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Meier Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 235.

Sonutag, 10. Oktober 1920

10. Jahrgang.

Fernsprecher 951 und 951

Fernsprecher 961 und 951

Vermehrte Rüstung im Rheinland?

reich den Rücken geWM hat.

KF.Dr.

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Die Polsterung W in Ji Vas Holtzwerk schreit nach

Die Genfer Konferenz.

ichr Regierung vom Londoner Kabinett eine be- osuffame Note erhalten. in welcher Curzon aus

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Äunrmr sich auf der GrundLage dieses Lud-tlanLZ mnner'noch nickst fep;

UND xrötywi n* Ww iwcy tMf «wftt stuyr^ ««Met gerietet. Zwar ist diese Frage tn den letzten Wochen tn den Hintergrund getreten, «Her doch nur, weil wir die Vorschriften der Kohlen- lisferung und Entwaffnung so gewissenhaft er»

Köln, 9. OKoder.

Rach einem Telegramm der Frankfurter Zei­tung aus Rewyork hat Harryman auf die gegen das Wkonnnen der Hamburg-Amerika-Linie ge­richteten Angriffe den Wortlaut des Vertrages veröffentlicht. Nunmehr behauptet die amrri- Sanische Preffe, die endgülttgen Vertrüge feien nicht unterschrieben. Die Gegner erklären ferner, daß noch ein Geheimabkommen bestehe. Hierzu erfährt der Hamburger Vertreter der Kölnischen Zeitung: Alle diese Behauptungen, daß noch ein Geheimvertrag twrhanden sei, find falsch. Ich habe selbst von der Unterschrift deS im Besitz der Hamburg-Amerika-Linie befindlichen Ver­trages mit Harryman Kenntnis genommen und kram auf das Bestimmteste erklären, daß die Ver­träge in Ordnung und unterschrieben find. Diese Taffache zeigt wieder einmal recht deut lich, mit welcher Vorficht amerikanische Preffe- Sußernngen ausgenommen werden müssen.

geterrKvurfS von ISA aufbauen kam», wenn die Bundesgenossen Frankreichs eine derartige Be- rechttgung «tebchehen anerkennen WMen.

Sie Stellung zur (latente.

Lloyd George über de« Mlkerdnnd.

(Eigener Drahtvericht.)

London, 9. Oktober.

Di- erste Nummer der neuen Monatsschrift „Lloyd George Magazine« enthAt eine längere Unterredung mit dem Mintsterpräfidenten über feine innere und auswärtige Politik. Lloyd Ge­orge erklärte in BeMg aus den Eintritt Deutschlands in den Bölkerbnnd r Wir müssen Deutschland im BSlkerbund haben. Deutschland solle zum Eintritt die Erlaubnis er- halten, sobald es bewiesen habe, daß eS ben Friü>ensvertrag einhalten werde. Ich glaube, sagte der Premier, daß eS die FriedenSbedin- gnngen erfüllen wird. Ich glaube auch, daß Amerika nach der VrLsisrnffchaftsymhl dem Böl- terbund beitritt. Sobald Deutschland und Ame- rite Völkerbundsmitglieder sein werden, wird der Völkerbund ein wirksames Jnstrwnent fein. Augenblicklich ist er nur eine Liga der Alliierten.

Di» Nagel« R«ust««achrtchtea erscheinenwöchenruch sechsmal Med pvar abend». D« «bomeemenlsprels beträgt monall. KOO Mark bet tretet Zustellung tx» Haus. Beftettnwgea werden lederxrtt ten d« «eschästSstelle ob« den Boten entgegengenommea. trottetet, B erlag tu»» Kebattlan -, Echlachthofstrase 28/10, Für inroeirlangt etngesandte Beiträge tarnt Sie Stebettion eine Saantw Ortung ebn Gewahr in keinem Falle übernehmen. Rüchgahlunz des Nqngkgewe« «d« Ansprüche wegen elwaigrtnicht ordnungsmäßig« Lieferung ausgefchloffen.

mal der Fall «in. daß wir infolge des vermchr- ten Eigenbedarfs an Kühle mit einer Lieferung im Rückstände Meißen, dann werben die Herren wieder mit dem Säbel rasseln. Wer dann die Oberhand behält, die HaudeWpartei oder die MÄitSrpartei, das wirb vielleicht txxn der Hal­tung der anderen aMierten Länder abhängen, deren Einfluß fetzt in Brüssel zutage getreten ist und der friedlich gesinnten Richtung in Frank-

Set Berliner SeitnngsftteiL

Gescheiterte Verhandlungen.

(Pkivat-Telegramm.1

Berlin. 9. ONober.

Die Verhandlungen im Reichsarbeitsmini- sterium zwischen Vertretern der Berliner 3d« tungSeerleflcr mtd der streikenden Angestellten und auSgefperrten Buchdrucker und Arbeiter find gescheitert. Der Hauptftreitpunkt liegt In der Auffassung der Arbeiter-Organisati-ouen über den Begriff der indirefien Streikarbeit, in der die Verleger eine Gefährdung jeder tariflichen Vereinbarung erblicken. Auch in den G e h a l t S- forderungen konnte tine Verständigung nicht erzielt werden. Die Berliner Zeitungsver­leger wollen nunmehr den Versuch machen, die Zeitungen in anderen Druckereien Herstellen zu laffen, oder während deS Streiks beziehungs­weise der Aussperrung nötigenfalls ein Ein- heitsblatt herarrSzugeben.

JeMfchlimds BeMiHwsgen.

Für die Wiederanfbau-Grdiete.

(©igene Drahtmekdung.)

Parts, S. Oktüber.

Rach dem „Echo de Paris- bestätigt eS sich, daß die deutsche Regierung durch den fnmzöst- schen Botschafter Laurent der französischen Re­gierung den Entwurf eines Programms unter« breitet habe, was fie sowohl für den Wiederauf­bau der verwüsteten Gebiet«, wie auch für die Zahlung der vorgeschlagenen Entschä­digung tn Naturalien anzuwenden braSstch- tige. Der „Petit Puristen" teilt hierzu mit, daß der deutsche Delegierte Bergmann, der gegen­wärtig mit der Wtebergutnmchungskommissi o n in Fühlung steht, zweifellos von dem fiauzöfi- schen MintsterPrästdeuten empfangen werde. Nach einer Londoner Meldung der Pariser „Chicago Tribüne" soll unter den Alliierten ein vollkommenes Einverständnis hinsicht­lich der Vorschläge der direkten deuffch-französi scheu Besprechungen erzielt worden sein. Dos Ergebnis dieser Besprechungen würde den AM ierteu vorgelegt werden. Die englische Regie­rung hätte alles getan, um diese wichtige Frage so schnell als mSglich zn lösen.

IrnM-Amrika-Schiffghü.

Eine Gegnerschaft in Amerika.

(PrÄ>ah-Teleararnm.l

War geht im Rheinland bot?

Rüstung der Franzosen und Belgier.

(Priv at-Terearammtt

Berlin, 9. Oktober.

Di« rheinischen Abgeordnete« machten Anga­ben über militärische Rüstungen der En­tente im Rheinland. Die Taffache, daß die Entente Vorbereitungen trifft, die unmöglich mit der bisherigen Besetzung etwa« zu tun ha­ben können, sondern ganz klar daS Rheinland für den Aufmaffch feindlicher Truppenmcffsen dorbereiten soll, liegt klar zutage. @p wird eine rheinische Brotfabrik von riefigen Ausmaßen in Anspruch genommen, die vierzigtausend Mann mit Brot »trfotgen kann. Die bestehenden Flugplätze werden durch zahlreiche neue ver­mehrt. Exerzierplätze, neue Truppenübungs­plätze und neue Truppenlager werden angelegt, neue Kasernen ausgebaut. Ein gewalttgeS Mu­nitionslager, das bd Kaiserslautern geplant ist, soll sechshundert Hektar umfasse«. Dieses Mu. uitionSdepoi wird für eine MMionen-Armee auSreichen. Verstärkt wird ble Rüstung durch ein« allerorts geplante große Tankanlage. Die Rüstungen betreiben Franzosen und Belgier.

. . . , ,i einem neuen Anstrich,

itrtb ein Fenster, das noch einen Lederriemer auftodft, p,-rhürt zu den Seltenheiten. Das gib selbst für die v-Züge, und man Sann danach er«

€ht Cinhertsblatt.

Berlin, 9. Oktober. (Privattelegramm.) Die bisher noch erschienenen Tageszeitungen, die „Germania" „Deutsche Zeitung" und die , Deutsche AllMmrine Zeitung" hoben nunmehr auch ihr Erscheinen eingesteM. Die Berliner Zet° tungSverleger beabsichtigen. wie eine Korrespon­denz zu melden weiß, ein Einheitsblatt herauszugeben, deffen erste Nummer heute er« scheinen soll. Die Unternehmer wollen danrit bekunden, daß fie auf eine längere Dauer des Streiks resp. der Aussperrung sich einrichten wollen. Es ist zu befürchten, dast die Bewegung in den nächsten Tagen weitere Kreise ersaßt.

gefnttenltrrrtf«! «) eaftiäg«; Sie «tnfoalttg» Stnjdgrti.gtfle M. LOO, di»

etxfoattige RMcnnqetl, M. XMk b) XuliDdtttge «nftrlgt: Di» rtnfpalttg« ttneetgexttile St L20, di» «tnfpaStge R«fiaiet»ette St 175, alles «inschUetzUch Xttiontngtgufcttag nab anjetgeaSeuet. — Für di, «ichttzkrtt all« durch F«rusprech»r a«fgtg»benen Stnjttgen, frote für Uitfnab in «baten «d Platz» tann eine «»»Shr Nicht Sbornommen roexbtn. — Druck«»!: Schlachthofstr.»/». S,schLfUst«ll«: «kutsch« Ttr. 5. Lilexhon «it. 961 st, 951

messen, wie es in Den Wagen der aus den Re. benstrecken laufenden Züge anssieht. Auch tn bet | Läden sieht es heute ganz anders aus, wie nock vor wenigen Monaten. WS ich damals Deuffch land verließ, war es um die Auslagen arm selig bestellt. Jetzt sind die kläffenden Lücken ft den Lägern wieder ausgefüllt. Man findd

wieder deutsche Waren.

Allerdings, in der DextiDranche ist man noch sehr aus England angewiesen. Aber englisch« Tabake und Zigaretten, die vor wenigen Mo­naten noch das Feld beherrschten, smd heute sel­ten. Das Gleiche gilt für die ausländische Scho- totobe. Vor noch einem Jahr war so eüvaS wie deutsche Schokolade ein unbekanntes Ding Dos ganze Land war von Schokoladentafeln ausländisch« Herkunft übersthwemmt, die sich auf der Straße und in den Läden zu Bergen türmten. Heute find die Deuffchen wieder so weit, ihre alten guten Qualitäten herzustellen und den Markt von dem auWändifchen Erzeug­nis zu säubern. — Eine andere bedeutende Ver> äudeiung hat sich in der Stellung der Deutschen M den bisherigen Feinden vollzogen. Diese Veränderung zeigt sich insbesondere m der Ver- schärfung der Abneigung gegen Frank­reich. Die Erzeffe der französischen Kolonial' iruppen gegen deutsch: Frauen und Kinder unt die Unterstützung, die Frankreich b<m Polen ft Dachen ihrer oberschlesifchen Politik gewährt baden zu diesem Wechsel der Gesinnung zwei- feWoS rrnoleich mehr Beige tragen, als dis eng tische Auslandspolitik. Man spricht heute in Tcuffchland gelegentlich auch wohl schon von einem neuen Krieg mit Frankreich Aber das if freilich nur „Zukunftsmusik". Alle, die mit den Verhältnissen balbweaS vertraitt sind, wissen ran zu gut, daß Deutschland heute nicht mehr ft kämpfen in der Lage ist. Seine

Französische Niesenforderung.

Pari«, S. OStoiber. (Eigene Drrchtmeldung., DaS fvanzSUche Ftmmznrinisterium teilt mit, daß mrnm-chr ave Ministerien choe AnSgaben- rechnung für 1920 dnMreicht haben und daß das ArregSmintsterium itrtb das Wiederaurdru- Ministerium vierzig Milliarden fordern. Diese riesigen AuSMwen sollen eftffach als Kriegs- entschLdigung Deutschland zugeschrieben werden. An der Paris« Börse wurden gestern 100 Mark mit 24 Franken notiert, sodaß nach der Aufstellung des BudgeterttwurfS Deutschland allein im Jcch-re 1921 nahezu hundert Milliar­den Mark cm Frankreich zu beachten Hütte. Nach dun Verstriller Frieidensvertrag muß Fmnrreich sechS Monate nach dacherigem Gtnvsrnsymen nett seinen BundesiMnossen die Gefamffmmue feiner Errtschftdigungs forderrmgen bekannt geben. Man kann sich vvrstellen, welche fabelhafte

Sttmm«W5wechfkl.

vrtlderung denisch-franzüstscher Gegensätzek

UeveMickt man das Ergebnis bet soeben zu Oftde gegangene« Brüssel« Konferenz, so kann matt ftch »ineS gemischten GesAhlS nicht erweh­ren. daS zwischen Befriedigung und Mßtrauen schwebt. Man ist geneigt, sich üb« den Varkaus der Dechandlungen insofern zn freuen, alS die deutschen Delegierten nicht mehr die Rolle ber AngeKagten spielten, sondern als Gleichb«ech- tigte die tristigm Argumente Vorbringen konn­te«, die zugunsten DeutschliaftbS sprechen. Es ist weiterhin mit Genugtunntz M verzeichnen, datz bte Angaben des deutschen MaatSsskretärs Dr. Bergmann auf ber andern Gelte willig angehört und ernMich geprüft worden sind. Jedenfalls war twr Mlle aus allen Seiten erkennbar, daß bte Konferenz zu einem Ziele kommen wollte. LlS haupWchlicheS Problem stand nicht mehr allein bte von Deutschland zu leistende Wieder- gutenachung zur Erörterung, sondern die Not­lage Europas. Die finanzielle Unordnung in allen Ländern, bte überall erschütterten wirt­schaftlichen VerWltnifle und d« auSeinandn ge­rissene internationale Handel find zusammen- HSmgertde Ausgaben, bte Mchzeitig gelöst wer­den müssen, und dazu gehört die Wiederherstel- lnng ber Ordnung in Deutschland ebenso gut texte dir Besserung der Lage im europäischen Westen. Zwar ist noch kein System in Kraft gesetzt worden, auf dessen Grundlage mm gleich eine große Neuordnung «follgen könnte. Aber die Borschlötze ber Gewährung internationaler Kredite zur Regelung ber Finanzen und Mr Wtederanknüpfung der HanbelShe- ziehnngen mit Deutschland sind einigen Kommissionen zur wetteren Bearbeitung Lber- wiSsen worden, und eS herrscht der Eindruck vor, daß di« Pläne nicht in den Mtenschränkcn ver­stauben werden, sondern in brauchbarer Gestalt zur taffächlichen Anwendung aWferftehen.

Ob die Kommissionen sehr schnell arbeiten werden, wollen wir dahingestellt sein laffen. Aber Vielleicht daff man doch einige Hoffnung hegen itrtb zwar aus folgendem Grunde. Es ist in Brüssel besond«s ausgefallen — die Be­richterstatter aller beteiligten Länid« betonen es — daß zwischen Deutschland und.Frank- reich seit den Konferenztagen ein milder Wind wehe. Vorläufig macht sich daS erst tn dem persönlichen höflichen Verkehr der beider­seitigen Delegiertem wahrnehmbar. D« Brüffe- fcr Korrespondent des Nieuwe Rotterdamschc Courant äußert sich geradezu erstaunt üb« die­sen Umschwung. Es fd allgemein vermerkt worden, daß bte deutschen und französischen Ver- tret« sich so zu dnander verhalten hätten, alS ob zwischen ihnen gar keine Feindschaft bestan­den hätte. Die ausländische Presse beginnt nun cm Rätselraten darüber, ob dieser Wandel der Dinge durch den Druck der Taffachen, ob« auf englischen Druck hin eingetteten sei. Auch in Deutschland weiß man darüber genaue Auskunft nicht M erteilen. Jedenfalls ist M beobachten, daß in der französtschen Presse in den letzten Tagen die Frage einer voffichtigM Annäherung der bi..»en Länder nicht mehr zurüügcwtesen wird. Sollte Frankreich sich tviMich über die Höh« der deutschen WedergumrachungSleistung und bte Art ihrer Abzahlung schlüssig werden und habet m den Grenzen des Mögliche« blei­ben, so würve das natürlich dazu beitragen, für den wahren Frieden die Vorbedingungen zu geben. ES könnten schon lange geordnete Zu« Ilämve herrschen, toeiui Frankreich nicht so ver- blendet nur auf seinen eigenem Lonell erpicht gewesen wäre, sondern auch die LSbensbedürf- u ijse Deutschlands und überhaupt Europas hätte gelten lauen.

Wird sich dieser Umschwung im Kleinen auch auf die Beziehungen im Großem übertragen, dann erst können wir diese Anzeichen als gün­stig bewerten. Bis dahin ist immer noch ein ge­wisses Mißtraue« berechtigt, denn tetr dürfen nicht vergessen, daß es in Frankreich zwei Strömungen gibt: die versöhnlich ge- stuure, die vor allem aus den HandeLs- und Wirffchastskreffen herLorgcht, und bte natio­nalistische, die dem unversöhmüchem franzö­stschen Militarismus entspringt. Der zweuxs- nannten Richtung gehören Millerand, Pomcars, Foch uns Genossen cm, die ihrer Rsgievmg dem Wog vooschrcibeu. Sie betone« bei jeder Ge- lcgemhort, daß sie es als ihre höchste AuMbe be­tt achten, die ungeMÄderte Durchführung des FriedeosvertraKZ zu rScrwSLen, Ihr Knur»

_„ j n" en SMgerkrieg hüPeuorn, das heißt, rar Sie d« baldigen Einbenrfung der Konferenz boitl.-rtrettten Flügel der poetischen Parteien, Genf beharrt, die trotz der B"nühmUen Eng- die der Meinung sind, daß die Revolution nicht " ' ------tet " Bvctt grnm! cdex SereitS. xeiKW..« I«it

Deutschlands Wieg?

Urteil eines Engländers über Berlin.

•te ß.gtntoärtit« unruhig» Lage tn tttoeflt den Anschein, «iS gehr Deiitschlau» wieder schwerer»» Seile» entgege». Aber e» ist an,«nehme», da» die Berliner Verwirr»»« »»» »»rUdrraehend ist. Jur D,»rteilu»g de» Lage ist nachstehender Berich» von Interesse, Der Berliner Berichterstatter des »Daily Telegraph", d« mehrere Monate von Deuisch- tortb abwesend war, ist jetzt wieder auf seinen Poften zurückgekehrt und schildert in seinem Blatte bte Zustande, die er bei seiner Rückkehr vorgefunden hat. Gewiß muten ums, die wir mitten im den Dingen stehen^ viele Einzelheiten, die d« Londoner anführt, wie Selbfwerstänb- lichkeiten an; ab« es ist trotzdem nicht ohne Wert, zu höreit, welche Schlüsse der Auslän- der aus dem zieht, was er neuerdings bei uns sieht und beobachtet hat. Denn es spricht daraus ein reichliches Miaß von Zutrauen zu der -zwa, au's Aeußeffte geschwächten, ab« nicht in ihren Än zerstörten Volkskrast, und wenn der- in einem Londoner Blatt ungeschminkt zum Ausdruck toomit, noch dazu in einem Blatt das Deutschland während des Krieges aufS Hef» ttgste geschmäht hat, so ist daS immerhin ein Be- weis dafür, daß sich auch in England die ge- s'rnde Vernunft wieder durchckngt und eine fach- lcche, ldbenschastslose Betrachtung i*t deutschen Derhültniffe Platz greift Der Korrespondent schreibt: „So weit man die Dinge von außen beurteilen bann, zeigen sich Überall die ^>mp tonte der

Wievergefundung und KrüsteMMchme.

ES ist zweifellos, daß sich die alten Gewohnhei­ten des geieerftätitten Ledens und d« Ordnung in Deuffchlatid langsam wird« einbürgern. Ueberall macht sich das Walten des „Großreine» machens* bemerkbar. Die Straßen sind sauberer, die Fronten der Häuser werden neu angestrichen, und der öffentliche Berkehrsdtenst lenkt langsam wieder in die Bahnen der altberühmten Pünkt­lichkeit und Ordnung zurück. Kurz, Deuffchlcmd ist auf dem Wege, seine früheren Gepflogenhei­ten mied« anzunchmren, und wenn nicht bte Politik immer wied« neue Reibung-- flächen böte würde diese Vvrwärtsentwickmug noch raschere Forffchritte machen. Die Besserung ist namcnffich im Bahnverkehr unverkennbar. Auf dem Häuptlingen werden die Fahrzeiten mit Pünktlichkeit eingehalten. In den dur den Zügen fahren überall Wied« bte tragen, in denen man gut und cmsrei köstWt wird. SrMmm steht eS bagen immer mit ber Inneneinrichtung d«

eise- be-