielt es für praktisch, znnächst

Um Sberschlesie«. :

Die deutsche Antwortnote.

Die Rote, in der Lloyd George im Namen ber englischen, französischen und italienischen 1 Regierung bie Vorschläge über die Ab stim - mutig in Oberschlesien übermittelte, ' war die höflichste Note, die wir nach der Wieder' aufnahm« d.-r diplomatischen Be-sehnngen mit ' unseren früheren Feinden erhalten Haden. Auf ' eine höfliche Anfrage gebührt sich eine höfliche Antwort. Diese ist auch Herrn Lloyd George nunmehr zuteil geworden, aber ntit Höflichkeit allein macht man keine Politik, und es war des- ' - halb notwendig, daß die deutsche Regierung in ihrer Antwortnote den Rechts st audp unkt klar aufzeigte. Dieser Rechlsflandpnnft geht geht dahin, daß jede unterschiedliche Behandlung der eingesessenen und ber außerhalb Ober­schlesiens wohnenden Stimmberechtigten von vornherein ausgeschlossen ist. Don diesem Standpunkt darf sich die deutsche Regierung fein Jota rauben lassen. Eine andere Haltung wür­de das deutsch« Volk nicht verstehen, das soeben ' seinen Willen eindeutig knndqegeven hat. Indessen, eine nur negativ« Politik ist keine Po- 1 litik, und wenn die Negierung nur den Stand- ; punkt glatter Ablehnung eingenommen hätte, , so wücd.» nach Lage der Verhältnisse höchst, wahrscheinlich irgend ein Diftat die Folge ge- ; wesen sein, das überaus ernste Konflikte hätte. nach sich ziehen können. Wir haben kein In- tereffe an irgendwelcher Koufliktssttrmnmrg, und i unsere Interessen verbieten es uns, eine Kota- i strophenpolitik zu tteiben. Wetm deShnlb bie i deutsche Regierung jetzt den Vorschlag zu rnünd-, lichen Verhandlungen gemacht hat, so ist das , deshalb geschehen, weil sie, hie an Oberschlesisn i des größte Interesse hat. kein Mitte! unter- \ sucht lassen will, um an der Vorbereitung und . Durchführung einer gerechten, geheimen und un= ; beeinflußten Bolksabsümmung in. Qberschlesien - tu helfen. i

Die Entente trägt die formale D.wanLvor- 1 tting, aber moralisch ist auch bie deutsche Re- 1 gierung verantwortlich, die sich schwere Vorwür-1 fe machen müßte, wenn sie nicht alles getan hät- 1 te, um den Ob »rschlestern zu den Rech- \ ten zu verhelfen, die ihnen der Friedens- ; vettrag gewährleistet. Die deutsche Regierung, ist bereit, das in der Note vom 30. November aufgeworfene Problem einer erneuten fachli­chen Prüfung zu unterziehen. Die deutsche Ant­wortnote hat sich nicht allein mit der rechtli­chen, sondern auch mit der fachliche« Sette! ber Ententevorschläge befaßt und ihr« ernsten i Bedenken geltend gemacht. Si« hält eine - Mündliche Aussprache Äs das geeignet- i fte Mittel, um zu allen diesen Fragen Stellung i zu nehmen. Wenn es dazu kommt, daß wir > Berfteter nach Loudon aber einen andern Oft schicken werden, so werden sich unsere Unter- 5 Händler streng an die rechtlichen und fachlichen ' Aentzernngen der deutschen Antwortnote zu Hal- ten haben; fen übftgen müssen sie aber mit et- ' nem Mitzttaum bewaffnet sein und sich in ihren Leitmotiven, nämlich eine Volksabstimmung schaffen m Helsen, die den Bedingungen des Fftedensveftraaes entspricht, nicht durch irgend­welche persönlichen Einfluss.', die bann höchst­wahrscheinlich von französischer und polnischer Seite kommen werten, beirren lassen.

Die oberschlesische Frage ist langst neben ihrer völkischen und wirtschafllicb.-n Bedeutung *n einer AnaÄegenheit ber europäischen Politik geworden. Deutschland hat Oberschlesien wirt­schaftlich notwendig, Polen braucht es nicht. Ab.-r Polen verlangt es auS allgemeinen Macht- gelWen und hinter ihm steht Frankreich. Die französische Politik, so wie wir sie heute am Werke sehen, will Deutschland militärisch ent­waffnen. politisch entzweien, ethnographisch verkleinern und wiftschastlich schwächen. Im ( selben Matze, wie Ob.-rschlesiens Adtremtung Deutschland gegenüber diese Ziele fördern wür­de, soll Polen gekräftigt werden; überall In Eu­ropa macht sich die vordrängente nnd einnisten­de französische Politik geltend; so träumte sie bis vor kurzer Zeit davon, ein Groß­polen zu schaffen und gleichzeitig vom Süden Ruhlands her ein neues Groß-Rntzlanv erstehen zu lassen. Der Zusammen'bruch WrangÄS hat diese utopistischeu Pläne zunichte gemacht. Ruß­land. bf§ sicher eirnntit sich vom Bolschewismus befreien und Wiedererstehen wird, daS wird ganz gewiß kein Frankreich ergcbenv.'S Ruß­land fein. Um so mehr mutz die französische Po­litik bestrebt fein, den polnischen Schützling zu stützen und aus seiner Wiftschafts- und Finanz- Misere (sieben bis acht polnische Mark kfieich ein- deutsche Mark!) m erretten. Und die eng-, lische Pollttk? Ihre frühere Auswirflmg in der Frage der oberschlesischen Abstimmung ' fand schon Erwähnung. Gemeinsam mt ber fran =1 zSsischen hegt sie ben Wunsch, Deutschland von 1 RuMmd getrennt m halten; aber anders aiS|i

Weitere werde sich dann sinten. Schließlich wurde der Antrag E-mshrnch ans den er- wähnten Gründen ctbgelehnt, sodann aber die V-orlagc teS MWistrats ane.«-n o mmeu und

immer mehr um eine der großen Ideen, welche die deutsche Politik ber nächsten Jahre beherr-

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