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Nr 254. 10. AahrgaUD;

Kassel« -r«eyr 9T«t6rt<6few

Dienstag, L November 1920

.

'ührlich werden. Spielverein Rothenditmold Meilte in Fulda nm gegen Borussia anzuirrten, -diit 4:0 geschlagen mußte Spielverein nach Kas­sel zurückkehren; in Fulda scheint eS doch an Ueberraschungen nicht zu fehlen.

B-Klasse und C 1 Klasse: RisverM^- ren Hcnschelwcüe 0:0, Ober^we-Hren Bo- russia 2:1, Turn- und Sportverein 1848 LIPielverein 63, Turn- und Sportverein 1886 Turn- und Rascnsporwcrein 0:4, Großenritte Hermania 0:21: Wiltzelmshöhe 2 Kurheffen 3 1:1; T»rrirge<neinde Wunden 0:2, Betten« bansen Melsungen IM.

(5 2 Klasse: WiLhelmshöhe Turn- und Sportverein 48 4. 03: Kurheffen 4 Henschel« teerte 1:0; Turn- und Rasensportverein Bet­tenhausen 6M; Niederezwehren Kurheffen 5 0:2; Turn- und Sportverein 1848 Turn- u. Sportverein 1886 7M.

D-Klasse: Gruppe B Turn- und ^ort- ver.'in 5 Kurheffen 6 3:1. W. E.

Der Strafen handel.

Der Handel in den Straßen hat einen Umfang angenommen, wie er fnihcr nicht ge­rannt wurde. Auch mit der Schlukzeit, wir sie für die Ladengeschäft« besteht, wird es nicht ge- nau genommen. Nunmehr hat die Fachgru^ie dos KaloniMvarenbandels im Verband des Einzelhandels in ihrer letzten gut besuchten Berscnnmlung beschl offen, geeignete Schritt.» ge­gen das Ueberhanonehmen dieses Straßenhan- dels einzuleiten Im übrigen erstattete Vor­sitzender Heinrich Böttger Bericht über die bis« herige Tätigkeit des Vorstandes. Verschiedene Unzuträglichreiten sind beseitigt worden. Nach Besprechung der Verordnung Wer Preisver­zeichnisse und Preisschilder wurde beschlossen, Vordrucke der in der Verordnung vorgsschriebe- nen Preisverzeichnisse für Lebensmittel anserti- aen zu lassen, worin die einzelnen Gegenstände im Druck aufgesiihrt und nur die Presse hand­schriftlich auszuftillen sind. Die Vordrucke, die den Mitgliedern der Fachgruppe gegen Erstat­tung der Selbstkosten Überlassen werden, sind beim Vorsitzenden in Empfang zu nehmen.

Prakttsche Sozialisierung.

In einer Versammlung der Betriebsräte und Vertrauensleute der Gewerkschaften wurden ge­stern nachmittag interessante Mittellungen ge­macht. Danach werden jetzt im Bekleidungsamt Kleidungsstücke und Schuhe für die Zi vi Bevölke­rung hergestellt. Ein Anzug kostet beispielsweise 275 Marr, ein Ulster 180 Mark, ein Paar Ar- beitsschirhe stellen sich ans 135, ein Paar Straßen­schuhe auf 140 Mark. Der Redner, Schwarze vom B.-A., setzte auseinander, daß hohe Unterneh­mergewinne die Versorgung der minderbemit­telten Bevölkerung mit bem Notwendigsten ge­fährden. Deshalb müsse durch direkten Verkehr zwischen Produzenten und Konsumenten prak­tische Sozialisierung getrieben werden. Weber oom Eisenbahnrrverbänd war der gleichen An­sicht Derlei praktische Arbeit führe weiter als der bloße Schrei nach der Sozialisierung.

Eofalnadbridfoten vom Tage.

-4- Ein frostiger Sonntag. Am gestrigen Sonntag konnte man sich nicht erwärmen Früh­morgens zeigte das Thermometer 6 Grad Celsius an. Auch tagsüber blich es kalt. Hart war auch daS Lickt des auf dem Rücken Hegen« den Mondes Eisig blinkten die Sterne. Wo am Sonnabend das Schcuerwaffer Mts den Bür- gersteia aeflntet war. hatten sich bald darauf schon Eisbahnen gebildet. Heute früh zeig e die Quecksilbersäule 5 Grad unter Null an. Sckon wagt man nicht mebr. die Kundaehungen der Wetterkundigen wiederzugeben Haben sie kür diese Woche miKuues Wetter propbereit so ora­keln sie heute für den morcigen Dienstag Ziem­lich kalt, vielfach beiter, mäbiqe südöstliche Win­de,. Temperatur sinkend, wocken Zunehmender Na^'tftost »and Reif. Weiter nssrd mitgeteilt: Im 'üdwestlichen Teile des an Höhe wieder zu­genommenen, 775. Millimeter übensteiaenden Hochdruckgebietes ist fottaesetzt kaltes, heiteres, trockenes Wette« mit nack'ts und morgens Frost zu erwarten Andere sprechen sogar von <Z*net- fall! Nach dem Barometer allerdings steht doch der Umsturz bevor

Einlösung der Koh!e»karten Die in den Brotkattcnstellen anSgegebnen Kohlenkarten werden von Beute ab bis einschließlich den 27. November eingelöst. Der Verkauf erfolgt nach Nummern der Haushaltungsausweiskarten in der festgesetzten Rcibenfolge.

4- Feststellung der Tumultschäden. Der auf Grund des Gesetzes über die durch innere Un­ruhen verursachten Schäden für den hiesigen Bezirk errichtete und der Regientng angegfie« bette ..Ausschuß mit Feststellung von Entschädi­

gungen für Ausruhrsebäden" setzt sich, wie folgt, zusammen: L Vorsitzender: Amtsgerichtsrat Krenzien, hier, 2. fteüvertr. Vorsitzender: Rechts- anwalt Instizrat Dr. Hahn, Mer. Beisitzer: Fa­brikbesitzer Dr Wclf hier. Privatmann Emil Sander hier. Schnei verobermerster Karl Ladung Müller hier, Gutsbesitzer Nägel - Crumbach. Kaufmann Artur Schwanenberg Bier, Avotbektt W. Nagel! hier. Stellvcrtteter Ott» 3immer« mann-Hanau, Jean Füller hier, Hofuhrmacker- meister Heinrich Koch.-ndörffer hier, Gärtnerei« Besitzer Jean Siebert hier. Schuhmacher August Köhler frier, SanitStsrat Dr. v. Wild hier.

4- Oberst Krähe +. Am Sonnabend wurde in Berlin Oberst Krähe zur letzten Ruh« gebet­tet, der einen plötzlichen Tod in dem AugenbÜck fand, als die Familie im Begriffe stand, an ei­ner Hochzeit teilzunehmen Der Oberst war während des Krieges in Kassel Linienkomman­dant und hat sich durck sein lebensfrohes We­sen und durch stete Sieben swnrdisftft in wetten Kreisen sehr viele Freunde erworben.

--- Die Rentensteve betrogen. Ein Angestell­ter einer hiesigen Gesellschaft bitte sich ein Ren» tensonnular beschafft, fälschte es und erhob bar« a'ufhin bei der Post einen größeren Betrag. Als er ein zweites mal erschien, wurde er festge­nommen

-h Krampf und Tobsucki. Die Fälle, daß Straßenpassanten einen Krampfanfall frekommeu, mehren sich in bed'nfficker Weise. Auch Ver­sammlungen wurden wiederholt durch solche be­dauerlichen Vorkommnisse gestört. In der Nacht zum Sonntag paarte sich in der Orleans« straße bei einem Mrane der Krampf mit Tob- ntcktsanfall. Der Mann wurde fürchterlich rabi it der Polizei gegenüber. Auf der nahen Warb' der Freiwilligen SanitätSkolonne konnte er sich langsam wieder beruhigen.

4- Der Schrecken von Medrrkanfungen. Ein fnnger Mann in Niederkaufungen wurde plötz- sich irrsinnig. Er zertrümmerte alles, was in seiner Nässe war. Ortsssswofrne" Liberwältioten d-n Malenden, fesselten ibn imd sperrten ibn ins Spritzenhaus. Die Sanitätswache F"ldafr-ück- bolte ihn ab und brachte ibn in die Stadtkaserne. Das war früh 9 Ufrr Um 5 Uhr klingelte der Bürgermeister von Nioderkausungen wieder an. Der Malende sei zurück gckehrt und schlaoe alles kavutt! Die Samitsitswacke ftkhr ietzt mit dem Diri" los. Zebu Mann waren nötig, um den Wütenden anzuscknallen. Fetzt wurde er direkt nach Marburg gebracht. Dort ober entsprang er wieder. Erst später gelang eS, ihn aus der Landstraße <nrfut greifen. Nun endlich wurde er in sick«n-»S Gewahrkgm gchrackt.

-T- Svazierfastrt einer Elektrischen mtf dem Bürgersteig. Gestern abend entgleiste an der Ecke Graben und Mnrttaasse ein Wogen der Straßenbahn und fuhr mtf den Büroerst-ia. Während er die Regenröhre eines Hauses abritz, zog er M selbst versMedem- Schrammen zu wtd die Menschen kamen mf+ dem Schrecken da- VWt.

-4- Fstnknndzwaitzzia Fahre km Staatsdienst. Aitt eine fünsundzwanzigföhriae unuttterbroche­ne Tätigkeit in staaffichen Betrieben frficft beute der Dümbeantte Alerander WolSki bei der Strafanstalt in WeMöeiden zurück. Als eifriger Förderer der Bolf-Mhnenspiele und der Hei- matdickttm» stob» er schon seit langer Zett an der Svitze des hiesigen Theatervereins. Ferner ist er Vorsitzender der Ortsgruppe Kassel im MeickSbund für tRoWMKfrnentbiete und 91»*« standsmisglied des Kasseler VoESckoreS. Auch auf schriftstellerischem Gebiete versuchte er sich. tr schrieb Skizzen und ffeinere Er-äbluneen. Mete aus keiner Feder stammende Ein- und Mehrakter sind den Besuchern de- Theaterver« einSveransia^tt'ngen n-ck in frest-r Erinnerung.

4- lte6«rfe*nen nutz mtßba--delt. Sn der ver­gangenen Recht wurde in der Entengasfe rtn fnnger Mann p-m mehreren Anderen siher- tgllen. unfr mit Rferfeideln und Stöcken schwer miffraudeft. Der Ueberfallenie trug blutende Verlen-'na-n, davon.

4- Die metbodttttsche LtebeS Sttikeit. Der Be- ifranienp-u-ein Diaftin-ssenperein fti- allgemeine <*rankenvssege in Frankfurt bat mb dem 1 Ot- nvfrer eine Station zur A-tSübirna der Vrivat- pffeae in Kassel eröffnet, Po-erst allerdings nur mit wenia Schwestern. Bahnhofstraße 8. Der Betbguienverein ist eine« der drei Diakonissen-. MittterBänfer de- Metftodisten-Kinbe in Denffch-' land zu deren Verband netten 600 Schwestern gefrören Der Dienst dieter Diakonissen gilt der Allpemeinfrett. ohne Unterschied des Standes und der Religion

B-rnfSvrüft'naen für mittlere Katasterbe­amte. Die Mrüftmgen fanden in der Zeit vom 18. bi« 30. Oktober ftn Sitznuasfaal- der friesi- aen Regierung statt. Der Prüfungskommission gehörten die RegicrunyS- und ®tew*rräte fteucke ans Koblenz als Vorsitzender, Franz-

Bcim aus Köln und Büttner aus Merseburg als Mitglieder an. ES bestanden: Wildenburg auS Köln, Roßberg aus Merseburg, Krausch aus Weißenfels. Stolle aus ManSfeld, Harlandt aus Eisleben Klepalz auS Carlbe, Schütt aus Run­kel. Simon aus Berleburg, Pinter aus Beurig, Schlarfe auS Trier, Braunscheidt aus Gum­mersbach. Hille auS Clausthal, Prautzsch auS Kassel, Kienholz aus Wetzlar, Runte aus Frede­burg, Pappe aus Weißeniee, Frank aus Nieder- lsshmstein, Dillmann, Niemöller. Oschena^check ans Düsseldorf. Bolkeitfeld aus Rüdesheim. Be­rens aus Koblenz, Korte. Schulte auS Arnsberg, Böhmer, Wienholt ans Hagen.

-r- Chaffalla- Lichtspiele. Di: SereniisimuS- Zwischenfpiele, die Adi Srager im .Hansa" mit glücklichem Erfolg eingeführt, finden gegenwär- ttg in den Chassalla-Lichtspielcn eine Neubelebung. Eine Eguipagc mit rotlivrier- ter Di.merschas: von .Serenissimus" erregt größ­tes Aufsehen. Ein besonderer Film®an,i obrtc Männer geht die Cbose nickst", eine toll« Satire auf übertriebenes Wanstrump'wesen, ist auf diese Zwischenspieleinaeftr'ii. Serenissimus poltert dazwischen und Kinde; mann, der Adju­tant, ist.dabei. Ueber den Film und besonders die künstliche Menschheitspennchrung wurde herzlich gelackt, jedenfalls ein ganz origineller Film-Reklametrik!

Deranffaltt'ngrn am Dienstag. Staatliche Schauspiele: .Dame Kobold". TA Uhr - Residenztheater: .Die kusiige Wttwe", TA Uhr. Neues Theater: Reue Spezia­litäten. TA UBr. Zirkus Hennv. Leister- scke Mose. TA Uhr. FledermouS-Die. le : Mckderne Tänze, 8 Uhr. Hessenland: R ovemher-Pro"ramm. 8 Uhr Perle: 4 UHv-Tee; abends 8 UBr v. a. Kurt Gras. U.= T.-Licktspiele: .Die Tyrannei des Tod-s". Hassia-Lichtspiele:Die Dorfhere". Metropol - Theater:Durch die Quartiere des Elends und Verbrechens". In­genieur- und Handels - und Gewerbe- Verein: Landesmuesum. Vortrag Gaswerk- d-tröfter Dr. Richardt, 8 Uhr.

Letzte Devefchen.

Sie östlichen Girren.

Mene Zwistigksite« der SsilSnder.

(Cteene Drakitmekdung >

Danzig, 1. November.

Aus Warschau wird berichtet: Dir pol­nische LandtagSkommrsston für auswärtige Ange- legenheiten beschloß in vorg-tMger Sitzung, das Gebiet von Wilna Pillen cinzuverleiben und gegen jeden Versuch, aus bem Wilnaer Gebiet einen besonderen Staat zu bilden, Einspruch zu erheben Das Plenum wird sich am nächsten Donnerstag mit diesem Beschluß befassen. Ferner wird die Kommission dem Plenum den Antrag vorlegen, die Regierung zu ersuchen, in dem votr General Zelegorski nicht besetzt gehaltenen Ge­biet unverzüglich eine ordnungsmäßige und ein. hettliche Verwaltung emzuführen. Wie pol­nische Zeitungen melden, hat die Kownoer Nationalversammlung den Polizeikmnmiffaren das Reckt erteilt, verdächtige Personen ohne wei­teres yt verhaften und auf unbestimmte Zeit zu internieren In einigen Streifen wurde darauf­hin die gesamte polnische Futelliaenz fest­gesetzt. Der litmttsckte Schutzbund ließ eine An­zahl verhafteter Personen erschießen. Die Wohnungen der Opfer wurden ausgeplündert.

PolnisÄ-ttLauische Kampfe.

Danzig, 1. November. lEigene Drahtmel- düng.) Die Pplen haben ihre Angriffe gegen Litauen auf der Haupiftont erneuert und haben die litauischen Linien bei Maljztv und Oljanv durckbrocken Auf litauischer Seite erwartet man, daß sie einen weiteren Vorstoß versuchen werden, um den sinken Flügel des lttamiscken Heeres zu umzingeln. Der Haupt­stoß der volnischen Trupven wird in Rich­tung auf Kowno erwartet. Die sitauisck-e Regie­rung beginnt berefts t»e Räumung Koronos.

MsMe WNMd8b-lssr?AN3.

Anschläge auf Dowjetkommissare. tEigene Drabtmeldung.i

Riga, 1. November.

Aus Kowno wird berichtet: Das in russischer Sprache erscheinendeEcho" meldet aus einer Quelle, die es selbst al« gutunterrichtet und un- parteiisch bezeichnet, daß in diesen Tagen in Petersburg und Moskau Ereigniffe von größter politischer Bedeütung vor sich gehen und daß das Regime LeninS unmittelbar vor dem

Zusammenbruch stehe. Die Zeitung weiß dazu von einer Reitze von Attentaten auf Sowjet­kommissare zu berichten. In Wjatla schleu­derte ein Unhekannter eine Bombe in die Sitzung des Ortssawjets, tötete drei und verwundete verschiedene andere Sowjetmitalieder. Der Hee- reskommiffar einer roten Division in Irkutsk wurde ermordet, der Heeresrommiffar in Zaritzkiu durch eine Bombe getötet Zwei Mit­glieder der herüchttgienaußerordentlichen Kom­mission in Zlatust wurden unter geheimnis­vollen Uurständen ermordet und verstümmelt

Bolschewistischer Fehlschlag.

Wien, 1. November. (Privat - Telegramm.) Aus Kiew wird berichtet: Die Bersuckie der Sowjetarmee, den linken Flügel der Ar- mee W r a n g e l zu durchbrechen, find durch die Aufnahme einer Gegenoffensive vereitelt worden. Die bolsck>ewistischen Altionen an der Küste des Asowschen Meeres endeten mit ver Umzingelung der roten Kavallerie.

MMM FnedensverLraa.

Streit um die Ratifilaiion.

(Eigene Dradtmeldung.)

Budapest, 1. NovembN:.

Die Ratifikation des un;arischen Friedens» Vertrages wird im Laufe der nächsten Woche im Ausschuß für mtc-toärtigc Angelegenheiten und bis zum 15. November auch im Plenum der Na- tionalversannnluna erledigt fein. Wider­stand gegen die Ratifikation erheben ha lptsäch. lich die Organisationen, die aus de» abgetrete­nen Gebieten nach Budapest gekommen sind. Ferner macht sich in sozialistischen Kreisen eine starke EeacnstrSnnma geltend und endlich sind Frilchrich und seine Genossen Anhänger der Gegner der Ratifikasion. Dessen ungeachtet Hot ein unter den, Borsitz des Ncich^oe-rvesers ab e- haltener Ministerrat beschlossen, die Ratifi­kation schleunigst durch,zu führ en. Man hofft, daß unmittelbar nach der Ratifikation der Handelsverkehr und auch mit Oefterreic?' eine Verständigung in der Berpslegungsfrage sich brrbeifrihren lassen wird.

Roch eine nette Partei.

Berlin, 1. November. (Privatteleqramm.k Fm Weste» von Grotzberlin hat sich eine neue Partei für Reform so zialiSmns m,ter Führung des früheren Borwärts-Redaftenrs Unger und des Wilmrrsdorser Sozialdemokraten Kopsch gebildet. Sie erklärt, das her Marxistische Sozialismus abgewirtschaftet habe.

Deutschland »nd Pole».

Bersin, 1. November. (Privat - Telegramm.) Wie verlautet, wttd der polnische Bizcministee filr Kandel und Gewerbe, Dr. Strasibmger, in den nächsten Tagen in Berlin eintreffen. Fn den Berliner Besprechungen sollen alle wirtschast- licken Fragen, insbesondere auch die Fragen des Eisenbahn-, Post- rmd TclegraphrnweserrS, im Zusammenhang erörtert werden, um eine neue Grundlage für die Wiede-anknüpfnng der wirtschaftlichen Beziehungen Deutschlands, und Polens zu schaffen.

Streit im den Stenerabzug.

Berlin, 1. November. (PrivattelearLMM.) Eine Reihe Berliner Großtirmen, die bisher die Zahlmg des Steuerabzuges auf ihre Rechnung übernommen hatten, haben dieses Zugeständnis für den 1. November Gekündigt. In einer Dersomn-lung bet Großberliner Be­triebsräte wurden Derhandlunaen mit den Ge. werkschasten beschlossen, »m Gegenmaßnahme» der Arbeiterschaft vorzubereiten.

Ans einer Abwickltrngsftells.

Berlin. 1. November. (Privotteleqramm.s Bei der AbwicklunaSstelle des Flußpolizei.Ba- taillonS in Berlin find Millionen-Unter» schlagungen voraekommen.' Dazu wird mit» geteilt, daß es fick, nicht um eine dem Heeresab- wicklnngSamt unterstellte AbwlcklungSstelle handle. Zu dieser gehören lediglich die Abwick. lungsftellen des alten Heeres einschließlich der Truppenteile, die spätestens biS za Oktober 1910 ausgestellt worden sind. Hierz-l zählt iedoch da» frctressende Strompolizeibataillon nicht.

EnthSllnngen über die »Lufikanta".

Newyork, 1. November. (Eigene Drahtmel« düng.) Dudley F. Meleone, ein Saudidat für den GouvernementSposten in Newtzork, erklärte: Der im Mai 1915 durch Unterseeboot versenkte amerilanische DampferLufitama" habe bei der Ausfahrt ans bem Hafen von Rewyork elstan» send Tennen Jchwarzpulver an Bord ge­habt. Meleone war damals Zollbeamter in Newyork und muß über die Ladung derLnfi- tenia" Bescheid wissen.

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1 November bis einschließlich Sonnabend, den 27. November von den Kohlenhändlern, bei de­nen die Beftellkarten abgegeben sind, eiugelöst.

Der Verkauf erfolgt nach den Nummern der HaushaltungsauSweisrarten Nochstehculd« Nei» henfolge ist unbedingt einzuhatten:

Ausw.-Rr. 1400 am 1. uiü> 2. November,

4001-Ende .21. . 25. ,

Bei Mangel an Steinkohle» und guten S* fcitl kornnten auf diese Karten Wattenbacheg Drannkohlen zur Verteilung. Auf die Bvau»» kohlenkarten werden nur Habichtswalder Brau». kohlen oder Möncheberger Briketts adgegebea. Auf die Kokskarten gibt es nur KokS.

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