Einzelbild herunterladen
 

$ ruderet

ZMMj

Joffrs mitbrackte. Tiefe Antwort ist nicht in die Form von Entgegnungen auf Joffes Forde­rungen gekleidet, fondern enthalt den vollstän­digen Friedens Vertrags entwnrs, bei dem man pslnischrrseus vielleicht geringfügige redaktionelle Aenderunge» znlaffen würde, auf den einzelnen Punkten aber fest beharren will. I« Riga fand gestern abend eine Ätzung der polnislli-rnsfischen Hauptkommissio« statt, in der die polnische« Unterhändler ihrerseits ihre Bedingungen überreichte«, die die Antwort auf die bolschewistischen Friedensvor­schläge darstcllcn. Rach einer Meldung eines Rigaer Sonderberichterstatters ist gestern der

ist, mim mit dem Generalissimus der Sowjet- Truppen eine neue große Offensive (?) gegen SSerfcha» i« besprechen. Brussilow soll au- ftclf-z des verstorbenen KriogSministers zumMit- plied der FriedensLÄegation ernannt we.dcn.

wirtsckaftlichem Frankreich aus betrachtet wer­den. Soweit das Frankreich der MUlerand und Konsorten in Betracht kommt, ist die Frage mit Nein zu beantworten soweit es sich um das industrielle Frankreich handelt, aber mit einem ustbedinaten Ja! Erst wenn die Anhänger du

Borsriede zwischen Rußland und Polen un« terzeichnet worden. Demgegenüber wird darauf hiugewiesen, daß die Polen die Reklamierten einziche«. was auf geringe Erwartungen hin­sichtlich des endgültigen Friedens hindeutet.

Die Ruffen in Not-

Riga, 6. Oktober. (Eigene DrahtMldung.) Der Vonnarsch der Polen hat Minsk er­reicht, das vor der Kapitulation steht. Die Rus-

Wirtschaft oderWlttN.

Kommt Frankreich zur Vernunft?

Der deutsche Botschafter in Paris, Dr. Mayer, hat vor einigen Tagen dem französischen Mini-

M werfen. Auch die Vorbereitungen einer Mu- stermesie großen Stils, die ja doch wohl wertvolle Einrichtungen der Wiederaufrichtungs- aktion angesehen werden können, haben in dieser Zeit der Krisen uitit Wirrnisse mit Schwirr lg- keiten zu rechnen, wie sie in Deutschland vor dem Kriege, oder sagen wir besser allgemein: im m- ternationaLen Güteraustausch vor dAn Volker- ringen kaum auftraten. Sfile wrrtschaf!spolr.l- schen Probleme, vor die sich der Kaufmann, der Industrielle, der Techniker, der Volkswirt gestellt sicht, stürrncn auch auf die Leitung einer Messe ein: Fragen, die vielfach zunächst gar mcht end- üMtia beantwortet werden können, für die es erst einen Weg, auf dem sie gemeistert wewea können, zu suchen gilt. Um nur auf cmes hin-

Sie Nrttvirrsag km SSra.

Geringe Aussichten auf Frieden» (Vrivat-Telearamm.l

Königsberg, 6. Oktober.

Die Ostpreußische Zeitung meldet aus W a - - schau: Gestern langte hier aus Riga der Spexialkurier der drrtigen polnischen Friedens­delegation an, der den Wortlaut der Antwort Liefer Delegation auf die jüngsten Bedingungen

Sie Neffe in FrMfnrt.

Arbeit am deutschen Aufbau.

Der Direktor 6ee granffurtee Me!7sa«tS. Seer D. «utter, vrrSsseutttlht geanffurtte Messe eine intereg«:,t» Tsetracfttung, »er tote die nachfolgenden AnSfShrnngen entnehmen.

Vernunftpolitik gegenWrr Deutschland die Mehrheit erlangt haben, wird ein Zufanunen- avbeiten mit der französischen Regierung, und zwar mit einer anders zusammengesetzten als der fetzigen, möglich sein. Millerand und seine Anhängerschaft haben die .Gefachte' für Frank­reich denn als solche betrachten sic jeden ver­nunftgemäßen Ausgleich mit Deutschland- wohl erkannt. Die Anstrengungen, die vom Elpsk'-e aus gern acht werden, um der tdewalt- Politik auch weiterhin zum Siege zu verhelfen, werden sich zweifellos in dem Maße verdoppeln, alS die Gegenströmungen stärker und stärker werden. Aber das FiaSko, das, loenn nicht heute, so doll» Wer Fahr und Tag die Revanche­politik der französischen Regieritna unweigerlich erleiden muß, wird der Vernunft schließlich zum Siege Verhelffen. Nur eines ist dabei die für ganz Europa entscheidende Frage: Wird es kann nicht zu spät sein? Fetzt wird gemeldet,

Berlin, 6. Oktober.

Ein neuer terroristischer Elektrizitäts- ft r e i k ist gestern abend in Berlin ausgrbrochen. Die «reisten Stadtteile Berlins find feit gestern abend und heute Nacht ohne Licht «ud Strom. Auch der Straßenbahnver- kehr ruht. Die Streikenden im Kraftwerk Moabit stellten gestern nachmittag um 4 Ahr 30 Minuten Lohnforderungen mit nur ein* viertelstündiger Frist. Da die Forderungen nicht sofort bewilligt wurden, erloschen gegen 5 Uhr sämtliche Lampen und die Stratzenbah- ven blieben aus den Gleisen stehen. Der Licht- streik ist durch eineu plötzlichen Ausstand der Hei­zer des KrastwerkS Moabit verursacht worden. Diese verlangen unter anderem eine Verkür­zung der Arbeitszeit. Da die Direktton der Elektrizitätswerke den Standpunkt vertritt, daß eine Verkürzung der Arbeitszeit die Auf­rechterhaltung der Wekttizitätsversorgung Ber­lins gefährdet, so wurde das Verlangen der Heizer abgelehnt. Die Heizer legten darauf so­fort die Arbeit nieder. Die natürliche Folge war das Aufhören der Stromerzeugung. Die in de« betreffenden Stadtteilen liegende« Theater mußten, wie zum Beispiel das Deutsche Künst- lercheater, die Vorstellung absagen. Die tech­nische Nothilfe wurde gestern abend «och alar­miert und wird voraussichtlich heute im Laufe des Tages eingesetzt werden, nm die Strom­versorgung für die lebenswichtigen Betriebe Berlins rmd der Umgebung sicher zu stellen.

richten hat dabei Herr LcyMes dem deutschen -votschafter versichert, daß die französische Regie­rung alles tun werde, um die Lage Deutschlands hinsichtlich seiner Verrichtungen zu erleichtern, und die Wiederaufnahme der n o rstna l e n B e- Ziehungen zwischen beiden Ländern zu för­dern. Der französische Ministerpräsident hat hin- Nrgofügt, daß die Entwicklung der Handels- Veziöhungen, die durchaus in der Absicht der französischen Regierung lägen, ein wesentlich er- leichrerUdes Mmnent für die Ueberbrückung der bisher Mischen Deutschland und Frankreich be­stehenden Kluft bilden könnte. Es laßt sich tm Augenblick noch schwer fugen, ob diese Erklä-

cögemeine Redensarten zu werten sind, sondern ob sie tatsächlich den Beginn einer neuen Politik Frankreichs gegenüb.°r Deutschland bedeuten.

Die Tatsache, daß Herr Millevamd den Präsi- dentenstrhl der französischen RepWlik inne hat, bietet vorläufig allerdings noch keinen Anlaß zu besonderem Optimismus. Herr LehgueS ist seinerseits keine so stark ausgeprägte Persönlich­keit, daß man annehmcn könnte, er würde in seiner Polittk andere Wege gehen, als sie bisher Millerand gegangen ist. Immerhin ist festMstei- len, daß die Erklärungen des neuen französi­schen Ministerpräsidenten in einem gewissen Ee- j^nsatz zu den Aeußerungeu Millerands bei sei­nem Einzug ins E^fte stehen. Damals betonte Millerand, daß der Versailler Friedensver'irag und seine rücksichtslose Durchführung das höchste Ziel seiner Politik auch als Präsident der frau- zösischen Republik bilden würde. Herr Leygues bat einen versöhnlicheren Ton angeschlagen. Trotzdem kann man annohmen, daß er im Ein­verständnis mit Millerand handelte, als er dem deutschen Botschafter gegenüber die Möglichkeit einer vernünftigeren Politik Mischen Frankreich und Deutschland andeutete. Millerand hatte offenbar bei Uebernahme der Präsidentschaft An­laß, der ihn beeinflussenden und beherrschenden chauvinistischen Clique noch einmal die feierliche Erklärung der Fortsetzung des Revanchegedan­kens zu geben, während Herr Lthgues in seiner Versicherung mehr den Strömungen Rechnung trug, die feit längerer Zelt in Frankreich fid; gegen die Pariser Politik bemerkbar machen.

Die wirtschaftlichen Kreise Frankreichs haben sich mehr und mehr von bett Gsdankm- gängen der politischen entfernt. Das wirt­schaftliche Frankreich hat heute mit dem prstiti- schen fast nichts mehr gemein, Handels- und In- duftriekreise haben längst erkannt, daß die Irr- siunspolitik der Mille rund, Poincarä und Foch dem wirtschaftlich kranken Frankreich nur den letzten Stoß versetzen, ihm aber nm keinen Preis wehr helfe u kann. Danrm hat sich rot Laufe der Zeit mit immer größerer Schärfe der Gegen­satz zwischen der Hauptstadt Frankreichs und den industriellen Zentren herausgebildet, und diese Strömungen sind schließlich auch der fran­zösischen Regierung nicht mehr verborgen geblie­ben. Sie sind heute fo weit vorgeschritten, daß auch ein Millerand ihnen Rechnung trage« mutz. So ist t° verständlich, daß Herr Lehanes die Gelegen.,.ft des Besuches des deutschen Botschas- wrs benutzte, um den Kreisen Frankreichs, die von der Polittk Millerands iroib seiner Genos­sen nichts mehr wissen wollen, etwas entgegen- zvkommeu.

Wenn «ton die Frage stellt: Kommt Frank­reich zur Vernunft?, fo kann sie nur von dem doppelten Gesichtspunkt des politischen und des

AMMrndeWlkWastÄmve.

Amtliche Besicht-girng der Frankfurter Messe.

(Prtvat-Tekegr-mml.)

Frankfurt, 6. Oktvber.

Nach einem Rundgang Inf Dcrtretcr des Reiches, der Länder und der in Deutschland beglaubigten fremden Staaten auf der dritten intcrnattonalen Messe war Begrüßung im Festsaal des Frankfurter Hofes. Stadtrnt Dr. Landsberg begrüßte die Gäste und führte unter anderem aus: Die dritte Wesse sei ein An­zeichen dafür, daß "Wir wohl den tiefsten Punkt der nrcdergrhrnden W-irtfchaftskmwe überwunden hätten. Hier sei eine wirt- 'chästliche Regsamkeit, daß davon unbedingt eine Belebung des Geschäfts vor sich gehen würde Dr. LandSberg schloß mit einem Appell an die RcichSregierung, der Frankftrrtcr Messe bei ihrer Bedeutung die gleiche Unterstützung zu­teil wc'dcil zu lassen wie der Leipziger Messe. Insbesondere Sanfte er auch den Vertretern der süddeutschen Staaten für das ne« bewiesene In­teresse an dem Frankfurter Unternehmen. Reichs- wirtschaftsminister Dr. Scholz hob hervor, daß die Erwartungen, mit denen die Vertreter der Regierung nach Frankfurt gekommen seien, weit­aus übertroffen wurden. Vor allem habe die AusstellungDas deutsche Buch" angesprochen. I« Kultur und TellMik scheine das deutsche Volk auch fernerhin berufen zu fein. Führer zu bler- ben. Tie Ausstellung habe ihm das Bewrrht« fein gegeben, daß auf vielen Gebiete« deut­scher Geist und deutfche Technik nichtM schlagen feien. Das fei der erhebende Eindruck, den er von der Besichtigung der Frankfurter Messe gewonnen habe. Nachdem sich General­direktor Baurat Köster über die Lage der deut­sche« Industrie auSgespr--che« hatte, folgten bte Gäste einer Einladung der Handelr-ckam-nc. zu einem Vortrag von Professor Goth ein (Heidelberg) über die Bedeutung »er Messen für den Wiederausbau Deutschlands.

Zufriedenstellendes Geschäft.

Frankfurt a. M.. 6. Oktober. (Privatftlc- grarttm.) Ueber die Messe wrrd noch rnrtgeteüt: An dem Geschäft ist erfrenlichedwetze das Aus - land stark beteiliat. Aus allen emwpmichen Laudern sind EinLufer gekommen. aber auch aus Nord- imd Südamerika, sogar aus Stuften» Neu. Man erwartet, daß sich das Auslands­geschäft in den nächsten Tagen derstärtt bemerk­bar machen wird. Iw allgemeinen darf Wer den geschäftlichen Teck nach den Erfahrungen der drei Tage gesagt werden: Schrche, sÄuhkeder, Tabak, TahaSfäbrikate vorzüglich, Titelten aut bis sehr gut, Lederwaren anziehend Soweit Bedarfsartikel in Frage kommen, dürfte auch auf anderen Branchen von einem znfrie- densiellerkden Geschäft gesprochen werden.

rerttsch'LEeneichr öchiLal.

Am de« Anschluß an Deutschland.

(Eigener Drahtbcricht.)

Wien, 6. Oktober.

Dem Neuen Wiener Taqblatt wird aus Genf gemeldet, daß die französische Regierung be­schlossen habe, von der deutsch-österreichischen Regierung in aller Form iW verlangen, daß der Beschluß der Wiener Rationalversamnttung auf Durchführung der Bolksabstimnurng über den Anschluß«« Deutschland ungültig gemacht wird. Der Einspruch der ftanzösischen Regierung «egen den Beschluß der Rationalvrrfammlnng : hat zur Folge gehabt, daß die Kabinettsmitglie­der, die sich bereits zu Wahlagitationszwelleu außerhalb Wiens befinden, zu einer dringenden KabinettSsttzun» auf Freitag zusammenttcten.

daß zwischen Deutschland und Frankreich ernst­liche Bestrebungen zum Wiederbeginn des Han- st,cls im Gange sind und Mar ftifen die Per- Handlungen in Berkin und gleichzeitig in Parts geführt werden. Auch in italienischen Kreisen 'hat man diese Bestrebungen günstig ausgenom- nrcn und man erMckt darin eine Möglichkeit einer schnelleren Besserung der gansen euroWi- schen Verhältnisse. 8.

SlektrirUStMeil i« Berlin.

Die Aauptftadt ohne Licht und Strom.

(Privat-Telearamm.l

zuweisen: Die

Heranziehung ausländischer Häuser mr Beschickung einer Messe ist ausschlaggebend bedingt durch die Ein- und AusfuhrbcstMmrun- gen. Die Gegensätze stehen hier scharf gegenero- ander Aus der einen Seite wäre es zweifellos zu begrüßen und für die deutsche Wrtschrst von nicht zu unterschätzendem Wert, wenn auslän­dische Aussteller in großer Zahl ans einer deut­schen Messe auftrcten, auf der anderen kann von den Ein- und Ausfuhrverordmmgen fiirs nächste nicht abgelassen werden, von Bestimmungen, die (darüber braucht es kaum großer Ausführuw gen) die Frage der Teilnahme des Auslandes als Aussteller auf einer deutschen Dftrsterichau nicht eben aussichtsreich erscheinen lassen. Erst allmählich wird es möglich sein, hier zu rinem Ausgleich der Interessen zu kommen. An sich jedenfalls ist es wünschenswert, darauf abzuzle- len, das Ausland, insbesondere sofern es Roh- stosse und Halbsabrikate anzubieten hat, zur Ausftellunq seiner Waren auf deutschen Messen heranzuziehen. Ganz allgemein darf gesagt werden, daß es nur im Interesse der Regierun­gen selbst gelegen fein kann, die Messen alS,In­stitutionen des Wiederaufbaus der deutschen Wirtschaft und des internationalen Warenaus­tauschs zu fördern. Was nun unsere dritte Frankfurter Internationale Messe angeht, die bis 9. Oktober ihre Tore offen halten wird, so kann von ihr festgestellt werden, daß sie gleich ihren Vorgängerinnen wiederum eine übers rch-t- kich geordnete und reich beschickte Ausstellung von Erzeugnissen der verschiedensten Gruppen von Handel und Industrie vorführen wird. Um gleich bei der technisch-organisatorischen Frage zu verweilen: Wiederum ist für die Frankfutter Messe der Grundsatz der ,

branchemnäßioen Gliederung her Dcschicker streng zur Anwendung gekommen. Atan erinnert sich, daß dieser Gedanke, die Aus­steller nach Branchen auf die verschiedenen Message bau de zu verteilen, im Frühjahr dieses Jahres zwm ersten Mal verwirklicht wurde, mit dem Ergebnis, daß von allen Seiten das, was zustande gekommen war, Anerkennung sanv. Es mag nichr verabsäumt sein, auf das Moment der Erzielung zur Qualitätsarbeit hin­zuweisen, das in der branchenmäßigen Auf- ziehun« einer Messe besihlossen ist. Wen« em Beschicker, der weniger gute Btt freihält, sicht, daß der Rachbar, der bessere Erzeugnisse anxnbft- ten hat, auch bessere Geschäfte macht, so wird er ganz von selbst daraus kommen, die QualiM der eigenen Fabrikate zu steigern. Zum ersten Mal auf der Frankfurter Herbstmesse ist in größerem Umfang eine Ausstellung der deutsche« Verleger zu sehen. Die Gesellschaft für AuS- laudsbuchhandel in Leipzig «rmmt an der Messe mit einer SonderschmrDasdeutscheBuch* leih die im VMvria-Meßhaus unterg-bracht ist. Diese Ausstellung zeigt die Bedeutung des deut­schen Buches in einer Reihe von Milieu-Grup­pen. Mau bekommt die Bibliothek eines Arz­tes. eines guten Hauses, eines Ingenieurs, deS Leiters einer Zeitttng, eine Arbeivcr-Bidliothck ' usw. zu sehen. Aber auch einzelne Abschnitte der Geschichte des deuffchen Buchgewerbes bieten sich dar. Sv ist das Gutenberg-Musenvr vertreten, ferner die wiffenschastlichen Institute Frankfurts usw. In der AusstellungDas Deut­sche Buch"' dokumenttert sich zugleich die kultur­politische Bedeuttrng, die einer Messe innswohnt.

Die Antiguitäten- und Kunstsckmu, die in den überas stimmungsvollen Räumen des Römers untergebrackst ist. wich auf dieser Messe iUK ersten Male mit einer AuMon grotzeu

GsftVrter Verkehr.

Berlin, 6. Oktober. (Privat - Telegramm.) Die Hoch- und Untergrundvahn ist von dem Streik bisher nicht betroffen. Mittelbar wuche die Stadt- und Ringbahn von dem Streik der Keffclheizer bceiuträchtigt, da die elektrisch be­triebene Signaleinrichtung stillgelegt war und die Züge nur mit der größten Vorsicht und mit Stockungen wcitergrleitet werden konnten. An einigen Stellen der Stadt ist es gestern abend zwischen Straßenbahnern und Arbeitern zu Aus- cinandersetzuugen gekommen, Sv wuchen die Straßenbahner zum Streik aufgefordert. Die Fahrgäste mußten die Wagen verlas­sen. Aehnliche Vorfälle wechen aus Halcnsee und Wilmersdorf gemeldet. Uebcrall war Si­cherheitspolizei rasch zur Stelle, sodaß es zu kei­nen Ausschreitungen kam. Heute vormittag wer­den im Berliner Rathaus Besprechungen stattfinden, von deren Ausgang es abhängen w'ch, ob der Stteik fortgesetzt und etwa zn einem Berliner Gerieralstreik fiihren wich.

Wer sich dazu entschfießt, am Wiederausbau der deutschen Wirtschaft mirzuwirken, kann wes heute nur, wenn er Optimismus und Ver­trauen zu der Sache, an der er mit tätig i)t, ut solchem Maße besitzt, daß er mich Enttäuschungen 1 ,......... ~ .Hz? C5*rYTtl

Berlin ohne Licht unö Strom.

sen gehen unaufhaltsam zurück. Aus Minsk solchem Maße besitzt, daß er mich In trau üyungen wich gemÄdet, daß Trotzkh dort angewmmeu roMu-

Meier Neueste Nachrichten

Hessische AhendzeLLung

Kaffeler Abendzeitung

3nfertton5»retfe: a) «ivh-tmisch« «ufttige: Di« einfpalttge «nz-ig-n-Z-il- M. 1.00. die etnfpaltta« R-N-m-zeil- M. 2.50. b) «uSiPärttge Aufträge: Die «inspältige Lnzeigeuzeile M 1^0, die einspaltige ReklamezeN« M. 2.75, aller eiuschltetzkch Tsueruugsznschlrg und Dni-ig-usteuer. Für bU Richtigkeit aller durch Fernsprecher aufgegedeuen Aureigen, für Aufnahmedaten und Plätze kann eine Gewähr nicht übernommen werden. Tchlachthofsir.2S/S0. S-schäftkftell«: Kölnische Str. 6. Telephon Nr. 951 u. 952.

Nrrmmer 232.

Fernsprecher 951 und 952.

Donnerstag, 7. Oktober 1920

Fernsprecher 951 und 952.

10. Jahrgang.

Di« «affeler Neuesten Nachrichten erschein«!wöchentlich sechrmal und zwar abend«. Der «bonnementrprei« beträgt monatt. 5.00 Mark bei freier Zustellung ins HauS. Bestellungen werden jederzstt von der Geschäftsstelle oder den Bolen entgegengcr.ommm. Druckerei, «erlag und Redaktion . Sch'achthofstrabe 28/50. Für unverlangt cingesandt, Beiträge kann Me Redaktion ein« Verantwortung oder Dernähr in keinem Falle übernehmen. Rückzahlung de« B«z»g«ge!deS oder Ansprüche wegen elwatgernichtordnungSmätziger Lieferung auSgeschloflen.