Nr. 267. — 10. Jahrgang.
Kasseler vcenefle Nachrtchro.
Mtttwoch, 77. NoveMber M20.
Letzte Devescheu
Lokalnachrichren vom Tage.
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Etwas Vom ArbeiLsrnarkt.
„ Wiederum liegt ein Bericht über die Lage des Kasseler Arbertsmarktes, diesmal für den Monat Oktober, vor Danach hat die Arbeite- Marktlage htt Laufe des Monats ein« weitere erhebliche Entlastung erfahren. Die Zahl der besetzten Stellen erhöht sich gegen den September um 350, gegen August um rast 800 Person- dementsprechend tank die Zahl fcct un- terstützten Arbeitslosen auf 1207 gegen 1.333 am
Ernahrurrgsnot.
Riga, 16. November. (Eigene Drahkmckdmrg.) Sn den Großstädten Rußlands herrscht großer Mangel an Nahrungsmitteln. Die für die Zivil- brvSlkerung vorhandenen Lsbensmittelvorrätc waren restlos durch die Armeen arrfg^efrrt und
gebracht werden. Für Bäcker bestehl nach wie vor keine Unterbaingungsmöglichfeit. Tic Stockindustrie hat alle Arbeitslosen der Branche ausgenommen Eine größere Anzahl älterer Gasthausanoestellter sind noch immer arbeitslos. Sei Kaufleuten sowie Technikern besteht immer nock größere Arbeitslos:gleit. Kriegsbeschädigte, besonders solche, tue 50 Prozent erwerbsunfähig, wurdm in vermehrter Zahl vermittelt. — Die Inangriffnahme von Stra- ßenbautcn sowie dix ReMierung des Wahlebaches und Neupflasterru-g von Straßen mit Mitteln der prod!!", iven Erwerbsloscnfürsorge brachten einer größeren Anzahl Arbeitern und Steinsetzern wieder Beschäftigung. Die großen Segeliuchwebereien wie Salzman« u. Eo und Gottschalk sowie die Iutespinnerei stell en jüngere Arbeiterinnen ein Verlangt wurden. immer noch Weißnäherinnen, Patzmacherinnen. Frisösen und Feinvlätterinncn, ferner geübtes weibliches Personal für Kurz- und Maschinenschrift. Rn Hausangestellten, Köchinnen, Haus- und Alleinmadchen ist der Bedarf nach wie vor groß, ohne daß dem ein befriedigendes Angebot gegenüberstände. Auch ältere mit guten Zeugnissen versehene Stützen werden dauernd verlangt. Eine Anzahl Lehrlinge beiderlei Geschlechts sonnten in Lehrstellen untcracb rocht werden.
sung von siebzehn Arbeitern der städtischen Betriebe wegen Aufforderung zur Sabotage während des letzten Sitzstreiks gebilligt. Dor hier zusammemngetretene deutsche Erwerbs, losenrat stellte die Forderung auf Erhöhung der Arbeitslosen-Unterstütmng auf 30 Mark für den Tag.
Die südrufftsche „Regierimg".
Genf, 16. November (Eigener DnchtvorWth Die Schweizerische Preßinformation meldet aus Paris: Frankreich hat ans der Botschasterkonse- renz den Antrag gestellt, die südrnssische Regierung des Generals Wrangel unter den Schütz der alliierten Mächte zu stell«.
Großfeuer in der Heide.
Hannover, 16. November. (PrivattcL«» grarmu.) Der etwa tausend Einwohner zählende Flecken Artlenburg in der Lüneburger Heide steht seit gestern abend in Flammen. Bis jetzt sind dreißig Gebäude ukedergebrannt. Da schwerer Sturm herrscht, waren die Lösch» arbeiten bisher erfolglos. Die benachbarte« Städte sind um Hilfrieistrmg angeruseu.
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Wrangel s Armee in Gefa^:. (Eigene Drahtmekdung.i
Wien, 16. November.
Die Bolschewisten haben die Armee Wrangel nach der Krim-Halbinsel zurückgedrängt, wo sich Wrangel nun in großer Bedrängnis befindet. Um Wrangels schwierige Lage zu verbessern, haben sich zwei französische Geschwader nach dem Schwarzen Meer begeb«; und blockieren die ganze ruffifdje Küste, wobei sie mehrmals bolschewistische Küstenstationen beschossen haben. Dadurch wurde hier der Eindruck erweckt, als hätten die Franzosen Truppen gelandet und suchten sich an dem Kamns gegen die anrückendrn olfchewisten zu beteiligen Vis jetzt befinden sich bei der Wrangel-Armee nur kaum zweitausend Franzosen. Es war beabsichtigt, die fran- zSsischen Truppen aus Kleinasien an der armenischen Grenze nach Sebastopol zu tranS- vortieren, um Wragnels Armee zu verstärken. Hiervon fr-riten die Russen Wind bekommen, und verhandelten mit Enver P a s ch a. um Kemal Pascha zu dem Borgehen gegen Armenien zu veranlassen. Sie haben dem türkischen Ra- tionalitätenführer eine Armee von 75 900 Mann versvrochen, die während des Winters nach dem Kaukasus gelangen soll. Der Anariff gegen die Armenier hat den Abzug der Franzosen von dort unmöglich gemacht.
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Piments zusam.menzufchiießen. Zn der Aussprache wurde auch Wett daraus ficvcnt, daß dem R> scrveregimmt, dis ein ansgcWrochen kirrhessi- scher Truppenteil war am Erinnern ngs- mal in der Aue eine würdige Tafel ein 3-:= räumt wird.
fieren. Die Streitigkeiten mit den Bauer» über die Herausgabe von Lebensmitteln hat die Sowjetregierung selbst verschuldet, weil seitens der Heerführer mit Mer Schärfe gegen die Bauern vorgegangeu werden mußte, nm pie Soldaten ernähren zu können. Dadurch, daß jetzt immer mehr Truppen aus dem Norden nach Süd. rußland befördert werden und ein Teil der rus- fischen Truppen fick jedenfalls nach dem Kaula- sus begeben wrrd. um dort in Verbindung mit den türlifdjen Rationalisten gegen Armenien und evtl. Persien verwendet zu werden, ist die Hungersnot im Norden am Abnehmen.
Htn die deutschen Milchkühe.
Genf. 16. November. (Eigene Dmhtmek bmtc;.) Nach einem Bericht im Matin hat die französische Regierung ihre Bereitwilligkeit ausgesprochen, die Milchküheforderung an Deutschland auf zwei Drittel herabzu- fciie», wenn die von Derrischland verlangten Nachweise die deutschen Einwendungen bestätigen. Eine Herabsetzimg auf die Hälfte habe Frankreich in den Borkmudlnngen mit den M liierten bereits abgelehnt.
FranZöftsche Bestellung i« Deutschland?
Paris, 16. November. (Eigene Drahtmeldung.) Ein Abgeordneter der Ardennen hat den Minister der öffentlichen Arbeiten gefragt, ob es wahr sei, daß Frankreich in Deutschland drei- hunderttausend Eisenbahnwagen bestellt habe. Der Abgeordnete will, wenn diese Frage bejaht wird, die Regierung in der Kammer interpellieren. . .
Kleinliche französische Gelehrte.
Genf, 16. November. (Eigene Drahtmeldung.) Eine am Sonntag in der Pariser Sorbonne stattgesundene Besprechung französischer Hochschulprofessoren nahm mit großer Mehrheit eine Entschließung an, wonach sich die Versammlung nicht dem Vorschlag der Oxforder und Cambridger Hochschule mrschließen könne, die freundschaftlichen Bezieh ungen mit den deutschen Hochschulen wieder aufznnehmcn.
Amtriebe franzSfischer Werber.
Heidelberg, 16. November. (Privattele» zramm.) Die Werber zur Fremdenlegion treiben hier in letzter Zett außerordentlich stark ihr verbrecherisches Unwesen. Wie von amtlicher Seite mitgeteilt wird, sind allein ie den letzten Tagen dreizehn jugendliche Sexte au« Heidelberg spurlos verschwunden die je- deufalls den Agenten für die Fremdenlegion in die Hände gefallen sind.
Berliner Magistrak-sorge«.
-0. Leptember. In bet Metallindustrie war die-wo sich ehemolize .R. 83er* befinden, zu einem Lage unverändert günstig, ebenso liegt sie beim!großen Verein ehemaliaer Angehöriger des Ro- Waggonvau. Durch Belieferung der Segel- cinnetrte ->>i..-nrnw nt 11 i ?<h »er
tuchwebereien mit Garnen konnten die hiesigen arbeitslosen Weder restlos in Arbeit
da sich auch der Zustand im H e e r e fortwährend I verschlechterte, erkannte die Sowjetregierung ihren Fehler, die Truppen aus Polen über Mos- Drogerie Kramer, Steinweg 4, Drogerie Kellner, kau und die Jndustriegegenden abzutranspor-° Grüner Weg, Drogerie Lieben, Königstr. 58.
SHlachlvishrrrarkt.
Der Austrieb zum heutigen SchLachtvish- warkte war gering. Die Ursache liest scheinbar in den neuen Höchstpreisen. AngerrieLen wurden 3 Ochsen, 5 Bullen, 23 Kühe, 9 Rinder, 6 Schweine 6 Kälber und 4 Schafe. Bezahlt wurden für Lebendgewicht pro Zentner: Bullen, vollfleifchize ausaewachsene höchsten Schlachtwerts 650—750 <( vollfleischige junge 550—650 M. Färsen und Kühe: vollfleischige aus gemästete Färsen höchsten Schlachtwerts und vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 ‘ Jahren 600—700 3t, ältere ausgemälstete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kilbe und Färsen sowie mäßig genährte Kühe und Färsen 400-500 M. Kälber: mittlere Mast- und beste Saugkälber und geringere Mast und gute Saugkälber sowie geringere Saugkälber 450—500 3i. Schweine: Fettschweine über 150 Kg. (3 Zentner) und vollfleischige von 120 bis 160 Kg. (240—300 Pfd) sowie vollfleischioe von 100 bis 150 Ka. C20O bis MO Pfund) 1200-1300 3t. Tendenz?Langsam. MleS, was da war, wurde so ziemlich verkauft
artigen Lohn lasse sich keine Familie ernähren, geiMvelge denn kleiden. Scharfe Kritik wurde an den Gehilfenvertreteru geübt. Man könne es ntcht verstehen, daß sie solchen Abmachungen iwtiwmten. Die einzig mögliche Antwort sei Ablehnung gewesen. Wenn es nicht anders gehe, dann müßten sich die Buchdrucker eben emen einigermaßen auskömmlichen Lohn erkämpfen. So wie bisher könne e8 nicht weiter gehen. Eine Entschließung, die einstimmig angenommen wurde, brachte zum Ausdruck, daß dte Teuerungszulage der Noilaae der Ge- hrlfenichast in keiner Weise Rechming trage. Bon den Gehilfendertretern wird verlangt, daß sie dtese Abmachungen sofort kündigen und da- fü5J?ntT!t.cn’ ^6 der neue Tarif eine Fassung erfrält, dte den deutschen Buchdruckergehilfen u thren Familien ein einigermaßen menschenwürdiges Dasein ermöglicht. Es sei unmöaltch, mit einem wöchentlichen Verdienst von °2’4 zu können. Jedenfalls könnten die Kasseler Buchdrttcker einer derartig unbelriedi- senfren Abmachung weder jetzt noch, in Zukunft *»re Zustimmung geben
-T- Die ehemaligen Kriegsgefangenen. Am Sonntag hielt der Verein ehemal. Kriegsgefan- deuer Rmhenditmold im Rest. Bindel seine Gründungsfeier ab Als erstes Stück „Die beiden Kriegsgefangenen' aesvielt von den H-irm Walter Becker und Karl Krieck, erweckte tiefen Eindruck. Gin von Herrn Heinrich Becker vorgetragenes Komplett und oas Theaterstück, Sellerie", gesvielt von den Damen Mülfr, Mors und Haarlander sowie den Herren W. Becke,r, und Sardina fand lebhaften Beifall. Ein Tetl des Uebersckmsses wurde^ dem Komitee des Ehrewfriedhofes Rokhendttmokd und für die Nochgefangenen bestimmt.
Eittbruch in die städtischen Kühlhalle». Aus den Kühlhallen des Schlack:Hofs wurden große Mengen Butter und Käse gestohlen. Da die Türen verschlossen waren, müssen die Einbrecher mit Nachschlüsseln .et« arbeitet' haben.
Bon der ermter gestützt. In Heckers- Hansen stürzte oeftrm ein Landwirt so unglücklich von der Dckeuer, daß er schwere Rippenbrüche erlitt. Die Freiwillige Sanitätsko- lonue beförderte den Verunglückten mit der .Lore' nach dem Roten Kreuz.
Allerlei vom Tage Hauptprokurist Emil Hoffmann steht am 18. November 25 Ich re im Dienste der Hessischen Raisfeisen-Organisa- tion. Der Jubilar erfreut sich in weitesten Kreisen höchsten Ansehens. Don seinen Mitarbeitern find größere Ehrungen geplant. — Den Boten Wilh. Böttger und Christ. Frosch wurde das Verdienstkreuz für Kriegshilfe verliehen.
— Veranstaltungen am Bußtag und Donnerstag. Mittwoch: Staats. Schauspiele- Grschsossen. — Residenztheater: ^Das Gesetz', 7?j llfrr. Stadthakle: B".ßtagSkon- ’.’tt, 7V2 Uhr. — Donnerstag: Burmest-w- Kon-ert, Stadkpark 8 Uhr. — Staats. Tch aulviele: „Riwletro'. 7*4 Mr. — Residenz- t Heater: .Schwarz-waldueädel', 7*4 Uhr — Kino des Westens: Der Kambs um den Grrmmi-Schäser-Vreis. — Chassalla-Lickt- f fr ieie: „Cabiria'. — Neues Theat er: Neue Sbozialitöten, 7ss Uhr.
-T- Weeder ettt Ofsiziers-Zusammenschluß. Man schreibt uns: In Kassel Hai sich eine Ortsgruppe des Nationalverbandes deutscher Offiziere göbikdet. Der Verband w'.Ü die Interessen des Offiziersstandes im politischen Kamps vertreten und die alten Ideale hüten: die altpreußischen Begriffe von Ehre und Pflicht, durch die Preußens^Heer und Volk groß geworden sind. Der Verband dient keiner Partei, er bekämpft keine Partei, er bekämpft aber alles, was anK-ncnionas und heeres- uud offiziersfeindlich ist. In diesem Sinne wist auch die Ortsgruppe Kassel arbeiten.
Reserve-Jnfanterie-Regiment 83. In großer Zahl hatten sich ant Sonnabend im Saale der »Stadt Stockholm' ehemalige Angehörige des Reserve-Jnfanterie-Regiments 83 eingesun- den. Grundsätzlich wurde der .Bilduna eurer Vereinigtmg zugestimmt. An der Spitze des pro- vrforiscken Vorstandes steht Spediteur Hartmann, Wolfhagerstraße 24. Eine lebhafte Erörterung setzte über die Regimentsgeschichte ein schließlich wurde noch beschlossen, demEst ntch Kassel einen Generalappell aller ehemaligen Angehörigen des Regiments einzuberusen Beabsichtigt ist auch, die schon bestehenden Orts- 'Vereine und die nach zu bUdenden überall dort,
SB. f B Mariburg, zum Wettspiel verMcktet. Bei der gleichen Spielstarke ist interessanter Sport zu erwarten. An der Hafenstraße empfängt Kasseler Ballspielklub Sport den Sportverein Britannia-Akühlhausen (Thür.) zum fälligen Mckspiel. Bei per jetzigen Spielstärke fron Sport dülrfckn die Thüringer einen schweren Stand haben.
Wandern am Bußtag.
Der Hessische Gebirgsverein macht für den morgigen Buß- und Bettag folgenden Wandervorschlay: Drufeltal, Kuhberg, Teufelsmauer mit Bertelurann-Bank, Hirz- ftein, Firnsbachdal, Hohes Gras, Mulang.
Die BerufssvldaLe».
Im großen Stadtparksaale fand am Sonntag mittag die Gründungsfeier 3uni zweijächriaen Bestehen des Neichswirtschaftsverbän- des deutscher derzeitiger und eh «na tiger Berufssoldaten, Orlsgrnppe Kassel, statt. Neben den Vertretern der Behöroen, Vereine und Parteien sah man auch den Oberbürgermeister. Rach einigen Musikstücken der Kapelle Henkel hielt der erste Vorsitzende, Herr Oetzel, eine. Ansprache. in der er betonte, Laß freute in ganz Deutschland, überall, wo Ortsgruppen des R d. B. bestihen, Gründungsfeiern veranstaltet werden. Ee gab dann einen kurzen Rückblick über die brshenge Arbeit des Verbandes und ging Lann kur; aiif die. wirtschifilichen Elnrichtun-gerr des Verba tdes ein. Sehr viel Gutes hat tiefe Organisation erreicht und getan. An Unterstützungen wurden allein 176000 Mark gezahlt. Der Paragraph 33 des in kurzer Zeit im Reichs- rage zur Beratung sichenden Reichswehrgesetzes gab dem Redner Veranlassung, sämtliche Parteien zu bitten, sich restlos für die Beibehaltung des Koalitionsrechtes der Soldaten ernzusetzen. Zum Schluß sprach cr die Hoffnung aus, daß jetzt die Bürger über das Wesen des Verbandes besser ausgeklän finfr, den Mitgliedern aber rief er die Mahnung zu, tatkräftig mitzuarbeiten an dem weiteren Ausstieg des Verbandes. Frau Alice Tanner-Winsch sang hiernach) einige Lieder von Schubert Brahms und Krieg, Herr Fritz Müller-Raven desgleichen von Ltrauß Thuille und Schubert, berfre dann noch ein Duett au3 Garmen. Den Darbietungen dieser erstflassigen Künstler wurde wohlverdienter, reicher Beifall gezollt, ebenso Viktor Fei gl für seine Darbietungen heiteren Charakters und Hine Scherze. H
Tarifbewegung im Bnchdruckgewerbe.
In einsr außerordentlich stark besuchten Versammlung nahmen die Kasseler Buchdrucker Stellung »u der neuen Teuerungszulage Die
EMb, daß eine große Erregung besteht Angesichts der ungeheuren Vetteue- ruug der Lebenshaltung wurde die Zulage als lächerlich gering bezeichnet, wenn man bedenft, ^ß iür.Kassel der Tariflohn in der höchstens Klasse btsher 213,94 Mark betrug Nur frei entern Tetbder Gehilfen würde er um höcksiens . -» hts 5 Mark ufrerschritten. Mit einem der-
Oeffentliehe Versammlungen:
Freitag, den 19. November, abends 8 Uhr, im großen Stadtparksaal. Garde do Corpsplatz : Reichs tagsabgeordneter Gesandter z. Q. von Kemnitz, Frankfurt a. 0.
„Deutsche und auswärtige Politik vor und nach der Revolution.“ Sonnabend, den 20. November, abends 8 Uhr, im Evang. Vereinshause, Kölnische Str. 17: Stadtverordnete Frl. v. Knlesza. Lehrerin, Berlin:
„Kuituraufgaben der deutschen Frau in der Gegenwart.“
Montag, den 22. November, abends 8 Uhr, im Evang. Vereinshaus, Kölnische Straße 17: Reichstagsabgeordneter Gewerkschaftsvorsitzender Geisler, Berlin:
„Der große Irrtum der neuen Zeit.“
Mittwoch, den 24. November, abends 8 Uhr, im Evang. Vereinshaus, Kölnische Straße 17: Reichstagsabgeordneter Pfarrer vr. Luther, Charlotienburg: „Deutschlands Wiedergeburt durch Deutschlands Jugend.“
Freitag, den 26. November, abends 8 Uhr, im Evang. Vereinshaus, Kölnische Straße 17: Reichstagsabgeordneter Universitätsprofessor Dr. Moldenhauer, Köln: »Die Regierungspolitik der Deutschen Volkspartei.“
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. Der ungewohnte Regen. Gestern abend letzte stärkerer Regen ein. In der Rächt nahm Heftigkeit zu. Dieser Regen war selbst .aus- Wtlhelmshöher Allee 141 zu ungewohnt. Die Decken des ersten und zweiten Stockwerks weichtet auf und stürzten ein Das Haus befindet sich in Reparatur, ein Teck war nicht völlig eingcdeckt, und so geschah, was geichehen ift — Morgen, am Busstag, imS °m Donnerstag ist nach Mitteilung der Wetter- irarte zunächst noch am NordwesttRande eines nach. Südosten abziehendcn mittelenroväiscktvn Hochdruckgebietes wolkiges bis trübes, vielfach nebliges, vorwie.zend trockenes Wetter, später der Eintritt von schwachen NiederschWgen zu erwarten.
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