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Hessische Abendzeitung
Nummer 283
Fernsprecher 951 uup 952.
Dienstag, 7. Dezember 1920
Fernsprecher 951 und 952.
10. Jahrgang.
Ein Austritt aus dem Völkerbund
Line Artion der hessischen VolksschuUetzrer,
Bon
Kundgebungen für den Verbleib bei Deutschland
Botschafter z. D. Graf Bernstorff.
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in Obcrschlesien einen Notenaustausch
mit der Entente geMnwLrt-g vorbereite.
Gestaltung der Völkerbundssatzung hinausfchie- lichen Absicht. Hier Singen Worte, die geboren den Möge, bis RordamettLr sich endlich ange- sind ans helflnder Nächstenliebe. Hier winkt eine
nirgends eine solche
wett in sein Wert einschließen wollten. Rach-
Anträge nicht eingegangen ist .sondern sie vertagt
arbeit einstelle u und ihre Mission in dem
Eunq mit heutschem^Gebiet und denffchem Völkerbund Äs beendet bcttachicn. Dlrrbe. Etnsiweifln wollen wtr <i6cr nicht der- zweifeln und den Kamvf nm die Einheit des * • *
fammlnng crfiftrt hat, wird vom „Temps" in
«chlich Anstoß au dem Artikel 19 de? «-einem Leitartikel
boschwött im gewisser Beziehung den argentinischen Minister des Auswärtigen, daß er die Um»
Polen stimmen, mit der Wahrscheinlichkeit rechnen, ihr Lehen vom neuem in die Schanze zu schlagen und an der Front zu kämpfen.'
Verharrdlrmge« der Regierung.
Berlin. 6. Dezember. (Privattelegramm.) Pie Beratungen im Reichskabineti sicher den Ententevorschlag für die oberschlesi- sche Abstimmung waren beim Abgang dieses Berichtes noch nicht beendet. Die Zuziehung des
schloffen habe. Ohne Amerika sei der Völ- kerdrmd nicht lebensfähig. In der Völ- kerchundssitzuna fehle das Mittel, künftige Kriege durch einen Zwvngsschiedsspruch zu verhindern, trotzdem könne aber diese Unfähigkeit hingen ommen werden in der Hoffnung, daß man den Bund werter ausbauen werde. — DaS .Journal' weist darauf hin, daß der Hauptoorfchlag der argentinische« Abordnung darauf abgezielt habe, Deutschland auf einem Umwege in den Völkerbund zu bringen.
Jnssttwn«pr«is», 1) »tnd-iinisch, Aufträge: Die «tnfoatttge Anzeigen.Zett- R 1.00 die TT.Ie Uh.?-50- b) Auswärtige Aufträge- Die -tnfpaittge An,eigen,eil. ®- ^20» 611 «tnspultlge Reklamezelle SOL 175, alle» etnschltstzllch TeuerungSzufching uni» Änectgtnneuer. — Für dl- RichtigkeU aller durch Fernsprecher aufgegebentn Anzeigen, fomte für ?^fnahn,ebr.t-n und Plätze kann eins Gewähr nicht übernommen werden. — £ ruderet: Schlachthofftr. SS/Zf. Geschäftsstelle: «ölnifche. Str. o. Telephon Str. 951 u. 951
Am Eupen und Malmedy.
Berlin, 6. Dezember. (Privat-Teh-WMNM.) Neber den Entscheid des Völkerbundes zur Frage Eupen-Mcflmedn erfahren wir: Die deutsche Regierung ist gewillt, sofort nach Bekanntgabe der Entscheidung des Völkerbundes unverzüglich neue Schritte zu unternehmen.
Ihr könnt es., ihr müßt es! Sorget, daß Weihnachten 1990 ein Fest werde, das den Groß» stadt-Kindern die Wahrheit des Wortes verkündet: „Es gibt doch noch gute Manschen", das den Landkindern die UebeNzeuMmg bringt: .Geben ist seliger denn Nehmend Der GcfchäftsjAhrenve Ausschuß des Hessischen Bolksschu lleh- rerveretns und der Kasseler Lehrer- verein sind bereit zur Arbeit. So rufen auch wir: Auf zur Tat! — Der GsschäfftsWhrende Ausschuß: G. Rosenstock.
Mit diesem warmherzigen Appell an die Landbevölkerung hat die Lehrerschaft Hessens und Waldecks einen ersten Schritt zu einer Kinderhilfsaktion unternommen, die vor dem Fest der Liebe beendet sein soll. Um waö handelt es sich? Es soll bei den Landwirten gcsammenfft werden: LebenSmittel aller Art, insbesondere Mehl, Hülsen fr ächte, Kartoffeln, Aepfel usw., wobei auch Gaben
Die aUfitmeine Rotlage in den Stetzsriidle«, untet der besonders die armen Minder zu leiden bauen, so!! gemildert werden. In den 6c» flehenden Hiltsaktionen wollen jetzt auch die tzesM<i>en BolkSfchullehrer hinzutreten.Da-ltder wir d ui.s vom Sozialen Amt Massel geschrieben In der „Hessischen Schuhzeitnng" vom 4. De- zeuwer ist folgender Aufruf zu lesen: .An unsere Amtsgenossen in Hessen und Waldeck! Mit einer herzlichen Bitte kommen
si-r in Köln stattsinden «, lasse«, wodurch die Abstimmung für Oberschlesien gefährdet würde. Alle Redner betonten einmütig, daß Oberschle sie« nur unter deutscher Herrschaft das bleiben könne, was es bisher gewesen ist um» daß Deutschland nur dann seinen Berpslichtungcn aus dem Fricdensverirag Nachkommen könne, wenn Oüerschlesien bei Deutschland verbleibe. Starrer Beifall aus dem nach Tausenden zählenden Publikum ftimmte den Ausführungen der Redner zu. Entblößten Hauptes schloß die Men- R mit Absingen des Liedes „Ich Hub mich ergeben" die eindrucksvolle Feier.
Urabstinimung darüber vornehmen zu lassen, ob die Beamtenschaft weiter gewillt ist, den Maßnahmen der Regierung tatenlos zuziffehen." Wei-
Reichskommiffars für die besetzten Gtbiete. sowie des noch in Berlin weilenden deutschen Botschafters in Paris geben der Wahrscheinlichkeit Raum, daß die deutsche Entscheidung doch nicht so leicht z» sein scheint, wie nach den erste« auf Ablehnung plafdierenden offiziösen Verlaub«» rungen angenommen werden konnte. Der
sprechungen der Fraktionen, von einer Er- höhusirg der Teuerung § Zuschläge für alle Beamten durch einstimmigen Beschluß der Mehrheitsparteien abgesehen hat. Die in dieser Maßnahme liegende Härte gegen große Teile de: Beamtenschaft legt uns die Pflicht aus, nach wie vor auf den Forderungen des Deutschen BeamtenbundeS mit allem Nachdruck stehen zu bleibeu. Um den unbeugsamen und festen Wilken der gesamten Beamtenschaft zu bekunden, wird die Bundesleituirg aufgesordert, sofort eine
Tat, die erlösend wirkt in unserer seWWüchtigen Zeit. Unsere Stadtkinder leiden Not, leiden bittere Not. Mit blassen Wangen, mit flosi- zitternÄen Händen, mit verbittertem Herzen schleichen sie einher, und ihre Mütter setzen.
Helft ihnen, ihr Leute vom Lande!
Kimdgebüllg her Senaten.
Die Forderung neuer TcuerungSzufchläge. lDrivat-Telearamm-i
Frankfurt n. M., 6. Dezember.
Eine ungemein zahlreich besuchte Bersarmn- lang der Frankfurter Bcamtenschrft im Zoologischen Garten nahm gestern nachmittag Stellung zu den Beschlüssen des Hauptausschusses des Reichstages Rach Schluß der Versammlung wurde ein Demonstrationszug über Zeil und Kaiserstraße nach dein DiSmarckdcnkmal vcr- austaltet. wo er sich auflöflr. In der Versammlung wurde nach längerer Debatte folgende Entschließung angenommen: „Die zu Tausenden versammelten Beamten von Frankfurt am Main drücken ihre Entrüst«üg darüber
„Matin"-Vertreter ht Berlin meldet seinem Blafte, daß die deutsche Regierung über
dcutschm Volkes sortfLhren. Es besteht noch immer die Hoffnmtg, daß sich England mit den Verei nigtcn Staaten Mer eine Re form des verständigen wird. Die
Reise des Smators Mc. Coimick ist hteMr ein gutes Anzeichen. Die Amerikaner nehniLn Haupt-.
Französische Besorgnis.
Paris. G Dezember. (Eigene DnchtmeNnmg.) Das Vorgehen Argentiniens aus der Völksrbund- vcrsammlung, das seinen Austritt aus der Vor-
Polnische Willkür.
Brombcrss, 6. Dezemk>er. (Privattelegramm) Die hochangesehene Vorsteherin der deutschen Handelsschule. Fräulein Schnee, ist von den Possen grundlos verhastet worden Sie soll interniert werden. Auf dem Bahnhof wurde eine deutsche evangelische Diakonis« fenschwester verhaftet und nach Posen gebracht. — Das Pariser Journal erfährt, daß d.-r von deutscher Seite beantragten Ausweisung Korfantys aus dem obersckstestschen Absttm- Mungsgebiet nicht stattgegeben worden sei. — Rn der „Wett Montag" bemerkt Gerlach, daß
flammende Proteste gegen die neuerliche
Forderung der Entente, die Abstimmung der
Hanover, 6. Dezember. (PrivatteleMamm.) Gestern nachmittag fand hier eine gcivattige Kundgebung für den Verbleib Oberschle- siens bei Deutschland statt. Redner der verschiedensten Parteien sprachen und erhoben
Die deutsche öffentliche Meinung steht dem feit drei Wochen in <&rjf tagenden Völkerbund im allgemeinen wenig freundlich gegenüber, weil der Votterönnorat bisher in allen praktischen politischen Fragen versagt hat. Dieses Motiv sollte aber für tue Beurteilung der Genfer Ver- sanunlung nicht ausschlaggebend sein, da der Völkerbund gar nicht tn erster Linie eine exekutive
Dtt «affeler Reukst«, Nachricht«» erschetnen wöchentlich sechsmal und zwar abend«. Der AbottnemerttSpreiS beträgt monatl 5.00 Mark bei tretet Zustellung ins Sau« Bestellungen S«ut°« b«^eto6ft8Rctle ober tra dot-n entgegmgenommen. Drucke?«!,
«I*1Echlachthofsttatz- 28/30. Für unverlangt ktngesandte Beiträge kann . eine Lerantwart.-ng aber Dewahr tn keinem Falle übernehmen. Rückzadlung des »ejngageibe« oderAnspruchemegen envatgerntchtordnungsmäßiger Lteierung -usgeschkoffen.
andererArt angenommen werden, besonders im Hinblick aus das große Bedürfnis an Kltt- d-unKsyeaenstünden. Die Lehrer in den Landorten wollen ihr» SchUlzöglinge mobilisieren, die urög>- ssichst sich verpflichten sollen, ein hübsches Pake tch en zurecht zu machen, baS einem notleidenden Stadtkind eine Festfreude bereiten soll. Wenn irgend möglich, soll in dem Paketchen außer den brauchbaren Geschenken auch noch die Adresse des Gebers und vielleicht ein fleund- liches Tannenzweiglein enthalten sein. Der Ge- danke ist gut. Es ist zu hoffen, daß unsere Landbevölkerung die fa doch in ihrer überwiegenden Mehrzahl ein warmes Herz und eine offene Hand für die wtrflich Notleidenden hat, diesen Plan nach Kräften unterstützt und daß es kein Bauernkind gibt, das nicht einem armen Stadtkind eine kleine Gabe aus den Tisch legen kann
Für die Stadt Kassel,
in der ja zweifellos die Not der Kinder trotz aller Hilfsmaßnahmen am krassesten in Erschei- nnng tritt, soll in den Kreisen Kassel-Land, Witzenhaufen, Melsungen, Hofgeismar, Homberg, Fritzlar, Wolfhagen, — in unserem Waldecker Ländchen — Frankenberg und Rotenburg, soweit überschüssige Mengen in Frage kommen, gesammelt werden. Der Kreis Eschwege sammelt schon für die Kreisstadt. Da diese jedoch hosfemlich nicht die Fülle der Gaben aufnehmen kann, soll, wie im Kreise Ziegenhain, der Mnückft für HepHata sammelt, der Ueberschutz auch nach Kassel geschickt werden. In Kassel hat der Leh- rerverein die Verteilung übernommen Sie wett» erfolgen, wenn die Gaben einpelaiffen sind, die in der Zeit vom 6. bis zum 18. Dezember getanem et werden. Der Umstand, daß unsere Lehrer die sozialen Verhältnisse ihrer Lewbeftiss -
LuNdvertrages. Wenn dieser fällt, ist damit auch uns gedient, -^enn der Vertrag von Versailles katin bann revidiert werden. Eine Gewißheit besteht natürlich nicht, daß ein unter enqlifch- amerflanischer Leitung stehender Völkerbund uns vor der Zerstückelung bewahren würde, aber in Wem. ZnknttftsHMe liegt wenigstens eine
fation, die der öfscutlichon Metnung der gan-zui Menschheit Ausdrucl geben soll. Tie Hauptwaise des VöflervU'.ldes ist die O e ffe n tl i ch ke i 1; seine Liacht in erster Linie eilte Moralist)«. Meines Erachtens würdigt man bei uns im allgemeinen nicht genügend den Umstand, daß wir in geistiger Beziehung noch fast völlig v o m A u s - lande abgesperrt sind. Wir brauchen nur auswärtige Zeitungen zu lesen, mm zu erkennen, wie unvoÄkormnen und zumeist sogar entstellt die Reden unserer Minister wtedergogeben werden Wer hat denn im Ausland unsere Versailler Roten gelesen? Wenn Keynes nicht sein gEimzen- des Buch geschrieben hätte, würde die öffentliche Meinung der Wett noch fast allgemtin der Ueber- zcugung fein, daß der Versailler Fritde der Vernunft und der Gerechtigkeit entspräche. Wir stehen heute noch außerhalb des Völkerbundes, und trotzdem haben wir in unserem schweren Kampfe um Rocht und Billigkeit noch niemals unsere Beschwerden in so breiter Oeffentlichkeit M-Gehör bringen können, wie es mit unseren Genfer Roten über die Kolonialmawdate und über die
Kants genialer Gedanke wieder auf lange Zeit hinaus nur als Ideal von wenigen Witerleben. Deutschland aber wird unrettbar der Zerstückelung anheimfallen, denn wir allein können uns! .... .... ......... .....,
vor diesem Schicksale nicht retten. Sekbst bei dem die Bölkcrbund-Bersammluna auf unsere dem besten Willen sind wir nicht in der Lage, die Bod-ingungen von Versailles zu ersällen. und »
letzten Endes bleibt dann, wenn der flaueöstsche bat, muß dteorgentiMiche Abordnung Utre M i t Shvlock «ff sein«» Scheine besteht, rur die Bc-
Frage von Eupen und Malmedy der Fall gewesen ist. Nattwgemäß würden wir eine noch viel größere Wivkmtg erzielt haben, wenn ein deutscher Vertreter in der Völkerbundversammlung den Kampf ums Recht vor der ganzen Well Hütte mtfnehm»« können.
Die deuffche öffentliche Meinung würde es rngenn gesehen haben, wenn wir einen Antrag um Aufnahme in den Völkerbund gestellt Hütten. Trotzdem hege ich keinen Zweifel, daß ein solcher Antrag uns große diplomattfche Vorteile gebracht haben würde. Vermutlich wäre die Zweidrittel- wichrheit für die Annahnre des Antrages vorhanden gewesen, wodurch wir die Waffe der PubKzität des Volkerbuiches gewonnen hätten. Aber selbst wann der Antrag abgelehnt worden wäre, hätte uns das zum Vorteil gereicht, wefl die VergewaltigunA unter der wir leiden, aller Welt in die Augen gesprungen wäre. Sicher ge Frankreich sich eifrigst bemüht, nufere nähme zu verhindern, aber wenn wir
warten wollen, bis Frankreich uns ein solches Forum der Oesfentkichkeit wie den Völkerbund gönnt, werde«' wir bis zum jüngsten Gericht warten müssen. Franfleich treibt bewußt die Politik Napoleons des Ersten, nur mit anderen und weniger genialen Mitteln. Es kommt Frankreich ausschließlich auf die Zerstückelung Deutschlands an; alles andere ist ihm nebensächlich. Frankreich könnte jeden Tag die Versöhnung mit Deutschland nebst hinreichender Entschädigung erlatigen, aber es will sie nicht, da sie nur um den Preis der Anerkennung der nationalen Einheit des deutschen Volkes zu haben ist. Deshafl' se dotiert Frankreich den VöWerbund, weil feine Politik zu den Idealen dxs Völkerbundes, selbst in dessen heutiger Gestalt, in krassem Gegensätze steht. Das scheint mir Uber für uns nut ein Grund mehr zu sein, kAwußt und energisch Völ- kevbundpolitfl zu treiben.
Die Versammlung von Genf macht den Eindruck eines Wagens, an dem vorn und hinten gleichzeitig ein Pferd zicht. Tas englische Pferd will den Wagen vorwärts bringen, das stanzö- stsche zerrt ihn zurück. Im allgemeinen scheint aber doch der engltsche Einfluß der stärkere zu sein. Lord Robert Cecil; wenn Mich nicht als englischer Delegierter anwesend, ist das treibende Element der Versammlung. WaS wird bei diesen widerstreiienLen EinWissen die Zukunft des Völkerbundes sein? Wenn er ein Torso bleibt, ist der große Aufwand vertan, und wird
wir heute zu, den Amtsgenossen auf dem Latche? Weihn-acht steht vor der Tür. Es ist ein Lachen . _____ urd Singen in unseren Dörfern und ein selig
die Borfchläge der Entente über die Abstismrung! Watten. Wie istzs in beit Städten? Wer . - - - - joffene Augen hat, der steht durch all den äuße
ren Wan: und Flitter hinein in eine Welt 5er Not und des Elends, von deren Größe die Land- vevölkerung kaum eine Ahnung hat. Jahrelange Untereinährung und der noch fortdauernde Man- gel an unentbehrlicher Nahrung haben bei den Stadtkindern ein Elend gezeitigt, das leine Feder M schildern vermag. Unsere Landjugend weiß nichts von diesen Stiefkindern des Schicksals ht Armut und Hunger in der Steinwüste der Großstadt. Laßt uns unseren Kindern die Augen dafür öffnen und die Herzen warm machen zum Helfen! Laßt sie den ärmsten unter den armen Müdem der Großstadt eine Weih- nachtsxaSe bringen! Wir sind durch den Krieg mit mancherlei Schmutz in Berührung gekommen. Ich fühle das Mißflauen .. ob alles auch richtig verwandt wird ... Soll es vielleicht nur eine Ausrede fein, die Herzen und die Beute! verschlossen halten zu tonnen? ... Das Mißtrauen ist eine unheimliche, fressende Krankheit, und wir wollen doch gesund werden. Es ist Mischen Stadt und Land eine große Kluft bs» festigt, daß sie kaum noch hinüber können. Helft uns die Brücke schlagen! Jede Liebesgabe von Kinderhand sei ein Baustein dazu. Auf Mr Tat! — Kreislehrer Marburg: Römer.
Von gmizem Herzen freuen wir uns der herr-
Hoffnung,wchrend sonstssU zu sehen ist. Wenn die englifch-amettkMtische VevstLndigung gelingt, dann rechne ich auch bestimmt damit, daß die deuffche öffentliche Meinung sich mit unserem Beitritt zum Völkerbünde einverstanden erklären wird.
fier die Oberschlesier die polnische Wehrpflicht das stärkste Argument gegen Polen sei. Er schrtbi: Die Oberschlesier tnüssen, wenn sie für
aus, daß nunmehr auch der Hauptausschuß des Reichstages, entgegen den vorherigen Bcr-
Set Wlkerdrmd wird brüchig.
Arge«tt«isn erklärt feinen Austritt. j (Eigener Drahtbericht.)
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__________ Kasseler Abendzeitung jj
SÄS AbstiMMMMreit um Stetschlesien, w dm «>»--»
. f Eine Ttttion de» hcStS&en
Genf, ß. Dezenrber.
Die argenffnifche Regierung hat ihren Aus- tritt aus dem Völkerbund erNärt, weil der Völkerbund den Frieden nickst schützt. In der von der argentinischen Delegation gegebenen Be- gründun« heißt es, die Argentinier seien bereit gewesen, an der große« Sache mitzuarbeiten und eine Aenderun« des VülkorbundSstatuts herbeizuführen, und zwar nach folgende« Vorschlä- gen; „Zulassung aller souveränen Staate«. Zulassun« der kleinen Staaten ohne Stimmrecht, Bildung eines Rates durch demokratische Wahl, vbligatottsche Schicdsgerich- 1 e und obligatorische Gerichtshöfe." Diese Projette, heißt es weiter, die den lebhaften Ausdruck unserer pazisistischen und auf Weichheit gerichteten Bestrebungen hervottreten lasse«, wurden von uns eingebracht als ein Beitrag Argen- tinjens tm dem begonnenen Werk. Keines dieser Projekte schmälerte die Berpflichtttnge« der Mitglieder, feines beschränkte die kollektive Mitarbeit. Im Gegenteil: sie verliehe« der leitende« Orga- ilisatton größere Fülle und bezweckten die Stärkung des Bundes, in dem sie die ganze Kultur-