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Hesstsche Abendzeitung

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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Nordamerika stützt Argentinien

M llölltl M MM M litt WkW. Eüae nme Belastung

Kabinett ««d PartetgegensLtze. — Die Frage des Gesamtstreiks. ®te auserorbentiits« Mn»»,«»» v«s «c

— Die Frage des Gesamtstreiks.

Antrag angenommen, der die ReichZregierung I ersucht, die biSher für die Zeitungen gel-

zeiten Zehntousrnde von afrika,tift'>en Truppen

stoßung der Waren her-

Vertritt.

Die Zeitungswelt wurde in diesen Tagen durch eine ebenso eigentümliche wie unve-ständ- liche Entscheidung des Reichskabinetts über­rascht. Der Reichstag hatte am 19. November einen von Vertretern aller Parteien gestellten

mis durch den Versailler Friedensvertrag be­geben haben, durch eine völlige finanzielle Ab­hängigkeit von Amerika noch zu erhöhen, dazu besteht in Deutschland keine Neigung. S.

Berlin, 9. Dezember. (Privattelegramnl) In politischen Kreisen sieht man mit Bezug auf die neuen Beamtenforderungen die Lage für nicht ganz ungefährlich an. Reichsfinatt z- minister Wirth ist fest entschloffen, wenn für die Beamten mehr bewilligt wird, als ihnen bei der Finanzlage zugestandrn werden kann, zu­rück zutreten. Biclleickft bleibt es auch nicht Sei dem Rücktritt des Reich-Sfinanzministers, auch der Reichskanzler will, wie das Berliner Tageblatt hört, seinen Rücktritt erfiärett, wenn die Regierungsparteien sich nicht an die Verein­barungen halten. In letzter Stunde haben im Reichstag Berhandlnugen stattgesunden, nm eine Verständigung noch zu versuchen. Tie Re­gierungsparteien erivügen, ob innerhalb der schon gewährten Mittel vielleicht eine andere Verteilung dergestalt möglich wäre, daß allge­meine Teuerungszulagen gewährt und die Kin­derbeihilfen entsprechend gekürzt werden. Die Reichsregierung aber erklärt, von ihren Beschlüffen nicht abgehen zu können und weist darauf hin, daß der ReichSrat keinesfalls zustim- mcn würde. Die Lage muß unter diesen Umstän­den als äußerst ernst bezeichnet werden.

immer größerer Bestimmtheit ausgetreten, daß fühlende amerikanische Kreise Pläne ausgearbei- tet haben, nach den-en Deutschland Rohstoff- Kredite gewährt werden sollen unter Heran­ziehung des in den Vereinigten Staaten be- schlagnahmten oder bereits liquidierten deutschen Verutögcus. D'an kounte daraus den Schluß ziehen, daß Amerika, von dessen Hilfe man sich feit Monaten in Der - ■ • - ■ -

Set Schrecke» am Rhein.

Protest eines Engländers gegen die Schwarzen. (Privat-Telegramm.»

Köln, 9. Dezember.

Allmählich wird auch das Ausland auf das aufmerksam, was sich am deutschen Rhein ab spielt. Die Sch m a ch der schwarzen Be­satzung wird fetzt auch schon von gerecht den­kenden Ausländern empfunden. Der Englän­der E. D. Morel erhebt jetzt in einer Schrif: ,,Der Schrecken am Rhein" schärfsten Protest gegen den französischen Militaris­mus . der sich nm Rhein austobt. Er führt alle die zahllosen Gewalttaten der fi^vorzen Trup­pen an und erklärt: „Tie Anklage rich et sich ge­gen den französischen Militarismus, weil er die Völker Afrikas zwangsweise zum Heeresdienst ausgehoben und Zehntausend« von asri anl- s ch e n Soldaten in das H e r z E u r o p a s ge­worfen hat. Die Anklage richtet sich gegen den

Scharfe Äugriffe.

Genf. 9. Dezember. (Eigene Drahtmcrduug.) In der Mitltooch-Sttzung des Völkerbundes, die sich mit dem Bericht über tag Verhältnis der technischen Organisation der V-ersanrmluug und deb BöttersundratS bejck-aftigte, kam es zu scharfenAngriffen auf jene Organisation durch den kanadischen Delegierten Rowell, deren Ziel die EriWrung war, daß Kanada sich nicht mehr finanziell an den Zänkrcien Euro­pas beteiligen könne. Der Australter Mille unterstützte Jiowell, tu ährend der französische De­legierte und Stoor (Schweiz) ihm die Bestinmn-.n- gcn des VölkerbundstatutS cntgeg schielten, Dar­auf wurde dieser Bericht jtt einer neuen Bespre­chung an die Kommission zuviickoenviesen.

Am der br^etöLlsseK-FSrssrße.

Bestrafung in Betrugsfällen.

Ans Berlin wird uns geschrieben: Bei der Berliner Enoerbslosenunterstützung laufen viele UnregeLmäßigkeitcn unter, weil »ine genaue Kon­trolle der Unterstützungsempfänger in solchen Großstädten nicht möglich ist. To kommt es, daß eS vielfach einzelnen Personen gelingt, zu glei­cher Zeit zwei- und mehrmals die Unter«

rutschland viel versprach, nun n Worten zu Taten zu schrei-

Amerikas Hilfe.

Vorsicht gegenüber der Entente-Notenbank.

In der letzten Zeit sind die Nachrichten mit

renden Post-Gebühren-Sätze noch um ein Vierteljahr Anger, also bis zum 31. März 1921 in Kraft zu lassen, d. h. die im vorigen Sommer beschlossene Erhöhung noch ueinmal zu vertagen. Ucber diesen Beschluß ist das Reichs, kabinett aber inzwischen einfach zur Tag-s- ordnung übergeMUgen, die vom Vertrauen des Reichstags abhängige Regierung hat statt den ein­mütigen Wunsch der Volksvertretung $u erfül­len, diesen einfach nicht beachtet. Das hat man im Reichstag wohl kaum vorausgcseden, denn sonst würde man wohl dazu übergcgängen sein, Von seiner Machtvollkommenheit Gebrauch zu machen und den Wunsch in einen endgültigen Beschluß zu kleiden. Man hat davon nur abge­sehen. weil die Zeit außerordentlich drängle und ein gesetzändernder Antrag ebenso wie jedes Ge­setz dreier Lesimgen bedurfte, hielt aber die Er­füllung deZ Wunsches für seWstiverftSnldlich.

Umso größer muß nun hie Uebcrraschung sein, daß die Regierung dem Reichstag nicht gefolgt ist. Wenn sie sich mit dem Geparsten trug, dem ihr von vornherein bekannten Antrag nicht statt- zugeben, so wäre es wohl ihre Pst'icht gewctzm, bet der Beratung im Reichstag ein; entsprechen­de Erklärung abzugeben und so eine Erörterung hervovzuvufen, die eine Klärung der in Betracht

®ie autzerorventNckte Mnanjnot 6e6 R-chr« tjeiM die Regierung zu uiversi-iudiiltzen Matznahmeu. Das »eftteben, auf alle Fälle di« Einnahmen ,u «rtzSheu, hat fie »«ranla&s, die Zeitungen wieder mit einer Sondersteuer 8“ delesten. vi« da» Scitung«getcztbe und »amt» di- Seffeuttiehkeir schwer schädigen.

in europäische Gemeinden einqnartievl hat. Die Anklage richtet sich gegen den sranzöstschen Mili- tarismns,"weil er eine Poliiik eingeleitct lmt, die demoralisierende Wirkungen in Eu­ropa erzeugen mutz. Die Anklage richtet sich ge­gen den französischen Militarismus, weil er eine Politik eingÄeitet hat. die unberechenvax böse Folgen in Afrika ,md für Afrika zeitigen muß."

Sie MlsthM<s°Kkise. - Argentinien und Vereinigte Staaten.

(Eigener Drahtbrricht.)

Genf, 9. Dezember.

AuS Buenos Aires wird gemeldet: Der Bot­schafter der Bereinigten Staaten sprach dem Mi­nister des Aeutzern Argentiniens feine Glück­wünsche zu dem Schritt der argentinischen Delegation in Genf aus und erklärte, daß die Bereinigten Staaten gleicher Ansicht feien. — Immer mehr gewinnt in den Kreisen der Dele­gierten die Ansicht die Oberhand, daß Argen­tiniens Rücktritt auf den Einflntz der Vereinigten Staaten znrückzuführen fei, da Hard»,-, selbst im Gegensatz zum Bölkerbund rin von ihm ins Auge gefaßtes Konkurrenz-Un­ternehmen ins Leben rufen möchte. UebrigenS sollen die argentinischen Delegierten vor ihrer Abreise angedrutet haben, daß wahrscheinlich Amerika tue von Argentinien verlangten Aende- rungen als Bedingung eines eventuellen Eintritts in den Bölkerbund durchsetzen wolle. Ta nun Amerika offiziell Argentinien zu feiner Haltung beglückwünschte, erscheint das anfangs rätselhafte Benehmen Argentiniens ziemlich aufgeklärt.

Beratung der Parteien.

Berlin, 9. Dezember. (Privat-Telegramm.) Roch gestern abend haben Besprechungen der Partcivorstände stattgcfuuden, um die Gegensätze in der Frage der Beamten- Teuerungs zulag en anszugleichen. Die Mehrheitsfozialisten wollen heute frsih die Be- sprechugen fortsetzcu. Gestern abend erklärten sich fast alle Parteiführer gegen den Vorwurf, die Regierungsmehrheit zu sprengen und das Kabinett Fehrenbach zu Fall zu bringen. Vor­aussichtlich wird die parlamentarische Situation bei der heutigen Reichstagssitzum, geklärt sein.

Fortd uer der Verhandlurrgen.

Berlin, 9. Dezember. (Privat-Telegramm.) Die gestern nachruittaq im Reichsfinanzministe­rium zwischen den Eisenbahnerverbäa- d e n und den Reichsministcrien eingeleiteien Verband!ungen, an denen auch M-tglie- fcer des intetfrakrionclleu Ausschusses teilnah- men, sind bisher nicht zum Abschluß gelangt.

Eine Klärung der Verhältnisse, wie sie durch die Sondcraktio-n der Eisenbahnerverbände entstan­den sind, wird erst in den nächsten Tagen zu erwarten fein. InEssen ist die Bewegung in ein radikales Fahrwasser gelangt. Dort'brachen die Bahnbeamten die Verhandlungen mit der Direktton c6 und erklärten, keine Verantwor­tung für etwaige Folgen übernehmen zu kön­nen. — Die Berliner Post- und Tclegra- phen beamten protestieren gegen die ableh­nende Haltung der Ministerien.

kommenden Fragen hätte herbeiführen können. Statt dessen hat die Regierung es vorgezogen, das betroffene Gewerbe und mit ihm den ganzen Reichstag in Sicherheit zu wiegen und dann plötzlich vor die vollendete Tatsache der Ab­lehnung zu stellen. Merdings hat das Reichspostministerium uyter dem Tage der An­nahme des Reichstags nachträglich seine Stel­lungnahme in einer kleinen Denlschrift llarge'.ogt und darin für die Ablehnung sich ausgesprochen. Diese Denkschrift geht aber mit keinem Won auf die Gründe ein. die die Regierung zu ihrer bisherigen Haltung in dieser Frage veranlaßt hatten, sie versucht garnicht einmal den Nachweis zu erbringen, daß diese Gründe sortsallen oder abgeschwächt wären. Davon kann ja auch tu der Tat gar keilte Rede |eir. Das Reichskabinett hat sich durch frtnen Beschluß, dein einstimmigen Wunsch des Reichstages keine Folge zu geben, mit sich selbst in Widerspruch gesetzt.

Die Frage, ob die Presse die neue Erhö­hung zu tragen imstande sei, ist nicht nur von dieser, sondern bis vor kurzem auch von der Re­gierung selbst und bis heute, wie der Reichstags- beschluß beweist, von der Volksvertretung ver­neint worden. Die Regierung, die ja toieder- hvkt ihre Pressefreilndlichkeit erklärt hat, muß doch ebenso, wie die Abgeordneten aller Parteien wissen, wie die unmöglichen Erhöhungen der Be­zugs- und Anzeigenpreise sich aus gewirkt ha­ben. Wenn ihr das aber bekannt war, dann hät­te sie zu diesen schädigenden Wirkungen hinzu­rechnen müssen die neueste Sonderbelastnng der Presse. Gleichvi.-L, welche Art von Ze'-tungen cz angeht, es handelt sich int ganzen wieder um eine Millionen bcttagende Sondersteuer, also um eine neue unumgängliche Zwangserhöhung der Bezugspreise. So lockert man schließlich das wirtschaftliche Fundament der Zeitungen. Wenn je irgendwo, so durfte hier nicht der Standpunkt des reinen Fiskalismus eingenmmn.'n werden. Zwischen allen Beteiligten, Regier ung .Reichs­tag und Presse hätte sich ein billiger Ausgleich bei allseitigem guten Willen gewiß finden lasset!. Dazu war die vom Reichstag einmütig geforder­te Vertagung um ein Vierteljahr notwendig. Die Art und Weise, wie die Regierung Wer Reichs­tag und ihre eigene hi »beriete Praris von heute auf morgen rücksichtslos hinweggeschrttten ist. verrät leider, daß der Drang noch Einnahmen die sachliche Erwägung zu überwuchern droht. Daraus spricht eine grundsätzliche Anschauung, von der wir unS nichts Gutes versprechen können.

bereit fei, endlich von_______„_______

text, und Deutschland mit einer finanziellen Un­terstützung helfend unter die Arme zu greifen. In der Tat wäre es Zeit, daß der größte Geld­geber der Welt sich endlich bereit finden würde, von seinem lieberfluß an andere Staaten abzu­geben, die vom Schicksal nicht so begünstigt ge­wesen sind, wie Slmerika während der Zeit des Krieges. Für die SCmerifaner war ja der Krieg nichts anderes als ein glänzendes Geschäft, und wirrend auf den Schlachtfeldern Europas Tau­sende und Abertausende in Rot und Elend ver­kamen, füllten sich die Taschen Amerikas mit Millionen und Milliarden Goldes, das über das große Wasser als Bezahlung für die von den Amerikanern zur KriegMrung gelieferten Kriegsmittel floß.

Deutschland hat ohne Frage die Hilst Ame­rikas nötig und es könnte sie. wenn sie gewährt lvürde, unter den heutigen Verhältnissen sehr wohl brauchen. Abr auf der anderen Seite jst doch das Bedürfnis Amerikas, von seinem Wn- renüLerfluß der Welt abzugeben, nicht minder «roß, und man stcht daher in deutschen maß­gebenden WirtschafMreffcn auf dem Stand­punkt, daß man Amerika an Deutschland heran- kommen lassen soll, und daß wir uns auf Vorschläge, tote etwa den einer Entente-Noten­bank, auf keinen Fall einlaffen fömten. Deutstb- »md hat keine Lust, sich in die toirtschastliche Hö­rigkeit der Amerikaner nicht bloß für Jahre, fön-! dorn für Jahrzehnte zu begeben. Wenn Amerika auf keinem anderen Wege uns Hilfe gewähren wZll, so kSnnen wir darauf verzichten. Denn schließlich können auch sic mcht, wie König Mi­das in seinem Gold-, in ihren Waren ersticken _ Die amerikanischen Kreditplänc muß man in Deutschland ohne jebe Uöberschwengfichkett und allzu große Hoffnungen betrachten. Sie sind vvin amerikanischen Standpunkt aus gaschen, nichts Werter, al» ein Geschästsmanöver, um der eioe- Jlü- Wirtschaststrist Herr zu werden. Borläufiq Klnt man luAmertta noch der Ansicht zu sein, daß Deutfchland bet seiner kritischen Wirtschafts­lage bereit fei, zu jedem Angebot Ja und Amen zu sagen. Darin dürften sich die Amerikaner aber verrechnen. Es bleibt Deutschland vor­läufig nichts weiter- chria, als sich mtf den Standpunkt zu stellet, der sich, wie die GesLich-le beweist, stets in ähnlicher Loge als der beste be­wiesen hat: Hilf dir selbst! Uns auf die amcri- kaniscke Hilfe irgendwie verlassen, dos kön.teri totr nicht vage». Denn es jst ja bis heute noch keineswegs genou bekannt, unter welchen Vor- aussetzungc i sie gewährt werden «soll und wel­chen Kla'tscln sich Deutschland ettva unterwerfen müßte. Wenn Amerika einen Wea findet, den auch DeuLfchland zur Rettung aus feiner finan-

Es besteht kein Grund zu der Aiuvahme, daß die Amerikaner, wenn sic jetzt wirklich daran den­ken sollten. Deutschland Roystofffredite zu g?= währen, dies aus CMer Menschlichkeit und aus Erbarmen mit dein schwer diriiicderliegcndet^ Deutschland tun. Was sic einzig und allein lei­tet, sind Gefchästsriicksichten. Wenn heute der Plan fror Rohstoffkredite mich von ernsten Stuten in Amerika erwogen wird, und wenit Namen tote I. P. Morgan als Vertteter dieser Idee genannt werden, so ist der Hauptarund da­für in der eigenen schweren Wirtschafts­krise zu suchen, in der sich Amerika seit Aio- natcn befindet. Daß Shnertfa die bedeutenden überschüssigen Warenvorräte unter allen Umstän­den abstoßen mutz, ist sicher. Daß aber eine Ver­ringerung dieser Besümbe nur durch Verkäufe ins Ausland erfolgen kann, das wissen die aute- rikanischen Geschäftsreise selbst am allerbesteu. Schließlich ist man in Newyork auch klug genug, um zu erkeimen, daß das Ausland nach seiner Wirtschaftslage nicht Preise bezahlen kann, die. von seiner Valuf. aus geschen ,als fabelhaft bezeichnet werden müssen. Tas Ziel der ameri­kanischen Vläne ist nun offenbar, die Berläust der überschüssigen Waren, die den amerikanische».: Warendampfteffel beinahe zum Zerplatzen brin­gen, möglichst rasch abzustoßen, dabei aber die Preist der auszuführenden Waren noch möglichst hochzuhalten. Ob es sich um ein einziges Projekt handelt, das die amerikanischen Wirtschastskretse durchführen wollen oder ob verschiedene von einander unabhängige Pläne vorliegen, läßt sich noch nicht nut Sicherheit sagen Nur so viel stcht feft, daß die Verwirklichung dieser Pläne umso eher eintreten wird, je fiihWarer in Amerika das

»teilen Not gehen tarnt, so soll es uns willkom-I französischen Militarismus, weil er ln Frieden?- men fein; aber btt Schuldknechtschaft, in die totr - — -<■-— — -

SteArrng zum BeamLenftrekk.

Berlin, g. Dezember. (Privat-Telegramm.) Peaürtenversammrungen in Berlin und den Bor- i’-tten nahmen gestern gegen die Erklärung der ReichSrcgierung zur Frage des Beamten- st r e i k s Stellung. Allgemein wurde beschlossen, von den bisherigen Richtlinien zur Erreichung höherer Gehälter nicht abzugehen und am allgc- tneineit Beamttnstreik bei Nichtbervilligung der Fordecuilgen unbedingt feftzuhalten.

rechtlichen Berhöltniffe gestalten werden. Für die endgültige Entscheidung soll nur d<is Gesamt- streebnis der Abstimmung maßgebend bleiben !Tie Urnen, die die Stimmen der ersten Abstim­mung bergen, sollen versirgelt werden.

Sterschlcsteru AWmmunz.

Willkürliche EuLenLePlSns.

(Vrivat-Telearannn.)

Berlin, 9. Dezember.

In Oberschlesiett soll, wie verlautet, nicht für das ganze Gebiet gleichzeitig, fondern nach Z o - ncn abgestimmt werden. Dem steht aber Bcr- schiedenes gegenüber. Einmal weitz der Frie- densvertrag von Versailles »ickfts von einer Ab- stinummg in Zonen. Um sie zu ermögtidyen müsste eine Aenderung des Wertrages dmchge- setzt toerbett. Dann lätzt sich auch das Land Oberschkesicn seiner ganzen Struktur nach nicht mit dem fast teilt agrarischen Nordschleswig ver­gleichen. Reißt man Oberschlesien auseinander, dann bleibt es überhaupt nicht mehr le­bensfähig. ganz gleich, wie sich die staats-

Nummer 286.

Fernsprecher 951 und 952.

Freitag, 10. Dezember 1920

10. Jahrgang.

Fernsprecher 951 und 952.