Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Nummer 225
Mittwoch, 29. September 1920
10. Jahrgang.
Fernsprecher 951 und 952.
Fernsprecher 951 urw 952.
Ursachen der europäischen Krise
Re.
nicht nöttg haben? Bittere GeMle weckt e$
Das
Kampf am Grodno.
Lte ff aff eiet Sieuefien Nachrichten erscheinen wöchentlich sechsmal unk «war abends. Ter «xumementSprets beträgt mcnaU. 6.00 Marl bei tretet gufUHung N»S Haus. Bestellungen werden jederzeit -an der Geschäfts steile oder den Baten entgegengeno mrntiL Druckerei, Verlag und Siedaltion-. Echlachthofftrahe 28/30. Für mw erlangt etngefandte Beiträge kann die »«LaMon et» Verantwortung oder Gewähr in Ieinem Falle übernehmen. Rückzahlung bei Bezngsgeldes oder Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnungsmäßig« Lieferung aasgeschlost«,.
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deS flegrafeitlffit Vertrauens zwischen den flimmgen und den Nationen -erstellt.
*u erhalten. In Belgien betrage« dir Ber- kaufsprrise für Naturbutter noch stets etwa 15 Franks. England habe die Preise ziemlich niedrig halten können, etwa 3 Schilling, verfüge aber nicht über große Vorräte» sodaß auch dort die Bevölkenrug jetzt größtenteils Margarine esse. Die belgische« Margarinefabriken liefern schon heute ben Bedarf des Landes und zwar zu Preisen, die nur halb so hoch seien als Natur- butter. Augenblicklich erhalte man gute Margarine »u 6 bis 5 Franks das Kilogramm. Das Ministerin« rät den Hausfrauen, de« Kamps gegen die hohen Butterpreise dadurch aufzuneh- mcn, daß sie in weitestem Maße von Margarine Gebrauch machen sollen.
weist auf dir verschiedenen Bntterpreise in den europäischen Länder« hi« und erinnert an eine Butterkuappheit' im nächsten Winter. Schon jetzt müsse die Bevölkerung sich mehr an de»
Frankreichs Forderungen.
Brüssel, 28. September. (Eigene Drahtmeldung.) In dem Sondcrbericht der Franzosen werde« die durch die Deutschen verursachten „Kriegsschäden" ht Nordfraukrelch in der ungeheuere» Höhe von zweihundertsiebzig Milliarden Franken angegeben, ohne daß der franzöfi- fche Bericht Schlußfolgerungen hinsichtlich der Möglichkeit der Wiedergutmachung zuläßt.
Darm gestopft! Für die 29btff werden dann hohe Preise erzielt. Warum Haden die Städte
WiWet Partritag.
MrnisterprSfldent Drau« 66er die Preise.
(Vrivat-Telearamm.)
Düsseldorf, 28. September.
Auf dem niederrhcinischen Parteitag der sozialdemokratischen Partei hielt gestern der preußische Ministerpräsident Braun eine Rede, in der er zunächst mitteilte, die sozialdemokratische Partei habe jetzt nicht den Wunsch, in die Reichs- regicrung einzutretc«. Zurzeit liege für die! Partei noch keine Veranlassung vor. Das Reich gehe zweifellos noch trüberen Zeiten entgegen. Was man zur Besserung tun könne? Man müsse Preise fepsetze«, jede Ueberschreitung die- ser Preise mit unnachsiüstlicher Strenge bestrafen, man müsse den Preistreiber ins Zuchthans schaffen. Dann werde eS besser werden. Der Glaube, daß die hohen Löhne die Preissteigerungen bewirkten. sei ein Irrtum. Die Preissteigerungen seien eher dagewesen als die Lohnsteigenmgen. Es müsse die Aufgabe des Reiches sein, die hohen Preise für die Rohstoffe herabzu- drücken. Das könne nur durch die Sozialisierung der großen Betriebe geschehen.
Die Belastung Deutschlands.
Brüssel, 28. September. (Eigene Drahtmel- iarng.) Die Deutschen haben in ihren Besprechungen mit de« französischen Delegierten auf die enorme Belastung des deutschen Staatsbudgets durch die Zahlungen für die alliierte Ueberwachung iuS> Besatzung hingewiesen. Die Franzosen waren nicht ermächtigt, eine Herabsetzung der jetzt fünfzehn Milliarden Mark im Jahre betragenden Okku- pationKkostsn in Aussicht zu stellen. — Nach den Reden des belgischen Ministerpräsidenten Delacroix, sowie eines französischen, italienischen und griechischen Delegierte« schlug der Präsident Ador vor, heute die Berichterstattung der einzelnen Delegationen zu Ende zu führen und dann eine Kommission einzusehen, die die Re- MltMte der bisherigen Aussprache in Form einer Entschließung zusammenfassen soll.
Sie Stielet Konferenz.
Beratungen «5er die europäische Krisis. lSigener Drahkbericht.)
Brüssel, 28. September.
Der erste Tag der allgemeinen Aussprache auf der Brüsseler Finanzkonferenz hat nur wenig Erfolge gezeitigt. Das politische Moment ist ganz in dem Hintergrund getreten und die Debatte hat den Charakter einer rein akademischen Diskussion angenommen, die die praktische Lösung der Schwierigkeiten, in denen der europäische Kontingent sich befindet, kaum zu fördern vermag. In der gestrige« Generaldebatte kam zunächst der Londoner Finanzmaun Frank zu Wort. Die Ursache der gegenwärtigen Krisis seien vor allem das außerordentliche Anwachsen der staatliche« Ausgaben und der Rückgang der Produktion. Die Gegenmittel steht er darin, daß man endlich anfangen müsse, das Gleichgewicht zwischen den Einnahmen und den Ausgaben in dem Staatsbudgets herzustelle«. Ein gut Teil der Mitschuld habe die zunehmende Papiergeldwirtschast, auch die Banken, die in der Hergabe von Krediten nicht immer ht den dem Staatsinteresse erwünschten Grenzen bleiben. Frank schloß: Europa hat nur zwei Wege vor sich: Entweder es geht den Weg der Verzweiflung, indem eg sich den Gedanken zu eigen macht, daß der gegenwärtige Frieden nut ein Zwischeuzustand zwischen zwei Kriegen sei, oder es beschreitet den Weg der Hoffnung, indem eS einen Zustand
Schandtaten verübe«, — daS Volt
allem, zu, denn jeder eSÄ dem ^Mwr zuMÜgt W>, nützt beut eigenen Lande.
Sie Wichen Wirren.
Ein rusfifch-Polniskher Wiuterfeldzng.
(Eigene Drahtmekdung.f
Riga, 28. Septemver.
Die Blätter berichten ans Moskau, daß in der letzten Sitzung des gegenwärtig in Moskau fiattsindendeu Dowjetkongreffes nach einem Referat Tschitscherins der Beschluß gefaßt worden ist, bk Frage Ostgaliziens unter Anerkennung der Unabhänigkit der Ukraine z« verschieben. Die polnische Regierung wird onfgc- j£tbert werden, aus die gegenwärtigen rusfischen Friedeusbcdingungeu zu antworten. Sollte die Antwort ablehnend sein, so sei ein Winter - feldzug unvermeidlich. — Die Times melden von den Rigaer Verhandlungen: Die Friedens-
Kopenhagen, 28. Zepttncker. (Eigener DvachtHtzricht.) TaS Litauische Preffebureau meldete am Montchg früh: Die Pole« hab« Grodno, das sie am 26. September mittags besetzt hatten, am Abend des 26. wieocr geräumt. Grodno lieat unirr schwerstem Artilleriefeuer.
Gemäßigte Anab hängige?
Berlin, 28. September. (PrivattÄagraMür.s Die Führer des rechten Flügels der Unab- liängigen, Ditttuann und Crispien, haben gestern offizielle Besprechungen mit den Mehr- heits - Sozialisten ausgenommen. Mau nimmt an, daß sie einen WiederansckLuß des rechten Flügels der U. S. P. an die Mehr- heitssosialiflen vordereiten solle«.
V«ser Nachbar.
Frankreichs nette» Regierungsprogramm.
Durch die Wahl des seitherigen Mnisterpräsi- denten Millerand zum Präsidenten der RepiMik Frankreich ist der Posten des Ministerpräsidenten nrtt einem neuen Manne, Georges Leygues, besetzt wotden Das Kabinett ist rm Uobrigen unverändert geMeben, weil der politische Kurs keine Aenderung erfährt Georgas Ley - Su e s, ein Südsranzose, ist, wie ÄirlleranÄ unv e meisten französische» Staatsmänner, aus bet MwokatenlaiHbahn hervorgegangen. Er gehört Mr links-republitanischea Gruppe der Kammer, hat viel über Politik und Literatur geschrieben und ist auch bereits fümstnal Aiinister gewesen, ohne besonder aufgefallen zu sein. Seit Knf- undbreitztg Jahren gehört er dem Parlament an und hat «S verstanden, durch ständige Zurückhaltung seine Stellung nicht zu gefährden. Zn Franircich ist er haupisächlich bekannt geivordcn durch eine Erbschaft von Knfzehu Millionen Franken, die ihm von dem verstorbenen Besitzer deS Louvre-Warenhauses, CHauchard, Mr Ordensverleihungen vermocht wurden. Weiter wird N'.cht viel vo« ihm berichtet. Mit eigenen Jde.ni und mit eigener Politik ist er niemals hervor- aetrrten, so daß er gerade aus diesem Grund? Der Mr Millermrd am besten geeignete Mann ist Millerand wird sich als Präsident nicht mit d r Repräsentatio« begnüge«!, sondern selbst die po- litische Richtung bestimmen wollen, was ihm bei einem anderen Nachfolger, beispielsweise bei G-riand oder Poinearöe. nicht möglich qewesin wäre. Dafür wird er aber auch, wen« es ssih darum handelt, die Rechte des Präsidenten zu erweitern, was schon wiederholt versucht wurde, Herrn Poiucaröe gegen sich haben, denn als früher einmal Poincarse seine Präsidentcnrechte erweitert haben wollte, hatte auch Miller and da- gegen gestimmt. So werden innenpolitisch manche persönlichen Eifersüchteleien zum Ans- wag kommen.
Wie die außenpolitische Richtung sein wird, darüber brauchen wir uns keinen Vermutungen hinzugebeu; es ist schon gewiß, daß die Deutschfeindlichkeit nach wie vor bestehen bleibt. In feiner amtlichen Botschaft sagt Millerand. Frank reich muffe die vollständige Ausführung der anMnommencn und unterßeich- nettn Verpflichtungen verlangen. Auch Leygues betont in seiner Regierungserklärung: „Wir sor- bent die strikte Durchführung der Verträge. Wir werden kejns unserer Rechte verjähren lassen.* Im übrigen werde er Millerands Programm und sein Wert fonsetzen Dies: Versicherungen lassen kein Mißverstäuidnis darüber entstehen, was Deutschland weiterhin zu erwarten hat. Frankreich wird ohne Milderung den Versuch machen. sich auf DeutsiMmds Kosten zu bereichern. Jetzt sollen wieder, wie uns gestern ein Telegramm berichtete. Verhandlungen eiugeleitet werden, deutsche Arbeiter fir das französische WicderausbaugÄiet zu verpflichten. Bon den verlangten Kohlenliefenrnoen und der Gslde ntschädiMng wird uns nichts nachgel-rs- scn werden. Demnächst legt der deutsche Fiaanr- minrster Dr. Wirch dem Reichswq ein nen-s SteuerprogvMmr vor, das auch Mr die im Jahre ?921 fällige» Zahlungen cm die Entente Deckung bringe» soll. Die Grundlave aller Un- ternehnmngen Frankreichs gegen Deutschland wirb der Vertrag von Versailles bilden; die Lenker der .siegreichen» französischen Republik werden alle Mittel mSv enden. um Deutschland in der jetzigen Zwangslage M erhalten. So blecht auch unsere bisherige Aufgabe unveristi- dert, nämlich die Aenderung des Friedensver- travs zu erstreben und Demütigrmgen Nirüchzu- weifien.
Was Millerand und Leygues sich als Prv- arimnn für die innere Politik borgenom-men haben, entspricht ganz ihrem zur Schau gettagenen Siegerstolz. Die Republik habe ihren Willen bekundet, wie nach außen fo nach innen die Politik fortzusetzen, die sie seit acht Monaten gebilligt verschmäht innerliche Mißhelligkerteu «nd verderbliche Zärcke- reien, um sich voll und ganz der Ordnung, der Arbeit und der Einigkeit zu widmen unter der Aegide freier Einrichtungen, und so ' feine Große und sein Gedeihen zu entsttzteu." Das sind Urwahr schöne Worte, die. wenn man pe auch nicht allzu genau nchmen darf, doch einen wahr en Kern haben. Wir Deutsche Sinn» ten «ns «m dem Rntwnalgefühk der Franzosen I cm BechpiA nehmen. Alle Parteien mit Ein- 1 der Sozialisten, ausgenommen nur die öehte der SyndSasiste». stimmen dw impenaRUfchen Politik zu. Den britischnl
Unrecht, mein Vaterland- A^bu sich auch die tzftauzosen zu eigen gemacht. itni. SSSw1?' mag Teutschllrud noch st> große <
Herbeissihruny und Wahrung deS Friedens eingesetzt sei», in der Erklärung des Mnisierpräsi- dertten durfte trotzdem der chauvinistische Satz stechen: »Wir wollen eine Armee und eine Marine bilden, die ein Fakwr unserer Politik sind, und wir wollen unser Prestige auf der Höhe halten, aus die es der Sieg gebracht S." Deutsches Volk, merkst Du, woher der nd wccht? Und Ihr internationalen Verbrü- dernngs-Schwärmer, glaubt Ihr noch an eine allgemeine Abrüstung und Versöhnung der VöMr...? KF D
beim FrüWAck in der Fabrik, die Anderen weißes Brot üsen zu sehen. Von eine»
Not der Landwirtschaft
braucht man beute nicht zu reden. Die Ltmdwitte b^aüen ihr Geld zuhause. Wen« man «es dem Lande die Arbeiter ht der Stadt al? Faulenzt betrachtet lPUi.Dfe l) fo zeugt das baOtnt, dass man drcschen von den BerhAtniffen in der Stadt keine Ahnung hat und die BergnüchmgS- sucht einzelner verallgemeinert. Wo soll der Abba« «jdcrs angefmtgen Werdau als bei der
Srrrährurrgs - Zchwirrigkeilrn
Gegen die hohe« Dntterpreise.
(Eigene Trahtmeldmrg.)
Amsterdam, 28. September.
v ‘-wuru tmroe. Margariuegenust gewöhnen, da Margarine billi-
««d der VMertmud a& M Organ zur gcr sei und auch in genÜMnde« Mengen wieder
verhaudlmigen sind wieder aus Mittwoch vertagt----- ------- ----------
worden, es liegen keine neuen Bnträae der Dror mit Strerknnosmittel, was die Landlcnte beiden Delegationen vor, nachdem beide Teile die'bisher geftellle« Bedingiwge« gegenseitig für unannehmbar erklärt habe».
Trostlose Ausftchtsrr.
Düsseldorf, 28. Schrtembsr. (Privattelegravkm.) In feiner Parteirede sagte gestern Mnisterpräsi-' deut Braun noch: Er bemühe sich schon seit Jahr und TaiK die großen TruppenüLnnWspWtz« zu bebauen. Sie militärischen Kreise aber säßen auf diesen Truppenübungslützen so fest, wie die Henne attf ihren Eiern. Bei Erwühuung der Wasfeufrage sagte er, wenn es zum Bürgerkrieg komme, so werde die Entente der hvhnlächelnde Erbe sein. Die Franzosen wünschen nichts weniger, als daß Deutschland bolschewisiisch werde. Ter MnistersrrWdeut schloß seine Aussührun- gen: Das BÄd, das die gesamte politische Lage daffbietet, ist überaus trostlos»
: Unsere Nahnmgsvot.
Debatte im Stsdtpaelameut; Di» städtischen Wirtschaftsmatznahmen.
®te gestrige «rfEattimg des Bericht» Sder M ®irtfd-aft*mafinr f,mcn Der Stadt «astet W lernen Salbjahr durch kett Seigteebneten ße 1 Heimrat Dr. Schroede, »sUte aste wichtige, I LebenSmtttelprobleme, namentlich die «ar, toffelfrage, in btnkertenSwcrrer Weite tat
Also schloß Geheimrar Dr. Schroedeh ' seinen umfangreichen Bericht: Dir Uebergangs- kommiMon hatte mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Welche Woge sie auch einschlug, immer wnren sie falsch und hinterher läßt sich in der Bürgerschaft gut raten. Hab'» wir einmal nicht den richtigen Weg gefunden, bitte, bann richten sie milde! Die Stadtellern richteten aber nicht. Milbe nahmen sie Kenntnis davon, waS ihnen vorgelragcn worden war, denn die §hre» sitz-n ja in der KomnÄssion und wissen BcWeid. Rur Ll-ageliedcr stimmten sie an und wo Wo-rte der 'änttafl'-! fielen, da richteten sie sich gegen ganz andere Stellen, gegen... Berlin! Der Beigeordnete hatte zunächst ein Bich der Brot- Versorgung entroW. An ein Aufhören der Zwangswirtschaft M da nicht zu denken. Die Ausmahlung des Mehls kann viMeicht auf 85 Prozent herabgesetzt werden; aber diese 5 Prozent werden im Geschmack beS Brotes kaum 'mm Ausdruck kommen. Die Mikchversor- $n n g war bis auf die letzte Zeit, da die Maul- und Klauenseuche einen rapiden Sturz auf 50 Prozent cherabgeführr hat, einigermaßen befrte« digend. Der Redner sagte selbst dazu: Wie bescheiden sind wir doch geworden! Von der Auf- hübuua der Zwangswirtschaft für Fleisch ist zu befürchten: Wir werden sehr wenig Fletsch bekommen und das wenige Fleisch wird s« teuer werden, daß es kaum jemand kaufe« kann! Unsere Vorräte sind gering. An Schmälz haben wir nur 540 Zentner. Neuerdings sind uns 2000 Zentner «berwiese», aber Wir wissen nicht welchen Preisen. Bei der Beri-chterstat- ttmg Mer den Sw-dteinkauf rechtzfertiche der Retmer die Angstkäufe in Hülsenfrüch- t e n, die von «Aon Städten auf Berliner Wei» sun« vorgenonmren worden sind. Den SÄdte« über 50000 Einwohner sind dadurch Verluste in Höbe von 400 Millionen entstanden. Geheimrat Dr. Schrocder hält es durchaus ttchtig, die HWensdttichte »nrüchzMalten, denn: Mr wisse« nicht, was im Wttttrr kommt! Dann werden die HWsimfichchte noch einmal eine sehr wertvolle Ltlfe sein! Die Siadr hat noch einige Hundert Zentner Marmelade. Der Absatz wird b« Winter besser werden. Der
Verlust des DtadteinkanfS bettäyt rund zwei Millionen Mäiök, in, wesentlichen aus die verbilligte Abgabe von AMsensvüchten und Haserfliocken zurückzuführen. Die Städte haben Entschädfomrg beim Reick be. antragt. Die Karwffelfragc wurde eingehend durch Stadtnat Webe r behandelt, her hier die Gedanke» weiterspann, die rr bereits in der in den »Kasseler Nouesten Nachrichten' toiebergege» l enen Unterredung zmn Rusdrmk gebracht hat. LÄchast dedauevte er die Haltung des Städtetags, der sich batte ins Ichlepptaar der Ansichten nehmen lassen, deren Folgen wir jetzt sehen. AM» Mahnungen wurden durch den StAdteitag in den Mnd gaMagen. Auch der Oberbüngernveister. hatte in Unterreduiugen mit dem Ernührun gs-minister Dr. Hermes »ich lln- terstcmtSsekretSr Huber ernstlich gewarnt. D»r VE Berlin fesi-gesetzte Preis von 31,75 Mark kst schon derart m die Köpfe der Erzeuger einae- hSuMertt. baß nichts emzufangen ist. Die Staor- vevwcklttrng kann nur immer wieder den Wandpunkt einnebmen! Selber Einzelne muß sich selbst mit Kartoffeln eindecken! Unter lebhafter Zustinunnng schloß der Redner: Hoffentlich kommt e5 heute bei Bestrrechungew in der ReichSkartoffeMelle in Berlin in 12. Stunde M einer BerständiMNg, sonst kommt unabsehbares Unheil heraus! In der folgenden AuSspracke erNArte der SoztaldeMokrai Schaefer, baß man sich vielleicht noch einmal nach der Zett znrücksehnt, da die Lebensmittel -auf Kanten verteilt worden sind. Wo kommen, o fraate er .die vielen Wurstwaren in unseren Löben her? DaS Fleisch wird M hohen Preisen aNfgekauft. es kann zu diefsn Preisen nicht adgssctzt werden und fo wird e? in den
belgische Lebensmittel-Ministerium