Meier Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
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Nummer 253.
Fernsprecher 951 und 952.
Sonntag, 31. Oktober 1920
Fernsprecher 951 und 952.
10. Jahrgang.
MWlllnmng Englands und Frankreichs.
Eine Rede-Woche.
Warnungsstgsale.
Käme man durch Reden vorwärts, wäre Deutschland schon lmige wieder aus seinen Trümmern zu neuem Löben erblüht tote Ph-nir aus der Asche. Aber bei aller äußerlichen Sorg- loMett, die sich des Volkes bemächtigt hat, Ufgt des Reich noch armselig am Boden. In der breiten Ocssentlichkeit will man allerdings von dieser Armut nichts hören und sehen; man verschließt sich einer besseren Einsicht und glaubt, daß sich die Trübung im Lause der Zeit von selbst klaren werde. Die Zahl Derjenigen, die einen tiefen Einblick in den wahren Krankheits- zusianb bcS StaÄteö g€tdn haben, tft flciu, utdb von ihnen sind es wiederum nur Wenig«, die den Mut haben, dem Volle die bittere Medizin zu reichen. Wer dazu berufen ist, hat die Perpslich. tung, die schonende Rücksicht abzulegen und die gebietende Rolle des ArzteS zu übernehmen. In den letzten Tagen haben wir offene und uner- schrochne Worte gehört, die aus dem Parlament und anderen Körperschaften hinausgedrungen sind in die Welt; ernste Mahnungen nach innen und außen, an das deutsche Volk und an die Bedrücker jenseits der Grenze. Die Rede des Reichskanzlers Fehrenbach war seit langer Zeit wieder einmal dn Dokument, das mancher Politiker zu seinen Akten nehmen sollte, um sich dann und wann daran zu erinnern, daß wichtigere Dinge auf dem Spiele stehen, als durch oves Parteigezänk die Zeit zu vertrödeln und Verwirrung anzurichten. Auch für die fanatischen Vertreter deS ehemaligen Feindbundes waren seine Worte bestimmt, damit im Alliierten- rat endlich Vernunft und di« Erkenntnis einkehre, daß ein geschlachtetes Huhn keine goldenen Eier legen kann.
In derselben Tonart redete der Reichs- ftnanzminister Wirth, d«r den Etat für das laufende, schon beinahe abgelaufene, Jahr erläuterte. ES ist nicht Jedermanns Sache, viel- siellige Ziffern zu lesen, aber wenn man seine Hinweise auf die Beschlagnahme der deutschen Auslandsguthaben, auf die Wegnahme der deutschen Schisse, die Requirierung der deutschen Milchkühe, di« Ablieferung von Kohlen und so weiter sich zu Herzen nimmt, ist es doch auch ratsam, sich einzupräger», daß die Schuldenlast Deutschlands jetzt rund dreihundert Milliarden Mark beträgt. Der Minister betonte mit aller Entschiedenheit, daß eine solche Belastung kaum ein Staat ertragen kann. Als er das Sparprogramm berührte, führte er als kleines Beispiel der ungesunden Wirtschaft an, daß in unserem jetzigen Söldnerheer ein Soldat jährlich vierundzwanzigtausend Mark kostet (in der Vorkriegszeit nur zwölshundert Mark). Tic Kosten für die feindliche militärische Besetzung betragen für dieses Jahr über fünfzehn Milliar- den Mark. Sparsamkeit an allen Ecken und Enden ist dir Parole. Den einzigen Ausweg sieht er in der Einschränkung aller Ausgaben, schnelleren Einziehung der Steuern, besonders von de» zahlungskräftigen Steuerpflichtigen, und in vermehrter Arbeit, wobei er den schematischen Achtstundentag verurteilt. Den Herren in Paris und London aber legt er Kar, daß ihre unbegrenzter, Forderungen eine Unmöglichkeit bedeuten.
Um d-eselbe Zeit, als di« ernste Lage im Reichstag erörtert wurde, fand der Deutsch« Bankiertag in Berlin statt, der unter anderem über das finanzielle Chaos der Republik beriet. AuS den dort gehaltenen Reden wird die des Bankdirektors Max Warburg als die bedeutungsvollste hervorgehoben. Dieser Ham- burger Finanzfachmann, der auch das deutsthe Reich in Brüssel vertritt, ist der Ansicht, daß ge- genwärttg eine Zusammenlegung deS Geldes über eine Herabsetzung des Geldwertes keinen finanziellen nnd wirtschaftlichen Nutzen brächte. Diese Auffassung wird verständlich, wenn man berücksichtigt, baß die Banknoten-Ver- mehrung in Deutschland noch lange nicht ihren Höhepunft erreicht hat. Der Zufluß an neu n Zahlungsmitteln geht vorläufig weiter. Wie unS gestern ein Berliner Telegramm meldete, hat die Reichsdruckerei in der vergangoren Woche für vierumdeinhalb Milliarden Mark neue ReichS- banknoten geruckt. Der monatliche Höchstdruck an Banknoten bettägt letzt achtzehn Milliarden Mark. Solche Zahlen sind eine einfache Erklärung für den schlechten Stand unserer Mark, deren Wett nach einer kurzen Unter« -röchung weiter sinkt. Eine internationale An»
leihe könnte erst dann in Frage kommen, wenn die unerträglichen finanziellen und wirtschaftlichen Bestimmungen des Friedeusvertrags ge- mildett würden, so daß wir wieder mit Aussicht auf Erfolg und Gewinn arbeiten könnten. Tie Grundgedanken des Direktors Warburg decken sich also mit denen des Reichskanzlers und des Finanzministers. Einmütigk'it herrscht in diesen hochpolitischen Reden über die Notwendigkeit der strafferen Sparsamkeit, Ordnung und Arbeit im Inneren, sowie über die Notwendigkeit der Milderung des Versailler Vertrags und Beendigung der Hatzpolitik der Alliietten. Auf die Alliierten kommt es zuerst an. SM das deutsche Volk leistungsfähig bleiben, muß' die tyrannisch« Bedrückung aufhören. Auf die Revision des Friedensvertrags hinzuarbeiten, sollte der erst« Grundsatz aller Parteien Deutschlands sein. K. F.Dr.
Beziehungen zu England.
-rarttreichs Eifersucht auf England.
(Eisener Drahtbericht.)
London. 30. Oktober.
Die Pariser Entrüstungen über den englischen Verzicht auf künftige Ksnsiskationen erregen hier kein nachteiliges Echo. Selbst „Daflq Telegraph" betont das Recht jedes Alliierten, aus die betreffende Klausel zu verzichten. Die „Times^ unterstützen Frankreich insofern, alS sie fordern, daß die Alliierten. falls Aendrrungen wirtschaft, licher Klauseln notwendig sind, gemeinsam vor- gehen sollten. Die „Morningpost" ist in ihrem Urteil zurückhaltend. Sie rechtfertigt die Matz, regel aber indirekt durch solgcnde Feststellung: Die bisherige Klausel veranlaßte, datz d e u t s ch e Guthaben in neutralen Orten angelegt wurden, besonders in Holland, dessen Valuta gegen- über England sich verbessert habe. Seitdem der Verzicht bekannt geworden sei, habe sich die enz- lisch« Valuta gebessert, anscheinend, weil nunmehr deutsche Papiere nach England verlegt worden seien. Die Richtigkeit dieser Folgerung müsse indessen dahingestellt bleiben. Aber bemer- kenöwert ist cö innuerhin, datz auch die „Mor- ningpost" die wirtschaftlichen Vorteile verbesserter Beziehungen zu Deutschland ernsthaft erwägt Jedenfalls liegt in England der Schwerpunkt der Entscheidung aus wirtschaftlick)cm Gebiet.
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Die Deutschfeindschaft in Frankreich.
P ariS, 30. Oktober. (Eigene Trahtmerdung.) Die Entrüstung der sranzöstschen Presse über Englands Entschluß, das deutsche Privateigentum zurückzugeben, ist allgc- mein. Die Blätter sprechen offen von einer Sabotage deS Friedensvertrages durch England, das sich immer mehr zum Retter und Helfer TeutscksiandS aufschwinge. Die französische Regierung überreichte dem englischen Gefandtr-t einen Protest gegen den englischen Beschlntz, in dem eS heitzt, datz Frankreich die englische Haltung bedaure. da sie nur geeignet sei, in Deutschland die Partei zu verstärken, die sich gegen den Friedeusvertrag widersetzt. Auch hat Frankreich dem Gesandttmat die Frage vorgelegt, ob zu einem Verzicht einzelner Staaten auf ihre Ansprüche nicht die Einwilligung des Gesandtenrates erforderlich wäre.
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Englands Verzicht auf Beschlagnahme
London, 30. Oktober. (Eigene Drechimeldung.) In der Angelegenheit des Verzichtes auf die im Versailler Friedens», ertrag vorgesehene Stofr Uchkeit der Beschlagnahme deutscher, nach dem Stiege erworbener Privateigen- tümer als Repressalien gegen Deutschland er- klärte der Minister Chamberlain am Schlüsse einer Rede im Unterhaus«: In Anbettacht der Kritik, daß wir gehandelt haben ohne die Zustimmung der anderen Alliietten einzuhvlcn, muß ich bemetten, daß die Wotte des Paragraphen 16 im zweiten Anhang des FttedensverttaMs, Kapitel 8 der betreffenden Regierungen es überlassen, welche Schritte sie als Folge des, genannten Paragraphen für notwendig erachten. Rach der Meinung der Regierung wäre es ungefetz- lich und unerwünscht gewesen, die Verantwortung dieses Beschlusses mit anderen Regierungen zu teilen, denn dadurch hätte der Schein erweckt werden können, daß wir selbst unsere eigene Handlungsweise beschränken oder daß die an
deren Regierungen uns sagen sollen, war wir in Bezug auf die Auslegung dieses Paragraphen zu tun gehalten wären.
Unruhen im Britenreich.
Die Proteste zugunsten der Iren.
(Eigener Drahtbericht.)
Haag. 30. Oktober.
Aus London wird gemeldet: Bei der Auf- bahrun!, der Leiche des Bürgermeisters von Cork, der im englischen Gesängnis im Hungerstreik gestorben ist, erschienen unvermutet fünf Männer in der grünen Uniform bet irischen republikanischen Armee und hielten in militärischer Haltung die Loichenwache. Sie wurden daran nicht verhindert. In dem Ttauerzuge, der die Leiche nach dem Euston-Bahnhof brachte, befanden sich mehr als hundert Priester, darunter Kardinal Manniz. Die Frau des Bürgermeisters von Cork, die diesen während der ganzen Zett pflegte, ist nun zusammengebrochen und liegt schwer krank darnieder. — In Bar- zelona zog vor das englische Konsulat ein ungeheurer BolkShause und protestierte gegen das Vorgehen der englischen Regierung, als dessen Folge der Bürgermeister von Cork starb. — AuS Amerika gingen der^brttischrn Regierung zahlreiche Telegramme zu, wottn der Abscheu gegen den „Gewaltmord" an dem Corker Bürgermeister ausgesprochen wird. Die meisten Beileidstelegramme ans Amerika, die für daS Sinn-Fein-Komitee bestimmt waren, wpr- den nicht bestellt. Auch sind mehrere Bklltter in Irland verboten, da diese ans Anlatz des Todes des Bürgermeisters fcharsss Artikel gegen die englische Regierung veröffentlicht habe.
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Kaffer«aufstand in Südafrika,
London. 30. Oktober. (Eigene Drahtmeldung.) Die Ursachen deS Kaffernaufftandes in Port Elisabeth werden auf bolschewistische Propaganda unter den Raffern zu- rückgeführt, da die Eingeborenen seit langer Zeit durch fremde Agitatoren und eigene Führer zu gewalttätigem Vorgehen angestistet seien. Auch jetzt noch Wttd die Bewegung geschürt und die Raffern der Umgegend zusammengebracht, um sie mit Waffen zu versehen, damit sie das eng- fische Militär au- dem Hafen vertreiben. Es sind jedoch zwei englische Kreuzer nach Pott Elisabeth unterwegs, welche den Aufstand unterdrücken sollen
Sie russischen Wirre».
Die rote Armee wünscht Waffenstillstand. (Eigener Drahtbettcht.)
Wien, 30. Oktober.
AuS Kamenez-Podolsk wird gemeldet, bat nach Abschluß des Waffenstillstandes an bet polnischen Front die bolschewistische Armee ohne Wissen der Moskauer Regierung ihre Parlamentäre zu Pedljura geschickt hat, die den sak- tischen Waffenstillstand anboten, der von Pedljura angenommen wurde. Die MoS- lauer Regierung hat ebenfalls unter dem Druck der roten Armee diese Vereinbarung angenommen. Jetzt wird über die Demarkationslinie verhandelt. Wie aus gut untemtftfeten Kreisen verlautet, wird die rote Armee biS »um Dnjepr zurückgenommen werden, wo auch die Demarka. ttonSlinie fein soll.
Kämpfe mit Finnland.
Gens, 30. Oktober. (Eigene Drahtmeldung.) Der .Temps" bettchtet aus HelsingforS: An der finnisch-russischen Grenze vernimmt man seit Tagen schweres Artilleriefeuer aus der Richtung Petersburg. In Wiborg sind hundert« von Flüchtlingen eingctroffen. Die Russen sperren seit Mittwoch die Grenze ab.
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FranzSfische Munition für Polen.
Genf, 30. Oktober. (Eigene Drahtmeldung ) „Echo de Paris" erllärt, datz in den Munitionssendungen Frankreichs für Polen noch keine Unterbrechung eingetrtten fer. Wöchentlich gingen zwei französische Transport- schiffe mit Kriegsbedarf für Polen nach Danri«.
Abschreibungen.
Der Mark-Posten in der Bilanz.
3 «felge de» Bertwlechterang der deutsche« Valuta und der daburry bediugten Werrve». Lnbe-ungeu find tm <S»sch<irr4leben Stele Schwierigkeiten entstanden. Siebe» die Frage, ob 1 Mark. Dilaniposte» vollstündig adge- schoiebene Poften find, werden uni folgend» Auofiihrungen geschrieben, zu denen tot» vorläufig «ich» Stellung nehmen wollen. Liest man die einschlägige Literatur, folgt man den bezüglichen Vorlesungen auf Handelshochschulen uns Universitäten, hört man Raup leuie, Industrielle und Treuhänder ufto. von den sogenannten Merkpofteu (Posten pro memoria) einer Bilanz sprechen, so begegnet man allgemein der Auffassung, daß es sich um Posten handele, die in ihrem Werte vollständig abgeschrieben dien. Wie irrig diese Ausfassung seit der Va- uta-Eutwertung geworden ist. und wie abwegig die bisherigen Abschreibungs-Methoden bei der Bilanzierung sind, soll in den folgenden Ausführungen nachzuweisen versucht werden. Zunächst müssen wir uns klar darüber werden, daß ich die Bilanzposten aus zwei ganz verschiedenen Wertgrößen znsammensetzen. nämlich der Goldmark von FriedenSzeiten her, und der inzwischen immer mehr entwerteten Papiermark. Nehmen wir nun als Beispiel eine Ma- ch i n c an. die nach allgemeinem Fachurteil eine Lebensdauer von zehn Jahren und am 1. Januar 1914 — also im Frieden — zehntausend Mark gekostet hat. sofort vollständig abgeschrft- ben und der Betrag bei der Bank auf dem Konto , Erneuerungsfonds" gesondert angelegt worden ist, so bleibt die Frage zu beantworten, ob die rurückaestellten zehntausend Matt dem vollen Vnschas'ltnaswert eittsvrecken. Betrachten wir uns daher den Bilanzabfchlutz von Ende 1919 und den Wertstand, sowie die Abnutzung der Maschine, so finden wir folgendes: Die Bilanz weist nach wie vor auf dem Erneuerungsfonds. Konto d-r Bank ein Guthaben von zehntausend Matt aus; die Maschine, welche einer jährliche« Abnutzung von zehn Prozent ihres Wertes nn- tertvorfen ist, st-llt nach der gehabten Lebens-! bauer von sechs Jahren noch einen effektiven Wert von vierzig Prozent ihreS AnschafftmgSe wertes dar Die Abnutzung biS Ende 1919 beträgt demnach sechzig Prozent, mithin sechs- tausend Friedens- bez'.v. Goldmatt, welche itt der beispielsweisen Annahme, datz sich die Gold- mark m Papiermark in ihrem Werte wie 1:10 verhält, einer. Papiermattwert ergeben von seck- zigtausend Mark. Diesem Bettag steht daS Banke gu-thaben, das infafoe der Valuta-Entwertung ebenfalls nur noch einen Papiermattwert dar- »ellt, von zehntausend Mark gegenüber, somit sind trotz der buchmäßigen vollen Abschreibung ,u wenig zurückgestellt fünfzigtausend Matt, welcher Differenzbetrag bei einer gleichbleibenden Valuta-Entwertung nach vollständiger Ab- Nutzung der Maschine — also Ende 1923 — sich auf neunziatausend Matt erhöhen wird; denn zur Neuanschaffung der gleichen Maschine werden nicht, wie zurückgestellt, zehntaiffend Mark, sondern tatsächlich hunderttausend Matt nötig fein. 1
Hieraus ergibt sich ohne weiteres» daß die sogenannten Mettposten der Bilanzen, soweit eS sich nm Anschaffungen aus Friedenszeiten handelt, ihrem Wette nach taffächlich nicht nur nicht voll abgeschrieben, sondern bei Bemessung der Abschreibungen vollständig ungenügend berück- sichtigt worden sind. Hinsichtlich der seit Kriegsbeginn getätigten Neuanschaffungen wär« nur diejenige Spanne der Entwertung zu berücksichtigen, die sich zwischen dem damaligen und heutigen Valutastand« ergibt. Was hier für die vollständig abgeschriebenen Bilanzposten gift, gilt natürlich noch weit mehr für diejenigen An- lagewertr, auf die nur die nach dem normalen Abnutzungs-Prozentsatz errechneten Betrüg« abgeschrieben worden sind. Dieser verhängnisvolle Irrtum ist darauf zurückzuführen, daß man die Abschreibnagsquoten zwar ttchtig ange- letzt, dieselben aber nickt von dem ttttsächfichen Werte, sondern lediglich von der buchmäsig.-n ZahlenMötze errechnet hat. Man hat also auS dem Abschreibungsproblem bisher lediglich eine reine Rechenoperation gemacht, während man dasselbe von dem Standpunkt der taisäch- lichen Wertminderung Hütte bettachtev müssen.
Bei Unternehmung m, die dank der hohen Preise in der glücklichen Sage waren, ganz be- nächtliche still« oder offene Reserven zu bilden, und diese »inn Seit wohl auch in der EttenntniS der allgemeinen Wertmindern.rg gebildet hdben, dürsten die bisherigen Abschreibungs-Methoden vorerst vielleicht nickt weiter gefährlich fein, wüh. rend eine große Anzahl Industrien, die keine, oder wenigstens keine beträchtlichen Spezialreser.' ven bilden konnte, dadurch bereits in eine prekäre Lage gekommen ist, oder, wenn keine Abhllft geschieht, kommen wird. Es dürft« in diesem Zusammenhang wohl genügen, auf die bereits an der Tagesordnung befindlichen Neu^missiv nen ÄnMveisen, die sicherlich ziM Teil ihren