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Kasseler Abendzeit«^

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Hessische Abendzeitung

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10. Jahrgang.

Nummer 234.

Sonnabend, 9. Oktober 1920

Fernsprecher 951 nnd 952.

Fernsprecher 951 und 953.

Weitere Verwirrung durch Ausstönde.

des Volkes

Ans Anlaß der Anwesenheit des Staatssekr;

Auch in Lolland gart es.

Sicherheiten und Deckung.

Brüssel, 8. Oktober. (Eigene Dmhimekdung.) Die Kommission hat sich den Krcditvoi schlag TermerÄenS zu eigen gemacht mit der Abände­rung, Laß es den einzelnen Staaten freigestellt bleibt, welche Sicherheiten sie zur Dek- knng der Obligationen zur Verfügung stellen wollen. Es wird als» ausdrücklich auf die Siche­rung besonderer Steuereinnahmen verzichtet. Die Konferenz hörte in der gestrigen Vollsitzung die Berichte der Kommissionen an und nahm dar­auf ohne Diskussion die vorgelegten Berichte einstimmig an. Sie wird heute noch­mals zusammentreten, um die Redigier trug des SWußprötokolls vorzunehmerr.

Amsterdam, 8- Oktober. (Eigene Dnchtmel- dung.) Der Lelegraphenstreik in Hol­land hat eine wesentlich. Verschärfung erfah­ren. Nachdem der Zentralposcmei ster den Emp­fang einer Deputation verweigert hatte, wurde die Entlassung der Streikenden verWgt. Darauf-

Susitteßüg der Streiks.

Verschärfung der Lage in Berlin.

(Prrvat-TÄearauml.l

Berlin, 8. Oktober.

Der Ausstand im ElektrizitLtsbetrteb hat eine Verschärfung erfahren. Dir Arbeiter des Kraftwerks Rnmmelsburg.wo der Strom aus Golpa mündet, haben sich mit ihren Moa­biter Kollegen solidarisch erklärt und beschlos­sen. die Arbeit einzuftellen, falls die Verhandlun­gen zwischen den Arbeitern des Kraftwerks Moabit und der Direktion resp. dem Magistrat zu keinem für die Arbeiterschaft befriedigenden Ergebnis führen. Neber bie Ursachen des Streiks gehen die Ansichten weit ar,8einander. Bemerkenswert ifh daß auch der Vorwärts, wie er selbst eingefteht, durch den Streik völlig über­rascht worden ist. In Regicrungskreisen ist man der Ansicht, daß der Streik hauptsächlich poli­tische Ursachen habe. — Bon der Direktion des Märkische» Elektrizitätswerks wird über den Ausstand im Kraftwerk Heger mich le miigeteiU: Die Rädelsführer der Bewegung, die unter dem Namen revolutionäre Betricbsorganisation mar­schieren, holten aus dem umliegenden Jndu- striebezirk ihre Anhänger heran und er ober - ren in einer Stärke von tausend Mann das Kraftwerk, zwangen die Belegschaft zum Verlassen des Betriebes, bildeten einen Aktions­ausschuß und legten die Stromliefcrung für die gesamte Industrie und Landwirtschtzst still. Nachdem durch ein starkes Aufgebot von Sicherheitspolizei die aufrührerischen Elemente vertrieben waren, ist ein notdürftiger Betrieb durch die technische Not Hilfe eingerichtet.

stkleMemlg des Handels.

Ergebnis der Brüsseler Konferenz.

(Eisen« Drahtmeldung.)

Brüssel, 8. Oktober.

Die vier Kommifsftmen haben «och gestern dem Plenum der Konferenz ihre Entschließungen überreicht. Sic find zum Teil recht umfangreich irnd enthalten mehr Positives als man erwartet hatte. Am bedeutsanrsten ist die Resolution des KredttänsschusseS, die den ersten Schritt im Sinne der praktischen Arbeit darstellt. Sie schlägt die Gründung eines internationalen Kre- ditinstitntö wor auf der Grundlage des von Ter- meulcn der Konferenz unterbreiteten Vor­schlages. Termeulens Projekt sah vor. durch Vermittlung der Staaten selbst sichere Garantie» für die den Staatsangehörigen auf breiter GrunÄage zu gewährenden HavdelSkre- d i t e zu schaffe«. ES soll $n diesem Zwecke jeder Staat Obligationen anLgeben, die durch gewisse staatliche Einkünfte gedeckt werden sollen. Diese Obligationen sollten j«veili« von den Impor­teuren den kreditgewährendeu Exporteuren alS Unterpfand zur Verfügung gestellt, und die Obligationen sollten zuriickgcgeben werden, so­bald die Schuld beglichen sei.

Streikende Schauspieler.

Frankfurt. 8. Oktober. (Prkvattelegramm.) Die für gestern abend im Neuen Theater angekün- digte Vorstellung von »Der Kreis", der der Ver­fasser Hehnecke beiwohnen wollte, ist ausgefallen Ein Scharrftneler hielt eine Ansprache au das Publikum, in der er erklärte, daß die Schau­spiel tr im Neuen Theater in den Ausftand getreten seien. Es handle sich nicht um materielle Forderungen. Ter Schritt sei erfolgt, weil die Direktion den Obmann des Betriebsrates ent­lassen habe und sich weigere, die Kündisrmg zu­rückzunehmen. Das Personal der Vereinigten Ttadttheawr, des Opernhauses und des Schau­spielhauses shmpathisiere mit dem StreiKomttee. Dte Angelegenheit beschäftigte auch den Be- zirks-Verbartd Hessen-Nassau der Geuosscirschafr Deutscher Bühnenangehöriger.

der zwischen de« Zeitungsverlagen und den An­gestellten eingeleiteten Verhandlungen die übri­gen Arbeiter- und Angestellten-Kategorien zum Sympathiestreik aufzufordern. Diese Entschlte- fnng der Gewerkschaften wurde de» Angestellten verbänden der bürgerlichen Zeitungen übcrmit- tcIL Der politische Charakter der gegenwärtige» Berliner Streikbewegung scheint damft bewiesen

dem Finanzminister Köhler und den zuständigen Beamten statt. Die eingehende Aussprache be­schäftigte sich mit der im Fluß befindlichen Neu­organisation der ReichSfinanzverwal» tung und der schwebenden Veranlagung der Reichssteuern. Der Staatssekretär brachte dann unter anderem zum Ausdruck, daß die Durchführung einer einheitlichen und gleichmäßiger Steuerveraulagung im ganzen Reich eine der Hauptausgabeu des ReichSsinanzministerttuns sei. Einen breiten Raum in der Besprechung nahm ferner die Er­örterung der Maßnahmen cm, wie eine raschere BeranlaMng des Retchsnotopfers ermög- 1W werden könne. Außerdem wurden die Bor- kehrungen z« einer umfassenden Veranlagung zur ReichSeiukomm em steuer im Fahre 1921 besprochen. Nach den Mitteilungen des Staatssekretärs Moesle kann mit Sicherhett be- mit gerechnet werden, daß bis Ende dieses Jah­res sämtliche Steuerbescheide für das Rerchs- notopfer ausgegeben stein werde«.

besorgt sind. Was Halden all die ge- werkschaMchen Mlseinanderfetzungen, all die er- bitterten Kümpfe, die ost um die nebensächtich-

cuf die städtische FinanKvirtschast, wie auch auf die Ausnutzung der Wdttschen Betriebe. Es gibt eine starke Gruppe unter der Berliner Ar- i-eitevschaft, die geneigt ist, diesen Anlaß z-um Ausgangspunkt für eine große politische Mion zu machen, bei der man hofft, noch manches an­dere mit in den Strudel ziehen zu können. Es fängt also schon wieder ans Es geht uns mische iuend noch nicht schlecht genug! J. B.

Kohlen im Winter.

Keine Verringerung des Hausbrandes.

Oie Äo6Iennof sehafft fäe diese« Winter wie­der neue Probleme. Da die Industrie besser versorgt werde« »ast, um die ständige Ar­beit 4« ermöglichen, wird sich der Saus, brand wieder mit der Menge begnügen tniif fett, wie sie int vorigen Winter verteilt wurde

Au den Schwierigkeiten, wie sie Lebensmit, telmangel, Teuerung, geringes Einkommen als

Fehlbetrag in Preußen.

Berlin, & Oktober. (Privattelegvaumk.) Aus znvcrWHtger varlarnentarischer Quelle erfahren wir, daß auch der Etat Preußens für das Wertelj-uhr Juli-September mit einem bedeuten­de» Fehlbetrag ahschlleßt. So wild mit einem Fehlbettag von etwa vier Milliarden Mark zu rechnen sein, was einem Gesamtbetrag für das ganze Jahr von rund zwölf bis Pier- zehn MSniDew Warr auushmen läßt.

hin forderte das Streikkomitee die Übrigen Post­beamten auf, nunmehr ihre SoüdgrMt durch passives WtdarMnd zu bekmcheu.

der kalten Jahreszeit die bedrückende Sorge um den Hausbrand. "Im Lause des vergange­nen Sommers haben Vorgänge politischer und ivirtschastlicher Natur auf die Kohlenbelieferung der gewerblichen Betriebe tote der Einzelhaus- haWe stark emgetrirkt. Das Spa-Abkommen sieht die Abgabe von zwei Millionen Tonnen Steinkohlen fiir den Monat an die Entente vor. eine Menge, die bei der bestehenden Kohlen- ruappheit kaum noch entbehrlich scheint. Die En­tente verlangt überdies gute Sorten, so daß zu dem Meugenansfäll auch noch der Sorten-

Berliner StreikwMr.

Gefährdung lebenswichtiger Betriebe.

Was war geschahen, als wieder einmal die Reichstzauprs-L0t durch den Stillstand eines Elektrizitätswerks erschreckt wurde? AW in der gesamten Innenstadt und in den Ar- beilerviertelu die Straßeilbahnen stehen dlieoen, das Licht in den Kauf- und Geschäftshäusern erlosch alle Maschinen ruhten und die Fern- g:echämter schwiegen? Zwanzig, sage und reibe, zwanzig Kesseiheizer in einem großen Elekttizitäteiwerr hatten die Arbeit niedergelegt! Ohne jede Vorbereitung, ohne jede ArMndi- Ming, ohne geordnete Verhandümg, ohne auch narr den Versuch eines Ausgleichs! Auch ohne mit der zuständigen gewerbschaWchen Organi­sation wegen ihrer Wünsche und Forderungen in Verbindung zu treten! Ganz aus eigene Faust Latten zwanzig Menschen einen wilden Streik inszeniert, durch den das Wirtschasts- leben einer Stadt von viereinhalb Millionen Menschen aus das Schwerste in Mtleidenschafi gezogen wurde. Zwanzig Unzufriedene hatten die Schließung von Tarrsenden von Betrie­ben und Arbeitsstätten erzwungen, ganze Stadtteile außer Licht und Kraft und damit außerhalb aller Energie-Quellen gesetzt. In den Krankenhäusern mußten begonnene Ope­rationen unterbrochen werden und Zehntausende, nein Hunderttaufende von Menschen ka­men in die ärgste Bedrängnis. Die MlI- lionsnstadt war am Abend wie auSgestorben, weite Straßen lagen im völligen Dunkel. Auch am Mittwoch herrschte dieser Zustand tn der Innenstadt und den Arbeitervierteln noch an. Zchntausende von Arbeitern waren infolge des SttllstandeS der Fabriken beschäftigungslos.

Allzuviele unter uns hatten sich schon dem Wahne hingegeben, daß Win die nachrevolutio­nären Erscheinungen im Wirtschaftsleben bereits überwunden hätten. Sv fängt denn nun doch wieder eine Entwicklung an, bei der es allen angst und bange werden muß, die nm das Wohl

ffen Nichtigkeiten ausgefochten werden, für einen Zweck, wenn der ganze Erfolg schließlich darin besteht, daß zwanzig Menschen ihre Organi­sation! im entscheidenden Augenblick an die Wand drücken, wenn zwanzig Menschen es in der Hoard haben, über die Lebensinteressen von Millionen hohnlachend hinweggugehen, wenn zwanzig Mensckfen es sich herausnehmen dürfen, in das Schicksal von Hunderttmlsenden, die gern arbei­ten möchten, ernzugreifen, ja selbst durch die Wirkungen ihres Vorgeherrs die Qualen der Kranken und Sterbenden noch zu vermehren. Und der Anlaß: Diese zwanzig Heizer hatten sich über die Arbeitszeit beschwert. Sie machten oettend, daß infolge der schlechten Befchafsenheit der Kohle eine längere Arbettsdauer für das Reinigen der Roste nötig sei. Die Direktion des Elektrizitätswerkes hatte auch eine sieben- stündige Arbeitszeit zugesagt. Dam» aber waren die Heizer nicht zufrieden, sie ver­langten eine sechsstündige Arbeitszeit. Noch ehe die Verhandlungen zu Ende geführt waren, warfen sie die Arbeit hin und überließen Pie Reichshauptstadt der Finsternis. Tas ist die Ver- antwortlichkeit und das Pflichtbö.viitztscin von heute! Terror einer Handvoll wildgewordener Elemente gegen alte ihre Mitmenschen!

Man darf bei diesen Vorgängen aber wich­tige politische Momente, die im Hinter­gründe verborgen sind, nicht vergessen. Es kann uns niemand erzählen, daß diese Mvanzig Män­ner eS gewagt hatten, mir nichts dir nichts Ber­lin wietzer einmal vor eine der schwersten Kata­strophen »u stellen, toenn sie sich nicht der ge­heimen oder offenen Unterstützung der politisch radikalen Gruppen bswwßt gewesen wären. Und in der Tat beobachtet man nach dieser Richtung hin vielerlei Zusammenhänge. Unter den Ar­beitern Berlins, ausgehend von den städtischen Arbeitern, wird feit einiger Zeit eine wöhl- orzanisierte Streikpropaganda betrieben. Diese ruht durchweg auf volitfscher Grundlage. Man will unter allen Umständen eine Unter- stützungsaktion fiir die Mehrheit der Gemeinde­vertretung von Großberlin in Sachen ihrer Stel­lungnahme zu der Besetzung der neuen Diagi- stratsäDtter und insbesondere für die Betbehal- tuwg Löwensteins als Stadtschulrat betreiben.

Diese ftreUtoilßgen Kreise erklären ganz offen, daß sie Berlin in eine noch nicht dagewesme Situatton drängen würden, wenn die preußische Landesversammümg es wirklich wagen sollre, das Gesetz über Groß-Berlin entsprechend den eingebrachten Anträgen jn ändern. Man will durch einen. Streik einen Zwang dahingehend konstruieren, daß die Einheusgemeinde Groß­berlin gemäß dem Willen der Radikalen tu Kraft träte. Man operiert dabei mit dem Hin­weise, daß die neue Mehrheit im Berliner Stadtparlament den Sozialismus in der Ge- meindeverwaltnng Graß-Berlins in die Praxis umfetzen müsse, Wan verweist da tnsbesonderei

Berlin, 8 Oktober.

Der letzte Tag des Betriebsräte-Kow g resses brachte im Wesentlichen die Annahme mehrerer Entschließungen, tu denen der Zusam­menschluß der Betriebsräte in eine Zentrale ähnlich de» Gewerkschaften gefordert wird. In einer Entschließung heißt es: »Die Betriebs­räte finden ihren Rückhalt in den Gewerk­schaften, die nach wie vor in erster Ante auf wirtschaftlichem Gebiet ben Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit auszutragen haben. Der Ausbau der Gewerkschaften in mächtigen Jndn- trieverbändcn ist Sache dieser selbst. Die Be­triebsräte sind innerhalb der Gewerk­schaf teur organüfö zusammenznfassen. Eine

Die Dleage der Belieferung hängt hn übrigen eng mit einer rrchigen, meg> störten Arbeit tn den Kohlenzentren am Rhein und an der Ruhr, wie auch in Oberfchtesien zu­sammen. Die Frage, ob Oberschlesien deuffch bleibt oder polnisch wird, ist für die Kohlenver- forgung Deutschlands eine Lebensfrage. Eine Störung der Kohlenförderung in Oderschlesien, wie sie die Wirren der letzten Monate mit sich brachten, würde also die Frage des Hausbran­des noch schwieriger machen, <M sie infolge der allgemeinen Lage gegenwärtig ist. Würde an­dererseits der Fall einer gewissen Mehrförderung an Köchle eirttreten, so würde trotzdem der Haus­brand zunächst. kaum daraus Nutzen ziehen kön­nen, weil es vor allen Dingen darauf ankommt, der jetzt von der Kürzung schwer bettoffenen Industrie jede freie, noch unverteitte Koh- Icnmenge zur Verfügung zu stellen, um dadurch die ArhefismögKchcheit wieder zu vermehren. Die Aussichten der Hausbrandverforc-ung für den kommenden Winter sind somit nicht sehr hoff­nungsfroh; sie dürften den ErfahrunMn des vergangenen Winters ähneln. Ihm Wrtschafts- iohr 1919/20 (1. Mai 1919 bis 30. April 1920) tnd fiir Hausbrand (einstWeWch Landwirt­schaft und Kleingewerhe) geliefert etwa 21.7 Millionen Donnen, davon waren 6,7 Millionen Tonnen Steinkohlen, 4,2 Millionen Tonnen Koks, 1,5 Millionen Tonnen Rohbraunkohte, 9,2 Millionen Donnen Braunkohlenbriketts. Das Konttngent für das Wirttchafrssahr 1920/21 ist mit rund 26 Millionen Tonnen für Hausbrand festgesetzt, wird aber, wie in den Vorjahren nicht voll eus geliefert werden können, so daß mit denselben Zahlen wie im Wirtschaftsjahr 1919/20 tu rechnen ist, nur daß an der Summe di« Braunkohlen größeren Anteil haben werden als im vergangenen Jahr.

Betriebsrat und Gewersschast.

Entschließung des Berliner Kovgreffe«.

(Privat-Telecrramm)

tere Verminderung so

ans die Verbraucher zu verteile«, daß die Neübesastung noch einigermaßen ertrag» sich gestaltet wurde. Dabei vertritt der Reichs- kommissar fiir die Kohlenvertettung die Auffas­sung, daß in der Hausbrandverst»rgung eine toeitere Einschränkung im Zuge oes Sha-Äbkommens ohne Gefährdung der Volls- gefwtdheit nicht möglich sei. Aus diesem Grunde sind keine weiteren Abstriche an der für die Hausibrandverforgung festgesetzten Menge des Vorjahres in Aussicht genwiumen; es ist lediglich ein monaMches Quantum von hundert­tausend Donnen Steinkohle in eine gleiche Braunkohleumenge umgewandelt wor- den, weil die rheinisch-wefttälische Steinkohle, welche die Last der Wiedergutmachtngsfiefernn- gen hauptsächlich zu tragen hat, entlastet weiden muß. Der einzelne Privathaushalt wird also im kommenden Winter sich an manchen Stellen mehr als bisher auf die Feuerung mit Branw- lohlen einstellen müssen.

legent-ett sei. Das GewerkschastsNrrtell,t^r8 Moesle vom Berliner Reichsfinanzmini- luhält M vor, bei einem resultatlosen AnSgang^^r fand in Karlörrche eine mehrstündige Be- spreckMng im badischen Finanzministerium mit

Ausftand und Politik.

Berlin, 8. Oktober. (Privutielegrammj Das Berliner Gewerkschaftskartell hat am Don­nerstag abend in einer Entschließung ausge prochen, daß die Frage des Streik« der Ange- tcllten der Berliner bürgerlichen Zeitungen eine die ganze Arbeiterschaft berührende Angc-

Steuer- uud Fmanzttsgen. Einheitliche Veranlagung im Reiche. (Privat-Telearamm-l

Karlsruhe, 8. Oktober.