Meter bleueste Mchrichtm
Kasseler Abendzeitung
Stummer 229
Sonntag, 3. Oktober 1920
10. Jahrgang.
Herulvrecher 951 mW 958.
Ferusprelher und 952.
Kein greifbarer Erfolg in Brüssel
Nach dem Südosten.
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Tie Polen werdö« zry: Räwmrng Erodnos euf-
Berlrrter des Handelsministeriums im Maats- gefordert.
hmrshaltsansMch mitteilt, eine Aendcrnng des Fe r «sprech-Gebührentarifs ans. Die Borlage wird ans folgende« Richtlinien ausgc- bant: Eine feste Summe fftr bat Anschluß, eine gestaffelte Summe für die Zahl der gefiihrten Gespräche. Um die Zahl der Gespräche del jedem Telephonteilnehmer zu ermitteln, werden die Telephomrnfchlüsie mit einem Zählapparat aus gestattet. Der Gesetzentwurf ist frühestens Mitte 1921 zu erwarten. In diesem Airsammen- haug wird auch der einmalige Telephonbeitrag von 1006 Marl eine Nachprüfung erfahre«.
Wie«. L Oktober. fPrtzmttelegramm) Auf der erste» internationale« Eisendahntkonferenz in Prag wurden Verhandlungen begonnen. V^r» läufig wird die Frage des Durchgang-Verkehrs durch die Tscheche-Slowakei behandelt werde«, an der besonders Oesterreich, D en t s ch- l a«d und Südslawien intrresfiert sind.
Gegen die Sowjet-Regkermrg.
Lemberg, 2. Oktober. (Eigene DrahtmMnwg.) Gestern traf in LemLevg et« Delegation der WdruMchen WrangÄ - Regierung ein, die sich nach Kmuenew-PodolA begibt, um trat P:tl- jura Wer ein OffenstpMndniK der beiden Regierungen gegen Sowjetrmßlaud zu verhandeln Der Chef der Delegation, Oberst Eses- zow, erWärte in einer Unterredung daß die Basis für ein Bündnis bereits geschaffen fei und mir geringe UrOrmmigketten zu beseitigen feien, sodaß die Unterzeichnung des Vertrages in den nächsten Tagen fiattstnds» düAste Auch über dH- Lage der Armee des Generals Wnmgcl Süßer« er sich sehr gwrstig. Wrangcl hübe jetzt die größten Schwierigtelttm Muter sich und es gelte jetzt, mit Men Kräften die Erfolge der Offensive ans- zunutzen, um bte Sowjetrsgrernng easscheidend und endMttg. M besiegen.
3nfartion«ptetfe< N «ntzrimtsch« totRrige: ®tt etttfpatoge «njetgen-getU ®l. LOO. bte etittpattlge StettamejetU 9R.lB0.bj Aarwürttge «uftrSge: SH* etxtpatttgt Knjetgentctl« 3R. L20. dt* eütfpeltigt SSrtlamejtU* 5L 175, aller rtnschN-Mch r*u*riMgSzuschlag und Snz-igenst*«*r. — Für bte RichUgkrU aller durch Fernsprecher -mfgegebenen «neigen, femie für ilnfnahmedaten und Platz« kann eine Ber*ich* nicht übernommen werden. — Lruckerei: Schlachthofstr. «fl». SefchüstrsteS«: ttölnische Str. 5. Telephon Sir. 981 n. 8M,
dÄfeatÖtertbe« Bericht W trrPLoffe Lage DeuHch- lands darlog« und bewies, ?xch es nicht mö-gtich fd, We uns int Friedens Vertrag auferlegten SrensenloHen Verpsiichtmige'L zmn Schadenersatz Aü Wie in allen Lelogoarmnen gemel
det wurde, hatte die Derisornmlnng einen tiefen Eindruck von den sachlichen AuSfLhrun- 6-en gewonnen, und tX8fc> bogann die Einsicht sich Bahn zu brechcw, daß Deutschland in tosend einer Weise in feinen Bestrebungen, die Schulden ahzutiragen, urckersKtzt werden Misse. Das klang «rr deutsche Ohren wieder einmal tue leise Hoffn unMlLu-Ze. Erkenntnis ist zwar der erste Schritt z«r Böffsrung, wenn man die Folgerrrngen zieht und danach handelt. ES schemt aber leider, daß die Konferenz nach dem ersten Schritt schon stehen geblieben ist. Wertere Redner, nam entlich der Schweizer, der Amerikarver und der Engländer, haben freundliche Worte gesprochen, die einem bekümmerten BoAe, das von den Ueinden an Leib und Seele
Ü4e «affeia Seaeftex Nachrichten eischetnen wöchentlich fe&Smal mb zwar ab«ab«. Der »«mementrprets beträgt menatt. IM Mark bet frrta Zustellung tx« Hau«. Bestellung« werbe» jederzeit von da »ekchäfrsstelle eba den Boten entgegengenommen. Druckerei, Berlag mb RedaMon Echlach thafstrahe 28/30. Für unverlangt ein gesandte Beiträge kann M« Redaktion eine Verantwortung oder Sewähr in keinem Falle übernehmen. Rüctzahlang d«« BezugSgelde« oder Ansprüche wegen etwaigerntcht ordnung-mäßiga Lieferung auögefchlosten.
wurden den Läaern zum Berkauf an,bte Bevölkern«! 34870 Zentner, sodaß ein Gqamiabgana von 4 230 Zentner zn verzeichnen ist. Bet den sachverständigen Berechnungen werden je «ach Däner der Lagerung 10 Prozent und mehr Ge- wichisverLtst und sonstiger nvtürlichsr Schwund angenowmen. Wenn man diesen natürlichen Ab- gans in Abz-ua bringt, so ergibt der Ausfall für Fäulnis nur wenige Hundert Zentner. Dieses Künftige Ergebnis der kommunalen Vorrats- Wirtschaft ist nur darauf zunückziuMhren, daß sich dtz Stadtverwaltung zur Kontrolle ihrer Läger
Ass dem Bekkehrrwrsrn.
Aandernrrg des Feonsprecher,T«rfsr sPchvat-Telegramm.!
München, L Oktober.
Das Reichspostministerium arbeitet, wie ein
GLterverkehr mtt dem Westen.
Essen, 2. Oktober (PMattekegramm.) Rach einer Mitteilung der EisenbahndireMon Essen wird vom L Oktober ab der direkte Güterverkehr zwischen Belgien, Frankreich und Luxemburg, sowie dem besetzten und unbesetzten Gebiet Deutschlands wieder ausgenorMnen.
und ^wrfamfeit Diese RichMnten Knuten KveifeMoS die Grundlage zu einer Besserung geben, wenn aste Länder danach handelten. Gesetzt den Füll, Deutschland lebte genau danach, würden Me bei uns «Mbettetem KatzitzMen, dir wir den aiKierten EAmMgern ausiiefern müßten, nich« tote in einem Faß ohne Boden verschwinden? Gleiche BedtuWMjgen für alle Nationen muß der erste Grundsatz fein. Ebn Keiner Haffmmgsschttmner Metot noch dadurch, daß in Brüffel KomkMAonen einschetzt worden sind, die die elnzetiren Fragen berate« urw be- stttnimte PMue euLversen Men. Die Rvtwen- digkcit einer Kvetteu Finauzkonferenz ist ja an- erkannt Woche«. Dksteichr klmmtt man down doch einen weite«« Schritt drwwürtÄ. X_F.De.
Kein internationriler Kredit.
Ans der Brüsseler Finanzkonferevz.
Mgener Drahchericht.)
Brüffel, 2. Ovober.
Die Konferenz hat gestern die Erröterung des wichtigste« Programmpunktes, die Frage der internationalen Kredite, begönne«. Das einzige, fertig anSgvarbeitete Projekt, das der Konferenz unterbreitet worden ist, fst vaz de§ belgischen Ministerpräsidenten de la Croix, der die Schaffung eines ttttermttroualen KontroS- und EntisstousiußitntS Mr Finanzierung des zwischenstaatliche« Güteraustausches propagiert. ES begegnet großen Bedenken. Ein Brüsseler Korrespondent sicht das Ergebnis der gestrigen Konferenzfltzung dahin Mfamme«: Laßt aste Hoffnung schwinden, ihr, die ihr von der Konferenz ein positives Resultat auf finanziellem Gebiet oder gar die Einleitung wirksamer Mionen für die Unterstützung notleidender Staaten erwartet habt. Die Gründe für dieses Versagen liegen, wie der Korrespondent weiter bemerkt, weniger an dem Mangel an gutem Willen zu einer nützlichen AufammenarbeU zu gelangen, als vielmehr in de« in der Aatur der Dinge gelegene« Schwierigkeiten. England und Amerika wollen von Kredtten in Form tum Anlechen von Maat zu Staat nichts wisse«. Die Garantie aber, die ihre Finanzleute für Privatkredtte auf kommerzieller Grundlage fordern, vermag heute kein Land M geben. So bleibt nur die Frage des Zusammenschlusses der notleidende« Staaten z« aktiver wirksamer Selvhilfe.
Re Wicke« »ine«.
WaffsnMlstand zwischen Pol«n-R«tzl»»d.
(Eigene Drcchttnelrmns.)
Warschau, 2. Oktober.
3« einer geheimen Sitzung der polnischen Friedensdelegation, die in Riga unter dem Vorsitz des Vizeministerö Dombski ftattfaud, wurde »ach Befragung der Warschauer Regierung beschlossen, den Waffenstillstand mit Rußland unter folgenden BLdinMngen zu unterzeichnen'. Rußland «wrkenut ichue Bor- behalt und Einschränkung die Unabhängigkeit und Souveränität Polens and verpflichtet sich, in die inneren Angelegenheiten der polnischen Republik sich nicht crnznmischea. Dafür anerkennt Polen die Unabhängigkeit der Ukraine und Weißrußlands und erklärt sich ferner berett, der Volksabstimmung tu Ostgalizie« zryustim- nren, jedoch unter der Bedingung, daß Re nach den gew^nlrchen bürgerlichen und demokratischen Grundsätzen und nicht nach dem Sowjet- I9W lmrchtzefMM Werve« fra.
> Hessische Abendzeitung
«lSgePWnidert worden ist, wohl tun könnteri, wen« Mgleich em anWihvharer BoWluß gefaßt WEn wäre, dem niedergefchkagenen Deuisch- kcmd auf die Beine zu helfen
Außer den schöMen Worten hat man nichts tenuxtranen, — was wohl zu der Annahme berechtigt, daß die Herren zwar wissen, wo uns brr Sch^drräkt, «wer keinen passenden Leisten st^en, nm den Fchler beseitigen jtt können. Mtt Karner LagÄ und lächelnder Ironie sagte der« auch der ameriLrnrjche Delogierte: die Ve^- wirrung in Finanz und Wirtschaft, unter der olle europäisch«: Rationen leiden, sei sehr ein.
3“ lö-sen, wenn man sich die natürlichen GnnMagen errres Haushaltsplanes vergegen- wvrtige. Das gemze Rätsel lasse sich dahin, zu, Mnmeufassemt Hat Jemand eine Einnahme von und gibt trotzdem L,50 Franken £ toW Gibt er
2« IEahme nur 24L0 Franken
Es, so fft sinne Finanzlage gut. Das war Mr werfe sesp-rochetr, doch wird er den aufhEiwm bantit nichts Neues erMhlt Otbert. Alle wissen wir, daß im deutschen Reiche bewnderS, doch auch in den Ländern der ^ie= " ‘1 E^rlchretten. Sparsamkeit ist dagegen das rechte Mrttel, nur muß men durchWei^n too Mtz-Mt werden kann. Die AMierten haben ~^“DS bisher sehr bequem gedacht: Deutschland bezahlt alles. Wäre als Ergebnis der Konferenz Jenen die Erkenntnis ihres Jrr- tu»ns gekommen bann wäre schon viel «Won- neu. @8 Würde sich dann endlich mit ^tcm Lftllen ein vernünftiger Mittelweg beschreitet lassen. Aber ist nicht Frankreich wieder di-> quertreibende Macht, die von einer %erL s^andigung nichts wissen will? Frankreichs Delegierter und auf Kommando die frr-nzösische Presse verbreiten den Gedanken, daß Deutsch- land sehr Wohl zahle« könne, zumal der fcnt= Söftsche Steuerzahler schwerer s-i^s der deutsche.
ES ist nicht M tettesne». daß die stamzö- PMpagaud« eine böse Wirkung ansWt (Rmchwohl ist ein einflußreiches Gegengewicht m etnigen anderen Delegierten vorhanden, die zugunsten Deutschlands spreche«. Allein, wie ihre guten Absichten in die Tat umgesetzt werden sollen, ist chnen selbst noch unKar. Auch das Programm des holländischen Bankprästdenten Vis-- fering ist so vielumfassettd, daß jede einzelne Frage, die RogelMg der Valuten Md die Tilgung der Schulden, neue PrEeme <mf- tauchen läßt. Bei allen Erwägungen klingt mmer die so ost Wiederholte Ermahnung durch: 'verbrauch nur von leibenswichtigen Waren, Ein- in enchchrBchen Dingen, ferner Ardwi
AttSuschte Hoffnung?
Die Brüsseler Konferenz.
Wer etnrn Blich ftir bte WirMchketten nuferer Zeit hat, wird wohl keine sofortige WrkMg der Brüsseler Beratungen erwartet Haden. Ost gcnmg sah eine tttternattonale Besprechung, die sich mtt der ganz Europa bedrückendcrr Wirtschaftslage befaßte, im «asten AugMchAck für uns günstig aus, ohne daß aber estvas Greifbares daraus hervvrgegangen wäre. So ist auch wieder der Verlaus der jetzigen Fwänzibevattms str Brüssel, wo die Sachverstäuidägen aller Länder betsamtmensttzen, nm Wäue jur BGeWng der Finanz-, Handels- rrad DwiSehrsverHÄtuisse 8» schaffen. Einer der erste« Redner war der deutsche DÄegierte, Siawtsseirrtär jöerg-
beizeichnet, eine Mahnung, die sich gegen die Händler richtet, die ohne jede Sachkenntnis sich jetzt ans den Kattosselhandel gestümt halben. Das Nähere ans diesem Gebiete einzuleitcn ist jetzt Sache des Oberpräst-denten.' Aber auch die Vertreter der Industrie, die Betriebsräte usw. dürfe« nicht die ganze Regeftrna «mwewfen, indem fk in ihrer Angst höhere Preise anbieten. Die gleiche Mahnung ist cm die Verbraucher gu> richten, die direkt mtt dem Erzeuger in Verbi n- düng treten. Die Kartosfelernte hat erst begon- nen und ist, wie der Vorsitzende des ReichS- mtsschüsses der Landwirtschaft, Edler v. Braun erklärt Hat, mit einer Mittelerntc zu rechne«, die vvMoMMen Mw Versorgung der Bevöl- kewma aus reicht. Wenn er ollerd-mgs erklärte, er verstehe die NervostW der VerLrancher nicht,,so kann « sich eben nicht iwrmsere Sorgen hinem- versetzen. Kurz und gut: Zu Angsikäufen liegt kein Anlaß vor. Die Bevölkerung, tut gut, bte Richtlinien -----1—, tL■■■“,
Müssen. Der Preis ist höchstens 25 Mark und man lasse sich nicht verletten, versteckte Promten für angebliche Sailatkarwfseln, KÄleribeförderung und andere Versprechungen zu gewähren. Die Bofördenrng darf den Preis von 2 Mark mehr sibevfchreiten. Der 25 Mark-PrekS gilt ab Ver- sandstativn. Immer wieder kann mtt betont werden: Deckt euch selbst ein, aber sabotiert nicht durch Mehrbietungen die Preisbildung I H.
$65 Kartoffel-Problem.
D»S Ergebnis der Berliner Beratungen; ihre nächste Nutzanwendung auf Kassel.
«NS eitler Besprechirna de» Sertreter »er Staffele» «prefie eilt dem aue 93erlitt zurUagekehrien Stadtrat Weber seien folgende Srgetmisie tcitgetciltt Das Wesentlichste der Berliner Besprechungen in der Reichskartofselstelle unter dem Vorsitz des Vertreters des ReichsernÄhrungsministers Hermes, des Stwatsselr.ftärs Dr. Huber, war, daß alle BemÜhWia:« gescheitett sind, die eine Aushebung der unglücklichen Maiverordnung nut dem 34,75 Mark-Preis gescheitert sind, weil durch den darin enthMenen Höchstpreis vom 25 Mark mit Prämien ein Anreiz z-u vermehrtem Kattos- felunbau gegeben werden soll«. Wer überein- stimmend herrschtewer Wille vor, nicht über 25 Mark hinau-sznaehen und zwar soll dieser Preis ab Erzeuger gelten. Weiter ist eine Art Vorzugs- und Stasseltarif für Kartoffelverfrachtung auf der Eisenbahn in Aussicht gestellt worden, der es vermeidet, daß die großen Be- darfszentten. namentlich im deutschen. Westen, teurere Kartoffeln erhalten als beispielsweise wir, die wir die Kartoffeln sozusagen vor der Tür haben. Was nun aber wesentlich ist, ist das: Der Preis von 25 Mark soll nicht als NorntÄ- pveis genonttnen werden, er stellt lediglich einen Höchstpreis dar, der dem Richter eine Norm gibt, um fasttzustellen, ob Wucher vorliagt. Wir hier in Kassel Sonnen auf der Grundlage der Juli- VechandlnnMN mit 20 Marl als Höchstpreis oipetteven und auf dieser Basis to erteil ausbmren. Deshalb ist vom Haichel M fordern, daß er nicht durch Ausschläge usw. diesen Pr-iS illusorisch macht. Bemerkenswert ist, daß sich di» Berliner GroßchcmdÄsgenossenschasten für em Ausschalten des unreellen Handels ausgesprochen haben und hier hat die Regierung tüchtig MMfaffen. Aks dringend wünschenswert wmode eine
Konzessionierung des Kartoffelhandels
„äScrfmtitt Sarwffeln."
Die KwrsSanemschast Hofgeismar hvtte dtten Beschluß veröffenüicht, der in seiner Form geeignet War, bei der jetzt gespannten Sage noch Wetter beruhigend M wirken. In dem Beschluß heißt eß n. a.: »Die reMchen Kartoffeln vo-n obigen 55 000 Zentnern, also ein Mmttmmi von 31000 Zentnern Müssen an die Stadt zu 20 Mk. geliefert werden, jedoch unter der VormrSsetzmig, dost nicht mehr a® 20000 Zentner <M Not- standsreserve anjbewahvt und sachversiSnd-g ein. gelagert werden, sodaß bte Gewähr dasSr gegeben ist, daß obige Kartoffelmenge nicht toteber, wie in vergangenen Jarhen art den städtischen AusbewÄhrungsorten versankt.* Wenn gleich die Kreiö auenrichrrst ingtoitoen einen ^RüSicher" ««nacht, bittet der Magistrat doch um Derosfent- lichung folgender Erklärung: Die DMrnPttmg vom Verstrulen derartiger Mengen ist geraden ungeheuerlich. Zm vergangenen Fahre sind in
Polen mtb Litauen.
Smvalli, 2. Oktober. (Eigene Drahtmel- dung.) Zwischen den polnischen «nd kst- ta«eschen Unterhändlern wurde in vorgestriger Sitzung ein vorläufiger Waffenstillstand abgeschlossen, demzufolge jede feindliche Handlung zwischen den -cidcrseitigen Truppen während der Dauer der Verhandlungen in Suwalli zu unterbleibe« hat. — A«S Kowno wird berichtet: Die litauische Regierung ctifärte den Kriegszustand in Litauen.
Keine Hoffnpng für Dettkfchland.
Berti«, L Oftober. (Privat - Telegramm.) Aus Brüssel wird berichtet: Das Urteil der Konferenz Mer den Plan des Ministerpräsidenten de la Lroir Wer das Projekt einer internationalen Bank, dem er gestern Ausdruck verlieh, ist bereits festzustellen. Trotz der ausgezeichneten Rede, mit der er feinen Vorschlag in allen Einzelheiten auseinandersetzte, wird ihn die Konferenz sichkaum z« eigen machen, wenn es der Konferenz nicht gelingt, auf anderem Wege für die Frage der Kreditgewährung eine Lösung zu finden. Die Wahrscheinlichkeit dafitt ist nicht sehr groß, dann wird auch hier kaum etwas anderes herauskommen als ebne schön formulierte Entschließung, mtt der niemand geholfen ist. — Es verlautet in deutschen amtlichen Kreisen, daß man in Berlin hinsichtlich der internationalen Shetrite feine Hoffnung mehr habe. Die Haltung der amerikanischen Delegierte« in Brüssel zeige mehr denn je Zurückhaltung und erlaube ferne Nehzung, besondere Anleihen zu gewähren.
Roch ettte Woche.
Köln, 2. Oktober. (Pttvat-Telegramm.) Rach einer Meldung des Brüsseler „Soir" haben die Engländer für den am Sonnabend, den 11. Oktober von Antwerpen abfahrenden Dampfer „BNoria" Plätze nach London belegen lassen. Die Schlußsitzung der Brüsseler Konferenz wird deshalb spätestens am 10. Oktober erfolgen.