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Kasseler Abendzeitung

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1 ~ Hessische Abendzeitung__

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Sonntag, 28. November 192«

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Nummer 276.

10. Jahrgang.

Amerika und Rußland gegen Japan?

bnngen »ach brtn NuSlandr, wobei «tch ei« Hkrmburger namens Spiro verwickelt ist, er­fahren die Hamburger Nachrichten un er ande­rem Folgendes: Es handelt sich um Kuno Spi­ro, Inhaber der Firma Benno Spiro, Artillerie» und Militäreffektengeschäst. Spiro wurde wegen des Verdachtes, Kapitalien, Geld und Juwelen nach dem Anslande verschoben ,u haben, am Tage vor der Reichstagsbesprechung mit seiner Frau in seiner Billa verhaf­tet Die Verschiebungen ins Ausland sollen mehr als zehn Millionen Mark betragen. In der Villa wurden wertvolle Schmucksachen be­schlagnahmt. ebenso ein Van Dik-Bild im Werte von fünf Millionen Marl. Spiro hat unter an­derem auch Militärwaffen verschoben.

Sie Kav'iialverWebungen.

Ei« Hamburger Kriegsgewinnler verhaftet.

(Drivot-Teleaiamm.)

Hamburg. 27. Rov.

Zu der Anfrage de« Sozialdemokraten Her­mann Müller-Franken über die KauitalversMe-

DeutschlanL losgeriffen, daun können infolge der damit verknüpften wirtschaftlichen Verluste die Verpflichtungen den Alliierten gegenüber nicht erfüllt werden. Mögen das die Alliierten-Orga- nisativnen rechtzeitig überlegen. K.F.Dr

Aus dem gärenden Wen.

Amsrika«ifch»ruffisch Pläne gegen Japan 7 (eifltiw Drahtmekdung.)

London, 27. Noventber.

Me der englische Abgeordnete Wells in einem Leitartikel erHärt, habe ihm Lenin Mitteilungen von den Plänen der Vereinigten Staaten hin­sichtlich Rußlands gemacht. Amerika denke vor allem daran. Hilf- «ms wirtschaftlichem Gebiet zu leisten und das b olfchew istische Regime anzuerkennen. (?) Es würde also ein Bündnis (?) zustandekommcn, wonach Ame­rika die Sowfetregierung Hilfe in der Verteidi­gung gegen japanische Angriffe in Si­birien zusichere. An der Küste Asiens ist auf russischem Gebiet eine amerikanische Flottenbasis M schassen. Ferner seien lang­jährige, es heißt fünfzig- bis seMigjährige, Kon­zessionen für die Ausbeutung Kam- schatkaS und anderer anSgrdehnter Gebiete in Russifch-Aflen vorgesehen.

(Privab-Telearamm.)

Berlin, 27. November.

Der Rcichskohlenverband und der große Aus­schuß des ReichkkchlenrateS haben in ihrer ge­meinsamen Sitzung zu der Erfüllung deS K o h» lenabkommenS von Spa Stellung genom. men. wobei die Erdrosselung der gesamten deut­schen Wirtschaft beleuchtet und einmütig zum Ausdruck gebracht wurde, daß das jetzt laufende Abkommen erfüllt werden müsse. Aber mit Nach- druck wurde mit derselben Einmütigkeit verlangt, daß bei zukünftigen Vereinbarungen mit der Entente sich die Reichsregierung auf eine so hohe Psiichtlicferung nichtrnehreinlätzt, denn dies würde wahrhaft uncrftäglich für das deutsche Wirtschaftsleben feil und es schließ­lich ganz zum Erliegen bringen.

Wirkung der Kohlennot.

Die Regierung gegen weitere «nsbentung.

Auch rwffisch-chinesisrfts Vl-ns.

HelfingforS. 27. November. (Eigene Draht- Meldung.)JSwestija" schreibt, daß die Japa- ner eine imperialistische Politik gegen die östli­chen Provinzen Rußlands betreiben, in der Ab­sicht, d'r KL-ste des Stillen Meeres zu erobern. Um dies drrrchznführen, habe Japan die russi­schen Truppenabteilungen im Küstengebiet verjagt und den Versuch gemacht, sich in den Besitz der Festung Wladiwostock zu setzen. Die russische Zeitlina schreibt, daß die Sowjet- Republik und China . deren Interessen bedroht sind, die japanischen Plän» auf dem asiatischen Festland gemeinsam bekämpfen müß­ten und fordert auch die Bereinigten Staaten auf. sich an dem Kampf gegen den Imperialis­mus Japan» «, beteiligen.

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Japans kriegerische Sprache.

Die Srgantsattonsfrage.

Genf, 27. November. (Eigene Drchtmek- dung.) DaS offizielle Journal des Völkerbundes teilt mit, welche Rationen sich in der Organi- sarionskömmisfion für und wider die Prüfung der ftandi'iavischen Revisionsanträge zitm Bölkerbundftatut ausgesprochen ha- ben. Dafür waren außer den drei skandiaavi- schen Staaten nur Argentinien, Kuba. Panama. Holland und Siam. Dagege« waren zwanzig Staaten, darunter die meisten Kriegführenden rmd sogar Spanien «ud die Schweiz. Drei Staa­ten haben sich der Stimme enthalten. In der Dis­kussion ist als Argument gegen die Revision von Viviani angeführt worden, daß dir erste Ver­sammlung nichts ergeben hab;, was den Eindruck einer Revision des Völkerbnad-Dtatuis als zwin­gende Notwendigkeit erwecken könnte. Balfour äußerte, daß man noch nicht genug Erfahrung in der Anwendung! des Völkerbundstatuts besitze.

Auch in der gestrigen Kommissionssttzung ist nicht endgültig über die Ausnahme Bulgariens und Oesterreichs enffchieden worden. Schlecht steht eS nach wie vor nm die Aufnahme B u l - gariens, gut dagegen um diejenige Oester­reichs. Die Aufnahme Liechtensteins wird abgelehnt werden, weil das Ländchen infolge feiner Kleinheit kaum den Charakter eineS Wirk­lichen Staates hat, doch verlangt die Schweiz, daß das Gebiet Liechtenstein in den Schutz des Völkerbundes eivbezogen und dem Lande gestat­tet werde, innerhalb des Völkerbundes seine In­teressen durch den Staat, der es gegen außen vertritt, also zurzeit die Schweiz, wahren zu las­se». Ter schweizerischen Deputation znfolge ist anznnehmcn, daß L n r e m b n r g in den Völker­bund anfgrnomurcn wird, aber ohne die mm ihm verlangte militärische Neutralität, wie sie die Schweiz besitzt. Großen Schwierigkeiten begeg­net di« Aufnahme von Montenegro, well - Jugoftawien die montenegrinisch; Frage als in- - nerpolttifche Angelegenheit behandelt wissen will.

ichehen ist nichts.

Ein Punkt der Tagesordnung. der für alle Welt von großer Wichtigkeit ist, rief den Wider­streit der Meinungen hervor: die Frage der Ab­rüstung. Das war ein heikles Thema. Wie plump und heuchlerisch müssen sich die Vertreter der Großmächte vorkommen, wenn sie über ihre Politik nachdenken, wie sie mit Worten immer die Friedenspalme lobpreisen, in Wirklichkeit aber unaufhörlich Schwerter schmieden für den nächsten Krieg. Frankreich rüstet weiter und geberdet sich so kricgSwütig, als gälte es, gegen ie halbe Welt zu kämpfen. Zur Entschuldigung bringt es die lahme Ausrede hervor: die Kriegs- Vorbereitung sei notwendig, so lange Deutschland nicht völlig entwaffnet fei. Also werden die Deutschen nicht nur als Kinderschreck hingestellt, sondern auch weiterhin amtlich (!) als gefährlich bezeichnet Ich will heute nicht wiederholen, was von der deutschen Ohnmacht schon so ost ge­sagt worden ist. Ueber das französische Ängst- geschrei kann man schon nicht mehr lachen; es widert jeden vernünftigen Menschen an und mutz nur das Gefühl der Abneigung gegen dieses Volk vermehren. England denkt ebenfalls nicht an Abrüstung, während es Tnoppen gegen Irland sendet, um die Iren, die aus Grund des Selbst­bestimmungsrechtes der Völker eine Republik für sich wünschen^ mit Bomben unb Granaten zu lurtzfb rüden. Wie kann denn Jemand anneh­men, baß bie Franzosen, die ein Menschenalter hindurch im Revanchegedanken ausgewachsen sind, voil heute auf morgen Fried >nsenge! wer­ben sollten? Ober baß die Eugläivder, die als Kinder mit der Muttermilch die Einbildung ein- geflogen haben, daß sie bie weltbeherrfchcnbe Na­tion sein und bleiben rniißten, heute ihren gan­zen Raub versckmnken würden? Es wird alles beim Alten bleiben, und auch Japan und Ame­rika fahren fort in ihrem Wettrüsten Die Ab- lüstungsfrag« ist vorläufig noch im Schoße einer Kommission.

Daß diese Großmächte nicht daran denken, khre Macht zu schmälern, geht noch daraus her­vor, daß sie dir deutschen Kolonien un­ter der Entente verteilen. Die deutsche Denkschrift tft zwar ein lautet Protest, aber wie wirb er wirken? Das eine Gute hat unsere Note, daß der Völkerbund sich doch bannt befassen muß. Manchmal wirken ja die Proteste, sei es auch nur Vorübergehend. Es ist immer deutlicher zu erkennen, daß Deutschland nicht gewillt ist, die ßiübliche Unterdrückung auf die Dauer ruhig hinzunehnren. Die Roden im Reichstag in dieser Woche, als unsere furch den Friedens- Vertrag vorgeschriebenen Verpflichtungen be­sprochen wurden, warm eine erfteuliche Bekun- iurng, daß das deutsche Sellstbewußtsein noch wach ist und von Tag zu Tag sich mehr im Volke ausvrcitet. Deutschlands Bereitwilligkeit, die Verpflichtungen zu erfüllen, wurde wieder ein­mal betont. Bemerkenswert ist in diesem Zu- sammeahang auch die vorg-.strige Reichstags- sitzuug, in der die Autonomie für Oberschle- fiett beschlossen wurde, als Entgegenkommen für bie zu erwartende Abstimmung. Wenn, die Redner dabei betonten, wie sehr es darauf an» komme, baß OberMeficn bei ber Abstimmung deutsch bleibt, so waren die Mahnrufe auch an die Entente gerichtet. Wird Oberfchlessen von

Kommt der Preisabbau?

Eine amtliche Dsratnng.

«ie teuren Preise für Lebensmittel unb ®e> branmbgegenftande Hatzen dem deutschen Solle schon große Schmerze» bereitet. Für da« Ge­bier Helle» etc. sind in diesen lagen amtliche Organisationen in Wiesbaden znsammengetre t$», die eingehend die MöglikhSeit einer Bes­serung erwogen haben.Darüber schreibt man v.r.S

Wiesbaden, 26. November.

Zur Erörterung der brennenden Frage de» Preisabbaues fand aus Veranlassung des Sie» gierungspräsidenten Dr. Momm im Wiesba­dener Rathause gestern eine Tagung statt, zu welcher Einladungen an alle Magistrate und Lanbräte sowie an all« Preisprüfunysfiellev des Regierungsbezirks Wiesbaden, ferner an die PreiSprüfungsorga,« des Regierungs­bezirks Kassel und des Freistaates Hessen, sowie an die mit der Bekämpfung deS Wuchers befaßten Behörden, an die Staatsanwaltschaften, Landespoli z eiämter und Wucherämter, an bte Landwirtschafts-, Handwerks, und Handels­kammern, Gewerkschaften, Verbraucherkreife u. s. w. ergangen waren. Die Beteiligung war aus allen behördlichen und wirtschaftlichen greifen außerordentlich stark. Regierungspräsident Momm führte nach Begrüßung der Erschie­nenen einleitend auS, daß die Tagung da-u bie­nen solle, Verständnis für bte

Rotterdam, 27. November. (Eigener Drahtbericht.)Manchester Guardias meldet: Nus Tokio komuren Nachrichten, wonach die japanifche Presse eine heftig«, kriegerifche Sprache gegen Amerika führt anläßlich der Reufet- benmgen des amerikaniscksen Flottenetats. Tokioer Zeitungen ftrdern die Einfchränkung der amerikanischen Ausbehnmtgspolitik in Ostasien.

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Ruffen und Polen-

R i g a, 27. November. (Eigener Drahtbericht.) Aus Warschau wird gemeldet: Die Einnahu«e von Kiew durch die Russen hat für Polen eine neue militärische Lag-: geschaffen. Die pol­nische Delegation in Riga erhielt Auftrag, die Zurücknahme der bolschewistischen Truppen ans der Ukrainischen Hanptstadt zu fordern.

Ursachen der Preisbildung

zu gewinnen, und bie Mittel unb Wege m erÄi» tern, auf denen den Auswüchsen der Teuerung, dem Wucber unb Schleichhandel $u begegnen sei. Der aeschäftsiührenbe Vorsitzende der Preis- Prüfungsstelle für de» Regierungsbezirk Wies­baden. Dr. Busch, Direktor des Stattstischen Amtes der Stadt Frankfurt a. M., ging dann in längerem Vortrag auf di« Frage des Preis­abbaues ein. Der Ruf nach Preisabbau, ft> führte er aus, wird heute überall läut erho­ben. Was will er besagen? Der Verbraucher bringt dau.lt zum Ausdruck, daß die Kosten beS Lebensbebarses zu seinen Einnahmen in kras­sem Mißverhältnis stehen unb «hm eine aus­kömmliche Lebenshaltung nicht ermöglichen. Was kann nun geschehen - abgesehen von ben volkswirtschaftlichen und weltwirtschaftlichen Einflüssen, um einer Preissenkung die Wege zu ebnen? Die Oeffentlichkeit glaubt nach be­hördlichem Eingreifen rufen zu sollen. Es muß aber eindringlich betont werden, daß kei­ne Gewaltmatznahmen der Behörden und keine Gewaltmaßregeln der Verbraucher ei, ne Gesundung des Wirtschaftslebens erzwing«» können. Höchst- und Richtpreise habm erfah­rungsgemäß meist bie Ware vom Markt getrie­ben und sie dem Wucher und Schleichhandel erst recht zugeführt. Der Uebergang von bei Zwangswirtschaft zur freien Wirtschaft beb art einer gewissen Frist, in der Qualitäten ttttb Preise der Waren sich auSglerchen. Eine ge­wisse Gesundung beginnt sich anzubah­nen Es wäre verkehrt, sie drrrch ZwangSein» griffe zu stören. Die zwangsweise Herabsetzung der Preise etwa unter gleichzeitiger Herabset­zung der Löhne zu einem bestimmten Zeitpunkt würde sich zwar gegen die Entwertung des Geldes richten, auf die Herbeiführung eines an­gemessenen Verhältnisses zwischen Preis und Lohn aber ohne Einfluß feilt. Eine Lösung der Frage, ob mit dem Abbau der Löhne ober bet Preise begonnen werden mutz, ist nur mit beiberfeikigem guten Wille« mög­lich Bei ber Vekämtpftmg des Wucher-, die allgemein ckls Voraussetzung deS Preisabbaues angesehen wird, scheitern die Behörden vielfach an ber Unmöglichkeit, bett Wuchercharakter ww Geschäften zweifelsftei festzustellen Aus bet Suche nach Schuldigen betiaat sich dar Gewerbe Wer ben Handel, der Handel über den Ztm- schenhandel, ben Erzeuger und der Erzeuger begreift nickt, warum seine Ware sich auf dem Woge bis zum Verbraucher »ft so erheblich ver­teuert. Hier tonn mir

praktifche Aufklärungsarbeit

in her Oeffentlichkeit und in den beteiligteck Wirtschaftskreisen selbst helfen. Daz gegensetti- ge Mißtrauen mutz verschwiud-n, die allgmreine Geschüstsmoral mutz gehoben werden. Es tft die einsichtige Mitwirkung bet Erzeuger, des Handels und der Verbraucher, überhaupt der gute Wille der Gesamtheit nötig. Nicht behörd­liche Reglementatton kann Preisabbau erzwin­gen, sonder» Selbstzucht der Verbraucher, Stärkung des SoilidaritätsgesühlS der Gesamt­heit und Hebung ber GeschästSmoral werden zur Gesundung unsere» Wirtschaftslebens auch hinsichtlich der Preisbildung sichren. Der Vor­trag wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen. ES schloß sich daran eine Aussprache, in wÄcher ; Vertreter aller beteiligten Kreise zum Wortka- 1 men. Zunächst rührte RZierungSpEdent ' Mo«m noch au», daß bei Ruf nach ©taa.S» i hilft und behördlichem Eingreifen in dem Ge­fühl der Unsicherheit Wer ben letzte« Ausgang

Die besser Tagung.

Ein Versuch.

Seit zwölf Tagen sitzen nun bie Vertreter ter zweiundvierzig Nationen in Genf und bera­ten über Europas Schicksal, ohne iitbenen ms letzt einen BeMuh gefaßt zu halben. Mr wollen nicht ungeduldig werocn. Es war vorauszu- fthen, daß die Konferenz nur einen langiamen Verlauf nehmen wirb, denn sie ist der erste Ver­such, und aller Anfang ist schwer. Ganz beton» ders schwer, weil ein so umfangreicher Apparat von vielsprachigen Ntännern nur sehr schleppend gehandhabt Werden tarnt, und weil sich darunter Vertreter von Ländern aus anderen Erdteilen befinden, die für Eurepas State trotz guten Willens doch nicht das «djte Verständnis haben. Ans der Konferenz ist man sich über diesen Man­gel allerdings -Gar und empfindet es auch als widersinnig, daß die wichtigsten europäischen lker sch len, über deren Wohl und Wehe mehr Wehe als Wohl entschieden werden soll. So hat die Frage der Zulassung der noch außenstehenden Stationen die Versammlung schon m den ersten Tagen beschäftigt, aber mit der Ein­schränkung, daß nur über die vorliegenden Auf- nahmege suche von Oesterreich, Bulgarien, der Türkei unb Albanien beraten wurde, mit dem Ergebnis, daß der Unterausschuß angeblich die Aufnahme befürwortet hat Die anderen Lau­der, bie ihre Aufnahine nicht beantragt hatten, schieden aus den Erörterungen aus, trotzdem konnte man sich den Ausführungen des Schwei­zer Bundespräsidenten und des argentinischen nicht verschließen, der erWrte, baß rigenlftck alle Staaten zum Völkerbund ge­hören müßten. Wenn seine Beschlüsse eine inter­nationale Bedeutung haben sollten. Die englisch- italienisch« Richtung war wohl dafür, aber ge-

Amerikas Außenhositik.

Die Vorbereitung de» neuen Präsidenten.

(Eigene Drahtmeldung.l

Rotterdam, 27. November.

Aus Washington wird berichtet: Ter Beauf­tragte des neuen Präsidenten Harding, der Se­nator Mae Cornick, ist nach Europa unter­wegs. Die amerikanischen Blätter messen der Reise Mac Cornicks, der sich nach England und Frankreich eingeschiffi hat, große politische Be­deutung zu. Als Mac Cornick vor seiner Ab­reise bezüglich bet künftigen Politik ber Bereinig­ten Staaten in bezug auf ben Frieden gefragt wurde, antwortete er, sobald ein Ueberblick über den Lang der Ereignisse möglich sei, werde ent­sprechend der Resolution beS Senators Knox ber Kriegszustand mit Deutschland als beendet er­klärt werden. Ein Austausch von Noftn werde den Frieden sanftionieren. Hierauf würden di­plomatische utft koasalartfch« Agenten ernannt. Wetter wird berichtet, daß Senator Harding in der Sitzung des Kongresses die Neubildung eines Ausschusses zur Beratung des Versailler Vertrages und der VötterbundZvorlage bean­tragen wolle zur Einleitung seiner Auslands Politik, die auf vollständig nettt Vertrüge Ame­rikas mit den europäischen Mächten hinzftft-

Böikttbund-Tsgms.

Stellungnahme zu den Aufnahmegefnchen.

(Eigener Drahtbericht.)

Genf, 27. November.