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Nummer 258

Sonnabend, 6. November 1920

Fernsprecher 951 und 952.

10. Jahrgang.

Fernsprecher 951 und 952.

Gorgen um das Ruhrgebiet

Jer Vertrags-Streit

Deutschlands als auch Frankreichs. Wir wünschen diesen Wiederaufbau durch ge­meinsame Arbeit auszuführen, aber nicht unter der Kontrolle von Bajonetten und Kanonen.

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Scho Don Hardingr Wahl.

Dorfichttge Aeutzerungen der Franzosen.

(Eigene Drahttnekdung.)

Genf, 5. November.

Die französische Presse hatte vor vier Jahren die Wiederwahl Wilsons sehr unfreundlich auf. genommen, obwohl eS in der Folge gerade Wil­son gewesen ist, der schon wenige Monate später durch seinen Anschluß an die Entente das Schick, sal dos Weltkrieges entschied. In der Erinne­rung an diese Vorgänge besprechen die Pariser Zeitungen die Wahl Hardings mit großer Vorsicht. Sie beschränken sich im allgemeinen auf persönliche Schmeicheleien, in denen von ihnen hervorgehoben wird, daß Harding große Sympathien für Frankreich bekundet habe, daß Frankreich also auf eine wohlwollende Politik der Vereinigten Staaten gegenüber dem Problem des Völkerbundes und des Versailler Vertrages mit Wahrscheinlichkeit rechnen könne.

Rene Wirtschaftr-Berordnnng

Maßnahme gegen BstriebS-Stillegung.

(Privat-Telearamm.)

Dresden, 5. November.

Wie ein Zeitungskorrespondent erfährt, soll die Verordnung über die Maßnahmen gegen Betriebsabbrüche und -Stillegun- gen nunmehr in Kraft gesetzt worden sein. Der Verband Sächsischer Industrieller erklärt dazu, auch diese Verordnung sei ein Schulbeispiel der noch immer angewandten bedenklichen Methode der Gesetzgebung in wirtschaftlichen Dingen. Man erlasse Verordnungen mit starken Ein. griffen in verfaffungsrechtlich gewährleitzfte Rechte, ohne daß der Reichstag dazu Stellung nehme. Sie werden in aller Heimlichkeit vor. bereitet und erscheinen dann so plötzlich, daß di- betroffenen Berufsgruppen kaum Gelegenheit fin- den, sich zu äußern. Die rechtliche Grundlage ftir solches Vorgehen fuße auf der aus dem Er- mächtiguwgsMfetz vom August 1914 stammenden Verordnung und auf der Verordnung über wirt­schaftliche Demobilmachung von 1918. Aber es sei doch endlich an der Zeit, die Demobilmachung für gesetzlich beendet zu eMären, denn wenn man darauf warten wolle, bis sämlliche Abwicklungs­stellen ihre Arbeiten beendet hätten, würde das die heutige Generation nicht mehr erleben.

Sie Besetzmmsgrsahr.

Worte eines französischen Gewerkschaftlers.

lPnvat-Telearamm.1

Essen, 5. November.

In einer Gewerkschaftsversammlung, an der die ausländischen Mitglieder der internationalen Gewerkschnftskommission teilnahmen, die zum Studium der wirtschaftlichen Verhältnisse in§ Ruhrrevier entsandt wurden, hielt der ftanzö- sische Vertreter eine Rede. Er führte auS, da er ins Ruhrgebiet gekommen sei, um den d e u t. scheu Arbeitern die brüderlichen Gefühle der französischen Arbeiter und der Arbeiter aller anderen Länder zu übermitteln. Was hinter uns liegt, faste er, ist begraben. Die erste Sorge der Arbeiter aller Länder müsse es jetzt sein, dem Kriege bat Krieg zu erklären. Rur so werde man imstande sein, die großen Aufgaben zu er­füllen. Die Richtlinien des internationalen Gc- werkschaftsbundeS sprechen sich gegen jeden Mili­tarismus und aus diesem Grunde auch gegen jede Besetzung eines Landes durch die mili­tärischen Kräfte eines anderen Landes aus. Wir wünschen den Wiederaufbau sowohl

Berkehrslage im Ruhrgebiet.

Mange! an Transportmitteln.

(Privat-T elearanrm.1

Essen, 5. November.

Die Eisenbahn-DcrkehrSlage hat sich in der vorigen Woche in Anbetracht der star­ken Anforderuna für die Kartoffel- und Rüben- transporte sowie infolge der verhällnismäßig günstigen Kohlenförderung noch weiterhin ver­schlechtert. Dazu kommen die ungünstigen und teilweise gestörten Bersandverhältnisse auf den Wasserstr en. Namentlich gegen Ende der Woche war der Zulauf an Leermaterial so gering, daß erhebliche Ausfälle zu verzeichnen waren. Die wettlägüche Wagengestellung ging zurück. Die Lagerbestände nahmen von hundett- tansend auf hundertzweiundzwanzigtausend Ton­nen zu. Die Kipperleistuna in den Duisburg. Ruhrorter-Häfen ist in der letzten Woche täglich znrückgeangen. Der Hauptgrund hierfür ist der ständig weichende Wasserstand des Rheines und die hierdurch veranlaßte geringe «usnützungs. Möglichkeit des Schiffsraumes, die einen erhebli­chen Kahnmangel zur Folge gehabt haben.

Protest deutscher Arbeiter.

Berlin, 5. November. (Privattelegramm.) Die im Ausschuß des Mgemeinen Deutschen Gewerk- chaftSbundes versrmmelten Gewerifchasts-Vor- ftänbe haben gestern einstimmig eine Kund­gebung angenommen, in der es heißt: »Don Tag zu Tag mehren sich die Anzeichen der Gefahr eine» Besetzung unseres rheinisch-westfälisch: t Fndustriereviers durch die französische Streitkräfte, deren Folgen katastrophal wären, nicht nur für unseren Staat und unsere wirt- chastkiche Freiheit, sondern auch für das gesamte Europa und für die Wirtschaftsbeziehungen der Kulturländer!. Deutschland würde nicht allein zerrissen, sondern em S-chzigmillionenvolk zu­gleich auch dem Hunger und der Ver­blendung übergeben. Dadurch würde eine Ge- ähr für die ganze Kulturwelt geschaffen.

Englands Verzicht.

Das DerhAtnis zwischen London und Paris hat in den letzten Tagen, wie aus unseren Tele­grammen heworging, eine merkliche Abkühlung, um nicht zu sagen eine Trübung, erfahren. Das Vorgehen der Londoner Regierung in der Frage der Beschlagnahme von deutschen Gut­haben, die nach dem Friedensschluß in Eng­land angelegt wurden, ist den stanzöstschen Chauvinisten mächttg in die Glieder gefahren. Die Boulevard-Presse tobte. London hat es @c= wagk an dem zu rütteln, was ihr Eiliger ist als alles andere auf der Welt: an dem Ver­sailler Friedensvertrag. Die gefürch­tete Revision des Gewaltfriedens wird von den Blättern aller Schattierungen in den grellsten Farben an die Wand gemalt, und man sieh: in Paris im Geiste schon den ebenso mühsam wie raffiniert auSgMÄgelten Bau des Versailler Frietensvertrages in sich zusammenstürzen. Wenn es nach den Aeußerungen der französischen Presse ginge, so könnte man in Deutschland wirk­lich guter Hoffnung sein, daß eine gründliche Revision des Wilsonschen Machwerkes unmittel­bar vor der Türe stehe. Soweit ist es Ober lei­der Gottes noch nicht. Durch das Vorgehen Eng­lands und sein Festhalten an seiner Entschei­dung bezüglich der Freigabe deutschen Eigen­tums in England ist nur ein kleiner Stern aus dem Versailler Bollwerk gebrochen worden, dem allerdings noch andere nachbröckeln können.

halb so viel Wärme verbrauchen.

als jetzt die Dampfmbrgen, und Äler Stenn* stvff, ein unersetzlicher Besitz des Landes, mutz gemeinwirtschaftuch benutzt werden. Kein Brenn- stoff ist brennbar, sondern nur die Gase, in die er zersetzt wird. Eine neue G a S t e ch n i k muh daher emgesührt werden. Sie wird airch dem Hausbrand billigere und rationell ausaenutzt» Wärme zufitlwen können, wenn außerhalb der Städte in girier DerkehrSlage GaSkraftwerke er- richtet werden und daS Helgas den NSdten durch Fernleitung zuaeführt wird. .Die neue Wärmetechnik,* sagt Ri edler zusammenfassend, »verbunden mit ttchttger BrenMwffwtttschcift, muß den notwendigen großen Fortschritt brin­gen. Auch minderwertige Brennstoffe sind aus- zunutzen, die bisher nicht verwendbar waren, und fcte SratkbetriM tnüfieu Hera» geändert

deutsche Fühkvlan-Konserenz.

Regelung eines elnhettltchen Verkehr».

(Pvlvat-Telearamm.)

Leipzig, 5. November.

Gestern trat im Leipziger Hauptbahnhof die erste allgemeine deutsche Fahrplankonferenz «ach Beendigung des Krieges zusammen. Es handelt sich darum, den gesamten deutschen Eisen­bahnverkehr nach Möglichkeit einheitlich zu gestalten und wichtige Anschlüsse an die großen durchgehenden Eisenbahnlinien herznstrl- len. Der Rat der Stadt Leipzig, Handelskam­mer, Gewerbebmmrer, Messeamt und Verkehrs- Verein haben ein Begrüßungstelegramm an die Konferenz gerichtet, in dem sie ersuchen, mit der bisherigen Anpassung der Fahrickäne Vorzugs

Man darf die Gründe, die England zu sei­ner Haltung bSvogen haben, ihrem Werte nach nicht zu sehr überschätzen. Es war nicht etwa daS Bestreben der englischen Regierung, Deutsch­land von einer Drohklausel des Versailler Ver­trages ju befreien, nur deshalb, um der deut­schen Regierung die Erfüllung ihrer Verpflich­tungen leichter zu machen. Vielmehr sprachen bei dem Entschluß Londons durchaus sachliche und nüchterne Erwägungen mit, denen sich die englische Regierung bei ihrem angebore­nen Geschäftssinn nicht verschließen konnte. Der Verzicht Englands war in dem Augenblicke ge­geben, wo Deutschland mit England wieder in regelmäßiae Geschäftsverbindung trat. Der eng­lischen Geschäftswelt ist das muß zu ihrer Ehre gesagt werden der Grundsatz von Treu und Matchen im Geschäftsverkehr sozusagen in Fleisch und Mitt ichergegangen. Diesem Grund­satz widerspricht es, wenn man mit einem Kim- den in geschäftliche Beziehungen tritt unter dem stillen Vorbehalt, seine Guthaben aus irgend einem, von diesem gar nicht verschuldeten Vor­wande einfach in die Taschen zu stecken. Diesen Gesichtspunkt hat die englische Handelswelt ihrer Regierung offenbar mtt solcher Deutlichkeit zum Bewußtsein gebrockt, daß Llovd George, um dm guten Ruf der »Firma England" zu wahren, sich bereit fand, auch Mer den Koipf der übrigen AM- ierten hinweg eine Bestimmung des Versatller Frietensvertrages auszuteben. die man in Eng- larid eben nur affiS »unfair* empfinden kann.

Außer dieser ethischen Seite des Beweggrun­des für d:n Schritt Englands gibt es aber auch noch einen sehr materiellen, der vielleicht der aus- schlaMsbende gewesen ist. In englischen Handelskreisen weiß man nur zu Wohl, daß der deutsche Kaufmann sich schwer hüten würde, das Risiko einer Beschlagnahme seiner Guthaben ohne Not einzugehen. Er würde ganz einfach seine Geschäfte mit Staaten machen, bei denen er mit diesem Risiko nickt zu recknen hätte, also beispielsweise über Holland, und er wurde seine Käufe ans das äußerst not­wendige Maß einschränken, solange eine der- artige Bestimmung wie ein Damoklesschwert drohend über seinem Haupte hangt. Der eng­lischen Handelswelt wäre damit wenig gedient. Denn den Handel mit Deutschland, der sich schon I vor dem Kriege in einer MMardcnziffer ans- 1 drückte, kann auch das England von heute auf , die Dauer nicht entbehren.

amerikanischen Präsidenten im Versailler Frie­densvertrag auf eine Formel gebrachte Gleichung vierzehn zu null als unmöglich zu beweisen. Da Frankreich von dieser Entwicklung schmerzlich berührt wird, ist schon erklärlich, denn es fürchtet mit Schrecken jede Andeutung, die auf eine Re­vision des Versailler Verttags hinweist. Deshalb ist auch die amerikanische Präsiden­tenwahl mit sehr geringer Freude in Frank­reich ausgenommen worden. Man weiß, da H a r d i n «ein Gegner des Friedensvertrags ist, dessen Abänderung er anstrebt und einen ge­rechten Völkerbund errichten will. Gerade davor aber hat Frankreich die größte Angst. Findet der deutsche Rus nach Gerechtigkeit Gehör in der Welt, dann ist Frankreichs Haßpolitik als Fehlschlag zu verzeichnen. 8.

Störung eingetreten. Der Versand nach dem Osten und Norden ruht seit Mtte voriger Wo­che fast völlig Die betreffende» Mengen werde» nach Möglichkeit aus der Strecke verfrachtet. Der Gesamtumschlag in den Privathäsen des Rhein- Herne- und Dorttnund-Ems-Kanols ging auf Grund dieser Verhältnisse von 26 867 auf 23789 Tonnen Arbeitsleistung täglich zurück.

Englische Preffestimmen.

London, 5. November. (Eigene Drahtmel­dung.) Die englische Presse sieht ven Grund von Hardings Wahlsieg keinesfalls in einer Vorlisbe üt die Person oder Partei, sondern in der Ab­kehr vom Wil so «Ismus. Während die Innenpolitik der Bekämpfung des Sozialismus gewimdet sein werde, strebe Amerika in der tußenpolittk keinesfalls eine Isolierung an. Das Maß oer Anteilnahme Amerikas an der euro­päisch:» Politik fai haurpsächlich abhängig von der Zusammensetzung des künftigen Kabm^ttS. »Manchester Guardian* betont, daß eine neue Liga der Völker das Ziel Hardings sei.

Brennstoff- Verwertung

Reue technische Anregung.

®w 6oe uns Wie* empfundene Nohlenmangel, dertm öffentlichen wie im Privatleben iu etnften Serge* Anlatz gib«, hat die rechn» zue rSsu*g neuer Probleme angeregt, tote au« ven nachstehenden Ausführungen hervorgeht. Die surchtbare Not, in die uns der unglück­liche Ausgang des Krieges gestürzt hat, kann nur durch Hebung unserer Gesamterzeugung in Landwirtschaft, Bergbau und Industrie gebannt werden, und diese von allen Seiten geforderte Erhöhung der Produttion ist im wösentlicken eine Frage der Technik. Bisher ist mit den Bo­denschätzen, den Naturkräften und der mensch- lichen Arbeit eine Verschwendung gettieben wor- den, die sich unser verarmtes Volk nicht mehs leisten kann, wenn es sich vor dem Untergang 6e» wahren will. Tie Technik muß uns Wege zei- gen, durch die Werte gespart und neu gewonnen werden können. Diese Wege weist unS ein weit» schauendes Werk .Die neue Technik* von G-:h. Rat A Riedler. Aus dem Riesenreich der Gr« wmttechnik, für das der Verfasser hier neue Auf- Sen und neue Lösungen angibt, sei ein Gebiet wrgehoben, das uns in dieser Zeit der ersten Kälte besonders nahestehl: die Frage der Brenn- stoffveriwertuug. Alles Leben und alle Arbeit in der Welt sind von der Sonnenwärme abhängig und zwar von der besonderen Form, in der sie uns ausgesveichert in großen Mengen zur Ver­fügung steht, nämlich von der Kohle. Die Er­lebnisse der letzten Jahre haben uns ja alle aufs deutlichste davon übcvzeugt, daß unser Dasein und unsere geschichtliche Stellung von der Kohle abhängt. Alle wirtschaftliche Macht hat sich jetzt dorthin verschoben, wo Kohle gewonnen wird und Staaten ohne Kohle können nur noch in Mhängigkeit von anderen bestehen. Was wir jetzt als Energie von der Sonnenwärme nutzbar machen aus dem Bodenertrag am Holz, aus Was­ser- und Windkräften könnte kaum der Raffte der Menschen ein armseliges Dasein sichern, dem Bauernleben früherer Jahrhunderte ähnlich. Le- bensanfprilche, wie sie beute in den Kulturlän­dern gestellt werden, könnten bei dem Vorhin - densetn nur dieser Energie nicht einmal von einem Zehntel der jetzigen Bevölkerung befrie- drgt werden. Erst durch die

Ausnutzung der Kohle

hat die Technik die Grundbedingungen des Le* bens und der Arbeit gewaltig eitoeitert und voll- ftärtbig umgestaltet. Der Bodenertrag ist durch künstlichen Dünger und Maschinen- arbeit, die beide nur der Kohl« zu verdanken stndz etwa verdreifacht: auch Bodenheizung ist schon erfolgreich versucht worden. Diese einzig- 3 Wichtigkeit der Kohle zwingt uns, da wir Kohlenlager verloren haben und unsere nwirtschajft durch die zwangsweise Liefe- ritng ins Ausland aufs schwerste belastet ist. zum größeren Sparen und richtigeren Verwerten der Brennstoffe. Bisher ist in dieser Hinsicht Raub­bau getrieben worden, größte Verschwendung unenetzlichen Volksgutes. Denn in den besten Dampfkraftwerken der Großbetriebe wird durch­schnittlich nur cta-a ein Zehntel der Kohlen- wärme in Nutzarbrit umgewandelt, neun Zehn- tel verschleudert; bei den Veikehrsdamp'fmaschi- ncn setzen sich gar nur vierHundertstelin Arbert um, so daß sechsundneunzig Prozent des Heizwertes verloren geben. Noch schlimmer ist ts in Kleinanlkgen und im Hausbrand. De» Hausbrand ist gegen den Verbrauch der Großtechnik zwar gering, macht nur etwa zwölf Pt Dient deS Gesamtkohlenverbrauches aus, aber in seinen zahllosen Feuerstellen wird noch verschwenderischer mtt dem kostbaren Brennstoff umgegangen und nur ein ganz geringer Pro-, zentsatz in Wärme umgesetzt. Auch die hohen chemischen Werte werden mtt verbrannt, statt sie wirtschaftlich zu gewinnen, und so werden Ml- harten verschleudert. Rur restlose und vollkom­mene Ausnutzung ter Koble kann uns di« znm Wiederaufbau notwendigen Kräfte sichern, und deshalb ist die Brennstofstechnik eine Lebensfrage unserer Wirtschaft. Die Brennstoffvergeüdulia der to arme hungrigen Dampfbetriebe muß auf« hören; diese muffen durch Ver-rennunas- betriebe ersetzt weiten, die mir

Störung der Kanalschiffahrt.

Effen, 5. November. (Privattelegramm.) Im an die Interessen von Berlin. KP« und Konalgebiet ist durch den Streik des Perso- Frankfurt a. M. zu brechen und fortan auch nals der Privatreedereien auf dem D o r t - die anderen großen BerkehrSftädte, namentlich mund e Ems - Kanal eine empfindlich« au» Leipzig, zu berücksichtige»,

Kasseler Neueste Nachrichten

Kaffeler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

Frankreich hat es nicht <m Bemühungen sthlen lassen, um die englische Regierung zur Zurücknahme ihres Verzichtes zu bewegen. Nur politische Momente haben dabei den Aus­schlag gegeben, während die französische Han- delswett gleich der englischen den Gedanken eines Verzichts auf diese Bestimmung des Versailler Vertrages durchaus am Platze fand. Millerand und PoincarS, die mit Argusaugen den un­angetasteten Bestand des Versailler Frietensver- ttages verfolgen, haben ihr Ziel aber nicht er­reicht. England HM an seiner Entscheidung fest. Tie Folge davon wird sein, daß die übrigen Staaten der Alliierten sich gleichfalls veranlaßt sehen werten, dem Beispiele Englands zu fol­gen. Aus Italien liegen bereits ähnlich lautente Rachrichten vor. Sie bedeuten für Deutschland im Zusammenhang mit dem englischen Berückt nicht einen Beginn der Revision des Versailler Friedensverttages, von der jetzt die sranElche Chauvinistenpresse mtt Tränen in den rachedne- stjgen Augen spricht, sondern sie find nur ein Zeichen dafür, daß en.e unaufhaltsame Ent.vick- »rng dahcn äräuflt dje von einem «uropafremden