Einzelbild herunterladen
 

Kasseler Neueste Nachrichten

Nr. 282.

Zehnter Jahrgang.

2. Beilage

Sonntag, 5. Dezember 1920.

Aus der Wett der Töne

Damir gehr ein außerordentlicher

London.

zurückgegangen.

Auffallend

in passenden

Das sterbende Petersburg«

Auf den außerordentlichen Umfang bet Sterblichkeit im heutigen Peiersburg wird in der »Deutschen Medizinischen Wochenschrift' hin- gewiesen .Die Sterbeziffern, die 1914 22,5 auf 1000 Einwohner betrugen, waren auch schon tot

Trauringe in jedem Feingehalt und jeder Preislage.

Wer einen anerkannt vorzüglichen Roman lesen will, der muß auf die Kasseler Neuesten Nachrichten abonnieren. Die Kasseler Neuesten Nach, richten veröffentlichen seit Jahren schon ungemein feffelnde Erzählungen. Unsere Leserinnneu und Leser sind von dieser Tatsache überzeugt.

mcnwirken von Vater und Mutier ___ ____

Schwalben schlagend beleuchtet, ist von dem

WMtl-MAfi Jagdschmntk Vorstecknadeln,Broschen Bestecke in echt Silber und Alpaka preiswert Kolliers in reicher Auswahl.

Hermann Hogan

Bahnhofstraße 14.

Beliebte und praktische CDefhnachts-CBeschenhe finden Sie In unsenn

- Halleschen Anatom Eisler beobachtet worden, i Eisler sah eines Tages, wie durch das offene i Fenster seines im Erdgeschoß gelegenen Ar» ; beitszimmers, eine noch nich ganz flügge Schwalbe hart auf die Erde fiel. Nachdem das Tierchen stck von seiner leichen Betäubung er- i holt hatte, setzte Eisler es auf die breite, sanft : nach außen geneigte Schieferplatte der Fenster- bank, wo es unter ängstlichem Schreien unbe­weglich sitzen blieb. »Die beiden alten Schwal­ben". so erzählt der Gelehrte den Vorfall, »wa­ren zunächst kaut kreischend vor dem Fenster bin« und hergeflogen, hatten sich bei meinem Anblick auf die Dachkante eines zweistöckigen Anbaues zurückgezogen und beantwortete« voit dort lebhaft das Schreien des Jungen. Ich trat nun hinter den dichten Fenftervor- hang und beobachtete durch ein Loch in diesem das Weitere. Nach einer ft einen Weile begann das Junge mit unsicheren Schriftchen und weft abgespreizten Flügeln gegen den Rand der Fen­sterbank vorwärts zu taumeln. Die Alten schrien letzt unaufhörlich, kamen aber nickt he« bei. Am Rande der Fensterbank cmgelamgt, kippte das Junge ungeschickt nach vorn Wer, und sein Sturz in den Hof schien ohne mein Eingreifen unvermeidlich. Da schossen plötzlich unter durchdringendem Gekreisch die beiden Al­ten mit Blitzesgefchwindiokstt vom Dach herab und schwebten in wundervollem Steilbogen von rechts und links dicht an das Junge heran, brachten dabei ie einen Flügel unter helfen ent­sprechenden Flügel und trugen das Kleine li dem gleichen ununterbrochenen Schwünge in toeitausgreifenlder Schraubenlinie zum Dache des Anbaues entoor Die Präzisiion in dem gleichzeitigen Uniergreifen der Flügel des Jun­gen und in .der Wahrung des gegenseitiaen Abstandes beim Anzeigen war noch verblüf­fender, als die Ausführung der ganzen Sero» gung ab und auswärts In einem zusammenhän­genden Gleitflna ohne einen einzigen FWael- schlaa. Das Junge hing während des Auf­stieges ganz ruhig zwischen den beiden Alte».*

wird demnächst ihren Betrieb bedeutend vctgrö- ßern. Das Werf ist augenblicklich zur besckäf- ngt. Besonders in der letzten Zeit »chmen die Aufträge zu. Täglich werden mehrer; Güter« zuae mit Ferttgfabrilaten verladen.

«Fritzlar 4. Dezember. (Mr die Armen.) Die Stc-dtverordnetenversammlunz besch-loß ein. mmmcg, daß die Unterstützung d:r Ortsarmcn für die Wintermonate um 100 Prozeni erhöht würden

Fritzlar, 4 Dezember. (Zusammenschluß des Handwerks.f In einer Handwerkerversamm- lung wurde eine KreiSgruppe Fritzlar des Sur« hessischen Waldeckrschen Handwerkerbundes kon­stituiert. Zum ersten Vorsitzenden wurde Schuh- mackermeister Nemneoer aus Fritzlar gewühlt

* Sersfeld, 4. Dezember. lAuS der Landes- nusschußfitzung.) Der Sandesausschuß hat in ferner letzten Sitzung Lvzealdirektor Dr. Sckoof zrmr Mitglied der Bezirkskommission zur Ersor- schMig und Erhaltung der Denkmäler des Re- grernngsbezirks Kassel an Stelle des verstorbe­nen Archivdirektors Geheimrat Dr. Koen-necke gewählt.

* Marburg, 4. Dezember. (AuSzcichnnng.) Dem vor einiger Zeit aus der Gefangenschaft zuruckg-ckhrten Unteroffizier Vaul Bruckbot tour»? imter gleich-zeitiger Beförderung zum BnefeivweHel das Eiserne Kren, erster Klaffe verliehen. Er hatte drei vergebliche Fluchtver­suche unternommen.

. *.,F"^furt, 4. Dezember. (Was ein Hund Trtfttn Dor dem hiesigen Landgericht schwebt ein Zivilptozeß, der sich um die Herausgabe eines Hundes dreht. Der Pflegevater des Kö­ters will i!hn erst Herausgaben, wenn die Ko­sten bezahlt sind. Mam höre aber, was das Tierlein bekommen hat: Fünfzig Eier je 2,50 Mark, eine Flasche Kognak zweiundvierzig Mark ktne Flascke Rotwein achftmddre'ßig Mark, Fleisch für siebzig Mark: ferner wird Bezahlung gefordert für V-tobaudsstoff, Medizin, ärztliches Honorar, Sennnsptitze. Briesnitzmnschlag, Nachtwache (D, Heizung ufw.

l mit« Allerlei.

Die Elternliebe bei den Schwalbe«.

große AimN und die niedrigsten Preise

Frieden nicht niedrig. Das Jahr 1915 zeigt mit 23,2 pro 1000 keine nennenswerte Veränderung; 1916 betragen sie schon 23,5, 1918 43,6, 1919 74,9 auf 1000 Einwohner. Diese Riesenzahl soll aber noch nicht der Wirklichkeit entsprechen und um 2530 Prozent hinter der tatsächlichen Wirklich, kett zurückbletben. Danach würde die Sterblich­keit in Petersburg 10 Prozent betragen. Wa­das bedeutet, darüber geben Vergleichsziffern den besten Aufschluß .In Berlin beträgt di« Sterblichkeitsziffer 13,6, in London 9,3, in Stock­holm 10, in Amsterdam 8,4 auf 1000. Die Sterb­lichkeit ist also in Petersburg mehr als siebenmal

Spe^iaUTeppichhaus

K Rönigstrafse 46

Börsen« und Marktberichte.

« ,** Berliner Produktenmarkt. Im gestirgen verhielten sich die Käufer weiter zurück- Vtltend. Starkes Angebot zeigt sich in allen e-orten twn Erbsen und ebenso in Peluschken. Ackerbohnen und Wicken, für die verschiedentlich auch de Forderungen der Abgeber noch herak^ gesetzt wurden Die Geschäftsstill« machte sich auch to Oelsaaten und Futterstoffen bImEnr Die Maispreife stellten sich für Waggonlioferunoen etwas höher infolge der Knappheit von Waggons zum Abtransport der in Haimbisrg und Bremien eingetroffenen Mais- senoun^en.

** Frankfurter Börsenbericht. An der gcstri. gen Börse traten toi wer-Mufe der Spekula- tron hervor, wodurch sich die Tendenz auf ein- jetoen Gebtotm befestigte. Späterhin wurde die Haltung wieder schwankend. Im Mbendverkehr unterlagen Montanpapi ere A^lchlimaen und wurden schließlich schwäche Ehemrsche Papiere befestigt. Merikanische Werte waren anzichend. Bei sehr «einem Geschäft waren fin Abendverkehr Valuten leicht b e. f e st j gt. Die Mark wurde aus der Schweiz mit 9,12% gemeldet.

Theater in Gudensberg.

In Gudensberg besieht die Absicht, in diesem Winter zto«t hochwertige Theaterstück? durch Schauspieler vom Staatlichen Theater in Kassel aufführen zu lassen. Um dar Untern eh- men aus eine sichere finanzielle Grundlage zu stellen, muß ein Gaaantivfond geschaffen werden Der Garantie-Fond wird nur in Anspruch ge­nommen werden, wenn ein Defizit entsteht. Ho. bald dte Zeichnungen abgeschlossen sind, wird eine öffentliche Versammlung einberufen wer­den, die über die weiteren Schritte zu beschließen hat. Der Gedanke har überall eine freundliche Aufnahme gefunden.

* Gudensberg, 4. Dezember. (Kinderhilfe.) Die Sammlung am letzten Sonntag für dir »Deutsche Kinderhilfe' erbrachte einen Reiner­trag von 1225 Mark

* Witzenknmsen, 4 Dezember. (Der KloweS, markt.) Im Gegensatz zu früheren Klowesmärk- ien wieS der diesjährig« eine starke Beschickung auf. Es wurde lebhaft gekauft.

* Großalmeode. 4. Dezember. (Eutr Beschäf. ttgung der Glashütte.) Die hiesige Glashütte, sie einen weit-en Schmelzofen ausgestellt hat,

musikalischer Antipode mit größtem Interesse verfolgt und sogar in selbstloser Weise gefördert. Er führte unter seiner Drrektton den »Holländer" in Berlin auf und setzte auch mehrfach auf die von chm entworfenen Programme der Berliner Hofkonzerte Stücke aus Wagne rschen Opern. Auf Einladung Liszts wohnte er der Uraufführung resLohrrrgrirff in Weimar bei, ebenso Wagners erstem Pariser Konzert und dem »Tannhäusers- Skandal in der Pariser Oper. Ueber Wagners Kunst äußerte er sich sehr zurückhaltend. Daß er ccker Verständnis für düse nette Wett der Töne hatte, bezeugt ein Brief Hans von Bülows, in lem es heißt: »Mich amüsiert'S, «fit dem alten Gacomo zu verkehren, der übrigens gar nicht verbittert auSsicht; rr ist unglaublich sein. Er ist stets sehr artig für nnch gewesen."

Am der Heimat.

Kinderhilfe in Hessen.

Wederholt wurde auf die gnoße Beweguirg im Reiche hingewiesen, dem deutschen Kinde zu helfen. Sind doch mehr als ein Drittel aller deutschen Kinder krank und siech! Zur Durchfüh. nm« der großen deuffchen Dolkssammlung in Hessen-Nassau bildete sich vorgestern etn Be­zirksausschuß für das unbesetzte Gebiet unserer

Provinz Der Beginn der allgemeinen Werbe- tätigkei' wurde auf den 9. Januar festgesetzt. Wte wir schon mitteilten hat das Ev. Kotisisto- rium für die kirchliche Werbung die beiden Weih- nachtsfeiertage bestimmt Von dem Ertrag wer- den zwanzig Prozent an die Berliner Z.-ntral? abgefuhrt, achtzig Prozent verbleiben unter allen UuTtänden der Verwendung in unserer Provinz.

e

Die Kunftdüngerfrage.

Das preußische Landwirtschaftsministerium hat den beteiligten Stellen die Niederschrift der 51. Sitztmg über allgememe Düngerangelegen- heiten am 26. November im preußischen Land» wirtschastsministerium zugehen lassen. In der Sitzung wurde vornehmlich die vor kurzm von dem preußischen Landwirtschaftsministerium herausLegebene »Denkschrift über die Lösung der Kunstdüugerftage- einer eingehenden Be- chrechtmg unterzogen. Die Vorschläge und Wunsch? der beteiligten Stellen sind in der Nie­derschrift wiedergegeben. Wenn gleich die An- ichten naturgemäß auch auseinandergingen, so >var doch allgemein die Ansicht vertreten, daß die Denffchrift den Anstoß zur Lösung der für die gesamte Wirtschaft so bedeutsamen Frage Stetten werde und muffe.

Ekn Kino-Trick.

Troß der gcwalttgen Anstrengungen. ntit denen die moderne Kino-JndNswie ganze künst- lidje Städte uud Landschaften hervorzaubert, gibt es dich g>wisse Dinge, die der Operateur besser im behaglichen Atelier vornimntt, als in der viel unbequemeren Natur. Wenn man z B. das Schwanken eines Schiffes bei stürmischem Seegang auf die Leinwand bannen will, so hat mann liidjt totntir gleich das geeignete Modell zur Hand. Ein siudiger Amerikaner ist nun aus einen sehr einfachen Gedanken gckommen. Er hat ein Stativ getaut, auf dem die Kantern zur Aufnahme angebracht wird. Dir Kamera ruht dabei aus einer Aufhängung, wie sie bet Schliss, kompasffn gebräuchlich ist. Durch ein Kugelge­lenk kann der Apparat völlig um seine eigene Achse gedreht weiden, durch ein Pendel mit Hilfsycwickten wird er in scl-ringende Bewe­gung ve>setzt und so auf dem Film das Sckwan- ken des Sch'ffeL vcrgetäuscht. Die mi' Hilfe die« seS Apparates klncnmtographien Sckiffsbtl- ber sollen auf das Publikum so stark gewirkt ho­ben, daß die weift en Zuschauer seekrank wurde» Eine echt amerikanische überflüssige Zugabe!

Dresdener Bühne gelangt. Denn alS die Wider­stände in Paris trotz der Hilfe des Landsman­nes zu groß waren, empfahl Meverbeer Wagner 1SA1 in wärmster Weise nach Dresden. »Einzelne Stücke, die er mir aus »Nleuzi" vorgespielt hat.' schreibt er,fand ich phantasiereich und von vie­ler dramatischer Wirkung. Möge der junge Ksitrskler sich dos Schutzes E>w. Erzellenz zu er­freuen haben und Gelegenheit finden, fein schö­nes Talent allgemeiner anerkannt zu sehen." Die­ser Brief gab den Anssckstag für die Dresdener Rienzi-Aufführung. Nock entschiedener sprach er für seinen Quälgeist in Berlin bei dem Grafen Stettin:Ich hafte voraefiern bereits die Ebro, GW. Hochgeborelt von diesem interessanten Ton­dichter zu mfterhatten, der durch sein Talent und seine äußerst beschränkte Lage doppelt verdient, daß die großen Hoftheatkr als offizielle Beschützer deutscher Kuirst ihm nicht ihre Szenen verschlie­ßen.' Wagners Ju-bel und Dankbarkeit über diese Hilfe kannte keine Grenzen. Aber bukd machen sich auch andere Töne in seinen ftrt-ilen über Meverbeer geltend, von dem er sich künst­lerisch immer mehr entfernte.

Der Borwurf der größten Unaufrichtigkeit kann Wagner dabei nickst crfitart werden, zur jel- bm Zeit, wo er Meyerbeer als sein »mft Ser; und Blut ewig verpflichteter Schüler' schreibt: »Ich werde in alle Ewigkeit nichts anderes gegen Sie aussprechen Mrfen, als Dank, Dani!', nennt er den also Apostrophieten in einem Brief an Schumanneinen absichtlich schlauen Filmt'. Im Jahre 1844, in b-mt er den Berliner Gcneral- mtlsikdirektor als feinenhochverehrten Freund und Gönner'mit tonfirfttr und dankbarster Hingebung' mn Hilfe bittet, spricht et von allem Meyerbeerischen' als etwas,dessen bloßer Ge­ruch aus weiter Ferne mir zuwider ist'. Wagner hat selbst in einem Briese an Liszt diese Zeit dielasterhaf.oste' Periode seines Lebens ge­nannt, in der er aus Konvektion und Hintertrep­pen angewiesen war. Aber man konnte es Meherbeer nicht Welnehrnen. wenn er feine Tra­banten gegen Wagner arbeiten ließ, nachdem er bei den unvorsichtigen Temperamentausbrücken feines früheren Schützlings dessen wahre Gesin­nung gegen ihn bald erfahren hafte. Nachdem man eine Zeitlang gegenseitig noch heuchlerisch freundlich gewesen war, griff Wagner Meherbeer öffentlich in der heftigsten Weffe an, und nun war ein weiterer persönlicher Verkehr ganz aus­geschlossen. Sie wichen sich vorsichtig aus, und brachte sie, toi" im Summer 1855 in London, ein Zufall zusammen, so konnte nur Meherbeeis wettmännisch vornehmes Schweigen einen Eklat vermeiden.

Wagners künstlerische Entwicklung hat fein

;Me SchnEem M1 Ul,u Ul veie^vum .eyr cus Iieoenmai oft 'to NriUa.ift f° groß wie in Berlin, zehnmal so groß wie in und Vers g^chcl^ft und geprae- London. D^ufti ein iüfa

£I'rerl0T^,nv Beispiel für die- Rückgang der Geburtenzahl Hand in Hand:

se Elternliebe, daS zug.eich daS innige Zufam» diese ist von 20,4 Geburten auf tausend Einwoh­ner bei den ner itn Jahre 1911, auf dreizehn im Jahre 1919

flerrenafmmer-Teppiche Spefsesfmmer-Teppidie Derbfndungs-Teppfche ^elloorlagen in ollen DrShen Dioan-Dechen Tfsch-Dechen Bett-Dechen t (Sardinen

Stores Eäufer Rüchenhissetx,

Besichtigen Sie mein großes Lager in Armbanduhren Taschenuhren Weckeruhren Zimmeruhren Schmuckwaren und meine lMW-AMW Sie finden sofort etwas passendes für

Weihnachten.

Meherbeer und Wagner.

Richard Wagner hat wohl keinen Menschen zuerst so umschnteichelt und dann so verächtlich behandelt wie Meverbeer. den unumschränkten Beherrscher der Oper, der dem Rieister derZu­kunftsmusik' den Weg zu Ruhm und Erfolg ver­sperrte. Die Wagner-Biographen haben aus dem fiinstlerischen Recht, das der Meister in seinem Verhalten gegen Meyerbeer ziveisellos beiaß, auch die menschliche Berechtigung seinem Bench- mens herleiten wollen. Aber oer neueste Bio­graph Meyerbeers, Julius Kapp, der soeben int Verlage von Schuster und Loesfler in Berlin das erste grundlegende und erschöpfende Werk über den Komponisten der .Hugenotten' hat er- jtocincn lassen, betont, daß man die persönlichen Beftchnngen der beiden Dkänner und ihre künst­lerische Gegensätzlichkeit scharf auseinanderhalten muß.In ihrem gegmseiftgen. rein menschlichen Verhalten,' sagt er,stehen Recht und Vornehm­heit unbesirettbar auf feiten Meyetbeers, wäh­rend Wagner sich ihm geoenüber von Anfang an ziemlich taktlos und wenig anständig benom- men hat.'

Als Wagner in seinem jugendkühnen Opti- mism'as nach abenteuerlicher Flucht aus Riga den tollkühnen Versuch machte, in dem damaligen Mittelpunkt der Kunstwelt Paris festen Fuß zu fassen, da traf er zufällig bei seiner Landung in B>ouloqne-su.r-nter den in allen Lheaterange- legenheitrn allmächtigen Meherbeer urtb sah darin einen Wink des Himmels, den Einfluß des berühmten Komponisten zu benutzen. Mever­beer stattete ibn mit einer Menge wertvoller ErnpfMungsschretben ans und öffnete ihm da­durch Tür und Tor. Durch ihn erhielt Wagner auch die Stelle als Korrektor bei dem Musikver­leger Schlesinger, die ihn damals Mein vor dem Verhungern sckstitzte. Cime Meyerbeer wäre Wagner in Paris wobl elend zugrunde gegangen und seinRienzi' schwerlich jemals auf die

zum Selbstmonfteeen, billig. Schöfftrhos- straße 2, Part, rechts.

Kothenflörffer

Gegründet 1828

Kölnische Straße 15. nebend. Vereinshaus.