Nummer 216
Sonnabend, 18. September 1920
fleritfvretfjti 951 und 952.
10. Jahrgang.
Fernsprecher 951 unb 952.
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Es soll einem Jeden in Amerika Gele<
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Mehl und Milch aus Amerika 'preise nach Detafchlai^^^ Oeftei
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Dorhand lung de, Organisationen.
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Schwarze Lifte ia Kaftan».
Maßnahme gegen unlautarr Lieferanten.
Jm-rltml«pr«ts,< e) «nh«tmuq« Seftrige- Dir «tofoalttg« «KirignußiU« 81. LOO He etefoaittg« 9t«nam«rtlt Wt XSÜ. b) AuswärN-e ‘Äuftrig«: $U «tiifpolttg« engttgenitUi M. Vto, M* etnfpaMge «tfta*t;eUt et ns, alle» etutchvebU» teiureng«iut4tag unb toiieigenfl««. — Für bte Richtigkeit aller durch Ferukprrcher uufgegedru« en «eigen, foxrte für Anfna-medat« unb Platze tun» eine Semühr nicht übernommen »erben. — »MSerei: Echlachthofftr. M/SO. SrkchüftSil-llc: irölntsch« «tx. S. telepSon Nr. Ml u, MJ,
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He er «»mal er» al für Polen awskattften An einer einzigen Stell« waren für eine hawe Million Mark polnische LiesenmgSverträge un- tcr dem Decknamen einer Danziger Firma alb» beschlossen Worten. — Rach einem Bericht auS Warschau hat der DtaatSvat neue Krtegs- kredite in Höhe von eineinhM, Milliarden polnische Mark für die Vorbereitung deS Winterfeldzuge S bewilligt.
Borbsreitttug zum Winterfeldzug.
Berlin, 17. September. (Privattelegramm., Hier und ht Potsdam sind polnische Ankäufer festgenommen Wochen, die Kriegs- und
Pole« als Frankreichs Srfatzdegen.
Stockholm, 17. September. (Eigener Drahtbericht.) Der bisherige rnssIsche Ber trete» in London, Kamenew, weichet sich schar gegen Frankreichs Politik. Die französische Regierung, die noch immer lei« Ahnung von den weltgeschichtliche« Folgen der Revo- ltüiou hat, Weitz genau, so sagt Kamenew, daß die Räteregierung für eine französische Wen- truer-Politik, die gegen Deutschland gerichtet ist, niemals tu Frage kommen kann. Frankreich unterstützt deshalb den General Wrangel und Leute ähnlichen Kalibers. Im nächsten Frühjahr wird man sehen, was au» diesen französischen Hoss- mmgen geworden ist. Polen ist für Frankreich nur der Ersatzdegeu. Erstünde wieder Rußland als Bundesgenosse und Helfer, so würde man natürlich Polen ohne weiteres opfern. Die Moskauer Regierung muß jetzt ent- cheiden, ob sie es als zweckmäßig erachtet, einen wlitischen Vertreter iw London zu halten Grundsätzlich so betonte Kamenew, steht meiner Rückkehr oder der Entsendung eines anderen Vertreters nach London nichts im Wege.
3n»nfitie=6d)h)ietigleiten.
DetriobSeinschräurung bei Daimler.
(Privat-Telearamm.l
Frankfurt, 17. September.
In den BereinbarUngen der Daimler Moto- rengesellschaft mit der Arbeiterschaft ist, wie be- refts gemeldet wurde, vorgesehen, daß die Lei. tun« der Firma mit einer fieben^iedrigen Kommission der Arbeiterschaft über die Wiederein- stellung der Arbeiter verhandeln so«. Die Ver- Handlungen haben begonnen. Nach einem Br- richt der «Schwäbischen Tagwacht"', dem Organ der württembergischen Sozialdemokratie, er- Karte die Firma, darauf aufmerksam machen zu müssen, daß sie vorläuftg nicht mehr als dreitau- sendzweihundert Arbeiter bei einer wöchentki- chen Arbeitszeit von vierzig Stunden einstellen könne. Danach würden rund fünftausend Ar- befter entlassen sein. Ein wöchchrtlicher Schichtwechsel oder ei« Einschränkung bet Ar- bettszett, um dadurch ei« Erhöhung der Beleg- schäft zu erwirken, lehnt die Firma ab.
Roch eine Hilfsaktion.
vrahrungSmittel aus Amerika.
Dl« ®«näf<6ame»ttaee* hab»» v»» «MrtMa W»-He» bi« eteMtattgtatt, bi« bi« bahii» Hb« »ersplittert war, |»femmee«ef«8t, um der alte» »eimot mvgti-hft mteefew helfe* gu öttuen. Der Präflbrut be« <8»slhattSf«h- «enben e»«f<6»ffe«, D». Lieder, ber gegeu- WSrttg tat Berlin weilt, machte einem Treffe- vertrete» baritde» folgende Mitteilungen |
Sie Michm Girren.
Rußland« Vertreter über England« Politik.
Mgener DrahtberichU.)
Stockholm, 17. September.
Der poNtifche Vertreter der Räteregierung in London, Kamenew, der auf der Reife von London nach Moskau hier eingetroffen ist, hatte ei« Unterredung mit dem Vertreter ber Frankfurter Zeitung, demgegenüber er folgendes er- Närtr: „Die Reife nach Moskau war schon lange vor der letzten Aussprache mit Lloyd Georg« beschlossen. Die Haltung Lloyd Georges gegen Rußland kann gekennzeichnet werden <48 grundsatzlose Politik, die je nach den Erfolgen oder Mißerfolgen der Bolschewisten hin und her schwankt. Zweierlei Umstände find es eigenttich. die England bestimmen, Frieden mit Rußland zu schließen: einmal die inuerpoliti- schen Tatsachen, daß die englischen Arbeiter und Geschäftsleute einen solchen Frieden fordern und auch der Bürgerkrieg in Irland, fobann mit Rücksicht auf die bedrohte Stellung Englands im Vorderorient und in Indien. Eine Zeitlang stand Lloyd George unter dem Eindruck dieser Tat
sachen. Zurzeit befindet er fich aber vollkommen im .Schlepptau der abenteuerlichen Politik Frankreichs. Dieses will ht ständiger Angst vor Deutschland unb unter dem Einfluß seiner Militärcliyue Rußland wieder zn feinem ver- büttdeten und zum Gegner Deutschland» machen.
weil er die Einfuhr der amerikanischen Milchkühe unb amerikanischen Mchles verhindert habe, und erklärt heute, daß er ein luxuriöses M t ' sterauto, und zwar nicht daS erste, auS der Kaff« der PreiSauSgletchSstelle für Stickstoffdünger für fich beschafft hübe Bereits im Sommer des Vorjichres, als Dr. Hermes noch nicht einmal Minister, sondern nur Leiter der Srnäh- rungsablsiluiig tat WittschastSminIsterimn war, fei trotz wiederholter Warnung auS dieser Kasse ein Auto für Dr. Hermes beschafft worden.
ländischen Werke zu beziehen, so daß tatsächlich ebenso von einer geistigen Hungersnot wie von einer physischen Hungersnot gerprochen werden tonn. Es liegt tat Interesse der gangen zivilisierten Welt die biS ins kleinste gehende Spe- ziailifierunD der wissenschrftlichcn Forschungen und Arbeiten Europas aufrecht zu erhalten unb sie vor Stillstand oder gänzlichem Zusammen»
(Eigene Drahttneldung.)
Rotterdam, 17. September.
Wie Hanbelsfachblätter melden, bestehen <n Holland jetzt schwarze unb weiße Listen für deutsche Firmen, bi evou den üblichen Handelsgebräuchen abweichen. Auf ber schwarzen Liste stehen alle beutschen Firmen, die fich gegenüber holländischen Firmen ihren vertraglichen Verpflichtungen entzogen haben. Mit diesen Firmen würden in Zukunft keine Geschäfte mehr aus Holland getätigt. Auf der weißen Liste kommen nur Firmen vor, die sich zwar a»-.ch ihren Lieferungsverpflichtungen entzogen habe», aber später Preis-Nachforderungen stellten unb dann die Lieferungen ausführen wollten. Mft diesen Firmen bleibt eS dem eigenen Ermesse» ber hollänbischen Käufer überlassen. ob sie bie Handelsverbindungen lösen wollen ober fortsetzen Die Niederländische Handelskammer in Berlin wolle nun ein Schiedsgericht errichten, um Streifigkeiten zu schlichten.
Liebeswerk fich ausdehueu wirb, daß der Umsatz der nach Deutschland gesandten Waren schon tat Jahre 1921 eine Halde Milliarde Mark betragen wird unb daß sämtliche Hilfs« aktwneu zusammen wenigstens eine Mili liarde erbringen werden. MU jedem nach Deutschland gesandten Wert von einem Dollatz soll hier Mr emen vollen Dollar Guter getan werden. ES sollen keinerlei Abzüge für kostspielige Verwaltungen gemacht werden. Die Ber-, waltungskosten werden von einem Komitee au« persönlichen Mitteln bestritten, so daß der volle Betrag der «etaendeten Gelder zu Sendungen nach Deutschland und Oesterreich benutzt weiden kann. Di« amerikanische Organisation ist biS ins Kleinste durchdacht und wird fo auS- gebaut, daß fie vom amerikanischen Spenser biS zum deutschen Empfänger in den Händen be« amerikanischen Zentralkomitees liegt Neben biet fern HiMwerk, daS mit Nahrungsmitteln den Deutschen dienen will, ist die Hilfsgesellschaft zur Uuterstützuug
europäischer Wissenschaft und Surrst im Juni dieses Jahres gegründet worden. Auch hier steht Dr. Hugo Lieder, ein Deutsch-Amerikaner, der seit dreißig Fahren in Amerika an, säsfig ist, an der Spitze deS Komitees. Die Zwecke und Ziele der Gesellschaft find, wie schon er. wähnt, tat allgemeinen: die zerstörenden Wir- lungen, die der Weltkrieg auf das wirtschaftliche und wissenschaftliche Leben der vom Krieg betrof» cnen Länder Europas, insbesondere Deutsch- lands und Oesterreichs, Mr Folge Batte, abzu- wenden Es sollen insbesondere wissenschaftliche Gesellschaften bei der Herausgabe ihrer Vev- öfientlichungen nnterstützt werden ES sollen ferner wissenschaftlichen Zeitschriften von internationaler Bedeutung und von bleibendem Wer»
Schon seit einiger Zeit mußte man Bestrebungen wahrnehmen, die aus das eben umschriebene Ziel hinauMesen. Man macht geltend, daß bei der heutigen sozialen Gestaltung der Dinge bte politische Interessenvertretung nur in engster G<- meinschaft mit der Wahrnehmung wirtschaftlicher Interessen der betreffenden Kreise zu verfolgen und durchzufetzen fein werden. Man vergißt dabei leider die kulturellen Interessen, die bei einer solchen Gliederung kaum Raum hätten. Die Re- voliution hat kulturelle Ansätze die in der kaiserlichen Zett vorhanden waren, nicht gestärkt, fon» dem ttitt geschwächt, unb die kommenden Ausgaben tat neuen Deutschland werden trotz ihres vorwiegend wirtschaftlichen Eharatters ihre B.>- ttachtung vom allgemein politischen wie kulturellen Standpunkt aus, nicht ausschließen.
Dennoch ist das Bestrehen durchaus richtig, für unser Parteileben und für das Wirken und Schaffen der politischen Patteien treue, klarer umschriebene und fester gefügte Formen zu finden Aber auch dafür haben wir ja bte Vorbereitungen schon in dem Plane der Schaffung eines eigenen Mrffchaftsparlamentes vor uns. Die berechtigten .Interessen des Mittelstandes, der unter den heutigen Verhältnissen in einer Sctadezu bedauerlichen ßane fich befindet, der aber um keinen Preis zugrunde gehen darf, kSn. nett nur in einer solchen Körperschaft ausgiebig tatb wirksam vertreten werden. Die berussstätt- Äischen .Interessen aller übrigen Kreise unseres Volkes müssen daneben eine sorgsame Vertretung urtb Förderung tat Wirtschaftsparlament Süden. Von dieser Bosts aus m-utz denn auch 18 politische Parlament für die rein wirtschaftlichen Fragen seine Anregungen empfangen urtb eine gegenseitige verständnisvolle Zrrsammen- at'brit tmtß sich daran antn übfett. Ms diesem Ware Uftrd da» organische Zusammenwirken
lar eine Liebesgabe nach Deutschland $u senden. Größere Pakete stellen sich aus 12.50, aus 20 unb aus 50 Dollar. In die,en Pakete« werden Tor» ned Beef, Roastbeef, Lachs, Speckscheiben. Rin- dersett, Bouillonwürfel, gebackene Bohnen, bie verschiedensten Marmeladen, kondensierte Milche Kakao, Kaffee, Gewürze, Wehl, Schokolade, Erbsen. Makkaroni, Zucker u. a. enthalten sein. Außerdem gibt eS noch Kisten, bie achtuad- vierzig Büchsen evaporierte Milch enthafte« und siebe nein halb Dollar kosten. Mtt der Werbung, sür diese allgemeine NahrungShilse ist in bett letzten Tagen des Awgust begonnen Word«, Es
Aus dem Parterleben.
Sine wirtschaftliche Reformk nt DaS deutsche Patteileben macht augenblicklich eine Gärung durch, der man als Politiker die größte Aufmerksamkeit schenken muß. Eine Esse Parteiderdrossenhett macht sich im beut-
Volke unverkennbar geltend. Es gibt wohl einzige Pattei, die von sich sagen könnte, Bmit ihren inneren Verhältnissen völlig n sei. Andererseits gibt es in seder der den Parteien viele Tausende, die mit dem politischen und parlamentarischen Wirken derjenigen Pattei, für die sie gestimmt haben, nicht einverstanden stab. Klarheit tat Wollen und Klarheit in dem Ziele begegnet man aber bei den Ktttikem doch nur recht selten. Die po- lftische Schulung weiter Schichten unseres Volkes hat leider auch nach der Revolution keine Fortschritte gemacht. Es wird nirgends soviel tut Patteilehen eines Landes kritisiert ■ wie ta Deutschland. Es werden aber auch nirgends so wenig positive Gegenvorschläge gemacht.
Es wäre aber doch töricht, leugnen zu wollen, daß unserem gegenwärtigen Patteileben schr große Mängel, ja selbst sehr schwere Fehler anhasten. Die menschlichen Unvolttommenhetten treten, man möchte sagen, in konzentrierter Form gerade in einer -Patteilbildung aus. Bei einer Körperschaft, die den vielseitigen Interessen mit ihren ta sich wieder ta zahllosen Richtungen aus- einanderfplitternden Wünschen gerecht werden soll, müssen fich eben die Dinge hatt tat Raume stoßen. Mer ss ist doch fraglich ob die gegenwärtig sich tat Zuge befindlichen Bestrebungen zur Nefoim des deutschen Parteilchens Aussicht
finanzielle Beistände geleistet werden, wenn deren Weitererscheinen andernfalls in Frage kouv- men würde. Man will ta Verbindung mit der Germanistischen Gesellschaft von Amerika und anderen Vereinigungen die Bibliotheken Europas mit amerikanischen Büchern unb Zeitchristen versorgen. Wissenschaftliche Institute ollen durch Versorgung mit notwendigen Apparaten, Instrumenten unb sonstigem Material unterstützt werden. Tiefe Unterstützungen ftnb, tote die HilfSgesellfchast sagt, brtn- cjenbft gebottn. Das Sinken der Geldtoette unb
Handlungen zwischen den beutfdje« und ameri- kanischen väckerei-Orgauisationen Über die Einfuhr amerikanischen MehleS nicht abgebrochen. ES besteht vielmehr bie AuSficht, daß ein großer Mehlkonzeru in MinneapES fich an ber Sie- ferung von Mehl unb Getreide «ach Deutschland beteiligen will. — Aus Rewyork wird bettchtet: Im Jahre 1919 wurden fast eine Milliarde Pfund kondensierte Mllch aus den Bereinigten Staaten zu einem ungefähren Wette von ttnhundrrtfünfundMmnzig Millionen Dol- lar angeführt, und zwar nach neunzig Ländern, Kolonien unb Insel« der Welt. Die Menge, bie im letzten Jahre ausgefühtt würbe. War ungefähr fünfmal fo groß als bie vor dem Kriege unb ber Wett berfeiben hundertmal größer.
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Oe» ReichS-Ernährung-minister.
Berlin, 17. September. (Privattelsgrarnm.) Tie Berliner Morgenpost fetzt ihre Anariffe ae-
) Deutschland und Oesterreich gelangen zu lasten. Man hat eine Nahmngsurtttelversartd, abteilung gegründet, die in Amerika weit ver- -- .....- „ sweigt ist und in Deutschland ihre Endstelle«!
JJ: September. ^at eg sM schon möglich fein, für fünf Dol» Wie eht hiesiges Blatt erfähtt find bie Ber 1 1 ■
»awnwn «Mrtrymt «no P«rttr yerdetzutuhren 'etai, da» wir benötigen, um den gebotenen AuS- gleich der Jnlereffen unb damit ihre Nutzbar- mcchung xmn allgemein«» Wohl hsrbnzu- fichren. J. B,
Kasseler Nmste Nachrichtm
Kasseler Abendzeitung Heffifche Abendzeitung
Die rusfische Ukraine.
Warschau, 17. September. (Eigene Dvahtmel- duny.) Die PrrsseabteiLmg des Ministeriums deS Aeußevn teilt amtlich mtt: Ans einen Funk- spruch deS Fürsten Sapicha nach Moskau um Zulassung von ^Vertretern der ukrainischen Re- gierMrg Petljuras' $ur Rigaer Konferenz traf gestern folgende russische Ankwott aus Moskau ein: Aus Ihren Funffpruch, der einen gewissen Andreas Lenwicki nennt, erklären wir hiermit, baß die dorr genannte ukrainische Republik gar nicht exMett, ha die Ukraine eine unabhängige Sowjetrepuhfik unb mit Rußland verbündet ist unb sich ebenso wie nt Minsk auch an den Verhandlungen von Riga beteiligen wird Rußland und die Ukraine, bte sich im Krregs- zustanb mit Polen befinden, wollen mit Polen Ftteden schließen. Zwischen Rußland unb ber Ukraine besteht schon ein Bündnis. Etae neue Vereinbarung zwischen diesen beiden Staaten t aus diesem Grunde nicht notwendig.
Dieser Tage haben wir von der Reugründung einer Patter erfahren. Sie geht ans mit- tÄstäirdischen Kreisen hervor und gab sich dm Namen »Winffchastspattei des dentschen Mittel- stand es". Nun ist es ganz unbestreitbar, daß die Mittelstaubsinteressen bei der heutigen sozialen Lage D-utfchstmds unb b-i der dadurch be- dingten Struktur des Patteilebens ohne allen Zweifel viel zu kurz kommen Aber die Frage ift doch aufzuwerfen, ob die Partei wirklich alle Mittelstandsinteressen umfaßt. Ohne eine breite Basis tat Parlament Knute eine solche Partei sich feinen Einstaß verschaffen, sie würde vielmehr nur zur Zersplittentng bei den attdeven Parteien, unb, wie die Dinge heute nun einmal stohen, damit zu einer sottfchreitenden Rädtkaff. sienmg beittageu. Und gerade den MittMtandS- intereffen wäre bann durch eine solche Entwicklung am allerwcmWen gedient. Man tarnt die Gründung nur verstehen, wenn hinter ihr bie Mb sicht Waltet, die Durchsetzung der Ziele gar nicht tat jetzigen Parteisystem, sondern tn einem erst zu schaffenden zn versuchen. Bon diesem Standpunkte aus darf man di« Grünbimg der Wirtfchastspartei ebenso wie die vor einigen Tagen in Bayern erfolgt« Gründung einer Christlich-sozialen Pattei. die sich vor allem bk Zusammenschließung aller nichtsozialWfchen Anqe- hörigen der erwerbenden Schichten, insbesondere ber Arbeiter, angelegen sein Mßi — als Etappen kür daS Ziel der AckUsftmg eine- bernssstärtdi- fchen Parlaments ansehen.
der Gesellschaft steht schon jetzt vor, daß von Mttgliebern und Freunden wissenschaftliche ame- rttaursche Bmher und Zeitungen gesammelt wer- den, die an europäische Bibliotheken überwiesen werden sollen. Die Rot der geistigen Arbeiter wird ta Amerika voll anerkannt. Es gibt toahr- sckeinlich, so heißt es im Arbeitsplan der Gefell- Ichaft, kerne zweite Klasse, welche unserer finanziellen Hilfe dringender bedarf, als bie sogenannten geistigen Arbeiter In Berlin sind be- teitS die eftÄeitenden Schritte getan worden, um das korrespondierende Komttee -»» bilden, da»
ihren. Augenblicklich find nur dir taaien in der Lage, diesen so bti* Beistand zu lelften.
Der Arbeitsplan