Verhaftungen wegen Schleichhandels
Iss Besoldungs-Problem
Der
wurden wieder drei Hotels von Kriminalbeamten nach Vorräten dnrchsnchl.
Weitere Verhaftung«» in Sachse«.
Dresden, 11. Dezember. (Privat-Telegramm.) Dir Verhaftungen in Sachsen wegen Getreide- Verschiebungen haben gestern abend eine neue große Ausdehnung erreicht. Der Inhaber der großen Firma Werner in Freiberg ist sc st- genommen. Mit ihm find gestern abend in Chemnitz drei, in Leipzig fleben und in Dresden sechs Verhaftungen von Inhabern von Getreidefirnrrn vorgenommrn worden.
alliiertcn Ueberwachungskommisston in Berlin behufs Feststellung -er Zahlungssähigkeit -es deutschen Reiches, an -en Besprechungen in Brüssel tcilnchmen werden.
Sperrgesetz für die Lander.
Berlin, 11. Dezember. (Privat-Telegrmmu.)
und Beamtenschaft besteht unvermindert fort Verhandlungen find weiter im Gange. Mit Rückficht auf die in den nächsten Wochen in Brüssel stattfindendc Finanzkonferenz hat der D e u t- sche Beamtenbund beschlossen, im Angen- blick von der Urabstimmung über einen Streik A b st a n d zu nehmen. Er stellt die Aktion zurück bis nach Beendigung der Brüsseler Konferenz bezw. bis nach den Feiertagen. Der dem Bnnd angehörende Reichsverband der Po stund Telegraphenbeamten tritt diesem Beschluß bei und glaubt die in seinen Mitglieder, kreisen herrschende Erregung bis dahin zurück- dämmen zu können. Der Deutsche E i s c n b a h- nerverband befürwortet aber weiterhin den Streik. — Gestern abend fanden 2 radikale Be- amtenversammlnngen statt. Sie erklärten die Zugeständnisse der Regierung nicht für genügend. Dem Deutschen Bemntenbund wurde Verrat an der Sache der Beamtenschaft vorgeworfen. Die Redner sagten, daß nur das gemeinsame Zusammengehen der Beamten mit den Arbeiter« die „Besettignng des AusbeutertumS" bringe. Alle Redner forderten zur Streikbereitschaft der Beamten aus und ernteten stürmischen Beifall.
Was kann Deutschland zahlen?
Genf, 12. Dezember. (Eigene Trahtmeldung.) Aus Par".s wird berichtet baß die Chefs der
Maßnahmen in Oesterreich.
Wien, 11. Dezember. (Eigene DvchtmeldMg.) Die Regierung hat ein Gesetz gegen die Preistreibereien erlassen, welches Freiheitsstrafen bis zu zehn Jahren verhängt und Geldstrafen bis zu 10 Millionen Sirenen vorsteh!
Das BesoldmrgS-Sperrgesctz, durch das den Ländern untersagt werden soll, ihren Beamten höhere Bezüge zu gewähren als die R e i ch 8- beamten beziehen, ist tm Reichsrat mit allen gegen die Sttmmen Bauerns angenommen worden. Auch im Reichstag kann die Annahme des Sperrgesetzes als gefichert gelten. Der Berfas- sungsausschuß des bayrischen Landtags beschloß jedoch neuerdings einstimmig, gegen die Vorlage in ihrer Form und ihren Entwurf W i - versprach zu erheben, namentlich auch mit Rücksicht darauf, daß die aus Arttkel 10 Absatz 3 der Reichsverfassung geforderte Zuständigkeit des Reichs zum Erlaß solcher ins Einzelne gehender Vorschriften erheblichen Bedenken begegnet
Berliner Hotels «nd Kaffees.
Berlin, 11. Dezember. (Privattelegrsmrn.) Wie dem Berliner Tageblatt mitgeteilt wird, ist gestern abend der Leiter des Kaffees Kranz ler unter dem Verdacht des Schleifhandels auf Atwrdnung der Berliner Staatsanwaltschaft in Hast genommen worden. — Die Inhaber von
-le Haltung der Beamten.
lPrtvat-Tclearamm.)
Berlin, 11. Dezember.
Gegensatz zwischen Regierung
Zeitungs-Verbot.
Basel, 1L Dezember. (Eigene Drahtmcl- dung) Die interalliierte Nheinlaudkomiuissiorr hat die Veröffentlichung von solchen Zeitungs- artilelu in den besetzten Gebieten verboten, die sich mit dem deutschen Kinderelend befassen und das Elend auf die Forderungen der Alliierten gegenüber Deutschland zurücksühren. Zeitungen, die sich in dies.-m Sinne vergehen, werden auf vierzehn Tage verboten und Nie Verleger mit hohen Geldstrafen belegt.
Reichstag und Reichsrat.
Berlin, 11. Dezember. (Privat-Delegrarnrn.) Der Reichsrat hat gestern nachmittag de« Beschlüssen des Reichstages über die Erhöhung der Kinderzulagen für die Beamten zugesttmmt
Gefährdung der Großstädte.
Leipzig, 11 Dezember. (Privattelegramm.) Im sächsischen Kohleilrevier stehen zweiundzwan-- ziatausend Bc-lgh-me im Streik. Zu den gestrigen Atzendschichten sind nur wenige Bergleute eiitue« sichren Das Eleftrtzirälswtrk in Zwickau ist ohne Betrieb. Die Großstädte Leipzig, Chemnitzund Plauen sichln vor -er kaum abzuwendcn-en Gefahr -er Einstellung des Betriebs. in -e» Gas- und Elektrizitätswerken.
Lebenswichtige Betriebe
Aerztliche Gutachten.
®U sehr notwendig dir Aufrechterhaltung der Ie6en6ieid>tioe» Betriebe in Streitfällen ist, «ehe aus »en ärztlichen tLutaeylcn hervor, bi« den Ans tand in solchen Beirieden verurteile». Anläßlich des Berliner Elettrizitätsarbeiter- streiks haben auch die Berliner Aerzte eine berufliche Stellungnahme zu -er Stillegung lebenswichtiger Betriebe genommen. Diese Ausführungen sind umso bemerkenswerter, als sie 1 erst einmal erweisen, wie sehr dieser Berussstan- in seiner heiltätigen Ausübung infolge Fehlens von elektilschem Strom und Gas gehindert ist Der Vorsitzende des Groß-Berliner Aerzte- Bundes, Professor Dr. Rudolf L e n n h o f f, äußerte sich gutachtlich folgendermaßen: „Die Gefährdung von Gesundheit und Leben dürch Einstellung der elektrischen Beleuchtung in Krankenhäusern steht außer Frage. Die Gefahr ist aber nicht dadurch beseitigt, daß sei- tens der T e ch n i s ch e n N o t h i l f e die ö-ffent- lichen Krankenhäuser mit Strom beliefert wcv- den. Ein sehr erheblicher Teil der anstaltsbe- dürftigen Kranken in Groß-Berlin ist in Privat- Krankenhäusern und Privat-KNniken untergebracht, deren Zahl die Hundert West übersteigt Nach ärztlicher Auffassung ist auch durch Belieferung bkfftr Betriebe den gesundheitlichen Gefahren bei iveitem nicht ausreichend begegnet. Keder A r z 1 ist in seinem Sprechzimmer auf ge- nügende Helligkeit angewiesen. In übergroßer Zahl gehören Behaudlungsfälle zu dm Alltags- erscheinungen, bei denen es lediglich
von der Beleuchtung abhängt,
um $. B. einen Fremdkörper aus Nase, Ohr, Schlund. Auge entfernen zu können, dessen Verbleiben die säzwevsten gestmdheilluchen Gefahren zur Folge haben würde. Ebenso wichtig ist die gute Beleuchtung für alle im Sprechzimmer aus- zusührenden operativen Eingriffe. Was für die Sprechzimmer der Aerzte gilt, hat in gleicher Weise Geltung für Wohnungen, in betten sich Kranke befinden. Don der Gesamtheit bet’ SchwerkranSen ist ja nur ein Bruchteil in Stron» fenbäufern oder Kliniken: sie alle ftnb gefährdet, wenn es an genügendem Licht fehlt Es kamt attch verhängnisvoll werden für den Kranken, wie für seine Umgebung, wenn mangels ausreichender Beleuchtung der zugczo- gene Arzt nicht in der Lage ist, rechtzeitig eine Diphtherie, Scharlach oder andere ansteckende Krankheit ju erkennen. Wird der Arzt zu einer Entbindung oder sonst, gerufen, wozu er Instrumente oder Medikamente mitnohmen muß, dank braucht er Licht, um sie ordnungsgemäß zusam- mmzustelleu. Fehlt es in der Wohnung bei Entbindungen an Licht, dann sind die Gefahren uns- absehbar. Dies gilt gerade jetzt auch für die tot» geheuer zunehmenden Fehlgeburten. Die Zahl der durch Fehlgeburten bedingten Todesfälle ist ohnehin schon so erschreckend groß, daß sie durch Unzulänglichkeiten der Behandlung nicht noch mehr gesteigert werden darf. Hefter den Mn n- gel an Gas ist dasselbe M sagen, wie über den elektrischen Strom. Es kommt hinzu, daß gerade
viele kleine Wohnungen gegenwärtig vornehmlich ans Gaskochgele- qenheit eingerichtet sind. Wenn Arzt oder Hebamme bei einer Entbindung kein oder nicht genügend heißes Wasser haben, bestcht in jedem Falle die Gefahr eines die Mutter tötenden Kindbettfiebers." — Diesem Gutachten schloß sich der Vorsitzende der Brandenburger Aerztekammer, Geh. Sanitätsrat Dr. Stöter, mit folgender Aeußerung an: „Dem Gutachten des Herrn Vorsitzenden des Groß- Berliner Aerzte-Bundes schließe ich mich durchaus an, in der Ueberzeugung, daß Zustände wie le der willkürliche Streik der ElektriziWsarbei»
Unter fremder Zensur.
Knebelung des freien Wortes.
Neue deutsche Noten sind, wie unsere gestrigen Telegramme meldeten, den Ententever- tretern in Berlin überreicht wanden. Darunter befand sich eine, die vielleicht noch Weiterungen nach sich ziehen wird, wenn bte Entente sich nicht damit zufrieden gibt Ich meine die ablehnende Antwort ans das Redeverbot. Es war wieder einmal eine empörende Demim- gung, als die Alliierten verlangten, deutsche Minister sollten, wenn sic das besetzte Gebiet bereise«, ihre Reden der Enten^kommission vorher zur Prüfung vorlegen. Solche Reden, wie sie der Reichskanzler Fchrenbach und der Außen- U'inister Simons kürzlich in rheinischen Städten gehalten hrbcn, dürfen nicht wiederholt werden — angeblich im Interesse der öffentlichen Ordnung. Wie unsere Minister die öffentliche Ordnung „gestört' haben, ist ja noch in frischer Erinnerung Sie haben sich sehr sachlich gegen die übermäßig hrhe BcsaHnngszahl und die dadurch verursachten hohen Kosten ausgesprochen, haften Frankreichs Verschleppungstaktik erwähnt, gegen das Schicksal tarn Eupen und Malmedv protestiert und an die Ausschließung Deutschlands vom Völkerbund erinnert. Für diese „Vergehen" ist den beiden Ministern jetzt eine Rüge erteilt worden und für künftige Fälle ist gleich die War- ttung gegeben worden. Diese Warnung soll ans Betreiben Frankreichs und Belgiens geschehen sein, aber der Umstand, daß gemeinsam mit dem französischen und belgischen Vertreter auch der englische Botschafter die Note dem deut- fchen Außenminister üherreichtc, v.nb daß Italien und Amerika diesen Schritt nicht verihinderten, ist bezeichnend. Wir sehen, in welch wirrer Geistesverfassung unsere Gegner sich noch befinden. Daß wir tm eigenen Hause nickst mehr Herr sind, müssen wir täglich unter dem Druck der Fremdherrschaft fühlen, aber daß auch die freie Meinungsäußerung verboten wird, ist ein Eingriff in die Souveränitätsrechte, der entschieden zurückgewiesen werden muß. Noch ist das Rheinland deutsch, und die rheinische Bevölkerung wehrtsich gegen ieben Versuch der Aus- dräugung französischer „Kultur"!
Was unsere Minister damals am Rhein gesagt haben, wird jeder Deutsche unterschreiben. Wenn wir schon — Gott seis gellagt — keine Diacht haften, uns der sremden Erpresser zu er« wehren, so sollen sie doch wenigstens unsere Meinung hören. Es muß immer wieder betont werden — und lebe Gelegenheit ist dazu zu benutzen — daß der Versailler Vertrag ein Bubenstück ist, un!d daß die militaristische Methode, Deutschland auszusaugen, nicht allein uns, sondern auch den Alliierten schaden *trb. Es werden täglich neue Schandtaten aus dem
Amftimd in Sachs«.
Arbeitseinstellung der Bergarbeiter.
(Drivat-T el c acammä
Chemnitz, 11. Dezember.
Tic Chemnitzer Volksstitume berichtet: Gestern wurde von den Bergardeiicrn beschlossen, -atz am gestrigen Freitag die Bergarbeiter in ganz Sachsen die Arbeit ernstcllcn. Der Bera- arbeitcrverftand hat die Führung -es Streiks übernommen. Die notwendigen Sicherhcitsarftci- teu wilden verrichtet Tas internationale Streikkomitee für den Bezirk Lligau-Oclsnitz befindet sich in Lngau. Wie milgetcilt wird, fanden am Freitag weitere Verhandlungen in Zwickau statt. Die Bergarbeiter des Planenschen Gebiets find ebenfolls in den Ausstand getreten. Zwischenfälle haften sich nicht ereignet. Die Notstanosarbei tcn werden auch hier auSgeführt
sechs Hotels haben Vorladungen vor den Untersuchungsrichter erhalten. Gestern abend1
besetzten Gebiet bekannt wie die deutsche Bevölkerung dort unter der Knute gehalten wird. Für znzichende deutsche Familien ist keine Wohnung zu haben, weil die Besatzungisbehörde jedes freie Zimmer beschlagnahmt hat. Die Deutschen sind noch immer gezwungen, in ihren eigenen Wohnungen in den engsten und dunkelsten Räu- inen zu leben, damit die größeren Zimmer von den fremden Offizieren und Unteroffizieren nebst Familien bewohnt werden können — unter Benutzung der Möbel und des Etzgeschirrs des deutschen Wohnungsinhabers. Dabei darf der Geschädigte nicht seinen Unwillen äußern, denn er ist überall von S v i o n J n umgeben. Vor einigen Tagen schoß in Aachen, wie ein Telegramm berichtete, ein belgischer Posten nachts auf harmlose Bürger, die auf dem Heimweg waren. Wenn sich ein Posten solchen gesährltchen Sport erlauben darf, ist das ein 3eichen von der haßeriüll- ten Gesinnung der oberen Stellen. Nicht zu vergessen ist das sittenlose Auftreten namentlich der weißen und schwarzen Franzosen. Wie die Plage im Einzelnen unerträglich ist so ist die Belastung des deutsch,rn Reiches durch die ungeheuerlichen Befatzunaskosten und die ständiac Drohnng unt rem Eiumarfch ein pestartiges liebet.
Es hat gonz den Anschein, daß die Franzosen sich ein sadistisches Vergnügen daraus machen, die Deutschen noch mehr zu quälen. Die ftanzö- sifchc Militärbehörde in Mainz hat fetzt von ihrer Regierung Vollmacht erhalten, die Freiheit der dortigen Bevölkerung „im Interesse der öffentlichen Ruhe und Ordnung" weiter zu beschränken Das bezieht sich, wie der Pariser „Matin" bemerkt, auch auf bie Reisen und Reden deutscher Minister! In Trier h.tt die französische Zensur schon mit besonderer Schärfe eingesetzt. Die bnriige sozialdemokratische Zeitung hatte einen Anffatz des Schrift st'llcrs Rcbour abae- .mteft, der in der Pariser „Hrrmauits" erschienen war. Darin war dos deutsche Kinderelend mit folgenden Sätzen geschildert: „Wenn wir (die Alliierten) fortfahren, täglich, stündlich so viele arme Leben zugrunde gehen zu lassen, so werden wir alles Recht verlieren, den deutschen Osfi- zicrcn selbst ihre „Verbrechen,, vorznwcrfen. Das unfrigc ist L'.et schwerer, dr es väbrend -cs Friedens begougen wirs" Daraufhin ist das
ter herbeigeführt hat, eine schwere Gefährdung her Gesundheit der Groß-Bcrlincr Bevölkerung bebauten. Sache der Reichsregicrung und aller beteiligten Instanzen muß es sein, die Bevölkc- rung vor den schweren Schäden zu bewahren. welche die Abschneidima von Licht, Gas und Wasser hevaufbefchwört. Mehr denn je ist heute fcdeS Menschenleben kostbar, und es kann nicht geduldet werden, daß solche durch kleine Arbei- tergruppen aufs Spiel gesetzt werden, die sich der katastrophalen Auswirkung ihres Vorgehens nicht bewußt sind. In diesem Sinne kann auch seitens der Bevölkerung selbst, durch Beitritt zur Technischen Notbilfe. noch viel ge- schehen, um die Kranken uni> hilflosen vor schwerster Gefährdung zu bewahren."
Bttschwenwog von MiMosen.
Ein Riesen-Skandal von 1919.
Em Vertrag wird jetzt angcfvbten, wodurch die im vorigen Fabre b.sichende Regierung die Verwertung von Reichseigentum, drs aus dem firi-gc stammte, an einen Herrn Cahn, Vertret« der »Derttschcn Werke" übertragen
Erscheinen des Trierer Blattes füt einige Zeit verboten werden; aber cs wurde zunächst noch gezwungen, einen anderen Anffatz zu veröffentlichen, worin die Ablieferung der deutschen Milchkühe für Frankreich gefordert wurde! So arbeiten die Franzosen. Nach dieser verwerflichen Politik und angesichts der Anwendung der Zensur dürfen sich die Alliierten nicht wundern, wenn in Deutschland das Gefühl der Verbitterung nicht eiufchläst. Und doch ist eine stille Genug- tuung dabei: durch solche Mittel Wird das Rheinland nur noch fester an das deutsche Reich geschmiedet! K.F.Dr.
Gegen den Schleichhandel.
Verhaftung von Gotretdehändlern.
lDrivat-Tekegramm.1
Leipzig. 11. Dezember.
Sechs Gctreidchänbler atrs Sachsen sind jetzt verhaftet worden. Tie 8htgelegenbeit hat in Freiberg ihren Ursprung. Dort wurde gegen eine Firma von kommunistischer Sette Auflage wegen Vergehens gegen bie Bestimmungen im Geireidehatldcl erhoben. Ter Inhaber der Firma und fein Prokurist wurden im August dieses Jahres verhaftet. Die genauen Ermittlungen der Freiberger und Dresdener Staatsanwaltschaft dehnten sich saft auf den ganzen deutschen Getreidchandel aus. Rach einer anderen Mitteilung nimmt die Affäre ihren Anfang von der Verhaftung eines gewissen Ohrert in Freiberg, der damals Getreide-Einkaufs. Kommissar für den Kimnnutalvcrftanft Freiberg war nnb sich schuldig gemacht haften soll.
Unter Ser Fremdherrschaft.
Der Zwang gegen Deutschland.
(Eigcnr Drahtmeldmtg.)
Brüssel, 11. Dezember.
Dem Brüsseler „Seite" zufolge l-at die belgische Kammer einstimmig die Auslassungen -eS AuSlandsministers gebilligt, die dahin gingen, daß Belgien an ollen Zwangsmaßnahmen teil nehmen müsse, um Dcntschlard zur Erfüllung seiner Vertragsverpflichtungen anzuhalten. Auch die Sozialisten, bereu Führer Van- bermelfte nicht einuml gegen die Drohung der Besetzung weiteren deutschen Gebietes Protest einlegte, nahmen gegen die Rede des AnSlands- ministers feine Oppositionsstellung ein.
Nummer 288
Sonntag, 12. Dezember 1920
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10. Jahrgang.
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