Öttitag, S. Oktober ISN.
Stnfletee Neueste Rachrichts«
an seinen eigenen Produkten. Dazu kommt noch, daß die M i e 1 e n weiter «estiegen sind und die Kohlenprejfe echöht wurden. GaS -:ns Elektrizität werden im Preise erhöht.
Ser jtamW nm Moskau.
Frankreich und die dritte Jnternationake.
(Eigene Drahtmekdung.)
Paris, 7. Oktober.
Wie auS Orleans gemeldet wird, haben die Vertreter der Minderheit nach Schluß des Gcwerksckmstskongresses eine Sondertagung ab- gehalten und den Befcksiuß gefaßt, der dr i t t e n Internationale beizutreten. Sie haben ferner ein revolutionär-syndikalistisches Avi- onskomitee gebildet, das die Aufgabe hat, einen Stamm revolutionär Gesinnter heranzubilden, die revolutionären Ideen zu verbreiten und in allen Berufsgruppen die Hilfskräfte festzustellcn, über die die Gesamtheit gegebenenfalls verfügen könne, Andererseits bekräftigte der dritte Tag des Kongresses in seinem Schlusrvotnm den Mißerfolg de: Anhänger Moskaus. Der Hauptredner, der Sekretär des Syndikats der Metallarbeiter, Merrheim, verurteilte in feiner äußerst scharfen Rede das Regime Lenins und schloß damit, daß ein Anschluß an Moskau den Bürgerkrieg in Frankreich bedeuten würde.
LaN^irte glauben mit dem Abschluß eines Lie- Raffe". Die junge Künstlerin ist m rrager fornngsvertrags das ihre getan zu haben. Da- durch ihr Auftreteni im Reftdenztheater bekannt bei decken die w genannten Vertragskartoffsln 4- Vor den Geschworenen, ign fierbft IfKLt nur etwa ein Siebentel des Bedarfs der war der Kaufmann K an ia aus ^tzrM>e und der Provinz den sie in der Hauptsache aus eigener Tischler Coudrav aus Gvatha bet der entern
ser Stelle hingewiesen wird.
Ein kleiner Schlachtvichmarkt. Am gestrigen 'Mittwoch fand der erste Kasseler Schlacht- viehmarft nach der Aushebung der Zwangsve- wirtschaftnng für Fleisch statt. Der Auftrieb wer wegen der herrschenden MaM- und Klauenseuche ungemein schwach. Man zählte sechzehn Schweine, eine Kuh und N« Ochsen. In Fleischerkretsen alaubt man annehmen zu dürftn, daß der nädifk Markt ein lebhafteres Bild zeigen wird
- Vor dem Wuchergericht. Unter dem BoUfftz des Landgerichtsrats Dr. Hartmamt fand am gestrigen Mittwoch eine Sitzung des W fand am gesttigen Mittwoch eine Sitzung des Wuchergerichts statt. Wegen Schleichhandels mit gerichts statt. Wegen Schleichhandels mit Brot war angeklagt Frau Marie G e i s e, geb Klein, zu Kassel. Urteil: Zwei Tage Gefängnis und 300 Mark Geldstrafe. Wegen Höchstpreis- Überschreitung stand die Bäckersfrau Marie W e 11 e r a u « Kassel vor den Schranken des Gerichts Sie wurde zu tausend Mk.GeldstrafeveD- urteift. Wegen Kettenhandels wurde gegen den Landwirt Johann Becker aus Wahlshausen und gegen den Händler Heinrich Ort aus Oberaula verhandelt. Beide kautftn am 7. Juli d. I. auf dem Zuchtschweinemartt zu. Kassel 14 Ferkel nnb verkauften diese unter größerem Nutzen sofort werter. . Beide wurden zu je 1600 Mark Geldstrafe verurteilt Zwei weitere Falle mußten vertagt werden, da in einem mehrere Zeugen zum Termin nicht erschienen.waren, lm zweiten Falle blieb der Angeflagte mit her Entschuldigung: „Er müßte heira 1 enft dem
Zie AMeferurm her WMm.
Ergebnis der ersten zehn Tag«, (Vrivat-Telearamm-l
Berlin, 7. Oktober.
Das Ergebnis der Waffenablieserung in den ersten zehn Tagen wurde in «mr Atzung des parlamerttarischen Beirats vom Reichskommissar für die Entwaffnung bekanutgegebeu. Es wurden abgeliefert: 122 MV Gewehre und Karabiner, 913 Maschinengewehre. 239 Maschinenpistolen, siebzehn Geschütze, elf Minenwerfer, dreizehn Flammenwerfer, dreiundeinhalb Millionen Schutz Handwaffenmunition, 14139 Hand- und Gewehrgranaten, 11100 Handgranatenzünder und Sprengkapseln, ferner eine große Anzahl von Waffenteilen, darunter acht Geschützrohre, 76 Geschützverschlüffe, 151 Richtvorrichtungen, 3500 Maschinengewrhrläufe, 4850 Maschinengewehr- schlosser, 19900 Gewehr- und Karabinerlaufe und 1930 Schlösser. *
Nicht befriedigend In Württemberg.
Stuttgart, 7. Oktober. (Privat-Telegramm.) Die Waffenablieferung in Württemberg ist nach Aeußerungen des wurttembergischen Entwaff- uungskommiffars nicht beftiedigeud.
lens sind. .
Auf der Grundlage prcckttscher Arbeitsgsmein- schaft ist die Möglichkeit gegeben für ein Zusam- m.mgchen der verschiedensten Gruppen der deutschen Jugend des .rechten" und des „linken- Flügels, der .Völkischen" und der .Sozialisten", der auf .Reform" und auf .Erlebnis" eingestellten Richtungen. Die öttlichen Ring; erhalten durch die Gründung des Reichsjugendringes einen starken Rückhalt. Ob durch thn die Anbahnung einer Gesinnungsgemeinschaft zwischen den Ju- oandaruvpen gefördert wird, wie sie die Kasse- ler Jugendring seit Jahresfrist unter den ihm angeschlossenen Verbänden epstebt, bleibt abzuwarten. Was im Kleinen in gemernsam-r Arbeit den verschiedenen Gruppen des Wandervogels E. V., dem Volkswandervogel, dem Mä'dckenwanderbund, dem Mädchen-Vib'lkränz- chen, dem Ehr ist l. Arbeitsausschuß, dem Jungdeutschen, dem Neuland-, Jungdentschlandbund und dem Bund Kasseler Wanderer möglich «st, die im Kasseler Jugendring zusammengeschloffen sind (eben jetzt gewährt er einen kleinen Einblick in seine Arbeit durch den Verkaufsstand ans Der Kasseler Herbstmesse) das begegnet den grünten Schwierigkeiten beim Blick aui die Gesamtheit der bunte,! Welt der deutschen FugendbeweMNg.
Nach tote vor bleibt das Wichtigst.' die 0 r t - liche Arbeit auf Grund persönlicher Berührung der Führer der Eintzelgruppcn unternnan- der und mit den Stellen, die gewillt sind, den Willen eines guten Teiles unser-r deutschen äugend in ihrem Streben nach gesundem, rei tem Ingendleben und Mitarbeit an der sittlichen Erneuerung des deutschen Volkes anzuerkennen.
Eine Mahnung an die Landwirte.
HerMbeiterkrise in §uglMÄ.
Warnung vor dem Ausstand.
(Eigene Drahtmekdung.)
- London, 7. Oktober.
Dle Sage in der Bergarbeiterbewegung hat sich nicht verändert. In SüdwaleS tettnäeu die Bergleute eine immer stärker werdende Oppo- iition gegen die Einignngsvorschläge. Dagegen Huben sich ihre Genossen in Mittel-England für öie Annahme der Bedingungen erklärt. Der Generalsekretär der Eisenbahner, Thomas, «klärte in einer Ansprache, daß daS Streikrecht stets cfls' ein Recht der Arbeiterschaft angesehen werben müsse, daß aber dir Arbeitersclpst kein fchwe- reres Verbrechen begehen könnte, als dieses Recht zu mißbrauchen. Ter Seftetstr des Berg- arbeiterverbandeS, Hodges, stellte WrE« Pressevertretern ausdrücklich fest daß die Nachricht Smillic würde unmittelbar nach Beendi- Mng der Krise sein Amt als Präsident der Berg- inbcitergewerkschast nieder legen, jeder Grundlage entbehre.
vom Tags.
U- Die Verteilung von Zucker. Die städtische Verteilungszentrale läßt mitteilen: Vereinzelt wird seitens der Bevölkerung angenommen, daß der für den Monat zur Verteilung gelangende Zucker noch bis Ende des Monats in Empfang genommen werden kann. Diese Annahme ist jedoch nicht richtig, denn der Verkauf findet nach wie vor nur bis Ende der betreffend«: Woche statt Gesuche um nachträgliche Bewilligung auf solche Karten, die ans irgend einem Grunde nicht eingelöst wurden, können in Zukunft nicht
Straft wird aufbringen müssen. Somit entfällt 1 an Pflichtmenge auf den- einzelnen Erzeuger 1 durchschnittlich ein Vielfaches von den ihm ob- : liegenden Vertragsltvfevungen. Ich besftmme auf der Grundlage der durch die gesamte Presse bekannt gegebenen Richtlinien vom 28. September folgendes: 1. Als Erzeugerpreis für die tut freien Verkehr gehandelten Kartoffeln gilt ein Zentnerpreis von fünfundzwanzig Mark. Er wird hiermit als Höchstpreis festgesetzt. Seine Ueberschreitung ist st r a f b a r.
Diese Preisfestsetzung enftpricht den Anschauungen und Zusagen der landwirtschaftlichen Organisationen der Provinz, die sich nahezu geschlossen für die unbedingte Angemessenheit des Fünfundzwanzig-Mark-Pieises erklärt haben. 2. Die vielfach bekundete, teilweise schon in die Tat umgesetzte Bereitwilligkeit, die wirtschaftlich Schwachen mit Kartoffeln zum Preise von 20 Mark zu versorgen, wird durch die Festsetzung zu 1 natürlich nicht berührt. Alle bezüg- lichen Abmachungen behalten Bestand. Es ist nach wie vor dringend zu wünschen, daß mindestens ein Drittel des Gesamtbedarss zu zwanzig Mark je Zentner abgegeben wird. Die hier und da offenbarte Abneigung, über die Bedürftigen des eigenen Streife® hinaus,ugehen, follte der Einsicht Platz machen, daß Not und Entbehrung in gewissen Schichten der städtischen Bevölkertmq menschliche Anteilnahme und Hilfsbereitschaft ganz besonders erheischen. 3. Die Lieferungsverträge bleiben an sich in Kraft, soweit nicht der freie Wille der Vertragsteile sie hinsichtlich deS Preises bei Seite schiebt. Dankenswerter Weise haben in manchen Kreisen und in sehr vielen Fällen die Erzeuger bereits zu einer Senkung des Vertragspreises auf zwanzig oder fünfundzwanzig Mark die Hand geboten.
Weiter hebt der Oberpräsident ausdrücklich hervor, daß uum Handel mit Kartoffeln eine besondere Erlaubnis erforderlich ist und weist die zuständigen Stellen an, eine genaue Nachprüfung in d«ser Beziehting vorzunehmen.
bantur des 11. A.-K. in Kass:! angestellt, der eine als ZwilangLsteMer, der andere als Ordonnanz. Sie kamen nun auf den Gedanken, sich Vordrucke von Urlaubsscheinen und Ausweisen, auf die sie eine Militärfahrtarte lösen konnten, zu verschaffen. Eoudray enttoenbete in de- Registratur einige Vordrucke und stempelte sie, dann setzte Kania eine Unterschrift darunter und beide benutzten die Scheine zur Erlangung von Mili- tärfcchrikatteil, auf denen sie nach Berlin,_ Stralsund und Gotha fuhren. Kania hatte sich, als Eondray am 1. Oktober 1949 entlassen wurde, auch mit einem anderen Angestellten des Gen?- mlkommandos, dem Präparanden Naß aus Kasse! in Verbindung gesetzt, der in der gestrigm Sitzung des Schwurgerichts auch auf der Anklagebank saß. Dieser eignet- sich gleichfalls einige Scheine an und unterstempelte sie gelegentlick». Di- Geschworenen schlossen sich dem Antrag oe» Verteidigers Justiz rat Heußner an und verneinten die Frage nach Urkundensölsckwng, wahrend sie die Frage nach dem Paragraphen M3 Stt.- G.-B. bejahten, ebenso die Frage auf Dtejbstahl bei Naß. Der Staatsanwalt beantragte daraus, bin für Eoudray und Kania die Höchststrafe von je sechs Wochen Haft, für Naß vier Wochen Hast und toeacn DieWahls drei Tage Gssangnis. Das, Urteil lautete dem Anträge des Staatsan
walts entsprechend. „ „ , !
Der Wohnungswechsel im August. Nach den bei den hiesigen Polizei-Reviereu eingegangenen Meldungen sind im August z u g e z 0 g e n 2821 Personen, weggezogen 2644 Personen. Mithin beträgt der Wanderun-gH-Gewinn 177, gegen 278 im gleichen Monat des letzte,» und gegen 29 im gleichen Monat des vorletzten Jahres. " Ein Jubilar der Arbeit. Am morgigen Freitag begeht Herr Heinttch Barthelmy sein fünstindzwanzigjähriaeS ArSettsinbilamn bei der Kofferfabrik A. Ricke. Der sich allgemeiner Achtung erfreuende Jubilar hat sich auch auf dem Gebiete des öffentlichen SamWs- wesens sehr verdient pemaM Lange Fäftre war et aktives Mitglied der fteiwilligen Sa° nitätskolonne vom Roten Kreuz und zuletzt im Vorstande der Arbeiter-SanItätÄkolonne Kassel. Er dürfte daher manchem galten" Raffelatter, und besonders auch in Fischeckreisen eine bekannte Persönlichkeit fein.
■ Fahrlässiger Fulsckteid. Das Schwurgericht hielt auch gestern nachmittag eine Sitzung afc und Mar saß der WerWhrer Wilhelm B 0ltz ans Harleshausen auf der Anklagebank, der wegen fahrliäissiqen Falscheides zu einem Jahre Ge- fänanis verurteilt wurde. Boltz hatte bei einer RämnnngsAgge, die fetrt Hauswirt gegen ihn angestrengt hatte, fÄfchlich unter Eid,behaupt>ft, er habe den Kündigungsbrief nicht erhalten. Die Anklage hatte auf Meineid gelautet, die Geschworenen nahmen alber nur fahrlässigen Falsch-
Gerichte fern.
Auflösung der Sicherheitspolizei. Mt dem gestrigen Mittwoch bat die Auflösung der Sr- cherheitspolizei einschließlich der Stäbe flattge- sunden. Die von mm ab der Auftechterhaltting von Rulle, Ordnung und Sicherheit dienende Polizei ist eine rein örtliche. Ihre Zuständigkeit beschränkt sich auf de« Ortspolizeibezirk. Sie untersteht mit sämtlichen Beamten an Orten mit staatlicher Polizeiverwaltung dem Polizeipräsidenten bezw. Polizei di rektor, an allen and reu Stellen den kommunalen Ottspolizei- behörden. An Bewaffnung stehen der Polizei zu: Für jeden Beamten blanke Waffe, Handgranate und Pistole, für je drei Beamte ein Gewehr oder Karabiner, für je zwanzig Be- itntie eine Maschinenpistole, für je tausend Be- amte ein Panzerwagen mit zwei schweren Maschinengewehren Auf die Provinz Hessen-Ra sau entfallen viertausend Mann Polizei, und zwar auf den Regierungsbezirk Kassel 2260 Mann, die sich »sie folgt verteilen: Kassel ICOO, Hanau 1000, Hersfeld 120, Wetzlar 120.
-x. Eine erfolgreiche Kasseler Künstlerin. lieber eine Kasseler Künstlerin schreibt die .Hildesheimer Zeitung" bei einer Besprechung der Operette „Der Vielgeliebte- im Hildesheimer Stadt- theater: „Fräulein Annemarie Messing brachte eine flotte, fesche „Kläre- heraus,die von Anfang an die Zuschauer auf ihrer Seite hatte. ■ In dieser Soubrette steckt Temperament und
Die junge Künstlerin ist in Kassel
Aus der ReichSbesoldungSordnung.
Berlin, 7. Oktober. (Privat - Telegramm.) Im Reichsfinanzministerium liegen nach einet Mitteilung an Parlamentarier zurzeit dreißig Abänderungsanträge zur ReichSbesol- dungsordnung der Beamtenkategorien vor, deren Bewilligung jährliche Mehrauswenduttgen von neunhundert Millionen Mark erfordern würde,
ArbettS«Ei«schrankung.
- Stuttgart, 7. Oktober. (Privattelegrammrj Die Eisemannwerke müssen infolge Mangels an Aufträgen die Arbeit auf drei Tage in bet Woche beschr sinke n. Das Werk gehört den größten Stuttgarter Industriebetrieben- Referentin für Mädchenschulen.
Berlin, 7. Oktober. (Privattelegramm.j Bon zuständiger Stelle wird mitgeteilt: Im prrntzi- scheu Ministerium für Handel und Gewerbe ist ein Frauenreferat für die Fach, und Fortbildungsschulen, für Mädchen, und Privtttischuleu stift die weiblichen Handwerke errichtet worden, das der seitherigen Hilfsarbeiterin km LandeSgewerbeamte, Gewer- belrhterin Erna Albrecht, übertragen wurde.
Die Frankfurter Messe.
Frankfurt a. M, 7. Oktober. (Privattelegramm.) Auch der vierte Tag war der Messe günstig Der Besuch war wieder sehr stark, die Kauflust unvermindert. Im ganze« darf man feststellen, daß jetzt die meisten Branche« an dem guten Gefchäftsgang teilnehmen Und einzelne Warengattungen aus dem Bedürfnis heraus noch flotteren Absatz finden als anbere.
Grippe in Paris.
Paris, 7. Ottober. (Eigene Drahtmeldung.) Bor einigen Tagen brachten die Blätter die Mitteilung von dem Auftreten häufiger Grippeer- tranfungen. Gestern morgen wurde erkalrt, daß die Grippe-Epidemie in Paris Tatsache ist.
Eine Millionen-Stiftung.
Newyork, 7. Oktober. (Eigene Drahtmek bung.) Im Testament des Newyorker Bankiers Jakob Schiss wurden 1350000 Dollar für Wotzltätigkeitszwecke ausgesetzt, da. von 300 000 Dollar zur Erforschung der Taubheit und 260 000 Dollar, nach dem heutigen Stand der Valuta etwa sechzehn Millionen Mark, für das städtische Waisenhaus in Frank- surt am Main, das schon wiederholt von ihm bedacht worden ist
In der wilden Stepps.
StrigeNde Preise irr Holland.
Lebensmittel, Sohlen und Meten.
(Eigene Drahtmekduttg.)
Rotterdam, 7. Oktober.
Seit August ds. IS. stnd die Preise der notwendigsten Lebensmittel in Holland ganz bebeuienb gestiegen. Das Brot wurde teurer, die Milch stieg um zwanzig Prozent, die Preise für Butter um achtzig Prozent, der Käse um dreißig Prozent, die Kartoffel« um sünfttttd- »toanfto Prozent, das Fleisch um sechzig Prozent unh steigt, besonders in den letzten Wowen, ganz rapide Für den Winter werden erhebliche neue Preissteigerungen vorausgesagt. Die so- zialisttschen Parteien haben sich jetzt an hie Regierung gewandt,damit diese geaeit den Wucher einschreitet, denn für die gewaltigen Preisstei- geritttgen lägen nicht die geringsten Ursachen vor, da das Land im Ueberf luß schwimme
Peranstaltungen am Freitag. Staatliche Schauspiele VA Uhr: Erstes Wonnernmts- konzett. — Residenztheater: VA Uhr: „Autoliebchen". — NeueS Theate« Die neuen Spezialitäten, 85-4 Uhr.
uj Das Wetter am Freitag. Für mmgtm stellt unser meteorologischer Mtarb eiter in AuS- 'M: Tags etwa? milder, wolkig mii zettweiser Auchefterung, schwache SsMche Winde, meft trocken, vereinzelte RegenMe. Fortgesetzt am SW.-Rande eines von NW.-Rußmnd über das südliche Ostgebiet und Ost- bis N.-DeuffMand sich erstteckenden Hochdruckgebietes ist kühles, wolkiges, vorwiegend trockenes Setter mit tiefen Nachttemperaturen zu erwarten.
werden konnte. , ~ .
ft nm Schluß der umfanqreichen Tagesordnung wurde der Antrag des Zentva.lverbandes der Jn- validen und Witwen Deutschlands, Gau Hessen- Nassau, zu Frankftlrt a. M„ auf Schaffung einer Zentralstelle für Arbeits- und Zivilinvalibenffir- sorge für den Bereich der Provinz Hessen-Nassau mit dem Sitz in der Stadt Frankfurt a. M angenommen und sodann der Prov>nziaklandtaa durch den Oberpräsidenten mit Worten des Dankes wieder geschlossen.
Die Jugendbewegung.
Herr Studienreferendar Georg Müller - Kapel übermittelte un» eine fcngere Betrachtung über die äugend- bewegung Da wir bereit? vor etnicen Tosen wichtige Angaben über da? gleich« Thema gemacht haben, muffen wir UN» auf di« Wi-d-rgab« einzelner Punk« der Ausführungen des Herrn Georg Müller befchrünkew Am 26. September ist auf der Leuchtenburg bei Kahla von Vertret-rn von fünfundzwanzig örtlichen uns Landessugendringen und unter Z nstlmmungserklävung von 10 toüteren Ortsjugendringen das Haupwrbeitsamt der Dentfchen Jugendringe gegründet worden; der Reichs- juaendring tritt somit in. Erscheinung. >;n der Stille öttlicher Arbeit vorbereitet, scheint diese Schöpfung geeignet zu snn, die gesamte deutsche Jngendbewe-guna auf drm Weg- aus den Verwicklungen oft recht unfruchtbarer Problematik ein gutes Stück vorwäftszuibrinzcn zu dem Endziel tätig» Mithilfe am Volksanf- bau im Bunde mit allen, die eines guten Wil-
Bern, 7. Oktober. (Eigene DrahtmelduM.) Rach einer Mitteilung des Zentral-Exekutivko- mitees der Sowjets wurde die autonome kirgisische Sowjetrepublik als Teil der söderattven russischen Räterepublik anerkannt. Die neue Republik umfaßt die Gebiete von Se- mipalatinsk. Akmolinsk, ferner die Ural-Gegend und Teile des Kaspischen Küstenlandes. Sie »er. waltet ihre inneren Angelegenheiten durch eigene lokale Sowjets, sowie durch einen eigenen Rat von Volkskommissare«.
herrenloses russisches Gold.
Genf, 7. Oktober. (Eigene Drahtmeldung^ In Lyon ist eine Goldladung von fünf» andvicrzig Millionen Franken angclommen, die in Rußland einacfchifst wurden und deren Emp- fänger ’ sowie Absender vollkommen unbekannt find. Die Ladung, die aus 6 Tonnen Gold besteht und herrenlos ist, wurde von Vertretern der Regierung in Depot genommen.
Oberpräsident Dr. Schw and er hat an die Magistrate und Landräte der in Betracht kommenden Städte und Kreise ein Rundschreiben gesandt, das sich mit der Frage der Kartof- selbelieferung besaßt. Es heißt darin: Der größte Teil der städtischen Bevölkenrng hat sich den winterlichen Kartosselbedarf bis jetzt nicht zu verschaffen vermocht. Daraus entsteyt, täglich wachsend, ein Maß von Beunttihigung und Sorge, das sehr ernst genommen sein will und mir die Pflicht auferfcgt, an alle beteiligten Stellen die dringende Mahnung zu nckten, das Aenßerste an eine ausreichende und rasch« Versorgung der Bedarfsbeztrke zu setzen. Biele
Nr. 233. — 10. JahrgauA
Besoldungsregelung M machen. B.) Antrag des Vorstandes, der Landesversicherungsauftalt hiic, eine dem Entwurf des Prov.-Ausschusses vom 25. 6. 20 entsprechende Besoloungsordnung zu beschließen. C) Einoade der Beannencmsichüss.- der ProviNiziaboerwaltung und Landesversiche- i'ungsanftaft Heffen-Naffan hier zur Befobdungs- reform. D) Antrag auf Erstattung von ein Siebtel der Bezüge des Landeshauptmanns der Provinz mit jährlich 8400 Jt vom 1. April 1920 ab an die Lande-Hauptkasse. Ein abweichender Antr.ig ans anderweitige Neurrgelung d.-r Besoldungsordnung wird mit 47 gegen 40 Stimmen bei mehreren Stimmenthaltungen abgelehnt.
Sodann wurde das Gesuch des Landesrat Glaß-Kassel um Versetzung in den Ruhestand sowie in Verbindung damit der Ernennung des Land.'srats Schrader-Kassel zum Mrtgliede des Vorstandes der Landesversicherungsan statt Hessen-Nassau nach einem kurzen orientierenden Referat des Oberbürgermeisters Lübke-Bad Homburg einstimmig angenommen. — Es folgt hierauf die Prüfuiig und Mhöming der Nachweisungen über die Einnahmen und Ausgaben der Verwaltung des Provinzialverbandes für die Jahre 1918 und 1919, sowie die Erstattung des Verwaltnngsberichts der Hessen-Nassaui,sch^i landwirtschaftlichen Berussgenoi- fenschaft für die Fahre 1917, 1918 und 1919. Ebenso wurden die umfangreichen Jahnsbe- rüftfe der Haftp flicht-VerficherungS- anstatt der Hessen-Raffauifchen landwirftchaft- lichen Berufsgenossenschaft erstattet und ferner ein Antrag der deutsch-demokraftschen Fraktion auf Erlaß eines Notgesetzes wegen Erweiterung der Unfallzwangsverficherung der landwinschaftlichen Betriebsnnternehmer ange - nommen. Nachdem sodann nach den Vorschlaaen des Ausschusses auch eine Neuregelung der T,- aegetber und Reisekosten für die Beamten der Provinzialvertoattung beraten unb beschlossen worden war, »rfolgte ebenfalls nach kurzer Au^- so-gche die Annahme eines Antrages, eine Anzahl Abgeordnete aus Nassau bett. Entscha- d i g u n g der durch die Maul- uub Klauemcucke oesckädigten Viohbesitzer, welchen eine EntsMdi- gunfl nach dem Viehseuchengesetz nicht gewahrt
berücksichtigt werden.
- Schmalzverkauf. Wie <mS dorn Anzeigenteil ersichtlich, wird am morgigen Freitag bis zum nächsten Montag auf Abschnitt G 64 hundert Gramm Schmal, verteilt, worauf an die-
...................................
I Empfehlen Sie die Kasseler Neuesten Nachrichten bei Freunden und Bekannten. *