Kasseler Abendzeitung
10. Jahrgang.
Freitag, 8. Oktober 1920
Fernsprecher 951 und 953.
Fernsprecher 951 und 952.
Nummer 233
Dir goffeUr Neueste» SlitSrtcStai erfdjeintn wLcherilUch fedjentol tmti zwar abend». Der AboimementSprei» beträgt insnatl. 6-00 Mark bet freier Znstrllrmg ta» Hau». BesteHuntzen werden jeberj-ett nen der «eslbästrstelle ober den Boten entgegengenom-nen. Druckerei, Berta! xnb Siedawo«.. «chUichthofftrabe 28,30. Für unverlangt «mgcfonUte Beiträge to*n M* KebetttOH eine Verantwortung oder Gewähr in keinem Salle Übernehm«. Rückzahlung de« Bewgegelbeä oder LnfprLche wegen eUvaigerntcht ordnungSmL-iger Lieferung ansgefchlofse«.
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Meier Neueste Nachnchtm
Hessische Abendzeitung
Der Streit im radikalen Lager.
K.F.Dr.
Litauen und Polen.
Warschau, 7. Oktober. (Eigene Drallftmckl- dung) Nach dem amtlichen Heeresbericht ist die Lage au der ganzen Front unverändert. 6k- niätz der Verfügung der Völlerliga hat daS polnische Oberste Heereskommando die Einstellung der Feindseligkeiten fl'gett die litauischen Truppen auf dem Abschnitt von der deutschen Grenze bis zur Stadt Poturre besohlen
schrist schreiben titrtb reden. Trotz der Wbleh- mmg Moskaus ist Nicht gu übersehen, daß doch ei« großer Tett für den AnMnß gestimmt hat, aber der verlöschende Stern Lenins wird auch seinen d'Utschen Getreuen mir einen schwachen Hoffnungsschimmer übrig lassen. Die heutigen TÄegrcwmre geben ein Bild von der Uneinigkeit der Berliner Zentrale, nach deren Beispiel auch in der Provinz ein hitziger Kampf im Gang« ist.
Der Ausgang wird für die nächsten Monate von Bedeutung sein, da es sich jetzt entscheiden muß, ob der Kommunismus oder die Mehrhetts-
Terrmimg im Vorstand.
Berlin, 7. Oktober (Privattelegramm.) Die Spaltung in der U. S. P. ist nummehr auch im Vorstand vostzogen. Die radikalen Vorstandsmitglieder Tälmnitg und Stocker nehmen seit Montag an den Sitzungen des Vorstandes der U. S. P. D nicht mehr teü.
tember «ach totTSufifltet Berechnung an sechsüntywanzig Arbeitstagen fiiebcneinhalb Millionen Tonnen. Im August betrug die Förderung siebeneinviertel Millionen Tonnen. Die Steigerung der Förderungsziffer läßt darauf schließen, daß die Zahl der Ueberschichten im Ruhrbergbau im September «mmhm.
Sie Friedensverhandlnngen.
Riga, 7. Oktober. (Eigener Drahtbericht!.) Nach einer amtlichen Meldung wurde am Dienstag abend in Riga von Joffe und Dombski ein Protokoll unterschrieben, in dem gesagt ward, daß die beiden Seiten in den Hanptbedingungm für den Frieden zu einer Einigung gevommen find. Die UnterKichneten verpflichten sich danach, am Freitag den 8. Oktober die Bedingungen für den Waffenstillstand und Borfrieden zwischen Rußland und der Ukraine einerseits ' und Polen andererseits zu uutersthievbem
Kongreß 6et BettiebrrAe.
Entschließungen und Wünsch«.
(Privat-Telegramm.)
Berlin, 7. Oktober.
Auf dem hier tagenden Kongreß der Betriebsräte Deutschlands wurde eine Entschließung nahezu einstimmig angenommen, in der es heißt: Der Kongreß fordert die Betriebsräte und Gewerksll-aften auf, im Verein mit den Arbeitcr- .parteien alle politischen und ökonomischen Mittel der Arbeiterklasse auf die Verwirklichung des Sozialismus zu konzentrieren. Besonders hält der Kongreß es für notwendig, alle Borbr- reitungen zu treffen, um in dem bevorstehenden Kamps der Sozialisierung des Bergbaues seine Ziele durchzusctzen. Ferner wurde ein Antrag einstimmig angenommen, der mit dem Wunsche für den Sieg des russischen Proletariats die Betriebsräte auffordert, die Erzeugung von Waffen und Munition für den Kampf gegen Rußland, sowie deren Transport zu verweigern.
Lohnsrüge im Kohlenbergbau.
Das Ministerium gegen LohnerhShung.
(PrwtwTelcarMNm-l
Bochum. 7. Oktober.
Bei he« Verhandlungen, die im Reichsar- beitsministerium in der Bergarbeiterlohnfrage gepflogen wurden, wurde von dem Vertreter des ReichswirtschaftSministerS darauf hinge, wiesen, daß bür Bergbau außer der bereit» für Ueberschichten zu zahlenden vtewinyalb Mark Sonderzuschlag pro Schicht eine weitere Lohnerhöhung ohne Kohlenpreiserhöhung und ohne Verminderung der Materialkosten nicht aus sich nehmen könne. Das Reichskabinett hat sich einmütig gegen eine jrohleupreiserhö. hung ausgesprochen. Es müffe auf der ganzen Linie auf einen Abbau der Preise hingewirkt werden. Die Verhandlungen wurden auf den 18. Oktober dieses Jahres vertag^ ‘ *
Re Verwirrung in Nußland.
Wettere bolschewistische Niederlage.
(Eigene DrahtmÄdnng.)
Wien, 7. Oktober.
Ans Rostow am Don wird berichtet: General Wrangel hat den Donez überschritten und rückt auf Charkow vor. Die roten Truppen sind aus »mz Kleinrußland im Rückzüge. Die Ukrainer haben Poltawa genommen. Der Zusammenbruch der bolschewistischen Herrschaft ist in ganz Sndrußlarrd ein katastrophaler zu neunen. Weiter liegen in Warschau Nachrichten ans Südrnßland vor. Danach hat die Armee des Generals Wrangel setzt die ganze russische Donez-Stellung eingenommen. Die rote Armee leistet an keiner Stelle mehr ernstlichen Widerstand. An der polnischen Front war noch vor Abschluß des Waffenstillstandes der artilleristische Angriff auf Minsk eingeleitet. — Havas meldet aus Warschau: Das Gesamtergebnis des russtsch-polnischen Feldzuges ist folgende polnische Gesamtbente: über zweihunderttausend russische Gefangene, vierhundert Geschütze, darunter 94 schwere, fünfhundert Maschinengewehre und viel sonstiges Material.
dort die Macht der Zerstörung, das System d.r Rüteregierumg ungehindert regierte, waren a,tch hier die Kräfte des radikalen Umsturzes oben auf. ObOeich sie bei uns nicht die Zügel in der Hand hielten, waren sie doch zeitweilig in der Lage, ihren Einfluß auf die Regierung geltend «l machen. Ihr Höhepunkt ist seit einiger Zeit überschritten. Die Idee krankte an der inneren Schwachheit, an der praktischen Undurchfichrbar- keit, als deren Folge wir die Uneinigkeit unter den Anhängern der russischen Phrasen sehen. Nachdem die Abstimmung der Unabhängigen in Deutschland über den etwaigen Anschluß an die dritte Internationale die Ablehnung der Moskauer Diktatur ergeben hat, steht eine Auseinan- drrsetzung auf dem Parteitag in Haste bevor, die zu einer neuen Spaltung der Partff führen wird. Der Don in den radikalen Bläffern ist jetzt schon sehr vielversprechend, und es wird die alte Methode wieder angewandt, daß Redakteure uteb Parteiführer vom Pvesseausschuß gemcßregelit werden, wenn fit nicht nach Vor-
Spaltung brr Unabhängige«.
Die Willkür der Pressekommtffion.
(VÄvat-Telegramm.) .
Berlin, 7. Oktober.
Die „Freiheit" veröffentlicht in ihrer heutigen Nmnmer ein Schreiben der Preffekommisston der U. S. P. D, in dem die Geschäftsleitung des Blattes aufgcfordert wird, den Schriftleitern Hilserdiug, Hertz. Liebeschütz, Grager, Ra» brsd, Seidel. Dein, Leid. Wielepp und Dahlke mit der Maßgabe zu kündigen, daß sie ihre Tä- tigkeit mit der Fertigstellung der Donnerstat- Morgenausgabe einzustellen habe«. Die Ge- schästsleitung lehntdies ab und weift dar- auf hin, daß es sich nm einen Versuch handelt, die „Freiheit" in die Hände der Kommunist e n zu bringen. Weiter heißt es in bet Wie uns mitgeteilt wird, sind Gerüchte im Umlauf, nach detien die Besetzung des Drucktreigebäudcs geplant sein soll. Wir wissen nicht, ob diese Gerüchte den Tatsachen ent- sprechen. Das Eine aber mutz bei dieser Gelegenheit ausgesprochen werden, es wäre der härteste Schlag, den das Proletariat erleiden könnte, wenn der bisherigen Selbstzerfleischmrg der Arbeiterschaft nunmehr auch »och ein mit den rohesten Mitteln der Gewalt geführter Bru- butrieg hinzugefiigt werden sollte.
Die Streikbewegung.
Berlin, 7. Oktober. (Privattelegramm.) Die Betriebsräte der Berliner Fabriken haben eine gemeinsame Sondersitzung für Donnerstag ein* berufen, um Beschluß über eine etaaige Ausdehnung der jetzigen Berliner Streikbewegung auf die Großberliner Arbeiterschaft zu fassen. Im Roten Wollzugsrat erklärten gestern abend mehrere Redner, die Zeit für eine Herr- schaft des Kommunismus in Deutschland sei niemals günsriger gewesen, cM die jetzige Zeit der alfae meinen Unzufriedenheit.
Radikalismus.
M»«au und die deutschen Unabhängigen.
Merkwürdig tst es, daß der Radikalismus sowohil m Rlchlaud als auch in DeMschland zur gleichen Zeit eine EHchittterung erleidet. Wie weit die Nachrichten Wer den Aufruhr in Moskau und Petersburg zutreffen, wird sich in den nächsten Tagen genauer Herausstellen. Fest steht jedenfalls, daß der roten Armee in den Kämpfen weitere Niederlagen beschert wurden und — -------------- _
stoar an beiden Fronten. An der Westfront sind sozialdemokratie der rächende Dritte sein werd, die Polen bereits bis Brest-Litowsk vorgedrun* ü
gen und haben damit die Bolschewisten so weil zurückgetrieben, daß fiir Warschau in absehbarer Zeit keine Gefahr mehr besteht. Die Gefahr ist jetzt dafür aus russtscher Seite, denn der Rückzug hat zur Folge, daß russtiche Deserteure massen, haft $unt Feind überlaufen. Eine recht eigen* artige Bofflefferscheimtug ist der Entwicklungsgang des im vergangenen Sommer oft genau a- , ten Reitergenerckls Budjonny. Damals war es zum Teil seiner Whnen Führung zuMschreiben, daß die Polen in sehr eiligem Tempo in die Flucht geschlagen wurden. Heute hat sich das Schicksal so gewendet, daß Budjonny zurückge- schlagen worden ist und sich nun deswegen vor einem Sowjetkriegsgericht verantworten soll. Er legt aber offenbar keinen Wert auf ein solches Tribunal und hat es vorgezosen, der roten Armee den Rücken zu kehren und zum Feind überzugehen, um in dessen Reihen gegen die Sowjet- regierung zu tÄmpsen. Wie die BoUchewtsten-- Armee vom Westen bedrängt ist, jo auch vonr Süden. Die Truppen des Generals SBraugd haben sich durch ZtMufer vermehrt und auch ansehnlichen Vorsprung in der Ukraine gewonnen. Ws Nachteil für dir BwLschswisten kommt noch hinzu, daß sie von der Außenwelt abze- schlosien sind, während die Polen und ebenso die LLrangel-Aim-ee fortwährend Ulfferstütznug von den Franzosen erhalten.
Befindet sich also die Sowjeffegierung, militärisch betrachtet, in einer sehr bedrättgten Lage, so übt dies auch einen unzünftigen Einfluß auf ihre Machtstellung im Innern aus. Ihr: Macht ist heute jedenfalls zweifelhaft Die Nachrichten Über Unruhen in Petersburg umd Moskau werde« bestätigt, und es ist als fcebeutfaui zu vermerken, daß sich selbst die Ar- tx itevföaft gegen die Sowjetregierung auflehnt. Darmt hat der rnfsische RadftaMmus einen schweren Schlag erlitten. Atäglich ist ja, daß durch eine blutige Diktatur der Aufruhr noch einmal medergerchnpst wird; sollten aber die Verluste an den Fronten sich mehren, dann ist mit dem Wisterben der Sowjetmacht und mit dem Verlöschen des Bolschewismus zu rechnen. Das Wort des Marschalls Fach, daß der Aufruhr nur auf Seiten der Verlierer gedeihe. Hai seine volle Berechtigung. Nach dieser Auffassung ist auch das Geschwätz von der Weltrevolution nur als Phrase zu bezeichnen. Der Bolschewismus, der angeblich der Menschheir den ewigen Frieden bringen will, kann sich mir halten, solange er mit blutiger Schreckensherrschaft regiert und sich auf miliiärische Kräfte stützt. Brechen aber diese Stutzen zusammen, dann zerfallt auch damit das utopiftische System in Nichts. Wie es nicht im- stanDe war, etwas Positives zu schaffen, so ist es auch dazu verdammt, an seiner eigenen Idee der Zerstörung zuMmwe zu gehen.
Es ist auffallend, daß mit dieser Entwicklung In Rußland der We.idegang des Radikalismus in Deutschland parallel geht. Solange
Sie Lasten der Fra«.
Zeitraubende Sorgen des Alltags. Die «auefranea und bi« int Der», stehend«« Frauen werden «4 all« sthon »Itter empfunden Haden, »atz di« AlltagSsergen, das B«fehaff«n van Nahrung und «letbung, die i»edant«ui»«lt eeetmägie in Bnipruth nimmt. Darüber enthüll de» sargende «nssah »ullesfende Betrachtungen.
Während der Kriegsjahre haben sie schwere Bürden getragen, die Frauen; die meisten mit tarfen Schultern und aufrechten Ganges. Dre Klagenden, die Jammerbriefe hinaussandten an ihre Männer ins Feld, haben einen Teil der Mitschuld am Zusammenbruch. Jetzt aber besinnen auch hie Tapfersten das Haupt zu neigen, denn allzu groß ist die Last, die ihnen auf den Rücken gepackt wurde und an deren Erleichterung nicht zu denken ist Nirgends sieht man helfende oder gar rettende Hände, die uns ein wenig ab- nchmen von all dem, was uns am frischen Vor- wärtsschreiteu hindert. Die Mühen der H au s- wirtschaft haben einen für den Männerver- kand von diesen Dinge« gar nicht vorstellbaren Grad erreicht. Diese Blühen wechseln in einigen Teilerschffnungen Wohl Form und Art, aber nur, um in den Veränderungen sich als noch chwieriger zu erweisen. Jahrelang kannte man nichts kaufen; nun könnte man kaufen, aber die Preise geben neue Rätsel auf, die nicht zu lösen find; und fast jeder lebt über feine Verhältnisse. In der echten Fvau, fei sie noch so stark geistig gerichtet oder beruflich anderweit interessiert, steckt Freude an der eigenen Häuslichkeit, und selbst die ärmste sucht durch Sauberkeit, durch einen grünenden Etzen auf dem FensteÄweti, ein gehäkeltes Deckchen auf dem Tisch ihrer Stube Anmut zu geben. Und toctrn nun anstatt der Freude eine gewifse Erbitterung und Empörung gegen die ständigen Anfo.de- rungen, die der Hausstand an uns stellt, daS Gemüt der Frau erfüllt, so muß der GruM davon tiefer liegen als in der nackten Geld-, Ratiome- rungs- und Brangelfrage Ich kflanbe, dieser Grund, von vielen deutlich gesüblt, von anderen erst dumpf empfunden, ist dieser: Die Haus- wirtschast in ihrer jetzigen Form bestiehlt uns alle um wichtigste Güter - um »ns selbst, nm die Möglichkeit unserer Eigenp-rsonlichreit und ihrem Weiterwachsen zu leben ! Wir, in unserer Bildung und unseren Jnteresien unendlich fortgeschritten seit den letzten dreißig, vierzig Zähren, sind wieder zurückseschleudert tu den engen geistigen Rahmen, der die Frauenwelt einst umschloß. Wir haben kaum Zeit, an anderes zu denken, als an die Bewirtschaftung übermäßig
teuer bezahlter Nahrungsmittel,
als an die Erhaltung der Bestände von W a sch e aller Art. die durch ergänzende Nenanschafsungen auf guten Stand zu erbitten nur den Reichsten möglich: wir sind zu kühnsten Erfinderinnen geworden in der Kunst, aus alten Kleidern leid- lich ansehnliche neue Gewandung herzustellen. DriZ ist ein fortwährender Diebstahl an unteren Gedanken! An unseren ethischen Pflichten gegen unsere Familie und uns selbst! Mutier, die eliedem mit ernstem Eifer sich weiterbildeten, um ihren Kindern daS Gewonnene erzieherisch zugute kommen zu taffen, haben kaum Zeit und gesammelte Nachden^Kmuße^sichmrt dem eigenen seelischen Wachstum tmd dem ihrer Kinder zu beschäftigen. Franen deren H-rzens- glÄck und Stolz es war, ihren Gatten nicht nur tüchtige Hausverwalterinnen, sondern auch verständnisinnige Gefährtinnen zu fein, kommen über die Not deS Wirtschfftens nlcht mehr hinaus in die freie Zone, wo Geist sich dem Geist gesellt. — Erschwert ist uns dies Dasein noch durch Dienstbotenverhältniffe; viele Hausstand- können eine Hilfe nicht mehr befahlen, andere leiden unter der schlechten Quallia: der wech"- cken DionifLoten, die auch teilweise politisch ver. hetzt sw-d: zuverlässtffe Leute, denen man bei- trauen kann, die sich noch ton einst fo taufigen patriarchalischen Vechälinis Herrschaft
wohl geborgen fühlen, sind höchst fetten. Dies alles sind Zwangsmatzregeln Se^m die Kultur! Atidss kann man die Zustande nicht bezeichnen'. Sie lasten vor allem auf den ■»rauen des gebildeten Mittelstandes, der so recht eigentlich der Sutiurtelvabrer Deutschlands wat Am schlimmsten daran sind natürlich alle Beruf sfr aueu, ob sie nun Kohl- oder Handarbeiterinnen seien; deren Los es schon fast immer gewesen ist, alle Aufgaben des Marines und alle Aufgaben der Frau zugleich M erfiil-, ten, d. h. Ernährerin, Verwalterin und Erhalte- rin eines Hausstandes in einer Person zu feiu. Indem sie nun mit dem Verwalten und Erhalten bis zur Abgehetztheit in Anzpruch genommen sind, werden sie zugleich am Verdienen behindert, während sie doch gerade mfolge des Notstandes mehr als früher verdienen mußten, >m bntduutontnten, und befinden sich demnach in ^^ftck^tschaMch« »nuchgsichkeMn. u 'icht nur Im Sthffchen. «mch im Aesthetischen weiden wir durch die Tcuernis nnd NahrnngS- ^«fttelno) bestohlen. Es ist eine Plumpheit,
Forderungen der ArSetterverbSnde.
Bochum. 7. Oktober. (Privatielearamm.) Eine Konferenz bei vier der Arbeitsgemeinschaft ansehörenden Arbeiterverbände, die gestern stattftnd, befaßte sich eingehend mit der Lohnfrage im Bergbau. An den Reichsarbeiis- nffniftev Braun Wuppe folgendes Telegramm gesandt: Konferenz 'der vier Lergarbeiterver- b >de erwartet im Hinblick auf die steigende Erregung in Bergarbeiterkreisen sofortige Regelung der Lohnfrage. Bedarfsartikel steigen dauernd im.Preise. Lohuevho- Huna muß sofort erfolgen. Die vier Bergar- beiterberbärtbe der Arbeitsgemeinschaft.
•
Zunahme der K»hle«fSrder«ng.
Essen. 7. Oktober. (Privattelegramm.) Di< KohlensBrderuttg im Ruhrrsvier einschließlich der linksrheitrischen Zechen beträgt, wie die DeNifche Bergarbeiterjeftung mitteilt, im Test