Einzelbild herunterladen
 

10. So^tgrtg. *r. SK

Kasseler Rerreste Rachrfchre«

gFretiog, 8. Novenrvet 1920.

Tiefdruckgebiet ist eine Zunahme der Bewölkung Inen ist, wie der Bayrische Kurier erfährt, Print und der Luftwärme und später der Eintritt von Borghese auSersehcn.

. Obdachlose Geschäfte.

Im Reichstage.

Kaffee-KabarettHansa".

Berli«, 4. November. ((Pttvaftelegtamm.) Der Reichstag beginnt seine heutige Sitzung um drei Uhr nachmittags. Als erster Redner prkcht für die Deutschnationale« Dr. Heisse, r i ch. für die deutsche Bolkspartei Dr. Becher. Ms Redner der demokratische« Partei dürfte fedenMS noch im Lause des heutige« TageS Rcichsminister a. D. Der«bürg das Wort

der reizvollen Deko-ration des Raumes harmo­niert. - - > -a-

München, 4. November. (Pttvai-Telegramm.) Der französische Gesandte Dard tft aus seinen

Luftfahrt frei!

Kassel als Luftverkehrs - Knotenpunkt.

gruppe Kassel folgenden

Aufruft

Deutsche Manner und Frauen Mitteldeutsch­lands !' Deutsche IüngKnge und Mädchen ®tt« tekdvutsMrnds. gleich welcher volrttMen An- schLunng und Religion schart Euch um den Mft- teldeutschen Flugverb and ! Heist ihm! Er will das Luftsahrnetz schaffen, er will ieme be­iten Flieger und Flugtechniker geben und erhal­ten. Kassel soll und « in ferner zentralen Nage einen erstklassigen Flughafen erhalten. Ueber Kassel sollen Luftlinien von Nord nnd TW, von Ost und WM sSbrea. Das well der Mitteldeutsche Flugverband!

Räuberische Gaste.

Stettin, 4. November. (Privat-Telegram«Lf Drei Männer, die bei dem Hochseefischer Wolf in Augustfelde zu Abend gegessen hatten, Sssve« bei der Berabschieduna aus ben Besitzer e'nen Revolverschntz ab, der diesen sofort tot niederstreckte. Die herbeieilende Fran und Kin- drr wurden mit Messern und Flaschenscher­ben bös zugerickffet. «ns die B^vusttlosen war­fen die Unholde Decken und Betten, bie ne nnt Petroleum tränkten und an zu zünd en such­ten. Hierbei wurden sie gestört, da sich ein Sotzn des Gelöteten schwer verletzt zum Nachbar ge­schleppt hatte, um Hilfe herbeizuhofeu. Unter Mitnahme von zwölftausend Mark ver­schwanden die Räuber.

Die Genfer Konferenz.

Paris, 4 November (Eigener Drahtbettchi> In amtlichen Kreisen ist man der Ansicht, dass die Angelegenheit der Genfer Konferenz Fortschritte gemacht stabe. Man ist jetzt sicher, daß die Konferenz in dieser oder jener Form stattfinden wird. Dies wtzrbe bcdertten, dass der englische Plan den Sieg davongettage« hasse Man ist in Paris der Meinung, daß ht diesem Falle energische Garantten für die Anf- rechterhalttmq der französischen Ziele verlang werden »küssen.

Franzosen gegen Rußland.

Zürich, 4 November. (Eigner Drocht- tctW3 Ans Paris wird gemeldet, dass über Marseille in beit letzten Tagen mehr als vterhun- dert französische Offiziere, die bisher an der p o l n i s ch e n Front tätigt waren, au btt sübrussische Front des Generals Wrangel abgegangen find.

Gewerkschaften beschlossen, den 9. Novem­ber durch allgemeine Arbettsruhe zu lei­ern, nachdem der angekündigte Antraq der Un­abhängigen im Reichstag, den 9. November zum gesetzlickren Feiertag zu erklären, nicht ein- qebracht worden ist. Ob mich die ftadtisckftn Ar­beiter der Arbeitsruhe sich -nMiessen, soll erst Sonntag entschieden werden. Rn diesem ,rolle würde Berlin wieder ohne Verkehrsmittel, ohne Licht und Gas sein.

Nachtrags-Forderung.

Berlin, 4. November. (Prwattttegramm.) Auch für das Reich ist ein neuer Nachtragsetat in Höbe von viereinhrlb Milliarden Mark für die letzte Novemberwoche zu erwarten. Die Vorlage geht im Reichsfinunzministrrimn ifrrer Vollendung entgegen.

Preußens Einwo hnerwehren.

Berlin, 4. November. (Pttvattelegramm) Wie wir erfahre«, haben bis Mittwoch mittag stchsUndzwanzig Ei «wohn erwehren in Preussen ihre Wiedererrichtung in bie Wege geleitet, nachdem der preussische Justiz Minister entschieden hat. dass dieOrgesch" feine ftaatsgefährliche Einrichtung sei. In Berlm fin­det am kommenden SoMtag eine Beratung der Vorstände der früheren Großberliner Einwoh­nerwehr statt.

Diplomaten i« Bayern.

Serbien gegen Italien.

Lugano, 4. November. (Eigene Drahtmcft bitntg.) TieTribüne" berichtet von einem neuen italienisch-serbischen Zwischenfall, der stch bei der Einfahrt eines italienischen Dump- fers in den Hasen von Bussari ereignete. Die dortige serbische Besatmng beschoss trotz His­sens der italienischen Flagge den Dampfer, der nach Fiume flüchten mutzte.

Kein Streikerfolg in England.

London, 4. November. (Eigene DrahtmÄ- btmg.) In der Abstimmung hat bie Mchrhert des Bergarbeiterbundes «egen dw Annahme des mit der R e g i e r u n g g-troffeneu Abkommens gestimmt. Da jedoch die erforder­lich: Zweidrittelmehrheit nicht annähernd er- reicht ist, hat die Delegiertenkonferenz de« Berg- leuten geraten, die Arbett sofort wieder auMu- nehmen.

Amerika und Japan.

Vorgehen gegen Schleichhändler.

Berlin, 4. November . <Pribock^leGEM^ Gestern vormittag wurden die Gevarwe des »»

Bristol, Zentralhotel, Hotel am Kaffee Bauer, Konditorei und Restaurant 5ttwnzfer, dre verschiedenen Betriebe am Zoologische« (Wen, sowie die Verwaltungsgebäude von der Po- riiei besetzt. Der Grund soll in umfangreichen Schleichh andels geschäste« M fein. Rm Ebenhotel soll in den letzten fürffNio- nate» für eineinviertel Million Mar, Schletts Handelsware umgefetzt worben fern. Esnurrbe, wie auch das Hotel Hessler, jetzt polizeilich Vt. setzt. Direktor Birndörser würbe verhaktet.

Erlaubte Rückkehr.

Wiesbaden, 4. November. (Privat -^Tele- grcmnn.) Die Rheinlandkommissiou gestattete dcm ans Anlass der Verhaftung D-rfenS Ms- gewiesenen R e g i e r « n g 8 p r S s i d e n len Mumm von Wiesbaden die RSckkehr mw Amtsübernahme, nachdem denttcherteirs für die Verhaftung Dortems Genugtnaug gese­hen worden sei.

Ursache des SchiffSbrandeS.

Hamburg. 4. November. ,'P riva^logramm> Die interalliierte Kommission, welch die Nr. sachn des Brandes auf dem Dampfer ^Vis. marck" ergninden wollte, ist zu keinem Re­sultat gekommen. Es liegt die Antmlnne nahe, dass sich Explosivstoffe, kür sich i« fff» ringen Mengen vorfanden, entzündet habe« inw den Brand zum Ausbruch brachten. Weiter ftÄ der Brand zn spät benrertt worden sein, doch misstraut dir Kommission in diesem Punkte den Zeugenanssagen. Ob in der Frage rveitere Schritte unternommen werden sollen, hanM von der Entschliessung des Gesaubt-nrates ab.

Die Kriegsschuldigen.

Genf, 4. November. (Eigener Drahtbsrich-) Der PariserTemps" meldet, dass die Justiz- komunssion des Alliiertenrates zu der Aburtei­lung der deutsch«Kriegsschuldige«" durch die deutschen Gerichte einstimmig den Be- 'ckk-uss gefasst habe, dass die Bernehnmug der Zeuaen ans den Ländern der Entente miter Zuziehung der alliierten Gerichtsbchörde« als rechtsgültig zugestehe.

Lohnbewegung in Berlin.

Berlin, 4. November. (Privat - Telegwnrm.) Die Berliner städtischen Arbeiter und Buro- !>ilfs!räffe stehen in einer neuen Lollnbewegu^. Das Einigungsamt, bestehend aus fünf Mitgliedern des Magistrats und fünfundzwan­zig 'Mitgliedern der Stadtverorbnetenversannu- lunq, erklärte sich bereit, den Forderungen bet städtischen Arbeiter und Hilfskräfte grundsätzlich zuzustimme«, verlangt aber, dass .vorher der ?Nasistmt dieDeckuugSsrase behandÄL soll.

London, 4. Noveutben (Eigene Drahtaull- bung.) Bus Tokio wird berichtet: Dem Blatte Kokumin Schimbun" zufolge, werd der japa- nisch Boffchster in Washington.«« 7. Novem­ber der Regierung der Bereinlgs ten Staaten eine Rote «bereichen, in der gegen die japan- feindlich Gesetzgebung des Staates Äalifor- nien scharfer Einspruch erhoben und gleM«, tifl die Forderung «ach Abschluss eiws Prälimr- narabkomnrens gestellt wird, auf Grund dessen die in de» Bereinigten Staate« wohnru^n Ja- paner zu naturalisieren find, unter der Bedras- irrig, dass jede weitere Einwanderung unter» i bleibt.

cruffo-mmen. , .

4- Tabakwaren. ohne Stouerzerchn. Das Hauptzollamt macht in einer heurigen Bekannt­machung die Mitteilung, daß von L Dezenrber aib <Me Mille, wo Händler tabaffteueypslichttae Waren ohne die ersorberlichen Steuerzeichen in Gewahrsam haben, als Tabakstenechinterzichung betrachtet werden. m m

_L_ Meldung der tzeimarbeitcr. Nach der Re- gterüngSpolizeiverordnunz vorn 30. Oktober 1913 inib Gewerbetreibende, die Hausarbeiter unmit­telbar oder durch Zwisch.-np-rsonen beschäftig':'., verpflichtet, die durch Paragraph 18 des Gesetzes vom 20. Dezember 1911 vorgeschriebenen Ver­zeichnisse derjenige Personen, denen die Hausarbeit übertragen oder durch bie außerhalb der Arbeitsstätte die Gewerbetreibenden die Uebertragung erfolgt, bis zum 15. Mai und 15. November jedes Jahres der für ihren Wohnort zuständigen Ortspolizeibehörde und dem für die­len Ort zuständigen Gewerbeinspektor in je einer Abschrift einzureichen. Die Verzeichnisse sind trar; dem Stande der Heimarbeit am 1. Mai und 1. November aufzustellen; sollten an diesem Tage Heimarbeiter nicht beschäftigt werden, so sind den Verzeichnissen andere Tage zugrunde zu legen, die für den Nachweis der regelmäßigen Heimarbeit geeignet erscheinen. -Der Polizei­präsident erinnert heute an die rechtzeitige Ein­reichung der Abschriften zum 15. November d. I.

-r- Polonäse an der Freibank. Heute früh gab es im Schlachllhof, vor der Freibank, wieder eine Polonäse. Gegen dreihundert Frauen und Männer hatten sich angestellt, um das billigere Fleffch für 6 Mark zu erhalten. Auch ein Zei­chen der Teuerung ans dem FleisckmarEte?

Allerlei vom Tage. Der gestern gemeldete Einbrnchsversuch im Häuserblock zwischen der Unteren Königstraße und der Kaserncnstra- ß e aalt einem Lebensmittellager. Tw Diebe batten sich schon größere Meng« eingepackt, konnten sie aber nicht forib ringen. Uebttgens war dort in der letzten Zeit schon wiederholt fest- gestellt worden, dass nachts Licht brannte. In der Wilhelmshöhe, Allee verlor eine Dame ein Handtäschchen mit wertvollem Inhalt. Ws sie den Verlust bemerkte, sah sie nur noch, wie ein Mann bie Tasche aufhob und quer­feldein davonlief. Bemerkt sei noch, daß dieser Tage erst ein junger Mann w^en Fundunter­schlagung zu vier Wochen GefängniZ verurteilt worden ist Gestern abend stürzte in der Wolssangerstraße ei« junger Mann vom Rade und zog sich eine erhebliche Kopfverlet­zung zu Am Sonnabend wftrd hier eine Geflügelausstelluna verjknstavtet der nach den uns gemachten Mitteilungen besondere Bedeutung für die Geflügelzucht i« der Stadt

Auf dem Wochenmartte.

Am Dienstag war auf dem Königsplatz- Lochenmarfte nur wenig los und heute machte bie Besserung in der Beschickung auch nicht viel «wS. Die winzigen Mengen Karotten, Zwie­beln. Lauch, etwas mehr Grünkohl und auch etwas mehr Weißkohl wurden ergänzt durch Gänse. Die Preise waren verschieden. Hier verlangte eine Bauersfrau 9 Mark, dort 8 Mark für das Pfund. Eine andere ließ mit sich han­deln und überließ ein Gänschen einem andern für 7,50 Mark mit dem Zusagen: Man sollte es nicht machen, die andern lachen einen bloss aus... Auch etwas Muß war zu haben. Aus Zwetschen und Birnen zufammengekocht, Pfund für Pfund 2,50 Matt. Damit der Mattt ein freundliches Bild annachm, hatten verschiedene Frauen vom Lande in ihren Kötzen Tanaen- gnün und welke Heckenrosenzweige mtt rot= aüjglühenden Hagebutten in die Stckdt einge- fWrt. Und da und »ort gab es auch grotzster- ntzge Astern...

Auf dem Fleischmarne.

Auf dem Martin splatz waren etwas weni­ge Vettaufsftänbe, doch es konnte billigeres Flseich erstanden weToen. Die Preise für Rind­fleisch waren allerdings verschieden. Teils wur­den 1-2 und 11, teils aber auch 9,50, 9 und sogar 9,50 Matt genommen. Ferner wurden befahlt für Hammelfleisch nnd Kalbfleisch je 10 Matt, für Ziegenfleisch 7ch0 bis 8 Matt, für Rindge­hacktes 13 und für Schweinogehacktes 20 Matt.

Lokalnachrichten vonr Tage.

Die geplanten Handelsschule«. Dieser Tage wurde berichtet, daß die Kasseler Kauf­mannschaft die Errichtung sowohl einer Han­dels- als einer Höheren Handelsschule plant. Wie es in einem Rundschreiben an Die Kauf­mannschaft beißt, haben die berufenen Verwal­tungsinstanzen die Notwendigkeit dm Errichtung einer Handels- und Höheren Handelsschule für Knaben mit zweijährigem Lehrgang annkannt,

und die Finanzkommission wird diese Angele­genheit dem Magistrat Mr Beschlussfassung vor- legen, falls sie gleichseitig damit den Nachweis der finanziellen Unterstützung durch bie Kauf­mannschaft erbringen kann. In Diesen Tagen wird eine Zeichnungsliste in Umlauf gesetzt, um aus Grund von freiwilligen Spenden einen Fonds bilden zu können, aus dem die saiMchen Ausgaben für die erstmalige Einrichtung und den wetteren Ausbau der Anstalten bestritten werden. Für die persönlichen Ausgaben wirs die Stadt Kaffel als Trägerin beider Schulen

Das Kabarett der Unteren Königstraße stell: Mwcnwärtta eine Vortrags künftlerw heraus, die Beachtung erheischt. Nicht nur ein gu.eS Stimmaterial, auch trefflicher Vortrag zeichnet Paula Brückner aus. Die Geschichte von der Lumveittönigin und dem Daganten-.Tateratei und das bekannte .Ach Jott, was sind die Man­ner dumm", bringt fie in einer so netten Form, daß statter Beffall gezollt wird. Lux-Fild- baut, der Humorist, verbreitet sich «n des Wottes wahrster Bedeittung auf polittschem Gebiet und läßt das Publikum dantber naEr^ nen wie es über alte Bekannte beritt. Als Gast wirkt auch ein Kasselaner, der Komiker und Hu­morist Maurer, an dieser Stätte. Die um- flkalifche Seite wird besonders gepflegt. Die Leistungen des Salon-Quartetts Meil-Heme- mann sind bekannt. Heute sei deshalb besonders eines Schrammes-Duos gedacht. Schram- melümfik hat von jeher gut gefallen 5= ber Tat: Zithe, und Guitarre vereint kneten Wb-

nehme«.

Der Revolutionstsg.

Berlin, 4. November. (PrivattÄegramm.) Die Betriebsräte Großberlins und die

Berlin, 4. November.

Bon zuständiger Stelle wird mitgeteilt: Tie staatliche Genehmigung zur Errichtm:g von Akttengesellschasten, bie durch die Verordnung vom 2. November 1917 ungeordnet war, ist mit dem 15. Oktober diesem Jahres fortgefal- l e «. Damit hat auch die Tätigkeit des Beirats für die P r ü s u n g der Gründungen nnd Kapi- talserhöyungen ein Ende gefunden. Ten Vor­sitzenden dieses Kollegiums, Geh. Kommerzien­rat Kopetzky und Dr. Gelpeke, sowie seinen Mit­gliedern Kommerzienrat Böhme, Paul von Men­delssohn, Fritz Andrae, Kommerzienrat Dyhren- furti), Geh. Kommerzienrat Ernst Meyer, Geh. RegierungSrat Dr. Schwartz und Kommerzienrat Paul Heyz, bie in vorbildlicher Weise bei der Durchführung der Verordn rag mitgewirkt habe«, und deren Sachlichkett es in erster Linie zu ver­danken ist, dass bie Durchführung der Verord­nung möglich gewesen ist. hat der preussische Handelsminister bei Tank und bie Anerkennung der Staatsregieru lg ztzm Ausdruck gebracht. Da bei konnte hervorzel-oben werden, dass dank der ehrenamtlichen Betätigung der Mit­glieder des Beirats und bet Mitwirkung der Berliner Handelskammer und ihres Syndici die Fülle der zu bewältigende« Arbeit geleistet wer­den konnte, ob«; dass Staatsmittel für personelle oder sachliche Arrswendungen erforderlich waren.

Kaiseihos, 8 Uhr.

Letzte Meschen.

SSe? Wiens SeMvemaltimr.

Der pre::Mche Gesetzentwurf.

(Piivat-Telearamm.i

Berlin, 4. November.

Von gutunterrichteter parlamentarischer Seite wird geschrieben: Der im Reichsrat zurzeit vor­liegende Gesetzentwurf über das Land Ober- fchlesten geht von der Erwägung ans, dass die Bevölkerung Oberschlcfiens nach Aushebung der Besetzung rmd nach Ablauf der Sperrfrist des Art. 167 der Reichsverfaffung für bie Volksab­stimmung über die Neubildung deutscher Län­der ohnehin berechtigt wäre, .darüber abzustimmen, ob Oberschlefien ein *tre- stänbigcs Land im Rahmen des Deutschen Rei­ches werden soll. Diesehochwichtige Entschcft düng wirb insoweit vorweg genommen, als durch den Gesetzentwurf ftstgelegt wird, welche Stellung Oberschlesien künfirghin einnehmeu soll, sobald die deuffche« Behörden wiederum die Verwaltung des Landes übernom­men und bie Bewohner ihren Willen kunvgege- ben haben werden. Welche Gründe für die Vor­legung des Gesetzentwurfes massgebend gewesen sind, brautfrt nicht nochmals erörtert zu werden, die besonderen Verhältniffe bezüglich Oberschle- siens können jedoch, wie nachdrücklich hervorae- hoben wird, keinesfalls Anlass geben, die Be­stimmungen der Reichsverfassung etwa allge­mein zu ändern. Die Abstimmung soll inner­halb zwei Monaten erfolgen.

ZmLsche AMengeseLschasten.

Wiedererrichtung ohne Genehmigung.

lDrivar-Telearamm.l

ürrterhattung i* Kaffel.

Künstlerspiele Heffenland.

Km Mittsspuntt des neuen Novamberftro- aramms steht unzweifelhaft der Münchener Schriftsteller Kurt Graf. Er war im Stiege bayrischer Hauptmann. Dass er Bayer und zu­gleich Hauptmann, daS Hingt aus allen seinen Militär-Anekdoten. Die Uvviech-Ausdrucks- weise hat er sich zu eigen gemacht, bie bayrische Eigenatt, bie namentlich bei u«S im höheren Norden Deuffchlands immer gern belacht wird. Und in dieser Form, in einem gesunden Hu­mor liegt die statte Wirkung Grafs. Daß er raftriden Beifall erntet Kunststück! Daneben ftappiert ein echtes Püppchen, ein winzig-klet- eer Komiker Joses Müllecker. Er bereitet dem Publikum ein diebisches B-rgnügen und wenn, wie es heißt, für demnächst em Humori- ften-Wettstreit geplant ist, so kann der Sieger schon heute nicht xtveifelhaft sein. Auch ein Wittlicher Humorist ist vorhanden. Else Reichsberg macht auf diesem Gebiet das Ren­nen Freunden eines kräftigen Schlucks gefal­len besonders bie Kellermeister-Lieder von Karl Herrmann. Man bekommt Durst dabei. Was das Programm sonst noch bringt? Eine flotte Sängerin Matta Wörth, dann Jonny Gülde­ner mit Tanzvarodien, bie bekanntlich immer tefien" eine reizende backfischliche Vortrags- künstlettn Lotte Mattow und drastische Erzen- rttk-Komiker . . . Pilz, Naumann und ihr Hund Da lackt was lachen kann. Der Dollftaridrgkeit halber sei noch die gute Gpangenbergsche Orche- derführung ettvähnt. -a»

nen Sportpreis eine Fussreiße um bie Erbe mische musikalische Unterhaltung,, bie so recht mit Nrottchauisen an getreten und diese bis zum rotiwJf»n <?Wrvratii>n des fvirmn.-

Kttegsausbruch 1914 über Europa, Afttka und Asien aussühtte, hat sich jetzt zu einer sportlich intereffanten Reise über Deurschtand und das übrige Europa verpflichtet, die, in bet nächsten Woche in Hamburg beginnen, bei Enthaftung jeglichen AWocholgenufses. auf einem mit 12Ö Kllogramm Avmeegepäck belasteten Dreirabe ausgeführt witt>. Bei seiner Reise, die ihn in den nächsten Tage« auch über Kasse! führt, sind ebensowohl kontrollrette SchnelligfeitS- tote auch Dauer-Rekorde vorgesehen, bte sportlich

Die heutige Bekanntmachung des Magfftrats kher Maßruchmen gegen den Wohnungsmangel enthält gegenüber der Fassung vom 15. Juli 1920 für den ersten Blick nut kleine Aeriderunen. So heißt es an einer Stelle statt bisher Wohnungs­suchenden" jetzt .Mieter" uni» statt .Wohn- tütotte" .Räume". Tatsächlich bedeutet diese Acuderung eine einschneidende Maß­nahme, die sich im Laufe der Zeit als unbe- bingt notwendig erwiesen hat. Der Magistrat tft nunmehr ermächtigt, entbehrliche und soll- werdende Wohuräumo nicht nur zur Unterbttng- unq Wohnungssuchender, sondern auch zur Un- terbringuug von Geschäften und Betrie­be n M beschlagnahmen. Die Aussöhnung der Bestimmung war erforderlich einmal, um ob­dachlose lebensnotwendige Dettiebe und Ge­schäfte unterzubring-n, zum anderen, um Raum zu schaffen für solche Firmen, deren Vermietern das Mieteinigungsamt aus besonderen GMnden Erlaubnis zrrr Küuioigung und RäummigAlage erteilt hat.

zeitweisen Niederschlägen zu erwarten. Gestern rüh wurden in KassÄ 4- 2 Grad El. und heute 1 Grad Cel. gemessen. Die Erwärmung machte im Laufe des Tages Fo-ttschrrtte, nach­dem sich bet bedeckte Himmel etwas gelichtet hätte.

--- Detarrstaltungen am Ftettag. Staatliche Schauspiele: Abonnementskonzen, 7'A Uhr föffentliche Generaffrrobe, 10^ Uhr). R e- sidenztheater: .Lwfttqe Witwe" (Kaps- Löber) 7% Uhr. Neues Theater: Spe­zialitäten, 7Ya, Uhr. Fledermaus- Diele: Tanzv« tftihrrrngen Earltou-Duo, 8 Uhr. Mitteldeutscher Flngver- band: Generalversammlung (Mste zugcmsfen)

großes Interesse Hervorrufen.

X

WanberBorsiUag.

Der Hessische Gebirgsverein. Zweigverein Kassel, macht für den kommenden Sonntag folgenden Wandetvorschlag:

Graue Katze, Knrgenhof, Wahnhausen, Gut Eichenberg, Rothwesten. Hohenkirchen, Mön- chehof.

zukonnnt. .

-r- Wie wird das Wettet? Für morgen, Frm- tog, liegt folgende Wettervorhersage vor: Mrl- der, zunehmend bewölft. lebhafte bis statte süd­liche und südwestliche Winde. Zeitweise Reaen- fälle. In den Gebirgsteilen Schnee. Leichter Nachtfrost. Im Grenzgebiet zwischen einem nach Der ftanzöMtt Gesandte Darb l« auf Südolren abziehendem Hoch und einem von, Münchner Posten znttukgekehrt. AIS ttmwm- Wsst-Eurvpa (^Mche Jnsttn) herunnahenDem!scher Generaftoittnl mit d'.plmnatff-b-n »mcktw-

Ein erster, hellet, flatet Glockenton klingt auS dem dumpsen Grechgelältte des benffckeu Wirt­schaftslebens! Deiftschland soll seine Flug­zeuge, seine Flughäfen nicht mehr zerstören, oarj FluMeuge bauen und Flughäfen anlegen, darf sein Flugnetz ausbauen. Frei von allen Fes­seln soll der deutsche Flugzeugkonstrukteur schas­sen dürfen tat freien Wettbewerb mit der Welt, soll der deuffche Flieger sein können in den Dienst der Bolkswittschaft stellen bürfon. Was das m bedeuten hat, darüber muß sich das deutsche Volk Har sein. Es hat tausende erstrh- rene Männer, mit stahlharten Nerven und Wil­len; die Fltzgzeuge führen können, die Flug­zeuge bauen und Moiore schaffen können. Wer­den diese Männer in die Sielen gespannt und sie werden in kurze- Zeit den Vorsprung, den das Ausland hat, eingeholt und bald Werholt lmden! Aber... das Reich ist arm, die Jnbuiitttc zu schwach. Sie können diese Sielen nicht schaf­fen oder nur sehr langsam. Doch so wtrd uns geschrieben das deutsche Volk kann es, Mne: - scngleich trage jeder sein Köritchen zu dem Bau heran und das Werk muß gelingen. Jeder gebe sein Scherflein narb bestem Können und die Mit­tel sind da, um unseren Lnftvionieren die Arbeit zu ermöglichen, die Deutfchlanb mit an w Spitze der fliegenden Völker führen wird. DuS diesem Grunde erlasst deute der kürzlich geL'.ldete Mitteldeirische Flugverband, Otts-