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Kaffeler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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Freitag, 3. Dezember 1920

Nummer 280

Fernsprecher 951 und 952.

Fernsprecher 951 und 952.

10. Jahrgang.

Aus der Suche nach Waffen.

gen Bemühungen unterstützen.

«SS*

heit der Männer eingereiste Absitmmenbe, um

etwas M kaufen, in die' Geschäfte oder'auf den stische» Heere nach Westen ankündigt und die Ar.

Hof kommen sollten, werden die Frauen Besen zur Hand nehmen, sie in Jauche tauchen und mit ihnen die Deutschen vom Hof oder ays dem Geschäft ragen." Dieses Beispiel der Hetze zeigt erneut die Berechtigung der Beschwerde des Reichs-kanzlers im Reichs-Lag über den Ter­ror, der von polnischer Seite gegenüber den Deutschen obwaltet. Umso mehr muß unsere Re­gierung alles daran setzen, um das Recht der Deutschen peinlichst zu wahren Das deutsche Volk wird geschlossen die Negierung bei Lerarti-

Dc>ch ein Vertragsbruch?

Berlin, 2. Dezember. (Privattefegiramm.) Wie verlautet, ist zwischen England und Frank­reich eine Verstäiidigllng wegen Oberschlesicn er­folgt. Danach ist vorgesehen, daß die in Ober- schlesicn ansässigen Stimmberechtigten zoncn- weise abstimmen sollen; die im Reiche a n s ä s- f i g e*n dreist underttausend Oberschlesicr sollen wahrscheinlich in Köln abstimmen. Die deutsche Regierung wird bei den Alliierten Ein­spruch gegen dieses Verfahren erheben.

Bayerns Einwohnerwehr.

Berlin, 2. Dezember. (Privattelegramm.) lieber den Stand der Eutwasfnungsfrage für Bayern erfahren wir, daß der französische Bet- schafter und General Rollet in den Besprechun­gen mit Herrn von Kahr sich zu Konzessio­nen, vorbehaltlich der Zustimmung des Alli­ierten Rates, bereit erklärt haben.

Die SMvsffsnngrfnmr.

Eine Charlottenburger Kaserne durchsuchti

bciterschaft von Ungarn, Polen und Deutschland zur Solidarität auffordert.

Griechenlands Thronfolge.

Der Streit um König Konstantin.

(Eigener Drahtbericht.)

Wien, 2. Dezember.

Der Athener Korrespondent der Daily Mail berichtet: Man glaubt in hiesigen Regie, rungskreisen, daß König Konstantin er­mächtigt werden wird, nach Athen zurückzukehren, um den für ihn vorbereiteten feierlichen Emp­fang durch das Volk entgegenzunehmen, unter der Bedingung, daß er nach einer bestimmten Zeit zu Gunsten seines Sohnes, des Kron­prinzen Georg, abdanken werde. Wie aus London gemeldet wird, berichtet die Mor- ningpost, daß ein Uebereinkommen zwischen den drei Großmächten bezüglich der Rückkehr Konstantins zustande gekommen sei. Der Exkönig wird davon in Kenntnis gesetzt werden, sobald Leygues wieder nach London zurückgekehrt ist.

Irr 3ukanl> der Kaiserin.

Die Familie am Krankenlager.

(Eigener Drahtbericht,)

Amsierdam, 2. Dezember.

DemHandelsblad" wird aus Doorn gemel­det: Der Zustand der ehemaligen Kaiserin hat sich weiter sehr v e r sch l i mm e r t, so daß jeden Augenblick das Ableben zu erwarten ist. Außer dem Prinzen und der Prinzessin Adalbert und dem Prinzen Oskar befindet sich der frühere Leibarzt der Kaiserin in Doorn, ebenso der deutsche Geistliche in Harlem. Aus Schloß Toorn wird von gestern abend gemeldet: Das Befinden der Kaiserin hat in den Rachmittags- stunden zu ernsten Störungen des Herzens ge- führt. Ter Puls setzte zeitweise ans»

Die Äalturig der Machte.

London, 2. Dezember. (Eigene Drahtmeldung) Die Londoner Konferenz hat bisher noch keine Beschlüsse zur Orientfraqe gefaßt. Anscheinend kommt ein KoMyromiß auf der Grundlage - Anerkennung des Kronprinzen Georg und der Internationalisierung von Smyrna ir Betoachi. Es wird darüber noch beraten.

Reuter meldet: Die englische Regierung er­wartet in den nächsten Tagen Gewalttätigkeiten in London seitens der Sinnfeiner. Gegenwärtig finden dauernd Haussuchungen in Lon­don statt. Die Regierung ist über eine große Anzahl ausgedehnter Verschwörungen unterrichtet. Man glaubt annehmen zu dürfen, daß zahlreiche Personen von den Sinnfeinern für Mord und Totschlag bezahlt werden. Die Polizei hat gestern sämtliche Docks und La­gerräume besetzt. Die öffentliche Meinung er­blickt in dem Äebergreisen des irischen Terrors nach Großbritannien Argumente zur Rechtferti­gung der offiziellen Jrlandpolitjk. Die Brand­stiftungen in Liverpool und Downing-Street in London erwecken das Gefühl einer schweren Her­ausforderung. Die Schließung der ParlamentS- tribünen und die Maßnahmen zum Schutze des Regierungsviertels erregen die Phantasie.

Zer Abftimmrmgs!lttM;

Franzöfisch-polnische Gewaltstreichs.

Auf der Londoner Konferenz versuchte der ; französische Vertreter Leygues, die äbstimmungs- : berechtigten Oberschlesier, die im deutschen Reiche : der streut wohnen, ihres Stimmrechts zu der tu- ! ben. Ter französische Ministerpräsident argu­mentierte mit dem Bedeuten, daß eine Abstim- 1 mung in Oberschlesien nicht ruhig verlaufen würde, wenn die Abstimmungsberechtigten aus dem Reiche daran teilnähmen. Es ot das ein Armutszeugnis für Die zwauzigtauJ..- Solda­ten, die fünsiausend Ahsttmuicingspcttfisten und die zweihundert Tanks, die die Entente in Ober­schlesien verfügbar hat. Die neuen Einigungs­vorschläge beruhen nun daraus, daß entweder eine Abstimmung in Köln stattfinden soll die Abstimmungsberechtigten ans dem Reiche sollten dort ihre Stimme abaeben oder aber die Abstimmung der Stimmberechtigten aus d-'m Reiche sollte nicht gleichzeitig mit der Albsttm- mung der Stimmberechtigten in Oberschle­sien selbst stattkinden. Die Frage der Zulassung der Stimmberechtigten aus dem Reiche scheint damit endgültig entschieden zu sein, und zwar ist die Entscheidung so gefallen, wie sie allein fallen kannte, daß nämlich der Friedens-, vertrag maßgebend ist Tie maßgeb­lichen Bestimmungen des Friedensvertrages hin­dern uns aber auch, auf die neuen Einigunas- vorschlage einzugchen Roch den Bestimmungen des Versailler Vertrages müssen alle Slimni- berechtiglen in Oberschl.-sien an einem Tage ge­rn eindeweise abstimmen. Sowohl wenn eine Teilabstimmung in Köln staltfinden würde, als auch wenn die Stimmberechtigten aus dem Reiche zn einem andern Zeitpunkt als die oberfchlefi- schen Stimmberechtigten in Ob-rschlesien selbst abstimmen würden, würde dies eine Verletzung des Vertrages sein

Ans Ententeseite weiß man sehr wvhl, daß die Vorschläge unberechtigt sind, und man ver­langt nun non den interessierten Mächten, also von Deutschland und von Polen, die Znsiini- mung zu diesen Abänderungen Wir sind nicht in der Lage. e:ne solche Zustimmung zu erteilen und zwar ans dem Grunde nicht, weil dadurch offensichtlich eine verschiedene Bewertung der Ab- stimmiingAberechtigten eintreten würde. Anläß­lich der Volksabstimmung in Allenstein hat sich aber die Bvtschafterkonierenz selbst aus den Standpunkt gestellt, daß eine so verschiedene Bewertung nicht stattfinden dürse. Sie hat d-anals dem deutschen Einspruch statt­geben müssen und hat ungeordnet, daß alle Stimmberechtigten in Ostpreußen in den einzel­nen Gemeinden in einer Urne abstimmen müssen. Die Rechtslage spricht also auch jetzt klar für uns, demi es geht nicht an, sich jetzt ruf einen anderen Standpunkt zu stellen, als wir ihn und wie ihn die Entente bei der Absiim- mimq in Ostpreußen ei eigen o mnn-n haben Die neuen Vvrsttiläge sind deshalb unannehmbar, wir können nichts anderes annehmen, als die Bestimmunglen des Friedensvertrages, auf den allein wir uns verpftichtet hoben.

An der Zwischenzeit bis zur Abstimmung ist es aber nötig, daß die alliierte Abfiimmungs- kommissiou in Oberschlesien mehr Augenmerk auf die polnischen Umtriebe richtet. Welche Hetze von polnischer Seite gegen die Deutschen betrieben wird, zeigt die Agitation des Polen Korfanty. Gegen Korfanty mußte durch den deutschen Avstimmungskommissar Dr. Urbar et die Ausweisung aus dem A bst imrmtr gsgestiet bei der Interalliierten Kommission in Oppeln be­antragt treiben. Um diesen Schritt zu verstehen, höre man nur einmal einen Teil der Rede Kor-

Ausbau in der Heide.

Neue Lebenskräfte durch Siedlungsarbeit.

Sutmts mehr breitet fick» der Gedanke em«, d«ß in dieser Seit der arbeite- and Wohnungsnot ein guter -Ausweg in den SiebtungSbeftrebun. gen gefunden ist. Jetzt ist men auch in der Lünedurger Seide tätig, wie aus dem nach. stehenLen uns jugefandte» Brief hervorgeht-

Die Lüneburger Heide übt gegenwär­tig eine starke Anziehung auf die verschiedensten Volkskrsise aus. Als SomAnerfrische urtb Er- ho'lungAHur wird sie von Jahr zu Jahr mehr geschätzt, und man . begegnet in der guten Jah­reszeit vielen Landfremden, die in der Heide wandern und sich dort für einige Wochen zur Erholung und Kräftigung niedergelassen haben. Doch gibt die Heide noch mehr, nicht allein Ruhe und Erholung, sondern auch Gelegenheit zu neuer Arbeit und neuem Schaffen. Mit ihren großen Strecken unfruchtbaren Landes, vor allem ihren Mooren und Sümpfen, ist sie ein be- göhrenswertes Objekt für die Siedlungs- ar bett en geworden. So sind in der Heide imler anderem Siokdatensicdlungen in neuester Zeit entstanden, die nach dem Vorbild des be­kannten Hauptmanns Schmude in einer lebens­kräftigen Arbeitsgemeinschaft neue produktive Werte zu schaffen berufen sind. Da ist zum Bei­spiel südlich von Celle die sogenannte Fäger- hetde zu nennen. Da ist schon jetzt eine beach­tenswerte Kolonie, der man vielleicht eine sehr gute Zukunft Voraussagen kann. Die Sieo- lungslätigkeit erstreckt sich aber auch auf andere Orte der Heide und der Heidemoore, und es sind nicht Mein Reichsdeutsche, die dort einen neuen Beruf gefunden haben, sondern auch Deutsche aus fremden Ländern, bte man vertriei».n hat und daher gezwungen waren, ihr altes Stamm- und Vaterland wieder anf- zufuchen. In dem großen Moore südlich von Ostenholz im Kreise Fallingbostel, also mi- weii der berühmten .Sieben Steinhäuser*, ha­ben sich seit einiger Zeit vertriebene Deutschbal­ten niedergelassen, um dort neue Kulturen an« zulegen Sie nennen sichBaltische .Arbeits­gemeinschaft", und dieser Vereinigung gehören Männer an. die im Baltenlande all ihr Hab und Gut verloren haben, dort zum Teile reich begü- tert waren und die sich nun zusammenschlvssen, um ein sehr beträchtliches

Sumpfgcbict in Ackerland zu verwandeln.

Es gibt dort kein Vorurteil gegen die Arbeit welcher Art sic auch sei. Man sieht den einstigen Großgrundbesitzer in brüderlichem Verein mit einem Schriftsteller im Tors arbeiten, Seite an Seite mit ehemaligen Kameraden von der bal­tischen Lmideswehr, früh ren Ingenieuren, bal­tischen Studenten, Technikern usw. Auch einige Frauen sind in der Arbeitsgemeinschaft ver­treten, die allerdings eine leichtere Beschäftigung, Torsstapeln, Heumachen, Kochen, Waschen usw., erhalten. Wie in bezug auf die Beschäftigung, so herrscht auch hinsichtlich.der Bekleidung völlige Vorurteilslosigkeit Wer bei Wind und Wetter, barfüßig bis an die Knie im Wasser stehend, Gräben sticht, wer den Wald rodet usw., hat eben nur am Schlüsse der Woche Zeit und Din» für die Pflege des äußeren Menschen. Der ge­meinsame Treffpunkt aller ist dieAgora", die Kantine, zwischen deren rohgezimmerten Wänden die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sich zu Rast und ftoher Geselligen zusamm-enfinden. Auch ein KlubKultur im Moor* ist gebildet worden. Die Leitung der ganzen, aus etwa bunbert Köpfen bestehenden Arbeitsgemeinschaft hat ein baltischer rttaron. So halten diese ver­triebenen deutschen Landsleute hier durch, finden ihre Tätigkeit und sind froh in dem Bewußtsein, durch schwere, barte Arbeit einen neuen Grund für ihr weiteres Fortkommen fegen zu können. Wir wollen es begrüßen, daß hier deutsche Bal­ten mithelfen, positive Wette zum Witderaittbau unferes Vaterlandes zu schaffen. An anderer Stelle bietet die Heide wieder etwas anderes

* (Privat-Telearamm.l

Berlin, 2. Dezember.

Auf Anordnung des Reichskommissars für die Entwafslinng ist gestern in Berlin mit den ersten Durchsuchungen nach nicht abgcliefer- ten Waffen begonnen worden, darunter auch in der Kaserne der Charlottenburger Sicherheits­polizei, in der Kaserne der ehemaligen Elffa- bether. Das Resultat der Durchsuchung ist noch nicht bekannt. Dir Durchsuckfungcn werden in den näckfsten Tagen auf das ganze Reich aus­gedehnt. Weiter wird berichtet: Bei der Waf­fendurchsuchung in der Kaserne der Charlotto r- bmger Sicherheitspolizei ist es zu unliebsamen Zusammenstößen gekommen. Nähere Ein zelheiten können nicht mitgcteilt werden. In bet Kaserne wurden jedenfalls größere Mengen nicht angezeigtcr Waffen beschlagnahmt-

Fkknkreich uni Polen.

Verhandlungen über eine Anleihe.

(Eigener Drahtbericht.)

Breslau, 2. Dezember.

Neber die Finan»Verhandlungen, die zwischen Frankreich und Polen stattgcfundrn, aber zu keinem Ergebnis geführt hatten, wird derSchlesischen Zeitung« von ihrem Pa risi r Korrespondenten gemeldet: Es hat sich da­mals nicht um eine völlige Attehnung Frank­reichs gehandelt, sondern die Verhandlungen sind nur deshalb hinansgesckwbcn worden, weil Po­len nicht in der Lage war, Garantien für eine große Milliardenanleihe zu geben. Don franzö sisck-er Seite ist geltend gemacht worden, daß solche Garantie gegeben sei, wenn Oben schlefien an Polen solle. Das Interesse Frankreichs an der Zuteilung Oberfchlesiens an Polen wird f» vs« einer neuen Seite beleuchtet.

In der Heide gab es nämlich während der Kriegszeit zahlreiche Kriegsgefangenenlager, die sich im Laufe der Jahre zu bedeutenden Ba- lackenstädicn entwickelt hatten D^sr Baracken werden jetzt vielfach abgebrochen und an die Städte verkauft, wo sie als sehr wer wolle Be­helfsmittel bei der in allen Städten onzut-effei'- ben Wohnungsnot wieder Verwendung finden. In einigen Städten der Heide, zum Beispiel bei Soltau, bei Hameln ufiv, sind bedeutende Men- gen von Angehörigen der russischenRoten Ar­mee* interniert, deren Anwesenheit in bet Heid: natürlich durchaus nicht angenehm empfunden wird. Es sind aber auch andere Lager vorhan­den, die man für einen besseren Zweck verwen­den konnte wie zum Beispiel das in der Nähe der Stadt Celle gelegene Barackenlager des Flugplatzes Scheuen Dieses Lager ist in

eine Ferienkolonie

für Hamburger Kinder umgewandelt wor­den Hier haben bereits Hunderte von erholungs­bedürftigen Großstadtkindern ihre Gesundheit wiedererlangt rmb sich neue Lebenskräfte geholt. Die Kinder to-euRn dort kräftig und reichlich bet-

Stengefair in England.

Ausdehnung des Unruhen.

(Eigener Drahtbericht.)

Rotterdam, 2. Dezember.

fantys, die auch den Anlaß zu diesem Ersuchen des deutschen Abstimmun g s kommt ssar s gab. Korfanty sagte in einer Rebe in Rosenberg un­ter anderem folgendes:Bald wird die Zeit kommen, wo alle deutschen Pächter und Besitzer auf einer Mistkarre nach Branden­burg fahr n werden. Die AbsttMnungsbereS- ttgtcn aus dem Reiche werden wir Polen w t e Verräter behandeln Sie werden im Walde wchnen müssen, denn Keiner non uns wird sich erniedrigen, diesen Verräter» Obdach zu gewähren. Jedes Gasthaus wird ihnen ver­schlossen sein. Hin jeder von Euch Versammel­ten wird mir beisteben. sie in die Flucht zu schla­gen, mit allen erdenklichen Mitteln diese hcrae- faufeiten Leute aus den Dörfern zu sagen, sie mit allem, was wir in die Hand bekommen, zu. schlagen, um diese deutschen Spitzbuben. die nn- fe»e Heimat verkaufen wollen, davonzujagen. Nach der Abstimmung werden alle DeittfLen. die nicht den polnischen Eid leisten wollen, wie die H1I1 d e aus Oberschlesien f l i e h en müs­sen. Selbst die deutschen Beamten und Groß- gtttndbesitzer, die heute noch im Sinne Deutsch­lands arbeiten, weil sie sich nt*t afe Polen be­kennen wollen, werden fiir Polen stimmen, da sie birefi dazu gezwungen sind, sonst verlieren sie ihr Hab nnd Gut. Wenn etwa in Mwesen-

Kriegsstimmung in Rußland.

Rotterdam, 2. Dezember. (Eigene Drahtmel­dung.) Die Morninapost bringt einen Funk- spruch aus Moskau: Laut einem Artikel der MoskauerPrawda" hielt Trotzky vor dem Rat der Volksbeanstragten das Referat über die militäris-he Lage, das einen neuen Krieg Sowjetrnßlauds gegen Polen in Aussicht stellt. Die Funkenstation in Kiew sendet einen Auf­ruf an Alle, der den Vormarsch der bolschewi-

A«s Bem Menden Mn.

Tie Bolschewisten und das Ausland.

(Eigene Drahtmeldnng.)

Riga, 2. Dezember.

Wie die esthnische Presse berichtet, haben die Bolschewisten in der Zeit vom August bis No­vember d. I. schätzungsweise Gold im Werte von über zwei Millionen schwedischen Kronen über Reval nachdemAusland geschickt, um die kommunistische Weltpropagando auf eine weitere Basis zu stellen. In letzter Zeit sollen sich die Goldtransporte gemehtt haben. Be­sonders nach Oesterreich und Deutschland solle» Sendungen gegangen sein. Ans London wird gemeldet: Nach dem Daily Expreß hat die eng. tische Regierung den Russen ein wichti­ges Zugeständnis in Bezug auf das Gold gi macht, das in England als Sicherheit für den Handelsverkehr deponiert ist. Tiefes Gold kann aber nicht zur Sicherung aller Schulden mit Beschlag belegt werden.