Mckr Neueste Nachrichten
Kaffeler Abendzeitung
Tte Raffelet Neueren Nachrichten erscheinen wöchentlich sechsmal und zwar abends. Der AdonnementSpreis betragt monatl. 6.00 Mark bet freier Zustellung ins Haut. Bestellungen werden lederz.'ii van der Geschäftsstelle oder den Loten entgegengenommen. Druckerei, Berlag m>» Redaktion. Sch achthosstraße 28/30. Für unverlangt eingesandte Beiträge kann die Redaktion eine Verantwortung oder Gewähr in keinem flalle übernehmen. Rückzahlung des Bezugsgeldes oder Ansprüche wegen etwatgernicht ordnungsmäßiger Lieferung ausgeschlossen.
Hessische Abendzeitung
Snfertlenäprelfei *) ibinheimtsche Aufträge: Die einspalttge Anzeigen-Zelle M. LOO, die einspaltige Reklame,eile M. 2.50. b) Auswärtige Austrag«: Die einspaltige Anzeigen,eile M. 1.30, die einspaltige Reklamezetle M. L75. alle» einschließlich DeuerungSzuschlag und Anzeigensteuer. — Für die RtchttgkeU aller durch Fernsprecher aufgegebenen Anzeigen, sowie für Aufnahmedaten und Plätze kann eine Gewähr nicht übernommen werden. — Druckerei: Schlachthofstr. 28-30. Geschäftsstelle: Kölnische Str. 6. Telephon Nr. »61 u. >»2.
Freitag, 3. Dezember 1920
Nummer 280
Fernsprecher 951 und 952.
Fernsprecher 951 und 952.
10. Jahrgang.
Aus der Suche nach Waffen.
gen Bemühungen unterstützen.
«SS*
heit der Männer eingereiste Absitmmenbe, um
etwas M kaufen, in die' Geschäfte oder'auf den stische» Heere nach Westen ankündigt und die Ar.
Hof kommen sollten, werden die Frauen Besen zur Hand nehmen, sie in Jauche tauchen und mit ihnen die Deutschen vom Hof oder ays dem Geschäft ragen." — Dieses Beispiel der Hetze zeigt erneut die Berechtigung der Beschwerde des Reichs-kanzlers im Reichs-Lag über den Terror, der von polnischer Seite gegenüber den Deutschen obwaltet. Umso mehr muß unsere Regierung alles daran setzen, um das Recht der Deutschen peinlichst zu wahren Das deutsche Volk wird geschlossen die Negierung bei Lerarti-
Dc>ch ein Vertragsbruch?
Berlin, 2. Dezember. (Privattefegiramm.) Wie verlautet, ist zwischen England und Frankreich eine Verstäiidigllng wegen Oberschlesicn erfolgt. Danach ist vorgesehen, daß die in Ober- schlesicn ansässigen Stimmberechtigten zoncn- weise abstimmen sollen; die im Reiche a n s ä s- f i g e*n dreist underttausend Oberschlesicr sollen wahrscheinlich in Köln abstimmen. Die deutsche Regierung wird bei den Alliierten Einspruch gegen dieses Verfahren erheben.
Bayerns Einwohnerwehr.
Berlin, 2. Dezember. (Privattelegramm.) lieber den Stand der Eutwasfnungsfrage für Bayern erfahren wir, daß der französische Bet- schafter und General Rollet in den Besprechungen mit Herrn von Kahr sich zu Konzessionen, vorbehaltlich der Zustimmung des Alliierten Rates, bereit erklärt haben.
Die SMvsffsnngrfnmr.
Eine Charlottenburger Kaserne durchsuchti
bciterschaft von Ungarn, Polen und Deutschland zur Solidarität auffordert.
Griechenlands Thronfolge.
Der Streit um König Konstantin.
(Eigener Drahtbericht.)
Wien, 2. Dezember.
Der Athener Korrespondent der Daily Mail berichtet: Man glaubt in hiesigen Regie, rungskreisen, daß König Konstantin ermächtigt werden wird, nach Athen zurückzukehren, um den für ihn vorbereiteten feierlichen Empfang durch das Volk entgegenzunehmen, unter der Bedingung, daß er nach einer bestimmten Zeit zu Gunsten seines Sohnes, des Kronprinzen Georg, abdanken werde. — Wie aus London gemeldet wird, berichtet die Mor- ningpost, daß ein Uebereinkommen zwischen den drei Großmächten bezüglich der Rückkehr Konstantins zustande gekommen sei. Der Exkönig wird davon in Kenntnis gesetzt werden, sobald Leygues wieder nach London zurückgekehrt ist.
Irr 3ukanl> der Kaiserin.
Die Familie am Krankenlager.
(Eigener Drahtbericht,)
Amsierdam, 2. Dezember.
Dem „Handelsblad" wird aus Doorn gemeldet: Der Zustand der ehemaligen Kaiserin hat sich weiter sehr v e r sch l i mm e r t, so daß jeden Augenblick das Ableben zu erwarten ist. Außer dem Prinzen und der Prinzessin Adalbert und dem Prinzen Oskar befindet sich der frühere Leibarzt der Kaiserin in Doorn, ebenso der deutsche Geistliche in Harlem. — Aus Schloß Toorn wird von gestern abend gemeldet: Das Befinden der Kaiserin hat in den Rachmittags- stunden zu ernsten Störungen des Herzens ge- führt. Ter Puls setzte zeitweise ans»
Die Äalturig der Machte.
London, 2. Dezember. (Eigene Drahtmeldung) Die Londoner Konferenz hat bisher noch keine Beschlüsse zur Orientfraqe gefaßt. Anscheinend kommt ein KoMyromiß auf der Grundlage - Anerkennung des Kronprinzen Georg und der Internationalisierung von Smyrna ir Betoachi. Es wird darüber noch beraten.
Reuter meldet: Die englische Regierung erwartet in den nächsten Tagen Gewalttätigkeiten in London seitens der Sinnfeiner. Gegenwärtig finden dauernd Haussuchungen in London statt. Die Regierung ist über eine große Anzahl ausgedehnter Verschwörungen unterrichtet. Man glaubt annehmen zu dürfen, daß zahlreiche Personen von den Sinnfeinern für Mord und Totschlag bezahlt werden. Die Polizei hat gestern sämtliche Docks und Lagerräume besetzt. — Die öffentliche Meinung erblickt in dem Äebergreisen des irischen Terrors nach Großbritannien Argumente zur Rechtfertigung der offiziellen Jrlandpolitjk. Die Brandstiftungen in Liverpool und Downing-Street in London erwecken das Gefühl einer schweren Herausforderung. Die Schließung der ParlamentS- tribünen und die Maßnahmen zum Schutze des Regierungsviertels erregen die Phantasie.
Zer Abftimmrmgs!lttM;
Franzöfisch-polnische Gewaltstreichs. ।
Auf der Londoner Konferenz versuchte der ; französische Vertreter Leygues, die äbstimmungs- : berechtigten Oberschlesier, die im deutschen Reiche : der streut wohnen, ihres Stimmrechts zu der tu- ! ben. Ter französische Ministerpräsident argumentierte mit dem Bedeuten, daß eine Abstim- 1 mung in Oberschlesien nicht ruhig verlaufen würde, wenn die Abstimmungsberechtigten aus dem Reiche daran teilnähmen. Es ot das ein Armutszeugnis für Die zwauzigtauJ..- Soldaten, die fünsiausend Ahsttmuicingspcttfisten und die zweihundert Tanks, die die Entente in Oberschlesien verfügbar hat. Die neuen Einigungsvorschläge beruhen nun daraus, daß entweder eine Abstimmung in Köln stattfinden soll — die Abstimmungsberechtigten ans dem Reiche sollten dort ihre Stimme abaeben — oder aber die Abstimmung der Stimmberechtigten aus d-'m Reiche sollte nicht gleichzeitig mit der Albsttm- mung der Stimmberechtigten in Oberschlesien selbst stattkinden. Die Frage der Zulassung der Stimmberechtigten aus dem Reiche scheint damit endgültig entschieden zu sein, und zwar ist die Entscheidung so gefallen, wie sie allein fallen kannte, daß nämlich der Friedens-, vertrag maßgebend ist Tie maßgeblichen Bestimmungen des Friedensvertrages hindern uns aber auch, auf die neuen Einigunas- vorschlage einzugchen Roch den Bestimmungen des Versailler Vertrages müssen alle Slimni- berechtiglen in Oberschl.-sien an einem Tage gern eindeweise abstimmen. Sowohl wenn eine Teilabstimmung in Köln staltfinden würde, als auch wenn die Stimmberechtigten aus dem Reiche zn einem andern Zeitpunkt als die oberfchlefi- schen Stimmberechtigten in Ob-rschlesien selbst abstimmen würden, würde dies eine Verletzung des Vertrages sein
Ans Ententeseite weiß man sehr wvhl, daß die Vorschläge unberechtigt sind, und man verlangt nun non den interessierten Mächten, also von Deutschland und von Polen, die Znsiini- mung zu diesen Abänderungen Wir sind nicht in der Lage. e:ne solche Zustimmung zu erteilen und zwar ans dem Grunde nicht, weil dadurch offensichtlich eine verschiedene Bewertung der Ab- stimmiingAberechtigten eintreten würde. Anläßlich der Volksabstimmung in Allenstein hat sich aber die Bvtschafterkonierenz selbst aus den Standpunkt gestellt, daß eine so verschiedene Bewertung nicht stattfinden dürse. Sie hat d-anals dem deutschen Einspruch stattgeben müssen und hat ungeordnet, daß alle Stimmberechtigten in Ostpreußen in den einzelnen Gemeinden in einer Urne abstimmen müssen. Die Rechtslage spricht also auch jetzt klar für uns, demi es geht nicht an, sich jetzt ruf einen anderen Standpunkt zu stellen, als wir ihn und wie ihn die Entente bei der Absiim- mimq in Ostpreußen ei eigen o mnn-n haben Die neuen Vvrsttiläge sind deshalb unannehmbar, wir können nichts anderes annehmen, als die Bestimmunglen des Friedensvertrages, auf den allein wir uns verpftichtet hoben.
An der Zwischenzeit bis zur Abstimmung ist es aber nötig, daß die alliierte Abfiimmungs- kommissiou in Oberschlesien mehr Augenmerk auf die polnischen Umtriebe richtet. Welche Hetze von polnischer Seite gegen die Deutschen betrieben wird, zeigt die Agitation des Polen Korfanty. Gegen Korfanty mußte durch den deutschen Avstimmungskommissar Dr. Urbar et die Ausweisung aus dem A bst imrmtr gsgestiet bei der Interalliierten Kommission in Oppeln beantragt treiben. Um diesen Schritt zu verstehen, höre man nur einmal einen Teil der Rede Kor-
Ausbau in der Heide.
Neue Lebenskräfte durch Siedlungsarbeit.
Sutmts mehr breitet fick» der Gedanke em«, d«ß in dieser Seit der arbeite- and Wohnungsnot ein guter -Ausweg in den SiebtungSbeftrebun. gen gefunden ist. Jetzt ist men auch in der Lünedurger Seide tätig, wie aus dem nach. stehenLen uns jugefandte» Brief hervorgeht-
Die Lüneburger Heide übt gegenwärtig eine starke Anziehung auf die verschiedensten Volkskrsise aus. Als SomAnerfrische urtb Er- ho'lungAHur wird sie von Jahr zu Jahr mehr geschätzt, und man . begegnet in der guten Jahreszeit vielen Landfremden, die in der Heide wandern und sich dort für einige Wochen zur Erholung und Kräftigung niedergelassen haben. Doch gibt die Heide noch mehr, nicht allein Ruhe und Erholung, sondern auch Gelegenheit zu neuer Arbeit und neuem Schaffen. Mit ihren großen Strecken unfruchtbaren Landes, vor allem ihren Mooren und Sümpfen, ist sie ein be- göhrenswertes Objekt für die Siedlungs- ar bett en geworden. So sind in der Heide imler anderem Siokdatensicdlungen in neuester Zeit entstanden, die nach dem Vorbild des bekannten Hauptmanns Schmude in einer lebenskräftigen Arbeitsgemeinschaft neue produktive Werte zu schaffen berufen sind. Da ist zum Beispiel südlich von Celle die sogenannte Fäger- hetde zu nennen. Da ist schon jetzt eine beachtenswerte Kolonie, der man vielleicht eine sehr gute Zukunft Voraussagen kann. — Die Sieo- lungslätigkeit erstreckt sich aber auch auf andere Orte der Heide und der Heidemoore, und es sind nicht Mein Reichsdeutsche, die dort einen neuen Beruf gefunden haben, sondern auch Deutsche aus fremden Ländern, bte man vertriei».n hat und daher gezwungen waren, ihr altes Stamm- und Vaterland wieder anf- zufuchen. In dem großen Moore südlich von Ostenholz im Kreise Fallingbostel, also mi- weii der berühmten .Sieben Steinhäuser*, haben sich seit einiger Zeit vertriebene Deutschbalten niedergelassen, um dort neue Kulturen an« zulegen Sie nennen sich „Baltische .Arbeitsgemeinschaft", und dieser Vereinigung gehören Männer an. die im Baltenlande all ihr Hab und Gut verloren haben, dort zum Teile reich begü- tert waren und die sich nun zusammenschlvssen, um ein sehr beträchtliches
Sumpfgcbict in Ackerland zu verwandeln.
Es gibt dort kein Vorurteil gegen die Arbeit welcher Art sic auch sei. Man sieht den einstigen Großgrundbesitzer in brüderlichem Verein mit einem Schriftsteller im Tors arbeiten, Seite an Seite mit ehemaligen Kameraden von der baltischen Lmideswehr, früh ren Ingenieuren, baltischen Studenten, Technikern usw. Auch einige Frauen sind in der Arbeitsgemeinschaft vertreten, die allerdings eine leichtere Beschäftigung, Torsstapeln, Heumachen, Kochen, Waschen usw., erhalten. Wie in bezug auf die Beschäftigung, so herrscht auch hinsichtlich.der Bekleidung völlige Vorurteilslosigkeit Wer bei Wind und Wetter, barfüßig bis an die Knie im Wasser stehend, Gräben sticht, wer den Wald rodet usw., hat eben nur am Schlüsse der Woche Zeit und Din» für die Pflege des äußeren Menschen. Der gemeinsame Treffpunkt aller ist die „Agora", die Kantine, zwischen deren rohgezimmerten Wänden die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sich zu Rast und ftoher Geselligen zusamm-enfinden. Auch ein Klub „Kultur im Moor* ist gebildet worden. Die Leitung der ganzen, aus etwa bunbert Köpfen bestehenden Arbeitsgemeinschaft hat ein baltischer rttaron. So halten diese vertriebenen deutschen Landsleute hier durch, finden ihre Tätigkeit und sind froh in dem Bewußtsein, durch schwere, barte Arbeit einen neuen Grund für ihr weiteres Fortkommen fegen zu können. Wir wollen es begrüßen, daß hier deutsche Balten mithelfen, positive Wette zum Witderaittbau unferes Vaterlandes zu schaffen. — An anderer Stelle bietet die Heide wieder etwas anderes
* (Privat-Telearamm.l
Berlin, 2. Dezember.
Auf Anordnung des Reichskommissars für die Entwafslinng ist gestern in Berlin mit den ersten Durchsuchungen nach nicht abgcliefer- ten Waffen begonnen worden, darunter auch in der Kaserne der Charlottenburger Sicherheitspolizei, in der Kaserne der ehemaligen Elffa- bether. Das Resultat der Durchsuchung ist noch nicht bekannt. Dir Durchsuckfungcn werden in den näckfsten Tagen auf das ganze Reich ausgedehnt. — Weiter wird berichtet: Bei der Waffendurchsuchung in der Kaserne der Charlotto r- bmger Sicherheitspolizei ist es zu unliebsamen Zusammenstößen gekommen. Nähere Ein zelheiten können nicht mitgcteilt werden. In bet Kaserne wurden jedenfalls größere Mengen nicht angezeigtcr Waffen beschlagnahmt-
Fkknkreich uni Polen.
Verhandlungen über eine Anleihe.
(Eigener Drahtbericht.)
Breslau, 2. Dezember.
Neber die Finan»Verhandlungen, die zwischen Frankreich und Polen stattgcfundrn, aber zu keinem Ergebnis geführt hatten, wird der „Schlesischen Zeitung« von ihrem Pa risi r Korrespondenten gemeldet: Es hat sich damals nicht um eine völlige Attehnung Frankreichs gehandelt, sondern die Verhandlungen sind nur deshalb hinansgesckwbcn worden, weil Polen nicht in der Lage war, Garantien für eine große Milliardenanleihe zu geben. Don franzö sisck-er Seite ist geltend gemacht worden, daß solche Garantie gegeben sei, wenn Oben schlefien an Polen solle. Das Interesse Frankreichs an der Zuteilung Oberfchlesiens an Polen wird f» vs« einer neuen Seite beleuchtet.
In der Heide gab es nämlich während der Kriegszeit zahlreiche Kriegsgefangenenlager, die sich im Laufe der Jahre zu bedeutenden Ba- lackenstädicn entwickelt hatten D^sr Baracken werden jetzt vielfach abgebrochen und an die Städte verkauft, wo sie als sehr wer wolle Behelfsmittel bei der in allen Städten onzut-effei'- ben Wohnungsnot wieder Verwendung finden. In einigen Städten der Heide, zum Beispiel bei Soltau, bei Hameln ufiv, sind bedeutende Men- gen von Angehörigen der russischen „Roten Armee* interniert, deren Anwesenheit in bet Heid: natürlich durchaus nicht angenehm empfunden wird. Es sind aber auch andere Lager vorhanden, die man für einen besseren Zweck verwenden konnte wie zum Beispiel das in der Nähe der Stadt Celle gelegene Barackenlager des Flugplatzes Scheuen Dieses Lager ist in
eine Ferienkolonie
für Hamburger Kinder umgewandelt worden Hier haben bereits Hunderte von erholungsbedürftigen Großstadtkindern ihre Gesundheit wiedererlangt rmb sich neue Lebenskräfte geholt. Die Kinder to-euRn dort kräftig und reichlich bet-
Stengefair in England.
Ausdehnung des Unruhen.
(Eigener Drahtbericht.)
Rotterdam, 2. Dezember.
fantys, die auch den Anlaß zu diesem Ersuchen des deutschen Abstimmun g s kommt ssar s gab. Korfanty sagte in einer Rebe in Rosenberg unter anderem folgendes: „Bald wird die Zeit kommen, wo alle deutschen Pächter und Besitzer auf einer Mistkarre nach Brandenburg fahr n werden. Die AbsttMnungsbereS- ttgtcn aus dem Reiche werden wir Polen w t e Verräter behandeln Sie werden im Walde wchnen müssen, denn Keiner non uns wird sich erniedrigen, diesen Verräter» Obdach zu gewähren. Jedes Gasthaus wird ihnen verschlossen sein. Hin jeder von Euch Versammelten wird mir beisteben. sie in die Flucht zu schlagen, mit allen erdenklichen Mitteln diese hcrae- faufeiten Leute aus den Dörfern zu sagen, sie mit allem, was wir in die Hand bekommen, zu. schlagen, um diese deutschen Spitzbuben. die nn- fe»e Heimat verkaufen wollen, davonzujagen. Nach der Abstimmung werden alle DeittfLen. die nicht den polnischen Eid leisten wollen, wie die H1I1 d e aus Oberschlesien f l i e h en müssen. Selbst die deutschen Beamten und Groß- gtttndbesitzer, die heute noch im Sinne Deutschlands arbeiten, weil sie sich nt*t afe Polen bekennen wollen, werden fiir Polen stimmen, da sie birefi dazu gezwungen sind, sonst verlieren sie ihr Hab nnd Gut. Wenn etwa in Mwesen-
Kriegsstimmung in Rußland.
Rotterdam, 2. Dezember. (Eigene Drahtmeldung.) Die Morninapost bringt einen Funk- spruch aus Moskau: Laut einem Artikel der Moskauer „Prawda" hielt Trotzky vor dem Rat der Volksbeanstragten das Referat über die militäris-he Lage, das einen neuen Krieg Sowjetrnßlauds gegen Polen in Aussicht stellt. — Die Funkenstation in Kiew sendet einen Aufruf an Alle, der den Vormarsch der bolschewi-
A«s Bem Menden Mn.
Tie Bolschewisten und das Ausland.
(Eigene Drahtmeldnng.)
Riga, 2. Dezember.
Wie die esthnische Presse berichtet, haben die Bolschewisten in der Zeit vom August bis November d. I. schätzungsweise Gold im Werte von über zwei Millionen schwedischen Kronen über Reval nachdemAusland geschickt, um die kommunistische Weltpropagando auf eine weitere Basis zu stellen. In letzter Zeit sollen sich die Goldtransporte gemehtt haben. Besonders nach Oesterreich und Deutschland solle» Sendungen gegangen sein. — Ans London wird gemeldet: Nach dem Daily Expreß hat die eng. tische Regierung den Russen ein wichtiges Zugeständnis in Bezug auf das Gold gi macht, das in England als Sicherheit für den Handelsverkehr deponiert ist. Tiefes Gold kann aber nicht zur Sicherung aller Schulden mit Beschlag belegt werden.