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10. Jahrgang.

Sonnabend, 16. Oktober 1920

Fernsprecher 951 und 952.

Nummer 240,

Fernsprecher 951 und 952.

ES

Ausdehnung des Krieges im Osten

Ter deutsche Staatssekretär Bergmann

«ien traf wohlwollende Neutralität Georgiens

Di« Kassel«! Neuesten Nachricht«» erscheinen wöchentlich frchsmal und poar oben di. Der AvonnementsPieis detrügt mvnatl. 6.00 Marl bei freiet Lustelluuz tat %axt. »eslellnngen werde» sederrett von der BeschLsUstelle oder den Boten entgegengrnommen. Druckeret, B-rla« und Red-ltton-, Echlachthosftrabe A/Zü. Für unverlangt etugesandte Beitrüge kann »le ReLaktion eine Verantwortung oder Sewühr tx keinem Falle übernehmen. RüclMhlung det «ezugrgetdeö oder Ansprüche wegen etwaiger»ichtorrnungrmüblger Lieferung auSgeschlossm.

auch gar nicht wagen, gegen den Strom ihrer Arbeiterschaft zu schwimmen.

Diese Hoffnungen und Versicherungen haben sich bis heute als eitel Trutz erwiesen. Nicht ge­nug, daß das Proletariat der Entente-Staaten nur recht zweifelhafte Anstrengungen gemacht hat, seine Stimme gegen die Vergewaltigung Deutschlands zu erheben; nein, wenn es galt, dem besiegten Deutschland die ganze erdrückende Wucht seiner Niederlage fühlen zu lassen, so waren sichSJictin" wie .Pohulaire" im Ziele einig. Man will es bei uns in Deutschland nie begreifen, daß die französische und itc.» lienische Arbeiterschaft, von der englischen schon gar nicht zu reden, in erster Linie eine nationale Arbeiterschaft ist, und daß der Gedanke der Internationale und der Vötter- versöhnnng, wie er den deutschen Arbeitern täg­lich und stündlich vorgeredet wird, an dem na­tionalen Sinn der Arbeiterschaft anderer Länder von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. War eS nickt ein Hohn auf die deutsche Arbei­terschaft. als im vergangenen Jahre bei dem .europÄfchen Arbeiterstreik" am 21. Juni Lon­don, Paris und Nom total versagten und nur die deutsche Arbeiterschaft in Berlin der.Welt das Schausviel der GenaslMrten bat? Damals hätte das Proletariat der Ententeländer die beste Gelegenheit gehabt, durch einen Generalstreik den Gew altfrieden von Versa illes, dessen Ab­schluß unmittelbar vor der Tür stand, zu ver- hindern. Aber gerade damals zeigte es sich mi aller Deutlichkeit, daß das Proletariat der En- renteländer für die deutschen »Brüder* nichts übrig hatte in dem AuaenRick, wo es durch einen -Schmachsrieden mit Deuschland eine Bes­serung seiner eigenen Latze erhoffte. Es sind heute nickt bloß die chauvinistischen Kreise Frankreichs, die aus dem Standpunkt stehen: Der Deutsche wird alles bezahlen.' sondern ge­rade auch in den Arbeiterkreisen der Entente- länder ist die Ausfassung weit verbreitet, daß Deutschland alles bezahlen werde und man infolyedessen selbst umso weniger zu arbeiten brauche. Die Arbeiter der Entente- länder zeigen wenig Verständnis für das Pro­letariat diessetts des Rheins, das schließlich doch in erster Linie die Folgen der brutalen Sie- gerpoliftk der Ententeresierungen zu tragen hat.

Armenien wurde ferner erlaubt, die in Georgien' wohnhaften Armenier ausMheben. Die Kriegs- erklärung machte in der -Türkei großen Eindruck.

ver deutschen Regierung. Aus den gestrigen Aeußerungen der französischen Presse z» den Londoner Berichte« über die Besprechungen

3xferaon»preife-. *> «»heimisch« Axftrüz«! Di« «knspaMge «xzUgm.Z.U- M. LOO, Me «UlkpEge »«fiameselle SB. 2.5a b) «uLwürttge «uftrige: Dl« einspaltige Knjeigenjctte M. 1.20, M« etnfpafttge NeNamezeUe SB. 2.75, alles «txschll«ßllch reaerangs,usch-a, und Anzeigensteuer. - Für die Richtigkeit aller durch Fernsprecher ««gegebenen Anzeigen, fatote für Lufnahmedatex und Platze tonn eine Gewähr nicht übernommen «erden. Druckerei: Schlachchofstr. iS/». Seich Lstkstelle: «ölnische Str. 6. Telephon Sir. 951 a, »52,

Der Artikel erregt Auffehs«.

Rotterdam, 15. Oktober. (Eigene Drahtmel- dmrg.s Zu den französischen Enthüllungen über den Plan gegen Holland bemerken bsWndische Blätter: Es ist charakteristisch, daß Tardieu es gerade jetzt für ricktta hält, diese früberm Er­wägungen zu veröffentlichen. H. Wilson Har­ris, der immer sehr gut informierte Korrespon­dent der »Daily News' hat in einem rangen Ar- rikel die Enthüllungen Tardieus kommenttert

Krieg in Kleinafieu.

Konstantinopel, 15. Oktober. (Eigener Draht­bericht.) Nach Meldungen aus BaLim hat die armenische Republik den türkischen Ra- tiomckrsten den Krieg erklärt und die Ge- samtmobilmachung angeordnet. Bei der Regie­rung von Georgien wurde angefragt, ob Arme-

Avfmhr in KM«Ä.

DrrhLnguug des Belagerungszustandes.

(Eigener Drohtberichi.)

Königsberg, 15. Oktober.

Hefter Riga wird aus Rußland gemeldet, daß die Sowsitregierimg über zwölf russische Gvu- vernementsdistritte, darunter die von W o S k a u und Petersburg, den Ausnahmezu­stand verhängt hat. Die revolutionären Botts­gerichte wurden in allen Gouvernements ernst- setzt. Rach einer Meldung aus bolschewistischer Quelle wurde der Obcrbefehlsh-cher der roten Armee seines Postens enthoben. Die Sow­jets verfügten die Amtsenthebung und Ber- haftung weiterer sechsundzwanzig Zaren- offiziere wegen Verfehlungen im Dienst und we­gen politischer AnzuverlSsfigkeit. »Rußkoje Slowo" meldet, daß die Aufstandsbewegung in Smolensk größeren Umfang annehme. Bei einer Unternehmung wurden zweitausend Sol­daten verhaftet, achthundert erschossen. Di: Stadt wurde in ein Konzentrationslager umge- wandelt. Alle Gefängnisse und zu Gefängnissen verwandten Schulgebäude sind mit Gefangenen überfüllt. Neunzig Prozent der Verhafteten sind Arbeiter und Bauern. Der Soldatenaus­stand greift nunmehr auch auf Minsk über.

Vater Md Schn.

Der frühere Krvupriuz an seinen Batt».

Steue Anlreikhnvngen werden jetzt bekanxk £S«r »ie Geltung de» ehemaligen Nronprin. een in de» Frag« »Fortsetzung d»S Kriege» »derB«rft2nditznng»frie»en-, Vie zurRiehtig- fieUnng irriger Anfsassxngen geeignet find.

damaligen Verhältnisse dürfte diese Denkschrift auch heute noch von größtem Interesse fern« y-

MrderbeMn des NeiÄslags.

Wichtige Gesetzesvorlagen.

Srrtsschlmtd Md die fintente Besprechung über die nächste Konferenz. (Eigene Drahtmeldung.)

Patts, 15. Oktober.

Unruhe« im Stint

Englands Schwierlgrette« in Indien.

(Eigener Trahkbericht.)

Rotterdam, 15. Oktober.

Nach einer Meldung aus Kalkutta erlebt die englische Herrschaft in Indien siechte Tage. Der Haß gegen England, der nationale Patrio­tismus und der allgemeine Geist der Unruhe feien so stark, daß das ganze Reformwerk Eng­lands vergeblich sein werde. Gemäßigte und extreme indisch« Führer erklärten ohne Aus- rurhrne, daß auch eine großzügige Maßnahme Englands die Unruhe nur eine zeitlang eindäm. men können. Indien sei heute voll Bit­terkeit. Es flamme von Rationalismus. Die Schuld daran trage die englische Weigerung den General Dyr und andere Beamte von Pun­jab für die G r e u e l von Amritsar zu bestrafen. Man erwarte einen großen sozialen und wirt­schaftlichen Ausstand. Was die Streiklage in Bombay betrifft, fe, wurde verschiedentlich ver­sucht, TranHwrtzüM zur Entgleisung zu bringen.

tat auch heute noch eine große ___i ihr sich ergibt, daß der Kron­

prinz Gedankenigänge entwickelte, die ^damals bet den Erörterungen über die Fried ensresvlutton, um die sich ein heftiger Streit entwickelte, maß­gebend waren. Der Kronprinz forderte eine restlose Aufklärung Kes Pottes Mer dir tatsächliche Lage an den Fronten, wie auch über die wirklichen Verhältnisse der wirtschaftlichen Versorgung. Er spricht aus, «daß die Friedens, schmückt in den weiteren Kreisen der Bevölke­rung eine recht starke geworden". .Neue schwere Verluste an kostbaren Menschenleben* feien zu erwarten, die gegenwärtige Not hätte eine Un­lust in weiten Volksschichten und zwar nicht etwa nur hogiaLdemokratischen erzeugt", und alles bad habe .zersetzend auf den monarchMfchen Gedanken gewirkt^. Der Kronprinz erklärt, .daß die bestimmte Hoffnung auf schnelle Beendigung des U-Boot-Krieges sich nicht erfüllt habe*. An eine Offensive könnte selbstim besten Falle* nicht mehr gedacht werden. Mr müßten den Frieden suchen, .den unsere Diplomatie in der Zwischenzeit schon vvirMbereiten hat", ZUM Schluß sagt der Kronprinz wörtlich:

Delacroix mit Lloyd George kann man den Schluß ziehen, daß Frankreich auf eine gemein­same Bcrhandlung mit der deutschen Regierung über die Regelung der Entschädigungs­frage eingehen dürste. Diese Aeußerungen sind jedoch mit Vorsicht aufzunehmen. Jeden­falls ist es noch nicht sicher, ob die französische Regierung schon jetzt zur Festsetzung einer Pauschalsumme bereit ist. und ob sie aus die Anwendung von Zwangsmitteln gegenüber Deutschland verzichten werde.

Deutschland desteht auf der Zusage.

Berlin, 15. Oktober. (Privattelegramm.) Die deutsche Regierung hat durch den Botschafter in Paris eine Note überreichen lassen, wonach fte an der Genfer Konferenz unbedingt feit halte, unverbindlichen Besprechungen jedoch zustimme, sofern Deutschland vollkommene Gleichberechtigung mit den Alliierten Mssestan- den wird Pariser Blätter bringen eine In- sormation aus dem Mniflxrium des Aeußeren, wonach Frankreich im Prinzip der Genfer Kon- ferenz z-ugestimmt habe, jedoch werde die vor­herige Weraumuna einer Sachverstandigen- konserenz zur Regelung der Entschüdrgungsfra- ge unter Ausschließung Deutschlands auch fer­nerhin Heftchen bletben «Men.

Miierteuplaniegen Holland.

«SUS französische «nthüliungen.

n- (Gtgene Drahtmekdung.)'

Berlin, IS. Oktober.

Der ftanzöstsche Minister T<wdicu, der Cle- meuceau nahestand. hat jetzt einen wichtigen Ar­tikel anläßlich der zwischen Holland «nd Belgien bestehende« Differenzen veröffent­licht. Ec selbst war Vorsitzender einerKvm- Mission für belgische Angelegenheiten", die der Oberste Rat im Februar 1919 eingesetzt hatte. Außer dem Vorschlag, den der Oberste Rat sofort annahm, daß der »ertrag von 1839, d« für Belgien drückende Bestimmungen enthält, revi­diert werden sollte, unter Beteiligung Hollands und aus Veranlassung der große« Mächte, har man damals, und zwar gerade auf einen An­trag Tardieus hin, beschlossen, Holland durch das Angebot deutschen Landes zu be­stechen, damit eS dafür die holländischen Gebiete, die Belgien unbedingt haben wollte, an die­ses abtrete. Deutschland sollte zugunsten der alliierten «nd assoziierten Möchte alle Rechte über die Gebiete, die die Streife Kleve, MörS, Geldern, Sempv«, Kreseld-Land and -Stadt, Rees und Berken umfassen, verzich­ten. Tie Teile, Wer die man sich mit Holland ge­einigt hätte, unter Vorbehalt der Zustimmung des BöllerÄtndes, sollte dann Holland erhalte«.

AM 19. Oktober 1920 tritt der nette Reichs tag wieder zusammen, um mit frischer Kraft fei­ne Arbeiten aufzunehmen. Es sind große Aus­gaben, die ihm gerade in der Jetztzeit oblie­gen. Drei Punkte keuchten da wohl am meisten hervor, die die Bevölkerung DeutscUandS int kommenden Winter am meisten bedrücken, da» sind die ÄrbeitSnot, die Kohlennot und die Wohnungsnot. Für erstere ist zunächst ein Gesetzentwurf betreffend die Um- bÄduna der Arbeitslofen-Unterstützu-ng, damit ein Entwurf über das Arbettsnachweis-Gesetz und schließlich, was ja nur mittelbar in diese Frage hineingrefft. das Gesetz über die Schlich- ttmasausschüsse in Vorbereitung. Di« Fest­setzung von HSchstnrieten und das Wohmmgs- steuergesetz gehören zum Kapitel der Wrch» nmmSnot und der Reichssteuernot. Zu letzterer Gebieten rechnet auch noch das Gesetz gegen die Kapitalflucht, das eben dem Reichstage IW* Langen ist. Dann wird dem Reichstage auch noch die Vorlage für die Bewirtschaftung der Kohlen zusehen; die schon lange in Aussicht ge­stellten Gesetze ntwittfe und Novellen zum Straf­gesetzbuch, Wr Stras-Prozeß-Ordnung und zur Gerichtsverffassung und über damit zuanimem Ixtrogenbe Fragen stehen auch sirr di« Session in Aufsicht

Einen großen Ranm in den Beratungen des Reichstages werden sicherlich die Gesetze und Vorlagen bilden, die sich mit den Kultur- aufgaben des deutschen Volk-jS befasse» werden. Da sind zunächst das R eichs schul-

Es ist fast nid# begreiflich, baß man nach all den trüben Erfahrungen der letzten beiden Jahre in deutschen strziafiMckcn Kreisen auch heute noch von der Hilfe des Proletariats der Entente- lÄNder träumt. Die Hoffnungen, die tu .......... Deutschen seyiaUstifchen Kreisen daraus gesetztrechnen könne. Es erhielt bejahende Antwort.

Eine Friedensdenkschrift des Kronprinzen wurde vor kurzem in der französischen Presse in BruchWcken veröffentlicht. Nun bringt die Militänpolittsche Korrespondenz", die von dem

BernichwAgs-PoM.

-Ufe »es Entente-Proletariats k

Auf dem sozialdemokratischen Parteitag in Kassel hat der Vorsitzende Hermann Muller anläßlich des Protestes gegen die von Frankreich verlangte Zerstörung der deutschen Dre- selmotoren der Hoffnung Ausdruck ver­liehen, daß dieser Aufschrei der deutschen ArLe»- terklasse gegen diesen neuen Gewaltakt ein lau­tes Echo bei den Arbeitern der Eutenteläwder finden werde. Es wäre vom deutschen Stano- punkte aus nichts inniger Kl wünschen, als daß sich das Proletariat der Ententeländer endlich gegen die von Millerand und seiner Eligue be­triebene Revanchepolitik mit aller Kraft wenden und die völlige Zerstörung des deutschen Wirt­schaftslebens, das Tausende von deutschen Ar­bitern schließlich um Brot und Verdienst brin­gen muß, verhindern würde. Denn lange kann diese Politik der Vernichtung nicht mehr gettie- ben werden, ohne daß Deutschland restlos zu- sanrmenkracht und m seinen Ml Millionen von kleinen Eristtnzen verstnckt. Man glaubt be: uns vielfach daß wir die unterste Kurve seit dem Verlorenen Krieg überschritten hätten und uns bereits wieder aus dem aufsteigenden Ast befin­den. Diese Auffassung ist aber nur bedingt rich­tig: denn die vollen Wirkungen des Versailler Friedensverttages, von Spa und von Gens wer­den sich vielleicht erst in mehreren Monaten in aller Schärfe fühlbar machen.

Aks im November 1918 in Deutschland die Revolution ausbrach, arbeiteten die Regierun­gen der Entente mit der Lüge, daß das republikanische Deuffchland nach jeder Richtung hin Gnade von den Siegern erwatten könnte. Nur dem kaiserlichen Deutschland galt angeblich der Haß der Feinde, und dem deutschenBotte-, das schuldlos an dem Kriege wär, sollte dafür keinerleiSttafe" auserlegt werden. Man war bei uns politischnaiv genüge dieser Heu­chelei zu glauben und auf die Versicherungen des Friedens-Apostels Wilson zu bauen. In je­nen Tagen wurde aber auch von feiten der so- zialistischen Kreise Deutschlands mit aller Macht das Evangelium gepredigt, daß das Proletariat der EntentMnder niemals zulasscn würde, daß durch die feindlichen Regierungen dem deutschen Votte ein Haar auf seinem Harchte gekrümmt werde Niemals, so versickerten die Führer, wurde das Proletariat der Entente eine Politik der Vernichtung eines unschuldigen Vottes dul­den, und die feindlichen Regierungen könnten es

Die Rot wird bei uns steige«, die Auffüllung der Mannschaftsreserven bei uns junt Tag zu Tag schwieriger werden. Es han­delt sich heute um die Er'haltuna der Dynastie, um den Bestand des Deutschen Reiches und daS Setbestehen des deutschen Volkes. Dittieren un- > Gegner den Mieden, dann ist der letzt» chstade hvhenzollernscher, preußischer und deutscher Geschicke mit dem gleichen Federstrich geschrieben. Dazu d eS nicht kommen, und

daher ist eS nufere 5 , wenn es fein mutz,

frieden einzn-

geScn. fein solcher bringt uns zwar eine Ent­täuschung, dber eine uferlose Verlängerung des Krieges könnte uns hn Frühjahr 1918 allein, ohne Bundesgenossen, nach dreieinhalb Kriegst fahren aus schweren Wunden blutend, der gan- 3en Welt gegenMerstehen sehen, und mit Ver­nichtung bedrohen. EinS steht fest: Behaupten wir uns in diesem Kriege bis zu einer Verstän­digung, so sind wir tatsächlich die Sieger, weil

werden, daß eineS Tages die feindlichen Regie- aen durch den Machtspruch ihrer Arbeiter- t gezwungen werden könnten, Deutschland gegenüber eine Politik der Vernunft zu treiben, werden sich nie erfüllen. Darum ist und bleibt es eine verkehrte Politik, wenn die deutsche Arbeiterschaft immer wieder die Hand nach den .Brüdern^ zenseits des Rheins ausftteckt, ohne jemals einen Gegendruck zn empfangen. Es wäre an der Zeit, daß man «üb in den sozialistischen Kreisen Deutschlands allmählich sich zu her Auf- fassung durchringt, daß nicht Vötterversöhnung, so rühmenswert an sich ein solcher Zustand wäre, sondern Dstlksversöhnung das Erbot der Stunde für unser Vaterland ist. Sg.

Mete Neueste Nachnchteu

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

Niederlage der Volfchewiste«.

Königsberg, 15. Oktober. (Eigener Drahtbericht.) Das litauische Preffobureau mel­det aus Warschau: Die Polen haben zwei Ar­meekorps an die Bahnlinie von Pinsk nach Nowno frorrü en lassen, um in die Ukraine einzumarschieren und ihre Truppen mit den uikrainischen Truppen zu vereinigen. Die russi­schen Gogenstellungen sind umgangen. Die im Waffenstillstand vorgesehene freie Zone bleibt damit unverletzt. Die Berichte des Oberkom­mandos des Generals Wrangel melden die Ueberschreituny des Dnjestr und die Gefangen­nahme zwei bolschewistischer Regimenter.

und sowohl in England wie in Holland haben sie großes Aufsehen erregt. Ob die Einiaung über die ScheldemUndung und den strittigen Zipfel Limburgs (über den im limaa..I

November 1918 sich größere deutsche Truppen- ouf der^agesord-

teile aus das neutrale Gebiet Hollands gerettet 6eJ< 1'r,,« MnitVs f®e^ St 3u- hohen), dadurch gefördert worden tft, tft erneinung stehen dürfte ^nn das uoct nicht schwer zu beantwottende Frage. gendwotzLsahrtSfrage, ferner

hatte am Mittwoch mit dem französischen Major Anker, ehemaligeur Nachrichtenoffizier Handelsminister mehrere Stunden verhandelst der Heeresgruppe Kronprinz, herausgegeben ^cn Brwr-ckunaen werden sich Kvnscrenzen mit wird, diese TenLschnft «n Wortlaut. E >st in französischen Wirtschustsinsw^-n «nschlft- verfaßt ^Somnwr^ aIt

ßen. Man erwartet in allernächftrr ö«t me ^tlt£rtbure unb Ludendorff gesandt wordM Zusage der stanzöfisck)en Regirnmg to einem DenHchrist V weiteren Meinungsaustausch mir Bedeutung, da aus